Allohooolische Resebbte

  • Ja, der ist nicht ohne. :unschuldig: Aber der Geschmack wird etwas weicher / runder nach einer gewissen Zeit. Darum die Ruhezeit.


    Wer den Limoncello weniger gehaltvoll haben will, braucht einfach nur weniger Alk zu nehmen. Dann vielleicht 750ml statt 1l.

  • Bin per Zufall gerade auf diesen Thread gestossen, habe gerade heute Nachmittag die Schalen von 6 Zitronen in 500ml Ethanol eingelegt, bei dem Rezept, dass ich gefunden habe, ist die abzuwartende Ruhezeit nur mit 8-10 Tagen angegeben, aber wenn ich hier so lese, dann muss ich mich wohl noch eine Woche länger gedulden :ängstlich:
    Was mich dazu bewogen hat, Lemoncello selber zu machen, ist, dass bisher sämtliche von mir gekauften Lemoncello's in der Schweiz, aber auch sehr viele aus dem Supermarkt in Süditalien nach meinem Geschmack nach grauenhaft chemisch riechen und schmecken und einen üblen Abgang haben. Es ist mir ja schon klar, dass die Massenproduktion seinen Einfluss auf die Qualität hat, aber der Unterschied zum klassischen hausgemachten Lemoncello in Italien, welcher mir zum Glück bekannt ist, hat mich sehr genervt, ist ja schliesslich der beste Schnaps/Likör für im Sommer (geht aber auch im Winter) :rolleys: Oder kennt ihr einen guten Lemoncello, den es zu kaufen gibt?
    Und jetzt bin ich sehr gespannt, wie's dann herauskommt. Schon der Anblick und die Bilder hier lösen Gelüste aus...


    Falls das Ganze ein Erfolg wird, möchte ich das auch mal mit Orangen oder Mandarinen probieren, gibt auch da einige verführerische Rezepte.


    Hier noch der Link zum Rezept, unterscheidet sich nicht stark von den bisher genannten, ausser in der Badezeit im Alkohol.
    http://www.mamas-rezepte.de/rezept_Rezept_Limoncello-15-2186.html


    http://"http://www.mamas-rezepte.de/rezept_Rezept_Limoncello-15-2186.html"

  • Jeder - oder zumindest die Meisten, die einen Zwetschgen- oder Pflaumenbaum im Garten stehen haben, kennen die Problematik jedes Jahr im Sommer - wohin mit den ganzen Früchten?


    Bei mir war es dieses Jahr einfrieren und dörren. previval.org/f/index.php?attachment/39806/


    Etwas einfacher ist in der Regel die Frage mit den Kernen. Die wandern in der Regel in den Mülleimer. Aber eigentlich ist dies gar nicht nötig. Eigentlich sind diese viel zu schade um Wegzuschmeißen. Denn aus diesen lässt sich ein leckerer Amaretto herzaubern.


    Dazu säubert man die Kerne soweit, dass keine Fleischstücke mehr dranhängen (ich gehe jetzt nicht grad mit der Bürste dahinter, aber das Fruchtfleisch sollte soweit weg sein, dass man sagen kann, die Kerne sind frei von Fleisch.
    Ich habe die Kerne von 5 kg Zwetschgen gesammelt und in ein Einmachglas gefüllt.
    previval.org/f/index.php?attachment/39807/


    Dazu werden 200 Gramm Zucker gegeben - in meinem Fall Kandiszucker, es geht aber auch mit normalem Zucker
    previval.org/f/index.php?attachment/39808/


    Anschließend 900 ml Rum genommen (auch das ist Geschmackssache, andere mögen lieber Korn, wiederum andere lieber Vodka - mind 30% Alkoholgehalt sollte es aber schon haben)
    previval.org/f/index.php?attachment/39809/


    Alles ins Einmachglas gefüllt, Glas verschlossen und gut Durchschütteln.
    Anschließend wird der Ansatz für mind. 8 Wochen stehen gelassen - von Zeit zu Zeit wieder ein bisschen Schütteln.


    Danach können die Kerne abgesiebt werden und der Amaretto genossen werden.
    Erfahrungsgemäß wird er aber noch besser, wenn er danach nochmals ein paar Monate reifen kann.


    previval.org/f/index.php?attachment/39810/


    Übrigens, nach dem Ansetzen ist wieder vor dem Ansetzen... die Kerne kann man wieder in Glas geben und mit der gleichen Menge Zucker und Alkohol wieder zu Amaretto reifen lassen (eine Quelle berichtete davon, dass die Kerne sich sogar 6x wiederverwenden ließen. Allerdings weiß ich nicht, ob diese dann nicht schon etwas ausgelaugt sind.


    Um die Frage mit der Blausäure zu beantworten, die Blausäure gerät nicht in den Ansatz. Wichtig ist, dass die Kerne (Schale) ganz sind - also keine Löcher, Verletzungen die bis zum Keimling gehen und schon gar nicht mit dem Nussknacher geknacht. Dann ist der Ansatz einwandfrei und schon öfters getrunken worden - außer Birnenbrummen am nächsten Morgen hatte ich bisher noch keine bösen Nebenwirkungen von diesem Amaretto. :unschuldig:

  • Vodka,
    Ahornsirup,
    1 Schote Zimt,
    1 Schote Vanille.


    Vodka austrinken, dass ein paar EL (je nach gewünschter Süße) Ahornsirup und die Schoten in der Flasche Platz finden.
    Vanilleschote aufschneiden und im Ganzen in die Flasche geben. Zimt ebenfalls komplett rein. Mit Ahornsirup auffüllen und stehen lassen.
    Gelegentlich mal schütteln, aber ein paar Jahre der Ruhe kann man dem Gemisch schon gönnen. Wird dadurch ja nicht schlechter ;-)

  • Moin Worber,

    moin @ll,


    ich grab den alten Faden mal wieder aus, weil mich da eine Nachfrage beschäftigt.

    (Nicht dass mich noch einer der Leichenschändung bezichtigt ... 🤓)


    Ich hatte dieses Jahr „auf den letzten Drücker“ mal wieder Walnüsse zum Baden geschickt.

    Nun zur Frage:


    Wenn ich später den Ansatz weiter verarbeite - was für Zucker ist am besten geeignet?


    Innerlich würde ich ja zu Kandis neigen, was sagt der Fachmann? Doch lieber normalen (Rohr-)Zucker? 🤔


    Fragende Grüße vom


    ksbulli

    Hier wird das Licht von Hand gemacht ... und der Motor gehört nach hinten!

  • Warum nicht Kandis nehmen ?

    Ich mache sowas frei Schnautze.

    Und nehme den Zucker der mir gerade gefällt

    ... weil ich mich beim ersten Versuch gerne an das originale Rezept halte - variieren kann ich später immer noch ad gusto. Aber einmal lasse ich es so wie es ist, um den „Originalgeschmack“ erst einmal kennen zu lernen!

    Hier wird das Licht von Hand gemacht ... und der Motor gehört nach hinten!

  • Gerade bei alkoholischen Getränken sollte man sich an die Rezeptangaben halten, vor allem beim Zucker. Beim Likör nehme ich entweder normalen Kristallzucker oder den besseren Rohrrohzucke. der letzte hat bedeutend mehr Geschmack. Zudem koche ich den Zucker auf und so entsteht Invertzucker, der aber etwas an süsse verliert. Zudem ist Invertzucker verträglicher da er sich in Traubenzucker (Glucose) und Fruchtzucker (Fructose) aufspaltet.

    Berechnung der Anteile der Zuckerlösung: Rohr oder Rübenzucker, beide sind chemisch identisch. Wenn man einen Liter Zuckerlösung herstellen will, dann benötigt man 625 ml Zucker und 375 ml Wasser. Das ganze wird solange aufgekocht bis der Schaum sich legt und eine klare Zuckermasse ergibt. Danach abkühlen lassen. NIE in heißem oder Zustand dem Alkohol beimischen. Auch sollten vorher die Früchte aus dem Alkohol genommen, und das ganze durch ein Tuch geseit werden. Danach die handwarme Zuckerlösung dazugeben. Wer das genauer rausfinden will der sollte sich das Kitzinger Weinbuch von Arauner besorgen. Da steht alles über Wein und Likörherstellung drin.