Veränderungen im Leben

  • Hoi zäme,

    Im Moment bin ich nicht wirklich sehr aktiv im Forum, was auch mit großen Veränderungen in meinem Leben zusammen hängt.

    Ich bin mit dem Ausbau meines Hauses beschäftigt und ab Mitte August darf sich meine Freundin offiziell BEVA nennen. Soweit gut. :love:

    Das Thema, welches ich aber aufgreifen möchte, ist meine Freundin ist aktuell im letzten Schwangerschaftsdrittel.

    Heute sind wir ein bisschen umher gefahren und haben uns die Gebärklinik angeschaut. Dabei ist mir die Frage aufgetaucht, macht es Sinn, sich auf die bevorstehende Geburt vorzubereiten?

    Den BOB bereitstellen, damit, wenn das Kind kommt, dieser schnell zur Hand ist, ist klar. Aber gibt es da auch Sachen an die man nicht denkt? Spontan kam mir z.B. die Frage, ob es Sinn macht einen wasserdichten Molton ins Auto zu nehmen, falls das Fruchtwasser auslaufen sollte, damit der Sitz im Auto nicht versifft wird? Gibt es weiteres, was ich im Auto und oder auch in der Wohnung bereithalten sollte?

    Es ist mein erstes Kind das kommt und ich habe da nicht wirklich viel Erfahrung, aber dafür 1000ende von Fragen. =O

    Vorfreude ist da, aber eben auch viele Fragen und viel Unsicherheit, ob ich die neue Situation meistern werde und ob alles gut kommt und und und... (eben wie einer für den nun der Ernst des Lebens beginnt)

    Ich möchte gerne friedlich, schlafend sterben wie mein Großvater und nicht schreiend wie sein Beifahrer.:Sagenichtsmehr:

  • Erst mal: Toitoitoi für den Start ins Leben und danach eine gute Zeit!


    Ich weiß nicht, wie das genau in der Schweiz geregelt ist, aber ich würde empfehlen, mit deinem Arbeitgeber einen zusätzlich, flexibel "auslösbaren" Urlaub neben dem Sonderurlaub zur Geburt auszumachen, um die zwei oder auch vier ersten Wochen gemeinsam zu verbringen. Die Zeit kann man durch nichts ersetzen und in nullkommanix sind die Zwerge nicht mehr so klein und handlich.


    Falls ihr Haustiere habt, sollte jemand bereitstehen, der sich im Zuruf um die kümmern kann. Ich hätte fast die Geburt verpasst, weil meine Frau meinte: "Das dauert noch. Fahr nochmal nach Hause und füttere die Katze. Die hat heute noch nichts gekriegt."


    Insgesamt ist es gut, wenn man irgendwen für irgendwelche Besorgungen schicken kann, falls irgendwas nicht wie geplant abläuft und man nicht aus dem Haus kann.

  • Erstmal zweimal herzlichen Glückwunsch und alles gute.


    Im Grunde gilt für die Geburt eines Kindes das selbe wie für jede andere Ausnahmesituation: vorbereitet sein und Ruhe bewahren!


    Soweit machst du schon mal alles richtig.:)


    Es gibt viele Ratgeber zum Thema, und überall steht drin das du dich mit dem Thema Geburt und deinem Teil der Geburtshilfe befassen solltest ihr dann helfen und beistehen zu können. Die Tasche mit den Sachen fürs Krankenhaus sollte schon bereitstehen und ein paar Handtücher im Auto sind auf jeden Fall von Vorteil. Da das Kind unvorhersehbar früher kommen kann solltest du das alles jetzt schon vorbereiten, da du Prepper bist ist das warscheinlich längst erledigt. Packe dir auch 2 Energiedrinks oder anderes mit vergleichbarer Wirkung ein denn du weisst nicht wie lange es dauert und du willst bestimmt nicht bei der Geburt einschlafen....

  • Nimm dir was zu lesen mit in die Klinik, es kann sich hinziehen, gerade beim ersten, und es ist nicht immer so, dass der Vater bei allem dabei ist.

    Wenn deine Frau stillen möchte, besorg ihr so Stilleinlagen aus Wolle oder Wolle/Seide, die sind wesentlich angenehmer als die Einwegteile.

    Hol dir Windsalbe für das Kleine, das sind fertige Mischungen mit Kümmel/Anis usw. Öl, die gegen Blähungen wirken, und massier ihm damit den Bauch. Das kann dir die ersten Monate sehr erleichtern (wegen Dreimonatskoliken). Mach die wichtigen Besorgungen vorher, damit ihr nach der Geburt etwas Zeit für euch habt, und geht vorher nochmal ins Kino/Konzert oder so, danach ist das viel schwieriger zu organisieren.

  • Und immer daran denken: du bist nicht der erste der Vater wird. Andere haben das auch geschafft und du schaffst das auch. Bleib ruhig und konzentriert, damit hilfst du deiner Partnerin am meisten. Für den rest sorgt die Natur und falls nötig die Ärzte.

  • :):thumbup: ...für die Ankunft des neuen Weltenbürger's <3


    Ein Tipp meiner Mutter, den wir bei unseren zwei Jungs befolgt haben und mittlerweile auch an meine Neffen&Nichten für nach der Ankunft weitergegeben:


    Versuch auf jedenfall die 4 bis 8 Wochen nach der Geburt als dann kleine Familie zusammen zu Hause zu bleiben und gemeinsam diese Zeit zu genießen, zu kuscheln und Euch gemeinsam diese 24h/7Tage/Wochen unterstützen zu können (Ein "normaler" Tages/Nachtablauf gibts nämlich je nachdem wie das Kleene so drauf ist sowieso erstmal nicht mehr und Etappenschlafen ist angesagt) sowie lasst Euch von allen dann besuchenden "BabyGuggMenschen" wie Großeltern/Onkel&Tanten/Freundeskreis am besten lecker vorgekochtes Essen und/oder generell benötigte Nahrungsmittel Obst/Gemüse usw. als Mitbringsel schenken...


    Die sind dann Alle glücklich eingebunden, Ihr habt kein Dutzend Blumensträuße in der Wohnung und Euch auch einiges an Koch-& Einkaufszeit erspart...


    Ansonsten ruhig Blut und natürlich darfst Du/ihr auch unsicher sein... wenn ich da an meine ersten Wickelbemühungen denke und wie übervorsichtig ich da rangegangen bin aus Angst irgendetwas an dem winzig... so winzigen Kerlchen kaputtmachen zu können und nachdem mir unsere Hebamme dann lachend gezeigt hat wie robust Babys eigentlich sind! Deswegen auch noch als Tipp nachschiebe, sucht Euch unbedingt ne Euch sympathische Hebamme zum Helfen & Fragen!


    dasKleeneSchü.jpg


    ...und natürlich ganz viel Spaß zusammen :!:

    Normatilät tsi legidilch enie statsiticshe Häunufg mögilhcer Wahcsrheinlicheikten!

    Meine wichtigsten Ressourcen sind Zuversicht, mein Wissen, Ideen, handwerkliches Geschick und die verknüpfte Improvisation davon!
    Gruß derSchü

    3 Mal editiert, zuletzt von derSchü ()

  • Das mit dem "vorgekochtes Essen" schenken lassen ist eine gute Idee!


    Ansonsten: während der ersten Wochen liegen auf beiden Seiten die Nerven blank. Vor allem bei ihr. Stell dich darauf ein, dass sie aus heiterem Himmel, scheinbar ohne Grund zu heulen anfängt. Das ist völlig normal und der hormonellen Umstellung geschuldet. Sollte aber keine Entschuldigung sein für irgendwas, vor allem nicht für sch** Benehmen. Auf beiden Seiten.


    Ich war seinerzeit die ersten zwei, oder waren es sogar drei (?), Wochen zu Hause. Chef war seinerzeit not amused, war aber auch nicht gerade der empathischste Kerl. Da es aber der erste Urlaub im ganzen Jahr überhaupt war, konnte er nichts großartig dagegen einwenden. Ansonsten wäre ich aber auch sehr schnell bei der Personalvertretung gewesen. ^^


    Gerade wenn es euer erstes Kind ist: stell dich darauf ein, dass es länger dauern kann. Reichlich Lesestoff oder eine zusätzliche Powerbank fürs Smartphone kann hilfreich sein. Und wenn sie während des eigentlichen Geburtsprozesses dich und den Rest der Welt und vor allem dich verflucht, dann nimm es nicht persönlich.


    Kleiner Tipp: Sie sollte sich vorher die Fingernägel geschnitten haben. ;) Je länger, desto tiefer können sie sich in deine Hand bohren. Und so sehr kann kein Mann Masochist sein, dass mann das über Stunden aushalten kann. :D

  • Ja. Es macht Sinn, sich zu freuen.

    Nicht Sorgen machen, sich freuen.

    Eine Hebamme betreut euch schon?

    Normalerweise ist auch in dieser Gesellschaft alles geregelt. Wenn die Wehen kommen sind alle Ampeln auf grün geschaltet.

    An besten einfach gemütlich zusammen sein die nächsten Wochen, und nur abwarten nachdem ihr euch für die passende Gebärklinik entschieden habt.

    Nur warten, das Köfferchen für die Klinik sollte aber gepackt sein.

    Dann weiter warten, alle Gedanken auf das Positive richten.

    Als werdender Vater kannst du deiner Freundin am Besten helfen, ihr versichern, dass du "da bist".

    Und passendes Geld für einen Blumenstrauß bereit haben für den Tag der Geburt.

    Und ... ? Jetzt schon mal überlegen, wie bekomme ich die Wohnung sauber geputzt bevor meine Freundin mit unserem Baby aus der Klinik zurück kommen.


    Alles wird gut, Chevron, und wenn nicht auf Anhieb, dann haben wir eben etwas gelernt.