• An den Bitcoins sieht man doch schön das der "Wert" eines Gegenstandes immer an das Vertrauen in ihn gekoppelt ist. Per se ist ein Bitcoin erstmal gar nichts wert. Nur so lange genug Menschen an ihn glauben funktioniert das System.
    Aber das war schon immer so. Früher gab es Glasperlen als Währung oder Muscheln, heute eben Papiergeld oder auch Bitcoins. Das alles funktioniert nur so lange daran "geglaubt" wird.
    Übrigens ist es bei Gold das Gleiche. Auch Gold funktioniert, abseits des reinen Rohstoffwertes, nur solange jmd. daran glaubt und bereit ist es zu akzeptieren. Der einzige Vorteil beim Gold ist das es soooo lange als "Basis" für Währungen genutzt wurde das das Vertrauen quasi in unsere DNA eingebrannt wurde.
    Rein nüchtern betrachtet ist es auch nur ein Metall, wie viele andere auch.

    -= NUNQUAM NON PARATUS =-

  • Beim Papiergeld steckt tatsächlich die Wirtchaftskraft eines Staates oder eines Staatenbundes dahinter, das hat also sehr wohl einen sehr realen Gegenwert. Erst wenn der Glaube an diese Wirtschaftskraft erschüttert ist und der Staat neues Geld erzeugt verlieren die Banknoten an Wert


    Ein Bitcoin hingegen ist tatsächlich nichts. Genausogut könnte man heute virtuellen Elfenstaub verkaufen. Selbst den fehlenden Gegenwert von Bitcoin könnte man noch verschmerzen, wenn sie nicht im Gegenzug zu mittlerweile dramatischen Energieverbrauch und Umweltverschmutzung führen würden. Der "Vorteil" des Bitcoin, dass es immer schwieriger wird mehr davon zu machen ist gleichzeitig auch seine Achillesferse.


    Der Bitcoin als halbwegs anonymes Zahlungsmittel mit festem Wert hätte durchaus funktionieren können, dass damit spekuliert wird wird ihn meiner Meinung nach über kurz oder lang vernichten. Ich denke dass wir über kurz oder lang ein Verbot sehen werden, Bitcoin zu besitzen, zu handeln und zu erzeugen und das kann man vermutlich auch problemlos umsetzen, indem man das Netzwerk infiltriert. Ist das Vertrauen weg geht der Wert wieder Richtung Null und das Problem ist beseitigt.


    Wer da jetzt einsteigt geht ein sehr großes Risiko ein, alles zu verlieren.


    Eine Blase erkennt man oft daran, dass überall darüber diskutiert wird (Milchmädchenhausse)


    Der ein oder andere erinnert sich vielleicht noch, als 2011 plötzlich viele in den (Prepper)foren sich für Silber zu interessieren begann, kaum dass der Preis mal ein paar wochen in die Höhe schoss. Man weiß ja wie sowas ausgeht. Beim Bitcoin sind die Ausschläge halt noch viel größer...

  • Zitat von Cephalotus;314991

    Ich denke dass wir über kurz oder lang ein Verbot sehen werden, Bitcoin zu besitzen, zu handeln und zu erzeugen


    Das kann gut sein, aber ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass sich die Staaten bzw. die Zentralbanken parallel an dieser Stelle einsetzen, also selbst elektronische Währungen oder varianten der bestehenden Währungen auf dem technischen Prinzip von Blockchain herausgeben. Möglicherweise werden auch große Konzerne dabei eine Rolle spielen und eigene Währungen herausgeben bzw. diese Dienstleistungen im Auftrag der Zentralbanken übernehmen.

  • Zitat von Asdrubal;314992

    Das kann gut sein, aber ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass sich die Staaten bzw. die Zentralbanken parallel an dieser Stelle einsetzen, also selbst elektronische Währungen oder varianten der bestehenden Währungen auf dem technischen Prinzip von Blockchain herausgeben. Möglicherweise werden auch große Konzerne dabei eine Rolle spielen und eigene Währungen herausgeben bzw. diese Dienstleistungen im Auftrag der Zentralbanken übernehmen.


    Das macht für seriöse Staaten doch keinen Sinn.


    Staaten wollen weder anonyme Zahlungen im rechtsfreien Raum befördern, noch können sie ein Interesse daran haben, einen absoluten ökologischen Irrsinn auch noch zu befeuern. (zumindest hoffe ich das)


    Venezuela ist ein Sonderfall, deren Regierung hat den Pfad des rationalen schon vor vielen Jahren verlassen, aber deren Land wird eine Kryptowährung genausowenig decken können wie die aktuelle Papierwährung. Die Hoffnung solcher Staaten wäre dass man eine Kryptowährung parasitär nutzen könnte, also Schöpfung aus dem nichts und bezahlt wird es mit hartem Geld dann von anderen, sofern man genügend Dumme findet.


    Bei der Elektromobilität gibt es eine elendige Diskussion darüber, wo denn der Strom nun herkommen soll. Dabei hat man hier eienen sehr effizienten Verbraucher und einen klaren Nutzen. Der geradezu irrsinnige Verbrauch der Bitcoin hat hingegen keinerlei Nutzen, die Leute kaufen einen gedanken und mit dem Spekulationsgewinn werden dann die Kohlekraftwerke in China befeuert.


    Eine Bitcoin ist daher nicht mal ein Geschäft mit nichts, in Wirklichkeit ist es reine Vernichtung von realen Werten.


    MfG

  • Zitat von Cephalotus;315024

    Das macht für seriöse Staaten doch keinen Sinn.



    Naja, es gibt schon ein Interesse an elektronischen Zahlungstechniken. Da könnte Blockchain schon ein technisches Mittel zu deren Bereitstellung sein (und zu einigen anderen Dingen darüber hinaus). Wenn es eines Tages so weit sein sollte, werden die Zentralbanken aber sicher Mechanismen einbauen, um allzu hohe Volatilität einzuschränken.

  • Interessant finde ich, wie alle ins Horn blasen gegen Bitcoin/Kryptowährungen wenn ich bedenke wieviel Geld in den Jahren 2000 und 2008 den "Eigner" gewechselt hatte. Da war die Weltwirtschaft in massiver Gefahr, aber interessiert hat es niemanden.


    Man könnte ja fast schon an eine Verschwörung glauben. ;-)

    I feel a disturbance in the force...

  • Naja, zum Jahreswechsel 2017/18 lag die Marktkapitalisierung von Bitcoin bei rund 500 Mrd. Dollar. Die Geldmenge von US-Dollar und Euro (M2) lagen jeweils bei etwas über elf Billionen.


    Natürlich war der Bitcoin ein wichtiger Faktor, aber von einer massiven Gefahr für die Weltwirtschaft würde ich da nicht sprechen, zumal die Marktwirksamkeit sowohl auf die Finanz- als auch auf die Realwirtschaft deutlich geringer als bei echten Währungen sein dürfte.

  • Von über 15.000€ im Sturzflug unter 5k und wir werden auch noch unter 2k fallen. Im Dezember noch undenkbar und nun sehr nahe.


    Schlimm bei der Sache ist nur, dass es nicht die Spekulanten trifft, die ja rechtzeitig aussteigen sondern eher die Unbedarften.
    Bin aus den Coins raus, Aktien halte ich vorerst - auf Bodenbildung warten und dann den Zeitpunkt zum Einstieg nutzen.

  • Es hieß ja, dass ungefähr 20% aller Bitcoins von fünf oder sechs Leuten gehalten werden. Wäre mal spannend zu erfahren, wann die ausgestiegen sind.


    Ich persönlich habe keine Bitcoins. Wenn die Dinger 2000 unterschreiten und dann an irgendeinem Punkt eine Stabilisierung erfolgt, wäre das aber vielleicht etwas, um ein bisschen Spielgeld zu riskieren.

  • Nö, ca 100 Besitzer halten ca. 20% aller Bitcoins. Eines ist aber ziemlich sicher, dass sich die alle persönlich kennen. Noch schlimmer, 4% aller Besitzer halten 95% aller BitCoins.
    Also, wenn die 100 beschließen, sie manipulieren mal fix den Kurs, dann ist das für die ein Leichtes. Dann setzen Loss Stop Orders ein und schon sieht man solche Abstürze wie grade BitCoin, Dow Jones etc. an den Tag legen.

  • Zitat von Grübler;317287

    Von über 15.000€ im Sturzflug unter 5k und wir werden auch noch unter 2k fallen. Im Dezember noch undenkbar und nun sehr nahe.


    Schlimm bei der Sache ist nur, dass es nicht die Spekulanten trifft, die ja rechtzeitig aussteigen sondern eher die Unbedarften.
    Bin aus den Coins raus, Aktien halte ich vorerst - auf Bodenbildung warten und dann den Zeitpunkt zum Einstieg nutzen.


    Mit dem Strom für das Mining kann man heute ganz Singapur versorgen oder alternativ Zig Millionen an Elektroautos. Eine einzige Transaktion braucht heute über 500kWh. Bei unseren Stromkosten wären das mal eben 150 Euro! Und das steigt immer weiter.


    Das ganze ist so absurd und aus Ressourcensicht so unglaublich dämlich, dass ich mir mittlerweile wünsche, dass alle Regierungen der Welt den Besitz und Handel mit dem Zeug endlich komplett verbieten.


    20% der Bitcoin Menge befindet sich auf 100 Wallets. Diese Wallets könnten aber auch einem einzigen gehören.

  • Mein Bauchgefühl sagt mir, daß jetzt der Zeitpunkt ist um aus Kryptowährungen auszusteigen und in etwas wertstabileres zu wechseln.


    Als ich diesen Thread erstellt habe lag der Kurs der Bitcoin bei ca 300 Eur, derzeit sind es wieviel? 8000?
    Das bedeutet aus 1000 Euro sind 26000 Euro geworden. Mit ehrlicher Arbeit wohl schwer möglich.


    Weiters sagt mir mein Bauch, daß jetzt die Zeit von Gold kommt. Zwar keine imensen Steigerungsraten, aber stabil.
    Andere Möglichkeit ist, wie immer, Land kaufen. Ev. einen kleinen Acker oder Wald, kein Baugrund, und auch keine Häuser das wäre zu riskant.


    Tja, leider habe ich weder 2013 noch heute auf mein Bauchgefühl gehört, deshalb gehe ich immer noch arbeiten :)


    Zur Diskussion Arbeit oder Spekulation: Es ist wie überall eine Mischung aus beiden die zum Erfolg führt. Jedes zu seiner Zeit. Die letzten 3 Jahre war es Spekulation, in den kommenden wird es wieder die Arbeit werden.


    Das Alles ist mein Bauchgefühl als Laie, also bitte nicht darauf festnageln. :)

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  • Ich persönlich glaube immer noch an Bitcoin. Bisher ging es eher um Ausprobieren und Spekulieren, langsam aber gibt es immer mehr Möglichkeiten mit Bitcoin im Alltag zu zahlen. Stichwort Lightning Network. Es würde mich nicht wundern, wenn die ersten Gebiete, in denen Bitcoin andere Währungen verdrängen wird, nicht anerkannte Staaten sind. So nutzen z.B. die Kurden in Syrien das Syrische Pfund, versuchen aber möglichst viel Unabhängigkeit vom Zentralstaat zu erhalten, ohne offen die Unabhängigkeit zu erklären, da ansonsten die Türkei wieder ihre Bomber schicken würde. Hier könnte Bitcoin eine ideale Alternative darstellen.

  • Alles, was einen gewaltigen Höhenflug hinlegt, muss über kurz oder lang einen gewaltigen Sturzflug hinlegen. Es geht gar nicht anders. Ich glaube jedoch, dass sich ein Einstieg in den BitCoin bei ca. 2500,- €Euro lohnen könnte, wenn er sich bei 5000,- €Euro wieder einpendelt (Regress zur Mitte), kann man einen vernünftigen Profit mitnehmen.


    Im übrigen, sollte man sich meiner Meinung nach an folgende Faustregel halten. Was ich nicht anfassen kann, gehört mir auch nicht.

  • Mich würde ja mal interessieren, ob sich eure Meinung zu Bitcoin oder Kryptowährungen seit Erstellung dieses Threads geändert hat.

  • Ganz ehrlich, ich habe auch mal mit bißchen Spielgeld in Bitcoin, Ether und Compound gesteckt. Jetzt kommt das große "aber".

    Die Kurse sind absolut willkürlich und in meinen Augen lässt sich nicht mal eine Tendenz der Kurse vorraussagen. Man sieht ja wie schnell Kurse z.b. durch einen Tweet von Elon Musk steigen oder fallen können. Ich bin der Meinung das Kryptowährungen schon ihre Daseinsberechtigung haben, aber nicht als herkömmliche Geldanlage taugen. Selbst die sogenannten Stablecoins könnten theoretisch komplett an Wert verlieren. Wer das Geld über hat und auf Nervenkitzel steht, kann hier richtig Spass haben. Ich hab für mich aber festgestellt, dass ich da doch was Geldanlagen angeht, zu konservativ bin.

  • Ich beginne erst jetzt, mich ein wenig mit Kryptowährungen zu befassen und welche zu kaufen.


    Allerdings als Spielerei und nicht als Wertanlage.

    Daher werde ich auch nur mit kleinen Beträgen agieren, welche ich von vornherein als verschmerzbaren Verlust betrachten kann.

    Heute ein guter Plan ist besser als morgen ein perfekter Plan.

    -George S. Patton-

  • Daher werde ich auch nur mit kleinen Beträgen agieren, welche ich von vornherein als verschmerzbaren Verlust betrachten kann.

    Das ist sowieso eine gute Strategie, egal wie man Kryptowährungen bewertet.