Zelten mit Kind

  • Hallo Foris !


    Mit meiner Nichte (4 Jahre jung, Scheidungskind, kleine, schlaue Zicke) habe ich vor, eine Nacht lang zu zelten. Für mich alleine kein Problem, aber mit Kind doch paar Probleme.


    Platzwahl : im Garten/Hinterhof erscheint zu einfach, daher eine kleine Wiese in der Nähe von Aussiedlerhöfen ausgesucht, mit dem Eigentümer gesprochen, geht klar.


    Das Zelt : bin stolzer Besitzer eines Wechsel Pathfinder, könnte aber arg eng werden, ist ein sehr großzügiges 1-Mann-Zelt, aber die Kleine braucht viel Platz. Entweder ich schlafe draußen, oder schlafe gar nicht.... Alternativ liebäugele ich mit einen einfachen 2-Mann-Kuppelzelt, erstmal nichts Besonderes, einfach geräumig und einigermaßen atmungsaktiv. Es ist ja Sommer.


    Isomatte : für die Kleine will ich eine selbstaufblasbare Isomatte kaufen, Preise gehen ab ca. 15€ los... habt ihr Tipps ?


    Proviant : habe diverse Konserven gekauft, deren Inhalt man auch kalt verzehren kann, würde aber gerne ein kleines Esbit-Feuer anzünden und etwas im Topf oder in der Pfanne aufwärmen, wegen dem Camping-Faktor. Komme wohl nicht umhin, etwas Speiseöl mitzunehmen. Gibt es Alternativen in Würfelform oder kleines Gebinde ? so 50-100ml ? Will keine 1L Flasche mitschleppen, auch wenn wir mit dem Auto (4x4 Golf Variant) bis an die Location fahren können.


    Schutz : was kann ich gegen eventuell frei laufende, aggressive Hunde unternehmen ? Pfefferspray? Welches ? Und noch etwas : Jäger !! Da es eine Wiese nahe von Aussiedlerhöfen ist, auf der auch hin und wieder Pferde grasen dürfen, rechne ich nicht unbedingt mit Grünröcken. Trotzdem, nach einiger Erfahrung mit diesen Individuen (Alkohol und Gewehr immer trennen, Gewehr in der linken Hand, Kornflasche in der rechten - oder umgekehrt), möchte ich nicht beim Kacken im Gebüsch unter Beschuss genommen werden. Also, was tun ? Laterne oder gar mehrere platzieren ? Reflektorstreifen ?


    Möchte nicht naiv und unbedarft rüberkommen, aber es ist mehr als nur einfaches Biwak für eine Nacht, habe die Verantwortung für meine kleine Nichte und es darf NICHTS schiefgehen !


    Alles an Ausrüstung kann mit dem Wagen transportiert werden, soll natürlich kein Overkill werden. Wiederholung absolut gewünscht. Ansonsten wird viel dabei sein, Spaten (wegen Loch für Notdurft), Klopapier, erste Hilfe, Wasser/Getränke, Licht, Handy, Messer, Kleidung, Nahrung, Schlafsäcke, Funkgeräte (zum üben, PMR) etc.

  • Nix für ungut aber weniger grübeln und mehr machen.
    Sorry ich hab schon oft mit unseren Kids Mal ne Nacht draussen gemacht. Mal mit Mal ohne Zelt, Mal auf ner Wiese, Mal im Wald...
    Falls du wirklich Angst vor wilden Hunden hast nimm nen Pfefferspray mit.
    Bzgl. des Zeltes würde ich das Wechsel nehmen. Meine Erfahrung ist das Kinder im Zelt die Nähe der Begleitperson suchen. Du wirst sehen die 4 jährige braucht kaum Platz.
    Bzgl. der Jäger habe ich mir noch nie nen Kopf gemacht. Falls du dich da aber absichern willst zieh ne Warnweste an. Ich hab noch keine Rehe im Wald mit Warnwesten gesehen. Das sollte selbst der Jäger mit der kornflasche in der Hand merken (wobei mir noch nie ein solcher begegnet ist).
    Hey wir haben Sommer und sind in Mitteleuropa. Dein Auto wird nur wenige Meter weg stehen...

    -= NUNQUAM NON PARATUS =-

  • Sorry, will weder Jäger als Trinker darstellen, noch Hunde vernichten. Aber Sicherheit geht vor. Hier in der Gegend gab es schon mal einen Jagdunfall. Und soweit die Lästermäuler erzählen, haben vorher die Beteiligten sehr viel Alkohol konsumiert...

  • Hallo zusammen,


    Zitat von wolpertinger;307945

    Sorry ich hab schon oft mit unseren Kids Mal ne Nacht draussen gemacht.


    absolut kein Vergleich! Es waren Deine Kinder! Mit "fremden" Kindern (gerade wenn man selber keine hat) ist das was gaaanz anderes!!!!!


    Aber Grundsätzlich hat Wolpertinger Recht -> weniger grübeln!


    Es gehört für mich dazu, dass irgend etwas schief läuft, ein Tier ums Zelt streift, die Polizei mit Taschenlampe auftaucht, die Luftmatratze Luft verliert, ein Platzregen ausbricht, man die Ravioli kalt essen muss, ..... Gerade das ist es was das Zelten spannend macht, es ist ein Hauch von Arbenteuer! ;-)
    Es kann immer etwas schief gehen, .... nein, es sollte etwas schief gehen!


    Entledige Dich ein Stück von der Verantwortung (bzw. hole Dir Rückendeckung), sag der Mutter, was genau Du vorhast und wo Du Zelten wirst! Wenn Sie keine Bedenken hat (und das wird sie vermutlich nicht) brauchst Du sie auch nicht zu haben! Wenn Sie doch Bedenken hat, ist sie womöglich eine übervorsichtige Glucke und egal was auch passiert, Du bist dann eh "der Doofe", in dem Fall, geh also leiber mit Deiner Nichte ein Eis Essen... Anders wirst Du es der Mutter eh nicht recht machen können! ;-)


    Ich übernehme nur noch die Verantwortung, wenn die Eltern eine gewisse Grundgelassenheit an den Tag legen, und wenn die das tun, kann ich (Kannst Du) das auch...


    Vier Jahre ist nicht all zu alt, für die wäre vermutlich auch schon zelten im Garten toll! Ich hätte kein Problem im Hinterhof anzufangen, die Toilette ist nahe und Mama ggf. auch! Es ist keine Schande sich langsam ran/weg zu tasten! Ganz ehrlich, ich würde klein (im Hinterhof) anfangen, nicht weil ich Angst (vor Jägern, Hunden, oder sonstwas) hätte, sondern um dem Kind den Einstieg leicht zu machen!
    Wichtig ist, das es dem kind gefällt!!! Und Kinder brauchen oft nicht viel! Das erste mal habe ich mit unseren Kindern im eigenen Garten gezeltet und abends im Schlafsack gesungen, dass ist auch übrigens das, was sie am meisten beeindruckt hat:
    https://www.mundmische.de/bede…edaempftes_Licht_im_Saale


    Gruß Wasser

    Nein, ich gehe nicht immer den Weg des geringsten Widerstandes - ganz im Gegenteil!

  • Wenn du eine Feuerschale, Unterteil eines alten Grills oder so mitnimmst, kannst du ein kleines Lagerfeuer darin machen (wenn du etwas Grillkohle mitnimmst, wird das Feuer robuster und "pflegeleichter"). Wenn man nun an den Rand des Feuers einen größeren ebenen Stein legt, hat man eine schöne Wärmfläche für ein Heißgetränk (wir haben schon Bionade als "Glühwein" zubereitet). Und man kann sich passende Stöcker zurechtschnitzen und Würstchen und Stockbrot über die Glut halten, dazu am Feuer sitzen und die Sterne beobachten.
    Ich würde nicht unbedingt unterschreiben, dass Kinder dieses Alters wenig Platz brauchen. Meine schliefen so ruhig wie ein Hubschrauber im Steigflug. Wenn du daneben liegst und schlafen willst, ist das nicht immer einfach. Aber auch ein kleineres Zelt plus Tarp als Vorzelt (oder stabil trockenes Wetter) kann einem die Nacht verschönern. Im letzteren Fall dann mit direktem Blick auf den Sternenhimmel, dann ist ein imprägnierter Schlafsack oder Biwaksack eine gute Idee, oder leg ihn erst draußen aus, wenn der Tau schon gefallen ist.
    Eine kleine stabile Schaufel für den Spatengang reicht normalerweise. Meine Kinder waren da nie besonders anspruchsvoll. Man kann auch erst verrichten, dann graben, das erleichtert das Zielen.
    Für eine gewisse Grundhygiene (klebrige Münder/Hände in Kombination mit anwesenden Insekten) ist es gut, etwas mehr Wasser und ggf. einen Waschlappen dabeizuhaben, der Lappen bleibt in einer verschlossenen Plastiktüte lange einsatzfähig. Alternativ würden Feuchttücher auch gehen.
    Für den Morgen danach würde ich Frühstück mitnehmen, welches das Kind kennt und mag (Kakao, Nutella, Aufbackbrötchen usw.), Insektenmittel für "nach dem Stich", Pflaster/Verbandsmaterial (sie will bestimmt selber schnitzen (unter Aufsicht), Bagatellverletzungen sind nicht selten), 1 Satz Wechselklamotten. Wenn die Mutter des Kindes nicht sehr drecktolerant ist, wasch sie vor der Rückgabe und zieh ihr sauberes Zeug an.

  • Moinsen zusammen,


    Wir haben ja nun doch schon ein paar eigene Kinder mit denen wir jede freie Minute draussen verbringen und es schließen sich auch immer wieder Kinder von Freunden und bekannten an. Ich glaube also das ich einen halbwegs qualifizierten Senf dazu abgeben kann.


    Zunächst. Wasser und Wolpertinger haben recht. Einfach ein bisschen mehr intuitiv vorgehen und einfach machen.


    Ein paar Dinge möchte ich Dir aber doch ans Herz legen.
    - Pfefferspray ist gut. halte es aber zwingend bei dir am Mann. Die Zwerge nehmen sowas schon mal gern als Deo oder Lufterfrischer.
    - Rechne beim Zelt immer 1+. Soll heißen bei 1 Person ein 2Mann Zelt, bei 2Personen ein 3Mann Zelt usw. Platz ist wichtig und da Du deinen Biwak
    Platz ja mit dem PKW anfahren kannst sollte das auch Gewichtsmässig kein Problem sein.
    - Nimm ein First Aid Kit mit. Pinzette, Zeckenzange und Kinderpflaster sind wichtig.
    - Eine eigene Taschenlampe für die Kleine ist gut. Gibt ihr Sicherheit und das Gefühl nicht mehr klein zu sein.
    - Behandele die Kleine wie eine kleine Erwachsene. Erkläre ihr Alles was sie wissen möchte ganz genau. Es macht Dir einfach das Leben leichter,
    denn wenn die Kleinen sich ernst genommen fühlen wirst Du dich wundern wie Teamfähig so kleine Menschen schon mit 3-4 Jahren sein können
    und was man aus ihnen heraus bringen kann.
    - Wenn Du dir Sorgen um Deine Sichtbarkeit machst, nimm rückstrahlende oder flurozierende Heringe, Abspannleinen. Vielleicht etwas
    rückstrahlendes Tape. Für sich selbst und die Kleine wie schon gesagt wurde, ne Warnweste.
    - Zum kochen würde ich kein Esbit nehmen. Das ist in meinen Augen nur was für den Notfall oder wenn man allein unterwegs ist. Ich würde vielleicht
    nen HoBo empfehlen. Aber Du mußt immer nen Auge auf die Kleine haben und hast keine Zeit dich um ein gleichmässiges beheizen des HoBos zu
    kümmern. Besser nen multifuel oder Gaskocher.
    - Ist die Kleine trocken? Wenn sie noch Windeln um hat hast Du es leichter. Ein kleines Mädchen davon zu überzeugen in den Wald zu sch... ,
    nachdem sie sich gerade an den Gang zur Toilette gewöhnt hat ist ein echtes Problem was im wahrsten Sinne des Wortes oft in die Hose geht.
    Abhilfe schaft auch im Wald und auf der Weide ganz gut ein Töpfchen. Erinnere sie öfter mal an den Gang zur Toilette. Jungs sind da bedeutend
    pflegeleichter.


    So das soll es erstmal gewesen sein. Wenn Dir noch was einfällt, immer heraus damit.


    Unser letztes Biwak war übrigens Vatertag mit 5 eigenen Kindern zwischen 2 und 16 einer Kindergartenfreundin von 5 jahren und einem Erwachsenen . Benutzt haben wir ein Empress6 und einem Highlander Blackthorn2.


    Schönen Gruß und gutes Gelingen
    littlewulf

    1800 wie 2020 = 1Oz Gold = 1 Maßanzug! Geld ist übrigens aus Papier.

  • Nur soviel, da schon vieles gesagt wurde:


    Ich als Angler meine zu wissen, dass im Sommer keine Jagdsaison ist. (Nur eine Annahme, nicht gegoogelt;-))


    Und als Anregung von wegen Hunde...
    Halte einfach ein paar Stöckchen zum werfen parat. Wenn ein Hund daher kommt, zeigen und werfen. Wirst dich wundern wie der reagiert. Die können eigentlich fast nicht anders als hinterher :grosses Lachen:
    Hat mal ein Jogger im Englischen Garten zu München gemacht. War eine Schau. Die komplette Meute hat abgedreht und sich um Stöckchen gebalgt.


    Für wichtig halte ich auch, dass die Kleine die Möglichkeit hat selber zu Kochen, Grillen usw. Das macht den Plagen so richtig Spaß nach meiner Erfahrung.
    Taschenlampe, Taschenmesser halte ich auch für Pflicht. :Gut:
    Nix schmeckt doch besser als die Wurst, die vom selbstgeschnitzten Stock ein paar mal schon ins Feuer gefallen ist... :-)


    meint
    der Boxer,
    der früher Zeltlager für Kinder durchgeführt hat

    Das Leben ist das, was dazwischen kommt, wenn man alles geplant hat

  • @Boxer das stimmt so nicht ganz es ist Jagdzeit führ Rehböcke und Schwarzwild jedoch keine "Hochsaison".
    @beprudent ich würde mir nicht so viele Sorgen machen schon garnicht vor angetrunkenen Jägern das habe ich noch nie erlebt! Achte lieber darauf das ihr nicht unter einem Baum mit Totholz zeltet.


    Wenn du Material kaufen möchtest für die Aktion würde ich zu Decathlon gehen und dort schauen was es gibt die haben eigentlich alles was man für solch eine Aktion benötigt zu annehmbaren Preisen.

  • Mit 4 Jahren sollte sie schon 3 Jahre trocken sein. Trotzdem kann nach einem erlebnisreichen Tag mal ein Mißgeschick passieren. Ist ja kein Problem, da wird der Schlafsack halt wieder getrocknet.
    Da es ja eine kleine, schlaue Zicke ist, kann sie ja ihren Rucksack schon selbst packen, unter Beobachtung. Das erhöht die Vorfreude. Lieblingspuppe nicht vergessen.
    Zelten ist Teamwork, lass sie alles mitmachen. Tiere waren nie ein Problem bis auf Mücken und Bremsen.
    Viel Spaß , Roman

  • Hallo Roman,


    Ich gebe dir in fast allen Punkten recht, aber wie kommst du darauf:


    Zitat von roteto;307956

    Mit 4 Jahren sollte sie schon 3 Jahre trocken sein.


    Das war bei unserem Junior und auch bei Bekannten und Verwandten anders.
    Hast Du eigene Kinder? Wenn das bei Euch so war, dann :Gut:. Ich denke aber, der Regelfall sieht anders aus.


    BTT:
    Wenn die Kleinen noch eine Windel brauchen, sollte man sie vor dem Einschlafen nicht zu viel trinken lassen (oder halt zwischendurch nochmal Windel wechseln): eine Windel hat begrenzte Aufnahmekapazität. Wenn die erschöpft ist, hat man den Schlafsack trotzdem nass.
    Das ist nicht schlimm, wenn man nur eine Nacht draußen ist, wenn man mehrere Nächte oder Wochen unterwegs ist, kann man ein Problem haben, den Schlafsack, bis zur nächsten Nacht, wieder trocken zu bekommen.


    Gruß, Herr Survival

    -<[ N u n q u a m - N o n - P a r a t u s ]>-

  • mmmhhhh...


    Ich habe keine Nichten, nur 6 Neffen. Und natürlich unseren Sohn. Wir sind genetisch eine männerdominierte Familie seit 5 Generationen...
    Ich habe nur eine Cousine und sogar 2 Großgroßcousinen...


    Mit einem kleinen Neffen war ich noch nie zum campen. Aber mit unserem Sohn so ab 3. Lebensjahr.


    Meine Erfahrungen sind, es kommt immer auf die Mutter an. Klar, da ist die Prägung am größten.


    Ansonsten sind dann die Kleinen meist pflegeleicht wenn man auf die altersgerechten Bedürfnisse angeht.


    Unser hat mit ca. 3 oder 4 in der Sahara mal beim Spatengang gemault, "ich will auf eine richtige Toilette..." Als wir am nächsten Tag in den Dünen 2 schweizer 4x4-Ivecos sahen, zeigte meine Gudsde drauf und sagte "ab jetzt sowas mit Bad und Toilette". Gut. Hab ich dann umgesetzt.


    Heute ist unser Sohn erwachsen und bzgl Camping gestählt. Nordafrika, Südafrika, RUS, UA, Baltikum, EU, Tagebaue usw.


    Ob ich mit einem Neffen oder einer (nicht existierenden) Nichte gecampt hätte? Kaum...


    Ansonsten würde ich bei 4jährigen den Spatengang üben oder ne Campingtoilette mitnehmen oder eine Feldtoilette errichten . Klar sollte eine 4jahrige trocken sein, aber für die Nacht sind Pampers-Trainerhöschen sinnvoll. Auch wenn der Nachwuchs mault! Gutenachtgeschichten sind wichtig, egal ob erzählt, per Elektronik usw. Auf Angstprobleme der Kleinen muß man sich einstellen.

  • Hm, doch so viel Rückmeldungen, finde ich gut, danke !


    Reflektorwesten, klar ! Auf die Idee kam ich gar nicht, obwohl drei davon im Auto liegen... Danke.


    Ansonsten sind wir seit über einem Jahr "stubenrein", zwar etwas spät, meine ich, aber immerhin soweit ich weiß, passieren keine "Unfälle". Die Armee von Kuscheltieren kommt natürlich auch mit.


    Bleibt noch die Frage nach dem Pfefferspray. Klein, handlich, effizient. Verlässt natürlich nicht meine Tasche, solange nicht notwendig.


  • Zum pfefferspray gibt es gefühlt 1.000.000 Beiträge und co. Einfach die SuFu nutzen ;)
    wichtiger als pfefferspray für Hunde und Schutz vor besoffenen Jägern (beides für mich so unwahrscheinlich wie ne Begegnung mit dem jeti) ist gescheiter mückenschutz!
    Wenn du die lütte zerstochen zurück gibst kommt das nicht gut ;)



    ansonstenkann ich dir nur e mpfehlen, bleib gelassen und mach dir nicht so viele Gedanken, sonst bleibt der Spaß auf der Strecke und das ist mM nach das schlimmste was schief gehen kann!

  • Aus eigener Erfahrung (mit Daunenrucksack :weinen:): selbst wenn das Kind schon ein, zwei Jahre trocken ist, kann in solchen Situationen immer noch ein "Unfall" geschehen. Einfach mal mit dem Gedanken anfreunden...


    Mit besten Grüßen vom mehrfach elternden Hessen

  • Ich finde auch eher, dass ein Kind nicht viel Plaz einnimmt. Selbst im kleinen 2-Mann-Zelt habe ich mit meinem Kind (8) noch Platz, um im Fußraum des Kindes noch einiges an Zeug zu lagern.


    Zumindes bei meiner Tochter wundere ich mich immer wieder. Manchmal macht sie erstaunlich viel mit, ist lange dabei, will alles selbst (Taschenlampe, Messer, Feuer, ...) und manchmal ist sie nach eine verhältnismäßig kleinen Abenteuer schon müde. Dann ist es gut, wenn man ein Lieblingsbuch dabei hat oder eins, was zum Thema passt (Kinderbuch über das Zelten, den Wald und ein paar Tiere).
    Die meisten Mädchen kannst du mit Tierchen und Blümchen begeistern. Frag die Mutter nur vorher mal, ob sie sich vor Spinnen oder sonst was gruselt / ekelt.
    Meine sammelt bis heute gerne Blätter, BLumen, Steine, Zapfen usw.


    Und nimm ein paar Kinderpflaster mit. Beim kleinsten Kratzer kann die Welt untergehen. Wenn du dann ein Pflasten mit einem Tier oder einer Prinzessin hast, ist der Kummer nur noch halb so schlimm.

  • Hallo Herr Survival,
    3 eigene Kinder. Allerdings gab es damals noch Stoffwindeln und die waren halt dann nass und das war anscheinend den Kindern unangenehm.
    Bei den Mädchen ging es schneller, der Junge brauchte etwas länger aber mit 1-2 Jahren waren sie trocken. Klar passierten ab und zu mal Mißgeschicke.
    dDafür hatte ich immer reichlich Wechselwäsche mit und eine Wäscheleine. Die wurde immer als Erstes gespannt um die Schlafsäcke auszulüften.
    Roman

  • So.


    Geschafft !


    Und schön war´s!


    Wir sind auf einen Garten im Taunus ausgewichen, dadurch waren schon mal Jäger und Hunde ziemlich unwahrscheinlich.


    Als Zelt haben wir ein HighPeak Nevada benutzt, welches als 3-Mann-Zelt deklariert wird, für zwei dadurch absolut ausreichend. Da sehr warm zur Zeit, haben wir nur das Innenzelt aufgebaut. Mit Feuchtigkeit im Zelt keinerlei Probleme. Über dem Zeltboden eine Picknick-Decke, dazu noch zwei No-name selbstaufblasende Isomatten und zwei No-name Sommerschlafsäcke. Vollkommen ausreichend, die kleine Maus blieb über Nacht eingepackt, hat nicht gefroren. Das "Problem" war, dass die Geräusche der Insekten draußen sie lange nicht schlafen ließen.


    Getestet habe ich auch einen kleinen (nachgemachten) Esbit-Kocher und (echte, die kleinen) Esbit-Würfel. Absolut geniale Sache ! Haben trotz doofen Camping Kochtopf (Alu, beschichtet, aber sehr kratzempfindlich) OHNE Topfdeckel 6 Eier kochen können, dabei natürlich fast die halbe Packung Esbit verbraucht.


    Zusätzlich einen einfachen, aber schlau gemachten Klappgrill von Lidl getestet. Geniales Teil ! Absolut empfehlenswert.


    Leider hatten wir keine Trinkwasserquelle, ein Brunnen mit Handpumpe förderte aber genug trübes Wasser, um Katzenwäsche zu betreiben. Wir konnten auch mit dem Auto nah genug heranfahren, um nicht weit schleppen zu müssen.


    Fazit :


    1. Esbit "Hobo" kommt ab nun immer und überall mit


    2. Vernünftiges Titan Geschirr muss gekauft werden (übrigens, gibt es Quellen für Ausrüstung aus Russland ? Soll preislich sehr angenehm sein)


    3. Weniger ist mehr, wenn das Kind Hunger hat, isst es, was da ist (die Kleine hat richtig zugeschlagen und nicht gezickt)


    4. "Gear porn" ist nicht notwendig (- aber trotzdem nice to have)

    5. Kinder haben ihr eigenes Tempo und eigene Bedürfnisse, wenn man die aber respektiert, klappt alles ganz gut - auch mal 2 Minuten unbeaufsichtigt


    6. ...


    7. ...


    8. Wiederholung garantiert !

  • Hallo beprudent, meine kleine (4 Jahre) wollte dieses Jahr auch draußen schlafen.


    Daraufhin habe ich ein ur ur altes Zelt rausgekramt, wir haben dann die erste Nacht draußen im eigenem Garten verbracht, mit Lagerfeuer, Stockbrot, Würstchen... Es hat an nichts gemangelt, wir hatten einen riesen spaß.


    Die folgende Woche haben wir das wiederholt mit Dutch Oven auf offenem Feuer... Die kleine hat soviel spaß daran gehabt, das wir bestimmt 5 Nächte draußen verbracht haben.
    Zum Platz, sie hat sich halb auf mich gelegt nachts - daher kann ich das mit der nähe suchen bestätigen (für meinen Fall).


    Der Sommer dieses Jahr war dafür auch wie gemacht. Highlight war auch das Sie Pipi im Garten machen durfte.


    Mein Resümee wir haben kurz darauf ein großes Zelt für uns gekauft und werden ab nächstem Frühjahr Zelturlaube machen - und das wird noch eine andere Herausforderung da 2. Kind im Januar kommt. :)