Der große "Was habe ich heute für meine Preparedness getan?" Thread

  • Ich war bei einem Security Training beim Fraunhofer SIT. Das war ausgezeichnet.

    Im Garten ging es etwas weiter gehen.

    Sonst alles sehr unspekatulär hier.

    -<[ Nunquam-Non-Paratus ]>-

  • Wir haben - als Zaungäste der Hagelregion Reutlingen/Tübingen - jetzt endlich mal passgenau zugeschnittene Plexiglasplatten für unsere 11 Dachfenster geordert. Die sollen dann nach einem eingetretenen Hagelschaden auf die beschädigte Scheibe gelegt werden und am Rand entweder mit Silikon eingedichtet oder mit einem wasserfesten Klebeband umlaufend fixiert werden. Damit soll dann die Zeit bis zur Reparatur des/der Fenster überbrückt werden.

  • Warum machst du keine Außenrollläden dran?

    Ist das zu teuer?

    Du musst ja nicht alle auf einmal damit ausrüsten.

    Lache das Leben an, und es knurrt zurück. ( Jean Paul )

  • Mittwoch und Donnerstag Sturmschadenbeseitigung :face_with_rolling_eyes:


    Das Unwetter war ja für Dienstag angekündigt, getroffen haben uns dann am frühen Abend mehrere richtig heftige Fallböhen, die zwei recht alte Obstbäume (~75 Jahre) gefällt, und von den restlichen Bäumen doch einige Äste runtergehauen haben.


    Also Mittwoch Nachmittag erstmal die Bäume und Äste beseitigt, und am mittlerweile gestrigen Donnerstag haben wir noch die Wurzelstöcke rausgerissen.

    Schade, weil die Bäume dieses Jahr richtig viele Pflaumen getragen hätten...


    So stellte sich der Sturmschaden in den umliegenden Gemeinden an unserem Wertstoffhof dar, nachdem die Mitarbeiter dort mehrmals zusammengeschoben und wir unsere letzte Fuhre vom Mittwoch kurz vor "Ladenschluss" hingefahren hatten:


    DSC_0088_1.jpg

    Si vis pacem, para bellum.

  • Also Mittwoch Nachmittag erstmal die Bäume und Äste beseitigt, und am mittlerweile gestrigen Donnerstag haben wir noch die Wurzelstöcke rausgerissen.

    Wie habt ihr denn die Wurzelstöcke rausgerissen?

    Wir hätten auch 2 zum Beseitigen. Nachbar meint rausfräßen lassen, kostet aber einiges. Jetzt wollen wir sie gepflegt vermodern lassen.

    Aber entfernen wäre besser.

  • Wie habt ihr denn die Wurzelstöcke rausgerissen?

    Wir hätten auch 2 zum Beseitigen. Nachbar meint rausfräßen lassen, kostet aber einiges. Jetzt wollen wir sie gepflegt vermodern lassen.

    Aber entfernen wäre besser.

    Ich habe schon Videos gesehen, in denen aus den Baumstümpfen quasi Schwedenfeuer gemacht wurden. Auf diese Weise lässt sich sehr viel von dem Stumpf entfernen. Versucht habe ich das allerdings selbst nicht.

    - Wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage -

    Bertold Brecht

  • Ich habe schon Videos gesehen, in denen aus den Baumstümpfen quasi Schwedenfeuer gemacht wurden. Auf diese Weise lässt sich sehr viel von dem Stumpf entfernen. Versucht habe ich das allerdings selbst nicht.

    Ich wollte kein Diesel in den Garten schütten. Die Ausbrennmethode hat mein Opa gemacht, da war dann halt ein angekokelter Baumstumpf im Garten, der dann auch langsam verrottet ist.

    Ich hab die Stümpfe jetzt angebohrt bzw angesägt, also möglichst viele tiefe Löcher in die Oberfläche gemacht und Nitrat Dünger reingefüllt.

  • Na dann fehlt ja nur noch der Diesel und eine Prise Geheimstaub und weg ist der Baumstumpf... :)


    Ich wollte eben keinen Diesel oder Petrolium drüberschütten, ausserdem ist das alles jetzt durchgeweicht.

    Und sooo gut hat das bei Opa auch nicht geklappt, auch mit Geheimstaub.

    Obwohl....einmal ist ihm ein Eimer explodiert, das war cool und Opa hatte keine Augenbrauen mehr.

  • Rausfräsen ist sauteuer, wir hatten zusätzlich noch (versicherte) Schäden durch Steine die als Geschosse rumschwirrten.


    Inzwischen graben wir den Stamm etwas frei und sägen kurz unter Bodenkante ab.

    Danach Erde oder Blumenkübel drauf und fertig.

  • Da bleibt nur freigraben und dann wahlweise entweder unter der Grasnabe absägen oder einen Landwirt/Baggerfahrer fragen ob er den Stumpen schnell zieht.

    Das geht in der Regel recht fix.

    -= NUNQUAM NON PARATUS =-

  • Jetzt wollen wir sie gepflegt vermodern lassen.

    Aber entfernen wäre besser.

    Ich säge sie tief unten ab und säge ein paar Streifen rein, dass das Wasser bissl besser dran kommt. Erde drüber, fertig.

    -<[ Nunquam-Non-Paratus ]>-

  • Da bleibt nur freigraben und dann wahlweise entweder unter der Grasnabe absägen oder einen Landwirt/Baggerfahrer fragen ob er den Stumpen schnell zieht.

    Das geht in der Regel recht fix.

    na ja....wenn die Stumpfen mitten in einem dicht bewachsenen Garten stehen befürchte ich Kollateralschäden.

    Gepflegt verfaulen lassen, Oberfläche möglichst einschneiden und anbohren und etwas NO3 und etwas Zeit.

  • Warum machst du keine Außenrollläden dran?

    Die sind weniger stabil als die Scheibe selber. Rollladenhersteller empfehlen sogar, bei Gewitter die Rollläden hochzumachen, um sie vor Hagel zu schützen(!).

    Ausserdem muss ich dann vor jedem möglichen Gewitter die Rollläden schon runtermachen, dazu muss jemand zuhause sein. Murphy's Law schlägt dann zu, wenn man abwesend ist.

    Aktuelle Dachfenster werden als "hagelsicher" beworben, die Außenscheibe ist aus gehärtetem Glas, die innere Scheibe aus VSG (Verbundsicherheitsglas, also eigentlich zwei mit einer Folie zusammengeklebte Scheiben, wie beim Auto die Windschutzscheibe). Unsere Dachfenster sind Baujahr 2005 und noch ohne VSG. Für einen Austausch sind sie noch zu gut.

    Was man zum Hagelschutz nachrüsten kann, sind Hitzeschutz-Rollos, die wie ein stabiles Fliegengitter aussehen und mit ein paar cm Abstand über das Dachfenster gespannt werden. Die dämpfen die Energie der Hagelkörner beim Einschlag, wenn sie gut gespannt sind.


    Mir geht es mit den Plexiglasplatten halt darum, eine sofort verfügbare Reparaturmöglichkeit im Haus zu haben und nicht erst basteln oder besorgen zu müssen. Die Kosten liegen bei 15 Euro pro Fenster. Im besten Fall sind die 165 Euro totes Kapital, wie Feuerlöscher auch. Und im worst case kann ich die Räume mit den Dachfenstern schon nach kurzer Zeit ganz normal weiter nutzen und hab hoffentlich keine bleibenden Wasserschäden. Das Problem nach einem Hagelunwetter ist die riesige Zahl an Schadensstellen in der Region. Wenn man Pech hat, wartet man Monate, bis man einen Dachdecker bekommt, der einem die Fenster repariert. 2013 war das in der Region Reutlingen/Tübingen so (Gesamtschaden damals 3,6Mrd. Euro). Manche Dächer hatten ein Jahr später noch Schutzplanen statt Dachziegel auf dem Dach. Bei unserem Dach ist zum Glück eine wetterfeste Auf-Sparren-Dämmung verbaut, aus 5cm starken Holzweichfaserplatten, die gelten als 6 Wochen dauerregenfest.

  • Wie habt ihr denn die Wurzelstöcke rausgerissen?

    [...]

    Wir haben die von Transalp verlinkte Methode gewählt, nur ohne den Baum dran :grinning_squinting_face:


    Da die Bäume durch die Windlast gebrochen sind, hatte es die Stöcke eh schon teilweise aus dem Boden gehebelt, auserdem waren beide Stöcke in mehrere Teile gebrochen, die Bäume waren schon morsch. Wir haben dann noch rundrum etwas freigegraben, einzelne Wurzeln an- bzw. durchgehackt, Kette ums Wurzelstockteil und die Teile dann der Reihe nach mit dem Traktor rausgerissen.

    Si vis pacem, para bellum.

  • Rausfräsen ist sauteuer, wir hatten zusätzlich noch (versicherte) Schäden durch Steine die als Geschosse rumschwirrten.

    kommt drauf an ich zahl dafür 30 die Stunde und nach 2 - 3 Stunden ist’s fertig.
    gruß

    Kcco

    Gsund bleiben

    Keep clam and chive on

  • Für Wurzelstöcke absägen gibts für die Säbelsäge hartmetallbestückte Blätter in verschiedenen Längen. Die lohnen sich aber vom teuren Preis her eher nicht. Ich hab mir billige Brennholzblätter geholt, und damit im Dreck die Wurzeln abgesägt. Diese biligen Blätter gehen bei der Aktion halt futsch, aber man muß eben nicht präzisionsmäßig frei graben. Sowas hier:

    https://www.ebay.de/itm/333764…eddd2d:g:iIQAAOSwbahgSI8u

  • Für einen Stubben der mir zu Hause im Wege war habe ich mir aus einem stabilen Kantholz ( 20 x 20 ) und einem Ragierwagenheber eine Konstruktion zum Rausziehen aufgestellt - hat wunderbar funktioniert :


    Eine Kette um den Stubben gelegt , nach oben hin mit einem Schäkel eine Schlinge gebildet und das Kantholz durchgeschoben. Das Kantholz habe ich auf einer Seite stabil abgestützt ( Hartholzplatte die es als Wagenheberunterlage in jedem BW-LKW gibt ) Auf der anderen Seite habe ich dann den Wagenheber entsprechend unterlegt druntergestellt und mit einem Stück Holz als Verlängerung eingeklemmt. Dann langsam hochgepumpt....

    Nach 3 maligem Nachsetzen des " Verlängerungsholzes" hatte ich das Ding dann raus.

    Zusätzlich hatte ich das ganze Erdreich mit dem Gartenschlauch satt durchfeuchtet und während des Hebevorganges noch in Richtung der Wurzeln freigespült.