EMP Schutz - Eine einfache Lösung

  • Leider hat es bei der Übersiedlung des Forums die BIlder aus den Beitträgen geschossen. ICh werde versuchen das zu reparieren, dann ist mein Beitrag wieder besserr verständlich.


    Um es kurz zu machen. Du brauchst keine Klebefolie. Der Spannring reicht aus.

    Nudnik Vielen Dank.:):thumbup:


    Bei 50.000 Volt pro Meter = 160V/m (maximale grenzwert ist für CB/PMR, Tablet, Powerbank, Solar etc..


    Mit Deckel + dazugehörigen Spannring = 108V/m 53,3dB (Schirmdemfung mind. 50dB))

    Mit Aluband (Max. schutz!) = 77V/m


    Somit reichen die 108V/m = 53.3db längstens, da der max. wert bei 160V/m festgelegt wurde für das überstehen von Elektronischen Geräten.


    LG. Lupus

  • Nudnik Herzlichen Dank für die Aktualisierung des Links. Hab die Blecheimer in verschiedenen Größen bestellt und bin gespannt. :thumbup:


    @all Als Buchtipp kann ich "Der lautlose Schlag" von Reinhard Breuer und Hans Lechleitner empfehlen (Meyster Verlag). Das Taschenbuch ist allerdings schon 1982 erschienen und dürfte daher nur noch antiquarisch zu bekommen sein (z. B. über https://www.zvab.com/ oder als Restposten bei Amazon: https://www.amazon.de/dp/3705781200/?tag=httpswwwaustr-21 )


    Ich hatte Herrn Breuer vor etwa 10 Jahren mal per Mail angeschrieben und um seine Einschätzung gebeten, ob immer noch ein oder zwei EMPs über Europa oder den USA ausreichen würden, um große Teile der kritischen Infrastruktur lahmzulegen. Er hatte das bejaht und darauf hingewiesen, dass seit den 80er Jahren relativ wenig zur flächenmäßigen Härtung unternommen worden sei. Gerade nach dem Ende des Kalten Krieges wurden die Budgets anders eingesetzt.


    Zudem ist die Waffentechnik fortgeschritten. Ich erinnere mich noch an den Beginn des Eingreifens der NATO in Jugoslawien. Damals wurden spezielle Sprengkörper abgeworfen, die Umspannwerke und damit die Stromversorgung lahmgelegt haben. Kritische Infrastruktur erscheint mir daher ein gängiges Ziel bei militärischen Planungen und ein EMP ist sicher nicht völlig abwegig … ok, ich schweife vom Thread-Thema ab. :)

  • Ich würde euch das Buch " One second after-die Welt ohne Strom" empfehlen. Das ist aber schwere Kost. Ist aber ähnlich wie Blackout gut recherchiert, wenn auch starK US-patriotisch angehaucht


    .

  • Es gibt sogar einen Nachfolger. One Year after. Das gibt es aber nur auf Englisch. Das Buch hat das Thema konsequent behandelt. Wenn auch in Teilen nicht auf Europa übertragbar.

    -= NUNQUAM NON PARATUS =-

  • Danke Nudnik für den Tipp mit den Weißblechtonnen! Wieder eine Sache gelöst. :thumbup: Ich werde am Wochenende mal schauen, welche Dinge ich darin sinnvoll deponieren kann. Durch den Spannring ist der Zugriff ja jederzeit und sehr einfach möglich, was ich als einen der großen Vorteile bei diesen Tonnen ansehe.


    Ein Versuch mit dem Handy ist zwar kein wirklicher Test, aber sowohl der Mobilfunk- als auch der WLAN-Empfang wurden in der Tonne wirksam unterbunden. Da kam kein Signal mehr durch! Den WLAN-Empfang habe ich über die "Gerät verloren"-Funktion getestet.


    Ich halte einen EMP zwar für sehr unwahrscheinlich, aber die Tonnen können ja auch anderweitig genutzt werden. Günstiger als "professionelle" EMP Bags sind sie allemal. Besonders wenn man das Fassungsvermögen berücksichtigt! Die 30 Liter Tonne ist für meine Zwecke schon fast zu groß. Für kleinere Gegenstände reicht auch die 5 Liter Version.


    Gegen Feuchtigkeit besorge ich noch Absorber. Dann kommen die Geräte in Plastikbeutel und gut ist.

  • Lupus8830 Das scheint mir ein gutes Angebot zu sein. Ich kann die Preise in CHF nicht genau einschätzen, aber selbst bei Pearl.de ist der Preis unter dem, was ich schon mal für Silicagel bezahlt hatte.


    Ich kenne mich nicht mit möglichen Unterschieden aus, aber wenn es sich um Silicagel handelt, sollte die Wirkung gleich sein.

  • Silica Gel ist auch in Pampers Windeln drin.


    Ähm, sicher?


    Silica-Gel ist Kieselgel (SiO₂).


    In Windeln kommt hingegen ein sog. Superabsorber zum Einsatz, bei Pampers müsste es Natriumacrylat (Natriumsalz der Acrylsäure, H₂C=CH-COONa) sein.


    Es gäbe ggf. aber auch Katzenstreu-Produkte auf Basis von Kieselgel ;)

    Si vis pacem, para bellum.

  • Nudnik:

    ich habe die Information/Antwort zur folgenden Frage hier im Thread nicht gefunden, vielleicht aber auch einfach nur überlesen.


    Wie verhält es sich mit einfacher Elektrik in älteren Fahrzeugen (hier geht es um einen Ami mit Benziner aus den 80ern)?

    Hier sind Relais, Sicherungen und einfache Schaltungen verbaut. Aber auch einfache Peripheriegeräte wie zB eine Benzinpumpe oder dgl.

    Muss man derlei ebenfalls EMP sicher "auf Lager legen" oder ist diesen Dingen ein EMP egal?


    Vielen Dank

    Previ

    Himihergottzagramentzefixallelujamilextamarschscheissglumpfaregtz

  • Hallo,


    die elektronische Benzineinspritzung (D-Jetronic, K-Jetronic) wurde Ende der 1960er bzw. Anfang der 1970er Jahre entwickelt. Schätze mal, dass ein Ami aus den 1980er auch keinen einfachen Vergasermotor mehr hatte, sondern eine gesteuerte Benzin-Einspritzung. Ist das der Fall, hast Du EMP-empfindliche Elektronik an Bord. V.a. durch die Kabelbäume, übr die die Elektronik mit dem Bordnetz, den Sensoren und Aktoren am motor verbunden ist, wird wie über Antennen Energie des EMP "eingefangen".


    Grüsse

    Tom

  • tomduly

    tatsächlich ist es noch ein reiner Vergaser ohne TBI oder dgl.

    Zündkabel, -spule und sowas hat er natürlich.

    Vielleicht sollte ich mir doch noch nen alten Diesel beischaffen...

    Himihergottzagramentzefixallelujamilextamarschscheissglumpfaregtz

  • Previ


    ein EMP kann elektronische Bauteile beschädigen. Darunter versteht man zB. Halbleiter wie Dioden und Transistoren oder Mikrochips, die aus einer Vielzahl solcher Halbeiter bestehen aber auch sogenannte Schichtbauteile wie Kermikkondensatoren bzw. SMT Bauteile.

    Grundsätzlich gilt, je mehr Mikroelektronik im Auto, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese bei einem EMP beschädigt wird.


    Kabel, Schalter, Spulen wie in elektromechanischen Relais Pumpen oder Lichtmaschinen, Glühbirnen, Batterien oder mechanische Zündunterbrecher sind keine elektronischen Bauteile die bei einem EMP gefährdet wären. Sie enthalten alle keine Halbleiter oder sonstigen elektronischen Mikrostrukturen.


    LG. Nudnik

  • Zitat

    Kabel, Schalter, Spulen wie in elektromechanischen Relais Pumpen oder Lichtmaschinen, Glühbirnen, Batterien oder mechanische Zündunterbrecher sind keine elektronischen Bauteile die bei einem EMP gefährdet wären. Sie enthalten alle keine Halbleiter oder sonstigen elektronischen Mikrostrukturen.


    das ist nicht ganz richtig. Der EMP bewirkt, dass an den Enden von allen möglichen Kabeln, die länger als ein paar zehn Zentimeter sind, einiges an Spannung rausfetzt. So eine einfache Faustformel ist: Alles, was man kaputt kriegt, indem man an ausgehende längere Kabel um die 1000V anlegt, kann bei einem EMP kaputt gehen.


    Feinelektronik geht natürlich auch kaputt, das ist richtig. Das mit den Kabeln gilt zusätzlich.


    Nick

  • Opa,


    richtig bei sehr geringer Entfernung zur Explosion. Dort hast du aber andere Probleme, als die EMP Auswirkungen.

    Das magnetische Feld kann nicht beliebig groß werden, da es in der Atmosphäre zu Sättigung kommt. Es nimmt mit der Entfernung sehr stark ab und daher ist dieser Wirkmechanismus bei einem EMP vernachlässigbar. Nicht zu verwechseln mit einem solaren Event, wo dies der Hauptwirkmechanismus ist. Doch auch hier gilt, es kommt nur in weitläufigen Systemen zu ausreichend hoher Induktion.

  • Nudnik : Als erstes Danke für die tolle Beschreibung und die ganze Mühe die du dir mit der Beantwortung der Fragen machst. Die Variante mit den Weissblecheimern & Spannring habe ich schon umgesetzt, jetzt steht ein neues Projekt an.


    Ich möchte ein NAS in einer EMP sichern Umgebung betreiben. Nur zu dem NAS führen ein Stromkabel und ein Netzwerkkabel und bei dem Zugang der Kabel kann ja das magnetische Feld eindringen (sagt man das so?).


    Als Basis möchte ich eine große Blechkiste von Bauhaus verwenden: https://www.bauhaus.at/werkzeu…s-transportbox/p/11141700

    Beim Deckel und beim Rand (wo der Deckel aufliegt) wird die rote Farbe abgeschliffen, damit ein ordentlicher Kontakt entsteht, außen herum würde ich dann mit Kupferband abkleben.


    Das NAS selber würde ich an einer Steckdosenleiste mit Überspannungsschutz anschliessen (https://www.amazon.de/Brennens…K5G/?tag=httpswwwaustr-21) welche sich in der Kiste befindet, das Stromkabel der Steckdosenleiste geht nach draußen. Das Netzwerkkabel des NAS geht zu einem kleinen Switch (auch in der Kiste), der Switch ist an der Steckdosenleiste angeschlossen und ein Netzwerkkabel geht nach draußen.


    Idee war vor das empfindliche NAS noch 2 Sachen zu hängen die bei einem Problem ruhig kaputt gehen können ohne das es mich stört. Nur wie isoliere ich das Loch das die 2 Kabel erzeugen? Und wie bekomme ich eine Luftzirkulation zur Kühlung des NAS hin?


    Idee eines Laien: Ich verwende einen Aluflexschlauch (https://www.amazon.de/eyepower…JIA/?tag=httpswwwaustr-21) und mache ein paar Knoten hinein ... Durch diesen Schlauch (oder mehrere?) würden dann Strom/Netzwerkkabel und Frischluft/Ablauft laufen.


    Was sagt ein Profi dazu? brauchbar, teilweise brauchbar, oder selten so gelacht :)

  • Also meiner Meinung nach ist es nicht möglich ein NAS im Betrieb gegen EMP abzuschirmen. Der Pulse wird über jede Kupferverbindung eindringen und nachhaltig Schäden hinterlassen. Daher ja die Sache mit der Blechtonne und Inhalt ohne Kontakt zur hülle.


    Ich habe mir angewöhnt die Daten meines NAS regelmäßig noch auf einer externen Festplatte zu sichern und diese dann entsprechend offline zu lagern.