Frage zu Gasherden

  • Zitat von Booner;262065

    ...
    Allerdings macht Bärtis Arbeit einen soliden und fundierten Eindruck.
    Ihm geht es wahrscheinlich wie mir und nur noch wenig anderen, dass er bereit ist, die Verantwortung für sein Tun selbst zu übernehmen und darüber hinaus seinem eigenen Werk mehr vertraut als dem eines fremden Handwerkers.
    ...


    Moin Tom, moin @ll,


    also den ersten Satz würde ich auch mal locker doppelt unterstreichen! :Gut:


    So ähnlich ticke ich auch, wenn es um Elektrik geht - immerhin habe ich mit Arbeit in dem Bereich mal mein Studium finanziert ... :rolleys:


    Allerdings hat Strom für mich den charmanten Vorteil, nicht gleich beim geringsten Funken so eindrucksvoll zu reagieren und die Tendenz zu entwickeln, halbe Häuser zu demontieren. Ich geb´ gerne zu, dass ich vor Gas denn doch einen soliden Respekt habe.


    In diesem Sinne


    Christian

    Hier wird das Licht von Hand gemacht ... und der Motor gehört nach hinten!

  • Hi TID,


    da hast du wahrlich recht, 30 Millibar beim privaten Endkunden sind wirklich nicht der Brüller, deshalb gibt es ja auch Kunststoff-Gasleitungen. Hier noch eine Zusammenfassung über die Druckverhältnisse in den Gasnetzen:


    http://www.toptarif.de/gas/gas-lexikon/gasdruck


    Gerade die verpressten Kupferleitungen mit den Pressfittingen haben so viel Reserve bei der Drucklast, das hier 30 Millibar wirklich Pillepalle ist.

    Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd.

  • Ich bin im Gasbereich auch äußerst vorsichtig. Durch meine Schmiede gehe ich damit jedoch fast täglich um und muss sagen, dass die Installation für einen versierten Handwerker machbar ist.


    Derzeit arbeite ich an eine selbstgebauten Gasesse mit zwei Brennern nach dem Venturi-Prinzip. Um Strömungsabrisse zu vermeiden, ist der Druck nochmals deutlich höher, aber immer noch gut beherrschbar.


    Bärti: die Küche sieht echt toll aus. Was stört Dich noch am Flammenbild?

  • Die Flamme ist im Vergleich zur Knaufstellung etwas zu hoch, das muss noch ein Tickchen reduziert werden was den Gasdurchfluss anbelangt.


    Zeig doch mal Bilder deiner Esse wird mich mal interessieren wie du das umsetzt.....Beste Grüsse!

    Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd.

  • Hallo zusammen.

    Da unsere bisherige Küche bald einer neuen weichen soll, steht auch die Frage nach der neuen Kochmöglichkeit im Raum.

    Zur Zeit nutzen wir ein Induktionskochfeld mit fünf "Platten" und rund 11Kw Leistung.

    Kocht sich auch recht komfortabel.

    Wir (also ich, weil "der Koch") überlegen aber, in der neuen Küche auf ein Gaskochfeld zu wechseln (Backofen soll Elektro bleiben), dazu evtl ein zweiflammiges Induktionsfeld.

    Da wir zur Miete in einem Mehrfamilienhaus wohnen scheuen wie die Kosten, den Herd an die Gasleitung anschließen zu lassen (Gasheizung) und wollen die notwendigen Flaschen an der Außenwand installieren (lassen). Auch aus Vorsorge wollen wir gerne auf Flaschengas kochen. Die Hauseigentümerschaft hat hierfür ihr OK gegeben.


    Nun meine Frage hierzu: wenn ich Gasflaschen nutzen möchte, wie verhält es sich dann mit dem Gas bei Kälte? Kommt dann noch was aus der Flasche.


    Danke für eure Hilfe,

    Previ

    Himihergottzagramentzefixallelujamilextamarschscheissglumpfaregtz

  • Hallo,


    bei Propan ist das kein Problem, der Sidepunkt (das Gas wird flüssig) liegt soweit ich weiß bei -40°C.
    Bei Butan im Gegensatz ist bei ca. 0°C soweit.

  • Nun meine Frage hierzu: wenn ich Gasflaschen nutzen möchte, wie verhält es sich dann mit dem Gas bei Kälte? Kommt dann noch was aus der Flasche

    Der Siedepunkt der Gase ist im Bezug auf einen einen Druck von 1013 Mbar angegeben.Rein rechnersich also richtig. ( Propan -42° , Butan -1° )


    In der Praxis jedoch reicht der Druck bei Butan schon ab etwa +5° kaum noch aus um einen ausreichenden Volumenstrom zum problemlosen Betrieb von Gasgeräten zu gewährleisten !

    Normalerweise wird hier in D Propan nach DIN 51622 verkauft,also zu 95% " rein" mit geringem Butan Anteil. Das gibt auch im Winter keine Probleme bei einem Gasherd.

    Nur bei Grossverbrauchern wie Heizungen ab etwa 5-6 KW Leistung kann es sein das bei sehr tiefen Aussentemperaturen durch die bei der Entnahme entstehende Verdunstungskälte die Flasche so weit auskühlt das man die nur bis 2/3 leerfahren kann.


    Etwas Vorsicht ist bei billigst - Angeboten von " Gasflaschen" angesagt,da wird meist ein höhrer Butan Anteil reingemischt-

    (aus Kostengründen )


    Kauf Dein Gas im Lokalen Fachhandel,dort wird man Dir auch gerne ein techn. Datenblatt zu dem Produkt aushändigen wo drinsteht ob die Flaschen mit DIN 51622 oder evtl noch höherwertiger mit Propan 2.5 / 3.5 ( 99,5 bzw. 99,85 % ) befüllt sind !


    Gute Entscheidung übrigens mit dem Gasherd :thumbup:

  • Mal so am Rande ne doch sehr (!) wichtige Info:


    Auch wir haben vor kurzem ein Gaskochfeld gekauft. Allerdings ist Gaskochfeld nicht gleich Gaskochfeld. Denn: Dank der EU werden in gefühlt 90% aller Gaskochfelder nur noch elektronische Sicherheitsventile verbaut... die guten alten Thermoventile, eine seit vielen Jahrzehnten gewährte Technik, verschwinden vom Markt.


    Warum es wichtig ist ein Thermoventil im Gaskochfeld zu haben?


    Ganz einfach: Ohne Strom kochen funktioniert nur mit Thermoventil. Hat man ein elektronisches Sicherheitsventil geht ohne Strom trotz Gas nichts.

  • Mal so am Rande ne doch sehr (!) wichtige Info:

    Warum es wichtig ist ein Thermoventil im Gaskochfeld zu haben?

    Ganz einfach: Ohne Strom kochen funktioniert nur mit Thermoventil. Hat man ein elektronisches Sicherheitsventil geht ohne Strom trotz Gas nichts.

    Bitte ein Link zu dem Gas-Gerät einstellen. Ich kenn nur diese thermoelektrischen Zündsicherungen, die keinerlei Strom von außerhalb brauchen.

    Sowas hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Z%C3%BCndsicherung Was anderes hab ich bislang noch nicht gesehen?


    Eine andere Baustelle ist die elektrische oder elektronische Zündung der Flamme. Da sind mir mehrere Patente bekannt:

    Piezozündung, mit Druckknopf, z.B. an der Truma Heizung im Wohnwagen, oder am Elektroluxkühlschrank (heißt heute Dometic).

    Zündautomat mit 1,5 Volt Batteriechen, auch an der Truma, im Wohnwagen.

    Zündautomat mit 220 Volt, am heimischen Gasherd. Hier läßt sich aber, wenn der Strom weg ist, die Flamme per Streichholz, Gasanzünder, etc. anzünden.

    Wenn in größerem Gebiet das Stromnetz ausfällt, gibts auch kein Gas, weil die Druckregelung und Steuerung im Netz elektrisch funktioniert.

  • Für Österreich ist das nicht Richtig. Der Grundversorger hat für Stromausfälle vorgesorgt und beliefert Haushalte im Blackout Fall mindestens 3 Tage mit Gas.

    Ich denke mal hier in D kriegen wir überwiegend russisches Erdgas? Wenn Putin den Stecker zieht, wie ja schon mal im Winter, in der Ukraine, dann brauchts dazu gar keinen Stromausfall?

    Zu unseren heimischen Stadtwerken hier hab ich kein Vertrauen:

    Auf deren Homepage steht: "Ihre Versorgung ist gesichert". Da gehts aber nur um Weiterversorgung bei einem Anbieterwechsel. Und: Wir liefern Ihnen 100 % Ökostrom und Ökogas. Ökoenergie nach den strengen Regeln des TÜV NORD.

    Vieleich genauso "Öko" wie Fa. Nestle? https://www.nestle.de/storys/d…gste-unternehmen-der-welt


    Ich weiß, daß es in unserem Stadtgebiet einige Notbrunnen, bzw. Straßenbrunnen gibt. Ist schon historisch begründet, und wird von den hiesigen Stadtwerken mit betreut und gepflegt. Als Kunde dort, hab ich mal vorsichtig per Email angefragt, wo denn mein nächster Not-Brunnen wär, im Bedarfsfall. Ich hab einen (unerwarteten) Anruf gekriegt, daß mich das gar nix anginge, und für den Fall das schon alles richtig geregelt sei. Der von mir angesprochene mögliche Ausfall öffentlicher Strukturen hat wohl seinen mentalen Horizont überschritten und er hat aufgelegt.

  • ...

    daß mich das gar nix anginge, und für den Fall das schon alles richtig geregelt sei. Der von mir angesprochene mögliche Ausfall öffentlicher Strukturen hat wohl seinen mentalen Horizont überschritten und er hat aufgelegt.

    In dem Fall hilft nur eine schriftliche Anfrage mit einer Terminsetzung der erwarteten Antwort. ( Einwurf-Einschreiben ) Da kann sich dann niemand mehr rausreden,meistens landet dann so was bei dem Dienststellenleiter auf dem Tisch. Der kennt die juristisch möglichen Folgen und antwortet. Muss er.


    https://fragdenstaat.de/info/i…heit/fristen-ablehnungen/

  • Hallo zusammen.


    Danke für eure Antworten!

    Wenn ich also Propan verwende, sollte es für die hiesigen Temperaturen auseichend sein, kann mich nicht errinern, dass es hier bei euns an der hess. Bergstraße je -40° gegeben hätte...

    Der Grund für´s draußen montieren der Flaschen: die Hauseigentümerschaft möchte keine Gasflaschen im Haus angeschlossen haben. So habe ich eine feste Leitung nach draußen, erst im Bereich der Flaschen habe ich dann einen flexiblen Schlauch, der an die Flaschen angeschlossen wird. Sollte hier etwas undicht werden, verflüchtigt sich das Gas außerhlab des Hauses und nicht in der Küche. Was mir persönlich auch lieber ist.


    Wegen des Gaskochfelds muss ich mal schauen, was es da so gibt, habe noch keinen speziellen im Blick, danke für den Hinweis mit den Thermoventilen!


    Previ.

    Himihergottzagramentzefixallelujamilextamarschscheissglumpfaregtz

  • Wie ist das denn bei solchen stationären Installationen?

    Im Campingbereich ist eine Gasprüfung (G 607-Prüfung) alle zwei Jahre erforderlich, bei der u.a. das Alter der flexiblen Schläuche und Druckminderer geprüft wird.

    Welche Prüfung ist bei Flüssiggasanlagen in dauerhaften häuslichen (nicht gewerblichen!) Nutzung erforderlich?

  • Ich kenne die Gasprüfung (in Bayern) beim Betrieb des Flüssiggastanks. Da gibts eine äußere Prüfung, alle 2 Jahre (?) und eine große.

    Vor ein paar Jahren kam dann nach über 20 jahren erstmalig eine Überprüfung der Gasleitungen zu den Endgeräten (Heizu8ng, Durchlauferhitzer ,Herd).

    Möglicherweise mussten die Existenz des Gastanks vom Flüssiggaslieferanten an eine Behörde (Landratsamt) weitergegeben werden ? Da das unser eigener Tank ist, ist der Liferant ja nicht der Betreiber. Genehmigung für die

    Flüssiggasanlage gibts/braucht wohl auch nicht.

    Der Kaminkehrer hat sich bei der Feuerstätten auch noch nie um den Gasherd gekümmert, ahrsdcheinlich weil er ja nicht an den Kamin angeschlossen ist.


    Bevor wir uns die Gasheizung zulegten, betrieben wir den Durchlauferhitzer und den Gasherd mit zwei großen Gasflaschen. Wenn eine leer war, konnte man auf die volle umstellen. Die Gasflaschen waren draußen an der Wand in einem verschließbaren Blechkasten untergebracht (40x 90 x 130 cm). Den Blechkasten gabs speziell für die Flaschenaufstellung - zum Thema Kälteempfindlichkeit)


    Bezüglich des Kaufs /Tausch der Gasflaschen kann man sich ja den verkäufer frei aussuchen. Wäre mir neu, daß man sich dabei registrieren lassen müsste. Von daher wüsste ich nicht, wer außer der Eigentümergemeinschaft sprich Verwalter von der Anlage was weiß und dann sowas wie eine Gasprüfung verlangen sollte.


    Bezüglich der neumodischen elektrischen(elektronischen Zündungen noch eine Frage :


    gibts das nur bei Gaskochfeldern, was immer man sich darunter vorstellen soll , oder generell auch bei Gasherden

    mit einzelnen Brennern ?


    Weil bei den alten Brennerdüsen reicht ein Zündholz oder ein wenigsten noch "funkendes ".Feuerzeug.



    frieder

  • Bezüglich der neumodischen elektrischen(elektronischen Zündungen noch eine Frage :

    gibts das nur bei Gaskochfeldern, was immer man sich darunter vorstellen soll , oder generell auch bei Gasherden

    mit einzelnen Brennern ?

    Weil bei den alten Brennerdüsen reicht ein Zündholz oder ein wenigsten noch "funkendes ".Feuerzeug.

    Die elektrische Zündung gibts inzwischen bei allen Gasgeräten, egal ob Gaskochfeld, Gasherd oder Heizung.

    Beim Kochfeld ist noch wichtig, wie die Bedienknöppe angeordnet sind, wegen sauber machen. Wenn die Knöppe unterm Topf angeordnet sind, wirds schwierig beim Reinigen. Deshalb bin ich ein Fan von Standherden. Da sind die Knöppe vorn dran und nicht oben, neben dem Gekoche. Wem mal übergekochte Milch in die Knöppe gelaufen ist versteht was ich meine.

    Auch bei den neuen Brennerdüsen reicht ein Zündholz, oder einfach ein ganz klassischer Gasanzünder mit auswechselbarem Zündstift. Sowas hier:

    https://www.amazon.de/Gasanz%C…th=1&tag=httpswwwaustr-21 Gibts auch heute noch im Werkzeugladen bei Schweisserbedarf.