... wenn man im Lockdown schwimmen lernen will?

  • Zur Zeit sind ja alle Schwimmbäder geschlossen, und auch ohne Corona ist es in unserer Gegend recht schwierig einen Schwimmkurs zu buchen.

    Jetzt ist es völlig unmöglich. Private Swimmingpools, die groß genug zum Schwimmen lernen sind, ... wir haben so was jedenfalls nicht.

    Schwimmen im Fluss... da möchte ich schon schwimmen können, *bevor* ich in einen Baggersee oder einen Fluss steige.


    Ich halte Schwimmen für eine der wichtigsten Prepperfähigkeiten.

    Ohne Schwimmen ist ein Fluss ein unüberwindliches Hindernis.

    Ins Wasser kann man schnell mal fallen, bzw. geschubst werden. ...


    Ich kann Schwimmen, aber es geht um die Kleinen, bzw. den Kleinsten gerade, der wegen Corona immer noch nicht schwimmen kann.

    Letztes Jahr kurz vor Corona war zwar ein Schwimmkurs, aber er kann sich jetzt gerade so ein paar Meter über Wasser halten, schwimmen geht anders.

    Ich nehme mal an, das meiste hat er wieder verlernt.


    Warten bis zum nächsten Sommer, und dann im Baggersee schwimmen lernen? Möchte ich eigentlich nicht, aber es könnte drauf hinaus laufen.



    Nick

    Quidquid agis prudenter agas et respice finem

  • Hier (Stadt mit 20.000 Einwohner in BW) kam heute die Meldung, dass das Hallenbad definitiv bis zum Herbst 2021 nicht öffnen wird.

    Ich gehe mal davon aus, dass die Freibäder ab Juni 2021 geöffnet haben. Mit denselben Einschränkungen wie dieses Jahr.

  • Gegenfrage: Wie gross ist die Gefahr, dass eines deiner Enkelkinder während des Lockdowns ins tiefe Wasser fällt PLUS kein (Gross)Elternteil ist in der Nähe um zu helfen?

    Oder anders ausgedrückt: Ja, Schwimmen sollte man schon soweit können, dass man sich an Land retten kann. Aber muss das wirklich während eines Lockdowns geschehen?


    Ich würde mir da mehr Gedanken über eine mögliche Ansteckung im Hallenbad machen.

    Heute ein guter Plan ist besser als morgen ein perfekter Plan.

    -George S. Patton-

  • Hast schon recht, die Gefahr ist jetzt nicht sehr hoch.


    Aber ich kenne einige, die erst im Erwachsenenalter Schwimmen gelernt haben.

    Jeder einzelne von denen würde ersaufen, wenn er beim Schwimmen abgelenkt wird, z.B. wenn man nebeneinander schwimmen und reden will...


    Ist vielleicht keine große oder repräsentative Auswahl, aber ich glaube schon, dass man manche Dinge als Kind lernen sollte, falls das möglich ist. Ich hätte z.B. als Kind gerne mehr Fremdsprache gelernt.


    Nick

    Quidquid agis prudenter agas et respice finem

  • Da gebe ich dir absolut Recht.


    Meine Frage bezog sich lediglich auf "während oder nach Lockdown". ;)

    Heute ein guter Plan ist besser als morgen ein perfekter Plan.

    -George S. Patton-

  • Unsere Kleine war begeisterte Anfängerin (letztes Jahr mit Pre-Seepferdchen), dieses Jahr stand regulär das Seepferdchen an.

    Wir haben auch den Seepferdchenkurs mit ihr im Sommer gemacht, um den Drive mitzunehmen, allerdings mit den folgenden extern vorgegebenen Prämissen:

    - Umziehen außerhalb der Kabinenlandschaft im Freien oder schon zuhause

    - keine Föns, kein Aufenthalt vor/nach dem Kurs im Bad (d. h. Üben mit Kind im Wasser ausserhalb des Kurses nicht möglich)

    - Schwimmlehrer nur mit Distanzlehre, ein Elternteil war der praktische Durchführer, d. h. auch Korrektur von Fehlern durch den Elternteil

    - kein großes Gruppenerlebnis, kein WOW-Effekt für die Motivation, kein Kennenlernen der Mitschwimmer wegen Distanzregeln

    - Ringe/Schwimmbrettchen alles selbst mitgebracht


    Ob Sinn oder Unsinn der einzelnen Punkte.... Sie war stolz wie Oskar weil sie es hart erkämpft hat, die Hälfte hat es leider nicht geschafft, aber irgendwie trotzdem war die Gesamtsituation irgendwie traurig....

  • Also zumindest theoretisch ist es bei uns in Österreich so, dass die Hotels und Thermen bis 17.Jänner geschlossen sind. Danach dürfen sie wieder aufsperren. Heißt für mich also, wenn da der Lockdown nicht verlängert wird, sind Thermenhotels wieder offen und man kann auch in die Therme gehen - sofern man das möchte.

    Ich denke die Kinder werden es aber auch noch bis zum Sommer aushalten. Sicherer ist es bestimmt dann im Freien im Schwimmbad.

  • Also zumindest theoretisch ist es bei uns in Österreich so, dass die Hotels und Thermen bis 17.Jänner geschlossen sind. Danach dürfen sie wieder aufsperren. Heißt für mich also, wenn da der Lockdown nicht verlängert wird, sind Thermenhotels wieder offen und man kann auch in die Therme gehen - sofern man das möchte.

    Ich denke die Kinder werden es aber auch noch bis zum Sommer aushalten. Sicherer ist es bestimmt dann im Freien im Schwimmbad.

    Ich denke mal bis am Frühling wird da gar nichts mehr geöffnet, man wird den Lockdown Etappenweise verlängern und das nur Stückchenweise Kommunizieren und so böses Blut vermeiden, bis im Frühling wird es diverse Läden und Freizeiteinrichtungen nicht mehr geben, wer das nicht glaubt wird es wohl noch sehen.

    Hier in der CH sieht man schon zu was das führt und ich kenne genug die genug Probleme haben, aber diese Diskussion schneide ich jetzt garantiert nicht an.

    Territorialdivision 9: Besser für etwas zu kämpfen, als für nichts zu leben!

  • Hallo,


    ein Ferienhaus mit eigenem Pool buchen, wäre auch eine Option. War unser Plan für die erste Januarwoche 2021 in Dänemark...

    Mit Kleinkind kann man auch ausserhalb der Saison reisen, dann sollte das preislich auch erträglich sein. Wir haben schon zusammen mit einer befreundeten Familie ein Ferienhaus genutzt, gerade die dänischen sind meist für 6-8 Personen ausgelegt, mit zwei Familien halbieren sich die Kosten für jede Familie.

    Und im Sommerhalbjahr spart man sich die (enormen) Heizkosten für nen (Indoor-)Pool, die im Winter die Unterkunftkosten locker verdoppeln können.


    Andererseits: unser Junior hatte nach den Sommerferien im Präsenzunterricht in Sport auch Schwimmunterricht. Es gab halt die Auflage, dass nicht mehr als 5 gleichzeitig ins Becken durften und die anderen unter Einhaltung der Abstandsregeln in große Saunatücher gewickelt am Beckenrand warten mussten, bis sie dran waren. Es gab in der Klasse auch keine Coronafälle. Das ganzjährige Runterfahren aller möglichen Einrichtungen und Angebote halte ich für einen der großen Fehler bei uns in der Pandemiebewältigung. 14 Tage harter Lockdown, um das Virus auszuhungern, dann für den Rest des Quartals wieder Normalbetrieb, im nächsten Quartal wieder 14 Tage Lockdown usw. Das wäre planbar und würde nicht schleichend alles Mögliche zerstören, wie es mit der derzeitigen Vorgehensweise passiert.


    Schwimmenlernen in einem Baggersee halte ich für eine denkbar schlechte Idee. Nur wenn man eine flache Lagune (unter 1m Tiefe) hat, bei der man den Boden sieht. Was macht man nämlich, wenn das Kind beim ersten Versuch ohne Schwimmhilfe sich verschluckt und untergeht? Im grün-trüben dunklen Wasser kann es da schnell zu spät sein, das Kind überhaupt erst mal zu finden und es wieder an die Oberfläche zu bringen. In einem Becken mit klarem Wasser und hellem Untergrund hat man viel mehr Sicherheit, weil man den gesamten Bereich einsehen kann.


    Grüsse

    Tom

  • Die Frage ist wirklich, ob es wichtigere und brisantere Beschäftigungen gibt während des Lockdowns. Bzw. Hobbies. Wie wäre es denn mit Stricken lernen, Basteln, Backen, Buch lesen, neuen Nicht-Wassersport erlernen. Ich finde die Idee grundsätzlich gut, diese Zeit zu nutzen, um Neues auszuprobieren... aber eventuell könnte man den Pool der Möglichkeiten ausweiten und auf eine Alternative zurückgreifen, welche kein warmes Wasser benötigt.


    Andernfalls gibt es viele Seen, die nur darauf warten, beschwommen zu werden. Unter professioneller Aufsicht versteht sich. Oder man bereitet sich einfach in Sachen Ausdauer und Fitness mit Übungen auf ein zukünftiges Schwimmtraining vor bis die Bäder wieder öffnen.


    Lieben Gruß und frohe Weihnachten

  • Bin selbst Vater und kann deine Priorisierung des Schwimmen lernens bestens nachvollziehen.

    In den nächsten Jahren wird es mehr Kinder als bisher geben, die nicht schwimmen können. Nicht gut.


    Sofern du keinen reichen Freund (mit eigenem Pool im Keller) hast, wirst du leider noch einige Monate abwarten müssen.

    Und selbst dann wirst du nicht der einzige auf der Warteliste sein.

    Vermutlich wirst du dann ganz heftig improvisieren müssen.


    Alternativ blieben noch die Schwimmschulen in China, die haben alle geöffnet.

  • Ich denke mal bis am Frühling wird da gar nichts mehr geöffnet, man wird den Lockdown Etappenweise verlängern und das nur Stückchenweise Kommunizieren und so böses Blut vermeiden, bis im Frühling wird es diverse Läden und Freizeiteinrichtungen nicht mehr geben, wer das nicht glaubt wird es wohl noch sehen.

    Hier in der CH sieht man schon zu was das führt und ich kenne genug die genug Probleme haben, aber diese Diskussion schneide ich jetzt garantiert nicht an.

    Ach, wenn die Wirtschaft schreit, wird dann schon vieles wieder aufgesperrt. Ob das dann Sinn macht oder nicht. Sieh dir nur an was man im Sommer gemacht hat oder jetzt im Winter mit den Skigebieten. Man muss sich nur laut genug aufregen und schon darf man dann wieder Fliegen oder nebeneinander im Sessellift sitzen.

    Ja sicher wird da viel zusperren. Die Unterstützungen vom Staat finanzieren ja jetzt auch zig Unternehmen, die normalerweise schon längst geschlossen wären. Aber ich fürchte nicht, dass es dann nichts mehr gibt. Dann eröffnet eben jemand anderer ein neues Restaurant.


    Ich finde es auch wichtig, dass Kinder schwimmen lernen. Die Frage bleibt trotzdem ob man es jetzt unbedingt durchboxen möchte oder nicht wartet bis es wieder mit etwas weniger Risiko machbar ist.

  • Ich glaube nicht das es zur jetzigen zeit noch Leute gibt die freiwillig ein Restaurant pachten und betreiben wollen, das wird nur ein Verlustgeschäft. ich habe nicht vor hier gegen die Politik Richtline zu verstossen, aber ich kenne zwei Restaurantbetreiber persönlich und wenn die mir sagen das die Entschädigung des Staates ein nichts ist glaube ich denen zu 100%. Zuerst hat man diese Betriebe genötigt für viel Geld Schutzeinrichtungen zu kaufen und dann durften Sie nur noch gegen 50% der Gäste bewirten, das macht in meinen Augen noch Sinn auch wenn ich weiss das ein kostendeckender Betrieb langfristig so nicht mehr rentabel ist, nun zwingt man Sie Ihre Betriebe ganz zu schliessen.

    Nichts für ungut, die meisten Leute die in der Gastronomie arbeiten sind Geringverdiener, diese Leute finden auf die schnelle auch keinen anderen Job mehr und die rutschen auf die Dauer in die Sozialversicherung ab was wir bezahlen werden.


    Es wird vermutlich auf die schnelle nur die Einrichtungen wieder aufgesperrt werden, wo die gehobenen Herren und Damen die die Gesetze machen (Sorry Ben) nebenbei als zweit und drittjob im Verwaltungsrat sitzen, das ist ein grosses Problem und hier in der Schweiz Realität.

    Schwimmen lernen kann man auch jetzt im See, ist zwar nicht so gemütlich aber härtet ab, wir werden wohl noch Abhärtung gebrachen können, was die Hallenbäder angeht, man hat einmal Studien gemacht und es kam dabei raus das in der "Chloratmosphäre" die Käfer sehr schnell Tod sind, genutzt hat es den Betreibern aber doch nichts, für die Kinder tut mir das leid.

    Territorialdivision 9: Besser für etwas zu kämpfen, als für nichts zu leben!