... der Brexit kommt?

  • Ich glaube auch nicht an ein Schwarz-Weiß-Szenario, aber die Risikoanalyse kommt nicht von Redakteuren, sondern von der britischen Regierung. Und darin werden Engpässe bei der Versorgung mit Medikamenten (auch für die Tierzucht), lokale Treibstoffengpässe und ein reduziertes Angebot bei frischen Lebensmitteln genannt.

    Dafür kann man zum Teil selbst Vorsorge treffen. Das halte ich für richtig und vorausschauend.

  • Bei einem No-Deal-Brexit fällt UK zwar aus den Verträgen mit den EU-Staaten heraus. Zumindest was den Warenverkehr auf dem Landweg betrifft (Eurotunnel), könnte ein rasch ausgehandeltes bilaterales (Freihandels-)Abkommen mit Frankreich ziemlich schnell Entlastung bringen, da die Waren dann wieder verzögerungsfrei durch den Tunnel transportiert werden können. Dann würde F zur Drehscheibe im Warenverkehr mit GB.


    Mehr Sorgen macht mir die innere Zerissenheit der Insulaner, würde mich nicht wundern, wenn die Union auf der Insel zerfallen würde (Schottland vs. England usw.) Auch eine Rückkehr eines bewaffneten Nordirland-Konflikts ist eine realistische Option.


    Grüsse

    Tom

  • Bei einem No-Deal-Brexit fällt UK zwar aus den Verträgen mit den EU-Staaten heraus. Zumindest was den Warenverkehr auf dem Landweg betrifft (Eurotunnel), könnte ein rasch ausgehandeltes bilaterales (Freihandels-)Abkommen mit Frankreich ziemlich schnell Entlastung bringen, da die Waren dann wieder verzögerungsfrei durch den Tunnel transportiert werden können. Dann würde F zur Drehscheibe im Warenverkehr mit GB.


    Mehr Sorgen macht mir die innere Zerissenheit der Insulaner, würde mich nicht wundern, wenn die Union auf der Insel zerfallen würde (Schottland vs. England usw.) Auch eine Rückkehr eines bewaffneten Nordirland-Konflikts ist eine realistische Option.


    Grüsse

    Tom

    Bei einem lediglich bilateralem Freihandelsabkommen zählt eigentlich immer das "Ursprungsprinzip" , das heißt in die eine Richtung dürften unter diesem Abkommen nur britische Waren bewegt werden, in die andere französische, und zwar Dinge die vollständig oder weitgehend in dem Land hergestellt wurden. Aber immerhin schon besser als gar nichts.

  • Hallo,


    in diesem Zusammenhang noch eine Info, Frankreich wird sich weigern, eventuelle Zollformalitäten direkt an den Häfen abzuwickeln. Es wird ein "Sperrbezirk" geben und es müssen Innlandszollstellen aufgesucht werden - so wollen Sie ein eventuelles Chaos in den Häfen selbst vermeiden...


    LG
    Dr.S

    Erlebnisorientierter Prepper - LH Ultras

  • Mir stellt sich nicht mehr die Frage, wann der Brexit kommt, sondern ob er noch kommt.

    Hier wird mit allen Mitteln versucht, das eigene Volk nochmals umzustimmen. Mit einer erneuten Wahl, so ist die Hoffnung, könnte GB ganz nach dem "Wille" des Volkes drin bleiben.

  • Bei einem lediglich bilateralem Freihandelsabkommen zählt eigentlich immer das "Ursprungsprinzip" ,

    Interessant ist hierzu eine Passage aus Spiegel Online gestern:


    "... Andernfalls fürchtet die EU, dass auf der irischen Insel ein Schlupfloch in den Binnenmarkt entsteht. Güter, die nach Irland eingeführt werden, können frei im Rest der EU zirkulieren, das ist die Regel." (Quelle)


    Ähnlich müsste das dann doch auch sein, wenn GB Güter (per bilateralem Abkommen) nach Frankreich einführen würde?


    Grüsse

    Tom

  • Ähnlich müsste das dann doch auch sein, wenn GB Güter (per bilateralem Abkommen) nach Frankreich einführen würde?

    Wenn man ein Abkommen hat, kann man aber festschreiben, dass man sich teilweise an die inneren Bestimmungen des jeweils anderen hält. Dann reichen Stichproben oder im Nachhinein die juristische Verfolgung von Beschwerden der Verbraucher und Marktteilnehmer aus. Ohne Abkommen gibt es das nicht, und dann müssen durchgängige Kontrollen der Warenströme eingerichtet.

  • Ich glaube, dass die "großen" Versorgungsengpässe vor allem Großbritannien treffen werden und auch dort tendenziell von kurzfristiger Natur sein werden (vielleicht sagen wir mal 4 Wochen).


    Wenn man auf ganz bestimmte Güter aus UK angewiesen ist, sollte man sich natürlich Vorräte anlegen, z.B. für Medikamente aus UK. Ich gehe davon aus, dass sich auch die meisten europäischen Firmen auf einen temporären Engpass für Zulieferprodukte aus UK vorbereiten, und das große Versorgungschaos an Europa vorbeizieht.


    Trotzdem wird sich die Wirtschaft verändern und die Firmen werden ihre Produktionsstandorte überdenken, vor allem zum Nachteil für GB.


    Und die Briten in der EU sind gearscht. Keine Aufenthaltserlaubnis, kein führerscheinabkommen, ...


    Langfristig ist der Brexit aber auch für Europa sehr schädlich. Ist Großbritannien doch das einzige europäische Land, dass CPU Know-How hat (ARM). Ohne eigene CPUs keine sicheren elektronischen Geräte und keine Abhörhoheit. Ohne Abhörhoheit kein souveränes Europa ...


    So in etwa.

    Def.: Prepping bedeutet, den potentiell Existenz bedrohenden Problemen bereits dann zu begegnen, bevor sie akut werden. Jippie ja ja ja, jippie jippie jey.

  • Naja, zumindest müssen wir nach dem BREXIT nicht auf die wunderschönen Gesänge der britischen Fußballfans in der Championsleague verzichten. UEFA und FIFA sind von der Mitgliedschaft in der Europäischen Union ja unabhängig. Falls es sich die Briten es nach dem BREXIT noch leisten können nach Europa zu reisen. ;-)

    Def.: Prepping bedeutet, den potentiell Existenz bedrohenden Problemen bereits dann zu begegnen, bevor sie akut werden. Jippie ja ja ja, jippie jippie jey.

  • Ich glaube noch nicht an den Brexit, da wird solange gemauschelt bis alle die Nase voll haben und es ihnen egal ist ob sie nun in der EU bleiben oder nicht.

    Zudem hat ja die EU sich auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert. das hätte schon längst alles über die Bühne laufen können.

    Ich denke die EU hat Angst davor das einer der Ihren aus der Reihe tanzt. Es könnte ja sein das es Nachahmer geben könnte.

  • Ob wir den Brexit noch erleben werden ??=O

    Irgendwann sollte doch von Seiten der EU ein Ende dieses Spektakels gemacht werden.:cursing:


    Der Brexit wird wohl noch vor der Eröffnung von BER erledigt sein....


    duck und weg

    Die grösste Verwundbarkeit ist die Unwissenheit - Sun Tsu

  • Ob wir den Brexit noch erleben werden ??=O

    Irgendwann sollte doch von Seiten der EU ein Ende dieses Spektakels gemacht werden.:cursing:

    Hauch Ich denke, die EU hat durchaus Mitschuld daran, dass es a) den Brexit überhaupt gibt und b) dass er noch nicht vollzogen ist.


    Der Ausstieg aus der EU darf nicht einfach sein oder flott erledigt. Sonst macht das Beispiel bloß Schule und schupps ist der nächst Beitragszahler fort...


    Ned gschimpfd is fei gloobt gnuuch!
    Der nächste fränkische Stammtisch findet 2020 statt.


    Wenn man die Freiheit einsperrt ist sie weg!


  • Na, das ändert sich minütlich. Die haben ja in erster Lesung dem Gesetz an sich zugestimmt, aber den Zeitplan verworfen. Und Johnson hat danach auch erst mal nicht mehr von Neuwahlen gesprochen, sondern von erneuten Beratungen mit den EU-Vertretern. Ich finde aber, dass es müßig ist, an jeder Volte dran zu bleiben. Irgendwas wird schon rauskommen.


    Inzwischen halte ich das wieder für wahrscheinlicher, was ich ganz am Anfang erwartet aber zwischenzeitlich als unwahrscheinlich angesehen habe: einen Status wie Norwegen oder Island.