Welchen Hund für...

  • Mein bisheriger Hund, nun 12 Jahre wird nicht ewig leben, auch wenn er noch sehr fit ist. Langsam überlege ich welchen Hund ich nach dem Ableben anschaffen sollte. Klar ist, ohne Hund möchte ich nicht sein. Mein Kind ist es gewöhnt einen Hund um sich zu haben, ich genauso. Bislang hatte ich einen Jagdterrier / Dackel Mischling, als Welpe war er ein Horror und das unruhige Verhalten, man möchte ihm am liebsten manchmal Baldrian geben, hat er selbst in seinem Alter noch. Der Hund gräbt den halben Garten um wenn man nicht aufpasst, jagd alles was sich bewegt und geht beim kleinsten Geräusch los wie eine Rakete. Angst vor Wasser kennt er nicht, leider auch keinen Respekt vor anderen Hunden. Jetzt kommt auch manchmal der Dackel durch und er prüft immer wieder ob ich mich durchsetze oder nicht.


    Der nächste Hund sollte auf jeden Fall nicht so quengelig sein und es vielleicht einmal schaffen 10 Minuten im Garten zu sein ohne das er eine Maus ausgräbt oder den Vögeln den Krieg erklärt nachdem er vor lauter Hormonen jeden Baum gerammelt hat. Also weniger "Psycho", mehr Ruhe.


    Trotzdem müsste er einige Anforderungen erfüllen, er sollte Haus und Garten bewachen, muss unbedingt Kinderfreundlich sein und sollte auch komplexere Aufgaben wie Suchen und Finden etc. lösen können. Auch sollte er sich mehr als nur Platz und Sitz merken, da war meiner bislang ein Traum, da er so viele Wörter versteht das es manchmal unheimlich ist. Auch kann ihm ein Kleinkind z.B. in die Augen pieken und er geht einfach zu mir um Schutz zu suchen anstatt da selbst aktiv zu werden. Schön wäre es wenn der Hund auch einmal ein kleines Schläfchen im sommerlichen Garten, einem Kampf mit der Natur vorziehen würde.


    Platz haben wir genug, daher kann er auch etwas größer sein. Derzeit überlege ich ob nicht ein Schäfer das richtige wäre, ein Dobermann würde mir auch sehr gefallen. Ob Rüde oder Hündin bin ich mir auch noch nicht ganz sicher.

  • Hovawarts sind großartig, Nachbarn von uns hatten einen, Freunde ebenfalls. Sie sind kinderlieb, aber wachsam (Nomen est Omen).


    Meine Frau hat eine Ausbildung als Hundetrainerin und ich habe mich gerade mit ihr darüber unterhalten.


    Was in Deinem Wunschzettel fehlt, ist zum Beispiel der tägliche Auslauf: Wer geht wie lange mit dem Hund spazieren? Was ist mit sportlichen Aktivitäten? Hundeschule wegen Sozialisierung und Erziehung?


    Ich habe in dem Hundeverein die problematischen Großhunde ab 40kg mitbetreut und halte gar nichts von Dobermann und Rottweiler. Viele werden im Alter böse.


    Wir hatten einen Dogo Argentino, ein treuer Gefährte und guter Wachhund. Aber mit unserem Baby konnte er gar nichts anfangen. Als er Falk mit seinen 7 Monaten gestellt hat, mussten wir uns trennen.


    Lasst Euch Zeit mit der Auswahl, wenn wir helfen können einfach melden


    Liebe Grüße


    Micha

    Geht los!!!

  • Mir würde spontan ein Labrador oder ein Retriever einfallen, obwohl mir die kleinen quirligen besser gefallen. Auf jeden Fall darf es kein "Arbeitshund" sein wenn du auch mal deine Ruhe haben willst. So ein Deutscher Jagdterrier steht auch wenn er schläft unter Hochspannung.

  • Mit einem Rassehund ( Rottweiler ) hatten wir vorletztes Jahr eine ganz üble Negativerfahrung. Der Hund war bei uns auf dem Firmengelände als Nachtpatroullie unterwegs,hatte die einzige Aufgabe böse auszusehen.
    Er hat dann irgenwann einen Kurzzschluss gehabt,und morgens beim Tor aufschliessen einen Kollegen recht böse gebissen.


    Einen " Gebrauchthund" nehmen wir nie wieder,trotz des seriösen Eindruckes des Vorbesitzers ( gute Haltung,Gesundheitsversorgung,Umgang augenscheinlich,sehr gepflegtes Tier ect ) hatten wir uns eine Zeitbombe geholt.


    Was dann kam war nicht schön,möchte hier nicht näher drauf eingehen.


    Als Folge davon haben wir einen Welpen " Marke Geschäferrottdackelt" besorgt.
    Dem Tier haben wir von klein auf beigebracht das von jedwedem Zweibeiner keine Gefahr droht,diese als oberste Instanz anzusehen sind,lecker Futter rausrücken und Streicheleinheiten vergeben.


    Seinen Job macht der durch die fiese Optik richtig gut,wenn 45 Kg Hund durch den Zaun glotzen kommt keiner mehr auf die Idee den Zaun zu überwinden.(Weiss ja keiner das er mit einer Handvoll leckerli`s bestechbar ist )


    Hol Dir einen Mischlingswelpen,nimm den aus dem Haufen der zuerst auf dich zugelaufen kommt.Lass Dich durch den Hund aussuchen,nicht umgekehrt.Den lernst Du dann so an das es für Dich passt.


    Wir haben das Vorgehen so wie beschrieben nicht bereut.


    Achte aber ein wenig auf die Proportion der Pfoten,nicht das Du so einen "Bomber" erwischst wie wir^^

  • Hallo Christopher,
    ich habe die Erfahrung gemacht , das so ein Rassehund auch mal irgendwie anders sein kann als man erwartet.
    ich habe den faulsten Rodesian Ridgeback den man sich vorstellen kann. Wir haben ein großes Grundstück,
    das er nicht nutzt, sondern nur im Garten in der Sonne liegt. Bei Kälte geht der nur ungern raus,
    bei Regen verkneift er sich das Pipi machen bis zu 16 Stunden wenn's sein muß. Wandern gehen
    ( was Frauchens Vorstellung war ) nur bis max. 25 Kilometer am Tag, dann wird sich hingelegt egal was passiert.
    Fremde werden nett begrüßt, Kinder sind toll ( obwohl wir keine eigenen haben ).
    Der ist glücklich wenn er mit mir zusammen auf dem Teppich liegt und Ruhe herrscht. Der kriegt nur Streß
    wenn ich mich bewege . Er muß da sein wo ich bin. Ist er ohne mich heult er alles zusammen und denkt
    er muß sterben, was mein Leben extrem verändert hat. Er ist halt immer dabei....oder ich kann nicht dahin.
    Ich wollte einen aktiven Hund, deswegen Ridgeback und erwische einen liebevollen Träumer....:kichern:.
    Ich bin auch am überlegen welche Rasse ich danach haben will. Hovawart find ich auch klasse, nur die langen Haare
    weiß nicht. Greetz Wichtel

    Der letzte macht das Licht aus

  • Zitat

    Was in Deinem Wunschzettel fehlt, ist zum Beispiel der tägliche Auslauf: Wer geht wie lange mit dem Hund spazieren? Was ist mit sportlichen Aktivitäten? Hundeschule wegen Sozialisierung und Erziehung?


    4 mal am Tag Dorfrunden, am Wochenende auch mal große Wanderungen, Ausflüge etc. Im Sommer fast immer draußen, großer Garten mit Bäumen, Hecken, Büschen, Bach und reichlich Spielfläche. Alles eingezäunt. Hundeschule auf jeden Fall!


    Der Hovawart klingt gut, gefällt mir aber optisch so gar nicht, Labrador oder Retriever gingen mir auch durch den Kopf, haben hier bei mir auch viele Leute, aber so wirklich anfangen kann ich mit denen nichts. Verhalten sich einfach nicht wie ich im Wald etc. auch wenn das vielleicht etwas merkwürdig klingt, mein jetziger macht mir sogar das robben im hohen Gras nach und lauert als wäre er bei der Armee gewesen. Meine Ex hatte einen Schäfer, der hat mir recht gut gefallen, irgendwie ein Allrounder. Aber jeder den ich kenne sagt Finger weg, wegen diverser Leiden.


    Zitat

    Ich habe in dem Hundeverein die problematischen Großhunde ab 40kg mitbetreut und halte gar nichts von Dobermann und Rottweiler. Viele werden im Alter böse.


    Ja, merke sogar bei meinem das er langsam aber sicher weniger Spass versteht als früher.
    Das Problem ist er müsste sehr Kinderfreundlich sein, da wir hier "Kommune" leben und insgesammt 3 Kinder (jetzt 2, 6 und 5 Jahre alt) fast immer dabei sind.


    Zitat

    So ein Deutscher Jagdterrier steht auch wenn er schläft unter Hochspannung.


    Die können auch schlafen? :grosses Lachen:


    Zitat

    Einen " Gebrauchthund" nehmen wir nie wieder,trotz des seriösen Eindruckes des Vorbesitzers ( gute Haltung,Gesundheitsversorgung,Umgang augenscheinlich,sehr gepflegtes Tier ect ) hatten wir uns eine Zeitbombe geholt.


    Das sollte klar sein, einen großen Hund holt man sich als Welpe oder gar nicht. Kenne da viele die sich eine Zeitbombe aus dem Tierheim geholt haben usw. Wenn, würde ich nur bei einem Züchter kaufen.

  • Ich finde da passt die deutsche Dogge absolut ins Bild.
    Freundlich, kinderlieb, kein ausgeprägter Jagdtrieb, gelehrig und die sehen einfach nur geil aus.
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    Liebe grüsse von meinem kleinen (der Nachbar hatte Würste auf dem Grill, da lohnt sich ein Blick meistens ;) )

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  • Moin Christopher,


    vorab: Ich hatte immer Rüden. Das bedeutet, die brauchen in der Erziehung eine starke, ruhige Hand und absolute Konsequenz...


    Früher hatte ich Boxer - tolle Hunde, drei mal hintereinander Glück gehabt (oder lag es doch an der Erziehung und der guten Versorgung? :Cool:), alt sind sie geworden. Und eigentlich auch immer etwas wunderlich. Aber zu Kindern immer sehr freundlich, absolut treue Gefährten ...


    Dann gab es mal eine Episode mit einem schwarzen Labrador-Retriever (der kam und ging mit einem weiblichen Wesen...). Ein absoluter Spitzenhund!!!


    Wie sich wieder die Frage nach einem neuen Hund stellte wollte ich unbedingt einen Labbi - gut es wurde dann ein Labbi-Mix ... aber auch ein Volltreffer.


    Was ich sagen will: Ein Labbi aus der Arbeitslinie ist immer einen zweiten Blick wert. Charakterlich sehr gut (Rassestandard: "A strongest will to please"), intelligent, lernfähig, ein Stöber- und Apportierhund.
    Und da haben wir auch schon das einzige Problem:


    Du *MUSST* mit dem Hund arbeiten. Wenn der unterbeschäftigt ist, dann sucht er sich spätestens am zweiten Tag Arbeit. Und das verändert Deine Wohnungseinrichtung nachhaltig... :devil:
    Und am besten gibst Du dem Hund Aufgaben, die ihn mit dem Kopf fordern - das ist der Preis der Intelligenz...


    Und jetzt die gute Nachricht: Wenn der Hund vom Kopf her stark gefordert ist, dann ist er auch ruhig und ausgeglichen. 30 Min Kopfarbeit sind besser als 90 Min Joggen.


    Hunde aus der Arbeitslinie sind i.d.R. auch gesund, jeder gute Züchter weiss wie lange seine Zucht HD und ED frei ist.


    Also meine Wahl wäre klar:


    Labbi :verliebt: oder wenigstens ein großrahmiger Labbi-Mix (z.B. mit Berner Senne drin...)



    Be prepared!


    Christian


    p.s.: Normaler Weise würde man sagen nimm den jungen Hund schon jetzt, damit er vom Alten mit erzogen wird. Würde ich in Deinem Fall allerdings lassen, so wie Du deinen jetzigen beschrieben hast. :rolleys:

    Hier wird das Licht von Hand gemacht ... und der Motor gehört nach hinten!

  • Hui
    Ich liebe Deutsche Doggen, bin mit 4 davon aufgewachsen.
    Und auch wenn ich Protagonist zu 100% beipflichte, aber ist leider kein geeigneter Prepperhund.


    Leider auch überzüchtet, meist schon ab 5-6 Jahren Probleme mit den Hüften. Lange schnell Rennen sollte man auch vermeiden wegen Magen, denn kann es "kehren" und das war's dann.
    Allgemein werden sie leider auch nicht sehr alt :-( 7-9 Jahre im Schnitt, ist immer Traurig sich von einem geliebten Tier verabschieden zu müssen.


    Sie sind zwar lieb und brav und auch gute Wächter der Familie, aber nicht wirklich sehr Intelligent, also Schutzhund machen ist eine fast unlösbare Aufgabe...


    Und die Futterkosten sind auch leicht über denen eines Dobermannpinschers :-)

    Usque ad finem ! Good logistics alone can’t win a war. Bad logistics alone can lose it.

  • Abgesehen von der Ruhe würde unsere Aussiehündin deinen Kriterien an wachsam, intelligent, spielfreudig, kinderlieb, gehorsam sehr entsprechen. Jagdtrieb ist gut steuerbar, abrufbar ist sie immer. Garten umgraben macht sie sehr wenig, wenn, dann im Sommer, um sich eine Kuhle zum Abkühlen und Faulenzen zu buddeln. Schwimmt gut und gerne (und kann ein Einerkajak "abschleppen"). Läuft und zieht gut vorm Roller. Vor einem laufenden Menschen ist sie zu ungestüm, anfangs zu schnell und eher "rabiat" als dosiert. Aber immer ansprechbar und arbeitsfreudig. Kann stundenlang Kinder beschäftigen, die für sie Bälle oder Frisbees werfen. Es geht auch kein Kind verloren - Hütehunde haben da immer ein Auge drauf und treiben diejenige/denjenigen dann zur Herde zurück. Kann etwas nerven, wenn man absichtlich zurückbleiben möchte, um diskret Pipi zu machen. Kann stundenlang und tagelang mit Gepäck wandern. Braucht es mitunter, dass man Ruhezeiten durchsetzt, also sie auf ihre Decke beordert und wir spielen ihr dann eine Ayurveda-Meditations-CD vor. DIe kennt sie und legt sich dann schlafen. Aussies gedeihen gut mit liebevoller Konsequenz und einer Arbeit für den Hund, kann z.B. Agility, Fährtenarbeit, Zughundesport usw. sein.

  • Generell gilt, das ein Hund wesensstark, also nervlich belastbar sein sollte. Und körperlich Gesund mit guten Knochenbau. Nur so wird er zu einem guten "Lebenspartner". Hunde sind Persönlichkeiten mit individuelle Karaktäre. Lässt sich sehr gut innerhalb einem Wurf beobachten.
    "Welpenschule" und eine Grundausbildung in einem guten Hundeverein macht Spass und mindert das Risiko für Fehlentwicklungen.
    100 % problemlose Hunde gibt es genau so wenig wie 100% problemlose Kinder :lächeln: .


    Daraus ergibts sich das es besser ist ein Rassehund von einem ​guten​ Züchter zu kaufen. Und ich meine jetzt ein wirklich guten Züchter. Das ist meistens teuer. Gründliche Recherchen im Stammbuch ist wichtig. Ein guter Züchter lässt dich Zeit zum Beobachten bevor du ein Wahl trifft, auch mehrmals über längere Zeit. Und er nimmt dich im Kreuzverhör um herrauszufinden ob du der Richtige ist für seine Hunde.


    Osteuropäische Hunde/Händler sind meistens Massenzüchtung mit fatalen Folgen. Übrigens s.g. "Private Hundezüchter" hier im Deutschland haben oft eine Zuchtmaschinerie im Keller. Diese Leute können unwahrscheinlich tierlieb wirken.


    Wenn Kinder im Hause niemals Hunde aus zweiter Hand oder Tierheim Im Tierheim wird oft verschwiegen wie schlimm es um den Hund steht, einfach um zu vermitteln. Deutsch Tierheime sind hoffnungslos überfüll.
    - Das kann sehr gefährlich werden. Traurig aber war.


    S.g. Modehunde sind oft überzüchtet, also meiden.
    Ein Schicksal der deutschen Schäferhund nach der Fernsehserie Rintintin. Die Folge war Durchtrittigkeit, HD und Schreckhaftigkeit. Deutsche Schäferhunde können auch sehr schnell zum Ein-Mann-Hund werden .Der Altdeutsche Schäferhund und der Belgische Schäferhund ist nicht so stark betroffen, soweit ich weiss.
    Meine generelle Empfehlung, mittelgross, eher Hütehund- als Jagdhundrasse. Ich weiss, meine Ratschläge helfen wahrscheinlich nicht viel. Es ist auch ein bisschen Glückssache; und die Ausnahmen bestätigt die Regeln. Das macht es nicht gerade einfacher.


    Lass dich aber nicht von mir entmutigen. Ich habe meine private Meinung geäussert.


    Ich machte mein Praktikum im Tierheim. Danach war ich aktiv als Inspektor und arbeitete eng mit dem Tierheim-Arzt zusammen. Musste aber aufhören, ich habe das psychisch nicht ausgehalten. Die Grausamkeit der Menschen ist unbeschreibbar.


    gruss Kiromanta

    :Panik: Das Einzige was wirklich sicher ist, ist dass Nichts sicher ist; ausser der :tot:

  • Hallo,


    was ksbulli schreibt, kann ich nur unterschreiben und Labbi's 100%ig weiterempfehlen!
    Das territoriale Verhalten ist beim Rüden natürlich ausgeprägter als bei den Mädels,
    aber unsere Dame meldet absolut zuverlässig.
    Sie ist äußerst intelligent und lernfähig und ein absoluter Familienhund.
    Zudem sind sie sehr robust und wetterfest.


    Gruß
    maniacmantis

  • Wir wissen jetzt nicht was der Boxer empfiehlt.... :grosses Lachen:


    Klasse Familienhund. Sie liebt Kinder über alles.
    So stürmisch wie sie auch sein kann, aber mit den Kleinen geht sie sehr behutsam um.
    Der 4 jährige Nachbarsbub geht problemlos mit ihr an der Leine. Sie passt da auf.


    Ansonsten zu Menschen sehr freundlich, sehr verspielt und sehr gelehrsam. Mann sollte mit dem Boxer arbeiten.


    Wenn aber Fremde an der Tür vorbeigehen wird das schon gemeldet.


    Zwei kleine "Nachteile" möchte ich schon auch nennen. Der Boxer ist manchmal schon etwas stur. Kann dann wirklich mühsam werden.
    Ich habe mal gelesen: ein Hund hört. Ein Boxer nimmt das Angebot zur gegebenen Zeit an. :kichern:
    Zum zweiten möchte ich nicht verschweigen, dass das Spielen mit dem Boxer durchaus etwas Robustheit voraus setzt.
    Das Abbremsen haben sie nicht wirklich im Griff. Und dann wird auch schon mal etwas geboxt. Wie gesagt nur bei Erwachsenen. Bei Kinder sehr vorsichtig.


    Der Boxer ist für mich der ideale Familienhund!


    Nachdem wir sie eine Woche hatten sagte ich zu meiner Frau: Die letzten 50 Jahre ohne Boxer waren Zeitverschwendung :rolleys:


    in diesem Sinne
    LG
    der Boxer

    Das Leben ist das, was dazwischen kommt, wenn man alles geplant hat

  • Unsere Anforderungen an einen Nachfolgehund entsprechen in etwa Deinen.


    Die bisher besten Erfahrungen habe ich im Training mit American Bulldogs gemacht:


    Sie sind extrem robust
    Kerngesund
    Sehr kinderlieb
    Haben eine ausgesprochene Beißhemmung und vor allem


    Gerade die Mädels sind ausgesprochene Familienhunde; andere Rassen sind meist Einmannhunde- gerade die Rüder sind oft schwierig.


    Schäferhunde- egal welcher Art und welchen Typs- fallen bei uns komplett raus. Schwerste Hüftdysplasie, Lendenwirbelprobleme, etc gehören bei denen dazu.


    Doggen sind toll, werden aber nicht alt (8-9 Jahre) und sind sehr empfindlich


    Labradore aus echten Arbeitslinien zu bekommen ist gar nicht so einfach, aber wenn, sind es gute Hunde. Sie sind halt echte Biotonnen und fressen alles.


    Eventuell käme noch der Cane Corso in Betracht, aber nur als Hündin. Die Rüden sind majestätische, ruhige Vertreter, neigen aber zum Einmannhund.


    Ungeschlagen ist aber tatsächlich der südafrikanische Boerboel, meiner Meinung nach ebenso für Euch geeignet wie der American Bulldog.


    Just my two Pence


    Micha

    Geht los!!!

  • Hallo zusammen,
    Labrador aus der Arbeitslinie oder ein Appenzeller Sennenhund, beide würde ich empfehlen.
    Allgemein habe ich die Erfahrung gemacht das Du als Halter den Hauptteil der Verantwortung
    für das Verhalten deines Hundes trägst. Unabhängig von Rassemerkmalen etc. hat jeder Hund
    auch eigene Eigenarten. Teilweise zeigen die sich erst mit dem Alter oder den gemachten Erfahrungen.
    Problemhunde? Gibt es für mich nicht, es gibt nur Problemhalter. Der Hund wird sein was du aus ihm machst.
    Gruß, Tino

  • Hallo christopher


    Freut mich, das es hier im Forum viele kompetente Hundebesitzer gibt.
    Ich denke, dass man immer Kompromisse eingehen muss, sei das bei Werkzeugen, welche man für diverse Arbeiten einsetzten will oder eben auch bei Hunden. Ich führe selbst einen Gordon Setter und hatte immer schon Jagdhunde. Vom deutschen Wachtel bin ich nun schon zum zweiten Mal bei dem schottischen Setter gelandet. Bei mir steht der Familiensinn und die Jagdtauglichkeit insbesondere die Verwendung bei der laute Jagd im Vordergrund. Ich habe mir noch nie über den Verwendungszweck als Prepperhund Gedanken gemacht. Hier nun meine Überlegungen.


    -Will ich, wie früher die nordamerikanischen Ureinwohner, den Hund auch leichte Lasten tragen lassen oder ihn vor einen Karren oder einen Schlitten spannen?
    -Will ich einen selbständigen Hund, welcher sich selbst aus einer misslichen Lage befreien kann?
    -Wie wichtig sind mir die Schwimmfähigkeiten eines Hundes?
    -Wie aggressiv soll, muss er sein?
    -Wie gestaltet sich mein Fluchtweg? Muss ich den Hund tragen?
    -Wie steht es um die Wintertauglichkeit?


    Wie schon gesagt, lege ich heute Wert auf die Alltagstauglichkeit und seine Jagdfähigkeiten und weniger auf den SHTF-Fall.


    Ich kann dir einen Setter empfehlen. Braucht Bewegung, aber die ist ja bei dir eingeplant. Der Setter ist robust, Wasser tauglich, schnell, ein Familien- und ein guter Wachhund. Mit seinen ausgeprägten Sinnen ist meine Hündin seit Jahren eine treue Begleiterin. Ob Rüde oder Hündin kommt stark auf die Rasse an. Rüden sind weniger gewünschte und an die kommt man rascher ran. Der Vorteil eines Vorstehhundes, wie es die Setter sind, du kannst sie nach deinen Wünschen formen. Die jagen nicht unbedingt automatisch das Richtige. Braucht natürlich Zeit.


    Ich wünsche dir viel Spass beim Evaluieren des richtigen Hundes und viel Spass bei der Aufzucht.


    Gruss Xeore


    P.S. Langes Leben für deinen Terrier/Dackel

  • Hallo Christopher,
    auch wir sind auf der Suche nach einem neuen Begleiter und dabei auf einen Aussenseiter gestossen- den Do Khyi oder Tibetdogge.
    Die Rasse spricht uns definitiv an,als Haus- und Hofhund ist er es "gewohnt" ohne Zäune sein Territorium zu bewachen.
    Hat einmal im Jahr (Frühjahr) Fellwechsel,einen reduzierten Stoffwechsel,circa zwölf Jahre Lebenserwartung und vor allem keinen Jagdtrieb.
    Das Theater mit "flüchtigem Hund" möchte ich mir nicht antun, wir haben hier so ziemlich alles an Wild direkt hinterm Haus.......


    Wir wollen uns im Frühjahr mal auf den Weg zu 1-3 Züchtern machen um die Artgenossen mal live zu sehen.
    Für uns wäre das eine wirkliche Alternative, ich bin da echt neugierig und gespannt.....


    Gruß
    Hatz

    Glaube nicht alles was Du denkst.

  • Zitat

    Do Khyi


    Ich hatte vorigen Sommer das Vergnügen zwei Rüden eines Bekannten zu sehen. Tagsüber bewachten sie seine Kinder am Strand, liefen auch öfters in das Wasser, spendeten sogar Schatten für ein Kleinkind. Am Abend am Lagerfeuer kämpften sie miteinander, das wäre laut Besitzer fast immer so und nicht all zu ernst. Das Lagerfeuer am Fluss weckte das Interesse von zwei Polizisten, die mit einem Diensthund (Rottweiler) kamen. Nach einigen Minuten hatte der Do Khyi Besitzer die Polizisten dann dazu überredet den Hund doch mit seinen Lieben "spielen" zu lassen, am Ende hatte der Rottweiler ein blutiges Ohr, was den Hundeführer etwas "geknickt" hat. Seine beiden sind bereits kastriert, er meinte das sie vorher noch wesentlich schlimmer waren. Der Kampf untereinander erinnerte mich daran wenn zwei Bären raufen. Mir etwas zu viel Kraft als das ich einen haben möchte. Aber der Sinn für den Schutz der Kinder war sehr ausgeprägt und zumindest diese beiden hatten auch keine Scheu vor Wasser.
    Meinen Taschenhund haben sie die ganze Zeit ignoriert, scheinbar zu klein und er hielt auch zum ersten mal bei anderen Hunden Abstand, das sah ich das letzte mal so als wir im Tierpark bei den Löwen vorbeigingen.