häusliche Quarantäne, mit Familie in Mietwohnung

  • Das kann uns derzeit alle spontan betreffen.

    Daher prophylaktisch mal die Frage in die Runde:


    Familie mit fast erwachsenen Kindern, kleine Mietwohnung, 14 Tage häusliche Quarantäne


    WIE lässt sich das angenehm gestalten ???????????????

  • Lang ist´s her beim Bund, aber bei so etwas - hört sich jetzt vielleicht bescheuert an - würde ich eine Art

    Dienstplan aufstellen um Routinedienste, aber auch Dinge zu erledigen, die man lange hinausgeschoben

    hat ("Krise als Chance";)). Z.B. Steuererklärung, Fenster putzen oder den Frühjahrsputz vorziehen.

    Oder Spieleabende durchziehen, auch wenn man Spielemuffel ist.

    Wenn genug Vorräte da sind, würde ich jeden Tag geile Sachen kochen, wofür man sonst weniger Zeit oder

    Lust hat (da fällt mir ein, dass ich noch Lammkarree, Flanksteak und Entre-Cote eingefroren habe:P)

  • Bei sowas funktioniert ja Strom und Wasser noch ganz normal. Dann ist nur das "Problem" das man sich nicht wirklich viel aus dem Weg gehen kann. Selbst wenn keiner wirklich krank ist oder wird, kann das schon so anstrengend sein. Selbst wenn jemand kein allzugroßes Vorratslager hat, man ist überrascht wenn man mal guckt was man alles doch wohl hat. Ansonsten Einkauf durch Verwandte/Bekannte, die das tatsächlich "vor die Tür" stellen. Man sollte mal wieder Brettspiele spielen, ein dickes Buch lesen, Filme gucken ohne Ablenkung.

    Selbst wenn man weiß, das es nur zur Vorsicht gilt und man irgewndwann sicher weiß das man doch nicht ernsthaft krank ist, lässt der gedanke daran einen vllt nicht in Ruhe.


    Also das ist irgendwie das einzige worauf man sich sinnhaft vorbereiten kann und Hände waschen.


    mal gucken, im Laufe der nächsten zwei Wochen wird es entweder stärker oder nicht schlimmer... ICh kann es persönlich aber nicht gebrauchen, mir reicht schon eine Woche mit normaler Starker Erkältung zu hause zu bleiben.

  • 14 Tage sind ja nicht so lang. Die kriegt man mit Netflix und Co, Büchern und analogen und digitalen Spielen schnell rum. Dazu noch lang aufgeschobene Aufgaben erledigen und schon darf man wieder vor die Tür.

    Bei solch einer kurzen Zeitspanne würde ich mir noch keine Gedanken drum machen wie ich die Zeit ein krieg

  • Ich habe einen "Stundenplan" im Kopf. Also auch strukturiertes Leben.


    - Wecken/ gemeinsames Aufstehen,

    - Vorbereiten der Nahrungsaufnahme früh, mittags abend,

    - feste Zeiten zur Nahrungsaufnahme, danach Nachbereiten derselben

    - Unterricht (von den Großen für die Kleinen), regulärer Lehrplan oder / und Previvalthemen. Da gibts genug.

    - eine Stunde Sport für alle am Vormittag, eine am Nachmittag, gibt genügend verschiedenes, vom Pilates über Ergometerquälung bis zur Selbstverteidigung

    - bewusste Pausen ohne Technologienutzung

    - Hausarbeit,
    - Freizeit (ganz wichtig, sonst ist das Programm schnell nix wert) die jeder allein für sich verbringen kann und wo sich gelangweilt werden darf

    - Film oder Gemeinschaftsspielzeit - aber nicht endlos sondern als Highlight

    - Ausrüstungspflege

    - Nachwuchs in Bett bringen

    - bewusste Informationsaufnahme

    - ausreichend Schlaf für alle


    Dazu kommen lageabhängig je Szenarioentwicklung:


    - Wache

    - Härten der Wohnung

    - Matrialorganisation

    - Bestandsprüfungen

    - Netzwerken mit Familie und Nachbarn via Tel. oder Funk



    Einzig nur vor der Glotze hocken ist für mich keine Option. Und solange der Strom fließt gibts wahrhaft genug zu tun.

    1984 is not an instruction manual!

    3 Mal editiert, zuletzt von Schlack ()

  • Man hätte dann endlich mal Zeit seinen ganzen " digitalen Mist" aufzuräumen,Laptop/Handy/PC usw. prüfen,evtl. die Zeit nutzen um mal ein neues Betriebssystem aufzuspielen,die Cloud aufräumen,seine Dateien ausmisten,sich von längst überflüssigen Dateien/Programmen zu trennen...

    Anschliessend das Ganze auf Einfallstore für Angriffe prüfen,die digitale Sicherheit kommt im Alltag ja meist viel zu kurz...


    Leider für mich sehr aktuell,ich helfe momentan einem Freund der Bös gehackt wurde ( PayPal.Ebay,Online-Konto,sowie sämtliche untergeordnete Accounts sonstwo )


    Man sollte nicht unterschätzen was man da für Zeit "verbraten" kann ! So kann man die Zwangspause sicherheitsmässig nutzen ;)

  • Schlack hat es natürlich genauer als ich beschrieben:

    Gemeinsame Zeiten auf den Plan bringen!


    Wecken, aufstehen, Essenszeiten, gemeinsame Aktivitäten (fördern dei Gruppendynamik!)


    Einfach: Struktur in den zwangsverordneten Alltag zu bringen ist die Essenz.


    Ist auch immer wieder die Anregung für Menschen, die plötzlich arbeitslos werden;

    den Alltag strukturieren um nicht in ein Loch oder eine Spirale nach unten zu verfallen.

  • Bin eigentlich ständig in freiwilliger Quarantäne da ich menschliche Gesellschaft nur in homöopathischer Dosierung ertrage. Dabei ist mein Bewegungsradius nicht gerade klein. Außer zu Hause treibe ich mich viel auf relativ einsamen Rad- oder Feldwegen herum oder eben stundenlang im Wald.

    Für mich persönlich würde es eine fast unerträgliche Herausforderung darstellen auf mein Grundstück beschränkt zu sein und das mich ständig die Familie umwuselt. Wahrscheinlich würde ich mich größtenteils in die Werkstatt verziehen oder in der Holzecke vor Verzweiflung Paletten per Hand in ofengerechte Stücke zerlegen. Nicht das hier falsche Vorstellungen aufkommen, ich liebe meine Familie wirklich, brauche aber aus psychologischen Gründen meine Stunden der Abgeschiedenheit.

    Vermutlich würde ich spätestens nach drei Tagen zu Hause eingesperrt sein in einem unbeobachteten Moment mit dem Hund ausbüchsen und für Stunden/Tage in der Pampa verschwinden. Ich ertrage es einfach nicht mehr für längere Zeit an einem Ort inhaftiert zu sein.

    Wenn also für uns häusliche Quarantäne angeordnet wird habe ich echt ein Scheiß Problem.:(

    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom..........;-)

  • Es wurde im Prinzip alles schon gesagt, die Situation wär sicher unangenehm, aber es geht immer noch deutlich schlimmer.

    Wenn ich mir vorstelle mit Hunderten potentiell Infizierten in einer Turnhalle isoliert zu sein oder über Wochen (kann mir zum Glück nicht passieren) auf einem Kreuzfahrtschiff ala Diamond Princess isoliert zu sein.

    Völliger Albtraum!

    Nur mit einem Koffer persönlicher Sachen in einem Wohnklo mit 15qm(?) ohne Fenster (Innenkabine) eingesperrt zu sein und rundherum steigt die Anzahl der Infizierten.

    Da glaube ich, wäre es ein großer Wunsch, nur mit seiner Familie in der Mietswohnung auf Quarantäne gesetzt zu werden......

  • Meine Frau arbeitet in einer Apotheke, meine Tochter beim Rettungsdienst. Wir haben super Aussichten auf Quarantäne.


    Hab schon letzte Woche ne Liste angefangen: Steuer, Unterlagen scannen, Sicherheitskopien erstellen, digitalen Müll aufräumen, Boden aussortieren, zwei Bücher lesen, YouTube später ansehen abarbeiten...


    So der Plan bei unspektakulärer Lage.

  • Vermutlich würde ich spätestens nach drei Tagen zu Hause eingesperrt sein in einem unbeobachteten Moment mit dem Hund ausbüchsen und für Stunden/Tage in der Pampa verschwinden. Ich ertrage es einfach nicht mehr für längere Zeit an einem Ort inhaftiert zu sein.

    Wenn also für uns häusliche Quarantäne angeordnet wird habe ich echt ein Scheiß Problem.:(

    Mir erschließt sich auch nicht, warum eine kleine Wanderung in den Wald nicht getan werden sollte. 1. hat man dort seine Ruhe und 2. gibts massig frische Luft. Außerdem hab ich´s Gebirch vorder Haustür. Gut, bis mich die Quarantäne erwischt, wirds wohl dauern... trotzdem, meinen persönlichen Bedarf an Wald werde ich decken.

    Mietwohnung... Zum Glück konnte ich das abschaffen.

    1984 is not an instruction manual!

  • Ich behaupte jetzt mal... Die Quarantäne hat zur Folge das die Reproduktionsrate der Bürger nach oben geht....

    Das gleicht dann den Verlust durch die Grippe aus...


    Evolutionär und Volkswirtschaftlich ist also alles im Lot!


    Muss man jetzt auch mal positiv betrachten....

    Tut der Bevölkerungspyramide bestimmt gut


    #die Rente ist Sicher.....

  • Die Frage reiche ich mal an die Katholischen Missionare in Afrika weiter, die haben diesbezüglich Jahrzehnte Erfahrung, und können konkretere Angaben machen.....

  • lach, wie hier schön zu lesen ist... solange man "auch" mit dem nötigen Humor eine möglich Quarantäne angeht, sehe ich da wenig Probleme ;)

    und Ernsthaft hat ja Schlack schon alles aufgelistet :):thumbup:


    Weltengänger Klasse: Steuererklärung machen auch wenn ich's <X finde...


    :/ bei uns wäre mal ne Renovierung mit streichen der Wohnküche inklusive der Decke angebracht,

    also mal vorsorglich Farbe & Pinsel einlagern bevor auch hier noch "gehamstert" wird ;)

    Normatilät tsi legidilch enie statsiticshe Häunufg mögilhcer Wahcsrheinlicheikten!

    Meine wichtigsten Ressourcen sind Zuversicht, mein Wissen, Ideen, handwerkliches Geschick und die verknüpfte Improvisation davon!
    Gruß derSchü

  • Die Überlegung bei der Steuererklärung ist, dass du danach auch keine Lust hast, die Ablenkung gering ist, und du nach der Quarantäne, wenn du sie unbeschadet überstanden hast, sicherlich mit der Familie raus willst, in den Wald oder an den Strand oder so.

  • Wenn ich mir vorstelle mit Hunderten potentiell Infizierten in einer Turnhalle isoliert zu sein oder über Wochen (kann mir zum Glück nicht passieren) auf einem Kreuzfahrtschiff ala Diamond Princess isoliert zu sein.

    Völliger Albtraum!

    Nur mit einem Koffer persönlicher Sachen in einem Wohnklo mit 15qm(?) ohne Fenster (Innenkabine) eingesperrt zu sein und rundherum steigt die Anzahl der Infizierten.

    Also da ist wohl einiges schief gelaufen...

    Ich wäre dort mit dem Rettungsboot abgehauen