COVID-19: Erfahrungen & Austausch

  • Der Mensch glaubt eben nur was er glauben möchte, was in sein Weltbild passt. Onkel Donald aus Amerika ist doch ein Paradebeispiel dafür: die Experten lügen und die ganze Welt hat sich verschworen um seine Wiederwahl zu verhindern. Bei diversen religiösen Gruppen ist es genauso, Glauben geht vor Wissen. Corona Partys sind auch so ein Beispiel…

  • Die Presse schreibt auch genug widersprüchliches. Und Prognosen werden auch gemacht und als eingetretene Wahrheit verkauft. Die Leute haben nach und nach die Nase voll davon und wollen ihre Ruhe und in Ruhe leben. Die Kommunikationspolitik war bisher kein Glanzstück. Die Diffamierung Andersdenkender ist auch kein Weg, der zu einem sinnvollen Ende führt. Aus so was entsteht nur mehr Konfliktpotenzial. Am Ende fragt man sich, wem nützt es?


    Ich bleibe vorsichtig und etwas in Deckung und schaue zu, dass ich mein Risiko vermindere. Dazu meine Vorbereitungen, soweit möglich. Das reicht mir erst mal.

    -<[ Nunquam-Non-Paratus ]>-

  • Die Presse schreibt auch genug widersprüchliches. Und Prognosen werden auch gemacht und als eingetretene Wahrheit verkauft. Die Leute haben nach und nach die Nase voll davon und wollen ihre Ruhe und in Ruhe leben. Die Kommunikationspolitik war bisher kein Glanzstück. Die Diffamierung Andersdenkender ist auch kein Weg, der zu einem sinnvollen Ende führt. Aus so was entsteht nur mehr Konfliktpotenzial. Am Ende fragt man sich, wem nützt es?

    Was ich in den letzten etwa zwanzig Jahren vermisse ist ein politischer wie wissenschaftlicher Diskurs, der die Position der Gegenseite einfach auch mal als eine Position akzeptiert. Es wird auf beiden Seiten das Highlander-Prinzip angewendet ("Es kann nur einen geben"), also nur die eigene Position als die seeligmachende angesehen.

    Das fing Ende der 1990er/Anfang der 2000er doch mit den ersten Diskussionen um die globale Erwärmung an. Und seit es Facebook und Konsorten gibt und jeder Idiot seine Meinung ungefiltert in die Welt hinausblasen kann, ist es noch viel schlimmer geworden. Früher wurde der Dorfdepp bestenfalls im Dorf oder am Dorfstammtisch gehört, nicht weiter beachtet und gut war. Heute stellen die Dorfdeppen allerorten aber fest, dass die ganze Welt, Dank Facebook und Co., ein einziges, großes Dorf ist und sie können sich in ihrem eigenen Sumpf suhlen.

    Vorhin erst im Radio in einen interessanten Beitrag hineingehört. Da wurde von einer Frau berichtet, die weder Radio hört, noch Fernsehen guckt oder Zeitungen liest, noch im Internet großartig sich rumtreibt. Ihre einzige Informationsquelle sind eher zweifelhafte Telegram-Chat-/Nachrichtengruppen, über die sie ihre Informationen bezieht. Das dabei nur Murks herumkommt bei einer derartig einseitigen Filterblase brauche ich hier in diesem Forum wohl niemandem zu erzählen.


    Früher hatte es die Presse auch noch deutlich besser drauf, im Konjunktiv und in indirekter Rede zu berichten. Sowohl in Schrift wie auch Radio und Fernsehen. Hieß es früher noch "XY sagte, dieses oder jenes sei zu tun" heißt es heute kurz "XY sagte, dieses oder jenes ist zu tun". Es ist nur ein kleines, unscheinbares Wort. Aber es ist doch ziemlich mächtig in der deutschen Sprache.

    Und so wurde auch und gerade bei der Berichterstattung zu dieser laufenden Pandemie aus einem "es könnte sein, dass dieses oder jenes einen Effekt haben könnte..." im Interview mit einem Wissenschaftler "von der immunologischen Forschungsfront" ein "XY hat gesagt, dass dieses oder jenes einen Effekt hat. Aus dem vorsichtigen Konjunktiv des Wissenschaftlers wurde dann ziemlich schnell ein kategorisches Faktum.

    Und weil man gerade im März/April mit der Erforschung von Sars-Cov-2 noch in den Kinderschuhen steckte, änderte sich natürlich täglich sowohl die Datenlage wie auch die Bewertung der Datenlage.


    Für einen im wissenschaftlichen Diskurs ungeübten/unerfahrenen Normalbürger, der nur die Bruchstücke des wissenschaftlichen Diskurses mitbekommt, eben das, was auf BILD-Niveau durch die Weltgeschichte geistert, ist dann natürlich mit dem Input überfordert. Und wenn dann Wissenschaftler B das Studienergebnis von Wissenschaftler A kritisiert, dann kann jemand, der nicht in der Materie steckt, nicht oder nur schlecht beurteilen, ob Wissenschaftler B sich einfach nur in Szene setzen möchte (könnte für den nächsten Fördergeldantrag vielleicht hilfreich sein, wenn man vorher sich mal mit schlauen Kommentaren von den hinteren Bänken von sich Reden machte) oder ob es wirklich fundierte Kritik ist. Und ob diese Kritik eine methodische Kritik ist, die die Gesamtaussage nicht grundsätzlich invalidiert oder ob es tatsächlich dabei um eine inhaltliche Kritik handelt, die zu einer völlig anderen Bewertung führt...


    Für die Verschwörungsmythiker war es natürlich auch ein gefundenes Fressen, dass in der Anfangszeit der Pandemie immer von Coronavirus oder neuartigem Coronavirus gesprochen wurde. Das hat natürlich all jene auf den Plan gerufen, die auf alten Desinfektionsmitteln den Aufdruck "wirkt auch gegen Coronoviren" gelesen haben. Das war für interessierte Personen eine Steilvorlage, um den Mythos einer Verschwörung aufzubauen. Und es gab genügend, die ihnen diesen Schmarrn glaubten, weil es eine einfache Erklärung für eine komplexe Thematik zu bieten schien.

  • Moin Forum


    Viele Leute sind aber auch ganz genaue Zahlen gewohnt. Da wird sich über die letze Ziffer der Infektionszahlen unterhalten und versucht was rauszurechnen. Bei einer Dunkelziffer von Faktor 10 geht's sowieso nur um Richtungen.


    Es geht uns hier einfach zu gut. Infektionen sind scheinbar einfach beherrschbar geworden. Krisen? Gibt's nicht.

    Außerhalb des Forums wird man schief angeschaut wenn man Mal vorsichtig erzählt was man im Keller hat oder daß man sich Gedanken Macht was passieren kann. Es ist doch immer alles Just in Time da.


    Und dann treffen Leute, die nicht verstehen was passiert, die eine Regierung erleben, die scheinbar nicht weiß was sie tun soll und Aussagen immer wieder ändert (weil sie nur auf Sicht fahren können. . und in einem großen Eimer Erbsensuppe fahren) auf andere Leute, die ganz einfache Lösungen haben. Ganz einfach das ****** Ist schuld! Da kommen die coolsten Sachen zustande.



    Es wird aber auch oft der kleine Unterschied zwischen Meinung und Fakten vergessen. Ich kann der Meinung sein dass die Wolken aus Zucker bestehen aber das ist noch lange kein Fakt. Und das gepaart mit dem"nur eine Meinung ist richtig! Meine!!!!!"


    Ich dachte früher immer: die Menschen rücken näher zusammen in einer Krise. Nope... Muss dann erst ein Raumschiff auf dem White House landen?


    So genug aus**** danke fürs lesen

    Und immer eine Rolle Klopapier im Regal!

    Riff

  • Simplemente no hay más cultura de la discusión.

    Hay una dirección determinada y cualquiera que se atreva a desviarse de ella es puesto en cajones especiales.

    Desearía poder volver a los 70 y 80.

    Qué discutimos, peleamos, debatimos...

    Y escuchándose mutuamente.

    E incluso las personas con opiniones que difieren por años luz pueden y se les permite ser y seguir siendo amigos.

    Eso ya no parece posible hoy en día.

    La gente parece haber olvidado que hay miles de tonos de color entre el blanco y el negro. Deberían poder brillar con todos los colores del arco iris.

    Desafortunadamente esto parece no ser posible.

    Una lástima.

    Lache das Leben an, und es knurrt zurück. ( Jean Paul )

  • Palabras verdaderas..

    Deberia escribir esto en aleman la proxima vez, estoy seguro de que casi nadie lo entendera aqui;)

    Saludos desde Alemania

  • Eso ya no parece posible hoy en día.

    La gente parece haber olvidado que hay miles de tonos de color entre el blanco y el negro. Deberían poder brillar con todos los colores del arco iris.

    Desafortunadamente esto parece no ser posible.

    Una lástima.

    Glaube mir es ist möglich. Ich habe Freunde in allen Regenbogenfarben und wenn wir auch nicht immer einer Meinung sind so kommen wir am Ende immer auf einen Nenner, egal wie groß der Unterschied ist.

    Also Kopf hoch und weitermachen.

    Und die die nicht lernfähig sind kommen in meinem Bekanntenkreis auch nicht vor.

  • Deberia escribir esto en aleman la proxima vez, estoy seguro de que casi nadie lo entendera aqui;)

    Oh, oh.

    Ich hatte diesen Beitrag für meinen Amerika Chat geschrieben.

    Einer meiner ehemaligen Kameraden hat massive Probleme, weil er als Latino Trump-Anhänger ist.

    Und dann habe ich mir den Beitrag rauskopiert und ihn für diesen Thread übersetzt, weil mir aufgefallen ist, daß er auch hier sehr gut passt.

    Und dann einfach hier reinkopiert ohne zu bemerken, daß es nicht Deutsch ist.


    Hier also der Beitrag in Deutsch:


    Es gibt einfach keine Diskussionskultur mehr.

    Es gibt eine vorgegebene Richtung und jeder, der es wagt davon abzuweichen wird in spezielle Schubladen eingeordnet.

    Ich wünsche mir die 70er und 80er Jahre zurück.

    Was HABEN wir diskutiert, gestritten, debattiert....

    Und einander zugehört.

    Und selbst Menschen mit um Lichtjahre voneinander abweichenden Meinungen konnten und durften trotzdem Freunde sein und bleiben.

    Das scheint heute nicht mehr möglich zu sein.

    Die Menschen scheinen vergessen zu haben, daß es zwischen den Farben Schwarz und Weiss tausende Farbnuancen gibt. Die sollten eigentlich in allen Regenbogenfarben schillern dürfen.

    Leider scheint das nicht mehr möglich zu sein.

    Schade.


    Mit meinen Freunden und den meisten Bekannten habe ich auch keinerlei Probleme wegen nicht übereinstimmender Meinungen.

    Aber mit vielen anderen Leuten schon.

    Ich bin nun mal ein sehr konservativer Mensch mit gewissen Vorstellungen, wie ein Mensch sich verhalten sollte und er sich gegenüber seinen Mitmenschen zu benehmen hat.

    Und wenn ich damit anecke............

    Damit kann ich leben.


    Und die die nicht lernfähig sind kommen in meinem Bekanntenkreis auch nicht vor.

    Ein junger Rekrut sagte mir vor vielen Jahren weise Worte:

    Das Leben ist viel zu kurz, um es mit Menschen zu verbringen, die man nicht mag.

    Lache das Leben an, und es knurrt zurück. ( Jean Paul )

  • Ein junger Rekrut sagte mir vor vielen Jahren weise Worte:

    Das Leben ist viel zu kurz, um es mit Menschen zu verbringen, die man nicht mag.

    Weise Worte für einen jungen Rekruten, also einen Menschen, der für gewöhnlich noch nicht einmal zwanzig Sommer zählt.