Was denkt ihr darüber? Offizielles Notfallkochbuch...

  • Näheres zum Thema Notkochbuch kann da lesen, Seite 34 - 37.


    https://www.bbk.bund.de/Shared…l_magazin/bsmag_4_19.html


    Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe - Downloads - Magazin 4/19

    Bevölkerungsschutz Magazin 4. Quartal 2019: Geokompetenz im Bevölkerungsschutz


    Ist schon seit Herbst 2019 bekannt, dass so etwas geplant ist.

    Warum sich jetzt plötzlich viele Medien darauf stürzen ist mir nicht klar bzw. bekannt.


    Mal sehen was am Schluss darinsteht und wie der Preis ist.


    "Kochen im Katastrophenfall" gibt es bereits da


    https://www.zivilschutz-shop.a…chen-im-katastrophenfall/


    plus Porto nach D ... (glaube ich) 10,00 Euro (waren aber auch ein paar Artikel;)).


    Vielleicht findet man noch sonst etwas im Zivilschutz-Shop


    https://www.zivilschutz-shop.at/

  • Ich denke, dass auch Kochbücher für den Outdoor-Bereich weiterhelfen können


    nur bedingt. Da nimmt ja Sachen mit, die mehr oder weniger nur erwärmt werden müssen.


    In der Krise muss man mit den auskommen, was da ist. Z.B. aus einer alten Kuh noch was leckere kochen.

    Improvisationstalent kann kein Kochbuch ersetzen. Und wer sonst maximal mal ein Fertigericht warm gemacht hat, den fehlt es auch an den notwendigen Basiswissen.

  • Guten Abend .

    Ich habe das mit den Kochbuch wirklich nur überflogen !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


    Anscheinend habe ich irgendwas verschlafen ?? Was ist so besonders ohne Strom zu kochen ? :/


    Jetzt gerade heizt mein Küchenherd so vor sich hin das es warm ist , zu Mittag wurde ohne Strom auf den Küchenherd gekocht !

    Und jetzt am Abend heize ich den Ofen im Wohnzimmer ein.


    Sollte es sweit kommen das uns nicht einfällt was man zu bereiten kann, schlagen wir ein Kochbuch auf aus Großmutterszeiten. ( neue Kochbücher haben wir natürlich auch ).


    Denke mal das dieses super tolle Kochbuch für Leute ist das beim Hausbau auf einen Rauchfang verzichtet haben, in der heutigen Zeit echt total uncool und macht nur Dreck.

    Und wie bei uns der Eisbruch im Waldviertel war , ....... haben so einige Leute gesehen das ein Holzofen doch was gutes hat.

    Das Problem ist das immer wieder so einige Leute das Rad immer neu erfinden wollen.



    Gruß da Woidschrat

  • ...

    Anscheinend habe ich irgendwas verschlafen ?? Was ist so besonders ohne Strom zu kochen ? :/

    ...

    Das Problem ist das immer wieder so einige Leute das Rad immer neu erfinden wollen.

    ...

    Es gibt tatsächlich Leute, die keine zwei Tage ohne Einkaufen, Strom und Internet auskommen könnten.

    Bei denen hat der Tankstellenshop immer offen, geht der Elektroherd immer an und Wasser fliesst auch ganz selbstverständlich jederzeit aus dem Hahn.


    Für genau solche Leute ist das Kochbuch gedacht.

    Kochen ohne Strom ist für die absoluter Kampf ums Überleben.

    Heute ein guter Plan ist besser als morgen ein perfekter Plan.

    -George S. Patton-

  • Anscheinend habe ich irgendwas verschlafen ?? Was ist so besonders ohne Strom zu kochen ? :/


    Jetzt gerade heizt mein Küchenherd so vor sich hin das es warm ist , zu Mittag wurde ohne Strom auf den Küchenherd gekocht !

    Und jetzt am Abend heize ich den Ofen im Wohnzimmer ein.

    Das denke ich mir - als Besitzer eines Holzküchenherdes mit Bestandsschutz sowie 2 Holzöfen - zunächst auch immer.


    Dann fällt mir aber direkt eine Freundin im Nachbarort ein, die den von ihrer Großmutter geerbten Holzherd mangels der in Deutschland notwendigen Bundesimmisionsschutz-Zertifizierung nicht mehr zugelassen bekommen hat und daher nicht mehr betreiben darf...

    Und als nächstes denke ich dann noch an die Leute, die ein recht neues sog. Niedrigenergiehaus gebaut und keine Zulassung für einen Holzofen bzw. Kamin bekommen haben, weil dann ein großer Teil der Förderung entfallen wäre.

    Beides, wohlgemerkt, in Oberbayern am Land.


    Da oben drauf kommen dann noch alle die Leute, die schon Chuck Noland beschrieben hat...

  • Als jemand in seinen 30igern kann ich bestätigen, dass sich meine Generation so gar nicht um solche Themen wie "Kochen ohne Strom" kümmert.


    Warum auch?


    Seit meiner Kindheit hat das Kochen mit Strom problemlos funktioniert. Es wurde mir und vielen anderen meiner Generation nun mal so vorgelebt.


    Meine Großeltern hatten noch einen "Großmutterherd", welchen selbst diese irgendwann Mitte der 90er durch eine zeitgemäße Küche inkl. E-Herd ersetzt haben. Alle meine Freunde die nun Häuser der Großeltern geerbt haben, gehen alle gleich vor: Zuerst entkernen, die alten Vollholzmöbel (gebaut für die Ewigkeit) werden durch IKEA Einrichtung ersetzt. Die alte Küche, evtl. sogar noch mit Küchenherd (oder der Herd steht zumindest im Keller) wird rausgeschmissen und durch eine neue Küche mit Induktionsherd ersetzt.


    Ein moderner Herd bietet einfach viel zu viele Annehmlichkeiten, um nicht von einem "Großmutterherd" auf ihn umzusteigen. Wer will schon all den Schmutz in seiner Küche / seinem Wohnraum? Um eventuell, irgendwann, vielleicht, in einer möglichen Notsituation darauf kochen zu können? So weit denken 99% meiner Generation sicher nicht. Und die 1% begnügen sich vermutlich mit einem Gaskocher. Ich übrigens ebenso.

  • Ich schliesse mich dir an Ben. Auch ich geniesse im funktionierenden Alltag die Annehmlichkeiten des "modernen Kochens".


    Allerdings habe ich gerne mehr als ein Gaskocher als Backup für den Fall der Fälle. Ein Holzherd in der Küche gehört für mich jedoch nicht dazu.

    Dennoch liebe ich es, zwischendurch nur mit dem Dutchoven oder nur auf dem Smoker zu kochen. So ganz ohne Strom.

    Heute ein guter Plan ist besser als morgen ein perfekter Plan.

    -George S. Patton-

  • Mag ja jeder machen, wie er oder sie will, aber ich finde es unangemessen, sich über Leute zu echaufieren, die andere Prioritäten bzw. nicht genügend Platz, Zeit, Geld oder bauliche Gegebenheiten haben, um sich einen Holz- oder Petroleumofen zu halten, oder schlicht keine Lust auf Kochen haben. Ist ja alles nicht verboten.


    Das Bundesamt hat die Aufgabe, die Bevölkerung insgesamt zu schützen (und das bei einem für die Mehrheit vertretbaren persönlichen Aufwand), und von der hat die übergroße Mehrheit keine nicht-elektrische Kochmöglichkeit und nochmal eine größere Mehrheit keine Erfahrung mit dem Kochen auf diese Art, falls doch ein geeignetes Gerät vorhanden sein sollte. Vor diesem Hintergrund halte ich das Buchprojekt für sinnvoll, vor allem, wenn ein umfangreiches Kapitel zu sinnvollen Kochgeräten dazu gehört.


    Zunächst mal hat die Ernährungswissenschaft sich gegenüber den hier hochgelobten Kriegskochbüchern sicher weiterentwickelt. Außerdem hat sich das Lebensmittelangebot verändert. Reis war zu diesen Zeiten eher ein Luxusprodukt, Nudeln außerhalb von Südwestdeutschland kaum verbreitet, Tomatenmark in Tuben vermutlich wenig bekannt, etc. Insofern ergibt die Neuauflage imho Sinn.


    Fast noch am wichtigsten finde ich das Schaffen von Aufmerksamkeit: Allein schon dadurch, dass es die amtliche Veröffentlichung gibt und idealerweise in irgendeiner Form marketingmäßig begleitet wird, wird das ein paar Leute zur Auseinandersetzung mit dem Thema bewegen. Natürlich wird das nicht die Mehrheit, aber jedes bisschen hilft.

    Einmal editiert, zuletzt von Asdrubal () aus folgendem Grund: Tippfehler raus.

  • Nun ja, ein großer Teil der Menschen lebt in Städten. Und in einer Stadtwohnung hat man nun einmal (in der Regel) keine Möglichkeit sich einen Holz/Kohle-Herd in die Küche zu stellen. Klar, wer ein Haus besitzt kann und soll das natürlich machen!


    Die Städter aber müssen auf Gaskocher, Spirituskocher und Co zurückgreifen, ob sie wollen oder nicht.

    Und machen wir uns nichts vor - das ist eine große Herausforderung wenn man es gewohnt ist nur einen Schalter umzudrehen.

    Weiterhin geht es auch darum Brennmaterial zu sparen. Stichwort Kochkiste!

    Gerade für die Stadtmenschen halte ich dieses Buch schon für sinnvoll.

  • ist auf dem Land nicht anders. hier schätze ich leben über 60% der Einwohner in Mehrfamilienhäusern, die wenigsten davon mit irgendeiner Feuerstelle zum Kochen. In den alten Häusern gibt es das noch, zumindest bis die Alten sterben. Einzelne legen Wert darauf - in der Masse aber wenig bedeutend. Aber selbst wenn der Wille da wäre - in meiner Wohnung gehen zwar zwei Kamine durch, sind aber durch die Heizungen belegt, alleine das Material für ein weiteres separates Rohr wurden vor Jahren auf über 6000€ geschätzt, Umsetzung insgesamt wohl zwischen 15000 und 20000...

    Da in der Verwandschaft an zwei Orten in der Nähe Kochgelegenheiten mit Holz existieren ist der Invest darin jetzt nicht so dringend. Zusätzlich Gasgrill mit zwei Kochflächen, zwei Gaskocher usw, da geht auf dem Balkon im Notfall auch einiges.

    Aber zurück zum Thema, beruflich komme ich in viele Wohnungen, alternative Kochmöglichkeiten (abseits von Camping Zubehör) gibt es vielleicht in 2-5%. Und dabei spreche ich von eher ländlicher Umgebung. Heizung, also Holz etc. ohne Kochmöglichkeit gibt es öfter, aber gefühlt auch nicht mehr als 10%.

  • Auch mal kurz meinen Senf ins Kochbuch schmieren:


    Vermute die Wenigsten welche sich mit dem Preppen beschäftigen wird dieses "neue" Kochbuch einen Mehrwert bringen, aber allein diese Aussage macht es dann doch vielleicht wieder vernünftig...


    "Man sehe das Buch, das gemeinsam mit anderen Organisationen herausgegeben werden solle, als eine "niedrigschwellige Möglichkeit, mit der Bevölkerung über Notfallvorsorge ins Gespräch zu kommen"


    Wenn hier auch nur 5% Leute erreicht werden sich mit einer vernünftigen Krisennotvorsorge zu beschäftigen und mit einer Eigenvorsorge anzufangen, hat das Buch mehr erreicht als als bisher sämtliche Staatliche aufrufe zu...

    Normatilät tsi legidilch enie statsiticshe Häunufg mögilhcer Wahcsrheinlicheikten!

    Meine wichtigsten Ressourcen sind Zuversicht, mein Wissen, Ideen, handwerkliches Geschick und die verknüpfte Improvisation davon!
    Gruß derSchü

  • In den ersten Sekunden des Intros ist ein Mitarbeiter zu sehen, der draußen auf seiner Campingküche kocht. Kennt jemand vielleicht seinen YouTube-Kanal? Angeblich stellt er dort regelmäßig Videos rund um die Notfallvorsorge vor. Ich hab bislang nichts gefunden, aber vielleicht hat ihn ja jemand abonniert?

  • Keine Ahnung. Zu dem Herrn mit der Kochkiste gibt es ein extra Video auch von heute. Ich verstehe nur den Schnitt nicht so ganz, dass sie in jeweils das andere Video einen ganz kurzen Aussschneitt aus dem anderen eingefügt haben...