Zahngesundheit in der Krise

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  • Zitat von C71;228082

    Ich frage mich wo ist das Problem. Warum kriegt man keine Protese oder Zahnimplantate hin die mindestens so stabil sind wie (gesunde) Zähne?


    Tja, nicht jedes Material ist dafür geeignet. Die Natur ist nunmal nicht zu toppen.

    Lieber stehend sterben, als kniend leben - Hans von Dach

  • nun ich denke, das hat wirtschaftliche gründe....man kann klamotten machen die ewig halten..
    nur wenn sie somßzabil und gutsind...dann ist es vorbei mit den einnahmen.


    glühbirnen brennen 100 jahre....
    aber es wurde so lange rum geforscht, das eine gluhbirne 1000 h hält und regelmässig neue gekauft werden...
    und soist da mit der mehrzahl der geräte heutzutage... leider....


    ich such mir als ausrüstung alte gebrauchte ohne gewollten schrott zu prooduzien.
    die teile halten sehr lang, und sind sehr robust in der anwendung..


    lg urban -rolli

    Auch eine Reise von tausend Meilen fängt mit dem ersten Schritt an. (sprichwort,china)


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  • Zitat

    Tja, nicht jedes Material ist dafür geeignet. Die Natur ist nunmal nicht zu toppen


    Naja, ich dachte an Metall oder Titan, notfalls mit einem weissen Überzug. Wobei Metall im Körper immer schlecht sein soll und zu zahlreichen anderen Problemen führen wird. Hab mich aber noch so nicht genau mit der Materie beschäftigt.


    Aber es ist wohl so wie Urbanrolli schreibt. Ein perfektes Implantat würde den Zahnarzt arbeitslos machen.Trotzdem darf man nicht vergessen, verdrängt die LED langsam die Glühlampe um mal bei dem Beispiel zu bleiben.

  • lanfristig, für mindestens 1 Jahr,

    Was beim Thema Blackout immer wieder zu kurz kommt ist folgendes:


    Was machst du, wenn eines der Gruppenmitglieder unerwartet Zahnschmerzen bekommt ?

    Harmlos ?

    Und wenn dann per Ferndiagnose über Kurzwellen Amateurfunk die Erkenntnis kommt, dass eine Wurzelbehandlung erforderlich ist ?

    Harmlos ?

    Das Gruppenmitglied kann damit von heute auf morgen nicht mehr kauen. Zudem droht eine gefährliche Entzündung, da die Gase den Zahn von innen "aufblähen".

    Zahn entfernen ?

    Kann jemand aus der Gruppe den Zahn entfernen ? Medikamente vorhanden ?

    Eventuell ist das ein Zahn, der als Pfeiler für eine Brücke dient.

    Eventuell hat das Gruppenmitglied nach der Zahnextraktion von Zahn 1 und Brücke und Zahn 2 zu wenig Zähne auf einer Seite und kann nicht mehr kauen.

  • ......da die Gase den Zahn von innen "aufblähen".

    Und das ist seeeehr schmerzhaft, ich schreibe aus eigener Erfahrung. Im Normalfall ist durch einfaches Aufbohren der Schmerz innerhalb von Sekunden auf Null. NUR: Wer von uns hat schon einen Zahnarztbohrer:?: Ein Dremel ist mMn nicht geeignet.


    Kann jemand aus der Gruppe den Zahn entfernen ? Medikamente vorhanden ?

    Solltest Du mir ohne Spritze einen Zahn ziehen wollen, wäre das Dein Todesurteil:!:<X


    Gruß Peter

    An sich ist nichts gut oder böse. Erst das Denken der Menschen macht es dazu.

  • Eventuell hat das Gruppenmitglied nach der Zahnextraktion von Zahn 1 und Brücke und Zahn 2 zu wenig Zähne auf einer Seite und kann nicht mehr kauen.

    Als ich ein Kind war gab es auf dem Dorf eine alte Bäuerin, die immer trockene Brotkrumen in der Kittelschürze hatte. Sie hatte kaum mehr Zähne.

    Die Brotkrumen wurden mit Speichel aufgeweicht und dann geschluckt. Ich nehme an, dass sie sonst noch Brei und andere weiche Lebensmittel zu sich genommen hat. Denn sie ist nicht gestorben bis ich 18 Jahre alt war.


    Ging es hier nicht um Duschen im Blackout?

  • Wo ich jetzt den Bogen nicht ganz finde:


    Was hat duschen beim Blackout mit Zahnschmerzen zu tun? Keine Ahnung wie Ihr eine Dusche nutzt....


    Wollt Ihr eventuell eure Zahnschmerzen separat behandeln damit wir hier beim Thema bleiben können?

  • Was machst du, wenn eines der Gruppenmitglieder unerwartet Zahnschmerzen bekommt ?

    Harmlos ?

    Das ist alles andere als Harmlos. Kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.

    Als ich im tiefsten Norwegen eingeschneit auf einer Berghütte war hat sich ein Backenzahn gemeldet. ( Plombe raus,entzündet )

    Als erste Hilfe habe ich dann sofort ein Breitspektrum-Antibiotikum eingeworfen - das hat mir dann die nötige Zeit verschafft bis ein Zahnarzt verfügbar war.


    Wenn man sich mutmasslich in Situationen begibt wo ärztliche Hilfe schwer erreichbar ist sollte man seine Reise ( Haus) Apotheke kräftig aufrüsten ;)

  • Ich glaube, was den meisten nicht völlig klar ist, dass ein Zahn ein lebender Teil des Organismus ist, welches aktiv am Stoffwechsel teilnimmt.

    Zugegebenermaßen seeeehr langsam zwar aber dennoch. Wäre der Zahn kein lebendes Organ würde er ja auch nicht wehtun (Alarmsignal).

    Daher ist die Versorgung mit den notwendigen Nährstoffen unabdingbar für Zahngesundheit.


    Genau wie bei den Knochen sollten sich zudem Aufbau und der permanent stattfindende und gewollte Abbau in der Waage halten. Klassische homöostase halt.


    Hier wers genau wissen will (Beschreibung hauptsächlich für Knochen, gilt aber auch für Zähne):

    Zitat

    Osteocalcin besteht aus 49 Aminosäuren und wird durch das BGLAP-Gen auf Chromosom 1 (Genlokus 1q22) kodiert. Osteocalcin wird im Knochen durch Osteoblasten sowie im Zahn durch Odontoblasten synthetisiert. Bei diesen Zellen kann es deshalb auch als Markersubstanz eingesetzt werden.

    Die Bildung von Osteocalcin wird durch Calcitriol induziert. Die Glutamylreste werden Vitamin-K2-abhängig und mittels Gamma-Glutamylcarboxylase γ-carboxyliert. Anschließend kann Osteocalcin im Knochen aktiv Calcium binden. Es macht ungefähr 2 % der extrazellulären Knochenmatrix aus.

    Bisher bekannte Osteocalcin-Rezeptoren sind GPRC6A und GPR158.

    https://flexikon.doccheck.com/de/Osteocalcin


    Was passiert also jetzt bei einer Wurzelbehandlung?

    Man trennt den Zahn von seiner Versorgung durch den Organismus ab. Dadurch ist der Schmerz weg, aber der Zahn stirbt dafür ab und es bleibt der zote Zahn im Kiefer, eine Karkasse. Diese kann weder Zahnschmelz aufbauen, Dentin regenerieren noch Microcracks oder Löcher verschließen.

    Ganz zu schweigen von von irgendwelchen Abwehrkräften. Immerhin ist das Material dem Organismus bekannt und es erfolgt kein Angriff durchs Immunsystem - es sei denn er gammelt vor sich hin.


    Es gilt für den Zahn wie für alles im Organismus: Wenn er mit allem versorgt ist, was er braucht, kann er sich eigentlich ganz gut selbst helfen.

    Nur, wann isst man hier mal Natto? Wer hat denn ein Gesamteiweiß von >8 g/dL im Blut?


    Wie immer wenn man Dekadenlang einen Teil des Organismus unterversorgt, hat das irgendwann Konsequenzen.


    Was kann man also machen?

    Adhoc könnte man sich um die Besiedlung im Mundraum Gedanken machen.

    Familie (inkl. Eltern) und ich spülen regelmäßig den Mundraum mit Xylit, weil Xylit die säureverursachenden Bakterien (Streptococcus Mutans) abtötet.

    http://www.merciful-trading.at/dokumente/Xylit.pdf

    https://epub.ub.uni-greifswald…file/Diss_Schmitt_Jan.pdf

    Ich hab sogar die Originalstudie aus Finnland übersetzt auf Deutsch hier...


    Eiweiß anheben: Wer kennt nicht Whey Proteinshakes?


    K2 wird schwierig. Natto ist sehr eklig. Man könnte sich mit Gemüse behelfen, welches K1 enthält, nur ist die Umwandlungsrate eher schlecht und wieder von anderen Faktoren abhängig.



    In der Krise

    1) vermehrt auf Zahnhygiene achten und bei Kohlehydraten aufpassen. Nach Kohlehydratkonsum immer den Mundraum mit Wasser spülen.

    Kohlehydrate (fast alle) werden zur Verwertung im Menschen durch die Amylase in Zucker umgewandelt. Das geschieht bereits im Mundraum, denn der Speichel enthält Amylasen. Wenn man sehr lange auf Brot herumkaut schmeckt es süß, vor allem bei Toastbrot(Weißbrot klappt das gut, den Effekt kennen sicher viele.

    Also Jede Portion Brot, Weizenriegel usw ist für den Körper eine Ladung Zucker und im Mundraum daher Futter für die schädlichen Bakterien.


    2) Wenn es geht auf Ernährung achten, dass genügend Kalzium und Magnesium (Gemüse) zur Verfügung stehen.


    3) Zwischen April und Oktober in der Mittagszeit mit blanker Haut und ohne Sonnencreme für ein paar Minuten Sonne tanken (Vitamin D steuert die Aufnahme von Kalzium im Darm).


    Bei aller Vorsorge kommt man aber um einen guten Zahnarzt bei PRoblemen nicht herum!


    LG

    Bo

  • Mir hat mal ein Zahnarzt zu der Zeit, als Bohrer noch über Antriebsschnüre angetrieben wurden (also so 70-er Jahre?) gezeigt, wie man einen Zahn zieht.

    Ich habe eine Zahnzange in der Werkzeugtasche, kann man sehr gut nutzen, um Bauteile aus Platinen zu ziehen :-)


    Jedenfalls habe ich das noch nie geübt, aber im Notfall würde ich Alkohol als Betäubung, Patient gut fixieren (Fesseln und mehrere Männer zum Festhalten) und dann halt in die richtige Richtung (schräg nach außen) rauswuchten. Wenn die Alternative Tod durch Eiterzahn ist, dann dürfte *jeder* einer Extraktion zustimmen. Ich auch.


    Heutzutage gibt es bessere Medikamtente. Vielleicht könnte man mit Antibiotika und Cortison-Hochdosis etwas machen? Aber da muss ich ehrlich sagen, dass ich vor den aus Unkenntnis falschen Medikamenten eher Angst habe, als vor einem Loch im Kiefer.




    Nick

    Quidquid agis prudenter agas et respice finem

  • Ich behaupte mal, dass im Krisenfall sehr viele Menschen leiden werden, weil sie Zahnschmerzen kriegen.

    Vielleicht nicht am ersten Tag der Krise, aber im Laufe von Wochen und Monaten ...

    Und manch einer wird das nicht überleben, weil es zu Blutvergiftungen im Kiefer kommt und auch zu Herzproblemen / Herzklappenentzündungen.

    Und vielleicht erreicht man in der Krise - mit etwas Glück - über CB Funk oder Kurzwellen-Amateurfunk zumindest einen Studenten, der bis zum 5. Semester Tiermedizin studiert hat und somit zumindest ein bischen beratend helfen kann.


    Die beste Lösung weit vor der Krise wäre natürlich, einen befreundeten Zahnarzt im Team zu haben.

  • K2 wird schwierig. Natto ist sehr eklig.

    Im Gegenteil! Natto ist (wenn man Geruch und den etwas gewöhnungsbedürftigen Anblick mal außen vor lässt bzw. sich daran gewöhnt) hervorragend!

    Etwas Reis dazu, klein geschnittene Frühlingszwiebel und natürlich Tare (Sojasauce) und japanischer Senf. :star_struck::face_savoring_food:


    Das einzige Problem ist, dass man es (gerade jetzt) schwer bekommt.

    Arbeite, als wenn du ewig leben würdest. Liebe, als wenn du heute sterben müßtest.

  • Die beste Lösung weit vor der Krise wäre natürlich, einen befreundeten Zahnarzt im Team zu haben.

    Medizinisch bewanderte Personen (egal ob (zahn-/tier-)ärztlich oder rettungsdienstlich ausgebildet oder examinierte pfleger oder auch einfach "nur" entsprechend qualifizierte Personen aus dem Apothekenbereich) sind immer von Vorteil.


    Zahngesundheit ist für Leute, die ansonsten gesund sind und regelmäßig zum Zahnarzt gingen, in Krisenzeiten ein heikles/schwieriges Thema. Um wie viel schwieriger muss es für Menschen sein, die schon zu normalen Zeiten Panik davor haben, zum Zahnarzt zu gehen? Wegen der befürchteten Schmerzen etc... In Krisenzeiten werden die Schmerzen nicht geringer sein. 🤷‍♂️

  • Moin Zusammen,


    Oooh ja, mit Zähnen kenne ich mich aus. ||

    In meinen Augen gibt es auch wenn die Zähne bei Beginn eines Langzeit Szenarios Top sind nur 2 Lösungen damit man für lange Zeit save ist.


    Lösung 1.

    Vernetzung!


    Wir haben in unserer Ortsgruppe u.a. ein Zahnarzt Paar und einen Allgemein Mediziner.


    Lösung 2.

    Man kümmert sich vorher schon um eine Endlösung der Zähne. Das ist allerdings nicht jeder Manns/Fraus Sache.


    Ich habe mir vor etwa 3-4 Jahren bis auf 8 Schneidezähne alles innerhalb eines Jahres entfernen und durch Implantate ersetzten lassen. Der Grundgedanke bei dieser Aktion war einfach das ich während meiner geschätzten Restlebenserwartung nie wieder Schmerzen oder sonstige Probleme mit den Beisserchen haben wollte.

    Und nur am Rande. Medizinisch oder Optisch wäre ein Austausch nicht nötig gewesen.


    Selbst daran herumpfuschen ist meines Erachtens keine Lösung. Ignorieren und betäuben sowieso nicht.

    Letztes Jahr ist ein Kollege an den Folgen mangelnder Munhygiene und extremer Zahnarzt Phobie gestorben.


    Schönen Gruß

    littlewulf

    1800 wie 2021 = 1Oz Gold = 1 Maßanzug! Geld ist übrigens aus Papier.

  • Wie gestorben!? Sepsis oder sowas?

    Ein lieber Freund wäre vor Jahren um ein Haar an seiner Zahnarztphobie gestorben, weil er in seiner Verzweiflung, grausame Schmerzen und grässliche Angst, die Wirkung starker Schmerzmittel mit Alkohol zu verstärken versuchte.

    Das fand die Leber nicht so gut...

    Glücklicherweise kriegte er (nach längerem Spitalsaufenthalt, da war dann auch die Arztphobie abgeschwächt) die Kurve noch und ist heute gesund!

  • Zahngesundheit ist ein gutes Thema.

    Mein Senf hierzu:

    A) Szenario 2 Wochen Blackout, einige Zeit Wiederaufbau: Die Eingeborenen benutzen Stoeckchen, Heilkraeuter, etc. Also fuer die Reinigung gibts genug auf dieser Welt

    B) Vorsorge

    Zu allem, was eh bekannt ist oder schon gesagt wurde, noch ein kleiner, aber wichtiger Zusatz. Die Zahngesundheit ist in den letzten Jahrzehnten, also in unserer Generation, drastisch gesunken. Und zumindest einen Faktor kennt man: Man isst nur noch weiche Sachen. Kein Mensch isst mehr harte Brotrinde, schon gar nicht regelmaessig, und wenige essen wirklich regelmaessig rohe Karotten und anderes hartes. Genau diese Mikroschlaege in den Kiefer und Belastungsbewegungen sind aber extrem wichtig fuer den Zahn- und Zahnfleischaufbau. Da kann man noch so gut putzen und Zahnfleischmassieren, es braucht Krafttraining fuer die Kieferknochen.

    lg

    niki