Gesetzliche Rente und Altersvorsorge

  • Zitat von Asdrubal;314016

    So gesehen, gehört dir exakt nichts. Denn der Staat oder verwandte Institutionen werden immer Möglichkeiten haben, dich zu enteignen. Das ist kein Argument speziell gegen eine Immobilie. Aber da kommen wir ohnehin nicht überein.


    Wie denn?
    Von dem bspw. im Wald vergrabenen Goldbarren weiß der Staat oder irgendwelche Institution nichts.


    Immobilien sind jedoch im staatlichen Grundbuch eingetragen und der Staat kann hier jederzeit dem Besitzer eine Grundschuld eintragen - ganz nach Belieben.
    Eine Immobilie hat den gravierenden dass man "immobil" ist - d.h. man ist dem direkten Zugriff des Staates ausgesetzt, ohne die Anlage verstecken oder ins Ausland transferieren zu können.


    Traut Ihr alle dem System und den Politikern so sehr, dass Ihr Euch auf Gedeih und Verderb mit all Eurem Vemögen daran kettet?
    Mir unverständlich so eine Denkweise und mit Preppertum nicht vereinbar.


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    Zitat von Abendrot;314125

    Eine wohl begründete Meinung und bei der DRV ist das Geld immer noch besser aufgehoben als in einer Rürup-Rente.
    Das größte Problem bei der gesetzlichen Rente (und bei Rürup) ist, dass das Geld im Todesfall eben weg ist und nicht vererbt werden kann.


    Je mehr das Geld an den Staat und dessen Wohlwollen gebunden ist, umso schlechter!
    ich verstehe die heutige Staatsgläubigkeit nicht, wo die meisten sich so fest wie möglich an den Staat ketten wollen


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    Zitat von Abendrot;314078

    Wenn man sich Europa mal so ansieht, gibt es nur in der Schweiz noch weniger Menschen, die in einer eigenen Immobilie leben - begründet ist das durch die Besteuerung der fiktiven Mieteinnahmen in der Schweiz.


    https://de.statista.com/statis…igentumsquoten-in-europa/


    Das Problem ist nicht die Immobilität der Immobilie an sich, sondern der schlecht organisierte Markt für Gebrauchtimmbilien und die deutsche Furcht bei einem Hausverkauf etwas zu verlieren.


    Und diese Furcht ist nur zu begründet!
    Es macht schlicht keinen Sinn ein Klumpenrisiko einzugehen und sich auf Jahrzehnte zu verschulden umd dann ein Haus zu haben das weitere Renovierungs-Kosten nach sich zieht - ein völlig unkalkulierbares Risiko, das man in unserer sich ständig ändernden Welt schlicht nicht mehr eingehen kann.


    Das war vor 50 Jahren noch völlig anders.


    Miete ist voll kalukulierbar und läuft ohne Schulden - eine Immobilie ist an Bankschulden gekoppelt und unkalkulierbar

  • Zitat von xsurvivor;314131

    Wie denn?
    Von dem bspw. im Wald vergrabenen Goldbarren weiß der Staat oder irgendwelche Institution nichts.


    Handelsbeschränkungen und entsprechende Grenzkontrollen. Das verhindert, dass du das Gold wieder zu Geld machst oder gegen andere Werte tauschst. Natürlich kannst du auf den Schwarzmarkt zurückgreifen. Du hast da erstens das Risiko, geschnappt zu werden und zweitens ist auch der Schwarzmarkt ein Markt. Der lässt sich die Dienstleistung der Illegalität dadurch bezahlen, dass du wesentlich weniger für das Gold bekommst, als du zuvor dafür gezahlt hast.


    Und ob der Staat was davon weiß, hängt davon ab, wie du das Gold erworben hast.


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    Zitat von xsurvivor;314131

    Miete ist voll kalukulierbar


    Schau dir mal die Mietpreisentwicklung in diversen Großstädten an. Im Bestand ist man da als Vermieter etwas eingeschränkt, aber spätestens beim Umzug sind da auch schon mal Steigerung um zweistellige Prozentwerte drin. Und je nach Ort hast du eben keine Wahlmöglichkeit einer günstigeren Wohnung.

  • Zitat von xsurvivor;314131

    Wie denn?
    Miete ist voll kalukulierbar und läuft ohne Schulden - eine Immobilie ist an Bankschulden gekoppelt und unkalkulierbar


    Es geht darum eine Immobilien zu kaufen und nicht eine zu finanzieren.


    Bei finanzierten Mietwohnungen bezahlt der MIeter die Finanzierung - ohne Einfluss auf deren Konditionen.


    Und kalkulierbare Miete? Wo lebst du denn!
    Bei der Miete keine staatlichen Eingriffsmöglichkeiten? Lachhaft! Na dann seh dir mal das Wahlprogramm von SPD, Grünen, Linken oder das der AfD an.



    http://ec.europa.eu/eurostat/s…php/Housing_statistics/deIm Jahr 2015 lebten 11,3 % der Bevölkerung der EU-28 in Haushalten, in denen mindestens 40 % des verfügbaren Äquivalenzeinkommens für Wohnraum ausgegeben wurde (siehe Tabelle 1). Der Bevölkerungsanteil, bei dem die Wohnkosten 40 % des verfügbaren Äquivalenzeinkommens überstiegen, war in der Gruppe der Mieter, die Wohnraum zu Marktpreisen angemietet haben, am höchsten (27,0 %) und in der Gruppe derjenigen, die ohne Darlehen und Hypothekenschulden in selbstgenutztem Wohneigentum lebten, am geringsten (6,7 %).

    Der EU-28-Durchschnittswert überdeckt erhebliche Unterschiede zwischen den EU-Mitgliedstaaten; so gab es einerseits einige Mitgliedstaaten, in denen der Anteil der Bevölkerung, deren Wohnkosten 40 % des verfügbaren Einkommens überschritten, nur sehr gering war – dies traf insbesondere auf Malta (1,1 %), Zypern (3,9 %), Irland (4,6 %) und Finnland (4,9 %) zu. Am anderen Ende der Skala wendeten in Griechenland etwas mehr als zwei von fünf Personen (40,9 %) und in Rumänien (15,9 %), Deutschland (15,6 %) und Dänemark (15,1 %) etwas weniger als jeder Sechste über 40 % ihres bzw. seines verfügbaren Äquivalenzeinkommens für Wohnraum auf.

  • Zitat von Asdrubal;314134

    Handelsbeschränkungen und entsprechende Grenzkontrollen. Das verhindert, dass du das Gold wieder zu Geld machst oder gegen andere Werte tauschst. Natürlich kannst du auf den Schwarzmarkt zurückgreifen. Du hast da erstens das Risiko, geschnappt zu werden und zweitens ist auch der Schwarzmarkt ein Markt. Der lässt sich die Dienstleistung der Illegalität dadurch bezahlen, dass du wesentlich weniger für das Gold bekommst, als du zuvor dafür gezahlt hast.


    Und ob der Staat was davon weiß, hängt davon ab, wie du das Gold erworben hast.


    Erst einmal kann man Gold nach wie vor legal anonym erwerben - da weiß kein Staat was davon.
    Eine immobilie kann man NICHT anonym erwerben - es ist voll registriert, wer welche immobilie besitzt, das sogar direkt beim Staat im Grundbuch.


    Mit Gold kann man abwarten - das sogar Jahrtausende wenn es sein muss.
    Einer Immobilienbestuerung die es nach allen schweren Krisen gegeben hat kann man nicht ausweichen und auch nicht abwarten.


    Darum ist Immobilienkauf heute reine Psychologie - die Logik spricht völlig dagegen!

    Zitat

    Schau dir mal die Mietpreisentwicklung in diversen Großstädten an. Im Bestand ist man da als Vermieter etwas eingeschränkt, aber spätestens beim Umzug sind da auch schon mal Steigerung um zweistellige Prozentwerte drin. Und je nach Ort hast du eben keine Wahlmöglichkeit einer günstigeren Wohnung.


    Möglich, aber alles kalkulierbar und ohne Schulden finanzierbar - entgegen dem Immobilienkauf.
    Es ist doch ein irrtum zu meinen die Immobilie wäre umsonst - man zahlt den DOPPELTEN Immobilienpreis mit Zins und Zinseszins an die Bank zurück - da kann man sich ein leben lang eine teure miete leisten, ohne Angst haben zu müssen zahlungsunfähig zu werden


    Dann die ganze unkalkulierbaren Kosten einer Immobilie: Die Stadt saniert bspw. den Kanal und schickt Dir eine Rechnung in 5 stelliger Höhe und Du MUSST zahlen!
    Oder noch häufiger. Deine Frau lässt sich scheiden (heute sehr wahrscheinlich bei einer Scheidungsquote neuer Ehen von 60%) - da ist das Haus im Nu verloren


    Wie gesagt: vor 40 oder 50 Jahren war es noch ein kalkulierbares Investment - heute sind die die Riken viel zu groß, außer man kann es bar aus der Portokasse sofort abzuzahlen.


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    Zitat von Abendrot;314139

    Es geht darum eine Immobilien zu kaufen und nicht eine zu finanzieren.


    Bei finanzierten Mietwohnungen bezahlt der MIeter die Finanzierung - ohne Einfluss auf deren Konditionen.


    Und kalkulierbare Miete? Wo lebst du denn!
    Bei der Miete keine staatlichen Eingriffsmöglichkeiten? Lachhaft! Na dann seh dir mal das Wahlprogramm von SPD, Grünen, Linken oder das der AfD an.


    Wo lebst Du?
    Ich zahle heute exakt die gleiche Miete wie vor 11 Jahren, als ich hier eingezogen bin.
    Selbst wennd er Vermieter erhöhen wollte, sind dem sehr enge Grenzen gesetzt - da hat er praktisch keinen Spielraum und ER trägt die ganzen Risiken!
    Da sind die Immobilienpreise aber deutlich mehr nach oben gegangen als die Mieten - Fakt ist, dass die Immobilie ein riskantes Investment bleibt und unkalkulierbare Risiken beinhaltet.


    Eben wegen der politischen Raffgier ist es heute Wahnsinn offen sein Vermögen mit einer eigenen immobilie zur Schau zu stellen - da kannst Du gleich ein Plakat raushängen "Holt Euch doch was von meinem Kuchen - steht hier alles Zugriffsbereit für Euch da"


    Du kannst gift darauf nehmen, dass Immobilien noch massiv belastet werden!
    Wer eine Immobilie hat gilt hier als "reich" und muss dann auch dafür zahlen.
    Mieter dagegen kann man nicht belasten - wer (offen) nicht shat, wie soll man dem was nehmen?

  • Zitat von xsurvivor;314131


    Traut Ihr alle dem System und den Politikern so sehr, dass Ihr Euch auf Gedeih und Verderb mit all Eurem Vemögen daran kettet?
    Mir unverständlich so eine Denkweise und mit Preppertum nicht vereinbar.


    Behauptet ja keiner, dass man das soll. Lies mal die Beiträge der Leute, die nicht deiner Ansicht sind.
    Wenn du bloss meinst, man solle sich nicht zu sehr verschulden, was eine sehr vernünftige Auffassung ist, dann schreib das auch so.


    Zitat von xsurvivor;314131

    Mit Gold kann man abwarten - das sogar Jahrtausende wenn es sein muss.


    Der älteste Mensch, von dem man das bisher sicher zu wissen glaubt, ist etwa 120 Jahre alt geworden. Da kannst du mehr als wir.


    Zitat von xsurvivor;314131

    Je mehr das Geld an den Staat und dessen Wohlwollen gebunden ist, umso schlechter!


    Zitat von xsurvivor;314131

    Wenn ein Geldsystem kollabiert, werden zuallererst und am meisten die _Wohnungsbesitzer zur Kasse gebeten - war in der Hyperinflation 1923 so und auch nach der Währungsreform 1948


    Jetzt entscheide Dich: Papiergeld oder Sachwerte?
    Du hast abgesehen davon die Rentner vergessen, die nach dem WK1 schlicht verhungert sind, weil sie sich von ihrer nominal gleich hohen Rente nix mehr kaufen konnten. "Die Renten sind sicher" ja, man kriegt weiterhin seine 250 RM monatlich. Nur, was soll man damit, wenn ein Ei 20 Milliarden kostet?
    Wenn du die Geschichte genau studierst, war es in beiden von Dir zitierten Fällen etwas anders: "Durch den Wertverlust von Hypotheken aufgrund der Hyperinflation bis 1923 waren Grundeigentümer zuvor praktisch vollständig entschuldet worden, während ihr Grundeigentum durch die Inflation nicht an Wert verloren hatte." (wiki). Also ziemlich genau das Gegenteil von dem, was du dauernd behauptest.
    Bei einer Währungsreform wird das Geld in Papierbanknoten und als Guthaben wertlos, daher muss sich der Staat nicht mehr darum kümmern, die Inhaber von Guthaben einzeln und persönlich zur Kasse zu bitten. Es wird einfach die Wertdeckung des Geldes zweckentfremdet, das ist viel bequemer.
    Ob es jetzt mehr bringt, zu arbeiten, davon Gold zu kaufen und das für ein Jahrtausend (Deine Worte) irgendwo zu vergraben, sei jedem selbst überlassen.


    Zitat von xsurvivor;314131

    ein völlig unkalkulierbares Risiko, das man in unserer sich ständig ändernden Welt schlicht nicht mehr eingehen kann.
    Das war vor 50 Jahren noch völlig anders.


    Das haben vergangene Risiken so an sich, dass man hinterher weiss, was dabei herausgekommen ist.


    Abgesehen von diesen Weltansichten ist es mir einfach zu dumm, wegen jedem Loch, das ich in eine Wand bohren will, zuerst eine Verwaltung fragen zu müssen.

  • Also Du hast nach meinem Dafürhalten schon eine recht einseitige Sichtweise der Dinge.



    Was glaubst Du denn, was ein Vermieter machen wird, wenn seine Immobilie besteuert wird? Na? Richtig - er holt sich das Pulver von DIR, seinem Mieter wieder. Und wenn Du es nicht bezahlst, holt er sich eben jemand anderen der es macht. In einer entsprechenden Krise wird Dir auch ein Mieterbund nicht helfen.


    Ein Immobilienkauf ist doch kalkulierbar? Viel kalkulierbarer als eine Mietwohnung, bei der Du bspw. die Nebenkosten Deiner Mit-Mieter bezahlst, wie die Heizkosten Deiner verfrorenen Nachbarin, die 37 Grad als wohnlich empfindet aber das Fenster ständig gekippt lässt wegen der Frischluft. Oder die Sanierung der Tiefgarage über eine Mieterhöhung, obwohl Du nur ein Fahrrad besitzt. Bei den derzeitigen Zinsen bezahle ich übrigens n Appl und n Ei für das Haus an die Bank, eine fast zu vernachlässigende Größe beim Hauskauf / Bau. Das war nicht immer so, aber zur Zeit ist es Fakt.


    Eine Immobilie hat keine unkalkulierbaren Kosten, wenn man mit wachen Augen durchs Leben geht. Man sollte wissen, wie alt die Infrastruktur in und um die Hütte ist, was ansteht und auf einen zukommt. Rücklagen bilden, sich um sein Besitz kümmern, dann klappt das. Nicht immer, aber meistens. Das selbe gilt auch für eine Mietwohnung - denn wenn die Heizung erneuert wird, das Dach saniert und die Fassade gemacht wird, dreht der Vermieter meist direkt an der Mietpreisschraube. Du bezahlst es also genauso, nur gehört Dir nichts davon.


    Viele Ehen werden geschieden - dann wird das Haus meist verkauft und der Erlös geht nach Abzug der Schulden an beide. Wo ist der Verlust? Derzeit bekommt man meist wesentlich mehr für sein Haus, als man bezahlt hat. Und aus vielen Mietwohnungen müssen die Mieter ausziehen, wenn sich getrennt wird - denn oftmals kann die Miete nicht von einem bezahlt werden. Auch hier kann ich keinen wesentlichen Vorteil der Miete sehen.


    Und herzlichen Glückwunsch zu dem Vermieter, der seit 11 Jahren die Miete nicht angepasst hat. Die Regel ist das heute aber nicht, sondern vielmehr Staffelmieten und Umlage jedes umlagefähigen Postens. Meine Oma versuchen sich jetzt mit Ihren 94 Jahren nach 40 Jahren in der Wohnung wegen Eigenbedarf aus Ihrer Wohnung zu klagen. Eine tolle Sicherheit so eine Mietwohnung! Und such mal in einer Großstadt auf die Schnelle für eine Seniorin eine Wohnung mit Aufzug, bitte mit Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe undundund. Das juckt Deinen Vermieter nicht die Bohne, der sieht nur, dass er nach Deinem Rauswurf im Schnitt deutlich mehr Miete verlangen könnte, getarnt durch "Sanierungen" und "Aufwertungen".


    Letztlich muss jeder selber entscheiden, was er sich leisten kann und möchte. Ich für meinen Teil ziehe bei entsprechenden finanziellen Möglichkeiten die eigene Immobilie vor, kenne aber auch Verfechter der Mietswohnung. Aber man sollte bei den Fakten bleiben und es sich nicht schön-/schlechtreden. Mir gehört meine Hütte irgendwann und ich hab die theoretische Möglichkeit, sie jederzeit zu verkaufen. Bei einer Mietswohnung gehört mir gar nichts und die monatlichen Belastungen in Ballungsgebieten sind genauso hoch wie bei einer Immobilie im ländlichen Raum. Da fahre ich dann lieber 30 Minuten länger - aber wie sagt man bei uns im Ländle: Jedem Kend sai Luftballehle!

  • Zitat von xsurvivor;314009


    Da zeigen aber fast alle Finanzkrisen das genaue Gegenteil: Was am meisten an wErt verliert sind Immobilien!
    In der Argentinienkrise, wie auch in der Weltwirtschaftskrise verloren Immobilien im Schnitt 90% an Wert!!!


    Nichts ist weniger wertbeständig als Immobilien - erst recht heute wo diese hochspekuliert sind bis zum gehtnichtmehr.
    Wenn da nur eine Schuldenkrise wie 2008 oder Immobilienbelastungen kommt, dann sind Immobilien ganz schnell unverkäuflich und wertlos.


    Was kümmert dich der Wertverlust bei einer selbstbewohnten Immobilie?
    Wenn du dein Haus verkaufst, bekommst du zwar wenig dafür. Dieses Wenige wird aber reichen um dir ein anderes Haus zu kaufen, denn das ist schließlich genau so vom Wertverlust betroffen und billiger geworden.
    Die Möglichkeit im Eigentum zu wohnen wird dir von keiner Wirtschaftskrise genommen.

  • Es gibt eben verschiedene Ansichten. Wer gerne zur Miete wohnt bitteschön und gerne doch, ich habe nix dagegen. Auch ich habe das eine ganze Weile tun müssen und fest gestellt das das nix für mich ist. Das Zusammenleben mehrerer Wohnparteien unter einem Dach gepaart mit der Hausdoktrin eines Vermieters bot genug Konfliktpotenzial, welches mich dazu bewegte schnellstens nach eigenen vier Wänden Ausschau zu halten. Ich mag es absolut nicht wenn mir andere Leute zu dicht auf den Pelz rücken. Allerdings gebe ich gerne zu nicht besonders gesellschaftsfähig zu sein und die Menschheit an sich nur in geringer Dosierung zu ertragen. Leute die mich kennen und seltsamer Weise trotzdem mögen wissen und akzeptieren das. Danke an diejenigen die das betrifft.:-)


    Die Finanzierung eines Hauses kann man durchaus verträglich gestalten. Man kaufe sich eine billige Bruchbude mit vernünftiger Substanz und etwas Potenzial abseits der Plätze an denen sich Menschen zu Haufen stapeln. Hier auf dem Land bekommst du solche Katen mittlerweile billig nachgeworfen, weil viele weg ziehen und die Haufenbildung atronomischemietenzahlenderweise noch verstärken wollen. Danke dafür, das schafft Luft zum atmen.:devil:


    Man nehme einen kleinen Kredit auf, finanziere die Hütte mit höchstens einem Fünftel des Haushaltsnettoeinkommens und saniere diese Bruchbude in Eigenleistung. Wohne während dessen und danach in deiner Kate und zahle deinen Kredit in Höhe einer Mindestkaltmiete an die Finanzhaie ab. Am Schluss dieses Prozesses, der bei mir nur so lange dauert um ein Kind vom Kindergarten zur Lehre zu bringen, gehört die Bude dir, während der Mietezahler seine Kohle dem Vermieter in den Hals gestopft hat und zum Dank dafür weiterhin steigende Mieten zahlen darf.


    Ach so, hab gerade nachgerechnet. Der Gewinn des Finanzinstituts innerhalb dieser Zeit beträgt bei meiner Finanzierung knapp 37 Prozent über dem Kaufpreis. Wenn man es richtig macht geht das durchaus.:-)

    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom..........;-)

  • Was die Angst vor einer Enteignung von Wohneigentum betrifft, so habe ich als Wessi den Eindruck, daß es auch in der DDR Privateigentum an
    Einfamilienhäusern, kleinen Hofstellen gab . Was enteignet wurde, waren wohl Mehrfamilienwohnhäuser , insbesondere wenn nach 45
    die früheren Eigentümer nicht mehr lebten oder später in den Westen sind . Außerdem wurde dann der Wohnungsbau auf kommunaler Ebene
    betrieben , so daß hiergar kein Wohnungseigentum im Sinn von Eigentumswohnungen entstand. ( Was es bis 1945 anscheind auch nicht gab)
    Wenn ich mich irre , bitte ich um Berichtigung.
    Im übrigen macht es keinen Sinn , wenn der Staat Häuslebesitzer flächendeckend enteignet und aus den Häusern vertreibt, da man für die anderen Wohnraum anderswo benötigt. Anderer Aspekt wäre die Zwangseinquartierung in Notzeiten.


    Aus Preppersicht will ich eigentlich gerade vom Geldbesitz wegkommen , da mir Geld zu unsicher ist . In der eigenen Immobilie,insbesondere
    Haus hab ich die Option , dieses Geld sinnvoll anzulegen .


    Aktuell rechne ich gerade wegen einer PV-Anlage (mit Speicher und mit Hausanschluß, also keine Insel, aber mit Ersatzfunktion) :


    Die Überlegung ist, jetzt einen Betrag X zu investieren, damit muß ich im Jahr für Y Euro weniger Strom einkaufen .
    In zwölf Jahren ist bei den jetzigen Strompreisen Yx12 = X der Anschaffungspreis drin.
    Das bedeutet , daß ich in der Rente erstmal ein paar Jahre nur noch minimale Stromkosten zahlen muß..
    Wenn die Anlage dann 20 Jahre läuft, hab ich sogar noch einen Gewinn, bzw. weiterhin geringere fixe Lebenshaltungskosten .


    Ich wandle also mein Geld in ein Produktionsmittel um, das mir zumindest durch Inflation etc. nicht mehr genommen werden kann.
    Entsprechendes gilt, wenn ich mir einen Ofen 30 Ster Holz und eine Motorsäge zulege.


    Das sind Möglichkeiten zur Umwandlung von Geld- in Sachvemögen, die in einer normalen Mietwohnung wohl nicht gehen.



    frieder

  • Zitat von Asdrubal;314128

    Bei der gesetzlichen Rente hast du trotz aller strukturellen Probleme halt den Vorteil, dass bei weitem die meisten im Land auf sie angewiesen sind, auch weil viele überhaupt nicht die Möglichkeiten für eine Alternative haben. Das erzeugt politischen Druck und hat zur Folge, dass die Politik arge Klimmzüge unternehmen wird, bevor das System wirklich vollkommen scheitert. Irgendwas wird es immer noch daraus geben, selbst wenn die Rentenbeiträge drastisch steigen, die Auszahlungen sinken und eine Quersubventionierung aus Steuern erfolgt...


    Das ist schon längst so.


    Der Bundeszuschuss zu den Renten aus Steuergeld wird 2017 die 100 Milliarden Euro Marke reißen. Rentner und "baldige Rentner" sind eine enorm große und oft leicht zu kaufende Wählergruppe.


    Mehr als verlangt einzuzahlen mag ich nicht, da die gesetzliche Rente bei mir eh schon der größte Batzen sein wird. (voraussichtlich)


    ---


    Um zur Ursprungsdiskussion zurück zu führen:


    Meine Motivation ist, im Alter ausreichend Geld zur Verfügung zu haben, sei es für Reisen (hoffentlich kann ich die dann noch machen) oder für Dienstlesitungen die man evtl eher im Alter in Aspruch nehmen muss.
    Alt sein ist idR nicht schön, alt und arm (und einsam) sein ist dann das totale Elend.


    Wenn ich meinetwegen bei 1400 Euro (in heutiger Kaufkraft) gesetzlicher Rente im Monat lande und davon eine Miete in der Großstadt bezahlen muss (ich gehe derzeit davon aus, dass mir im Alter die Großstadt mehr zusagen wird als das Landleben, ...wenn ich nicht grad auf Kreuzfahrt bin *g*) komme ich nicht weit.


    Ein Eigenheim in der Stadt zu haben erscheint hilfreich, es zu finanzieren ist mühsam. Die Option mir für 100.000 Euro eine Bude in Hinterposemuckel zu kaufen ist für viele sicher eine valide Option, für mich aber schlichtweg nicht attraktiv. Weder begeistere ich mich für Renovierungsarbeiten (ich empfinde das als Arbeit, nicht als Spaß so wie andere) noch möchte ich den Zeitaufwand, die Kosten und den Stress haben vom Wohnen in Hinterposemuckel mit dem Arbeits- und Lebensmittelpunkt mitten in der Stadt.


    Wohneigentum in der Stadt ist in meinem Fall daher eine entweder oder Entscheidung. Wenn es eine halbwegs schöne Wohnung in guter Lage sein soll (man will seine Lebensqualität ja idR nicht durch Eigenheim verschlechtern) bedeutet das für mich, dass meine Ersparnisse drauf gehen und ein Kredit notwendig ist, der mich ca. 10-15 Jahre lang deutlich belasten wird.
    Danach habe ich, wenn alles gut geht, dann Wohneigentum (also eine Wohnung, kein Haus) aber sonst nicht viel anderes, bin aber -pessimistisch- dann 55 Jahre alt.


    Die spannende Frage ist: Bringt mich das weiter?


    Werde ich diese Immobilie im Alter nutzen können aufgrund von Größe, Lage, Umfeld, Barrierefreiheit, Kosten und der Möglichkeit sie im Alter auch noch "managen" zu können? Da muss ich eigentlich heute beim Kauf schon drauf achten, z.B. Aufzug...
    Wohnungen mehrmals wechseln ist zwar theoretisch denkbar, bei kaufnebenkosten von 15-20% (auf die sehr hohen Kaufsummen) aber ein sehr, sehr teurer Spaß.


    Wertsteigerung ist selbst in der Großstadt außerordentlich ungewiss, heute sind wir vermutlich bei extrem hohen Preisen, das kann sich in den nächsten 10, 20, 30 oder 40 Jahren gewaltig ändern. Da bleibt dann nur die Hoffnung, dass die Wohnung eggen die man tauschen möchte demselben Preisverfall unterliegt. Es gibt viele Fälle wo das nicht passiert und sich nur die eigene Bude durch "externe Ereignisse" entwertet, z.B. weil plötzlich ne Einflugschneise drüber geht.


    In dem Zusammenhang stellt sich mir die Frage, ob das Wohneigentum dann alleine genügt und ob ich dann doch bis 67 oder 70 arbeiten muss, um zusätzlich ein Liquiditätspolster aufzubauen. Das blöde ist, das man genau das eigentlich möglichst früh tun sollte, da hier die Zeit idR ein Helfer ist.
    Außerdem möchte ich eigentlich nicht bis 70 durch arbeiten, das ist ja grad der Witz an der ganzen Sache.


    Die Frage ist auch, ob ich mit der Immobilie die "finanzielle Freiheit" erreiche, die ich eigentlich haben möchte. Mal spontan ein Jahr durch die Welt reisen? Da erscheint mir Kapital nützlicher als Wohneigentum...


    Ich bin unschlüssig. Klug wäre sicher gewesen, mich schon 10 Jahre eher mit dem Thema intensiver auseinander zu setzen, aber damals habe ich meinen Kapitalbedarf pro Monat unterschätzt, da war ich noch zu sehr von studentischer Askese geprägt. Über die Letzten Jahren hingegen bin ich durch mehr Einkommen statt zum Sparer zum fleißigen Konsumenten mutiert und man gewöhnt sich da schneller dran als ich je dachte...


    MfG


    PS: Ich gehe mal in der Grundannahme davon aus, dass es keinen Krieg geben wird, der unsere Städte in Schutt und Asche legt, keine Hyperinflation und keinen Rückfall ins 19. Jahrhundert. Ich gehe davon aus, dass es einen demographischen Wandel geben wird, möglicherweise auch schlechtere Zeiten für die Staatsfinanzen als heute, möglicherweise einen Wohlstandsverlust Deutschlands im globalen Vergleich und grundsätzlich technologischen Fortschritt und damit reichlich Ausgabenpotential gerade für Ältere (Medizin, Dienstleistungen, etc...).
    Ebenfalls denkbar ist, dass meine Eltern in 400km Entfernung wohnend Pflegefälle werden und das zu entsprechenden Kosten führt. (woran ich auch nicht sparen möchte)

  • Zitat von jp10686;314146

    Behauptet ja keiner, dass man das soll. Lies mal die Beiträge der Leute, die nicht deiner Ansicht sind.
    Wenn du bloss meinst, man solle sich nicht zu sehr verschulden, was eine sehr vernünftige Auffassung ist, dann schreib das auch so.


    Nicht verschulden UND keine Klumpenrisiken eingehen UND kein Vermögen halten auf das der Staat direkten Zugriff hat
    Werschwerreich ist kann natürlich auch einen kleinen Teil des Vermögens in Immobilien stecken - wer das nicht ist auf keinen fall, da Klumpenrisiko und zugriff des Staaates


    Zitat

    Der älteste Mensch, von dem man das bisher sicher zu wissen glaubt, ist etwa 120 Jahre alt geworden. Da kannst du mehr als wir.


    Ändert ncihts daran, dass der Goldbarren der versteckt wurde auch nach jahrtausenden noch existiert und was wert ist


    Zitat

    Jetzt entscheide Dich: Papiergeld oder Sachwerte?


    Sachwerte auf die der Staat keinen Zugriff hat!
    In der nächsten Finanzkrise wird massiv enteignet werden - anders wird man diese Megakrise nicht im Griff behalten können.


    Zitat

    Wenn du die Geschichte genau studierst, war es in beiden von Dir zitierten Fällen etwas anders: "Durch den Wertverlust von Hypotheken aufgrund der Hyperinflation bis 1923 waren Grundeigentümer zuvor praktisch vollständig entschuldet worden, während ihr Grundeigentum durch die Inflation nicht an Wert verloren hatte." (wiki). Also ziemlich genau das Gegenteil von dem, was du dauernd behauptest.


    Und nach der Hyperinflation wurden Immobilienbesitzer zum Asugleich belastet - ebenso wie nach dem zweiten Weltkrieg mit dem Lastenausgleich - oder heute in Krisenländern mit Immobilienabgaben


    Zitat

    Das haben vergangene Risiken so an sich, dass man hinterher weiss, was dabei herausgekommen ist.
    Abgesehen von diesen Weltansichten ist es mir einfach zu dumm, wegen jedem Loch, das ich in eine Wand bohren will, zuerst eine Verwaltung fragen zu müssen.


    Man kann aber heute schonb ziemlich sicher sagen was die nächste Finanzkrise bringen wird - oder warum wohl hat die gleiche Person, welche den Zensus 2011 durchführte und exakt alles Immobilieneigentum erfasste später eine Belastung der Immobilien empfohlen?
    die Pläne dafür stecken schon längst in den Schubladen - eben weil sich Immobilienbesitzer dem nicht entziehen können


    Außerdem hat Du auch keine Freiheiten mit einer Immobilie - die Bauvorschriften sind dermaßen rigide, dass man da kaum was richtig ohne Genehmigung machen kann oder man wird gezwungen eine unsinnige Fassadendämmung etc. anzubringen.
    Da kann ich dann gleich mieten und schiebe alle Risiken auf den Immobilienbesitzer ab


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    Zitat von PapaHotel78;314147

    Also Du hast nach meinem Dafürhalten schon eine recht einseitige Sichtweise der Dinge.


    Geld ist heute der Joker - nichts anderes. eine immobilie macht vom Staatssystem abhängig und genau das ist aus Preppersicht heute nicht ratsam


    [QUOTE] Die Überlegung ist, jetzt einen Betrag X zu investieren, damit muß ich im Jahr für Y Euro weniger Strom einkaufen .
    In zwölf Jahren ist bei den jetzigen Strompreisen Yx12 = X der Anschaffungspreis drin.
    Das bedeutet , daß ich in der Rente erstmal ein paar Jahre nur noch minimale Stromkosten zahlen muß..
    Wenn die Anlage dann 20 Jahre läuft, hab ich sogar noch einen Gewinn, bzw. weiterhin geringere fixe Lebenshaltungskosten .


    Und Du bist Dir ganz sicher, dass diese völlig überhöhten und ungerechten Einspeisevergütungen auch in Zukunft ganz sicher bezahlt werden?

  • Nachbarn sind hier Mangelware. Gegenüber meiner Hütte ist ein Bach und Schwemmland. Egal was du sagst, ich möchte um keinen Preis mit dir tauschen. Lebe so wie du das gerne möchtest, ich mache es ebenso. Verbuddel du dein Gold, ich wohne in meinem Kupfer.;-)

    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom..........;-)

  • Zitat von Samui;314122

    .... Ich habe mein Haus NICHT bei der Bank finanziert, sondern kaufe auf Raten direkt beim Eigentümer. Der Abschlag is +/- genauso hoch wie Miete wohnen.
    ...Und das Wichtigste: Das haus ist nach weniger als 10 Jahren abbezahlt. (jetzt noch ~3). Ich wäre jederzeit wieder dazu bereit, mir exakt dieses Risiko ans Bein zu binden.
    ...


    Das würde ich in Deinem Fall natürlich auch so tun.


    Wenn ich hingegen in meinem Fall meine Jahreskaltmiete von 5.000 Euro nehme und damit 10 Jahre etwas auf Raten bezahle habe ich bei 0% Zins 50.000 Euro abbezahlt.


    Dafür kann ich hier vielleicht eine Garage kaufen.


    Wie stellt sich die Situation bei Dir denn in absoluten Zahlen dar? Hast Du zuvor eine Luxuswohnung gemietet und lebst jetzt in einer Bruchbude oder sind bei Euch die Häuser so günstig und die Mieten so teuer oder hast Du das Eigenkapital nicht erwähnt?


    Bei mir wäre die Rechnung, dass ich z.B. die Kaltmiete von 20(!) Jahren als Eigenkapital anzahle und dann 10-15 Jahre lang monatlich das 2-3 fache(!) der aktuellen Kaltmiete als Kredit und für Rücklagen abzahle um dann eine vergleichbare Eigentumswohnung zu besitzen. Unterm Strich also ca. 50(!) "Mietjahre" an Investment, das sind deutlich mehr Jahre als mein Arbeitsleben haben wird. (Hoffentlich)


    Oder das Eigenheim sogar 30-40 Jahre lang bei heutigen Mietpreisen abzahlen, dafür aber 30-40 Jahre lang Schulden habe und Zinsen zahlen deren Höhe in 10 oder 15 Jahren ich heute nicht kenne.


    Finanziell ist das im Grunde alles Unfug, ich würde es nur tun, weil mir einfach auch nichts besseres einfällt. Die aktuelle Alternative dazu ist der Konsum, das ist zwar befriedigend aber auch nicht nachhaltig. Ich werde jetzt auch nicht für 30.000 Euro gefriergetrocknetes Essen einlagern...


    Aktiendepot? Gold?


    Wie bekomme ich das alles so hin, dass nicht alles Geld und alles Risiko in nur einem einzigen Produkt (Eigenheim) steckt?


    Umgekehrt erscheint es mir auch nicht zielführend ich mit dem Eigenheimkauf noch 10 Jahre warten. Zumindest die letzten 10 Jahre war das bei mir eine blöde Idee. Ich hab seitdem 50.000 Euro Miete bezahlt und die Preise für Immobilien sind um locker 50% gestiegen, eher mehr.


    Die Freiheiten in der Eigentumswohnung tun und lassen zu können was man will sind auch eng begrenzt und ein freistehendes Haus in meiner Gegend beginnt ab 7-stellig. (und ich möchte es auch nicht unterhalten müssen)


    MfG

  • @ xsurvivor:
    Bei meiner aktuellen PV-Überlegung geht mir überhaupt nicht um irgend eine Einspeisevergütung.
    Auf die 0,12? € Kw/h, verzichtet ich gerne. Mir gehts um die langfristigen Kosten, wenn ich für den Strom 0,25 € für eine kw/h und zukünftig wohl nochmehr nicht mehr bezahlen muß, da ich ihn selber produziere. Wenn das ganze noch mit Einspeisung läuft zahlste noch Umsatzsteuer auf den Eigenverbrauch und auf den nochmal Einkommensteuer . Da betreib ich im Hochsommer lieber nen Springbrunnen , eine Klimaanlage oder schenk dem Netzbetreiber ein paar kw/h und spar mit den ganzen bürokratischen Zirkus.



    Frieder

  • [MENTION=914]Cephalotus[/MENTION]: Es hat auch keiner gesagt, dass ein Immobilienkauf immer die richtige Lösung ist. In deinem Fall ist sie es offenbar nicht. In den meisten Großstadtlagen würde ich den Erwerb auch sehr kritisch sehen. Und ich würde mich auch nicht auf eine knapp gestrickte Bankfianzierung mit 25 Prozent EK einlassen.


    Es kommt halt drauf an. Bei uns kann man eine kleine Bruchbude schon für 20.000 bekommen, für 50.000 auch was Ordentliches mit deutlichem Sanierungsstau und mit 100.000 ist man im Bestand durchaus mit Sachen dabei, die man gut nutzen und ein wenig optimieren kann. Die sind dann halt auf dem Dorf. Aber wenn das zum eigenen Lebensplan und den handwerklichen Fähigkeiten passt, kann das in Ordnung sein. Andere haben vielleicht geerbt, irgendwo anders was verkauft oder haben tatsächlich ein überdurchschnittliches Einkommen und können deshalb hochpreisiger kaufen. Varanten gibt es viele.


    Für den Durchschnitts- oder Geringverdiener würde ich einen Kauf tatsächlich kritisch sehen.

  • Ich denke, das sich ein Hauseigentümer, der sich 20..30 Jahre krumm gelegt hat während ich meine Urlaubsreisen genossen habe, kaum vor sich selber rechtfertigen kann, das sich das Ganze für ihn gelohnt hat. Zumal das Obergeschoss seit langem nicht mehr beheizt wird, weil die Kinder seit Jahren fest im Beruf und in ihrer Familie 600 km weit entfernt wohnen.



    Wenn sich dann nach 30...40 Jahren jemand findet, der das (ab) genutzten Wohneigentum, welches dann selbstverständlich schon lange abbezahlt würde, kauft, sich nicht die Frage stellt, ob er für das viele Geld nicht etwas Neues, nach eigener Fasson gestaltete baut.


    Wer will schon heute noch orange Fliesen und ein 25 qm Wohnzimmer bzw Grundriss eines abbezahlten, überteuerten Eigenheim aus den 1970ern oder grüne Fliesen aus den 80ern?


    oder einen schmutzigen Krssel aus 2002? Das Dach würde 2005 komplett durch Fachbetriieb neu gedeckt. Kommt erst wieder dran in 8 Jahren. Auf den Keseel, den Zaun und das Dach spare ich schon an..


    und unsere Kinder erwarten einen ganz anderen Standard, würden sie morgen bauen. Aber vielleicht findet sich jemand, der die investierten 400.000 für dieses schnuckelige Haus aus den 70 ein zahlt und nix neues für 275.000 baut, mit große Räme, Solar, Glasfaser in jedem Raum und bodentiefe Fenster.

  • Zitat von xsurvivor;314169


    Geld ist heute der Joker - nichts anderes. eine immobilie macht vom Staatssystem abhängig und genau das ist aus Preppersicht heute nicht ratsam


    Nur besteht Geld heute aus Zahlen in irgendwelchen Computern. Das ist im Zweifelsfall noch schneller weg, wen kein Staat diese Forderungen durchsetzt.

  • Zitat von Cephalotus;312564

    Je länger man wartet, desto schwieriger ist es. Ab einem gewissen Alter scheint sich das dann bei manchen in Resignation und Fatalismus zu wandeln.


    Das stelle ich in meinem Umfeld auch fest. Ich bin nun im 25. Jahr erwerbstätig, vor 13 Jahren konnte ich mit der maximal zulässigen Bankfinanzierung meine erste baufällige Altliegenschaft in der Wohn- und Gewerbezone kaufen und renovieren und seit 2012 bin ich selber Vermieter. Ich verfüge heute über 3 unterschiedlich grosse Wohnungen an zwei Standorten. Dazu kommt etwas Gewerbefläche, Wiese & Wald an total 4 verschiedenen Orten.


    Wir haben zwei schulpflichtige Kinder und meine Frau unterrichtet im Teilpensum an einer staatlichen Hochschule. Im Moment kann ich mich also nicht beklagen. Trotzdem stellen wir uns natürlich auch die Frage, wie es in 10, 20 oder 30 Jahren aussehen könnte und in welche Kasse wir wie viel Geld legen wollen und was wir besser gleich konsumieren?


    Sollten wir früh und/oder für längere Zeit pflegebedürftig werden wird es in der Schweiz so oder so kaum reichen. Bleiben wir gesund bis (fast) zum Ende, freuen sich wohl die Erben.


    Es gibt ja trotz des medizinischen Fortschritts nicht die geringste Garantie, dass man gesund in Rente gehen wird. Von dem her habe ich schon auch Verständnis für Leute, die nichts über das gesetzliche Minimum hinaus vorsorgen und sich nur Fähigkeiten und Erfahrungen zulegen, die ihnen niemand mehr besteuern kann.


    Allgemeine Ratschläge zur Absicherung im Alter sind schwierig. Wer sich mit dem Sparen leicht tut hat sicher grosse Vorteile aber all zu geizig wollen wir ja auch nicht werden, oder?


    Noch ein paar Zitate zum Thema:


    Prognosen sind schwierig,
    insbesondere,
    wenn sie die Zukunft betreffen


    Nicht reich muß man sein, sondern unabhängig.

    Es ist nicht schwer, Menschen zu finden, die mit 60 Jahren zehnmal so reich sind, wie sie es mit 20 waren.
    Aber nicht einer von ihnen behauptet, er sei zehnmal so glücklich.


    Man sollte nur in Firmen investieren,
    die auch ein absoluter Vollidiot leiten kann,
    denn eines Tages wird genau das passieren.

  • Ansonsten besteht halt noch die Möglichkeit auf Fonds (ETF) zu gehen.


    Hier gitb es einen ganz guten Überblick:


    http://www.finanztip.de/indexfonds-etf/fondssparplan/


    Das werde ich ab Januar wohl auch mal testen. Und nebenbei noch einen gewissen Betrag bei einem der üblichen Verdächtigen ebenfalls in einen Fondsparplan laufen lassen. Dieser hat einen Steuervorteil gegenüber anderen Fonds/ETF.


    Und was ich wohl auch noch machen werde ist ein wenig in Crypto-Währung zu investieren. Allerdings nur Beträge, die mir bei Totalverlust nicht weh tun. Wenn man sich anschaut was bei Bitcoin gerade abgeht, könnte sich da durchaus mehr draus entwickeln.

    I feel a disturbance in the force...

  • Bei ETF genau auf die Gebühren achten. Denn da steckt echt keine Arbeit von Fondsmanagern dahinter, sondern nur Computerprogramme. Ansonsten können die eine interessante Beimischung sein. Nur nicht alles darauf setzen. Viele scheinen ETF als Rundum-Sorglos-Paket anzusehen. Dabei sind gerade die sehr anfällig für systemische Probleme in der Gesamtwirtschaft.