Abschuss von Kameradrohne über eigenem Grundstück legal

  • Ein anderer Aspekt wäre noch, wann (aus Preppersicht) es überhaupt notwendig sein könnte, sich einer Drohne zu entledigen. Sich beim Sonnenbaden gestört zu fühlen lasse ich mal außen vor.


    Dem Stadtbewohner in seiner 3 1/2 Zimmer Wohnung kann eine Drohne eigentlich fast schnuppe sein, denn was soll dabei schon beobachtet werden (was man nicht durch geschlossene Vorhänge abschirmen könnte)? Den ausufernden Gemüsegarten auf dem 15 m2 Balkon wohl eher nicht.

    Anders kann das in ländlicheren Regionen aussehen, wo ich bspw. mein Holzlager und meinen Gemüsegarten (im Fall der Fälle), das BOV oder auch den gesamten Standort meines SO schützen will (oder sollte) - dazu kann sich jeder sein persönliches Szenario ausdenken.


    Einen Gedanken an das "was passiert danach" zu verschwenden könnte von Vorteil sein. Hole ich eine Drohne, wie auch immer, erfolgreich vom Himmel, dann unterstelle ich mal dem Drohnenpiloten den Gedanken "oha - da gibt es was zu verbergen / zu holen." Eventuell sollte ich doch eher auf Tarnung im Vorfeld als auf "Angriff" setzen.

    - Wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage -

    Bertold Brecht

  • Wie wäre es mit einer Anti-Drohne Drohne? Da gibts schon die billigsten Dinger zu kaufen. Einfach mit der billigen Drohne die andere Drohne nach dem Kamikaze-Prinzip anfliegen und zum Absturz bringen. Das wäre es mir angesichts der Zuverlässigkeit wert. Würde ich aber mit meiner Yuneec Typhoon eher nicht machen. ;(

  • Wie wäre es mit einer Anti-Drohne Drohne? Da gibts schon die billigsten Dinger zu kaufen. Einfach mit der billigen Drohne die andere Drohne nach dem Kamikaze-Prinzip anfliegen und zum Absturz bringen. Das wäre es mir angesichts der Zuverlässigkeit wert. [...]

    Das klingt nach einer recht praktikablen Variante - kein Rumgeballer notwendig. Für die Unbedarften unter uns: Was kostet so eine "billige" Drohne?

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  • Da gibt es schon gängige Chinadinger für 80 €. Wer so etwas ohnehin z.B. für die Kinder kauft, hat gleich ein mögliches Drohnenabwehrsystem im Haus.

  • Könnte man seine eigene Drohne mit einer Art Schleppnetz ausstatten? Oder hol ich mich damit eher selber vom Himmel?

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    Bertold Brecht

    Einmal editiert, zuletzt von PapaHotel ()

  • Grundsätzlich möglich aber die billigen Drohnen haben so gut wie keine Nutzlast.

    Da darf man dann schon tiefer in die Tasche greifen.


    Es gibt ein deutsches Unternehmen, das baut Drohnen die Netze mit Verbindungsseil abwerfen und die gefangene Drohne dann auch bergen.

    Frage nicht was so ein Gerät kostet.


    EDIT:

    Was noch gar nicht erwähnt wurde, sind Softair Guns. Ich hab einen Gas Blowback Glock 17 Nachbau von Tokyo Marui, dessen Plastikkügelchen durchschlagen zwei DVDs. Ich könnte mir vorstellen, dass so etwas auch bei der durchscnittlichen Drohne Wirkung zeigt.

    Vorteil, die herabfallenden leichten Plastikkügelchen der Fehlschüsse sind keine Gefahr für andere.

  • [...]

    Was noch gar nicht erwähnt wurde, sind Softair Guns. Ich hab einen Gas Blowback Glock 17 Nachbau von Tokyo Marui, dessen Plastikkügelchen durchschlagen zwei DVDs. Ich könnte mir vorstellen, dass so etwas auch bei der durchscnittlichen Drohne Wirkung zeigt.

    Vorteil, die herabfallenden leichten Plastikkügelchen der Fehlschüsse sind keine Gefahr für andere.

    Man könnte bei den Softair auch in größeren Dimensionen denken ^^

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  • Ich könnte mir vorstellen, dass der andere Pilot seine Drohne sicherlich nicht einfach bewegungslos an Ort und Stelle schweben lässt, wenn er eine andere auf sie zufliegen sieht.

    Das Abschiessen mit einer anderen Drohne stelle ich mir zu schwierig vor.


    Und bedenkt... Jeder, dessen Drohne runtergeholt wird, denkt sich automatisch "Oha. Da gibt's wohl was von Interesse."

    Somit bestätigt ihr eigentlich nur seinen Verdacht im Szenario "Fremde wollen an mein Gemüse".


    Da frage ich mich, ob Papa Hotel's Idee mit der Tarnung nicht besser wäre.

    Heute ein guter Plan ist besser als morgen ein perfekter Plan.

    -George S. Patton-

  • Und bedenkt... Jeder, dessen Drohne runtergeholt wird, denkt sich automatisch "Oha. Da gibt's wohl was von Interesse."

    Somit bestätigt ihr eigentlich nur seinen Verdacht im Szenario "Fremde wollen an mein Gemüse".


    Kommt drauf an, wenn seine Drohne so ein teures Objekt von 500.- Fr oder Euro aufwärts ist wird er es vermutlich zwei mal überlegen ob er nochmals so ein Ding opfern will.

    Ich kenne meine Nachbarn und so gut wie die ganze Strasse, die haben alle keine von den Dingern, wenn doch mal so ein Ding hier rumschwirrt und ich sehe keine Kinder denen das Spielzeug gehört werde ich (und auch meine Nachbarn) garantiert nicht lange fackeln. Ausserdem ist die Strasse hier auch Privatstrasse, wenn dann einer kommt der dann noch Probleme machen will dann ist garantiert gar nicht mehr gut.

    Eigentlich sollten die Shops die so Dinger verkaufen im gleichen Zug legales Abfangwerkzeug verkaufen, wäre nur Fair.

    Territorialdivision 9: Besser für etwas zu kämpfen, als für nichts zu leben!

  • ...

    Ich kenne meine Nachbarn und so gut wie die ganze Strasse, die haben alle keine von den Dingern, wenn doch mal so ein Ding hier rumschwirrt und ich sehe keine Kinder denen das Spielzeug gehört werde ich (und auch meine Nachbarn) garantiert nicht lange fackeln.

    ...

    Da meine ich doch.

    Mit einem 30 Fr. Billigteil rumgurken und dort, wo es abgeschossen wird, lohnt es sich.


    Und ich hoffe doch immer noch sehr, dass auch du mit deiner Aussage nicht einen ganz normalen 08/15-Tag meinst.

    Heute ein guter Plan ist besser als morgen ein perfekter Plan.

    -George S. Patton-

  • An einem 08/15 Tag fliegen hier keine von den Dingern rum, wenn doch und wenn dann über eine längere Zeit so ein Ding rumfliegt werde auch ich zuerst mal die vernünftige Art versuchen und mit dem Besitzer reden. Falls er doch weitermacht wird die Polizei informiert oder ich kläre meine Rechte via Polizei ab, keine Sorge, ich bin nicht so wahnsinnig und schiess das Ding mit ner Schusswaffe ab.....

    In einer Krisensituation, naja, mein Gegner wird mit einer Drohne nichts über mich rausfinden weil es nicht zu sehen gibt. In so einer Situation muss er aber damit rechnen das ich vorgängig nicht um Rat fragen kann, smile.

    Territorialdivision 9: Besser für etwas zu kämpfen, als für nichts zu leben!

  • Die Steuer Frequenzen sollten sich wohl im Bereich 2,4ghz finden lassen. Somit sollte eine gute Richtantenne und ein etwas angehobenes Sendelevel genügen um den Empfänger der Drohne zu stopfen. Der findige Funkamateur dürfte das dazu notwendige Signal in ausreichender Stärke wohl halbwegs legal erzeugen dürfen. Das da plötzlich eine Drohne durch den Versuch einer ErdeMondErde Verbindung auf 2,4Ghz fliegt war ja nicht zu erwarten über einem Wohngebiet.

    Aber Grundsätzlich würde ich eher das Gespräch suchen. Zum einen fände ich hochauflösende Bilder meines Grundstückes interessant und zum anderen kann man den Kollegen später evtl. Mal gut brauchen.

    -= NUNQUAM NON PARATUS =-

  • Interessant, dass eine mgl. Verletzung der Persönlichkeitsrechte den "Waffeneinsatz" rechtfertigt.

    Nennt sich nicht (wie von Chuck Noland so blumig tiluliert) "Selbstjustiz" sondern schlicht und ergreifend Notwehr. Es gibt mehrere notwehrfähige Rechte (neben Leib, Leben und Eigentum u. a. auch die eigene Ehre.). Und gegen das Eindringen in seine Privatsphäre kann und darf man sich (unter Bedachtnahme der eingesetzten Mittel) zur Wehr setzen.

    Eine GK-Waffe (egal ob Pistole, Schrot oder Büchse) wäre definitiv (und zu Recht) auf den Schützen zurückgefallen (bei Schrot müsste man sich die örtlichen Gegebenheiten genauer ansehen, aber das führt jetzt zu weit).


    Auch aus Preppersicht sehe ich das Herunterholen der Drohne als durchaus positiv bzw. würde ich das auch so machen. Denn der Drohnenpilot weiß dann zwar nicht genau, ob etwas zu holen ist. Aber auf jeden Fall, dass mit Gegenwehr zu rechnen ist!

    Dass man mit einem unbekannten Drohnenpiloten ins Gespräch kommt, halte ich für Illusorisch: Glaubt ihr, dass da jemand herkommt und sagt: "Hey, ich bin der Typ der gerade mal deine Frau und Kinder in Angst und Schrecken versetzt hat. Magst ein hochauflösendes Foto von deinem Haus?" :rolleyes:


    Das mit der elektronischen "Kriegsführung" gegen Drohnen ist gar nicht so einfach: Verschlüsselte Verbindungen, Auto-Home-Funktionen falls das Signal abreisst, ...

    Wer die Drohne nicht EMP-Style vom Himmel holen kann wird vermutlich an den beiden anderen Sicherheitsfeatures scheitern.

    Arbeite, als wenn du ewig leben würdest. Liebe, als wenn du heute sterben müßtest.

  • Hei,


    also ich kam vor 15 Jahren als "Drohnenpilot" sehr gut mit anderen ins Gespräch.

    Damals war man den Dingern aber noch aufgeschlossen...


    Drohne direkt gegen Drohne geht in der Praxis nicht. Haben wir versucht. Absichtlicher Zusammenstoß war fast unmöglich.

    Hinderlich war meist die Höhe, die man nur schlecht schätzen konnte.


    Ein Netz oder auch nur einen Faden hinter einer Drohne herziehen geht bei sehr besonnener Flugweise. Ansonsten verheddert sich die eigenen Drohne ganz schnell darin.


    Softair dürfte zu Friedenszeiten ganz gut gehen. Selbst wenn die Kugel nur wenig Energie hat, dem Rotor wird sie trotzdem schaden. Ich denke, dass man viele Kugeln verschießen muss, bevor man die Drohne vom Himmel holt.


    Was ich probieren würde: Zwei Kugeln, verbunden mit einer dünnen (Aramid-)Faser per Steinschleuder abgeschossen. Da hat man dann als Wirkung eine Linie und nicht nur einen Punkt. Kommt die Faser auch nur in einen Rotor, wird sie diesen lahm legen...



    Grüße,


    Tom


    PS: Notwehr dürfte das keine sein. Aber Notstand. Ist ähnlich, aber da findet eine Güterabwägung statt! Ganz sicher bin ich mir auch nicht und kommt garantiert auf den Einzelfall an.

  • Hallo Freunde der kleinen Fluggeräte,


    das wird noch besser - äh - kleiner:

    https://www.heise.de/tp/featur…Kampfeinsatz-4462518.html


    hier mal die Daten:

    32 Gramm
    Länge von 16,8 cm
    Rotor Durchmesser von 12,3 cm.
    zwei elektrooptische Kameras und einer Wärmebildkamera mit LED-Licht zur Nachtsicht


    https://www.flir.de/globalasse…net-prs-vrs-brochure2.pdf


    wenn die auch privat zu haben sind wird's "lustig" - da fällt mir nix mehr dazu ein ?(

    Du kannst die Zukunft verändern mit dem was du heute tust. :huh:

    Einmal editiert, zuletzt von canuck () aus folgendem Grund: Ergänzung: link zu "Black Hornet PRS / VRS Brochure"

  • ... ich seh es schon kommen:

    Die wichtigste Ausrüstung des modernen Preppers zur Selbstverteidigung wird ne große Fliegenklatsche!


    🤓


    SCNR

    ksbulli

    Hier wird das Licht von Hand gemacht ... und der Motor gehört nach hinten!

  • Ich frage mich gerade, wie windanfällig solch eine 32g schwere Drohe ist.


    Schon mein Spielzeug (ohne Kamera übrigens ;)) wiegt 150 Gramm. Das kann ich bei mittelstarkem Wind kaum noch draussen fliegen.

    Heute ein guter Plan ist besser als morgen ein perfekter Plan.

    -George S. Patton-

  • und so zeugs gibt's ja auch noch - die Fliegenklatsche muss dann schon ne gewisse Größe haben :whistling:

    Du kannst die Zukunft verändern mit dem was du heute tust. :huh:

  • Das Abschiessen mit einer anderen Drohne stelle ich mir zu schwierig vor

    ...dürftest Du vermutlich recht haben, daher würde ich an die "Billigdrohne" einfach ein paar 10 Meter lange Drachenschnurrleinen anbinden und über die Rotoren der "abzufangenden" Drohne fliegen... müsste auch seinen Zweck erfüllen aber wie schon geschrieben, ne Netzkanone mach bestimmt viel mehr Spaß... :evil:;)

    Normatilät tsi legidilch enie statsiticshe Häunufg mögilhcer Wahcsrheinlicheikten!

    Meine wichtigsten Ressourcen sind Zuversicht, mein Wissen, Ideen, handwerkliches Geschick und die verknüpfte Improvisation davon!
    Gruß derSchü