COVID-19: Erfahrungen & Austausch

  • Die meisten Menschen können die Wahrscheinlichkeiten, die hinter den Nebenwirkungen stehen, nur sehr schlecht erfassen und die Relevanz für ihr tägliches leben abschätzen.

    Deswegen hatte der Cambridge Professor, Statistiker und Risikoforscher David Spiegelhalter sich mit der Berechnung von Wahrscheinlichkeiten für Todesursachen befasst. Bei seinen Forschungen ist ihm auch klargeworden, dass allein die mathematische Berechnung von Risiken nicht für das Gefühl der Angst vor dem Tod ausschlaggebend ist. Als ein wenig Statistikjunkie habe ich noch folgende Beispiele in Erinnerung, die zumindest mir selbst und auch bei Gesprächen/Diskussionen über die gefühlt wahrgenommenen vs. die tatsächlich wahrscheinlichen Gefahren mit Todesfolgen sich als sehr hilfreich erweisen.


    • Ist die statistische Wahrscheinlichkeit von einem Hai getötet zu werden bei täglichen Besuch/Schwimmen in einem Haigewässer als 1 anzunehmen :exclamation_mark:
    • dann ist die statistische Wahrscheinlichkeit vom Lifegard/Bademeister auf dem Weg zu eben dieser Bucht überfahren zu werden 1026 :exclamation_mark:
    • Und sogar die statistische Wahrscheinlichkeit vom umstürzenden Lifegardturm erschlagen zu werden immer noch 17 mal höher :exclamation_mark:

    Und da der Vergleich vom Prof. damals in meiner Heimatstadt als Grundlage berechnet wurde...

    • Soll die statistische Wahrscheinlichkeit bei einem Terroranschlag getötete zu werden 1 betragen müssen Sie jeden Tag in einem Hochrisikogebiet für solche Anschläge mindestens 2,6 Jahrelang sich 5,7 Stunden täglich aufhalten :exclamation_mark:
    • Oder dieselben 5,7 Stunden gerade mal an 90 Tagen in Frankfurt am Main mit dem Fahrrad im Berufsverkehr radeln ohne einen Helm zu tragen:exclamation_mark:

    Soviel also zur statistischen Wahrscheinlichkeit und daher auch meine durchaus ernstgemeinte :thinking_face: das der Weg zum Impfen der wohl gefährlichste Part daran ist, auch wenn sowas natürlich nur eben kleine Statistikjunkie wie mich dann so richtig zu beruhigen vermag :nerd_face::thumbs_up:

    "Normatilät tsi legidilch enie statsiticshe Häunufg mögilhcer Wahcsrheinlicheikten!"

    Meine wichtigsten Ressourcen sind Zuversicht, mein Wissen, Ideen, handwerkliches Geschick und die verknüpfte Improvisation davon

    denn jede mögliche Sicherheit ist relativ und unterliegt der alltäglichen Anwendung einer intelligenten Beurteilung selbiger!

    Gruß derSchü

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  • 2x20L Sauerstoff ist vorhanden (kann dieser "nicht medizinische Sauerstoff" dennoch zur Atemunterstützung z.b. nachts verwendet werden?

    Atemmasken für Sauerstoff? Schläuche etc?

    Hi offroader da hatten wir HIER schon mal den Thread: Sauerstoffgerät als Prepper bevorraten? von Nudnik

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  • So, ich war heute im Impfzentrum München-Riem zur Booster Impfung.


    Es war reger Betrieb aber keine Schlangen od. Wartezeit. Alles in allem 45 min von rein bis wieder raus.


    Das Personal wie auch vorher sehr professionell und freundlich.


    In der Größe wurde das Impfzentrum von zwei Messehallen auf eine verkleinert.


    Es gab zwei Bereiche einmal Zweitimpfumgen und Erst/-Drittimpfungen. Der Anteil an Erstimpfungen war nicht klein.


    Wie immer war der Verkehr über den mittleren Ring nach Riem das nervigste an der Impfung.

  • @wolpertinger

    Bei uns musste man nach der Impfung noch ne Viertelstunde "absitzen".

    In dieser Zeit ist das passiert. Ob jetzt Sekunden oder Minuten danach, kann ich ad hoc nicht sagen. Das habe ich wohl falsch formuliert, weshalb wohl der Eindruck entstand, er sei unmittelbar nach dem Herausziehen der Nadel umgefallen. Sorry dafür. Ich kann aber den Kollegen morgen gerne fragen, wir arbeiten im Team, da sehen wir uns ja immer.


    -----


    Das Problem, das ich bei der Bezeichnung Impfverweigerer sehe, ist, dass Menschen, die sich nicht impfen lassen KÖNNEN oder das aus verständlichen Gründen ablehnen, sich stets gegenüber anderen (auch der Obrigkeit) erklären müssen.

    DAS finde ich nicht in Ordnung.

    Es sollte hier die Möglichkeit geben, sich zB als nicht impfbar ausweisen zu können, und dann eben ggf notwendige Tests bezahlt zu bekommen. Es ist ja nicht dessen Verschulden, dass nicht geimpft werden kann.

    "Gegen eine Dummheit, die gerade in Mode ist, kommt keine Klugheit auf." Theodor Fontane


    DE/Südhessen

  • Ich bin nicht gegen das impfen. Ich bin aber absolut gegen eine Impfpflicht.


    In meinen Umfeld haben sich viele der "Freiheit" wegen impfen lassen. Weggehen, party machen, urlaub fahren.......

    bin geimpft, mir kann nichts passieren. Testen ist auch überflüssig.

    Mein Verständnis hört auf, wenn das erwachsene Kind zuhause mit Corona (geimpft) erkrankt ist - erkrankt, nicht nur positiv und

    die Eltern, Geschwister - wenn geimpft keinerlei Einschränkungen haben und so natürlich auch nix einschränken

    und angefressen sind wenn ich mich nicht mit ihnen treffe.


    Wer impfen kann und will, bitte macht es auch. Aber für mich ist beim zusammentreffen mit vielen,

    auch der Test unerläßlich.


    Nicht jeder Ungeimpfte ist verantwortungslos und nicht jeder Geimpfte Verantwortungsvoll.

  • Aktuell ist die andiskutierte Impfpflicht ist doch nur ein zahnloser Papiertiger.

    Impfpflicht soll ja nicht Impfzwang heißen. Gibt halt ein Bußgeld . Na und - 1000 € zahlt man doch gern , wenn man seinen Willen durchsetzen kann . Oder als Freiheitskämpfer zahlt man eben nicht , legt Rechtsmittel ein ( da kann man dann auch beweisen, daß man sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen darf) , wartet auf den Vollstreckungsbeamten , wie die GEZ-Verweigerer. Und wenn einem der Haftbefehl zur Ersatzhaft von ein paar Tagen gezeigt wird , dann zahlt man eben die erste Rate und bittet um Zahlungsaufschub.


    Gedanken zum konsequenten Durchgreifen gegen Impffeinde widersprechen wohl den Forumsregeln - wie halta uch im echten Leben.

  • Die konkrete gesetzliche Ausgestaltung einer Impfpflicht ist noch offen. Es ist aber naheliegend, dass die Strafe mehrfach verhängt wird, sonst könnte man sich ja einfach freikaufen von der Impfpflicht. Die Behörde kann also die Strafe verhängen und eine Frist setzen, bis wann die Impfung zu erfolgen hat, passiert das nicht, werden weitere Strafen und erneute Fristen zur Impfung verhängt. Hier zum Status quo: https://www.derstandard.at/sto…wang-ist-und-was-sie-fuer


    Dass Impfpflicht nicht Impfzwang bedeutet ist auch schon klargestellt worden.


    Vielleicht kommt es aber auch gar nicht dazu. Wenn sich genug Menschen impfen lassen, ist auch keine Impfpflicht nötig. Würden wir also in Österreich auf 80% Durchimpfung bis Februar kommen, dann hätte sich die Impfpflicht meiner Meinung nach erledigt. Es liegt also an uns selbst, ob sie eingeführt wird.


    Sehenswertes Video dazu, welches unaufgeregt die Möglichkeit und die Vorteile einer Impfpflicht erläutert:


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  • Nicht jeder Ungeimpfte ist verantwortungslos und nicht jeder Geimpfte Verantwortungsvoll.

    Ja das ist richtig & menschlich, aber leider lebt anscheinend nicht jede*r dieser Menschen im 21. Jahrhundert oder wie ist das HIER zu erklären:exclamation_mark:


    Noch vor 150 Jahren ist die deutsche Bevölkerung solchen Versuchen gegenüber äußerst skeptisch. Es gibt Gerüchte, Impfstoffe könnten Menschen verwandeln, zum Beispiel in Kühe. Damals wie heute ist das Impfen föderal geregelt. Am 26. August 1807 führt Bayern als weltweit erstes Land eine Impfpflicht ein. Andere deutsche Flächenstaaten ziehen nach. Als im Deutschen Reich 1871 in Deutschland eine schwere Pocken-Epidemie ausbricht, sterben daran rund 180.000 Menschen. In der Folge führt der Staat unter Otto von Bismarck 1874 mit dem Reichsimpfgesetz eine Impfpflicht ein - und greift damit in das Leben des Individuums ein. Es gibt Impfanstalten, Amtsärzte immunisieren auf Bauernhöfen. Wer sich einer Impfung verweigert, dem drohen Sanktionen: Geldstrafen, Haft oder auch die Zwangsimpfung.


    Aber Verschwörungstheorien existieren, seit es Impfungen gibt:


    Doch mit dem Impfzwang wächst der Widerstand in der Bevölkerung. Die Sorge vor dem Freiheitsverlust besteht, seitdem es Impfungen gibt. Es geht nicht nur um einen Pieks, sondern um Weltanschauungen - und darum, wer über den eigenen Körper bestimmt. Damals wie heute haben die Menschen Angst vor Nebenwirkungen oder einem Impfschaden. Manche sehen in der Impfung einen Eingriff in die Natur oder Gottes Schöpfung. Naturheilkundler, Anthroposophen und medizinische Laien stellen die Wirksamkeit der Pocken-Impfung in Frage.

    "Normatilät tsi legidilch enie statsiticshe Häunufg mögilhcer Wahcsrheinlicheikten!"

    Meine wichtigsten Ressourcen sind Zuversicht, mein Wissen, Ideen, handwerkliches Geschick und die verknüpfte Improvisation davon

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    Gruß derSchü

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  • Wenn etwas die Mühe nicht wert ist, macht es das zu Wertlos.

    Als Beispiel, wenn ein Gegenstand kaputt ist und ich denke es ist die Zeit nicht Wert ihn zu reparieren, dann ist er in meinen Augen wertlos. Das gleiche gilt für Menschen.

    Diese 20 - 30% von denen du sprichst sind sicher nicht alles Impfverweigerer. Ich denke nicht diese Leute durchgehend alle Impfungen ablehnen. Da sind welche dabei die sich aus Trotz nicht gegen Covid impfen lassen, weil sie sich nicht abgeholt fühlen. Dann sind welche dabei, die für sich entschieden haben, das das Risiko für sie selber nicht besteht da sie eh kaum jemand außer dem Postboten sehen. Dann sind welche dabei die Angst haben, weil es keine Erfahrung mit ihren speziellen Krankheiten gibt. Dann sind vielleicht welche dabei die weder lesen noch schreiben können und deshalb sich nicht selbst informieren können, da zählt dann das was der Bekannte sagt mehr wie das was im Fernseh kommt.

    Die Gründe können vielfältig sein.

    Ich denke schon das es die Zeit Wert ist mit diesen Leuten zu reden. Viele von denen lassen sich sehr Wahrscheinlich noch überzeugen.

  • [...]

    Ich denke schon das es die Zeit Wert ist mit diesen Leuten zu reden. Viele von denen lassen sich sehr Wahrscheinlich noch überzeugen.

    Da bin ich mir nach Lektüre des folgenden Bezahlartikels nicht mal mehr in Ansatz sicher:

    Was ihn noch mehr auf die Palme bringt, sind Argumentationen unbelehrbarer Impfgegner. Dr. Otto Steiner: „Vor Kurzem hatte ich eine Person zur Untersuchung in der Praxis, bei der ich eine halbe Stunde versucht habe, sie davon zu überzeugen, sich impfen zu lassen. Auch, weil sie in der Altenbetreuung arbeitet. Es war völlig sinnlos. Ich bekam zu hören, dass die Impfstoffe nicht richtig erprobt seien, zudem sei sie so gesund, dass ihr eine Corona-Infektion nichts ausmachen würde.“

    In einem anderen Fall habe er auf Fernsehbilder aus dem italienischen Bergamo verwiesen, die im vergangenen Jahr 100 aufgebahrte Särge von Corona-Toten in einer Kirche gezeigt hatten. „Meinem Argument, diese Todesfälle seien doch nicht einer Grippe geschuldet, wurde die Frage entgegengesetzt, ob ich diesen Berichten glauben würde. Das seien doch nur alles Attrappen der Pharmaindustrie. Aufgestellt, um Geschäfte zu machen. Da weiß man nicht mehr, was man sagen soll, das ist irre, gegen solche Ideologie hat man keine Chance.“

    :confounded_face:

    BY/DE

    Si vis pacem, para bellum.

  • Da bin ich mir nach Lektüre des folgenden Bezahlartikels nicht mal mehr in Ansatz sicher:

    Ja, es scheint so als wäre tatsächlich ein gar nicht so kleiner Anteil an Menschen fest davon überzeugt, dass sie sich nicht impfen lassen werden. Egal, ob sie jetzt selbst irgendwelche Falschinformationen konsumieren und glauben, oder jemand mit Einfluss in ihrem Umfeld das tut und sie einfach "Mitläufer" sind, ich denke nicht, dass man solche Menschen noch mit Argumenten abholen kann.


    Menschen die Fakten nicht wahrhaben wollen, kannst du mit vernünftigen Argumenten nicht davon überzeugen etwas zu tun. Gerade im deutschsprachigen Bereich scheint der Anteil an "wissenschaftsfeindlichen" Menschen ja sehr groß zu sein. Ich sehe aktuell auch keine andere Lösung als sie zur Impfung zu verpflichten. Denn wenn wir bei unter 70% Impfrate bleiben werden wir mit dem gleichzeitig nachlassenden Impfschutz der Bevölkerung noch weitere Wellen sehen und eine Grundimmunität in der Bevölkerung rückt in weite Ferne. Man darf nämlich nicht vergessen, dass auch ein nicht unwesentlicher Anteil der Menschen wohl auf die Booster-Impfung verzichten wird, aus verschiedensten Gründen. So gesehen könnte das sogar dazu führen, dass die Durchimpfungsrate in der Bevölkerung effektiv sinkt. zum Beispiel auf unter 60%.


    Das Ziel muss sein, dass das Virus endemisch wird, aber dafür braucht es eine entsprechende Grundimmunität in der Bevölkerung und das möglichst rasch.

  • Das "Gespräch" ist in dem Moment vorbei, wo man sie "überzeugen" will/muss. Dann ist es nicht mehr ergebnisoffen.


    Je nach Lebenswandel und persönlicher Abwägung kann es für einen Menschen besser sein, sich zu impfen oder eben sich nicht zu impfen.


    In meinem Freundeskreis sind ca 60% der Leute geimpft. Die restlichen 40% haben zum Teil eine medizinische Vorgeschichte, wie z. B. Thrombose, oder sie trauen den Daten nicht oder sie leben ziemlich kontaktarm.


    Wenn wir uns also treffen, dann unter Aerosolminimierung, also draußen, und das eher in der warmen Jahreszeit.


    Was mir bei geimpften aufgefallen ist, gerade in der Gruppe 80+, ist, dass sie meinen, jetzt könne ihnen ja nichts mehr passieren. Dann treffen sie sich drinnen ohne Maske. Selbst bei 1,5 m Abstand halte ich das für riskant, die Übertragung durch Aerosol wird dennoch möglich sein, genauso wie bei Windpocken oder Masern.


    Die Leute, die hier in den Altenheimen an/mit Corona gestorben sind, waren alle geimpft, überwiegend sogar mit Booster, und überwiegend mehr als 80 Jahre alt.


    Das Massensterben oder sogar nur die Überrepräsentation der schwer betroffenen kann ich hier bei den Ungeimpften also nicht feststellen.


    Ich sehe bei vielen Impfverweigerern ein Misstrauen gegenüber Propaganda, staatlichen Stellen und insbesondere der Politik. Daher halte ich es für zielführend, wenn gerade die Politiker an ihrer Integrität arbeiten und vor Erreichen dieses Ziels in der Öffentlichkeit so lange schweigen, bis sie ohne Bashing sachlich Informationen präsentieren können.

  • Das Massensterben oder sogar nur die Überrepräsentation der schwer betroffenen kann ich hier bei den Ungeimpften also nicht feststellen.

    Klar kann man das feststellen, man muss sich nur die Zahlen ansehen. Beispiel: Oberösterreich: Von 123 Covid-Intensivfällen waren am Montag 98 ungeimpft, das sind 80 Prozent.


    Die Leute, die hier in den Altenheimen an/mit Corona gestorben sind, waren alle geimpft, überwiegend sogar mit Booster, und überwiegend mehr als 80 Jahre alt.

    Dass Menschen in Altersheimen häufiger sterben als der Rest der Bevölkerung liegt wohl hauptsächlich am Alter der Bewohner und den entsprechenden Vorerkrankungen und lässt keine Rückschlüsse auf die Wirksamkeit der Impfung zu.

    Ich sehe bei vielen Impfverweigerern ein Misstrauen gegenüber Propaganda, staatlichen Stellen und insbesondere der Politik.

    Da sind wir halt wieder beim Thema Eigenverantwortung und der Verantwortung der Gesellschaft gegenüber. Beim Pandemiemanagement wurden Fehler gemacht, ja, die Fakten liegen dennoch auf dem Tisch. Die Impfung wirkt und schützt, demzufolge sollte jeder der sich die Fakten angesehen hat die Entscheidung für eine Impfung treffen. Außer es liegt eine der wenigen medizinischen Ausnahmen vor. Das dürfte aber nur ein verschwindend geringer Teil sein.

  • [...]

    Was mir bei geimpften aufgefallen ist, gerade in der Gruppe 80+, ist, dass sie meinen, jetzt könne ihnen ja nichts mehr passieren. Dann treffen sie sich drinnen ohne Maske. Selbst bei 1,5 m Abstand halte ich das für riskant, die Übertragung durch Aerosol wird dennoch möglich sein, genauso wie bei Windpocken oder Masern.

    [...]

    Das geht schon früher los, ich beobachte dieses Verhalten (leider) auch bei der Lebensgefährtin meines Vaters... die sind beide 76ig. Immerhin konnte ich meinen Vater mit sanfter Überredung (diverse Artikel aus auch ihm bekannten Medien wie N-TV, Focus etc.) von einer Boosterimpfung überzeugen und habe ihm zwischenzeitlich auch einen Termin im Impfzentrum vereinbaren "dürfen".

    Mir ist das mittlerweile richtiggehend unheimlich, mehrmals wöchentlich kommt Besuch für Sie, und dann sitzen die alle am nur 80 x 100 cm großen Tisch dicht beieinander :worried_face: und drauf angesprochen kommt von ihr: "mir passiert nix, ich passe auf, ausserdem bin ich ja geimpft". Zum Glück flüchtet mein Vater immer vor zuviel "Weibergequatsche" :face_with_hand_over_mouth:


    Hier gabs ja den Aufruf von +500 Ärzten aus der Region, sich impfen bzw. auch boostern zu lassen, war gestern dann auch bei Welt im Tagesticker nachzulesen. Alle Ärzte sind zudem namentlich in einem Artikel unseres Regionalonlineblattes aufgeführt - nur genau die Ärztin, bei der sowohl die LeGe meines Vaters als auch er selbst ist, ist da nicht dabei. Ein Schelm, wer da ums Eck denkt, woher wohl ihre "Boosterunlust" kommen könnte :unamused_face:

    BY/DE

    Si vis pacem, para bellum.

  • Ich merke auf der Arbeit das sich langsam eine Kluft zwischen Geimpft und Ungeimpft bildet. Die ersten geimpften Kollegen wollen mit ungeimpften Kollegen auch nicht mehr zusammenarbeiten.


    In den kommenden Wochen wird das sicher noch spannend werden

  • Ich bin strikt gegen eine Impfpflicht. Obwohl es wohl notwendig wäre.

    Genauso unnötig halte ich Überzeugungsarbeit und Gespräche. Wieso sollte ich nach fast einem Jahr impfen noch die Zeit investieren um jemand von der Imfpung zu überzeugen?

    Jeder ist seines Glückes Schmied. Die einen versuchen mit einer Impfung durch die Pandemie zu kommen. Die anderen hoffen auf ihr Imunsystem oder glauben das es gar keine Pandemie gibt. Meine Wahrheit erzählt mir meine Frau jeden Abend wenn sie sich den Frust der Arbeit von der Seele redet. Mehr Infos benötige ich nicht.

    Aber jeder wie er mag, mit allen Konsequenzen.

    Aber verzeiht mir das ich für mich dann auch die Konsequenzen ziehe und keinen Kontakt mit Ungeimpften mehr möchte. Das ist mein Versuch durch die Pandemie zu kommen.

    2 Mal editiert, zuletzt von wolpertinger ()

  • Aber verzeiht mir das ich für mich dann auch die Konsequenzen ziehe und keinen Kontakt mit Ungeimpften mehr möchte. Das ist mein Versuch durch die Pandemie zu kommen.

    Grüß Gott,


    aber selbstverständlich steht dir das zu. Genauso wie 100% der Bevölkerung (!) auf Gibraltar geimpft sind.


    Aber dafür ist der Ungeimpfte ab und an getestet und kennt den Status. Und der Geimpfte kann trotzten ohne Probleme asymptomatisch (keinerlei Anzeichen einer Erkrankung) die Erkrankung bei G2 schön in den Tavernen verteilen.


    Da fehlt aber noch einiges an Logik bei der Umsetzung. Oder die Anweisungen haben Schwachmaten "duchdacht". Und wer selber denken gelernt hat sollte die Fehler erkennen und seine Konsequenzen daraus ziehen - dafür haben wir den freien Willen bekommen.


    Sogar die dreifach geimpfte Kollegin meiner Frau, die Kollegin ist unter 30, hat in letzter Woche festgestellt, dass das Verhalten (nicht politisch sondern kognitiv gemeint - gesunder Menschenverstand) der Menschen von damals - 1930ff - heute unverständlich ist. Und dass das Verhalten sich heute nicht grundlegend geändert hat. Nur das Verhalten - nichts anderes - hat sie damit gemeint.


    Und ich stimme hier, so wahr mit Gott helfe - zu 100% zu. Die Menschen haben rein gar nichts gelernt. Und ich fange dazu keine DIskussion an da die Menschen die das nicht verstehen auch die Argumente nicht verstehen und den freien Willen nicht berücksichtigen.


    Der freie Wille ist NICHT, alles machen zu können bis zur Grenze wo ein anderer betroffen ist.


    Der freie Wille ist die Freiheit NEIN sagen zu können! Bis hier und nicht weiter.


    Waidmannsheil

    zero

    Wetten Sie niemals gegen den menschlichen Erfindungsreichtum. Der größte Feind der Propheten der Apokalypse ist ein Ingenieur (Daniel Lacalle)

    "Die Toleranz wird ein solches Niveau erreichen, dass intelligenten Menschen das Denken verboten wird, um Idioten nicht zu beleidigen." Dostojewski, 1821-1881

  • Wir haben in der Firma einige wenige Ungeimpfte. Die Zahl kannst an der Habd abzählen. Die die aktuell ihre zweite bekommen, zähle ich mal nicht dazu.


    Die, die sich nicht impfen lassen wollen, verweisen eben auf den Fall meines Kollegen, bzw dessen Sohns.

    Das Argument die Impfung sei sicher, lassen sie nicht mehr gelten u d wollen seitens des Impfarztes eine schriftliche Garantie, dass ihnen nichts passiert. Das macht natürlich kein Arzt. Das wiederum nehmen sie als weiteren Beweis dafür, sich nicht impfen zu lassen.


    Nun müssen alle Mitarbeiter ab morgen die 3G befolgen, wer testen muss, muss dies täglich tun.

    Mal sehen, wie sich die Situation entwickelt.

    Bashing unter Kollegen gibt es bei uns aber nicht.

    "Gegen eine Dummheit, die gerade in Mode ist, kommt keine Klugheit auf." Theodor Fontane


    DE/Südhessen

  • Die, die sich nicht impfen lassen wollen, verweisen eben auf den Fall meines Kollegen, bzw dessen Sohns.

    Das Argument die Impfung sei sicher, lassen sie nicht mehr gelten u d wollen seitens des Impfarztes eine schriftliche Garantie, dass ihnen nichts passiert. Das macht natürlich kein Arzt. Das wiederum nehmen sie als weiteren Beweis dafür, sich nicht impfen zu lassen.

    Das ist aber vollkommen kindisch und sehe ich eher als vorgeschobene Ausreden für die eigene Impfunwilligkeit.


    Ich höre jetzt ja auch nicht auf Auto zu fahren, weil ein Angehöriger bei einem Unfall ums Leben gekommen ist und mir niemand garantieren will, dass ich nicht auch bei einem Unfall sterben werde.