Deutschland übt den Notfall - Probealarm 10. September 2020, 11.00 Uhr

  • Und wenn man das nun outsourcen und privatisieren würde?

    Das funktioniert meiner Meinung nach nicht. Privatunternehmen wollen Gewinne erwirtschaften und alles was mit Sicherheit und "Schutz" zu tun hat, ist eine reine Kostenstelle und gehört daher immer grundsätzlich beim Staat verortet. Ich bin der Meinung, dass wir hier im land viel zu viel privatisiert haben und damit uns eigentlich auf Jahrzehnte ein Ei gelegt haben.

    -<[ Nunquam-Non-Paratus ]>-

  • Ich meine das nicht unternehmerseitig, sondern von normalen Bürgern, die ein Interesse daran haben. Auf Unternehmerseite fehlt der Gewinn und auf staatlicher Seite fehlt die Motivation und Kompetenz, um ein solches System so zu betreiben, dass es funktioniert. Als die Alarmierung noch über Rundfunk lief, war die Erreichbarkeit wesentlich höher, denn es gab weniger Sender und die Qualität dieser Sender war so, dass sie eine deutlich höhere Einschaltquote hatten. Und der Empfang ging niederschwellig mit einem normalen FM-Empfänger, den es auch in klein, billig und mitnehmbar gab. DAB+ ist in dieser Hinsicht alles andere als ein Vorteil. Und für den flächendeckenden Einsatz von Medien auf Internetbasis, wie Smartphone-Apps, ist die Mobilfunkabdeckung zu schlecht, und das Smartphone ist hier niederrangiger als z.B. in China, wo ohne das Ding eigentlich nichts läuft. Hierzulande leben viele Rentner vollkommen frei von solchen Medien, die hätte man in der Regel jedoch über Rundfunk und Fernsehen und Sirenen erreicht. Aufschalten der Katastrophen auf den Verkehrsfunk wäre meines Erachtens nach eine Überlegung.

  • Als Funkamateur, hat man den Vorteil, das DAPNET System nutzen zu können. Dort wird im 70 cm AFu Frequenzbereich, diese Warnmeldungen auch ausgegeben. Das ganze wird dann auf einem "Piepser" am Hosenbund angezeigt . Dort bekam ich die Meldung am Warntag, genau um 09:01 Uhr Lokalzeit. Also ca 40 Min früher, als auf den NINA usw Apps.


    LG Jürgen DK4BU

  • Es ist eigentlich heute technisch problemlos möglich das man bei einer Alarmierung alle erreicht da es alle Arten von Medien hergeben. Wir haben aber gesehen das es praktisch noch nicht überall funktioniert. Eine Privatisierung ist der falsche Weg, das würde die Probleme nur vergrößern. Vielleicht könnte man die Stellen vor Ort besser mit einbinden ,zum Beispiel die Feuerwehren. Ich denke das die sich noch am ehesten für das Thema interessieren. Aber auch dann wird es Zeit, Geld und Aufwand kosten.

  • Ja das war nichts, Selbst das lokale Radio machte nichts. Die Sirenen waren zwar zu hören, wenn man raus ging oder das Fenster offen hatte. Dank der toll isolierten umweltfreundlichen Häuser und der guten dichten Fenster ist das einfach etwas anderes als im 2.Weltkrieg. NINA war ein Totalausfall.
    Fazit 1: Solche Übungen sind dringend notwendig
    Fazit 2: Im Ernstfall hätte das erhebliche Folgen haben können.
    Fazit 3 : Es war besser als bisherige Übungen, es sind mehr Sirenen wieder im Betrieb.

    Ich denke wenn man Fernsehen oder Radio an hat, hörne viele Leute nichts. Die Dichte der Sirenen, müsste aufgrund der besser isolierten Baustruktur und der veränderten Gewohnheiten der Menschen (Dauerbeschallung durch diverse Medien) erhöht werden.

    Ich habe es zwar gehört,weil ich wusste, dass es kommt und darauf geachtet habe.

  • Ich sehe das trotz der Teilerfolge als Misserfolg an.

    So wie ich das in den Nachrichten mitbekommen habe liegt es warscheinlich daran das das Innenministerium den Prüftag allein ausrufen wollte, da haben sie aber mit den Ländern, Kreisen und Kommunen nicht gerechnet die auch mitsprechen wollten und das ganze von unten torpediert haben.

    Ich sehe da auch kein Lichtblick das es besser werden könnte. Nach ein paar Tagen oder Wochen verschwinden die Beteuerungen wieder in der Schublade und das war es dann wieder bis zum nächsten Mal, wo sich an den gesterigen Tag so gut wie keiner mehr erinnert.

    Denau deshalb vertraue ich auch keiner staatlichen Stelle was Katastrophenschutz betrifft. Ja der war mal gut, aber das ist lange her und wird sich auch solange nicht ändern bis etwas ganz schlimmes passiert. Man muss immer erst mit Schmerzen dastehen, bevor man man was unternimmt.

    Wir brächten heute wieder einen Helmut wie in der Sturmnacht in Hamburg. Aber woher nehmen wenn keiner mehr über seinen Schatten springt.

  • Für die beteiligten Behörden und Organisationen war der (absehbare) Fehlschlag sicher ein Erfolg in dem Sinn, dass man die bestehenden Strukturen nachbessern kann und gesehen hat, was dabei herauskommt, wenn bei MoWaSys mehrere Entscheider-Ebenen gleichzeitig auf die Auslöseknöpfe drücken.


    Für die Öffentlichkeit ist aber das Bild verheerend, der Eindruck eines (handlungs-)unfähigen Staats hat sich bestätigt. "Nicht mal die Warnung der Bevölkerung funktioniert."

    Das wiederum tut den durchaus funktions- und leistungsfähigen Hilfsorganisationen einen Bärendienst. Unser Zivil- und Katastrophenschutz in D/A/CH ist nämlich recht gut, was auch an der breiten Basis mit ehrenamtlichen Kräften liegt. Vermutlich hat jeder Mensch bei uns einen "Helfer" in der Familie, im Freundeskreis vermutlich mehrere und kennen wird er dutzende ehrenamtlich engagierte Mitbürger, auch wenn es manchen zunächst gar nicht bewusst ist.

    Bei größeren Krisenlagen wie dem Elbe-/Oder-Hochwasser vor einigen Jahren zeigte sich das auch entsprechend: die Unterstützung der Helfer durch die Bevölkerung (z.B. mit Bereitstellung von Verpflegungsständen durch Anwohner) und die Verstärkung der HiOrgs durch Logistik und Fahrzeuge/Helfer aus dem privaten und gewerblichen Bereich war großartig. In Ländern ohne eine so breit aufgestellte Ehrenamts-Helfer-Struktur hat man es dann in vergleichbaren Lagen eher mit problematischem Verhalten der Bevölkerung zu tun (Plünderungen, Gewalt gegen Euinsatzkräfte). Man erlebt das bei uns ja ansatzweise auch schon in Ballungsgebieten, wo bei großen Teilen der vor allem jüngeren Bevölkerung eherenamtliches Engagement out und PartyPartyParty in ist.


    Wenn ein schiefgegangener "Warntag" nun das Ansehen der HiOrgs mitbeschädigt ("Katastrophenschutz macht sich lächerlich"), wäre das fatal. Etliche Kommentare in den Social Media gehen schon in diese Richtung.


    Für Insider und aufmerksame Zeitgenossen war die Blamage eigentlich absehbar. Die vorhandenen Warnapps müssen aktiv laufen, damit sie warnen können. Einfach nur installieren reicht nicht. Die Zuständigkeit und der Zugriff von den Behörden auf die WarnApp-Auslösefunktion ist nicht sicher genug und nicht lastfest. Digitalradios (DAB) und der RDS-Datendienst bei UKW-Radio können theoretisch Warnmeldungen verbreiten, aber außer in begrenzten Feldversuchen von Förderprojekten hat man das nie in größerem Umfang erprobt und es ging am Warntag entsprechend schief.


    Einblendungen in den TV-Programmen der öffentlich-rechtlichen Sender setzen voraus, dass man ausreichend Publikum hat, das Linearfernsehen überhaupt noch nutzt, im Zeitalter von Mediatheken, Netflix und Tiktok.


    Beim modularen Warnsystem MoWaSys hat man sich viele nette Features ausgedacht: Funkwecker, die über das DCF-77-Zeitsiginal fernausgelöst werden können (ohne weitere Info an meinem Wecker schmeiß ich den eher an die Wand oder mach die Batterie raus, wenn er plötzlich "grundlos" lospiept). Es müsste ein eindeutiges Warnsymbol am Wecker aufleuchten "Zivilschutzalarm" oder so was. Dann hat man sich Rauchmelder mit Fernauslösefunktion überlegt. Gibts bis heute nicht zu kaufen und ohne wenigstens das Abspielen einer gespeicherten Sprachansage oder anderweitiger Katastrophenalarm-Anzeige ebenso sinnlos wie der Funkwecker. In meiner Familie wurden grundlos nachts lospiepsende Rauchmelder schon mehrmals mit nem Besenstiel nachhaltig ruhiggestellt.


    Wir hatten im Dorf bis Ende 2019 wenigstens noch die Feuerwehr-Alarmierung per Sirene, seit 2020 ersetzt durch den stillen Alarm per Funkmeldeempfänger.


    Vielleicht besinnt man sich nun und denkt über eine zentral auslösbare Sirenen-Infrastruktur nach. Experten haben die Kosten für eine "Wiederbewaffnung" mit zentral auslösbaren Sirenen in ganz Deutschland mit 300Mio.€ beziffert. Das ist am Ende günstiger als Apps entwickeln zu lassen, die nur ein winziger Bruchteil der Bevölkerung überhaupt kennt und noch weniger installiert haben.


    A propos Apps: die Mobilfunknetze haben eine standardisierte Funktion, mit der man mit wenig Übertragungsaufwand global alle eingebuchten handys einer Funkzelle mit einer Meldung erreichen kann: Cell Broadcast Aber das gibts ja schon und muss nicht wie eine WarnApp erst teuer entwickelt werden, ist also für die bei den Ministerien mit Erfolg lobbyierenden Systemhäuser und Beratungsfirmen uninteressant.


    Grüsse

    Tom

  • Hallo Tom,


    am liebsten hätte ich jetzt jeden Deiner Absätze zitiert und darunter "Das sehe ich zu 100 % genauso!" geschrieben.


    Ich kann nur ergänzen, dass bei den mir bekannten ehrenamtlichen Einsatzkräften der Unmut und die Enttäuschung über den Warntag zum Teil recht groß ist.


    Immer wieder gab und gibt es Erlebnisse bei denen das eigene ehrenamtliche Engagement mit den Arbeitsergebnissen der hauptamtlichen Steuergeldempfänger verglichen wird. Der gestrige Warntag hat da nicht unbedingt Pluspunkte für die Beamt(inn)en ergeben. Ob das verdient oder unverdient ist, spielt für diesen Effekt (leider) keine Rolle.


    Auch ich selbst fühle mich als ehrenamtliche Einsatzkraft wesentlich motivierter und wertgeschätzter, wenn ich auf ein Grundgerüst mit hauptamtliche Mitarbeiter(inne)n setzen kann, die sich für die gemeinsame Sache engagieren und kompetent handeln.

    Nur wer sich ändert, bleibt sich treu.

  • Ich kann nur ergänzen, dass bei den mir bekannten ehrenamtlichen Einsatzkräften der Unmut und die Enttäuschung über den Warntag zum Teil recht groß ist.

    Und Unmut sowie Enttäuschung sind ja auch nicht das Mittel der Wahl um Ehrenamtlichen Nachwuchs zu werben....


    Egal ob FFW,Blaufrösche,Rotes Kreuz ect. Ich sehe da ein sehr heftiges Problem bei der Überalterung auf uns zukommen.

    Beispielsweise macht hier im Ort der Rot Kreuz Ortsverband dicht - schlicht kein Nachwuchs zu finden.

    Bei der FFW werden Jugendnachmittage ect. schon lange nur noch privat Finanziert usw. Statt das aber zu honorieren kommt dann auch noch die Bürokratie und mault rum : Als Krönung ( und Schlag ins Gesicht) wurden Leute verwarnt weil sie selbstgemachtes Essen verteilt haben das zu Hause von Freiwilligen hergestellt wurde. (Die Hygiene...)

  • Beispielsweise macht hier im Ort der Rot Kreuz Ortsverband dicht - schlicht kein Nachwuchs zu finden.

    Das ist überall ein ganz massives Problem. Auch bei den politischen Parteien, die vom Grundsatz her als Verein organisiert sind, aber als politischer Verein besonderen, Regelungen u.a. der Finanzierung unterliegen.

    Meine Frau ist seit Anfang des Jahres in einer örtlichen Partei engagiert. Sie ist dort das Küken. Mit Ende 30!


    Vielerorts musste aufgrund der Überalterung der Ortsvereine die Blutspendetermine des Roten Kreuzes ausfallen oder mit über Corona geschuldeten Auflagen hinausgehend im Umfang reduziert werden, weil zu viele aus den Teams Ü50 sind, um nicht zu sagen in weiten Teilen sogar Ü70. Und damit per se schon mal Risikogruppe in Bezug auf SarsCov2.


    Was die Sirenen angeht, bin ich derzeit froh, dass in unserer Gemeinde die E57-Sirenen nicht abgebaut wurden und auch weiterhin in jedem Ort Sirenen aufgestellt sind. Aber ausreichend? Würde ich jetzt nicht sagen, dass eine Alarmierung alleine über Sirenen hinreichend wäre. Dafür sind die Häuser in der Tat mittlerweile zu gut gedämmt.


    Darum habe ich mal heute in der Frühstückspause etwas im Netz gestöbert und bin da bei einem Hersteller über interessante Datenblätter gestoßen.

    Demnach, wenn ich das Schallprofil der verschiedenen Sirenentypen dieses Hersrstellers mir anschaue, in Großstädten selbst von den leistungsfähigsten Sirenen spätestens alle 1500 Meter solche Sirenen aufbauen, um mindestens 70 dB zu erreichen. Wahrscheinlich sogar eher alle 1000 Meter, um wirklich einen Weckruf damit zu erreichen, wenn die Leute zu Hause sitzen und etwas lauter Fernseh gucken oder Musik hören.


    In Kleinstädten oder gar im ländlichen Raum bräuchte man von diesen Sirenen weniger, weil sie wegen der weniger dichten Bebauung weiter tragen. Aber trotzdem: ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor.


    Dabei fiel mir folgende Überlegung ein: In der Regel sind die Sirenen auf Gebäuden der Gemeinde (Feuerwehr, Rathaus, Schule etc.) aufgestellt.

    Wie sieht das aber bei privaten Häusern aus? Kann man da einfach an seinen Ratsherren herantreten und sagen "Ey, Alter, wäre voll cool, wenn du dein Sirenennetz weiter ausbauen würdest. Kannst so 'ne Tröte auch bei mir auf dem Hausdach installieren."? Hätte gleichzeitig den Vorteil, dass man den Alarm quasi aus "erster Hand" mitbekäme...:saint:

  • Nun malt mal nicht alles ganz so schwarz.

    Ihr wisst jetzt wo Verbesserungspotential vorhanden ist und was alles nicht funktioniert, bzw. was funktioniert.

    Genau dafür sind ja solche Übungen da - um herauszufinden wo was nicht so frunzt wie theoretisch geplant und wo nicht.

    Insofern kann man das Ergebnis als Erfolg buchen, auch wenn die Resultate leicht peinlich sind.


    Was die abmontierten oder stillgelegten Anlagen betrifft: Ich denke daran sind ausnahmsweise einmal nicht nur die Politiker schuld. Nach 75 Jahren ohne Krieg und einige Jahrzehnte ohne kalten Krieg haben die Meisten sich einfach so sehr in Sicherheit gewiegt dass es nicht als nötig erschien für sowas Geld und Zeit zu opfern. Die liebe Bequemlichkeit gepaart mit der Unvorstellbarkeit eben.


    Ich bin mir sicher wenn man nicht die gleichen Leute wie bei BER oder Stuttgart 21 mit der Planung betraut besteht die Möglichkeit ein funktionierendes System zu installieren bevor es wirklich gebraucht wird.

    Die grösste Verwundbarkeit ist die Unwissenheit - Sun Tsu

  • Was die abmontierten oder stillgelegten Anlagen betrifft: Ich denke daran sind ausnahmsweise einmal nicht nur die Politiker schuld. Nach 75 Jahren ohne Krieg und einige Jahrzehnte ohne kalten Krieg haben die Meisten sich einfach so sehr in Sicherheit gewiegt dass es nicht als nötig erschien für sowas Geld und Zeit zu opfern. Die liebe Bequemlichkeit gepaart mit der Unvorstellbarkeit eben.

    Da ist sicherlich eine Menge dran.


    Im näheren Umkreis zu AKWs, größeren Chemiewerken oder eben zum Beispiel Hamburg wegen Sturmflutgefahr wurden Sirenen ja nie wirklich abgebaut.


    Anderenorts lebte man in Deutschland tatsächlich sicherlich auf einer Insel der Glückseligkeit. Die Sirenen waren anfangs primär auf den Luftschutz ausgelegt. Sprich: ein Signal für den klassischen Bombenangriff mit Bombern und ein anderes für den Angriff mit ABC-Waffen. Gut, es kam dann noch das dritte Signal zur Alarmierung der Feuerwehr hinzu. Aber eben aus diesem Grund wurde das Sirenengedöns in der Bevölkerung, aber auch bei den Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung, als ein abgängiges Relikt des Kalten Krieges angesehen.


    Deutschland hat nun mal kein ausgeprägtes Risiko für Naturkatastrophen wie z. B. Erdbeben, Vulkanausbrüche, Tsunamis etc...

  • Ich bin mir sicher wenn man nicht die gleichen Leute wie bei BER oder Stuttgart 21 mit der Planung betraut besteht die Möglichkeit ein funktionierendes System zu installieren bevor es wirklich gebraucht wird.

    Völlig OT :


    Leider sind diese Art Leute eine Spezies die sih die " öffentliche Hand" selbst herangezüchtet hat.


    Das große Geld wird damit verdient das man den Auftraggebern den Wortlaut ihrer Ausschreibung posthum so lange im Halse umdreht bis Geld fliesst. Eine Heerschar von denen lebt davon das erst n a c h Auftragserteilung/Annahme und Baubeginn sog. "Nachträge" vereinbart werden - überspitzt gesagt wenn nicht extra formuliert wurde das die Fliesen im Schwimmbad auch wasserdicht sein müssen - wirds extra berechnet.


    Die Auftragnehmer haben halt einen dicken Hebel in der Hand, vor allem nach einem Baubeginn. Erschwerend kommt noch hinzu das bei dem ziehen der Notbremse der politische Gesichtsverlust auch nicht ohne ist. Oder ein fettes Loch in der Stuttgarter Innenstadt,


    Und man kann sich vorstellen das in einer Ausschreibung wie BER oder Stuttgart 21 die im Umfang einen Mercedes Sprinter füllen reichlich zu finden ist...


    Da müsste man dringend an einer Änderung arbeiten bzw. einer "Beweislastumkehr"

  • Ich war an dem Tag beruflich unterwegs in Pfungstadt (nahe Darmstadt), die Sirene konnte ich dort hören, auch hessenWarn hat ausgelöst.

    NINA und Co. dagegen nicht...

    Himihergottzagramentzefixallelujamilextamarschscheissglumpfaregtz

  • Man kann sich nun über die Alarmierung aufregen oder auch nicht. Aber ich meine, wenn man mit offenen Augen das Umfeld in dem man wohnt anschaut und es ständig beobachtet, kann man auf solch eine katastrophale Alarmierung verzichten. Wir sind doch alle alt genug um Gefahren einzuschätzen und sie so zu bewerten das sie für uns "ich hoffe glinflich" vorüber gehen.

  • NOX hm, meinst wirklich? Also ich kann der Luft nicht ansehen wenn 30km weiter das AKW in die Luft geflogen ist. Oder das Chemiewerk in 15km aus Versehen den falschen Regler geöffnet hat.

    -= NUNQUAM NON PARATUS =-

  • NOX hm, meinst wirklich? Also ich kann der Luft nicht ansehen wenn 30km weiter das AKW in die Luft geflogen ist. Oder das Chemiewerk in 15km aus Versehen den falschen Regler geöffnet hat.

    Ja da hast Du recht. Ich wollte nur einmal sagen das die Regierung so vieles vernachlässigt hat und man sich doch lieber selbst ein Bild über Gefahrenquellen machen sollte. Bei so einem Super Gau würde ich mich natürlich auch über eine Alarmierung freuen.

  • Also ich kann der Luft nicht ansehen wenn 30km weiter das AKW in die Luft geflogen ist. Oder das Chemiewerk in 15km aus Versehen den falschen Regler geöffnet hat.

    Ich bezweifle allerdings, dass da die Alarmierung über die bürokratischen Wege schnell genug ankommt. Da dürften die diversen Internet-Quasselbuden und reguläre Publikumsmedien vermutlich schneller sein als die zentrale Entscheidung, Sirenen oder Warn-Apps zu aktivieren.