Alkohol / Feuerwasser zum Einlagern

  • Zitat von Bärti;154610

    Ich persönlich würde eher an Stelle des Billig-Fusels eher sehr gute Qualität einlagern. Ich denke da kann man 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen:


    1. Es wird auch in Krisenzeiten entsprechende Gewinner geben die auf Qualitätsspirituosen stehen, dass hat sich auch schon in der Nachkriegszeit gezeigt.


    2. Sollte es keine derart tiefe Krise geben in der Alk als Währungsersatz genutzt wird kann man nach selbst nach etlichen Jahren wirklich Qualitätsprodukte immer gut wieder verkaufen, die werden ja eher besser. Wenn man in 20 Jahren Billig-Fusel von Penny über die Bucht oder Ähnliches anbieten will wird sich vermutlich kein Bieter finden. Bei sehr gutem Wiskey etc. wird man immer einen Abnehmer finden, vorausgesetzt das Zeug kommt aus einer Top-Brennerei.


    Hallo, Bärti.
    Mich würde interessieren woher Du Deine Infos bzgl. der besseren Abnahme von Qualitätsspirituosen in der Nachkriegszeit (nehme an WK II...?) hast.
    Und-woher ein potentieller "Abnehmer" die "Top-Brennerei" zu beurteilen vermöge... (Nach einer evtl. langen Zeit der Abstinenz).


    Um es kurz zu machen halte ich diesen Kommentar von Dir (im Gegensatz zu anderen!) für sehr gewagt und spekulativ.

  • Nunja man kann allgemein vermuten, das man wenn man beim preppen was vergessen hat oder es kaputt geht, die meisten Sachen eher in gehobeneren Bereichen findet und da ist Jack Daniels wahrscheinlich erfolgversprechender als Fürst Uranov.



    Und wenn man mit einem Leben nach der Krise oder auch ein Leben ohne Krise rechnet, hat man mit altem Jack Daniels sicherlich auch einen anderen Wert als mit altem Fürst Uranov...



    Dazu besteht natürlich auch die Option, das sich ein Schwarzmarkthändler zwischen einem Kunden mit Jack Daniels und einem Mit Fürst Uranov entscheiden muss...

    sagt der Sven

  • Hi Schwede: Wenn du dir mal Bücher wie "Berlin Stadt der Schieber" vom Autor Zierenberg durchliest gibt es immer wieder diese Schilderungen.


    Bestes Beispiel weil bekannter: Nach dem Krieg waren die amerikanischen Zigaretten wesentlich teurer als deutsche, da von besserer Qualität (Die amerikanische Zigarette - das Maß aller Dinge von Merki).


    Qualität wird auch in Krisenzeiten von den Menschen geschätzt und dementsprechend bezahlt werden. Insofern habe ich hier eine größere Wertdichte. Gerade in einer Wohnung kann das entscheidend sein, ob ich mir 100 Flaschen Billig-Fusel hinlege, oder nur 15 Flaschen guten Stoff, damit aber genau das gleiche Tauschverhältnis erreiche. Spart mir im hier und jetzt viel Stauraum, den ich eventuell besser gebrauchen kann.


    Als Top-Brennereien (ich spreche hier aber nicht von den absolut unerschwinglichen Kleinstherstellern mit Mega-Luxusimmage) mit einem gewissen Bekanntheitsgrad würde ich z.B. bei Single Malts nennen: Macallan, Glenfarclas, Dalwhinnie und auch dem selbst Nicht-Whiskey-Trinkern bekannten Glenfiddich.


    Im Altersbereich (wieder bei Single-Malts von Qualitätsherstellern) von 12 bis 25 Jahren nimmt der Preis pro Jahr Reifezeit um etwa 3,70 EUR zu, danch steigt der Preis pro Jahrgangs-Jahr immer schneller an. Das gilt auch für die teuersten Vertreter der jeweiligen Altersstufe. Nur im Altersbereich von 10 bis 12 Jahren zeigt sich statistisch ein horizontaler Verlauf. H


    ier einige durchschnittliche Preisbeispiele was die Entwicklung von Single-Malt nach Jahrgängen (jeweis Pris für 1 Flasche) anbelangt (wieder nur Qualitätsprodukte mit entsprechender Historie):


    Jahrgang 1960: 180€
    Jahrgang 1950: 320€
    Jahrgang 1940: 1150€
    Jahrgang 1930: 2100€


    Ich würde außerdem in der Krise ungerne mit irgendwelchen Alkis und gescheiterten Existenzen Geschäfte machen, ich denke auch hier kommt man gerade bei Personen weiter, die sich solchen Luxus noch gönnen können. Aber das ist eine individuelle Einschätzung von mir, das muß sich späterhin nicht bewahrheiten.


    Außerdem hast du wenn der Krisenfall nicht eintritt immer noch einen guten Werterhalt beim Wiederverkauf.

    Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd.

  • Hallo,
    ich bin ja stark für 100 Flaschen Fusel und 15 Flaschen guten Stoff. (und eine Destille)
    Ist so wie Gold und Silber. Das eine braucht man für das, das andere für jenes.


    Geht natürlich nur mit ausreichend Stauraum. In einer Mietwohnung würde ich auch die Besseren Sachen nehmen, und ev. einen Kanister Fusel (25l). Abfüllen kann man den dann immer noch.


    Gruß
    Gerald

  • Hier habe ich was tolles für das ultimative Prepperlager gesehen:

    Teufelauch, was der Lidl so alles zum Verkauf bringt 8| denke, da wird nicht der beste Stoff drin sein aber echt Kampfpreis!


    Bessere Qualität gibts gerade auch in kleinen Destillen aus Deutschland auch andere Anbieter für Fassabfüllungen... z.B. Hier


    ...und Hier mal ne Meinung zu Fässerlagern allgemein von nem WhiskyMasterDistiller...


    Schade, das mir das Zeug einfach nicht schmeckt und lieber ein Fass altabgelagerten Hefe oder Trester für denSchü :saint:

    Normatilät tsi legidilch enie statsiticshe Häunufg mögilhcer Wahcsrheinlicheikten!
    Gruß derSchü

  • Abgesehen vom Tauschgeschäft, hat Alkohol in meinen Augen noch viele andere Funktionen, die einen Vorrat rechtfertigen. Da wären

    1. Sterilisation von Gegenständen

    2.Medizinische Anwendungen ( Wundreinigung, Tinkturen,..)

    3. Verteidigung ( Molotow Cocktail)

    4. Feuerbeschleuniger ( sicher nicht die erste Wahl, aber zu Not gehts)

    5. Stressabau

    6.Feste und Feiern (schon mal Geburtstag gefeiert, wenn die Welt den Bach runter geht?)

    7. Notfall-Geschenk für den Besuch der am Wochenende ansteht...

  • 80% Spiritus und 20% Wasser desinfiziert ganz gut. Der Spiritus ist auch toll für die ganzen Alkoholkocher, damit man warme Ravioli bekommt.


    Trinkalkohol würde ich nur das Lagern, was ich auch trinke. Bei mir wäre das Whiskey.


    Für Wundreinigung etc. würde ich normales Desinfektionsmittel lagern bzw. die ganzen Versionen von Zeug der Art, die dafür geeignet ist.


    Molotow Cocktails sind verboten. Und Alkohol ist nicht die primäre Zutat von dem Ding.


    Etwas Petroleum für Kocher ist denke ich auch lagernswert. Mein Petrokocher und Heizer eignet sich gut, um mal ne Wohnung zwischenzuheizen. Mit Petro kann man viel Schabernack treiben.


    Stressabbau ist so eine Sache. Ob Saufen wirklich grundsätzlich zum Stressabbau geeignet ist, weiß ich nicht so recht. Aber ab und zu mal einen heben ist was. Die Krise sich etwas versüßen vielleicht auch. Allerdings sollte man immer Handlungsfähig bleiben.


    Ob einem zum ausladenden Feiern zumute ist, wenn Ressourcen knapp sind, man wird sehen.


    Notfallgeschenke sind immer gut, da sind hochwertige Whiskeys was oder teils auch andere Sachen, wie Ausrüstungsgegenstände.

    -<[ Nunquam-Non-Paratus ]>-

  • Wenn man genug Platz und überschüssiges Geld zur Verfügung hat, warum nicht?

    Für wirklich wichtig halte ich Spirituosen im Notvorrat allerdings nicht, jedenfalls nicht in großen Mengen.

    Diese Einschätzung hängt aber sicherlich auch damit zusammen dass ich keinen Schnaps trinke.

  • In Notzeiten wird sich sicher so manches finden aus dem man Alkohol gewinnen kann, und wie man eine Destille baut sollte jeder wissen.

  • Trotzdem hat sich während der zwei Weltkriege ein florierender Schwarzmarkt gebildet und Alkohol und Tabak waren dort sehr gefragt. Das weiss ich aus erster Hand von meinen Großeltern. Es scheint also doch nicht jeder zu wissen und/oder zu können. Zumal man für die Alkoholherstellung Stärke oder Zucker braucht und beides ist in Ausnahmesituationen Mangelware. Die Lagerung von Tabak ist möglich aber schwieriger als die von Alkohol.

    Die Gier nach Alkohol hört mit einer Notsituation nicht auf und sie beschränkt sich auch nicht auf das niedrige, gemein"gefährliche" Volk sondern zieht sich durch alle Bevölkerungsschichte. Mit wem ich dann Handel treibe entscheide ich selbst. Die Auswahl an Interessenten wird groß genug sein. Möglicherweise stelle ich mich nicht mal selbst auf den Markt sondern leiste mir einen Zwischenhändler.


    LG. Nudnik

  • Gerade die Beiträge hier gelesen und da packte mich die Neugier, was (und wieviel) eigentlich in den letzten Jahren in unseren

    Kellerräumen an Hartalk verschwunden ist, den man immer mal zum Geburtstag geschenkt bekommen hat. Da ich allenfalls

    ab und zu mal einen guten Gin trinke, wandert alles andere erstmal in den Keller und wird vergessen.

    Aber immerhin 28 Pullen (teils widerliches Gesöff), haben sich in den letzten 10 Jahren angesammelt, die man getrost tauschen kann.

    Irgendwann weiß man wofür`s gut war... :)

  • Da unser Schnapsspender für die Kirchweih nicht errreichbar war=O - mussten die Leutschens - leider ?- 13 Jahre alten Apfelbrand trinken:S - und keiner hat sich beschwert- STTF einmal anders:D

    Carpe Diem