Wenn ein BUG In und ein BUG Out Szenario zusammenfallen

  • Welche Idee hab Ihr Fall in naher Zukunft zwei Szenarien gleichzeitig geschehen?
    Konkret wenn Convid19 zur Pandemie wird und zusätzlich Innere Unruhen das Land/Europa erfassen?
    Danke fürs mitdenken

    Kcco

    Gsund bleiben

    Keep clam and chive on

  • Ein Festkörper kann nicht zum gleichen Zeitpunkt an zwei verschiedenen Orten sein, zumindest außerhalb der Quantenphysik. Insofern wird man sich für eines entscheiden müssen.


    Aber ehrlich gesagt sehe ich weder Covid-19 als Anlass, mich einzuigeln, noch innere Unruhen als Anlass, mich auf Reisen zu begeben. Zumal ich für letztere keinen Anlass erkennen kann, und erst recht nicht an meinem Standort.

  • Wenn du davon ausgehst, dass sich Szenarien doppeln, musst du im Vorfeld deine Vorbereitungen anpassen.


    z.B.

    - Flucht besser vorbereiten

    - Sicheren Ort härten

    - doppelte / mehrfache Lagerhaltung (Caches)

    - Entsprechend leben


    Viel wichtiger aber:

    Eigene FÄHIGKEITEN / SKILLS ausbauen. Das ist das einzige, was hilft wenn nix mehr geht.

    1984 is not an instruction manual!

  • Ein Bugout aufgrund von Corvid-19 ergäbe ja nur dann Sinn, wenn es am Zielort sicherer wäre als am Ursprungsort. Bei einer Pandemie ausgeschlossen.


    Unruhen wird es außerdem nie flächendeckend geben. Daher könntest du in Landesbereiche ausweichen, in denen es ruhig geblieben ist. Und bei der Abwägung, ob Bugin oder Bugout kommt es auf deine persönliche Risikoeinschätzung in dem Moment an. Das lässt sich im Vorfeld nur schwer theoretisch durchdenken.


    Allerdings solltest du dabei beachten, dass auch die Flucht selbst Risiken birgt. Nicht nur der neue Standort. Im Grunde willst du am Zielort wieder in den Status Bugin wechseln, richtig? Dann wäre zu bedenken, ob nicht eine frühzeitige Absetzbewegung zu deinem SO besser wäre, als im Vorfeld bis zum Gehtnichtmehr am Ursprungsort auszuharren.


    Persönlich rechne ich aktuell nicht mit einer solchen Entwicklung. Trotzdem interessantes Gedankenexperiment.

  • Nun es könnte sein das der Virus das Getriebe etwas in Mitleidenschaft bringt. Wenn aber ,was schon absehbar wird, die Wirtschaft mit in den Sog hineingezogen wird mit all deren Folgen, dann könnte es haarig werden. Momentan sehe ich das aber noch nicht. Verwerfungen ja aber einen Kollaps ist da noch in weiter Ferne.

    Wenn aber das momentane Flüchtlingsproblem mit ins Boot kommt, dann sehe ich schwarz. Noch mal solch ein Ansturm wie 2015 können wir uns nicht leisten, zumal Corona und eine abflauende Wirtschaft das nicht aushalten könnte.

  • Vielen Dank für Eure Gedanken!

    Wie Arwed51 schreibt denke auch ich gerade über eine Wiederholung von 2015, verschärft durch überlastetes Gesundheitssystem, weniger verfügbare, weil erkranke, Exekutive wie auch Unterbrechung der Versorgungsketten bei Gütern des täglichen Bedarfs nach. Obendrauf noch der Ausfall einer weitern Systemkomponente wie Wasser, Strom, Erdgas.
    Weiters stimme ich Trontir zu, daß auf Grund der Pandemie an einen SO wieder ein bugin Szenario anlaufen würde.
    Für mich unklar ist zur Zeit, ob ich beim zusammentreffen eine wahrscheinlich schlechter medizinischen Versorgung zu Gunsten einer möglichen Unruhe freieren Umgebung vorziehen soll.
    Mal abgesehen davon, daß das Zeitfenster für ein rechtzeitiges absetzen schon sehr klein ist. Wie ich meine.

    Gsund bleiben

    Keep clam and chive on

  • Zumindest von der wirtschaftlichen Seite her dürften Flüchtlingsbewegungen unter 500.000 Menschen bewältigbar bleiben.

  • Um das Ganze mal nüchtern zu betrachten :


    - Vor einer Pandemie kann man nicht weglaufen

    - Der Virus macht vor keiner Landesgrenze oder Absperrung halt

    - Man sieht niemandem an ob er Viren in sich trägt oder nicht


    Die Situation gleicht sich europa/weltweit viellicht nur mit der Ausnahme von verschieden gut funktionierenden Gesundheitssystemen. Der zeitliche Ablauf wird sich zumindest innerhalb Europa`s nicht groß unterscheiden,die Auswirkungen auch nicht.


    Mir stellt sich ernsthaft die Frage ob es in diesem Fall wirklich nötig ist ein "sicheres" zu Hause zu verlassen,besonders dann wenn man einigermassen vorgesorgt hat. Sofern man nicht Besitzer einer kleinen Privat-Hallig ist oder wochenlang auf eigener Jacht irgendwo auf dem Wasser vor sich hindümpelt sehe ich in einem Ortswechsel keinen Sinn.


    Ganz ehrlich : Bug - in und Bug - out lassen sich nicht verknüpfen !

  • Ich picke mir mal die abstrakte Fragestellung raus, und gehe etwas weg von Corona.


    Also Situation: Du kannst nicht weg, wegen Quarantäne/Unruhen/DieRussenKommen/... und gleichzeitig brennt Dein Haus ab/wird weggebombt/...


    In einer klassischen Kriegssituation gar nicht so unrealistisch, das Szenario, und damit überlegenswert.


    Gut versteckte Caches und ein SO, der etwas unauffällig und versteckt und nicht zu weit entfernt liegt, wäre da meine erste Idee.

    Dann natürlich: Nützlich sein, z.B. durch Fähigkeiten, die man in solchen Situationen vermutlich brauchen wird.



    Nick

  • Also meine erste Idee wäre zu überlegen zu welchem Familienmitglied/Freund/Kumpel ich gehe. Da gibt es genug die einem EFH oder Wohnung mit Gästezimmer wohnen und mich (zur Not auch für längere Zeit) beherbergen könnten.

  • Nun da ich in einer abgelegenen Gegend lebe habe ich als letztes vor mein sicheres Zuhause zu verlassen, da müsste schon ganz viel schieflaufen das ich zu dem Schritt gezwungen wäre, auch wenn ich diesbezüglich Pläne habe. Daher treffe ich zur Zeit genug Vorbereitungen das ich mich im Fall der Fälle hier eine Zeit eingraben kann und auch ohne Hilfe des Staates eine Zeit überdauern kann.

    Ich denke aber das die kommenden Wochen noch einige Einschränkungen (oder Ausgangssperren) bringen werden und das da noch eine menge auf uns zu kommen wird.

    Europa wird dies schwer zu spüren bekommen, zu einem Finanzsystem das jetzt schon eher angeschlagen ist und einer Stagnierenden Wirtschaft kann das Corona Virus das potential haben alles zum Einsturz zu bringen, der Türkische Sultan wiederum weiss das und befeuert das Chaos hier noch zusätzliches mit seiner dreckigen Erpressungspolitik.

    Über kurz oder lang wird Europa das nicht mehr aushalten und es wird wohl irgendwann zu einem Dominoeffekt kommen der vieles zum einstürzen bringt, am ende wird der normale Bürger wieder mal so gut wie alles verlieren was schlussendlich zu sehr wüsten Szenen kommt.

    Territorialdivision 9: Besser für etwas zu kämpfen, als für nichts zu leben!

  • Also meine erste Idee wäre zu überlegen zu welchem Familienmitglied/Freund/Kumpel ich gehe. Da gibt es genug die einem EFH oder Wohnung mit Gästezimmer wohnen und mich (zur Not auch für längere Zeit) beherbergen könnten.

    Ich hoffe, die wissen schon von Ihrem Glück ;-)

    Mich wundert es immer wieder, das wir bei der Erörterung solcher Fragestellung immer wieder dabei landen, das Bekannte und Verwandte "die Kohlen aus dem Feuer" holen sollen. Nach meinem Dafürhalten wäre es sinnvoller davon auszugehen, das die Kacke bei den Anderen selber gerade dampft.


    Aber zurück zur eigentlichen Fragestellung:

    Für mich sind das nicht 2 Schadenereignisse, sondern es tritt ein Umstand ein, der uns veranlasst unser Haus zu verlassen.

    Wir leben so schon auf dem Land, haben aber vor einigen Jahren ein wirklich abseits gelegenes Grundstück im Wald erworben, das als sicher Ort fungiert.

    Man kann es auf verschiedenen WEgen erreichen, man kann zu Fuß hin, kann bis auf 800m mit dem Boot ran, mit dem Auto, Fahrrad etc.

    Wir sind da recht ab vom Schuß und könnten uns dort gut für eine längere Zeit aufhalten.


    GRuß


    TID

  • Gut gebrüllt TID:thumbup:

    Man sollte nicht davon ausgehen das man im Szenario einfach so bei Verwandtschaft, Bekanntschaft oder so unterkriechen kann.


    Aber nun zum Thema.

    Warum geht ihr eigentlich grundsätzlich nur von einem Schadensfall im Szenario aus?


    Gehen wir um aktuell zu bleiben von einer Pandemie aus und spinnen diese etwas weiter. Kann ja ruhig eine schnöde Influenza Epedemie der agressiveren Art sein.

    Ich stelle jetzt einfach mal in den Raum das die Mortalität dieser hypothetischen Grippe vernachlässigen gering ist. Aber das es sich um einen völlig neuen Virus Stamm handelt der höchst ansteckend ist und die Leute mindestens 8-10 Tage ins Bett befördert.

    Das Gesundheitssystem wird durch den Ansturm und die eigenen Personalausfälle sofort überlastet. Ebenso fallen 50-80% des Personals in allen Bereichen aus.

    Bei Produktion, Logistik, Handel, Wasser- und Energieversorgung kommt es zunächst zu Einschränkungen und schließlich zum Ausfall...


    Enstehende Schadensfälle:

    - Pandemie (BugIn)

    - Gesundheitssystem stark eingeschränkt (BugIn)

    - Wasserversorgung eingeschränkt

    - Energieversorgung eingeschränkt

    - Abwasserentsorgung eingeschränkt

    - Lebensmittelversorgung eingeschränkt

    - öffentliche Ordnung gefährdet (ja auch Ordnungskräfte können krank werden)

    usw usw

    Und das alles wegen ner blöden Grippe.

    OK das war jetzt mal die volle Packung. Sozusagen für Fortgeschrittene.


    Aber vielleicht mal etwas einfacher gestrickt.

    Nächster Jahrhundert Sommer steht vor der Tür. Mehrere Wochen am Stück steht die 4 vorn auf dem Thermometer.

    Nicht so dramatisch und nur ein Szenario mit einem Schadensfall?

    Weit gefehlt. Öffentliche Leben funktioniert nur noch eingeschränkt.

    Ernteausfälle (Lebensmittelversorgung) , sinkende Pegel der Flüsse (Logistik), zusätzliche Gefährdung der Energiversorgung durch verschiedene der dauernden Hitze geschuldeten Effekte, absinken des Grundwassers (Wasserversorgung) usw usw...


    Ich bin überzeugt das es nur sehr selten ein Szenario gibt das tatsächlich auch nur einen Schadensfall Typus (BugIn oder BugOut) mit sich bringt.

    99 Prozent aller denkbaren Szenarien unterliegen in unterschiedlicher Form einem Domino Effekt und es ist zwar nett sich auf einen Schadensfall bei seiner Vorbereitung zu konzentrieren.

    Aber es ist nicht zu Ende gedacht und im Ernstfall droht das Böse erwachen.

    Von daher sollte man von Beginn seine Vorsorge möglichst gut durchdenken und breit aufstellen.

    Abgesehen davon hat das gleiche Szenario für Verschiedene Menschen verschiedene Folgen. Während eine ausfallende Wasserversorgung spätestens nach ner Woche selbst für Jemanden der ganz gut vorbereitet ist aber in der 4 Etage eines 20 Familienhauses in der Großstadt lebt, zwangsläufig einen BugOut zur Folge hat, liegt der vorbereitete Landhausbewohner noch in der Badewanne oder geht zumindest noch einer regelmäßigen und ausgiebigen Körperhygiene nach. Einfach weil er andere Möglichkeiten hat.


    Wir haben hier unsere Vorsorge zwar wegen der Familiengröße und ein paar örtlichen Besonderheiten zwar in erster Linie auf BugIn ausgerichtet. Allerdings haben auch wir seit einiger Zeit einen alternativ zu dem wir auf verschiedenen Wegen und wenn es sein müsste unter Selbstschutz verlegen könnten.


    Schönen Gruß

    littlewulf

    1800 wie 2020 = 1Oz Gold = 1 Maßanzug! Geld ist übrigens aus Papier.