Wie würdet ihr ein Haus planen?

  • Noch besser sind nur die Leute die das Schlafzimmer mit Kupferplatten auskleiden um Funkstrahlung draußen zu halten, dann aber Handy und WLan Router mit reinstellen um noch Chatten zu können. Die vergessen dann gerne das das Handy die Sendeleistung hochdreht und ununterbrochen versucht eine Basisstation zu erreichen. dazu das 2,4GHz Wlan das nicht raus kommt...

    Schlafen in der Mikrowelle. :D

  • Meine 3 Cent zum Thema Hausplanung


    Wasser: Anschluss an Versorgswerk, Backup: Brunnen

    Abwasser: Anschluss an Versorgswerk, Backup: Sammel/Sickergrube

    Heizung: Infrarot + Klimaanlage (kühlt, heizt, entfeuchtet, Backup: Ofen

    Kochen: Gas, Backup: Küchenofen

    Warmwasser: Durchlauferhitzer, Backup: Badeofen

    Strom: Anschluss an Versorgswerk, Backup: Camping Solaranlage


    *Strom: durch die o.a. Backup Systeme benötigt man essentiell fast keinen Strom. Im hier vorhandenen SolarFaden erkenne ich das der Aufwand ungleich größer einem etwaigen Nutzen darstellt. So gesehen reicht für kleine Verbraucher eine kleine InselSolaranlage für Camping völlig aus.


    Beim Grundstück an sich kommt es auf die Lage an, jede als solche hat spezifische Vor und Nachteile. Dem entsprechend auch beim Haus. EFH birgt die wenigsten Gefahren, DHH und MFH werden teilweise unkalkulierbar (Gefahren wie Feuer usw.).


    Einbruchschutz ist wie die Frage nach dem "besten Messer": eine Glaubensfrage. Ich persönlich setze auf Fensterläden, welche bündig in der Laibung abschließen. Andere nehmen einbruchsichere Rollos... Die Erfahrung zeigt uns aber: mit roher Gewalt, Zeit und der Motivation kommt man in jedes Haus - es sei denn man baut sich ein Bunkerhaus. Und selbst da gehen irgendwann die Türen auf, wenn sich die bösen Buben a la MadMax an das Ausräuchern wie in frühere Tagen erinnern.


    Meiner Meinung nach ist man mit den oben anstehenden Kriterien für Verbrauchermedien sehr gut aufgestellt: man hat Wasser, Wärme, Warmwasser, kann kochen, backen und ein wenig Strom für kleine Helferchen wie Tablet, TV, Radio und das Aufladegerät für Werkzeugakkus.

  • Ich unterbreche die Leitungen immer ausserhalb des Hauses ;-).


    Wenn jemand drin ist, ist der Drop doch eh gelutscht.


    Als Idee: Wir haben auch einen Brunnen im Haus.

    Gruß


    tid

    Ich hab auch einen Brunnen im Haus sehe darin aber auch viele Nachteile.
    Dirch die Überbauung ist es nicht möglich mit Standortgerätschaft Sanierungsmaßnahmen durchzuführen wenn diese notwendig werden.
    die Luftfeuchte die der Brunnen im Keller verursacht ist auch immer wieder problematisch.

    Kann alles aber auch sehr spezifisch sein.

    Gruß

    Kcco

    Gsund bleiben

    Keep clam and chive on

  • Ich habe erst diese Woche an einer Veransatltung teilgenommen (online) zum Klimawandel in unserer Stadt.


    Aufhänger war eher, dass hier seit nunmehr 3 Jahren der Boden massiv austrocknet und die Bäume zunehmen absterben.


    Was mich aufhorchen lässt. schon heute hat meine Stadt (die als grünste Großstadt Deutschlands zählt) einen Hitzeinseleffekt um +3,5K im Schnitt gegenüber dem Umland.


    Das weltkima bewegt sich auf +4°C zu (ob ihr in solchen zeiträumen denken wollt weiß ich nicht), global +4K bedeutet für uns hier im kontinnetaneln klima +6°C (sind auch heute schon +1,5°C statt der global +1°C).


    Wa bedeuet das? Ich werde vermutlich (hoffentlich) noch einige Jahrzehnte leben und dann können hier die +45°C definitiv geknackt werden, inheißen städtischen Zonen dann auch mal die +50°C.

    Das ist im Schatten. In der Sonne über Asphalt und Schotter zwischen Betonwänden sind es dann vielleicht +60°C.


    Schon seit einiger Zeit erleben ich hier regelmäßig "tropische" Nächte, es wird hier in der heißen Stadt selbst um 5:00 Uhr morgens nicht mehr kühler als 25°C. Meine Schester hatte neulich in Düsseldorf mal +30°C um Mitternacht.


    Kutz und gut. Sorgen dafür, dass Eure Gartenanteil mit trockenresietnten Arten bepflanzt ist, die Hitze vertragen, aber dennoch im Sommer kühlend und schattierend wirken. Ein Baum wächst nicht in 5 Jahren. Sorgt dafür, dass Grundwasser versickern kann.


    Überlegt Euch, wie ihr das haus klimatieiert. Eine Photoovoltaikanlage als Ergänzung ist kein Schaden, wenn ihr das Geld dafür habt. Bringt auch eine gute Rendite.


    Je nachdem wie es weiter geht wird man über kurz oder lang das Verheizen von Öl oder gas verbieten oder sehr sehr teuer machen. Ob das jetzt 10 jahre dauert oder 20 weiß ich auch nicht, die Wahrscheinlichkeit, dass es passiert ist aber sehr hoch.

    Wie schaut es da bei Euch aus?


    Zum rest kann ich nichts sagen, das ist ja sehr individuell. Umgebaut ist sowas dann ja auch recht schnell.


    Ganz allgemein schadet es sicher nicht, Geld auf der hohen Kante oder noch besser investiert zu haben, um das Haus auch dauerhaft unterhalten zu können.


    Aus Preppersicht ist vermutlich das wichtigste ein gutes Verhältnis zu den Nachbarn. Schadet auch sonst nicht.


    MfG


    PS: Stell Dir in jedes Stockwerk einen Schaumfeuerlöscher in einer Größe, die Du noch handhaben kannst.

  • Warmwasseranschluss für Waschmaschine wurde schon genannt...


    Es gibt auch Wäschetrockner mit Gas, wobei Wärmepumpentrockner wohl insgesamt die besser Wahl sein dürften....


    Wichtig ist auch die Ausrichtung des Hauses zur Sonne, und natürlich die Dachform

    Ohne Speicher eher über Eck mit Dachflächen nach SO und SW


    Wärmeschutz wird wie geschrieben immer wichtiger... Wintergärten werden bald wohl eher zu Glas-Saunas....


    Ansonsten ist meiner Meinung nach bei KFW und insbesondere BAFA alles eher auf NOCH MEHR Konsum ausgelegt.... und eigentlich eine große ABM für Dinge, die sich sonst nie einer ins Haus bauen würde...


    Gruß EZS

  • Ich würde immer die jeweils aktuellen Erfahrungen aus der Earth Ship Szene berücksichtigen. Autarkes Haus, das gleichzeitig noch Futter anbaut, Sonnenschutz bietet und trotzdem wärmt. Das die Fäkalien sinnvoll abführt und Pi wiederverwertet im Bereich Grauwasser. Etc etc...

    Erweitern mit anderen Ideen wie zB Aquaponik und abgeschlossener nachhaltiger Viehhaltung, um das ganze in sich wirklich autark zu machen. Plus mehr Futteranbau für Menschen, denn da sind die Earth Ship Konzepte ebenso wie im Bereich Viehhaltung oder Aquaponik noch sehr weit hinten.


    Das Schöne ist, deiner Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. :-)

  • Also bei uns ist das ganz einfach: Baue was du willst, Hauptsache von Außen ist es Landhausstil. Photovoltaik auf Nebengebäuden ist verboten. Dächer müssen rot eingedeckt werden - obwohl der gesamte Altbestand braungrau ist.

    Hätte ich Geld und wäre ich nicht durch irgendwelche Vorschriften eingeschränkt: Ich würde wie ein Hochhaus planen. Ein Kern aus Stahlbeton mit Treppenhaus, Aufzug, begehbaren Versorgungsschächten. Von diesem zentralen Turm ausgehend sollten sich die eigentlichen Räume leichtgewichtig zeigen. Also jeweils eine Fläche raus, Stützen wo notwendig, aber nur das notwendige. Aufteilung der Räume eher über Trockenbau, Leitungen so flexibel wie möglich - Raumaufteilung änderbar ohne Großbaustelle. Wenn es die Landschaft hergibt - entsprechende Ecke mit Panoramaverglasung, ansonsten viel mit Solar, Kombinationen erwünscht.

    Auf einer der unteren Ebenen Hobbyräume, Werkstätten usw. bei Hanglage kein Probem, wenn in der Ebene möglich dann gerne 2. UG. Die Versorgungsschächte sind natürlich von jeder Ebene aus begehbar (Drucktüre) und münden im Keller natürlich in einem Bereich der allen Schutzbauanforderungen genügt.

    Außenterrassen werden mit eingeplant, und auch wenn sich der Ansatz recht kubistisch liest, das Dach wird als Sattel- oder Pultdach ausgeführt. Ein Flachdach mag sonstwo funktionieren, hier nicht, und schon gar nicht wenn man doch mal was selber reparieren muss.

    Nachdem das nicht Architekturpreisverdächtig über eine Klippe hängen muss kommt der Anbau auch zum Zuge, Anböschungen usw. werden entsprechend genutzt. Ein Aquarium gewisser Größe als Temperaturpol, außenrum meinetwegen eine Poollinie.

    Wieviele Milliarden darf das kosten?

    Alles wird nie gehen, sollte ich mal groß umbauen oder gar neubauen, werden vielleicht einige Teilaspekte berücksichtigt werden können.

  • Also bei uns ist das ganz einfach: Baue was du willst, Hauptsache von Außen ist es Landhausstil. Photovoltaik auf Nebengebäuden ist verboten. Dächer müssen rot eingedeckt werden - obwohl der gesamte Altbestand braungrau ist.

    das ist doch absurd und in der klimakriese dürfte das keiner Klage stand halten.


    Im Prinzip dürfte es keine Baugenehmigung ohne vollflächig PV mehr geben!!!


    Zum Thema DC Netz. Ich hatte im Haus mit meiner EX ein paralleles Netz aus 6 mm² PV gebaut. 24V mit kleinen DC- DC wandlern in den Dosen. Z.b. USB 5V oder auch Laptop 20v

    gibt es denn für 48 V mittlerweile auch preisgünstige Wandler z.b. auf 5v USB oder 12v?


    Um autark heizen zu können, müsste man stark PV optimiert bauen d.h. Pultdach ohne Fenster o.ä. nach Süden und Südfassade PV so aufbauen, das es die Fenster im modulmaß Raster liegen.

    Bei bodentiefen Fenstern große 72 Zeller mit ~2x1 m nehmen

  • Im Prinzip dürfte es keine Baugenehmigung ohne vollflächig PV mehr geben!!!

    Vorsicht! Hatte ich bis vor kurzem auch geglaubt. Ein Gespräch mit meinem Schwager ließ mich in Grübeln kommen.

    Hintergrund: Er war als Feuerwehrmann bei einem Einsatz dabei, bei dem sie eigentlich nur dafür gesorgt haben, die Feuer nicht auf die umstehenden Gebäude überspringen zu lassen. Das brennende, und später im Vollbrand stehende, Bauernhaus haben sie nicht mit einem Handschlag angerührt. Warum? Vollflächig phito

    Photovoltaik. Als Laie hätte ich jetzt gedacht: egal, dann klemmt das Ding doch vom Strom ab, dann bekommt ihr auch keine geschallert, wenn ihr da eur Löschwasser draufhaut. Aber so trivial ist es wohl nicht.


    Vielleicht ist man mit Solarthermie zur Warmwasserbereitung besser bedient?🤷

  • Nö...das mit der Feuerwehr ist eher vorgeschoben....

    Wenn es danach ginge bräuchte man ja nicht mal ein haus bauen, weil das ja auch brennen könnte....


    Solathermie ist gut und schön, macht aber nur Wasser warm und rechnet sich faktisch nie!


    Mit PV Strom kann man sooooo viel mehr machen...


    Bis auf bei richtigen Denkmalschutzgebäuden sollte das.nirgends zu verbieten sein....

    Vielleicht kann man die Gemeinde auf Schadensersatz wegen entgangenem Geschäft verklagen?!

    Dann ändern die den Bebauungsplan schon ;-)

  • Och das ewige Märchen Mi der Feuerwehr.


    Es gab in der Vergangenheit sich schlecht geschulte Feuerwehrleute, aber das dürfte wohl længst Geschichte sein.


    Wer besonders ængstlich ist kann auch noch feuerwehrschalter einbauen oder mit solaredge das ganze sogar modulweise

  • Das gefährlichste an einem brennenden Haus mit PV-Anlage auf dem Dach sind die spontan abrutschenden Solarmodule, wenn der Dachstuhl drunter wegbrennt. Die Module kommen wie Fallbeile runtergesaust. Hatten wir vor zwei Jahren in unserer Gemeinde, 1-Familienhaus mit kleiner Reifenwerkstatt in der ehemaligen Scheune, das Dach darüber komplett mit PV. Der Brand begann in der Werkstatt, dank der Reifenstapel war es sehr schnell ein Vollbrand. Zum Glück keine Menschen oder Tiere zu schaden gekommen und ein weiterer glücklicher Umstand war, dass gegenüber ein engagierter Hobbyfilmer wohnte, der den gesamten Einsatz dann professionell filmte, was ein lehrreicher "Lehrfilm" für unsere Feuerwehren geworden ist, dabei sind auch die abrutschenden Module dokumentiert worden. Die landen genau dort, wo der klassische Löschangriff von außen durch die Löschtrupps normalerweise durchgeführt wird.


    Was die Spannung von PV-Anlagen angeht: je nach Verschaltung und Wechselrichter-Ausführung, können das schon 600-800V sein, wenn die Sonne scheint.

    Die Feuerwehren dürfen Gebäude mit Spannungen bis 1.000V ganz normal mit Wasser löschen. Dafür werden sie ausgebildet. Ein unter Hochwasser stehender Keller ist von der elektrischen Seite her wesentlich gefährlicher, da bei Neubauten der Hausanschluss für den Strom im Keller ist und das Wasser ab einem gewissen Pegelstand in der Regel immer unter Spannung steht. Nicht jede kleine Feuerwehr hat entsprechende Prüfsonden, mit denen die Spannungsfreiheit des Wassers festgestellt werden kann.

    Auch Brände von Gebäuden mit Stromleitung über Dachständer sind gefährlicher, nämlich dann, wenn der Dachständer schneller wegknickt und die blanken spannungsführenden Freileitungsdrähte runterkommen, als der Netzbetreiber geholt werden kann, um den Straßenzug abzuklemmen.


    Bei PV-Anlagen wurde viel Angst geschürt, ich würde sogar mal spekulieren, dass diese Fake News von gewissen Lobbys gezielt gestreut wurden, die kein Interesse an einem dezentralen alternativen Energieerzeuger-Markt haben.


    Ähnliches ist mit dem Quatsch bei verunfallten Elektroautos zu beobachten: da wird allen Ernstes versucht, den Leuten einzureden, man müsse kaputte Teslas in einer Containermulde mit Wasser tagelang baden, weil die Batterie so hochgefährlich sei, dass man das anders gar nicht lösen könne.

    Dabei wird bewusst (oder aus Unwissenheit) unterschlagen, dass die Fahrakkus in Elektroautos über interne Sicherungen verfügen, die wie Airbags im Crashfall über kleine Treibladungen die hohe Batteriespannung in ungefährliche kleine Teilspannungen zerlegen, in dem alle x Zellen so eine Fuse detoniert und die Verbindungsleitung zwischen den Zellen kappt.


    Elektrische Brandursache Nr. 1 in Privathaushalten sind Wäschetrockner, dicht gefolgt von Ceranfeldern, auf denen jemand nen Korb voller Wäsche abgestellt hat und irgendwer den Herd versehentlich angestellt hat (ist bei Touch-Bedienung blitzschnell unbemerkt passiert und das ebene Ceranfeld lädt halt dazu ein, Zeugs drauf abzustellen). Aber Wäschetrockner und E-Herde will die Anti-PV-Lobby ja nicht bekämpfen...


    Grüsse

    Tom

  • tomduly ich stimm dir bis auf einen Punkt zu: selbts unsere Feuerwehr (2x 1300 Sehlen Dorf) hat solche Messgeräte. Unser Elektriker beim letzten gefüllten Keller:

    - Strom kappen

    -Messgerät 1 meldet nix

    -Messgerät 2 meldet nix

    -hält Finger rein.... ok ihr könnt pumpen 😂

    Improvisation ist, wenn niemand die Vorbereitung bemerkt.

  • ist mit dem Quatsch bei verunfallten Elektroautos zu beobachten: da wird allen Ernstes versucht, den Leuten einzureden, man müsse kaputte Teslas in einer Containermulde mit Wasser tagelang baden, weil die Batterie so hochgefährlich sei, dass man das anders gar nicht lösen könne.

    Etwas OT,aber das muss raus :


    Das ist in der Tat wie eine Art "Paniklobby"...

    Der Fall mit dem Tesla ist mir bekannt,ist aber mittlerweile sooo alt das schon ein grauer Bart dranhängt ! Man hat es damals nicht besser gewusst...


    Brennende E-Auto´s machen beim eigentlichen Löschvorgang kaum mehr Probleme als ein herkömmliches Fahrzeug. Auch ein Vollbrand ist in den Griff zu kriegen.


    Aus meiner Sicht des Abschleppers muss man einige Kleinigkeiten beachten ,dann geht nichts daneben !


    - Auto manuell stromlos schalten,man weiss nie ob die Automatik ausgelöst hat

    - Akkupack auf äussere Beschädigungen prüfen

    - Kurz ein IR Thermometer in Richtung Akku halten ,< 50° keine Gefahr

    - Auch die 12V Batterie (Hybrid) abkelmmen

    - das Fahrzeug auf einer "Quarantänefläche" abstellen,nicht in die Halle oder auf den Parkplatz

    - Nicht selber dran rummurksen,Arbeiten / Ausbau des Akku`s nur durch Hochvoltexperten bzw. Hersteller Techniker


    Das einzige Problem ist bei den Hybriden das man die nicht immer als solche erkennt. Da ist mMn noch Handlungsbedarf,z.B. ein schlichter Aufkleber ( gelb/rot mit Blitz) im Türfalz o.ä. würde reichen...

  • Bevor das abdriftet: Unsere PV-Module schalten sich selber spannungslos, wenn die Einspeiseleitung nicht Netzspannung hat - aus Sicherheitsgründen: Damit bei Brand und wenn ein Elektriker etwas macht die Leitungen sicher spannungslos sind.


    Zum Thema Haus: Was mich hier erstaunt, ist, wie viel technischer Aufwand viele hier verwenden und verbauen wollen, um als Einzeltäter "autark" zu sein. Ich würde genau umgekehrt vorgehen: Im Notfall bin ich sowieso zu Hause und kann mich um Dinge wie Holzheizung gut selber kümmern. Motto, was nicht da ist, kann nicht kaputt gehen. Alles, was mit moderner Kommunikation zu tun hat, funktioniert sowieso nur, wenn die Aussenwelt noch mitmacht.

    Mein Haus: ein Mehrfamilienhaus mit halbabgetrennten Wohnungen und sehr unübersichtlicher Architektur. Grosse Gemeinschaftsräume, jede Wohneinheit hat Kochecke und Bad.

    Vorteile einer unübersichtlichen, komplizierten Bauweise: Man kann Altbauten (Fabriken, grosse Bauernhöfe usw.) umnutzen. Es wirkt grösser und man scheint mehr Platz und Rückzugsecken zu haben, als wenn alles auf Effizienz durchgeplant ist. Es fördert die Kreativität, aus gegebene Strukturen etwas neues zu machen.

    Vorteil: es ist immer jemand zu Hause (was der beste Schutz vor ungebetenem Besuch sein dürfte und auch so schöne Dinge wie einen Gemüsegarten viel einfacher machen), man kennt sich und kann sich aushelfen, Wirtschaftsräume und allgemein der Wohnraum werden viel effizienter genutzt. Bei guter Zusammensetzung der Bewohner kann man viele Unterhaltskosten sparen (einer kann Elektro, eine Sanitär, eine Möbel, einer Autos, einer kennt sich in Verwaltungssachen aus ... )

    Man kann gemeinsam kochen, wer nicht will muss nicht.

    Wenn mir langweilig ist, gehe ich in den Gemeinschaftsraum, wo drei andere mit dem gleichen Problem sitzen, und man spielt eine Runde Karten oder diskutiert irgendwas, statt dass jeder in seiner Butze hockt und sich Netflix reinzieht.

    Werk-, Bastel- und Lagerräume müssen sein, die aber am liebsten in einem Nebengebäude.

    Optimale Grösse? etwa 5 Wohneinheiten, gibt 10 - 20 Personen.

    Probleme gibts bei der Wahl der Bewohner, hier müssen klare Regeln her, die keiner verändern kann (was, wenn jemand klamm ist oder seinen Kram nicht wegräumt oder nie sauber macht; Gemeinschaftsarbeiten?) und spezielle Ernährungsgewohnheiten, Religionen oder politische Einstellungen und dergleichen können der Allgemeinheit nicht aufgezwungen werden.

    Das ist aber alles schon ausprobiert worden und kann lange Zeit gut funktionieren, wenn die wichtigste Voraussetzung erfüllt ist: Wer mit macht, muss sich auch mal selber zurücknehmen können.

  • Was das Thema Autarkie in einer Wohnung betrifft, glaube ich das du nicht weist was es heißt ohne einen gewissen technisches Auskommen zurechtzukommen. Ich habe mit meinen Eltern Jahrelang ohne Strom und somit elektrische Maschinen gelebt und wir waren froh als endlich die Leitungen gelegt wurden. Auch so war das Leben nicht leicht. Allein der Wäschetag, und der hatte nicht von ungefähr seinen Namen, war ein Gewaltakt. Am Abend wusstest du was du getan hast. Und das wiederholte sich alle 10 Tage. Und so könnte ich über jede Arbeit mit Maschinen die das Leben erleichtert erzählen.

    Wenn man es von der Seite betrachtet und man nicht drin steckt sieht das alles wunderschön aus, ja fast romantisch. Wie auf einem Bild das den Bauern hinter dem Pflug zeigt. Na klar sieht das schön aus, was wäre aber wenn ein Vollernter abgebildet wäre. hätte das noch mit Romantik zu tun. Wohl eher nicht. Aber das nur am Rande.

    Ich glaube selbst einige hier würden an einem Blackout verzweifeln. Deshalb denke ich das gar nicht genug Technik verwendet werden kann. Aber man muss auch mit ihr umgehen können. Klar ist auch, das dann nicht alles mehr gebracht werden kann, weil es deine kleine oder mittlere Anlage es einfach nicht schafft. Vielleicht kackt sie komplett ab. Aber ich würde mich in den Hintern beißen wenn ich nicht vorher schon versucht hätte alles in meiner Kraft zu tun um diesen Schritt abzufedern.

    ich bin bestimmt kein Technikfrik, schon aus dem Grunde, da mir das Grundwissen fehlt. Aber ich habe auch verstanden das es z.b. nach einem Blackout mir soweit weiterhilft das ich zumindest für eine gewisse Zeit so weiterarbeiten kann wie vor dem B. Damit bin ich gerade beschäftigt. Aber ich sehe auch was die neue Technik uns weiterbringen kann, sofern sie nicht realitätsfremd wird. Soll heißen, sie muss immer plausiebel bleiben und übersichtlich. Das ist sie aber heute in vielen Fällen nicht. Deshalb baue ich mir alles selber, sofern ich es kann. So bleibt alles überschaulich, und bringt mich nicht in Bedrängniss.

    Was das Zusammenleben mit einer gewissen Anzahl von Menschen betrifft, da bin ich mir auch nicht sicher das es so funktionoiert wie du dir das vorstellst. Aber du hast den Punkt ja selber schon angesprochen.

    Es wird immer welche in deiner Gruppe oder Mitbewohner geben die querschießen. Ja vielleicht sogar das Heft dir aus der Hand nehmen und was ganz anderes implantieren. Dann bist du raus. Ganz gewiss in einer Situation wo du nicht auf andere starke Sicherungskräfte bauen kannst, sprich Polizei oder einen Sicherungsdienst.

    Normale zufälligerweise zusammengewürfelte Hausgemeinschaften mögen in einer Zeit wie dieser, wo alles noch läuft, ok sein. Für ein Szenario sehe ich da schwarz. Wie gesagt da sind immer welche die querschießen und eine art Blockwartmentalität an den Tag legen.

    Deshalb steht auch bei mir an erster Stelle die Familie, dann die guten Freunde und dann eben nur Freunde. Andere kommen nicht in Betracht was das Zusammenleben in solch einer Situation betrifft. Sicher kann man auch darüber hinaus gehen, aber nur mit den Leuten die man nicht zu seinen Freunden zählt, aber mit ihnen eine Art Zweckgemeinschaft bildet. Also Nachbarn und Bekannte.

    Deshalb um wieder auf das Thema zu kommen. Ein Haus so planen das es auch ein Szenario standhält, wenn man das will. Dabei auch gleich andere Szenarien ausschließen, wie Überschwemmungen,Stürme und andere Szenarien die schlecht einzuordnen sind, aber vom Standort schon mal auszuschließen sind. Oder so bauen das nur bedingt Schäden auftreten können.

    Ich weiß, das ist alles nur graue Theorie, aber wenn man sich nicht damit beschäftigt wird man eines Tages eine Menge Probleme haben. Aber so kann man schon mal etwas unternehmen. Ob das nun alles richtig oder falsch ist wird sich zeigen.

  • Ich weiß, das ist alles nur graue Theorie, aber wenn man sich nicht damit beschäftigt wird man eines Tages eine Menge Probleme haben. Aber so kann man schon mal etwas unternehmen. Ob das nun alles richtig oder falsch ist wird sich zeigen.

    Sich nicht mit dem Thema zu beschäftigen ist wahrscheinlich das Ungünstigste, was man überhaupt machen kann. Es ist wie mit dem Altersvorsorge. Natürlich wird mir niemand sagen können, ob das, was ich privat oder von staatlicher Seite her in dieser Richtung unternehme, im Alter ausreichen wird. Aber gar nichts zu unternehmen wird definitiv nicht reichen.

    Genauso sehe ich das mit der Vorsorge für einen Blackout. Wir haben alle einen gewissen Stand an technischem Fortschritt erreicht, dass wir es wahrscheinlich mehr oder weniger verlernt haben, auch ohne all die kleinen und großen elektrischen und elektronischen Helferlein auszukommen.

    Auf der anderen Seite ist es für die meisten schon ein Fortschritt, wenn sie neben den üblichen Kerzen für den Advent noch ein paar Kerzen und Teelichte mitsamt Halter und/oder Laternen auf Lager haben. Und wenn man dann noch einen Gasgrill oder wenigstens einen Campingkocher hat, dann wird man zumindest sich schon mal etwas Wasser abkochen oder wenigstens eine warme Mahlzeit zubereiten können.


    Ich war mir der Tatsache nie wirklich klar. Aber unterbewusst habe ich meine Wohnungen IMMER mit einem Balkon ausgesucht. Und wenn er noch so klein war. Das hat mir immer die Option offen gehalten, im Freien Wäsche zu trocknen, wenn es die Witterung erlaubte. Die zwei letzten Wohnungen hatten sogar einen gut überdachten Freisitz, so dass er praktisch ganzjährig witterungsgeschützt benutzt werden konnte.


    Wir werden uns sicherlich nie vollständig und schon gar nicht perfekt auf den Blackout vorbereiten können. Aber wie gesagt, sich überhaupt schon mal mit der Thematik befasst zu haben, ist mehr als die meisten anderen Menschen je machen werden.


    Was die "Kommunen" angeht, von denen jp10686 schreibt, so bin ich noch nicht wirklich davon überzeugt, dass diese auf lange Sicht zuverlässig "funktionieren" werden. Die Hippiekommunen in den 1960er/1970er Jahren und die Kommune 1 in Deutschland haben ja , korrigiert mich, wenn ich das falsch sehe, auch nur einige Jahre, vielleicht Jahrzehnte überdauert, ehe sie sich überlebt haben. Ohne gewisse familiäre Bande wird sowas wahrscheinlich nur schwer realisierbar sein. Ein Mehrgenerationenhaus mit drei oder vier Generationen einer Familie hätte meiner bescheidenen Meinung nach noch am ehesten die Chance, in einem Blackout eine gewisse Resilienz zu bieten.

  • Ganz genau!

    Das so ziemlich allerletzte was ich in einer Krise brauche wären solche "allwissenden" Redestockhalter, die mir erzählen wollen was und wie etwas auf meinem Grund und Boden passieren soll, um das basisdemokratisch zu entscheiden, weil sie 2x den Abwasch gemacht haben....und so Mitspracherecht erlangt haben......


    Der Herr behüte mich......


    Gruß EZS