Unwetterwarnungen

  • Im Großraum Stuttgart gab es die letzten Tage schön regelmäßig Warnungen über die App DWD-WarnWetter. Allerdings hat es bei uns direkt nur ein paar Mal gedonnert, geblitzt und geregnet. Feddsch.

    - Wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage -

    Bertold Brecht

  • Bei mir im Rhein Main Gebiet, gabs außer Regen quasi nix. Auch keine Schäden. Der Regen tut den Pflanzen hier gut. Schade, dass südlich alles durch Hagel zerdeppert wurde.

    -<[ Nunquam-Non-Paratus ]>-

  • Ah, und der Hausmeister des Heims, in dem ich arbeite, berichtete, dass in Metzingen (ein Städtchen um die Ecke) wohl eine Stunde lang der Strom ausgefallen ist.

    Bei einer Kollegin war der Keller knietief überflutet. Die Feuerwehr hat das nicht abgepumpt, weil es offenbar weit größere Probleme andernorts gab. Ihr Problem war in deren Augen nicht schlimm genug.

  • In OÖ muss es echt extrem schlimm gewesen sein:


    https://ooe.orf.at/stories/3109586/

    Wie Makoto schon geschrieben hat ziemlich regional. 2km südlich alles in Trümmern seit Dienstag Nacht, Mittwoch Nacht dann alles 2 km weiter östlich, Donnerstag Nacht 4 km weiter nördlich. Hagel in bis zu Tennisball Größe, Sturm und Gewitter. Entweder der Hagel hat alles zerschlagen, oder der Sturm alles abgedeckt, dazu noch einige Blitzeinschläge. Auch ziemliche Überschwemmungen wurden gemeldet.

    Ich wohne bis jetzt auf einer Insel der Glückseeligen *schwitz*

    Uns hat es dafür letzten August erwischt. 2 meiner 3 Nachbarn hatten kein Dach mehr (durchlöchert) und ihre Autos waren Totalschaden. Mein Auto stand Gott sei Dank in der Scheune. Das neue Prefa Dach hats ausgehalten. Der Garten war natürlich hinüber und hat sich nur bedingt erholt bis in den Herbst. Die Felder waren alle zerstört im Umkreis.


    Für mich stellt sich da dann die Prepper Frage in wie weit es dann im Herbst/Winter zu Engpäßen bei Futter oder anderen Lebensmitteln kommen kann. Bzw. daraus resultierenden Preiserhöhungen bei Gemüse und Fleisch.

    Einmal editiert, zuletzt von Timmy ()

  • Bei so regionalen Ereignissen trifft es zwar jene hart, die direkt Betroffene sind, Engpässe erwarte ich in unserer globalisierten Welt deswegen aber nicht.

    Eine willkommene Erklärung für Preiserhöhungen, das kann ich mir durchaus vorstellen!

  • Makoto ich habe da eher mehr an die Zukunft gedacht, wenn das vermehrt auftritt. Sprich Dürren, Unwetter und Co sich häufen. Alles zusammen macht es schwieriger sich selbst zu versorgen oder lokal einzukaufen.

    Dazu dann die Preiserhöhungen, die dann allgemein kommen, weil eben, wie du schon bemerkt hast, das dann die Preise nach oben treiben wird. So eine Gelegenheit lässt sich der Handel nicht entgehen.

  • Scheiße!!! :face_screaming_in_fear: Wie preppt man für sowas? Eigentlich gibt's da doch bloß eins: wegziehen in eine Gegend, die geschützter ist vor Hochwasser. Oder?

  • Scheiße!!! :face_screaming_in_fear: Wie preppt man für sowas? Eigentlich gibt's da doch bloß eins: wegziehen in eine Gegend, die geschützter ist vor Hochwasser. Oder?

    Da kommt man mit "preppen" schnell an seine Grenzen. Wenn in einem so kurzen Zeitraum derartige Wassermassen zusammenkommen...was willst da machen? Du kannst ja auch nicht bei jeder Unwetterwarnung (zum Vergleich, ich bekomme zur Zeit wortwörtlich "täglich" Unwetterwarnungen über die DWD-App) Dein Haus hochwasssersicher machen und pro forma Sandsäcke schleppen. Bleibt wohl nur für das "danach" vorbereitet zu sein: Wassersauger, Eimer, Schippe und seine Sachen im EG / Keller / der Garage standardmäßig in einer gewissen Höhe lagern,...

    - Wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage -

    Bertold Brecht

  • Scheiße!!! :face_screaming_in_fear: Wie preppt man für sowas? Eigentlich gibt's da doch bloß eins: wegziehen in eine Gegend, die geschützter ist vor Hochwasser. Oder?

    Haus auf Stelzen bauen, Stichwort Pfahlhäuser.

    Im Ernst: Schleunigst die Versicherungen auf solche Ereignisse Upgraden solange es noch geht.


    Für kleinere Fluten: Unser Keller hatte schon öfters Wasserknotakt.

    An der tiefsten Stelle ist eine Grube mit Pumpe mit Schwimmer.

    An den Außenwänden sind Rinnen angelegt die bei den Wänden durch Rohre verbunden sind.

    Falls es Wasser Marsch heisst springt die Pumpe an.

    Das System war schon da, als wir das Haus gekauft haben und hat sich sehr bewährt.

    Im Keller wird natürlich nichts wasserempfindliches gelagert.

    Prioritäten setzen heißt auswählen, was liegen bleiben soll.

    Einmal editiert, zuletzt von Apfelbaum ()

  • Uiuiuiuiui, das ist heftig , aber sowas kann in Extremfällen auch vorkommen wenn man nicht in einer klassischen Überschwemmungsfläche baut, manchmal kommt Wasser auch aus völlig unerwarteter Richtung.

    Da hilft auch alle Vorbereitung nicht.

  • Scheiße!!! :face_screaming_in_fear: Wie preppt man für sowas? Eigentlich gibt's da doch bloß eins: wegziehen in eine Gegend, die geschützter ist vor Hochwasser. Oder?


    Starkregen ist nicht gleich Hochwasser.

    Da kann es dich auch erwischen, wenn der nächste Fluß kilometerweit weg ist.


    Ich habe mir vor den Hauskauf das Geländenprofil angeschaut (Karten sind heute online Verfügbar, das geht schon vor Besichtigung).

    Und eine Hütte genommen, wo es ins Haus erst einmal einmal 1,5m Stufen hochgeht.

    Ebenerdig ist zwar heute Mode, aber bei Starkregen unpraktisch.

    Und ehe was in den Keller läuft, müßte hier erst einmal ein paar Quadratkilometer unter Wasser stehen.


    Ich bin da aber auch ein gebrantes Kind, in meinen letzten beiden Wohnungen standen Regelmäßig die Tiefgarage unter Wasser und wenn das Wasser in der Wohnung aus der Toilette sprudelt, ist das auch nicht lustig (Neubau, Erstbezug, Rückstauklappen wurden erst danach eingebaut).

  • Wie preppt man für sowas?

    Sofern es möglich ist einen mobilen Hochwasserschutz nachrüsten. Muss kein teures Modulsystem um Tausende von Euro sein, das geht auch im Selbstbau. So sieht sowas aus https://www.prefa.at/produkt-katalog/hochwasserschutz/


    Wenn du bereits eine stabile Gartenmauer hast ist es einfacher. Da müsste wie am Bild oben das Gartentor und die Gartentür per einlegbaren Aluminiumbalken verschlossen werden.


    Wenn du einen "löchrigen" Zaun hast, musst du dahinter massive U- oder Doppel-T-Träger im Boden verankern und dort dann solche Module einschieben. Ist allemal schneller als Sandsäcke zu füllen und du kannst höhere Schutzwälle umsetzen.


    Ich hab so ein System noch auf der ToDo-Liste, aber Gott sei Dank auch keine große Hochwassergefahr.

  • Geniale Idee!


    Die Dammbalken sind eigentlich nur eine Weiterentwicklung der Spriegel eines Planen - LKW.


    Zum Glück brauche ich sowas nicht, denn erstens hat unser (Miets)Haus keinen Keller und zweitens: Wenn unser Hof unter Wasser steht, ist sowieso Armageddon!


    Gruß Peter

    An sich ist nichts gut oder böse. Erst das Denken der Menschen macht es dazu.

  • Scheiße!!! :face_screaming_in_fear: Wie preppt man für sowas? Eigentlich gibt's da doch bloß eins: wegziehen in eine Gegend, die geschützter ist vor Hochwasser. Oder?

    Ich bin nach unserem ziemlich üblen Hochwasser 2005 umgezogen, der Schaden den nur schon 5cm Wasser in einer Werkstatt anrichten können ist nicht ohne. Immerhin hatte dies auch positive Seiten: Ein Überschwemmung am neuen Ort ist zwar nicht unmöglich, aber dann ist soviel abgesoffen dass ich wohl auf Bootsvermietung umsatteln kann. Zudem habe ich im Nebeneffekt nun den doppelten Platz zum halben Preis.

    Bei uns in der Region ist nun für den Vierwaldstättersee die Warnstufe 5 von 5 ausgerufen worden. Stellenweise ist der See schon leicht drüber, wird meiner Einschätzung aber noch mehr werden. Auch wenn es jetzt aufhören würde zu regnen dauert es moch 2 - 3 Tage bis das Wasser aus den Bergen bei uns ankommt - allerdings haben wir noch bis mindestens Donnerstag Abend / Freitag Morgen Starkregen angesagt.


    Wie bereitet man sich darauf vor? Bei Sturzfluten kannste nicht sehr viel machen ausser sich für das Danach vorbereiten. Bei einer Situation wie der unseren mit hochgehenden Wasserläufen und Seen einfach alles von Wert höher lagern und hoffen (wir haben gestern Abend noch diverse Fahrzeuge und Inventar höhergelegt).

    In den Seegemeinden wurden bereits und werden noch Sandsäcke, Hochwassersperren und Fluttore angebracht. Die Feuerwehr patroulliert permanent, man kennt ja die kritischen Stellen. Teilweise sind bei uns in der Region Strassen gesperrt weil da schon die Enten einen neuen Lebensraum gefunden haben. Der Bahnverrkehr ist auf zwei Strecken wegen unterspühlter Schienen unterbrochen. Murgänge und Hangrutsche sorgen schon seit dem Wochenende für Problem und gesperrte Strassen.

    Wir haben bzw. werden einen Gear-Test im freien wohl zeitlich verschieben weil ein Hang auch noch Tage nach dem letzten Tropfen sich in's Tal begeben kann.


    Update:

    09:30 Uhr - Vierwaldstättersee: Pegel steigt stündlich um 1 Zentimeter

    Der Pegel des Vierwaldstättersees liegt am Mittwochmorgen um 9 Uhr bei 434,71 Meter über Meer. Das sind 18 Zentimeter als am Dienstagabend. Der Pegel Pegel steigt aktuell stündlich um 1 Zentimeter, um 7 Uhr lag der Pegel bei 434,69 Meter über Meer. (rem)

    https://www.luzernerzeitung.ch…n-unterbrochen-ld.2163064


    Das "Jahrhunderthochwasser" von 2005 lag bei einem Pegel von 435.23MüM. Der normale Pegelstand liegt bei 434 MüM. Also Gummistiefel entstauben...

    Einmal editiert, zuletzt von Jaws ()

  • Ich habe auf der hauptsächlich gefährdeten Seite eine etwa 25 cm Mauer.

    Bei einem der vielen jährlichen Jahrhunderthochwasser der letzten Jahre war der Bach wirklich mal ganz kurz davor das Ufer zu überschreiten, da hatten wir eine Eisenstange in die Hofeinfahrt getrieben Holzbohlen aufgebaut Planen und Folien ausgelegt und mit Sandsäcken gesichert.

    Bis zum Haus wären es dann auch noch einige Meter gewesen auf denen sich das Wasser hätte Totlaufen können und im schlimmsten Fall wäre halt der Keller abgesoffen, naja , es gibt größere Dramen.

    War dann glücklicherweise nicht nötig , aber Vorsorge ist besser als Schäden beseitigen.

    Beim Nachbarn haben wir übrigens auch gleich mitgeholfen und die Bauern aus dem Dorf haben sogar Sandsäcke die sonst die Siloplanen sichern an die Anwohner am Bachlauf verteilt.

    Es gilt also Vorbereiten UND Netzwerken!