Edelmetall-Thread (Gold + Silber)

  • Ich mach das für mein Patenkind so ähnlich.


    Ich lege 10 Euro im Monat auf die Seite und kaufe dann ab und an Silbermünzen.
    Möchte ihm zur Firmung dann lieber einen Beutel mit Silbermünzen überreichen anstatt Geldscheine.

  • Auf alle Fälle macht das Sinn, wenn das Geld in den nächsten 10 Jahren nicht angerührt werden soll. Der Wertverlust auf einem Sparkonto ist in 10 Jahren viel zu hoch. Goldmünzen oder Barren eignen sich dafür gut.

  • Hallo,


    Zitat

    Macht es Sinn solche Münzen zu kaufen und sicher zu verwahren?
    Das Geld soll eigentlich die nächsten 10 Jahre nicht angerührt werden, Zinsen gibt es derzeit ja auch nicht wirklich.
    Es geht mir am ehesten um Werterhaltung, man weiß ja nicht wie es mit dem Euro die nächsten Jahre so weiter geht.


    Man weiß aber auch nicht wie es mit dem Goldpreis die nächsten 10 Jahre so weitergeht.
    Prinzipiell würde ich nicht alles in Gold oder Silber anlegen. Die Summe scheint aber nicht gerade hoch zu sein (1/2 Krügerrand) Deshalb ist es eigentlich vertretbar. Nur darfst du dir nicht die Hoffnung machen, daß es in 10 Jahren den Wert hält oder sogar steigert.


    Ich persönlich würde das Geld auf ein Sparbuch packen. Solange der Euro nicht den Bach runter geht ist das noch immer am sichersten.


    Gruß
    Gerald

  • Mal ne Laienhafte Frage,


    wäre es hinsichtlich der Preisentwicklung und dem Wertverhältnis zwischen Gold und Silber nicht sinnvoller Silber einzulager?


    LG. Nudnik

    Kraweel, Kraweel! Taubtrüber Ginst am Musenhain!


    Forenregeln

  • Zitat von DerGerald;242365


    Ich persönlich würde das Geld auf ein Sparbuch packen. Solange der Euro nicht den Bach runter geht ist das noch immer am sichersten.


    Was soll daran sicher sein? Wenn man mal wirklich eine niedrige Inflationsrate von 2% jährlich rechnet, dann verliert das Geld auf dem Sparbuch in 10 Jahren über 20% seiner Kaufkraft. Da die wirtschaftliche Entwicklung nicht gerade rosig ist, könnte die Inflation auch noch wesentlich höher sein.


    Gold befindet sich zur Zeit preislich auf einem Tiefpunkt, es könnte sich also lohnen in Gold zu investieren. Außerdem, wenn einem nach 10 Jahren der aktuelle Goldpreis zu niedrig ist, könnte es sein das man nur ein paar Jahre abwarten muss bis der Goldpreis wieder steigt.
    Das Geld, welches man auf dem Sparbuch verloren hat ist definitiv weg.

  • Ich würde von den ca. 1.500€ die für alle 3 Kinder zusammen da zu sein scheinen 750€ aufgeteilt auf den 3 Sparbüchern lassen und 750€ in Silbermünzen a 1 Oz investieren. Damit bekommst du 13 Oz Silber pro Kind bzw. 39 Oz insgesamt für die 750 Euro. So hübsch ein halber Krügerrand auch ausschauen mag, ob der Größe wird er für deine Kinder etwas "popelig" wirken, wenn du den mal als Geschenk überreichst. Da sind 13 Silberunzen pro Nase besser, die kann man mit 10-12 Jahren das den Kindern überreichen, dann haben sie einen "Schatz" den sie bewachen können/müssen. Ob aus den 39 Gesamtunzen mal mehr oder weniger "Geld" wird kann dir eh keiner sagen......genauso kann aber der Euro abkacken und du freust dich. Wie bei allem eine Wette. Musst du nach Bauchgefühl entscheiden. Die Edelmetall-Variante hat auch den Vorteil, dass die Kiddies wenn sie an das Geld rankommen nicht mal eben irgendwas Bescheuertes kaufen, denn dann müssten sie vorher zum Edelmetallonkel der das Ankauft oder das zeug bei Ebay reinstellen etc. Ist dann auch eine kleine psychologische Schranke. Schenkst du Geld und die Kinder sind nicht sparsam, dann werden sie es verknallen. Hab ich früher auch immer gemacht, dazu laden Bargeschenke (bzw. Sparbücher) ja ein.

    Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd

  • Angeblich erwarten sich viele Anleger eine höhere Steigerung beim Silber als beim Gold.
    Ich finde, das ist alles eine gewisse Kaffesudleserei, weil wir heute nicht wissen können, welche Knüppel den Edelmetallbesitzern von vielleicht völlig neugeschaffenen Behörden und Gesetzen zukünftig vor die Füße geworfen werden.
    Wie bei anderen Investments würde ich sagen, man muß es sich leisten können, solche Geldumschichtungen als "Spielgeld" zu sehen, das entweder eine längere Zeit nicht leicht mit Gewinn rückwandelbar ist oder aus irgend einem nicht vorhersehbaren Grund als Tauschmittel ähnlich gut geeignet ist wie wenn ich mit illegalen Drogen beim Bäcker einkaufen versuche...

  • Na, etwas provokant heute? Würde ich fragen wenn ich eine Glaskugel hätte?


    ich hab keine Ahnung von der Materie und hätte mir eine etwas aussagekräftigere Antwort erhofft. Im Sinne von , "Ja hat Sinn, weil... oder Nein, weil..:".


    LG. Nudnik

    Kraweel, Kraweel! Taubtrüber Ginst am Musenhain!


    Forenregeln

  • Zitat von Nudnik;242376

    Na, etwas provokant heute? Würde ich fragen wenn ich eine Glaskugel hätte?
    ich hab keine Ahnung von der Materie und hätte mir eine etwas aussagekräftigere Antwort erhofft. Im Sinne von , "Ja hat Sinn, weil... oder Nein, weil..:".


    Soory, wenn es so rübergekommen ist.


    Ob man heute besser Gold oder Silber gekauft hätte, weis man leider immer erst in der Zukunft.
    5 Jahre später könntes es Gold sein, 10 oder 15 Jahre später dann vieleicht doch Silber.
    Oder man wäre mit den Geld unter der Matraze besser gefahren.


    Die einzig sinnvolle Aussage ist, das das Preisverhältniss von Gold zu Silber in der Vergangeheit starken
    Schwankungen unterlegen hat.

  • Gold/Silver Ratio


    Zitat von Nudnik;242366

    Mal ne Laienhafte Frage,


    wäre es hinsichtlich der Preisentwicklung und dem Wertverhältnis zwischen Gold und Silber nicht sinnvoller Silber einzulager?


    LG. Nudnik



    Hoi Nudnik


    Das ist leider nicht sehr einfach zu beantworten. Ich bin selbst ja auch nicht viel mehr als ein Laie, aber zur Bewertung von Silber wird gerne der Gold/Silver Ratio herangezogen.
    Dieser sagt aus, wieviele Silberunzen ich auf den Tisch legen muss um eine Goldunze zu kriegen. Also ein geschlossenes System und nicht von anderen Werten wie Agrar- oder Hämmerpreisen "verunreinigt".
    Ist der Wert wie jetzt bei etwa 75, dann heisst das 75 Unzen Silber haben den Wert einer Unze Gold. Ist der Wert bei 20, dann hat Silber im Wert stark zugenommen.


    Wie dieser Chart der letzten 36 Jahre zeigt, sind wir eher in einem Hoch und in den nächsten paar Jahren könnte der Wert von Silber zunehmen, der Wert fällt also.
    Somit wärst du mit Silber besser gefahren als mit Gold.
    Das kann aber auch alles ganz anders kommen, oder innerhalb kürzerer Zeit schwanken. Sollte sich der Euro doch bald verabschieden, was ja nicht mehr sehr unwahrscheinlich ist, dann weiss eh Niemand mehr was der Edelmetallpreis machen wird.
    Der Spruch mit der Glaskugel war also vielleicht etwas salopp, aber nicht unwahr.


    Bei der Frage ob lieber Gold oder Silber, würde ich auf die verfügbare Geldmenge schauen. Ist es eh nicht soviel, dann eher Silber; hast du genug für ein paar Unzen, dann Gold.
    Generell ist eine 50/50 bis zu 30% Gold / 70% Silber ein gern gegebener Rat. Aber das ist nur was ich bisher gelernt habe, wie gesagt ich bin kein Experte.


    Mich würde aber noch interessieren was Bärti dazu sagen kann, er weiss immer was Schlaues :face_with_rolling_eyes:



    Gruess, Anti

  • Zitat von Anti;242523

    Ist der Wert bei 20, dann hat Silber im Wert stark zugenommen. ...


    Wie dieser Chart der letzten 36 Jahre zeigt, ... in den nächsten paar Jahren könnte der Wert von Silber zunehmen, der Wert fällt also.


    Als Ergänzung: Wenn der Wert von Gold abnimmt, dann "passt" es ja auch wieder. :face_with_rolling_eyes:

  • Hoi Legend


    Ja da hast du völlig Recht. Das geschriebene Wort ist eben ein wenig unflexibel wenn man nicht ellenlange Sätze und 1000 Disclaimer wie die Amis einsetzen will :face_with_rolling_eyes:
    Der obere Satz sollte natürlich heissen hat Silber im Wert gegenüber Gold stark zugenommen.
    Und der untere Satz könnte der Wert von Silber gegenüber anderen Produkten (nicht nur Gold) zunehmen.

    Ist halt alles relativ zueinander^^

  • Sorry für meinen humoristisch gemeinten Einwurf und richtig. :drinks:
    Ich denke das war allen klar bei Ratio, passt schon. Die Frage ist eh immer, in welchem Verhältnis wozu steigt oder fällt etwas.
    Aktuell wird ja fast ausschließlich in € oder $ gerechnet. :face_with_rolling_eyes:


    Legend

  • Vorab: Textpassagen (aus Faulheit hier viel zu Schreiben was woanders schon gut beschrieben wurde) teils aus Wiki und goldsilbershop; goldsilbershop gibt hier gute Zusammenfassungen wobei die Zahlen aus 2011 maßgeblich waren als die das geschrieben haben. Grundaussagen haben meiner Meinung nach aber (immer noch) Hand und Fuß.


    Hi Anti,


    Die Gold-Silber-Ratio bringt das Preisverhältnis zwischen dem Gold- und dem Silberpreis zum Ausdruck. Sie wird durch Division des Goldpreises durch den Silberpreis berechnet, ihre Ausprägung ist demzufolge eine dimensionslose Verhältniszahl. Silber wurde in vorchristlicher Zeit phasenweise ein höherer Wert beigemessen als Gold. Dies hing u.a. damit zusammen, dass die antiseptischen Wirkungen des Silbers bereits bekannt waren. Die alten Ägypter versuchten erstmals den Wert von Gold und Silber zueinander in Beziehung zu setzen und ermittelten ein Verhältnis von 3. Zu Zeiten des lydischen Königs Krösus (6. Jahrhundert v. Chr.), der Gold- und Silbermünzen als Zahlungsmittel einführte, und von Alexander dem Großen, lag die Gold-Silber-Ratio bei 10. Bei diesem Wert verharrte sie bis kurz nach Christi Geburt. Danach stieg sie und erreichte im 5. Jahrhundert n. Chr. einen Wert von 15. Auf diesem Niveau verblieb sie bis zum Ende des 19. Jahrhundert. Nach der Demonetisierung von Silber (1873) verdoppelte sich die Gold-Silber-Ratio bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts und lag jetzt bei einem Wert von 30. Zwischen 1900 und 2012 schwankte das Ergebniss dann zwischen 15 und 100.


    ich würde also um einen Versuch der Erfassung zu wagen meinen Blick ganz weit zurück schweifen lassen. Dann sieht die Gold/Silver-Ratio so aus (weiter zurück lassen wir mal, außerdem hab ich auf die Schnelle nix Anderes gefunden):


    [ATTACH=CONFIG]29178[/ATTACH]


    Da dümpelt diese blöde Ratio doch über 200 Jahre ganz langweilig vor sich hin. Bis 1873, wie Oben erwähnt. Und das ist aus geologischer Sicht die richtige Zahl. Warum? Weil Silber in der Erdkruste 15-17 mal so häufig vorkommt wie Gold. Doch dann wird der Chart zitterig. In den USA wurde Silber 1873 demonetarisiert, die freie Ausprägung von Silbermünzen war nicht mehr erlaubt, wenngleich Silbermünzen noch für einige Jahrzehnte – und das nicht nur in den USA – im Verkehr blieben, mehr um dem Besitzer ein Wertgefühl zu verschaffen als einen wirklichen Wert zu verkörpern, zumal man längst kein Reinsilber mehr verwendete, sondern Silber und Kupfer miteinander legierte. Die Lateinische Münzunion folgte dem Beispiel 1874. Danach gingen alle bedeutenden Nationen zur Goldwährung über. Deutschland 1871, gefolgt von Österreich-Ungarn, Kaiserreich Russland, Kaiserreich Japan und schließlich 1900 den USA mit der Gold Standards Act. Der Wert der nun in Umlauf gelangenden Goldmünzen entsprach genau dem Wert des zu ihrer Herstellung benötigten Goldes.


    Zu Beginn der 1930er-Jahre war der Silbermarkt im Zeichen der Weltwirtschaftskrise durch eine geringe Nachfrage und hohe Bestände gekennzeichnet, was eine steigende Gold-Silber-Ratio hervorrief. Nach dem Zweiten Weltkrieg führte der steigende Industrieverbrauch zu Angebotsdefiziten bei Silber, wodurch das Verhältnis wieder zurückging. Die in den 1970er-Jahren steigenden Silberpreise erhöhten das Silberangebot schneller als die -nachfrage, weshalb die Ergebnisse in den 1980er-Jahren von 15 auf 100 stiegen. Der schwankungsfreudige Verlauf seit Beginn der 1990er-Jahre lässt einen abwärts gerichteten Trend erkennen. Im April 2011 sank die Gold-Silber-Ratio dann kurzzeitig auf einem Wert von gut 30 (stieg nach einer Korrektur des Silberpreises dann zunächst aber wieder auf über 50). Damit war das Preisverhältnis zwischenzeitlich auf die Hälfte des Vorjahrs gesunken und war damit nur noch doppelt so hoch wie für rund eineinhalb Jahrtausende lang bis zur Demonetisierung des Silbers Ende des 19. Jahrhunderts, wie vor der Weltwirtschaftskrise in den 1920er-Jahren oder wie Anfang des Jahres 1980.


    Kriterium 1: Edelmetallanteile in der Erdkruste


    Die Gold-Silber-Ratio entsprach in dem Zeitraum, als Gold und Silber noch eine monetäre Bedeutung hatten (als Zahlungsmittel oder als Hinterlegungs-Standard von Papierwährungen), mit einem Wert von 15 eineinhalb Jahrtausende lang der umgekehrten Relation der Vorkommen in der Erdkruste. Infolge der Demonetisierung von Silber stieg das Verhältnis im 20. Jahrhundert zeitweise bis auf 100. Nur zu zwei Tiefpunkten sank das Verhältnis zwischen dem Gold- und Silberpreis noch einmal kurzzeitig bis auf 15.


    Fazit: Silber kommt in der Erdkruste 15-mal so häufig vor wir Gold; dies entspricht der vom 5. bis 19. Jahrhundert zu beobachtenden Höhe der Gold-Silber-Ratio sowie deren Tiefs im 20. Jahrhundert.


    Kriterium 2: Bisherige Fördermengen


    Bislang wurden 0,17 Mill. Tonnen Gold und 1,7 Mill. Tonnen Silber gefördert (Verhältnis von 1 zu 10). Im Mittelalter lag das Verhältnis noch bei 1 zu 80, vom 15. bis 18. Jahrhundert bei 1 zu 40 und im 19. Jahrhundert bei 1 zu 13; im 20./21. Jahrhundert sank es auf 1 zu 8.


    Fazit: Die Steigerung der Goldförderung war größer als die der Silberförderung, was zu einer fortlaufenden Senkung der Fördermengenrelation führte (Mittelalter: 1 zu 80; 21. Jahrhundert: 1 zu 8).


    Kriterium 3: Verbliebene unterirdische Ressourcen


    Von den bisherigen Edelmetallfunden – geförderte Mengen und unterirdische Ressourcen – von 0,27 Mill. Tonnen Gold sind drei Fünftel, von den 2,25 Mill. Tonnen Silber bereits drei Viertel abgebaut worden. Die Ressourcen betragen 0,1 bzw. 0,57 Mill. Tonnen.


    Fazit: Das Verhältnis der gemessenen bzw. angedeuteten unterirdischen Ressourcen von Gold und Silber liegt bei knapp 1 zu 6.


    Kriterium 4: Reichweite der potenziell abbaubaren Ressourcen

    Die statistische Reichweite der Ressourcen von Gold beträgt noch knapp 36 Jahre der weltweiten Minenförderung von 2011, die von Silber sogar nur 24 Jahre. Die Goldressourcen wären bei einer jährlichen Steigerung der Minenproduktion um 2 % und einer Verdopplung der Ressourcenbasis 2056 aufgebraucht, die Silberressourcen 2045.


    Fazit: Die Reichweite von Gold übersteigt jene von Silber um die Hälfte.


    Kriterium 5: Überirdische Bestände


    Neun Zehntel der jemals geförderten Goldmenge sind noch vorhanden (0,15 Mill. Tonnen), vom geförderten Silber aufgrund des hohen industriellen Verbrauchs dagegen nur zwei Fünftel (0,7 Tsd. Tonnen).


    Fazit: Die Relation der überirdischen weltweiten Gold- und Silberbestände liegt demnach bei 1 zu 4,5.

    Kriterium 6: Marktbewertung der Bestände und Ressourcen


    Der Goldpreis lag im Oktober 2012 im Durchschnitt bei 1.750, der Silberpreis bei 33,5 US-$ je Feinunze (GSR: 52). Der Wert der überirdischen Goldbestände betrug somit knapp 8.500 Mrd. US-$, der Wert der in physischen Einheiten 4,5-mal so hohen Silberbestände dagegen nur 675 Mrd. US-$. Für die Bewertung der unterirdischen Goldressourcen können – gemessen an der Börsenkapitalisierung der Minen – etwa 400 US-$ je Feinunze Gold, für Silber bestenfalls 5 US-$ je Feinunze Silber veranschlagt werden. Daraus resultiert ein Wert der Goldressourcen in Höhe von knapp 1.300 Mrd. US-$ und der Silberressourcen von 100 Mrd. US-$.


    Fazit: Bestände und Ressourcen von Gold und Silber entsprechen einem Verhältnis von 1 zu 5, Gold verzeichnet trotzdem einen 13-mal so hohen Marktwert wie Silber.


    Kriterium 7: Nachfragestruktur


    Die Goldnachfrage lag 2011 bei 4,5, die Silbernachfrage bei 34 Tsd. Tonnen. Die überirdischen Goldbestände entsprechen somit 33 Jahren der Goldnachfrage, die Silberbestände nur 21 Jahren der Silbernachfrage. Zudem wird Silber infolge der hohen Industrienachfrage in erheblichem Umfang unwiederbringlich verbraucht, während das industriell vergleichsweise unbedeutende Gold primär der Hortung dient. Das Verhältnis der überirdischen Gold- und Silberbestände wird sich somit immer weiter reduzieren.


    Fazit: Das Verhältnis der physischen Nachfrage nach Gold zu der nach Silber liegt bei 1 zu 7 (2011), die Reichweite der überirdischen Bestände von Gold übersteigt die von Silber um knapp sechs Zehntel.

    Kriterium 8: Wahrnehmung der Edelmetalle als Rohstoff


    Nach der Demonetisierung der Edelmetalle – Abschaffung des Bimetall-Standards 1873 und des Goldstandards 1971 – wurden diese vornehmlich als Rohstoff für die Industrie oder die Schmuckherstellung angesehen. Die Industrienutzung betreffend gilt das insbesondere für Silber, denn etwa die Hälfte der Nachfrage nach Silber entfällt auf die Industrie, dagegen nur ein Zehntel der Nachfrage nach Gold.


    Fazit: Das Verhältnis der Industrienachfrage nach Gold und Silber liegt in physischen Einheiten (Unzen) gerechnet bei 1 zu 33 (2011).

    Kriterium 9: Höhe der Förderkosten


    Folge der primären Wahrnehmung der Edelmetalle als Rohstoff war, dass für die Edelmetallpreiserelation die Höhe der Förderkosten maßgeblich war. Die variablen Förderkosten (Cash-Kosten) von Gold sind deutlich höher, da es in der Erdkruste in geringeren Konzentrationen und in der Regel tieferen Erdschichten vorkommt als Silber. Die durchschnittlichen Cash-Kosten für die Gewinnung einer Feinunze Gold lagen 2010 bei 560, für eine Feinunze Silber bei den 30 größten primären Silberminen bei etwas über 5 US-$. Bei einem Goldpreis von 1.750 US-$ (Oktober 2012) entsprechen die variablen Förderkosten 32 % des Werts einer Feinunze Gold, bei einem Silberpreis von 33,5 US-$ ist deren Anteil nicht einmal halb so hoch (15 %).


    Fazit: Die variablen Kosten der Goldförderung sind pro Unze mehr als 100-mal so hoch wie die der Silberförderung, der Anteil am Wert einer Unze ist bei Gold aber doppelt so hoch wie bei Silber.


    Kriterium 10: Monetäre Funktion


    Die Edelmetalle wurden zwar vollständig demonetisiert, einige monetäre Funktionen haben aber weiter Bestand: Notenbanken halten gut ein Fünftel des weltweiten Goldbestands als Währungsreserven. Die Märkte preisen daher in den Goldpreis eine monetäre Prämie ein.Dies ist eine der Ursachen für die im 20. Jahrhundert gestiegene Gold-Silber-Ratio. Steigende Edelmetallpreise und hohe Edelmetallinvestitionen (ETFs, Münzen) sind aber Indizien für ein zunehmendes Misstrauen gegenüber dem ungedeckten Papiergeldsystem und die zurückkehrende Wahrnehmung der Edelmetalle als Instrument zur Absicherung gegen inflationsbedingte Vermögensverluste. Auch Silber gewinnt damit zunehmend wieder eine faktische monetäre Funktion zurück.


    Fazit: Die Relation der Investitions- und Münznachfrage zwischen Gold und Silber lag 2011 in physischen Einheiten bei 1 zu 5,4.




    [TABLE="width: 593"]

    [tr]


    [TD="width: 265, align: left"]Kriterium
    [/TD]
    [TD="width: 142, align: center"]Relation Gold zu Silber
    [/TD]

    [/tr]


    [tr]


    [TD="width: 265, align: left"]Edelmetallvorkommen in der Erdkruste
    [/TD]
    [TD="width: 142, align: center"]1 zu 15
    [/TD]

    [/tr]


    [tr]


    [TD="width: 265, align: left"]Edelmetallvorkommen im Wasser
    [/TD]
    [TD="width: 142, align: center"]8 zu 1
    [/TD]

    [/tr]


    [tr]


    [TD="width: 265, align: left"]Edelmetallförderung – aller Zeiten und weltweit
    [/TD]
    [TD="width: 142, align: center"]1 zu 10
    [/TD]

    [/tr]


    [tr]


    [TD="width: 265, align: left"] – 5. bis 14. Jahrhundert
    [/TD]
    [TD="width: 142, align: center"]1 zu 80
    [/TD]

    [/tr]


    [tr]


    [TD="width: 265, align: left"] – 15. bis 18. Jahrhundert
    [/TD]
    [TD="width: 142, align: center"]1 zu 40
    [/TD]

    [/tr]


    [tr]


    [TD="width: 265, align: left"] – 19. Jahrhundert
    [/TD]
    [TD="width: 142, align: center"]1 zu 13
    [/TD]

    [/tr]


    [tr]


    [TD="width: 265, align: left"] – 20./21. Jahrhundert
    [/TD]
    [TD="width: 142, align: center"]1 zu 8
    [/TD]

    [/tr]


    [tr]


    [TD="width: 265, align: left"]Ressourcen – unterirdisch verbliebene Ressourcen
    [/TD]
    [TD="width: 142, align: center"]1 zu 6
    [/TD]

    [/tr]


    [tr]


    [TD="width: 265, align: left"] – Reichweite (bezüglich der Förderung 2011)
    [/TD]
    [TD="width: 142, align: center"]1,5 zu 1
    [/TD]

    [/tr]


    [tr]


    [TD="width: 265, align: left"] – Bewertungsrelation (Oktober 2012)
    [/TD]
    [TD="width: 142, align: center"]13 zu 1
    [/TD]

    [/tr]


    [tr]


    [TD="width: 265, align: left"]Nachfrage im Jahr 2011 – weltweit insgesamt
    [/TD]
    [TD="width: 142, align: center"]1 zu 7
    [/TD]

    [/tr]


    [tr]


    [TD="width: 265, align: left"] – Industrie
    [/TD]
    [TD="width: 142, align: center"]1 zu 33
    [/TD]

    [/tr]


    [tr]


    [TD="width: 265, align: left"] – Investitionen (ETF, Münzen)
    [/TD]
    [TD="width: 142, align: center"]1 zu 5
    [/TD]

    [/tr]


    [tr]


    [TD="width: 265, align: left"]Bestände – überirdische physische Mengen
    [/TD]
    [TD="width: 142, align: center"]1 zu 4,5
    [/TD]

    [/tr]


    [tr]


    [TD="width: 265, align: left"] – Reichweite (bezüglich der Nachfrage 2011)
    [/TD]
    [TD="width: 142, align: center"]1,6 zu 1
    [/TD]

    [/tr]


    [tr]


    [TD="width: 265, align: left"] – Bewertungsrelation (Oktober 2012)
    [/TD]
    [TD="width: 142, align: center"]13 zu 1
    [/TD]

    [/tr]


    [tr]


    [TD="width: 265, align: left"]Förderkosten (2011)
    [/TD]
    [TD="width: 142, align: center"]ca. 100 zu 1
    [/TD]

    [/tr]


    [tr]


    [TD="width: 265, align: left"]Verhältnis Gold- zu Silberpreis – 500 v. bis 500 n. Chr.
    [/TD]
    [TD="width: 142, align: center"]10 zu 1
    [/TD]

    [/tr]


    [tr]


    [TD="width: 265, align: left"] – 6. bis 19. Jahrhundert
    [/TD]
    [TD="width: 142, align: center"]15 zu 1
    [/TD]

    [/tr]


    [tr]


    [TD="width: 265, align: left"] – 20. Jahrhundert
    [/TD]
    [TD="width: 142, align: center"]46 zu 1
    [/TD]

    [/tr]


    [tr]


    [TD="width: 265, align: left"] – 21. Jahrhundert
    [/TD]
    [TD="width: 142, align: center"]57 zu 1
    [/TD]

    [/tr]


    [/TABLE]

  • Bei dem Gold- Thread fällt mir noch etwas interessantes ein das ich Berichten kann :


    Mehrmals hatte ich beruflich mit der Fa. ESG Edelmetalle zu tun ( http://www.scheideanstalt.de )


    Seriösität ist ganz sicher gegeben,auch bei einer postalischen Ankaufabwicklung !


    Man hat dort die Möglichkeit seine Münzen oder Barren nicht " neu " zu kaufen,man handelt dort auch mit sog. Umlaufmünzen und Resale - Handelsgoldbarren.


    Das halte ich für interessant,man bezahlt nur den Schmelzpreis nach Gewicht,hat aber dafür geprüfte Ware die man nicht " neu " kaufen muss...Weil es sich um Barren / Münzen mit grossem Bekanntheitsgrad handelt ist man mMn auf der sicheren Seite wenn man etwas " Spielgeld" übrig hat !


    Weiterhin auch nicht uninteressant : Man kann dort auch persönlich in eine Geschäftsstelle gehen ( D und CH ) sein Altgold,Schmuck,Zähne oder was auch immer einfach in Etwas aus derm aktuellen Angebot umtauschen .


    Ablauf wie folgt : Der Goldschrott wird verwogen,analysiert und ein sog. Schmelzpreis errechnet. Man kann drauf warten es geht recht schnell. Aus dem Angebot der Verkaufspalette kann man sich dann entsprechend dem errechneten Schmelzpreis gleich etwas mitnehmen un zu Hause sicher einlagern :winking_face:


    Meine Erfahrungen mit dem Ankaufservice ( PC Goldkontakte , Platin und Rhodiumhaltige Hochleistungsdioden , Zinn und Tafelsilber ) sund durchweg gut.


    Kommende Woche werde ich mal u.a. hiermit
    [ATTACH=CONFIG]29195[/ATTACH]


    und einem Anhänger voll Zinn und altem Tafelsilber persönlich hinfahren.


    Werd dann mal berichten wie das abgelaufen ist bzw. über das aktuelle Angebot dort was " gebrauchtes " Gold / Silber in Münzen Barren anbelangt :winking_face:


    Das telefonische Vorgespräch liess jedenfalls keinesfalls auf Lieferschwierigkeiten irgendwelcher Art schliessen.


    Für Selbstständige auch noch gut zu wissen : So lange es sich um " Schrott " handelt ist man nach § 13b Absatz 2 Nummer 7 UStG ( Liste in der Anlage ) aus der Umsatzsteuer raus :winking_face:


    Und nein,ich bin nicht mit denen verwandt und arbeite auch dort nicht ....

  • Als bei mir mal eine Brücke einstürzte, habe ich die Verwertung des angefallenen Zahngoldes auch mit der ESG postalisch abgewickelt. Funktionierte reibungslos und schnell. Ansonsten ist die neue Degussa für An- und Verkauf empfehlenswert (machen aber Zahngold nur am Rande, ist nicht so deren Ding). Bloß nie nie zum Goldankauf um die Ecke, auch nicht in den Schmuckabteilungen großer Kaufhäuser wenn die Gold ankaufen.
    Meint der
    Stoiker

  • Zitat von Nudnik;242376


    ...
    wäre es hinsichtlich der Preisentwicklung und dem Wertverhältnis zwischen Gold und Silber nicht sinnvoller Silber einzulager?
    ....
    ich hab keine Ahnung von der Materie und hätte mir eine etwas aussagekräftigere Antwort erhofft. Im Sinne von , "Ja hat Sinn, weil... oder Nein, weil..:".


    Vieleicht noch ein paar Aspekte abseits vom Gold/Silbe-Ratio:


    Auf Silberkäufe fallen in De 19% Umsatzsteuer (Östereich 20%), Anlagegold ist davon befreit.
    Das hat Auswirkungen auf die Differenz der An- und Verkaufpreise der Edelmetallhändlern, (Gold 2-3%, Silber 10-12%
    bei 1 Unze Gold zum selber Wert in Silber).
    Nach dem Kauf ist der Wert erst mal weg.


    Gold läßt sich auf Grund der höhere Wertdichte besser lagern, verstecken, transportieren.
    Als universellen Tauschmittel für den Alltag wäre allerdings Silber handlicher.


    Silber läuft mit der Zeit an, Gold bleibt schön glänzend.

  • Zitat von Henning;243796


    Als universellen Tauschmittel für den Alltag wäre allerdings Silber handlicher.


    Gold kann man auch in 1 Gramm Barren kaufen, das kostet etwa 35,- € und wäre auch als Tauschmittel handlich.

  • Zitat von Hafiss;243827

    Gold kann man auch in 1 Gramm Barren kaufen, das kostet etwa 35,- €


    Hier einfach zum beachten:
    Bei den kleinen Barren gibt es meiner Meinung nach sehr viel Aufschlag (Aufwand Herstellungskosten zu Materialwert). Für absolute NOtreserve: Allenfalls, mehr aber nicht.