Fast die Hälfte der Bevölkerung will gemäss Umfrage weiterhin keinen Notvorrat

  • Egal, aus welchen (Fach)Quellen man sich bedient und welche „Projekte“ laufen...es würde bei einem Blackout bezüglich Kraftstoffversorgung eher düster aussehen.


    Wenn man mal ca. 10.000 existierende Tankstellen in D als Größe nimmt und von diesen so um die 15/20 tatsächlich mit einer (funktionierenden) Notstromversorgung existieren, dann ist das mehr als eine erschreckende Tatsache.

    Da nützt es auch wenig, wenn zwar Vorrichtungen für Stromaggregate existieren, hier aber diese erst einmal gar nicht vorhanden sind bzw. eine Beschaffung erforderlich ist.


    Und wenn ich daran denke, wie in einem flächendeckende Krisenfall die Transport- und Logistikketten aus zentralen Tanklagern alleine fahrzeugtechnisch organisiert werden müssen um alleine den Kraftstoffbedarf von Rettungskräften einer Grossstadt wie Frankfurt, Berlin o.ä. zu decken plus Kraftstoffmengen für den Betrieb der Aggregate DIESER Organisationen....dann nach meinem derzeitigen Kenntnisstand „Gute Nacht Deutschland“.


  • Info des Bundesamts für Bevölkerungschutz :


    "Treibstoffvesorgung bei Stromausfall Band 18"


    Es gibt auch Vorschriften für Feuerwehren für den Betrieb von Nottankstellen. Interssant sind funkenerzeugende Generatoren und Pumpen in de Nähe von Benzintanks !



  • [...] Bestenfalls ein is zwei Tankstellen je Landkreis, wenn überhaupt, sind technisch dafür vorgerüstet, eine Außeneinspeisung von Notstrom zuzulassen.

    Mein Landkreis ist (glaub ich) unter den 5 größten in Deutschland. Aus informierter Quelle (Rettungsdienst) wurde mir gesteckt, dass aber selbst in unserem Ldkr. nur ganze 2 Tankstellen über eine Notstromversorgung bzw. Einspeisemöglichkeit verfügen - dass deren Sprit dann natürlich Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und THW vorbehalten ist, geht in ganz viele Schädel nicht rein... die glauben alle, sie fahren dann zu den Tankstellen in den umliegenden Nachbarorten und: Tanken :loudly_crying_face:


    [...] Er hat noch nie einen langen Stromausfall erlebt, also ist das unmöglich. Das würde die Regierung nicht zulassen...

    Ist ein paar Jahre her, da gabs nen längeren Stromausfall. Steht mein Vater irgendwann heftig klopfend vor meiner Tür und schimpft, er hätte ja schon 10 Minuten lang geklingelt - hab ich ihm erklärt, dass wir Stromausfall haben und somit der Klingeltrafo ohne Strom auch nicht funktioniert. Antwort: "das war, was ich fragen wollte, ob ihr auch keinen Strom habt" :see_no_evil_monkey::hear_no_evil_monkey::speak_no_evil_monkey:

    Si vis pacem, para bellum.

    Einmal editiert, zuletzt von Lunatiks () aus folgendem Grund: Zitat eingefügt

  • Mir wurde letztens vorgeworfen das ich mit meinem Vorrat Ressourcen binden würde und andere dann weniger hätten. Ich solle nicht so egoistisch sein und nur an mich denken.

    Ich halte es mit Vorrat, wie mit dem Kontostand. ich erzähle nur ganz wenigen, was da ist und was nicht. Am besten hat man Vorrat und redet offen wenig oder gar nicht darüber. Die Leute neiden jeden Vorteil. Wenn der Aupermarkt zu ist, macht man verdeckt so weiter, dass alle satt sind und der Rest macht, was er will, solange er einen in Ruhe lässt. Es wird immer einen geben, dem was nicht passt. Das du ne Kuh hast und er nicht oder du einen Hof und er nicht, du ein Auto er nicht oder du ne Heizung und er nicht. Daher am besten sich um seine lieben kümmern und der unverbesserliche Rest, nunja, der lernt halt später oder gar nicht.

    -<[ Nunquam-Non-Paratus ]>-

  • Ich würde im Ernstfall Tankstellen meiden,

    da diese bei laienhaften Entnahmeversuchen dank ESD vermutlich reihenweise in die Luft fliegen werden.


    ;)

    Spätestens, wenn in einer Krise die erst brennt, bekommt die kaum einer gelöscht, da so ggf. das Löschwasser fehlt. Aber viel mehr Sorgen mache ich mir um die Leute, die mit den Kerzen die Wohnblocks abfackeln und die ganzen Mehrfamilienhäuser und Reihenhäuser.

    -<[ Nunquam-Non-Paratus ]>-

  • Ich halte es mit Vorrat, wie mit dem Kontostand. ich erzähle nur ganz wenigen, was da ist und was nicht. Am besten hat man Vorrat und redet offen wenig oder gar nicht darüber.

    Getreu dem Motto "Der Gentleman genießt und schweigt..."😉


    Über Geld redet man in Deutschland nicht. Das hat man oder man hat es nicht. Genauso scheint es sich mit Notvorräten zu verhalten. Jeder, der offen über seine Vorräte erzählt ist entweder ein wirrer Spinner oder in der falschen Ecke. Dabei ist Vorratshaltung gerade auf dem Land eher normal. Aber selbst da verkommt das zu einer Rarität. Zumindest, bis sich die zugezogenen Städter akklimatisiert haben und nach ihrem ersten Winter merkten, dass ein paar Vorräte im Haus zu haben doch nicht so verkehrt ist... 😂

    Was wurde ich letzten Winter ausgelacht, weil ich einen Schneeschieber gekauft habe. Diesen Winter konnte ich ihn ganz entspannt aus dem Keller holen... 😇

  • Ich hoffe doch die Betonwände in meinem Mehrfamilienhaus sind dick genug um zu halten selbst wenn sich so ein Dolljo abfackelt.

    Ich würde sagen nein. Und wenn, wird der Rauch dir das wohnen deutlich vermiesen. Wenn du nicht im Rauch sitzt, dann kommt von oben das Wasser. Dann ist auch alles, wie abgebrannt. Das kann ein großes Problem sein.


    Daher muss man überlegen, ob man im Blackoutfall sichere Laternen und wenn es billige LED Laternen sind, ob man diese nicht im Haus unter den Nachbarn verteilt und zudem auch vielleicht den ein oder anderen Feuerlöscher auch bereit hält. Ich habe dazu habe keine fertige Idee. In der Stadt haben die Menschen zueinander keinen Bezug. Aber ich denke eine billige LED Lampe werden sie dankbar entgegen nehmen. Aber ich habe auch wiederum nicht vor davon 10 Stück nur für den Fall einzulagern.... also wie man es macht.

    -<[ Nunquam-Non-Paratus ]>-

  • SBB+ an der Stelle bin ich mittlerweile froh, in einer Reihenhaussiedlung zu wohnen. Da würden sich die Kollateralschäden zum einen effektiver begrenzen lassen auf das eigentliche Haus, das gerade brennt und zum anderen ist die Zahl derer, die ich mit Laternen und Lampen versorgen muss, überschaubarer.


    Wenn ich daran denke, dass vorher alleine in dem Treppenaufgang, in dem ich wohnte, 12 Parteien wohnten und in dem Block links und rechts davon nochmal ebenso viele Parteien... Um dort Schadensbegrenzung im Fall der Fälle zu betreiben, hätte ich einen eigenen Outdoor-Kramsladen eröffnen können/müssen... 🙄 Mal abgesehen davon, dass ich mit Ausnahme von einer handvoll Leute kaum jemand in dem Block wirklich kannte. 🙄

  • Stimmt, ein echtes Problem mit wenig Lösung. Einen Feuerlöscher hat ja auch wieder kaum einer. Ich zwar schon, aber bis man merkt das der Nachbar sich in Brand gesetzt hat, ist vermutlich für einen einzelnen Löscher zu spät.

  • "Heizung ausgefallen? Wir heizen mal die Bude mit dem Holzkohlegrill!"


    Ist noch gefährlicher, da gibt es leider immer wieder Tote.


    Eine Notheizung haben noch weniger, als einen Lebensmittelvorrat!

  • Zumindest die Tankstelle, bei der wir immer tanken, hat einen Generator.

    Von einer Bank weiß ich, daß sie einen hat und der große Super, bei dem wir immer unseren Großeinkauf machen, hat auch einen.

    Die Super, die keinen haben, machen wegen Stromausfall nicht zu.

    Da holt die Kassiererin den großen Taschenrechner aus der Schublade und schreibt die Endsumme auf einen Zettel.

    Es wird immer einen geben, dem was nicht passt.

    Die meisten Menschen sind neidisch.

    Selber könnten sie ja auch was machen, aber sie arbeiten sich lieber an denjenigen ab, die was tun.

    Lache das Leben an, und es knurrt zurück. ( Jean Paul )