Kaufberatung preppertaugliche Outdoorkleidung

  • Hallo,


    da ich nicht sehr viel aktuelles zum Thema im Forum gefunden habe, ein neuer Thread:


    Ich suche zum Wandern Bekleidung die auch Prepper-Ansprüchen genügt.


    Ich bin mit meiner aktuellen Outdoorbekleidung sehr zufrieden was das Thema Wasserdichtheit und Atmungsaktivität angeht.

    Robust genug um mal eine Brombeerhecke zu durchqueren oder nah am Lagerfeuer zu sitzen, sind die allerdings nicht!


    Denke das hier Jad - oder Militärbekleidung tauglicher wäre.


    Die Sachen von UF Pro gefallen mir z.B. sehr gut da es hier auch unauffällige Farben gibt. :man_detective:

    Aber in Sachen Funkenflug dürften die hier modernen Materialien auch wieder empfindlicher sein...


    Die Jägersachen sind oft Brombeerhecken tauglich, aber die Farben zu auffällig..


    Habe meine alten BW-Moleskin Sachen geliebt, damit konnte man sprichwörtlich durchs Feuer gehen...

    Baumwolle ist aber nur toll wenn es nicht gerade regnet, und was "Gewachstes" will ich aus Bequemlichkeit nicht.


    Was sind eure Empfehlungen?



    Grüße


    MvO

  • Was sind denn "Prepper-Anspüche"? Und decken die sich mit deinen persönlichen Ansprüchen? ;-)


    Ich trage ganz normale und maximal unauffällige Outdoor-Bekleidung, was auch z.B. die Farbe rot haben kann. Am Lagerfeuer wirft man sich dann halt irgendwas drüber. Oder zieht sich um, da das Raucharoma auch in modernen Fasern sehr gut hängen bleibt.

    I feel a disturbance in the force...

  • Ich zitiere mich mal selbst, was (für mich persönlich) diese zusätzlichen "Prepper-Kriterien" sind:

    Robust genug um mal eine Brombeerhecke zu durchqueren oder nah am Lagerfeuer zu sitzen, sind die allerdings nicht!

    Sollte ich z.B. mal abseits der Wege unterwegs sein müssen , möchte ich dabei nicht wie ein ein versprengter KSK`ler oder Jäger aussehen...


    Im Ernstfall möchte ich mich nicht mit suboptimaler Ausrüsten abquälen, da gibt es dann genug andere Herausforderungen.


    Grüße

    MvO

  • Ich ziehe draußen eigentlich immer eine Roughtough-Hose von Engelbert Strauss an, in der Version mit Knieflächen aus Leder. Dazu muss man sagen, dass ich von Synthetikfasern überhaupt nichts halte. Ich finde die sehr unangenehm zu tragen und auch im nassen Zustand nicht vorteilhafter als Baumwolle. Andere Leute empfingen das anders.


    Die Roughtough ist aus einem dicken Mischgewebe mit hohem Baumwollanteil und wiegt entsprechend schon ganz ordentlich. Dafür ist sie dann aber auch sehr widerstandsfähig, sowohl gegen Beschädigung als auch gegen dauerhaften Verschleiß. Ich habe die Hose inzwischen seit vier Jahren in der Lange-Hosen-Zeit nahezu jedes Wochenende und zwischendurch auch mal für eine halbe Urlaubswoche an. So langsam zeigen sich ein paar durchgescheuerte Stellen und an der einen oder anderen Naht haben zwei der drei Einzelnähte aufgegeben. Das ist eine ganz gute Haltbarkeit, denke ich. Als Nachfolger gibt es sicher wieder das gleiche Modell, wenn auch eine Nummer kleiner, weil die Hose schon sehr groß ausfällt. Ansonsten hat man ordentlich große Taschen, allerdings nur eine verschließbare Oberschenkeltasche. Außerdem ist die Handytasche für heutige Smartphones in der Regel zu klein. Und die Hose ist natürlich schon etwas auffällig, wenn auch anders als Militärhosen.


    Obenrum habe ich normalerweise irgendeinen alten, abgetragenen Baumwollpulli an und darüber eine zum Wetter passende Jacke. Bei Regen ist das dann schon auf der Außenseite ein Kunststoffgewebe, aber ansonsten setze ich auch da eher auf Baumwolle.


    Insgesamt ziehe ich inzwischen sehr häufig ES-Hosen an, auch im Büro. Die 7-Pocket-Jeans in der schwarzen Variante ist nicht so auffällig und hat trotzdem eine große Schenkeltasche.

  • Ich werf mal die sehr bewährten und unter Bushcraftern, Trekkern und sonstigen Outdoorfreunden sehr beliebten Marken Fjällräven und Roughstuff (Jacken, Anoraks und Mäntel aus Loden) ein. Letztere wurde inzwischen von Petromax übernommen. Beide bieten sehr praktische, robuste, qualitativ hochwertige Outdoorklamotten an.

  • Die Roughtough habe ich auch. Die sind schon extremst stabil. Durch eine Brombeerhecke würde ich damit trotzdem nicht marschieren wollen. Und sie sind relativ schwer. Mir zu schwer für normale Outdoor-Aktivitäten.


    Durch die Brombeerhecke würde ich vielleicht noch mit einer Schnittschutzhose gehen. Aber sinnvoller ist es, um die Hecke herum zu gehen. Fjällraven G1000 (gibt's auch ähnlich bei Engelbert&Strauss) ist eigentlich ein guter Kompromiss. Relativ leicht und durch den Baumwollanteil trotzdem noch realtiv robust auch für das Lagerfeuer geeignet.


    Aber die eierlegende Wollmilchsau gibt's nun mal nicht.


    Oh, Macohe hat schon das F-Wort gesagt. ;-)

    I feel a disturbance in the force...

  • Fjällräven G1000. Passt so, wie ich mir das von Klamotten wünsche, hinreichend große und verschließbare Taschen, lange haltbar. Hat schon viele Brombeerhecken, MegaMärsche und was auch immer für Events mit mir mitgemacht. Man kann sie wachsen, aber man muss nicht. Je nach Wetterbericht. Den Anorak wachse ich natürlich, danach noch etwas Nanospray drauf, und das hält dann die gesamte Saison (ich wasche sie nach der Saison vor dem Einlagern, und hab einen Winterparka und einen Sommeranorak).


    Ich zieh mich nicht extra fürs Lagerfeuer um, dann riechen die Sachen eben nach Rauch. Wozu habe ich Home Office? Die Hunde stört das sowieso nicht.

  • Fjällräven G1000. Passt so, wie ich mir das von Klamotten wünsche, hinreichend große und verschließbare Taschen, lange haltbar. Hat schon viele Brombeerhecken, MegaMärsche und was auch immer für Events mit mir mitgemacht. Man kann sie wachsen, aber man muss nicht.

    Robust sind die Fjällräven Hosen da gebe ich dir Recht. Trage sie seid 3 1/2 Jahren nahezu durchgehend sowohl Outdoor als auch im Alltag. Außen können der selbst Brombeeren nix anhaben. Das einzige was ich zu bemängeln habe ist der sehr dünne Stoff in den Hosentaschen. Habe in allen Hosen in den beiden oberen Taschen inzwischen große Löcher( sowohl in der wo das Handy drin steckt als auch in der Schlüsseltasche). Die sich leider auch nicht einfach nähen lassen, da der Stoff dann einfach über der Naht erneut aufreißt und dann ist das Loch wieder da. Abhilfe schafft nur eine neue Lage Stoff.


    Gruß Steel

  • Ich mag auch die 5.11 Hosen ziemlich gerne - entweder rein Baumwolle oder Mischgewebe.


    Ein bisschen mehr tactical als Jeans, aber nicht so auffällig (gerade in Deutschland) wie alte Militärausrüstung.

    Hab davon mehrere schon seit vielen Jahren und der Verschleiß hält sich sehr in Grenzen (halbwegs vernünftige Nutzung vorausgesetzt)

  • Schau doch auch mal bei CARHATT.

    Von denen nutze ich einige Jacken und Hosen seit zig Jahren.

    www.carhatt.com


    GAMSBOKK produziert z.B. die Bushcrafter Jacke u. Hose. Diese sind einen Blick wert.

    Von denen nutze ich die Antarktika-Jacke.

    https://www.gamsbokk.de/


    Was ggf. auch interessant ist, ist die neue Dehler Eigenproduktion des SF Smock von Keela/UK.

    Wer keine Tarnfarben mag oder benötigt, ist mit oliv vielleicht gut bedient.

    https://www.spezial-depot.de/b…erdicht/atmungsaktiv.html


    Die SF Jacke (Smock) nebst Behla Jacket habe ich selbst schon einige Zeit. Und die sind top!

    https://www.spezial-depot.de/b…erdicht/atmungsaktiv.html






    Einmal editiert, zuletzt von Michamehl ()

  • Das einzige was sich bei meiner "bissigen" Flora bewährt hat sind die Funkenschutzanzüge für Schweisser. Das Zeug ist absolut dicht gewebt und von der Materialstärke her geeignet das man auch mit Brombeerhecken oder Rasiermesser-scharfem Bambus klarkommt.Alles andere war nach ein paar Minuten Bambusernte in Fetzen :(


    Leider aber ansonsten zu unbequem - sehr schwer.


    Wie schon weiter oben erwähnt = Eine alleskönner Kombination wird es nicht geben,man muss schon den Einsatzzweck berücksichtigen bei der Auswahl :(

    Dateien

    • DSC06456.JPG

      (2,34 MB, 15 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
  • Was Outdoorbekleidung angeht bin ich auch noch auf der Suche, besonder oben herum.


    Es stimmt, Engelbert Strauß macht gute robuste bekleidung, ich trage diese selbst, auf Arbeit, wie auch Privat.


    Dennoch habe ich mir was Bekleidung angeht zumindest bei Hosen erstmal auf ein

    Baumwolle /Polyestergemisch 35:65 entschieden,


    wegen der Robustheit zum schnellen trocken werden nach dem Regen. Bei der Stoffstärke würde ich sagen, ungefähr die hälfte von Engelbert Strauß.... bin allerdings noch in der Findungsphase, als oberbekleidung habe ich noch keinen schimmer was man tragen könnte...

    150 Euro Hosen und Bekleidung sind für den Outdoor bereich eher nicht mein Ziel

    "Derjenige, der zu Fuß unterwegs ist und alles dabei hat,

                                                          Um überall bei jedem Wetter zu campen.

                                                                                    Ist der unabhängigste Mensch auf Erden."

                                                                                                                                                                              Horace Kephart, 1904


    Gruß AlienTF/Alex

  • Erstmal vielen Dank für die vielen tollen Tipps!


    Werde jetzt mal gründlich Recherche machen.


    In Sachen Loden: Echt Klasse das mit dem "Deubelskerl", wusste gar nicht das es Loden auch in Modern gibt.

    Da muss ich das Material aber erstmal in RL erleben., bin etwas empfindlich.


    Ansonsten ist es wie befürchtet:

    Mehrere Outfits um alle Ansprüche/Bedingungen abzudecken.


    Gibt ja bald Urlaubsgeld und wir bleiben dieses Jahr wieder daheim ..... ^^


    Grüße


    MvO

  • Hallo Mork vom Ork


    mit Fjällräven Barends Pro macht man definitiv nichts falsch. Hab ich 2 Jahre lang jeden Tag getragen. Derzeit nur zum Wandern und mit Hund rausgehen.
    Im Alltag trage ich seit 2 Jahren HelikonTex Urban Tactical Pants. Haben für mich eine bessere Aufteilung der Taschen fürs EDC Zeug und sind halb so teuer und es gibt diverse Farben. Allerdings reiben sich diese bei mir im Schrittbereich auf, das ist bei den Barends Pro noch nicht passiert.


    Grüße Richi

  • Ich bin mittlerweile ziemlich begeistert von Carinthia. Die bieten nicht nur Bekleidung und Ausrüstung fürs Militär an, sondern haben einen kleinen Bereich für Jäger. Das käme der eingangs beschriebenen Anforderung "robust" und "Brombeerhecke" recht nahe. Gerade die Mischgewebe wie Loden und G-Loft sind für mich ein Traum. Die Preise für die Hosen schrecken mich aber noch ab.


    Hab das Weihnachtsgeld in diese zwei Sachen versenkt:


    G-Loft Ultra Loden Weste: https://www.carinthia.eu/de/g-loft-ultra-loden-weste-p264/

    G-Loft Hunting Shirt: https://www.carinthia.eu/de/g-loft-hunting-shirt-p309/


    Je nach Temperatur lässt sich das ideal mit der MiG 3.0 oder 4.0 kombinieren. Ich würde die Preise über Idealo vergleichen - sie sind meist günstiger als bei Carinthia direkt. Farblich gibt es zumindest das Hunting Shirt auch in Schwarz. Von der Größe sind beide Teile eher enger geschnitten. Daher besser eine Nummer größer kaufen.


    Als Hose zum Wandern nehme ich eine Frankonia / Parforce. So was: https://www.frankonia.de/p/par…it-membrane-herren/251672


    Gibt's in verschiedenen Varianten: mit und ohne Membran. Gefüttert und ungefüttert. Die merkwürdigen Streifen auf den Fotos bei Frankonia habe ich bei meiner noch nicht gesehen.

  • Und noch eine Stimme für Fjällraven G1000.


    Gut sind auch die Jacken und Hosen von Hart. Das ist ein Hersteller von Bekleidung für Jäger. Mit denen kannst Du auch durch Dornen gehen.

  • Ihr macht es einem nicht leicht.. :D

    Die von Euch genannten Hersteller decken meine Ansprüche sehr gut ab.

    Danke nochmal für die Vorschläge, zwei Hersteller kannte ich nicht mal...


    Jetzt noch muss noch etwas Corona-Speck ausgelassen werden und bis dahin weiß ich was ich möchte.


    Ich werde berichten.


    Grüße


    MvO

  • Ich denke die Frage lässt sich eigentlich gar nicht beantworten.

    Grundsätzlich kommt immer mal die Frage wofür bzw. für was benötige ich Kleidungsstück XY.

    Die Wollmilchlegendeeirsau gibt es hier so wenig wie die Frage was ist die beste Camouflage.

    Ein Wanderer benötigt andere Stoffe als ein Jäger. Ein Waldläufer andere als ein Grillstellen-Griller.


    Auch ich bin immer auf der Suche nach guten Stücken. Inzwischen geht es auch Richtung Loden und Lodenmischgewebe und Wolle. Umweltgedanken und Nachhaltigkeit kommen auch ein Stückweit dazu. Muss ja nicht immer alles aus Plastik sein.

    Ich habe Jacken von 50 - 500 Euro. Ist die für 500 besser als die für 50? In der Qualität, meistens ja. Ist sie Wasserdichter oder schwitze ich darin weniger, muss leider mit Nein beantwortet werden.

    Bei mir ist es so, diese Superduperjacken halten dich schön trocken wenn ich auf den Bus warte. Muss ich damit ein bisschen gehen bin ich schnell feucht von innen. Gerade im Winter gefährlich. Unangenehm ist es alleweil.

    Die Wahl ist somit, werde ich von aussen oder von innen her nass.


    Preis/Leistung sollte sich auch noch in einem gewissen Rahmen halten. Gerade bei Modelabeln ist das nicht immer gegeben. Da sind in den letzten Jahre noch einige auf den Zug aufgesprungen weil hier schnell viel Geld zu machen ist.


    Am besten bin ich eigentlich mit Jagdbedarf gefahren.

    Ich schaue auch ob der Hersteller aus einer Gegend kommt die das entsprechende Wetter hat. Viele Hersteller wohnen in der Wüste und wollen Kleider für Eskimos herstellen.

    Gratuliere, Sie haben gewonnen! Bitte kratzen Sie mit einer Münze dieses Feld XXXXXXXXXXXXXXXX frei und ordern Ihren Preis.