Extremwetter-Klimarisiko-Bewältigung

  • Aufgrund der Stürme, Hitzewellen und Dürren in 2018 ist Deutschland auf Platz 3 des Klima-Risiko-Index, den die Organisation Germanwatch auf der Weltklimakonferenz in Madrid vorstellte.


    Der komplette Klimarisikoindex-Bericht von Germanwatch befindet sich hier.


    Leider fehlt mir die Zeit die Berichte im Detail durchzuarbeiten.


    Aus Prepper-Sicht ist die Greta-Thunberg-Diskussion (ob es einen Klimawandel gibt und wie man ihn ggf. angemessen bekämpft) irrelevant. Es geht nur darum, wie man die ansteigenden Extremwetterlagen katastrophentechnisch beherrscht. Also nur das was es bereits gibt und mit dem auch in den nächsten 5 Jahren mit hoher Wahrscheinlihkeit wieder rechnen kann/ muss.


    Dabei betten sich unsere persönlichen Vorkehrungen natürlich in das was die öffentliche Hand bereits vorkehrt ein. Vielleicht sammeln wir erstmal die ganzen Extremwetter-Szenarios zusammen und notieren uns dazu, was Staat/Bundesland/Kanton/Gemeinde diesbezüglich bereits vorhalten und leiten dann daraus - wen es betrifft - unsere persönlichen Schutzmaßnahmen ab?

    It's not just the number of cannons, that decides about the outcome of a sea-battle, but - more importantly - how well you're able to operate  the ship. (Frei zitiert nach Admiral Lord Horatio Nelson, 1758–1805).

  • Ich finde es eigentlich nicht relevant, was diverse öffentlichen Organisationen und Gliederungen vorhalten. Schweres Gerät kann man mit Hausmitteln ohnehin nicht ersetzen. Deshalb sollte der Fokus auf einer sinnvollen häuslichen Ausstattung liegen, egal, was von Feuerwehr und Co. zu erwarten ist.


    Für mich heißt das zunächst, dass ich das Haus in Schuss halte. Letzte Woche habe ich zum Beispiel das Herbstlaub aus den Abläufen am Haus entfernt. Das Dach wird zweimal im Jahr per Fernglas von untern auf Schäden kontrolliert, etc.


    Darüber hinaus bedeutet Extremwettervorbereitung für mich, dass ich einen Vorrat besitze, der mich von Versorgungsunterbrechungen, die mit Extremwetter einhergehen, zu hause halbwegs unberührt bleiben lässt, sofern das Haus selbst nicht beschädigt wurde. Das ist die übliche Ausstattung, die für alle möglichen Notfälle gedacht ist: Lebensmittel, Wärme, Licht, Kommunikation, etc.


    Nächster Punkt ist eine Ausstattung mit Werkzeug, wie Schippen, Besen, Eimer, Akkuschrauber etc., die bei der Beseitigung von Schäden helfen können. Dazu gehören natürlich Materialien wie Schrauben, Planen, Balken, Dachlatten, OSB-Platten, Sandsäcke, etc. Da habe ich einen ganz brauchbaren Grundstock. Allerdings sind meine Lagerkapazitäten gerade für Konstruktionsholz begrenzt, so dass ich bei echten Schäden sicher nicht viel weiterkäme. Für kleinere Reparaturen und das Abdichten von zwei, drei kaputten Fenstern oder einem kleinerem Loch im Dach sollte es aber reichen. Letztlich verfolge ich aber keinen Ansatz, der ein Optimum darstellen soll, sondern einen, bei dem Aufwand und Möglichkeiten in einem vernünftigen Verhältnis zueinander bleiben. einen Schuppen eigens als Holzlager aufs Grundstück zu stellen, wäre mir dann doch zu viel Aufwand.

  • Hallo,


    nachdem wir in den letzten Jahren mit einem Jahrhundert-Hagelsturm, zwei Extremregen-Ereignissen innerhalb von 14 Tagen (jeweils liefen bei einem knappen Dutzend Häuser die Keller voll - auf der Alb in 800m Höhe ein Novum), einem weiteren kräftigen Hagelunwetter und in diesem Januar mit 90cm Nassschnee innerhalb von 3 Tagen konfrontiert wurden, sieht unsere persönliche Vorsorge für Haus& Hof so aus:

    - starke Tauchpumpe mit C-Schlauchanschluss + Schläuche

    - Benzinmotorpumpe mit C-Anschluss, denn bei den beiden Regenereignissen wurde im betroffenen Wohngebiet der Strom abgestellt - unsere 3 Feuerwehrfahrzeuge und ein weiteres im Rahmen der Überlandhilfe konnten die Einstzstellen nur nacheinander abarbeiten.

    - 12 Plexiglasplatten fertig auf Dachfenstermaße zugeschnitten (bei 12 Dachfenstern wäre mir im Hagelfall zuviel "Loch" im Dach). Die werden im Fall des Falles mit Silikon o.ä. von außen auf die Flügel der Dachfenster geklebt. Nach dem Reutlinger Hagelsturm dauerte es teilweise ein knappes Jahr, bis alle Dächer wieder hergestellt waren, weil einfach zuviele Baustellen gleichzeitig da waren.

    - 200l Diesel, 20l Benzin sowieso

    - Lebensmittel&Trinkwasservorräte sowieso

    - Gaskocher, LED-Laternen, BAtterie-Radios, CB-Funkgeräte sowieso

    - für etwaige Arbeiten auf Dächern zwei Sätze Höhensicherung (Klettergurt, Fall-/Seilbremse, Seile)

    - eigene Schneefräse gewartet und einsatzbereit (sowieso), "Patenschaft" für die Schneefräse der Nachbarin übernommen.

    - Schneeketten vorhanden und im Winterhalbjahr immer gute Winterreifen auf den Autos drauf.


    Grüsse

    Tom

  • Es geht nur darum, wie man die ansteigenden Extremwetterlagen katastrophentechnisch beherrscht. Also nur das was es bereits gibt und mit dem auch in den nächsten 5 Jahren mit hoher Wahrscheinlihkeit wieder rechnen kann/ muss.


    Dabei betten sich unsere persönlichen Vorkehrungen natürlich in das was die öffentliche Hand bereits vorkehrt ein. Vielleicht sammeln wir erstmal die ganzen Extremwetter-Szenarios zusammen und notieren uns dazu, was Staat/Bundesland/Kanton/Gemeinde diesbezüglich bereits vorhalten und leiten dann daraus - wen es betrifft - unsere persönlichen Schutzmaßnahmen ab?


    Ich weiß nicht, was soll das sein, "Extremwetter"?


    Hier gab es kein Extremwetter, die letzten Jahre bis auf die Dürre 2018. Dieses Jahr war es fast genauso trocken, aber mittlerweile hat so viel geregnet, die Grundwasserpegel sind wieder aufgefüllt. In einem Garten habe ich einen Brunnen.


    Klar kann man Wasser horten, aber ich habe da noch keine besonderen Vorbereitungen getroffen. Das ist ja auch alles teuer. Ich kann immer nur so viel machen, wie der Geldbeutel her gibt und der ist im Moment leer.


    Die Frage ist auch, wie weit man mit Wassertanks kommt. Der Gartennachbar hat so einen Riesentank, damit hat er dreimal im Sommer den Garten gewässert, was wohl auch dringend notwendig war, und schon war der Tank leer.


    Klar in einer Notlage muß man seine Tomaten nicht gießen. Aber allgemein braucht man mehr Wasser, als man denkt, und da kommt schon sehr viel zusammen. So viel zu lagern sehe ich au diversen Gründen als schwierig an.


    Ansonsten wüßte ich nicht, was Extremwetter sein soll, gut, im Winter fällt schon mal Schnee, das kann auch mal mehr sein, aber extrem wäre das in meinen Augen nicht.

  • Aprilregen: dann sei froh, wenn es dich bislang nicht betroffen hat.


    Bei uns war die Lage z.B. am 28. Juli 2013 nach 15min Hagel so:

    "Von Sonntag, 28.07.2013, bis Dienstag, 30.07.2013, gingen bei der Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst über 10.900 Notrufe ein.

    Daraus wurden über 6.000 Einsatzmeldungen generiert und an die Feuerwehren im Landkreis bzw. an die Abschnittsführungsstellen in den Feuerwehrhäusern in den Stadtbezirken weitergeleitet. 2.534 Einsatzaufträge mussten in der Stadt Reutlingen generiert, angefahren und bearbeitet werden.

    (...)

    In der Stadt Reutlingen waren über 8 Tage rund 2.460 Einsatzkräfte mit über 530 Fahrzeugen eingesetzt.Es wurden folgende Materialien beschafft und an den Einsatzstellen verbaut:

    160.000 m² Folien31.000 m Dachlatten

    1.400 kg Nägel30.000 m Klebeband"


    Das ist Extremwetter.


    Grüsse

    Tom

  • tomduly


    Wir kommen aus der gleichen Gegend.


    Das hier:

    Zitat

    - für etwaige Arbeiten auf Dächern zwei Sätze Höhensicherung (Klettergurt, Fall-/Seilbremse, Seile)

    ist auf jedenfall sinnvoll. Ich meine es war in Immenhausen oder Mähringen wo 2013 einer beim Versuch ein kaputtes Dachfenster abzudichten abgestürzt und tödlich verunglückt ist.

  • tomduly: Hier regnet es eigentlich eher so nicht. Wie gesagt wir habe eher Probleme mit Dürre. Aber selbst da kommt ja noch das Wasser aus der Leitung.

  • Also das mit dem Hagel... 8|


    Von so was willst ja nicht wirklich getroffen werden!


    Bei uns gab es vor ein paar Jahren auch einen Regenschauer von vielleicht 20 Minuten, der hat aber wirklich bewirkt, dass an etlichen Stellen (Senken) sich das Wasser aus den Gullis gedrückt hat und natürlich sind etliche Keller vollgelaufen. Auch einer der Gründe warum bei uns alles was in Papier gelagert wird, nach dem Einkauf direkt vakuumiert wird (zb. Zucker, Mehl, Reis, aber auch Tee usw). Sollte da der Vorratsraum "absaufen" wäre es kein 100%iges Desaster.


    Ein paar Minuten ordentlich "Wetter" können einiges ändern!

    Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst.


    Albrecht Müller

  • Hier bei mir war es 2018 so, dass es im Hochsommer zunächst eine Logistikknappheit von Discountwasser gab (weil mein Gebiet anscheinend am Ende der Logstikrouten der Supermärkte lag, und die Speditionen einfach kostengünstig am Anfang der Route die Bestellungen erfüllt haben.) Und zum spätsommer hin kam dann das Problem Rhein-Niedrigwasser hinzu. Die Binnenschiffe mit Benzin und Diesel konnten nicht mehr fahren. Dadurch waren einige Tankstellen dann öfter ohne Sprit, während die Tankstellen immer noch Sprit geliefert bekamen (weil sie bessere Verträge hatten).


    Anfang 2019 (wenn ich mich recht entsinne) gab es 20km entfernt Starkregen mit Überflutung eines Teils der Innnenstadt und eines großen Autoparkplatzes.


    Und der Wald ist kaputt. Wenn man auf kleinen Pfaden wandert, kommt man öfter an Bäumen vorbei die bereits schief stehen und sich anderen Bäumen abstützen und bei einem Windstoß verdächtig ächtzen.


    Das ist es hier in meiner Region ungefähr.


    Aber in den Alpen (Südostfrankreich, Norditalen, Österreich) gab es 2018 und 2019 ja einiges an Stark-Niederschlägen, insbesondere auch mit Einschneiungen und Murenabgängen.

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  • Ein paar Minuten ordentlich "Wetter" können einiges ändern!

    :/:thumbup: ...allerdings und das man sich nicht auf jegliches möglicherweise auftretende Naturextrem vorbereiten kann ist auch klar aber ich definiere für mich "Extremwetter" als: Eine in meiner Region/MeinzuHause betreffend passierendes Ereignis welches eigentlich in diesem Gebiet unwahrscheinlich ist/sein sollte und mich dennoch bei Eintritt schädigen könnte. Darauf versuche ich mich auch Vorzubereiten, gerade wenns "nur" handwerkliche Arbeit macht aber ansonsten keine großen Kosten verursacht!


    Zum Beisspiel obwohl eigentlich kein gefährdetes Gebiet, ist uns bei einem Starkregen von gerademal 30 Minuten in Verbindung mit einem über Wochen ausgetrockneten Boden der diese Wassermassen nicht schnell genug aufnehmen konnte der Kellervorraum über die Aussentreppe vollständig, inklusive Heizung abgesoffen. Glücklicherweise liegt dieser Raum tiefer als mein Vorratskeller und besitzt jetzt von der Vermietergenossenschaft spendiert eine neue Pumphebeanlage... dennoch habe ich danach alle "NichtWasserBeständigen" Materialen die ich dort lagere jetzt anders verpackt/vacuumiert und nochmals umsortiert sowie Höher postitioniert! Zusätzlich kamen zwei U-Schienen mit einschiebbarer passender Holzbohle vor meine Kellertür um einen weiteren Meter zu gewinnen! Klar, immer noch keine 100% Sicherheit aber Doppelt & Dreifach hält nunmal Besser...

    Normatilät tsi legidilch enie statsiticshe Häunufg mögilhcer Wahcsrheinlicheikten!

    Meine wichtigsten Ressourcen sind Zuversicht, mein Wissen, Ideen, handwerkliches Geschick und die verknüpfte Improvisation davon!
    Gruß derSchü

  • Ich wohne in Wien und habe noch keine besonderen Vorbereitungen hetroffen da es noch keine "extremen" Wetterphänomene gab die sich bei mir irgendwie ausgewirkt hätten.


    Alle Keller in meiner Gegend sind trocken, Schnee gibt es alle heiligen Zeiten, das Grundwasser ist weder gestiegen noch gefallen, Hagel kommt alle 5 - 10 Jahre einmal vor, 2 mal im Jahr führt die Donau Hochwasser aber das war in Wien seit Ewigkeiten kein Problem mehr (und wird auch keines mehr werden - Danke an die Donauinsel), Ab und zu gibt es Sturm bis 100 km/h aber das ust auch nix neues,


    Was aber nicht bedeutet das ich nicht aufpasse was die Zukunft bringt. Nur weil es jetzt keine Probleme gibt muss es Morgen nicht genau so sein.

  • Zum Beisspiel obwohl eigentlich kein gefährdetes Gebiet, ist uns bei einem Starkregen von gerademal 30 Minuten in Verbindung mit einem über Wochen ausgetrockneten Boden der diese Wassermassen nicht schnell genug aufnehmen konnte der Kellervorraum über die Aussentreppe vollständig, inklusive Heizung abgesoffen.

    Ich glaube, sobald man in Hanglage wohnt, insbesondere an der Talsohle des Hangs, muss man über Wasser nachdenken. Sowohl über das Wasser das den Hang/ Straße/Bach herunter läuft, als auch über das Wasser was sich aus Kanal / Bach / Fluss ins eigene Haus zurückstauen könnte. Und wenn man an einer Hauptwasserleitung oder einer Fernwärmeleitung wohnt, auch über dieses Wasser.

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  • Gibt es eigentlich irgendwo im Internet eine Extremwetter-Statistik?


    Bis jetzt habe ich nur diese Todefälle durch Extremwetter-Statistik gefunden. Maximal 2 pro 100'000 Einwohner, das ist ja fast nichts.


    Vielleicht findet man bei den Versicherungstatistiken (Gebäudeversicherung, Elemantarschadenversicherung) belastbarere Daten als bei den Klimawandelaktivisten?

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  • Ich glaube, der Begriff "Extremwetter" ist schon an sich ein Problem. Der ist seit ein paar Jahren in Mode gekommen, aber für Metrologen gibt es den meines Wissens nicht.


    Die Versicherungswirtschaft gibt dazu regelmäßig was raus, für Deutschland beispielsweise hier: https://www.gdv.de/de/medien/a…erme-und-starkregen-42732 Allerdings bildet das natürlich nicht alles ab. Die Versicherer weisen selbst drauf hin, dass nur eine Minderheit der Hausbesitzer einen Schutz gegen Wetterphänomene außer Hagel und Sturm haben. Und es müssten auch die in Hochwassergebieten wieder hineingerechnet werden, die überhaupt keine Elementarversicherung mehr bekommen.


    Hier ist bei Munich Re eine allerdings nicht ganz aktuelle Tabelle, die zeigt, wie viel höher die nicht versicherten Schäden liegen, allerdings weltweit: https://www.munichre.com/topic…ral-catastrophe-2016.html


    Das entspricht auch der Logik, dass Unwetter eher in Gegenden auftreten, wo man bislang nicht damit gerechnet hat und entsprechend nicht verichert ist.


    Munich Re hat insgesamt sehr gute weltweite Zahlen: https://www.munichre.com/de/ri…ehmen-tendenziell-zu.html


    Dabei muss man natürlich berücksichtigen, dass die vom Verkauf von Versicherungspolicen leben und damit auch parteiisch sind.


    Hier noch ein ganz umfangreicher Datensteinbruch vom Wissenschaftlichen Dienst des Bundestags: https://www.bundestag.de/resou…/wd-8-049-16-pdf-data.pdf

  • Ich glaube, sobald man in Hanglage wohnt, insbesondere an der Talsohle des Hangs,...

    Jein... Regional bestehende "Gefahrenquellen" meinte ich da gerade ja nicht, das man sich angesiedelt in einem Waldgebiet halt auf Brände und in einem Hochwassergebiet oder wie von Dir angesprochen einer Talsohle auf Wasser einstellen sollte ist eigentlich selbstverständlich!


    Ein nennen wir's mal "Extremwetterphänomen" ist für mich halt ein völlig untypisch/unwahrscheinliches Szenario für mein ZuHausePlatz und klar, kann ich mich schlecht auf ein massives Erdbeben mit ner 6 auf der Richterskala vorbereiten, aber ein paar Dachlatten, Nägel & Hammer und ne Gewebefolie gegen ne eben für die Region eigentlich unwahrscheinliche Sturmböe die mir ein Loch ins Dach reißt schon...

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    Gruß derSchü

  • Eigentlich müsste die schweizerische Elementarschadenversicherung das Thema Extremwetter sehr gut in Zahlen abbilden können. Zum einen ist sie weltweit einzigartig, weil sie sämtliche Naturschäden versichert, nämlich:

    • Hochwasser
    • Überschwemmung
    • Sturm (= Wind von mindestens 75 km/h, der in der Umgebung der versicherten Sachen Bäume umwirft oder Gebäude abdeckt)
    • Hagel
    • Lawinen
    • Schneedruck
    • Felssturz
    • Steinschlag
    • Erdrutsch

    Außerdem ist die Elementarschadenversicherung in der Schweiz Teil der obligatorischen Gebäudefeuerversicherung. Je nach Kanton muss man die kantonale Gebäudefeuerversicherung abschließen oder muss eine privatwirtschaftliche Gebäudefeuerverischerung abschließen (GUSTAVO-Kantone). Beide enthalten jeweils die Elementarschadenversicherung.


    Wie Asdrubal genau richtig formulierte, bekommt man in DE und AT in besonders von Naturereignissen gefährdeten Gebieten gar keine privatwirtschaftliche Elemenatarschadenversicherung.


    Weil die Schweiz - fast ausnahmslos - ein Bergland ist und sich Extremwetterlagen bevorzugt an Bergkämmen aufbauen, sollte man Extremwetterschäden in der schweizerischen Elementarschadenverischerung also zuerst finden.


    Hier die SVV Statistik 2018.


    Die Schadenzahlung für Elementarschäden waren:

    2014 2015 2016

    134 129 119 Mio. CHF

    (SVV Statistik 2018 S. 26)


    Da ist bisher kein Anstieg. Aktuellere Zahlen habe ich nicht gefunden.

    It's not just the number of cannons, that decides about the outcome of a sea-battle, but - more importantly - how well you're able to operate  the ship. (Frei zitiert nach Admiral Lord Horatio Nelson, 1758–1805).

  • Zitat

    Aus Prepper-Sicht ist die Greta-Thunberg-Diskussion (ob es einen Klimawandel gibt und wie man ihn ggf. angemessen bekämpft) irrelevant. Es geht nur darum, wie man ... Extremwetterlagen katastrophentechnisch beherrscht.

    Naja, außer Folie,Dachlatten, Brettern, Pumpen ist nichts da:|

    - der Gulli ist vor dem Haus durch die Stadt doppelt gemacht , weitere oben ist ein Rinne, die Starkregen bis jetzt aufgefangen hat. So 2-3cm kam schon auf der Straße den Berg runter und da sind ein paar Disketten am Fensterbrett im Halbkeller eingeweicht worden ( war vor Doppelgulli und Rinne)

    Hab aber in Coburg vor dem Kongresshaus dieses Jahr mindestens 3mal Sprudelbrunnen :huh:statt Gullie gesehen.

  • Naja, außer Folie,Dachlatten, Brettern, Pumpen ist nichts da

    Klar immer ausbaufähig aber ist doch OK und schon mehr als die Meisten zur Verfügung haben :):thumbup:


    Denke eher wenn nicht direkt Haus&Hof massiv betroffen "unsere" ja sowieso Vorbereitungen mich für eine längere Krisen/Notsituation auch auf eine temporäre durch eine "Extremwetterlage" geschuldete regionale Unterversorgung/Zusamenbruch bevorteilt, gut durchbringt und sogar Hilfestellung für andere Betroffene darstellt bzw. ermöglicht!


    Soll heißen:

    Wasser & Nahrung direkte Verfügbarkeit

    Stromunabhängige Heiz/Koch/Beleuchtungsmöglichkeit

    Informationsmöglichkeit ohne INet/Handy&Co. - Notfallradio

    Gegebenenfalls Kontaktaufnahme - Funk

    Notfallmedikamente und soweit medizinische Ausrüstung

    Grundlegende Werkzeuge & Materialien um eventuelle Schäden zu reparieren/abzumildern


    Und nicht zu unterschätzen eine mentale "Vorvorbereitung" und trainiertes Wissen um/auf diese Sicht der Möglichkeiten:!:

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    Gruß derSchü

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  • Dazu muss man aber bedenken, dass in den knapp 40 Jahren die Siedlungen an den Küsten wesentlich gewachsen sind, insbesondere in Asien. Küsten sind Wetterereignissen immer besonders ausgesetzt, und wenn sich da mehr Menschen und mehr Zeug ballen, richten solche Ereignisse höhere Schäden an. Da dürfte dieser Effekt mit dem Klimawandel zusammenwirken.