COVID-19: Mentale Aspekte

  • Ich werde den "Wochenend-Auffülleinkauf" wahrscheinlich auf Montag aufschieben, in der Hoffnung, daß bei etlichen dann nach dem Wochenendeinkauf die Kohle im Geldbeutel und auf dem Konto vielleicht schon etwas knapper wird.

  • Ich bin fürchterlich nervös, da ich schon einige Lungenerkrankungen hatte,


    Die Wohnung verlasse ich nur wenn unbedingt nötig. Gottseidank seit einer Woche im Homeoffice.


    Meinen Außendienst davor habe ich möglichst auf Industrie ohne viel Kundenkontakt verlegt.

  • Ich habe eine gesunde "Angst" vor dem Covid-19, Ich bin jung und habe keine Vorerkrankungen welche Anfällig für einen schweren Verlauf wären aber in meinem näheren Umfeld sind leider Personen welche Ich mit-schützen muss darunter Diabetiker ü60 und Blutdruckpatienten.

    Ich muss ja leider auch nach draußen als "System-Erhalter", habe zwar keinen "Kundenkontakt" aber physisch muss Ich trotzdem raus.


    Ich verfolge Informationen und Wissenschaftler mit neuen Erkenntnissen und Studien zu diesem Virus, Meine Devise ist schließlich: Wissen ist wichtiger als Glaube. Habe immer wenn Ich rausgehe eine 700ml-Flasche mit 70:30 IPA und Destiliertes Wasser mit um damit Dinge welche Ich anfassen muss bzw. wenn Ich auf die Toilette gehe einsprühe.


    Jetzt habe Ich mich heute krank melden müssen weil Ich mich total mist gefühlt habe und einfach nicht konnte, Ich hoffe dass es kein Corona ist da Ich mir dann echt sorgen machen muss über meine Verwandten im selben Haushalt.

    Zuhause Desinfiziere Ich auch immer viele Dinge wie Toilette, Lichtschalter und Türgriffe, sicher ist sicher.

    Prepper, Atheist, Existentialist und Realist

  • Meine mentalen Zustände kann man warscheinlich am besten beschreiben mit dem Engel auf der einen Schulter und dem Teufel auf der anderen Schulter. Es laufen ständig Diskussionen und ich stehe dazwischen. Ich bin aufgeregt wann es den endlich mal losgeht. Gleichzeitig merke ich das ich ja schon längst mittendrin bin. Durch die Berichterstattung zu Corona habe ich meine Freundin dazu bringen können eine gewisse bevorratung und Notfallausrüstung zu dulden, aber habe ich auch genug für das was noch kommt? Gleichzeitig geht die Diskussion wieder los wozu wir das alles brauchen; es ist doch viel zu viel und es gibt noch alles zu kaufen. Da wünscht man sich das das System schon zusammen gebrochen währe, nur um sagen zu können "Ich hatte Recht!!!". Dann erinnert mich der Engel wieder daran das es doch gut ist das noch nichts zusammen gebrochen ist. Dafür stehe ich halt nur als Panikmacher da. Die Berichterstattung im Fernsehen zeigt wie schlimm es in einigen anderen Ländern ist. Dort sterben jeden Tag Menschen an dem Virus, aber das ist so weit weg. Hier schlagen sich die Menschen um Klopapier und das sehe im Laden und nicht im Fernsehen. Unser Land scheint noch recht gut zu funktionieren. Ich bin gespannt wie es weiter geht. Das ist so eine neugierige Anspannung in der vielleicht auch etwas Vorfreude drin ist. Aber auch leise Zweifel ob ich das packe, ob meine Skills reichen, ob die Ausrüstung mit macht und reicht, habe ich genug?.....



    Mein Arbeitgeber ist als Kritische Infrastruktur eingestuft und ich habe einen entsprechenden Passierschein bekommen. Logisch weiss ich wie wichtig meine Arbeit ist, aber gefühlt ist alles unbedeutend und sinnlos. Der Blick aufs Konto verstärkt dieses Gefühl nur noch. Dazu kommt das gefühlt alle "Coronafrei" haben und das schöne Wetter genießen während ich einer nicht Home Office fähigen Beschäftigung nach gehe. Irgendwie ist es doch schon surreal in welcher Situation wir uns befinden. Um uns herum ist eigentlich Krise und das Leben geht einfach weiter.


    Staatlich verordnet wird die soziale Distanz größer. In einer großen Stadt war sie das vorher schon aber jetzt wird das noch einmal gesteigert. Gleichzeitig ist ein umgehen des Gedränges im öffentlichen Raum kaum noch möglich. Das gute Wetter zur Zeit sorgt dafür das viele die Zeit nutzen und ins Umland fahren. Hab ich auch an Wochenende gemacht. So voll ist der Wald sonst nicht mal im Hochsommer. Und dann sah ich einen in Tarnkleidung mit einen großen tacktischen Rucksack im Wald verschwinden. Der wird wohl in einen anderen Forum sein.


    Das sollte ich vielleicht lieber meinen Psychologen erzählen.....

  • Das gute Wetter zur Zeit sorgt dafür das viele die Zeit nutzen und ins Umland fahren.

    Das deckt sich mit meiner Beobachtung und der Feststellung: die Leute (auch "wir" hier im Forum) blenden die tatsächliche Lage immer noch gekonnt aus unserem Bewusstsein aus und wirken eher wie unbeteiligte Betrachter eines Ereignisses, das sie nicht betrifft.

  • Ich sehe aktuell noch keine Krise, sondern eher eine angespannte Situation. Die Krise kann erst noch folgen oder im Idealfall auch nicht.

    Prinzipiell hat sich für mich nicht viel verändert, ich gehe zur Arbeit und mache wenn möglich Homeoffice. Ich gehe einkaufen und bekomme noch alles was ich benötige (auch wenn manches etwas länger braucht z.b Toilettenpapier). Was sich verändert hat ist das alle Medien nurnich ein Thema haben Corona. Eine gute Berichterstattung 1x am Tag zur aktuellen Lage würde auch genügen.


    Sicherlich schränken die aktuellen Maßnahmen das Leben ein wenig ein aber das ist für mich keine große Belastung.


    Die größte Sorge gilt unserem Gesundheitssystem, haben nicht Corona Patienten da auch noch Platz?

    Und der Zeit danach, wie schnell erholen wir uns und welchen Preis zahlen wir dafür.

  • Bei mir hat sich nicht viel geänder, auch Corona konnte dazu nichts beitragen. Gut ich gehe weniger einkaufen, statt zweimal in der Woche nur noch alle 14 Tage. Aber da ich nicht gerne einkaufe ist das ok. Gestern musste ich aber zum Landhandel, meine Mantis brauchte ein Ersatzteil. Nun bekomme ich es erst in 6 Wochen, weil kaum noch jemand arbeitet. Ok, also zum Nachbarn, wie immer wenn bei mir was fehlt oder nicht läuft und nachgefragt ob er mir mal seine Gartenhacke ausleihen könnte. Heute wieder mit vollem Tank und gereinigt zurückgebracht. Also alles beim alten.


    Was noch kommen kann wissen wir nicht, mache mir deswegen auch keinen Kopf. Meine Vorsorge ist nicht perfekt, aber die wird es niemals sein. Es gibt immer etwas das man gebrauchen kann.

    Einmal editiert, zuletzt von Arwed51 ()