Destilliertes Wasser als Vorrat?

  • Wenn man auf den Mineralwasser Flaschen im Supermarkt auf das MHD schaut, stellt man schnell fest, dass die angegebene Haltbarkeit ca. 6 Monate beträgt. [...]


    Destilliertes Wasser im Kanister. Kostet kleines Geld und ist, bei richtiger Lagerung, über Jahre hinweg haltbar.


    Wieso sollte destilliertes Wasser im Kanister länger haltbar sein als z.B. Mineralwasser in der Glasflasche? Zum einen ist m.M.n. die Aufbewahrung in der Glasflasche besser bzgl. Haltbarkeit als Lagerung in Plastik. Zum anderen: Mineralwasser ist als Lebensmittel gedacht, wird also unter entsprechend hygienischen Bedingungen abgefüllt. Destilliertes Wasser ist, wenn es nicht gerade für Laborzwecke verkauft wird, i.d.R. nicht so sehr auf den Hygiene-Aspekt ausgelegt. Ich würde dem Mineralwasser eher trauen, das wird auch nach Ablauf des MHD nicht unbedingt schlecht. Und wenn Mineralwasser mit Kohlensäure statt stilles Wasser nimmst, sollte das durch den etwas saureren pH-Wert nochmal länger halten.

  • Sesa , zBsp. für die Langzeitlagerung von Wasser gibt's einige Threads, da findest Du massenhaft gute Info's.

    Die SuFu ist Dein Freund.

    Sparen kannst du mit Leitungswasser. Das ist wirklich die billigste Variante; und nicht die schlechteste...

    Vergiss destillatgleiches Wasser, das ist für technische Zwecke gedacht, nicht für den menschlichen Konsum.


    LG WTG

    Die Party ist vorbei!

  • könnte man destilliert Wasser + "mineraltabletten" einlagern und somit dann bei Verwendung das Wasser wieder zum Trinkwasser machen?


    Ich trinke zwar sehr gern stilles Wasser, aber rotieren mach für mich keinen Sinn, da ich das hier sehr gute Leitungswasser trinke, was nur einen Bruchteil von flaschenwasser kostet und nicht aufwändig transportiert werden muss.

    Destilliertes Wasser wird durch Verdampfen gewonnen. Man kann im Nachhinein dem Wasser Mineralien zuführen. Hiefür gibt es Mineralientropfen oder Brausetabletten.

    Ich bevorzuge mildes Quellmineralwasser in Glasflaschen, das hält lt. MHD 2 Jahre, wir wissen aber, dass es länger hält, aber in der Rotation wird es dennoch kein Jahr alt.

  • Wieso sollte destilliertes Wasser im Kanister länger haltbar sein als z.B. Mineralwasser in der Glasflasche? Zum einen ist m.M.n. die Aufbewahrung in der Glasflasche besser bzgl. Haltbarkeit als Lagerung in Plastik. Zum anderen: Mineralwasser ist als Lebensmittel gedacht, wird also unter entsprechend hygienischen Bedingungen abgefüllt. Destilliertes Wasser ist, wenn es nicht gerade für Laborzwecke verkauft wird, i.d.R. nicht so sehr auf den Hygiene-Aspekt ausgelegt. Ich würde dem Mineralwasser eher trauen, das wird auch nach Ablauf des MHD nicht unbedingt schlecht. Und wenn Mineralwasser mit Kohlensäure statt stilles Wasser nimmst, sollte das durch den etwas saureren pH-Wert nochmal länger halten.

    Jein. Ich hab ja auch schon in dest. Wasser Verkeimungen erlebt. Allerdings können die Viecher da drin nicht/nur sehr schlecht Wachsen, da auch ihnen dazu die Mineralstoffe fehlen. Da ich es ebenfalls abkochen würde, sehe ich keine Notwendigkeit für mich dest. Wasser einzulagern.

    Prioritäten setzen heißt auswählen, was liegen bleiben soll.

  • Es stimmt grundsätzlich, dass man destilliertes Wasser trinken kann.


    ABER:


    Bei destilliertem Wasser hätte ich Bedenken, dass etwaige Produktionsfehler und das Einbringen von Bakterien nicht entdeckt werden würde, weil es vermutlich nicht die selben Standards erfüllen muss wie Trinkwasser und entsprechend wenig (oder überhaupt?) kontrolliert wird, da offiziell kein Lebensmittel. Wäre mir zu riskant.


    Bevor ich verdurste, würde ich aber natürlich auch destilliertes Wasser trinken. Mittel der Wahl für dein Heimvorrat kann das aber nicht sein. Besonders bei Eigenmarkenwasser-Preisen von 0,19 Euro pro 1,5 Liter PET-Flasche.

  • Mittel der Wahl für dein Heimvorrat kann das aber nicht sein.

    Wasser ist nicht nur zum trinken da. Mittlerweile ist Brauchwasser für mich jederzeit über Brunnen zugänglich, aber als wir damals noch eine kleine Stadtwohnung hatten, wäre das schnell zum Hauptproblem geworden.

  • Das machen Coca-Cola und Co auch. Nennt sich dann Tafelwasser.

    Nicht ganz.

    Unter Tafelwasser wird Wasser verstanden, das aus Trinkwasser (Trinkwasserverordnung4 und Codexkapitel B 1 „Trinkwasser“), natürlichem Mineralwasser oder Quellwasser (Mineralwasser- und Quellwasserverordnung9), unter Verwendung einer oder mehrerer im Abs. 2.2.3 angeführten Zutaten, hergestellt wird.

    Bei Tafelwasser mit einem Mindestgehalt von 4 g/l Kohlenstoffdioxid kann die Bezeichnung "Sodawasser" lauten.

  • Ihr Österreicher seid manchmal komisch. 😁 In Deutschland gilt Tafelwasser als Wasser aus verschiedenen Quellen, gerne also einfach nur Trinkwasser, dass vor Verwendung demineralisiert wird, also technisch nichts anderes als destilliertes Wasser ist, um anschließend eine definierte Menge an Mineralien hinzuzusetzen.


    Also ist es, technisch gesehen, möglich aus destilliertem Wasser Tafelwasser zu machen.

    aus DE gesendet...

  • Ihr Österreicher seid manchmal komisch. 😁

    Wir unterscheiden sogar das "Aufwässern" des Weines mit Wasser in "Gspritzter" oder "Mischung". A Gspritzter ist mit Soda, a Mischung mit Mineralwasser. Oder wenn Du bei uns eine Apfelschorle bestellst, ist das immer mit Soda (Leitungswasser mit Kohlensäure versetzt). Ansonsten musst Du brav Obi (Apfelsaft) mit Mineralwasser bestellen und bekommst es dennoch mit Soda. So sind wir :)

  • Technisch möglich schon, aber das wäre doch sehr aufwändig und teuer durch Destillation ein Wasser herzustellen, welches dann als günstiges Tafelwasser eingesetzt werden soll.

    Ja, deswegen gewinnen die Unternehmen wie Coca-Cola und Co ihr Wasser auch durch Demineralisierung. Hintergrund: sie wollen eine definierte Menge Mineralsalze ihren Tafelwassern hinzusetzen, damit sie überall völlig unabhängig vom verwendeten Trinkwasser, absolut identisch schmecken.

    aus DE gesendet...

  • ... In Deutschland gilt Tafelwasser als Wasser aus verschiedenen Quellen, gerne also einfach nur Trinkwasser, dass vor Verwendung demineralisiert wird, also technisch nichts anderes als destilliertes Wasser ist, um anschließend eine definierte Menge an Mineralien hinzuzusetzen.


    Also ist es, technisch gesehen, möglich aus destilliertem Wasser Tafelwasser zu machen.

    Naja, nicht ganz.


    (1) Zur Herstellung von Tafelwasser dürfen unbeschadet der Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2008 über Lebensmittelzusatzstoffe (ABl. L 354 vom 31.12.2008, S. 16) außer Trinkwasser und natürlichem Mineralwasser nur verwendet werden:


    1. Natürliches salzreiches Wasser (Natursole) oder durch Wasserentzug im Gehalt an Salzen angereichertes natürliches Mineralwasser,

    2. Meerwasser,

    3. Natriumchlorid,

    4. Magnesiumchlorid.


    Magnesiumchlorid nach Satz 1 Nummer 4 und Magnesiumcarbonat dürfen nur bis zu einer Gesamtkonzentration an Magnesium von 77 mg/l im angereicherten Tafelwasser zugesetzt werden.


    (2) (weggefallen)


    (3) Tafelwasser darf nur so hergestellt werden, daß die in § 6 in Verbindung mit Anlage 2 der Trinkwasserverordnung für Trinkwasser festgelegten Grenzwerte für chemische Stoffe eingehalten sind.


    (3a) (weggefallen)


    (4) (weggefallen)


    Nachzulesen hier :Verordnung über natürliches Mineralwasser, Quellwasser und Tafelwasser (Mineral- und Tafelwasser-Verordnung)

  • Destilliertes Wasser wird doch in nicht-lebensmittelechten Kanistern verkauft, wo man die Weichmacher quasi schon riechen und anfassen kann....


    Trinkwasser in Glasflaschen, ist unbegrenzt haltbar und sauber... Brauchwasser in Kanistern, muss man doch dann auch nicht großartig behandeln... Destilliertes Wasser wäre mir persönlich als Brauchwasser zu teuer....