Deutschland bereitet sich auf Blackout vor

  • Gute Nachrichten. Bis 2040 sollen die Preise für grünen Wasserstoff um 64% fallen. Damit rückt dieser Energieträger in den Bereich der Wirtschaftlichkeit und zieht bis dahin mit fossilen Energieträgern gleich.


    https://www.chemietechnik.de/e…en-dramatisch-fallen.html


    Genug davon hätten wir die Möglichkeit das Stromnetz stabil zu halten. Wir müssen es uns nur leisten können größtenteils stillstehende Gaskraftwerke zu finanzieren.

    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom..........;-)

  • Reden wir 2040 wieder drüber!

    Bis dahin sollen ja auch Krebs und AIDS geheilt sein, PV und Akku nur mehr einen Bruchteil kosten und auch sonst noch viele wunderbare Dinge passieren!


    Eigentlich sollte ja PV und Wind schon vor Jahren ohne Förderung konkurrenzfähig sein. Peak Oil gibt es, seit ich denken kann und ich weiß nicht, wie oft ich schon "den Durchbruch" in der Akkutechnologie/Medizintechnik/... gelesen habe, der "in fünf bis zehn Jahren" die Welt verändert.


    Tatsache: Ich glaube solche Sachen nur mehr dann, wenn ich es sehe.

    Arbeite, als wenn du ewig leben würdest. Liebe, als wenn du heute sterben müßtest.

  • Miesegrau  Maresi ihr habt wohl beide recht, Die Wirtschaftlichkeit von Energieträgern hängt, wie wir wissen, massiv vom Steuersystem ab.
    Ich erreichte all meine PV Anlagen ohne Förderungsantrag und komischerweise ist der Punkt des Return of Investment dadurch viel früher erreichbar als mit Förderung.


    Gruß Kcco

    Gsund bleiben

    Keep clam and chive on

  • Miesegrau  Maresi ihr habt wohl beide recht, Die Wirtschaftlichkeit von Energieträgern hängt, wie wir wissen, massiv vom Steuersystem ab.
    Ich erreichte all meine PV Anlagen ohne Förderungsantrag und komischerweise ist der Punkt des Return of Investment dadurch viel früher erreichbar als mit Förderung.


    Gruß Kcco

    Kannst du erklären, warum?

    Würde mich brennend interessieren.


    Gruß offroader

  • Die einfachste Förderung ist eine Investitionsförderung. Um den Rest (Eigenverbrauch, Verkauf an z.B. Energielieferant) muss man sich selber kümmern.


    Da Anlagenkosten - Förderung niemals größer sein kann als die Anlagenkosten alleine, ist diese Aussage mMn schlichtweg falsch.

    Arbeite, als wenn du ewig leben würdest. Liebe, als wenn du heute sterben müßtest.

  • Die einfachste Förderung ist eine Investitionsförderung. Um den Rest (Eigenverbrauch, Verkauf an z.B. Energielieferant) muss man sich selber kümmern.


    Da Anlagenkosten - Förderung niemals größer sein kann als die Anlagenkosten alleine, ist diese Aussage mMn schlichtweg falsch.

    Sehe ich auch so, darum die Frage.


    In Deutschland ist es so, das der eigen erzeugte und verbrauchte Strom versteuert werden muss, wenn die PV Anlage zuvor in Vorsteuerabzug (z.B. als Firma) gebracht wurde.


    Dementsprechend ist es besser, die Panele einfach aufs Dach zu schrauben und den Staat im Dunkeln zu lassen. Längerfristig spart man dadurch mehr.


    Gruß offroader

  • In Deutschland ist es so, das der eigen erzeugte und verbrauchte Strom versteuert werden muss, wenn die PV Anlage zuvor in Vorsteuerabzug (z.B. als Firma) ....

    Deutschland:


    Man muss zwischen Umsatz- und Einkommensteuer trennen, das eine hat mit dem anderen nämlich gar nichts zu tun (Einnahmenerzielungsabsicht versus Gewinnerzielungsabsicht).


    Auf den selbst produzierten und selbst verbrauchten Strom zahlt man die Umsatzsteuer, die man in seinem bestehenden Stromtarif zahlen würde (also die 19% auf die netto 23 bis 30 Eurocent), wenn man die kWh dort bezogen hätte.


    Mit der Einkommensteuer hat das nix zu tun. Die fällt - stark vereinfacht - nur auf den zu versteuernden Überschuss aus der Gesamtrechnung (EÜR) an, das dürfte bei den allermeisten Kleinanlagen eine Kleinstgröße sein. Das, was ich selbst verbrauche, liefert keinen Umsatz mehr (Einspeisevergütung), damit geht bei steigendem Eigenverbrauch auch die steuerliche Gewinnerzielungsmöglichkeit zurück.


    "Gewinn" ist hier der steuerrechtliche Begriff, nicht das für dein Portemonnaie.


    Beispiel:

    Ich zahle auf meinen "Eigenverbrauch" schön die USt des Vergleichstarifes. Meine Anlage wird wegen Speicher, Backupbox und Nordpanels jedoch nie einen einkommensteuerrechtlichen Überschuss erzielen (ich habe ja auch keine Gewinnerzielungsabsicht) und ist daher einkommensteuerrechtlich Liebhaberei und wird nicht beachtet. Trotzdem muss ich wegen der Einnahmenerzielung jetzt die Umsatzsteuervoranmeldungen sowie die Umsatzsteuererklärung machen, zumindest für 5 Fiskaljahre, also bei mir 6 volle Kalenderjahre.

    Einkommensteuerrechtlich ist die Anlage ein Verlustgeschäft. Unterm Strich, wenn jeder Wechselrichter über 20 bis 25 Jahre nur einmal getauscht werden muss und nix anderes kostspielig kaputt geht, fährt die Anlage auch ohne Strompreissteigerungen einen "Gewinn" in Form von Ersparnis ein, der aber steuerrechtlich nicht relevant ist.

  • Würde ich so sagen. Müsste man im Detail durchrechnen.


    Wenn ich eine PV Anlage planen würde, dann als Inselanlage ohne öffentliche Einspeisung.

    Ohne Steuern, ohne Einspeisevergütung, ohne Steuerberater.

  • Bei Kleinanlagen ist es auf das Jahr gesehen "Klickerkram", was mich ja auch nervt. Über die Laufzeit von 20+X wo ich die 20 Jahre eine fixe kleine Vergütung bekomme ist die Einspeisevergütung die Kohle für die Ersatzwechselrichter, "Wartung" und Kleinkram wie Softwarelizenz. Getreu dem Motto "Kleinvieh macht auch Mist" schlage ich mich die paar Minuten im Jahr mit der Umsatzsteuer rum und packe die Vergütung zur Seite.

  • Zur Info:


    in der Schweiz ist dr Eigenverbrauch nicht steuerbar, die Einspeisung hingegen schon. Aus Wesentlichkeitsgründen könnte davon auch abgesehen werden. Ich erwarte hier aber noch eine Aenderumg der Steuerpraxis.

    Pa Capona!

  • offroader

    Ich seh gerade das es hier neue Förderrichtlinien gibt mit diesen hab ich nicht gerechnet,

    Bisher gab es 250€ pro KWp bei Vorlage für Max 5 KWp.
    Dafür braucht es die Vorlage von Rechnungen über Wechselrichter, PV Paneele, Montage System und Montage von einem österreichischen Unternehmen. Zusätzlich die Vorlage der Baugenehmigung der Gemeinde, den Einspeisevertag mit dem Energieunternehmen und sinnvollerweise den E Befund.
    Da gibt’s einfach große Preisunterschiede beim Einkauf der Komponenten über den Solateur oder eben bei einem Händler irgendwo.


    Gruß

    Kcco

    Gsund bleiben

    Keep clam and chive on

  • Wenn ich in D Strom aus einer PV-Anlage einspeise , betreibe ich einen Gewerbebetrieb. Wenn ich für die Regelumsatzsteuer optiere , bekomme ich für den Einspeiseerlös Umsatzsteuer (und bei der Anschaffung die gezahlte Mehrwertsteuer zurück).

    Wenn ich jetzt Strom aus der Anlage selbst verbrauche , liegt steuerrechtlich Eigenverbrauch vor. So wie wenn der Bäcker seine selbst gebackten Brezen isst. Mehl und Backkosten sind ja auch Betriebsausgaben.

    Der verbrauchte Strom ist einkommenssteuerrechtlich eine Betriebsentnahme, die den Erlös erhöht.


    Einspeisevergütung 1000 €

    Eigenverbrauch 500 €

    Erlös 1500 €

    Durch den Eigenverbrauch erhöht sich also der zu versteuernde Gewinn um 500 €, bei einem Steuersatz von 30 % sind das 150 €.


    für die 1000 € bekomme ich vom Netzbetreiber 19 % Umsatzsteuer, = 190 €, die ich ans Finanzamt abführe

    für die 500 € Eigenverbrauch fallen ebenfalls 19 % Umsatzsteuer an = 85 € , die ans Finanzamt zu zahlen sind


    für einen Eigenverbrauch im wert von 500 € fallen als 235 € Steuern an .

    Wenn ich die Steuererklärung nicht selbst machen kann, zahl ich noch den Steuerberater für Gewinnermittlung/EUR , Anlage G und Umsatzsteuererklärung.


    Je höher der Eigenverbrauchsanteil , zB durch Speicher umso mehr kassiert der Staat mit ab.

    Dann doch lieber keinen Einspeisevertrag mit dem Netzbetreiber abschließen.


    Es muß keine reine Inselanlage sein. Es reicht aus, daß technisch dieEinspeisung weitgehend gegen 0 geht und man kann weiterhin noch Strom aus dem Netz beziehen.


    frieder

  • Ich bin mir gerade nicht sicher, ob ich richtig verstanden habe:

    Ich bekomme 1000 € Einspeisevergütung und zahle schon mal 235 € Umsatzsteuer. Dazu die 150 € Einkommensteuer zusätzlich auf den erhöhten Erlös, also in Summe 450 €. Umsatzsteuer und Einkommensteuer zusammen sind dann 685 €. Soweit richtig gerechnet? Das wären unterm Strich 315 € mehr in meiner Tasche, die ich ohne Einspeisevergütung nicht hätte.


    Der Strom im Wert von 1000 € muss ja im Zweifelsfall auch erstmal irgendwo zwischengespeichert werden. Also muss ich bei einer Inselanlage entsprechende Kapazitäten vorhalten. Oder spare mir Einstandskosten, indem ich die Anlage gleich auf die 500 € Eigenverbrauch hin optimiere und nicht dreimal so groß plane und den Rest einspeisen muss, wenn ich ihn nicht verschwenden will... 🙄


    Vielleicht bin ich ja etwas naiv in meiner kapitalistischen Denkweise. Aber jede Form von Einnahme, die ich erzielen kann, ohne dafür großartig Mehraufwand zu betreiben ist doch eigentlich toll, oder? Die Steuererklärungen für eine PV-Anlage kann ich auch noch mit 90 machen (lassen). Meine Brötchen fürs Frühstück als Maurer hingegen definitiv nicht mehr... Also mehr Geld zur schmalen Rente...

  • Noch ein Aspekt.

    Bei entsprechend leistungsfähigen, nicht angemeldeten Insel PV - Anlagen könnte die Executive darauf aufmerksam (gemacht) werden, da der Verdacht auf Betrieb einer Cannabis - Plantage besteht.


    Wir hatten im Büro schon Anfrage der Kripo aus einem anderen Bundesland, denen die Stromrechnung bzw. der Strombedarf (nicht PV) in einer Industriehalle suspekt vor kam.


    Weiß aber nicht wie die Geschichte ausging.


    Schönen Tag. Transalp.

    Planung ersetzt den Zufall durch den Irrtum!