wie würdet ihr ein Grundstück planen?

  • Da das Thema Hausplanung hier Wie würdet ihr ein Haus planen? ja schon gut diskutiert wird, aber das Grundstück dabei noch nicht mitbedacht wurde Stelle ich die Frage mal extra:

    Wie würdet ihr ein Preppergerechtes Grundstück planen wenn ihr die Möglichkeit und das Geld hättet?

    Wald oder Feld, Ortsrand oder einsam im nirgendwo, ....

  • Grundstücke kann man ja schlechte planen, sondern nur aussuchen. Eigentlich halte ich Neubauten auch nicht für so sehr sinnvoll. Natürlich kann man dann alles genau machen lassen, wie man es möchte, aber ich finde, dass dieser Vorteil den Kosten- und Ressourcenaufwand eigentlich nicht wert ist, zumal man auch beim Neubau bestimmte Kompromisse eingehen muss. Insofern würde ich mir eher eine bereits bestehende Immobilie aussuchen.


    Aber es ist ja nach einem Grundstück gefragt:


    Aus meiner jetzigen Lebenslage heraus fände ich irgendwas Kleinstädtisches oder größeres Dorf mit der nötigsten Infrastruktur in fußläufiger Nähe am praktischsten, also weder ein ganz kleines Dorf oder Einzelgehöft noch eine Mittel- oder Großstadt. Dazu noch möglichst geringe Pendel-Entfernung zum Arbeitsplatz, ein großes Grundstück so ab 1500 qm, auf dem ein gewisser Gebäudeumfang, Garten und nutzbare Gehölze Platz finden. Allerdings sollte es auch nicht zu groß sein, weil ja alles in Stand gehalten werden will. Nicht an einer Hauptdurchgangsstraße, idealerweise in einer Sackgasse.


    Wenn man es wirklich auf Prepping zuspitzt und man ein schwieriges Szenario erwartet, dabei gleichzeitig aber auch noch dort ganz normal wohnen möchte, würde ich dann eher ein außenliegendes Grundstück wählen. Da wäre man dann wieder an dem Punkt, dass man das nicht so einfach unbebaut bekommt, weil außerhalb von Ortschaften neues Baurecht nur in bestimmten Ausnahmefällen geschaffen wird. Also müsste man wieder eine gebaute Immobilie mit kaufen, die aber hier nicht gefragt ist. Vom reinen Grundstück her betrachtet wäre mir eine unauffällige, aber halbwegs robuste Verkehrsanbindung wichtig, dabei aber eine gut bewältigbare fußläufige Entfernung zu einer Ortschaft mit der nötigen Versorgungsinfrastruktur, auch hier grundlegend in der beschriebenen Größe.


    Und wenn man einen reinen Fluchtort bauen möchte, an dem man in normalen Zeiten nicht oder nur selten wohnt, müsste man nochmal andere Maßstäbe anlegen.

  • Da das Thema Hausplanung hier Wie würdet ihr ein Haus planen? ja schon gut diskutiert wird, aber das Grundstück dabei noch nicht mitbedacht wurde Stelle ich die Frage mal extra:

    Wie würdet ihr ein Preppergerechtes Grundstück planen wenn ihr die Möglichkeit und das Geld hättet?

    Wald oder Feld, Ortsrand oder einsam im nirgendwo, ....

    Meine Idealvorstellung wäre in etwa so (Aufzählung sicher nicht abschließend):

    • Wenn in einer Siedlung, dann so, dass sich der Bereich nicht leicht abriegeln ließe. Zum Beispiel durch das Blockieren einer einzigen Zufahrtstraße. IN meinem aktuellen Wohnort gibt es da so ein paar Viertel, da reicht es eine einzige Straße zu sperren und man kommt nicht mehr mit dem PKW und schon gar nicht mit LKW durch.
    • Das Haus so hinreichend groß dimensioniert, dass eine barrierefreie, vollständige Wohnheit ebenerdig ist mit ergänzenden Wohnbereichen im Obergeschoss.
    • Das Grundstück sollte nicht im natürlichen Flutgebiet liegen. Weder eines Meeres noch eines Flußes. Dann erübrigt sich entsprechender Hochwasserschutz. Lässt sich das nicht vermeiden: Das Haus entsprechend aufwarften.
    • Ein hinreichend großes Waldstück im direkten Zugriff. Im günstigsten Fall mit ausreichend Abstand um das eigene Haus herum. Dient dem Sicht- und Lärmschutz und gleichzeitig langfristig als Brennholzlieferant für eine Holzschnitzelheizanlage.
    • Eventuell einen kleinen Bach am Haus, wenn dadurch der Punkt "Hochwasserschutz" nicht gefährdet wird. Ich mag das Plätschern eines Bächlein beim Einschlafen.
    • Ausreichend freie Grundstücksfläche am Haus, um Weiden für Pferde zu ermöglichen sowie Raum für Ställe und Scheunen zu bieten. Nicht zu vergessen Parkplätze für diverse Fahrzeuge und Anhänger.
    • Wege zu den Weiden und Paddocks müssten "pferdefreundlich" gestaltet sein, aber so ausreichend befestigt und drainiert sein, dass sie sich nicht in eine Schlammwüste verwandeln.
    • Platz für freilaufende Hühner und Schweine.
    • Die grundsätzliche Lage wäre so dicht an einem größeren Siedlungsbereich, dass man in vertretbarer Zeit Dienstleistungen wie Krankenhäuser, Fachärzte, Einzelhandel etc. mit einem Zeitaufwand von ein, maximal anderthalb Stunden Fahrzeit erreichen könnte, aber ansonsten seine Ruhe hat. In Zeiten von "digitalem Arbeiten" und "Lieferdienste" muss man nicht mehr zwingend zentrumsnah wohnen.
    • Platz für ein Blockheizkraftwerk wäre von Vorteil (=> Versorgung mit Heizwärme und ausreichend eigenem Strom)
  • Eine Mühle am Bachlauf mit Stromerzeugung per Wasserrad/Turbine, dem dazu gehörigen Stau zur Fischzucht, ein bisschen Acker- oder Gartenland, Wiesenflächen für Kamerunschafe/Ziegen/Karnickelfutter, etwas Wald zur Holzgewinnung und das Ganze bitte in Ortsrandlage ohne direkte Nachbarn.

    Vielleicht im nächsten Leben...;)

    Ps.: Einen kleinen Trecker nebst Wagen und Anbaugeräten und Zapfwelle hätte ich gerne auch noch dazu.

    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom..........;-)

  • Miesegrau


    Du hast die zum Gewölbekeller ausgebaute Naturhöhle direkt neben dem Weinberg vergessen,

    aber ansonsten kommt es hin.


    PS: Eurojackpot 45MIO . Drückt mir die Daumen , schicke dann auch Bilder von dem Projekt. Versprochen!

  • Ein Luxus-Block-Haus in Kanada, direkt an einem See mit Blick auf die schneebedeckten Gipfel. Im Rücken bitte meinen Wald und mindestens 5 Meilen bis zum nächsten Nachbar aber nicht mehr als 25 Meilen bis zur nächsten Stadt mit brauchbarer Infrastruktur. Dann nehm ich noch den Bachlauf von Miesegrau zwecks Stromerzeugung zusätzlich zur Photovoltaik- und Solarthermie.


    Irgendwie ist da mehr der Haben-Wollen-Faktor als der Prepper-Faktor mit mir durchgegangen :/

    - Wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage -

    Bertold Brecht

  • Ich sehe schon, an Träumen mangelt es nicht.:)

    Mal sehen wann eine Landepiste ins Gespräch kommt.....


    Ich hätte noch ein Windrad vorgeschlagen, dann hätten die Funker auch gleich einen Antennenmast.

  • Wenn ich so an den Klimawandel denke ( Hier in Norddeutschland hatten wir dieses Jahr 3 Novembertage mit ca. 20° ) sollte man auch wenns hier nicht ganz einfach ist auf über 70m NN gehen !

    Auf Fussnähe ect verzichten, zumindest nicht an den 3 Großen ( Elbe,Weser,Ems )


    Ansonsten eher den " Gray Man" spielen,am besten am Rand von bestehenden Ortschaften nach etwas Ausschau halten das passt. Halt ein Ort mit 4-6000 EW ,dort hat man wenigstens eine EInkaufsmöglichkeit usw. Eine Kreisstadt erreicht man in D ja sowieso meist innerhalb 30 min.


    Einem bewaldeten Grundstück ( Baulücke oder so was ) würde ich da den Vorzug geben - dann hat man schon etwas Sichtschutz ohne Neuanpflanzungen ! Und notfalls kann man die Strunken noch in den Ofen stecken.


    Gerne auch an einem Eckgrundstück bzw. eines das über mehrere Zufahrtsmöglichkeiten erreichbar ist - andernfalls einem einem schon ein 2-Mann-Plünderungstrupp die Zuwegung mit nur 1 Auto dicht. Ein eigener Feld / Waldweg nach hinten raus wär das Beste !


    Wenn man auf den Geldbeutel gucken muss käme da z.B. das Wendland ( Kreis Lüchow-Dannenberg ) oder der Kreis Uelzen in Frage - da gibts erschlossenes Bauland für etwa 20€ / m² !


    So was z.B. https://www.immowelt.de/expose/2x3et47

  • Freunde eines guten Freundes von mir haben sich vor über 15 Jahren im Hunsrück in Mörz die fast

    abgelegene Reifenmühle am Dünnbach mit etwas Ackerland zugelegt. Die betreiben Feld- und Forst-

    wirtschaft mit einem Einachser und haben eine rudimentäre Stromversorgung über die Wassermühle

    inklusive Batterien. Schade nur, dass die Guten ihre Homepage vom Netz genommen haben.

    War immer eine Freude, an deren Fortschritten teilzuhaben. Ich denke nur, dass man heute an solche

    Objekte nur schwer herankommt, da der Geldadel auch so etwas für sich entdeckt hat.

    Vor zehn Jahren wollten meine Frau und ich einen Resthof (Zustand 5+) mit 1½ Morgen Ackerland im

    Bieterverfahren erwerben; wir hatten keine Chance und sind bei 200.000,- ausgestiegen.

  • Wenn ich nicht schon mein Paradies hätte würde ich mich Misegrau anschließen. Aber da ich alles habe und keine weiteren Wünsche verspüre, ist diese Frage für mich abgeschlossen.

    Trotzdem ein paar Zahlen. Ca. 5000 qm Wiese mit einem kleinen Ententeich. Dazu 200 qm Gartenland mit Obstbesatz. Ein Einachser mit Anbaugeräten zum vervielfachen des Garten, falls nötig. Großes Wohnhaus. Werkstatt und Lagerhalle vorhanden. Dazu ein Hühnerhof und ein Stall für die Schafe. Und was noch sehr wichtig ist, Nachbarn die einem helfen wenn mal das eine oder andere gebraucht wird.

  • Ich schliesse mich Arwed an.

    Wir haben unser Paradies gefunden, alles passt.

    Genug Platz ums Haus, schöne Aussicht, eigener "Berg" und eine Schlucht, sowie einen Ministeinbruch, Bäume, Weideland für die Kühe, alles vorhanden.

    Das Werkstattgebäude stand schon, wurde von uns renoviert und etwas vergrößert.

    Das Haus bauten wir dorthin, wo die Vorvorvorbesitzer ihr Haus stehen hatten.

    Erfahrungsgemäß bauten die Altvorderen ihre Häuser immer an die beste Stelle des Terrenos.

    Da standen, bzw. stehen natürlich immer noch, 2 große alte Mangobäume, ein alter großer Schattenbaum und ein weiterer Baum.

    Drei schöne große Flammenbäume und einige Lapachos gibt es auch.

    Der nächste Nachbar ist zwar keine 5 Meilen, aber immerhin 500 m enfernt.

    Zwei größere Städte sind jeweils 9 km entfernt.

    Jetzt wurde die Straße zwischen diesen beiden Städten gepflastert, ist jetzt also auch nach mehreren Regentagen befahrbar.

    Wir sind wunschlos glücklich mit dem Grundstück.

    Lache das Leben an, und es knurrt zurück. ( Jean Paul )

  • Wie würdet ihr ein Preppergerechtes Grundstück planen wenn ihr die Möglichkeit und das Geld hättet?

    Wald oder Feld, Ortsrand oder einsam im nirgendwo, ....


    - kein Überflutungsgebiet, nicht an einen Steilhang, kein enges Tal (Sonne im Winter)

    - nicht an stark befahren Straße oder Bahnlinie

    - keine Hochspannungsleitung, Gastrasse o.ä.

    - Windkraftanlage weit genug weg und nicht in Hauptwindrichtung

    - Grundwasserspiegel nicht zu hoch

    - leichte Neigung nach Süden (oder eben), Erschließung und Bauplatz an der Nordseite

    - Ortsrand, keine Einzellage (DACH ist zu dicht besiedelt, das es Vorteile hätte, dafür dann aber jeden Menge Nachteile (Baurecht, Erschließung)

    - rechtliche Möglichkeit, einen Brunnen zu bohren

    - wenn an einen Bach, dann auch Wasserrecht

    - ausreichend großer Teil mit guten Boden für einen Garten

    - nette Nachbarn

  • Abgesehen vom Gewölbekeller- den ich auch gerne hätte - habe ich hier noch nichts von

    einem Keller gelesen. Solange man nicht in einem Hochwassergebiet wohnt, halte ich einen

    Keller für absolut preppergerecht; gerade, wenn das Grundstück quadratmetermäßig nicht

    viel hergibt. Mittlerweile haben wir fast zwei Kellerräume à 13qm für die Vorsorge belegt. Ein

    weiterer Raum mit 1,5qm, der vom Vorbesitzer ursprünglich für eine Gästetoilette eingeplant

    war, wird (hoffentlich) nächstes Jahr mit einer Trockentoilette ausgestattet.

    Ich wüsste auch gar nicht, wo ich mit meinem ganzen Equipment hin sollte. Obendrein ist

    alles im Keller gut versteckt und selbst die engeren Bekannten und Freunde haben keinen

    Einlick in unseren Supermarkt, Gemischt- und Eisenwarenladen. Selbst Handwerker, die

    alle paar Jahre im Keller sind, laufen an verschlossenen Türen vorbei zur Gastherme oder

    Wasseruhr und Stromzähler.


    Edith fällte auf, dass der Beitrag vllt besser in die Hausplanung passt.

  • dass dieser Vorteil den Kosten- und Ressourcenaufwand eigentlich nicht wert ist, zumal man auch beim Neubau bestimmte Kompromisse eingehen muss. Insofern würde ich mir eher eine bereits bestehende Immobilie aussuchen.

    Ganz kurz Offtopic:

    Ich bin gerade auf der Suche nach einem Eigenheim. Ich wollte eigentlich auch ein bereits bestehendes Haus kaufen und dann wo nötig anpassen. Inzwischen bin ich auf einen Neubau umgeschwenkt. Die bestehenden Häuser sind momentan so überteuert, dass sich ein Kauf nicht lohnt. Bei uns in der Umgebung (Aargau, Schweiz) liegen die Verkaufspreise teilweise 25% über dem von der Gebäudeversicherung geschätzten Wert der Immobilie. Wenn man dann die Umbauten auch noch einrechnet ist man mit einem Neubau erst recht günstiger. Den Charme eines älteren Gebäudes hat man dann halt leider nicht mehr.

    Improvisation ist, wenn niemand die Vorbereitung bemerkt.

  • Ja, das ist sehr unterschiedlich. In der Schweiz kenne ich mich nicht aus, aber bei uns ist es teilweise bei ETW und Häusern auch kurios, dass bestimmte Altersklassen teurer als Neubauten sein können. Da muss man immer genau nach Region und genauem Objekt schauen.

  • Meine Idealvorstellung wäre eine Grundstückseinteilung wie bei einem Straßen-/Hufendorf mit Drei-/Vierseiten-Höfen. D.h. ein langgezogenes Rechteck, ca. 30x100m. Miit der Schmalseite zur (Dorf-)Straße hin, kleiner Vorgarten, Hausfront und Hofeinfahrt durch ein Tor. Dann ein Innenhof, der vom Wohnhaus, Stallgebäude, Scheune, Schuppen eingegrenzt wird. Dahinter ein Nutzgarten, dann ein Stück mit Streuobstbäumen und anschließend eine (sehr) große Wiese, die wahlweise als Anbaufläche oder Auslauf für irgendwelche Haustiere (Schafe, Ziegen, Hühner) genutzt werden kann oder an einen Pferdehalter verpachtet wird. Dahinter verläuft quer ein Bach. Leichtes Gefälle zum Bach hin, damit man bei Hochwasser nicht gleich den Schlammassel am Haus hat. Alternativ ein kleiner "Deich" als Querriegel zwischen Wiese am Bach und dem restlichen Grundstück. Dann kann die Wiese auch als Überflutungsfläche dienen.


    Das Grundstück wäre große genug, um z.B. eine Kleinkläranlage zu betreiben inkl. Schilfteich und Versickerungsrinne. Man hätte Platz für eine ordentliche Werkstatt für Holz- und Metallarbeiten. Und man könnte eine Ecke mit einem Ferienhaus (Blockhaus/Skandinavische Hütte) bebauen. Oder hätte Platz für ein Mehrgenerationen-Konzept oder sogar ein Genossenschaftsmodell.


    Bei einem Neubauvorhaben in einem neu ausgewiesenen Baugebiet wird man heute allerdings eher kleine Grundstücke mit 350-500qm Fläche vorfinden, wenn man ein 1-Familienhaus bauen will. Und man hat vielfach stark einschränkende Vorgaben, bis hin zum Verbot z.B. ein Wohnmobil auf dem eigenen Grundstück dauerhaft abstellen zu dürfen oder es dürfen nur relativ kleine Garagen gebaut werden, man hat strikte Vorgaben bei der Dachform und Firstrichtung oder der Anteil von Nebengebäudevolumen oder Dachgauben ist stark begrenzt usw.


    In Gewerbegebieten sind die Bauflächen deutlich größer, typ. 3.000 - 10.000qm und man hat fast alle Freiheiten, aber dort ist der Wohnanteil auf z,B, max 40% der Nutzung begrenzt, außerdem darf nur der Betriebsinhaber oder ein Betriebsleiter auf dem Grundstück wohnen. Ausserdem muss man heute ca. 15% der Grundfstücksfläche als Versickerungsfläche für aufgefangenes Niederschlagswasser einplanen.


    Die gewerbliche Nutzung muss nachweisbar sein. Wir haben gerade so einen Fall in der Gemeinde: ein Handwerksbetrieb wurde aufgegeben, Grundstück und Immobilie wurde verkauft. Der neue Eigentümer wohnt jetzt nur darin, ohne gewerblich tätig zu sein. Das ist nicht zulässig und ihm droht nun eine Nutzungsuntersagung, wenn er nicht eine mind. zu 60% gewerbliche Nutzung des Grundstücks nachweisen kann. Hintergrund ist, dass Gewerbegrundstücke von den Kommunen stark subventioniert sind und deutlich billiger als reine Wohnbauplätze. Die Subvention soll sich dann über Gewerbesteuer und Arbeitsplätze mit der Zeit wieder amortisieren. Eine reine Wohnnutzung unterläuft das und nutzt nur den Vorteil des billigeren Grundstücks aus.


    Bei den momentanen Baupreisen und aufgrund der mickrigen Grundstücke in Neubaugebieten würde ich eher zu einer Bestandsimmobilie tendieren und nicht neu bauen. 200.000€ für den Platz und 500.000€ fürs Häuschen, gepaart mit hohen Betriebskosten (Wärmepumpenheizung z.B.) sind für Normalverdiener schlicht nicht darstellbar. Selbst mit 100.000€ Eigenkapital muss man dann 690.000€ finanzieren (wg. Erwerbsnebenksoten etc.), was 30 Jahre lang monatlich mind. 2.200€ Belastung sind. Will (kann?) man sich das antun? Um zu sparen, fängt man dann Tricksereien wie Grundstück auf Erbpacht und Wegfall Keller und kein Dachausbau usw. an. Oder quält sich 30 Jahre mit alten Schrottautos rum, die unterm Strich mehr kosten (wg. Reparaturen) als ein Neuwagen, den man aber nicht auch noch finanziell stemmen kann.


    Grüsse

    Tom