... die Krise in die Verlängerung geht und jahrelang dauert

  • Aktuell ist völlig unklar, wie es mit der Pandemie weiter geht.

    Möglicherweise in einigen Nationen eine gewisse Seitwärtsbewegung.

    In anderen Nationen könnte es heftig eskalieren.


    Wie lauten eure Planungen für den Fall, dass es jahrelang so weiter geht wie derzeit ?

  • Also jahrelang glaube ich nicht. In China haben sie es innerhalb von 3-4 Monaten in den Griff bekommen.


    Und ich gehe davon aus, dass ein Impfstoff gefunden wird.


    Außerdem wird es bald genügend Leute geben, die sich vom Virus erholt haben und immun sind.

  • Also, ich kann mir schon vorstellen, dass das ganze zumindest bis Ende diesen vielleicht sogar bis Mitte nächsten Jahres seine Auswirkungen hat.

    Das in China die Kriese durch ist glaube ich nicht, da wird vermutlich von den Politbüros künstlich alles schön geredet damit die Wirtschaft nicht komplett an die Wand fährt. Da gibt's bestimmt nochmal ein böses Erwachen.

    Ich hoffe auch auf einen Impfstoff nach derzeit gültigen deutschen Standards, wenn die irgend ein scheiß Zeugs anrühren und es verteilen, kann uns das später in den Hintern zwicken, gab ja schon diverse Fälle.

    Wir halten alles wie bisher und ich denke, dass das auch eine ganze Weile so machbar ist. Irgendwann gewöhnt man sich auch daran, dass die Kids zu Hause Unterrichtet werden.

    Und das arbeiten geht auch für viele ohne großen Aufwand.

  • Jahre halte ich auch für ziemlich unwahrscheinlich. Ob es wirklich übernächste Woche oder nach Ostern schon erste Rücknahmen von Beschränkungen geben wird, muss man abwarten. Spätestens im Mai wird es auf jeden Fall wieder gelockert werden. Bis dann wirklich wieder das gesamte Alltagsleben und auch Massenveranstaltungen auf vorherigem Niveu stattfinden können, könnte es durchaus Anfang 2021 werden, aber mit einem längeren Zeitrahmen für spürbare Einschränkungen rechne ich nicht.

  • Ich vermute, dass es zum Schulanfang im September dann wieder halbwegs normal weiter gehen wird.

    Ich hoffe, dass es aber dennoch massive VEränderungen geben wird und sich strukturell einiges ändert.

    Themen wie (Ent-)Globalisierung, Kliamkriese und Energiewende sollten entsprechend an Bedutung gewinnen.

  • Ich bin nicht der Ansicht, dass die Pandemie über Jahre in der aktuellen Heftigkeit weitergehen wird. Okay, es wird sicherlich immer mal wieder ein Aufflammen eines Ausbruchs geben. Aber auch das wird spätestens mit der Entwicklung eines Impfstoffes oder dem Erreichen einer Herdenimmunität weniger dramatisch werden.

    Sicherlich wird es auch in der europäischen Gesellschaft zu grundlegenden Verhaltensänderungen kommen. In welcher Form? Ich weiß es nicht. Vielleicht wird eine eher "asiatische" Grußform statt des üblichen Händendrucks auch in Europa mehr Verbreitung finden? Sicherlich werden sich auch die Niesetikette aus Coronazeiten in einer breiteren Bevölkerungsschicht etablieren. Wenn ich daran denke, dass ich in meiner Kindheit seinerzeit in den 1970er Jahren noch eingetrichtert bekam, dass ich beim Niesen oder Husten die Hand vor den Mund nehmen soll und heute "state of the art" die Ellenbogenbeuge ist...

  • Och Leute, wie mit jeder Grippewelle, in paar Wochen redet kein Mensch mehr davon.


    Gruß Frank

  • Och Leute, wie mit jeder Grippewelle, in paar Wochen redet kein Mensch mehr davon.


    Gruß Frank

    Ich befürchte in der Tat, dass das Gros der Bevölkerung zumindest in Sachen "Vorratshaltung" wieder in alte Muster verfallen wird und eben KEINE Vorräte mehr vorhalten wird. Menschen wie wir sind in dieser Form sicherlich ganz anders sensibilisiert und sozialisiert. Aber Otto-Normalo? Der wird dann wieder nach Feierabend in den Supermarkt rennen, und sich spontan überlegen, was er HEUTE essen möchte. Und für den wäre es schon wieder einer Katastrophe gleichkommend, wenn Heiligabend auf einen Sonntag fällt und dadurch gefühlt die Läden fast eine Woche lang nicht "normal" geöffnet haben...

  • Naja, es kommt halt drauf an, welche Sterblichkeit man sich leisten will (kann). Pueyo hat das detailliert und nachvollziehbar dargelegt: ein halbwegs funktionierendes Gesundheitssystem ermöglicht eine Sterblichkeitsrate von 0,5%, ein überlastetes System führt zu 5% Sterblichkeit bei den Covid-19-Erkrankten. Wenn z.B. D es schaffen würde, die Intensivbettenzahl auf 70.000 mehr als zu verdoppeln und man die 2/3-Durchseuchung der Bevölkerung über einen 3-Jahres-Zeitraum hinziehen könnte, dann würden wir mit einem blauen Auge, was die Sterblichkeit betrifft, davon kommen.


    Das würde im Umkehrschluß bedeuten, drei Jahre ansteckungsvermindernde Maßnahmen.

    Es werden aber auch schon "Intervall-Modelle" diskutiert, wie 3 Monate "in Deckung" gehen, 3 Monate "Normalität", wieder 3 Monate in Deckung usw.


    Oder man lässt alle nachweislichen Ex-Kranken frei rumlaufen und isoliert die Noch-nicht-Infizierten und natürlich die Infizierten.

    Einmal editiert, zuletzt von tomduly ()

  • Okay, nehmen wir mal wirklich an dieses Virus behelligt uns länger als gedacht:


    Wir müssen damit rechnen, dass es zu immer mehr Ausfällen in den verschiedensten Bereichen kommen wird.


    Da hätten wir zum einen den ganzen Bereich der Nahrungsmittel von denen es immer weniger geben wird, weil hier Leute ausfallen, die sie produzieren und damit die verfügbare Menge schrumpft.


    Ebenso wird es zu Ausfällen im Bereich Transport kommen, weil Speditionen, Bahn usw. ebenso mit einem größeren Krankenstand zu kämpfen haben.....zieht sich das wie ein roter Faden durch alle Bereiche, dann bleibt im Prinzip kein Stein auf dem anderen. Am Ende wird immer ein gewisser Teil der Bevölkerung krank sein und die Gesundeten werden sich zwangsläufig immer wieder anstecken und ein Teil davon versterben.


    Das sind dann die Zutaten, aus denen eine langfristige Krise mit allen Konsequenzen entsteht. Je nachdem, was sich die Regierungen an neuen Ideen einfallen lassen, fliegt hier und da der Deckel vom Topf und wenn es an ausreichend Ortnungshütern fehlt, kann man sich recht einfach ausmalen was noch alles im Schlepptau kommt: Proteste, Plünderungen, Aufstände - so gehen Nationen unter. Jedes Land ist neun Mahlzeiten von ner "Revolution" entfernt - nur würde eine solche nichts wirklich besser machen.


    Klar mag das jetzt brachiale Schwarzmalerei von mir sein und ich verspüre definitiv nicht den Wunsch dass wir alle von einem derartigen Zusammenbruch gefressen werden...aktuell ist garnicht absehbar was noch passieren wird, aber ich rate einfach mal und sage, dass uns das Problem noch mit Sicherheit bis Ende 2020 mit seiner Anwesenheit beehren wird. Und bis dahin werden wir sicherlich auf einige Dinge unserer Vorräte zurückgreifen müssen.


    Wichtig ist vor allem nicht die Nerven zu verlieren und übrig zu bleiben.


    Persönlich hoffe ich, dass wir alle gesund bleiben, dass wir für den kommenden Winter genügend Holz und Kohle kaufen können, dass die normalen Einkäufe noch alles Notwendige beinhalten.


    Aktuell ist Ausharren angesagt; wir sitzen alle in einem Boot und keiner weiß wirklich wohin die Reise geht und was wir auf dieser unfreiwillig gebuchten Tour erleben werden.


    Einerseits spannend....andererseits beunruhigend!


    Gruss, Fairlane

  • Nach derzeitigem Stand wird das nicht ewig dauern.


    Wir werden nächste Woche vermutlich fallende Zahlen in D sehen und bei uns scheint auch die Dunkelziffern beherrschabr, wenn von den Tests bisher nur 10% positiv ausgefallen sind.


    Man wird sich das zwei Wochen lang ansehen und dann die Restriktionen wieder locker, z.B. das Kontaktverbot für gesunde Leute lockern.


    Ich hoffe, dass man noch Maßnahmen einführt wie Maskenpflicht auf Arbeit, ÖPNV, Arzt, Schule und Supermarkt, dann kann z.B. auf Arbeit und in den Schulen auch wieder mehr Normalität einkehren, ggf kann man auch Gaststädten unter Auflagen und Friseure & Co (mit Masken) auch wieder zulassen.


    Was ich eher langfristiger sehe ist ein Aufheben des Kontaktverbots für Risikopersonen sowie Messen, Sportveranstaltungen, Konzerte, usw...


    Aber das macht vermutlich nicht nal 1% unserer Wirtschaft aus.


    Tourismus sehe ich auch nicht so schnell wieder kommen, das ist ein größerer Batzen und hängt auch stark vom Ausland ab.

  • Nu ja, selbst wenn...


    Immer ein bis zwei Teile mehr einkaufen, als man eigentlich braucht und das Vorratslager ausbauen.

    Und je länger das Szenario dauert um so interessanter werden die Verschiebungen des eignen Bedürfnisses.


    Soll heißen,

    brauch ich Solarpanele,

    brauch ich Masken,

    brauch ich ergänzenden Vorrat,

    brauch ich zu beschleunigendes Schwermetall....


    Ansonsten: Cool bleiben, die Lage und die Bestände prüfen und Prioritäten setzen.

  • Das ist meine Laienprognose, bisher hatte ich stets einen guten Riecher was die Pandemie betrifft.


    Ich meine rücklaufende Infektionszahlen, keine "negativen" Zahlen., nur zur Sicherheit.


    Die Annahme basiere ich darauf, dass Deutschland wahrscheinlich eine vergleichsweise geringe Dunkelziffer hat (nur etwas mehr als 10% der Tests sind überhaupt positiv und das sind ja die Verdachtsfälle) und dass wir die Kontaktsperren nun mehr seit Samstag/Montag haben.

    Wenn diese R0 nicht unter 1 drücken (also die Reproduktionsrate vom ganz normalen Leben ohne jede Schutz wenigstens Dritteln), dann gibt es quasi gar keine Hoffnung mehr.Aber warum sollte das so sein.

    Die Inkubationszeit beträgt im Schnitt 6 Tage, bis man einen Test hat und dann das Ergebnis in die Statistik eingeht vielleicht nichmal 4 Tage.


    Von Samstag/Montag ausgehend sind wir nach 10 Tagen eben in der nächsten Woche.


    In anderen Ländern kommt ein starker Dunkelziffereffekt dazu (siehe v.a. USA), so dass dort auch bei R0 < 1 steigende Zahlen möglich sind, weil man schlichtweg mit mehr Tests auch mehr Leute erfasst. Gut möglich, dass in Italien, Spanien & Co derzeit die Tests der limitirende Faktor sind.


    Deutschland testet nun grob 50.000 pro Tag (davon grob 10% positiv), aber das sind angeblich die meisten Tests pro Kopf weltweit.


    Prognosen sind keine Wahrsagerei, kann auch anders kommen. Wir werden es sehen.


    Ich halte jedenfalls eine Verlangsamung bzw Umkehr der Dynamik für nächste Woche und damit Lockerung in der nächsten Woche für weitaus realistischer als die Doomsday Szenarie mit leeren Supermärkten, stromausfall & Co. Darauf vorbereitet bin ich natürlich auch, aber erwartenn tu ich das nicht. Nicht mal mit 1% Wahrscheinlichkeit.


    Aber wir können ja dramatischer Lagen sicherlich in anderen Ländern beobachten.Die USA sind z.B. spannend. Vielelicht haben die aktuell schon 1 Million Infizierte, ich halte es zumindest für denkbar.

    Dann Länder wie Schweden, die keine großen Maßnahmen ergreifen. UK mit seinen wenigen Tests und ebenfalls nur wenigen Intensivbetten.

    Iran, das angeblich 10.000nde Gräber ausheben lässt aber keine dramatischen offiziellen Zahlen meldet.


    Ich denke auch ohne Apokalypse bei usn bleibt es spannend.


    Und man muss leider davon ausgehen, dass es in einigen Ländern zu Durchseuchungen kommen wird. Syrien, Afghanistan, Indien, Venezuela, der Großteil der afrikanischen Länder...

    Man wird sich anschauen (soweit möglich), wie sich die Durchseuchung dort auswirkt. Der Anteil der sehr alten Leute ist dort meist sehr gering, dafür ist die medizinische Versorgung schlecht.


    Indien scheint in bestimmten Bereichen wichtig zu sein als Zulieferer. Es wird also auch auf unsere Wirtschaft/Versorgung evtl Einfluss haben, was die dort für eine Strategie fahren. Sollten die das nicht in 2 Wochen unter Kontrolle bekommen (also nicht exponentiell) gehe ich mal davon aus, dass sie die Durchseuchungsstrategie fahren. Politisch ist das vermutlich machbar, denn die meisten Leute leben von der Hand in den Mund und der Shutdown tut denen mehr weh als ein geringes Sterbensrisiko.Und sollten z.B. 0,5% sterben wird man das im Nachgang in den Statistiken sehen, aber im Alltag vielleicht garnicht so deutlich.


    Die Effekte in Norditalien, Ostfrankreich, Madrid und New York sind ja deshalb so groß, weil der medizinische Kampf um das Überleben der schwer Erkrankten soviele Ressourcen bindet und soviel Aufmerksamkeit. Würden die Leute stattdessen daheim an "Lungenentzündung" sterben und man müsste nur die Leichen weg fahren und wäre außerdem der Anteil der Alten dort geringer, dann würde das vielleicht garnicht so sehr auffallen. Nicht, dass ich das deshalb so vorschlage, auf keinen Fall.


    Es ist übrigens möglich, dass Länder wie China, Russland, Iran eine solche Vertuschungsstrategie fahren.

  • wenn ich mir die Statistiken jeden Tag so anschaue, dann habe ich das Gefühl, alle sterben z.Z. an Corona, und das die Tests mit ihrer "Zuverlässigkeit" fast jeden getesteten als positiv rauswerfen kann auch daran liegen, dass es Corona eben schon viele Jahre gibt und die Tests nicht präzise genug die neue Version/Stamm identifizieren.

    Es müssen ja jetzt auch zu den Maßnahmen einigermaßen passende Ergebnisse kommen, sonst könnte das alles in paar Wochen als stark überrissen gesehen werden und man fragt sich dann eventuell warum es so stark überrissen wurde.


    An die Performance von einer "normalen" Influenza-Welle(zu der Corona bis dieses Jahr ja auch gehörte, wurde ja nie differenziert betrachtet) kommt Corona doch immer noch lange nicht heran. https://www.tagesschau.de/inland/grippe-129.html    https://www.aerztezeitung.de/M…serkrankungen-306776.html



    Gruß Frank

  • An die Performance von einer "normalen" Influenza-Welle(zu der Corona bis dieses Jahr ja auch gehörte, wurde ja nie differenziert betrachtet) kommt Corona doch immer noch lange nicht heran. https://www.tagesschau.de/inland/grippe-129.html    https://www.aerztezeitung.de/M…serkrankungen-306776.html

    Das stimmt zumindest für Deutschland so nicht. Die immer wieder zitierten 25.000 oder 28.000 Toten für die Saison 2017/18 waren ein krasser Ausreißer, wie in dem Tagesschau-Artikel auch steht. Die normale Größenordnung von einigen hundert Toten werden wir in den kommenden Tagen erreichen.

  • Selbst wenn sich die Leichen in den Straßen stapeln wird es wahrscheinlich immer noch Leute geben, die das alles für "übertrieben" halten.


    In Italien und Spanien sterben -trotz Maßnahmen- derzeit ca.700 Leute pro Tag an dem Virus. Das sind in Italien deutlich mehr zusätzliche Tote als z.B. der 2. Weltkrieg an italienischen Kriegstoten pro Tag gefordert hat.

  • Das ist meine Laienprognose, bisher hatte ich stets einen guten Riecher was die Pandemie betrifft.

    Danke für Deine ausführliche Begründung. Einige prognostierten ja schon für diese WOche 100000 Fälle in DE. Meine Prognose war das wir die 50000 erreichen. Das halte ich imemr noch für möglich, auch wenn die Zahlen dafür ggf. später gemeldet werden.

    An Sechstellige Zahlen in DE glaube ich allerdings nicht.


    1% Doomsday Wahrshceinlichkeit halte ich dagegen für zu neidrig. Ist muss nur ein starkes anderes Ereignis, wie starke stürme, hochwasser o.ä. eintreffen und dann ist das Chaos perfekt.

    Ich arbeite daraufhin meine Vorbereitung diesbzgl. entspannt aber bestimmt voran zu treiben. Im MFH geht das nur im Beschränkten Rahmen.