COVID-19: Langzeitfolgen (Long Covid)

  • Ein viel zu wenig beachtetes Thema. Die Langzeitfolgen einer Covid Erkrankung.


    Long Covid auch Post-Covid-19 nach ICD-10 GM oder Post-COVID-Syndrom genannt, ist eine mögliche Langzeitfolge der Coronavirus-Krankheit 2019 (COVID-19), ausgelöst durch das Coronavirus SARS-CoV-2, bei der Symptome auch nach der akuten Erkrankung weiterbestehen.


    Die Studienlage ist noch dünn, aber die Beschreibungen von einzelnen Fällen umso dramatischer.


    Eine geschätzte Kollegin unserer ICU ist endgültig arbeitsunfähig, sie wird nie mehr wiederkommen. Sie hatte im September #COVID19, milder Verlauf. Vorher topfit, 32 J., 2 Pferde, die hat sie verkauft u.a. weil sie aktuell 16h/d schläft!

    #LongCovid wird uns das Genick brechen.

  • Ich denke mir, dass sich bei den Langzeitfolgen das gleiche Schema abzeichnet, wie bei den akuten Symptomen:

    Es ist von Fall zu Fall unterschiedlich.


    Eine Bekannte von mir hatte Corona und dachte, es sei ein Schnupfen. Nur weil eine Arbeitskollegin (beide zu der Zeit im Homeoffice) positiv getestet wurde, liess sie sich auch testen. Heute spürt sie rein gar nichts mehr.


    Die Kollegin meiner Frau hatte ebenfalls kaum Symptome, kommt dafür noch fast ein halbes Jahr später sehr schnell ausser Atem.


    Der Vater eines meiner Schüler war auf der Intensiv und hatte Monatelang fast kein Tastgefühl in den Händen.


    Aber eine Logik dahinter werden wir leider (noch) nicht feststellen können.

    Heute ein guter Plan ist besser als morgen ein perfekter Plan.

    -George S. Patton-

  • Der Bruder meiner BEVA lag fast 3 Wochen komplett mit Corona flach. Jetzt nach über 6 Monaten ist sein Geschmacksinn noch immer nicht wiederhergestellt. Er hat einen regelrechten Ekel auf manche Lebensmittel und Getränke (wie bspw. Cola - was ja nun nicht sooo schade ist).

    - Wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage -

    Bertold Brecht

  • HIER vom RKI als Steckbrief unter

    9. Manifestationen, Komplikationen und Langzeitfolgen

    Zu diesem Ergebnis kommt das RKI in einem Situationsbericht.

    Wie viele Betroffene symptomfrei und damit wirklich genesen sind, ist statistisch schwierig zu erfassen. Oftmals bleiben über eine akute COVID-19-Erkrankung hinaus längerfristige Beschwerden. Das RKI berichtete in seinem Situationsbericht mit Verweis auf Daten aus Großbritannien, dass rund 40 Prozent der in Kliniken behandelten Patienten mit schwereren Verläufen weiter medizinisch und therapeutisch versorgt werden müssen. Selbst bei milden Verläufen haben etwa zehn Prozent anhaltende Beschwerden, wenn auch unspezifische.


    Nicht mehr infektiös heißt nicht gesund

    Von einer Atemwegsinfektion bis hin zur Pneunomie kann SARS-CoV-2 neurologische und gastrointestinale Symptome und Erkrankungen wie auch Herz-Kreislauf-Beschwerden auslösen. Nach Intensivbehandlungen kann es vor allem zu organspezifischen Langzeitfolgen wie Nierenschäden kommen. Auch dermatologische Manifestationen wurden festgestellt, wenngleich mit rund 1 Prozent selten.Eine einheitliche Definition der Langzeitfolgen kann man noch nicht erbracht werden, da sich das klinische Bild der Viruserkrankung sehr unterschiedlich darstellt. Es sei daher angezeigt, COVID-19 „nicht als einheitliches Phänomen zu betrachten, sondern verschiedene Krankheitsbilder zu beschreiben, die sowohl zeitversetzt als auch parallel in verschiedenen Ausprägungen auftreten können“, heißt es vom RKI.


    Die Langzeitfolgen sind unspezifisch

    Grundsätzlich brauchen Patienten mit einer Lungenentzündung länger, um zu genesen. Symptome können noch nach einigen Monaten anhalten oder es kann eine erneute Erkrankung erfolgen. Bei leichten Verläufen dokumentieren Mediziner zum Teil über vier Wochen hinaus Müdigkeitserscheinungen, Merkstörungen, Gedächtnisprobleme oder Wortfindungsstörungen. Die Post-COVID-Ambulanz in Jena dokumentiert einen Anstieg von Schlaganfällen und Beinvenentrombosen bei Ex-COVID-Patienten. Die größtenteils unspezifischen Symptome lassen sich jedoch bislang in den Einrichtungen nur schwer einordnen. Allerdings entspricht die subjektive Wahrnehmung bei zwei Drittel der Betroffenen den objektiven Bewertungen der Symptome.

    Die Ansteckungsfähigkeit ist um das Auftreten der ersten Symptome herum am höchsten. Viele Ansteckungen passieren bereits vor den Beschwerden, was die Virusverbreitung so gefährlich macht. Schwer Infizierte scheiden das Virus außerdem mehr und länger aus als leicht Infizierte.


    Entlassung aus der Klinik ohne Beurteilung der Genesung

    Eine Studie aus England hat im Zuge der Langzeitfolgen-Forschung die Daten von 384 stationär untergebrachten Patienten mit einem Durchschnittsalter von knapp 60 Jahren ausgewertet. Die Forscher stellten fest, dass viele Menschen nach COVID-19 ohne Beurteilung der Genesung aus dem Krankenhaus entlassen wurde. Auch acht Wochen nach ihrer Entlassung litten hier 69 Prozent unter dem Ermüdungssyndrom, 53 Prozent unter Atemnot, 34 Prozent an Husten und 14,6 Prozent wies eine Depression auf. Fast jeder Zehnte hatte noch erhöhte Entzündungswerte (CPR) bei der Blutuntersuchung. Die Untersuchungsergebnisse schließen sich an die Dokumentationen aus Italien im Frühjahr des Jahres an.


    :!:Es ist schwer, die Langzeitfolgen von COVID-19 zu definieren, da statt einem einheitlichen Phänomen unterschiedliche Krankheitsbilder existieren und daher mein Fazit: Ich schütze mich und meine Lieben nach wie vor so umfänglich wie möglich ohne Panik aber auch ohne in der Sorgfalt nachzulassen getreu dem Motto: Ein Rudel hungriger Löwen wird auch nicht plötzlich harmloser, nur weil ich es jederzeit bzw. 24h/7t draußen um mich herum habe:!:

    Normatilät tsi legidilch enie statsiticshe Häunufg mögilhcer Wahcsrheinlicheikten!

    Meine wichtigsten Ressourcen sind Zuversicht, mein Wissen, Ideen, handwerkliches Geschick und die verknüpfte Improvisation davon!
    Gruß derSchü

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    Einmal editiert, zuletzt von derSchü ()

  • Wir hatten eine Bewohnerin auf Station, die nach "überstandener" Covid-19 Infektion als "genesen" aus dem Krankenhaus zu uns ins Pflegeheim entlassen worden war und die an den Langzeitfolgen verstorben ist. Die Frau war erst Mitte / Ende 60, vor der Erkrankung altersgemäß fit und hat ohne Probleme selbständig zu Hause gelebt.


    Symptome: Ermüdungssyndrom (sie hat schätzungsweise mind. 16-18 Stunden am Tag geschlafen), Depression, permanenter Schwindel, Gleichgewichtsstörung, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, permanente, teilweise sehr starke Übelkeit, jeder Versuch der Nahrungsaufnahme, führte unmittelbar zum Erbrechen, vermindertes Durstgefühl. Bei sich behalten konnte sie nur Wasser und Tee, schlückchenweise. Anfängliche, vorsichtige Versuche, sie aus dem Bett in einen Rollstuhl zu mobilisieren, führten jedes Mal zum Kreislaufkollaps. Sie blieb also bettlägerig. Nach ca. 2 Monaten ist sie verstorben. Lebensverlängernde Maßnahmen wie jegliche Art der künstlichen Ernährung hatte sie abgelehnt. Sie hatte schlicht keine Kraft und keinen Lebenswillen mehr.

  • Wir hatten eine Bewohnerin auf Station, die nach "überstandener" Covid-19 Infektion als "genesen" aus dem Krankenhaus zu uns ins Pflegeheim entlassen worden war und die an den Langzeitfolgen verstorben ist. Die Frau war erst Mitte / Ende 60, vor der Erkrankung altersgemäß fit und hat ohne Probleme selbständig zu Hause gelebt.

    ist das nun ein Einzelfall oder häufen sich die Nachwirkungen. Ist das irgenwie schon untersucht? Auch wenn es bekannte Fälle sind die man im bBekanntenkreis erfährt oder miterlebt, so ist das noch lange keine verallgemeinerte Aussage. Ich habe zwar gelesen das es wohl öfters vorkommt das solche Patienten als geheilt gelten, aber trotzdem mit Langzeitschäden leben müssen.

  • https://www.nzz.ch/meinung/wir…ovid-betroffen-ld.1600815


    Studie des "Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention der Universität Zürich":
    437 Personen etwa sechs Monate nach ihrer Covid-19-Erkrankung befragt. Dabei hätten 21 Prozent der Männer und 31 Prozent der Frauen berichtet, nicht zu ihrem normalen Gesundheitszustand zurückgekehrt zu sein. Bei hospitalisierten Personen sei in 39 Prozent der Fälle unvollständige Erholung aufgetreten, bei nicht hospitalisierten Personen in 23 Prozent.

    Problem der Studie:
    1. Es findet sich eine Häufung von mittelschweren (40 Prozent) und (sehr) schweren (43 Prozent) Symptomen obwohl in der Bevölkerung leichte Verläufe deutlich überwiegen.
    2. Somit wird auf Basis der Long-Covid-Häufigkeit bei den wenigen leichten Verläufen in der Studie berechnet, wie häufig Long Covid bei den sehr vielen leichten Verläufen in der Bevölkerung auftreten dürfte!
    3. Durch Verwendung von Zahlen aus der Anfangszeit werden zudem Verbesserungen in der Behandlung von Covid-19-Patienten nicht berücksichtigt.
    4. Von 4000 diagnostizierten Erwachsenen im Kanton Zürich haben nur 437 Personen teilgenommen (siehe hierzu auch Punkt 1).

    Fazit: "Aber durch genau diese frühen Daten und die Art der Studiendurchführung wurden die Zahlen für Long Covid wohl zu hoch eingeschätzt."

  • Meine persönliche Erfahrung:

    Bei ca. 90 positiven Patienten sind ca. 20, die noch lange Beschwerden haben/hatten. Die Symptome sind vor allem Fatigue Syndrom (Allgemeine Müdigkeit/Kraftlosigkeit), eine mit bis zu 6 Monaten Geschmacks-/ und/oder Geruchslosigkeit und einige mit ein paar Wochen Durchfall.


    Also, ich habe Schiss vor der Krankheit und bin froh, dass ich beide Impfungen bereits habe.

  • Persönlich kenne ich 4 Personen, die Corona hatten. (3 Erwachsene und 1 Jugendlicher)

    3 Personen klagen über keinerlei Folgeschäden.


    Die vierte Person kann aufgrund der Folgeschäden nicht mehr arbeiten und bezieht nun eine IV-Rente.

    Er wandert nun mit seiner vierköpfigen Familie in die Dom. Rep. aus, da er dort mit seiner Rente besser leben kann. (Seine Frau stammt von dort.)


    Zwar ist diese Gruppe alles andere als aussagekräftig. Doch schon dieser eine Fall reicht für mich, dass ich alles unternehme um diese Krankheit nicht zu bekommen.

    Heute ein guter Plan ist besser als morgen ein perfekter Plan.

    -George S. Patton-

  • Auch eine normale Grippe oder Erkältung kann Langzeitfolgen haben, ich war im Lawinenwinter 1999 drei Wochen im Militärdienst in den Zentralschweizern Bergen. jeden Tag von 7 Uhr Morgens bis 18 Uhr Abends bei Minus 10 Grad und widrigsten Winden am schiessen oder ab und zu bei einem Meter Schneehöhe am Flugpisten schaufeln von Hand, das ohne wirkliche Kleidung die warm gibt, Faserpelzkleidung oder ähnliches gab es in der Armee damals noch nicht und die eine Stunde Mittagspause im Bunker reichte auch nicht zum aufwärmen, am Abend waren die Zehen meist blau....

    Folgen waren das nach zwei Wochen 50% der Mannschaft wegen Erkältungen und Lungenendzündungen teilweise im Bunker lagen und nicht mehr einsatzfähig waren, ich habe die drei Wochen Dienst zwar noch so halb lebendig gemeistert hatte aber 5 Monate bis ich die letzten Symptome wie Halsschmerzen und teilweise Atemprobleme los war, ich war einmal noch bei einem Arzt aber der hat ausser Kopfschütteln über diesen Dienst und leichte endzündungswerte nicht viel feststellen können.

    Ich will Langzeitfolgen von Corona nicht in abrede stellen, es ist echt Mist wenn man die hat, aber es gibt eben auch Grippen und ähnliches die einem noch sehr lange Zeit damals zu schaffen machen können, ich war um diese Zeit 22 Jährig und kerngesund, ohne irgendwelche Alkohol oder Nikotinprobleme, und ich muss sagen es war eine nicht so tolle zeit bis wieder mal alles beim alten war.

  • Eine Bekannte bekommt jetzt als Folge einer CoVid19 Erkrankung eine Chemotherapie.
    die Lunge ist zwar nur mit einer kleinen Verästelung befallen, dafür haben sich im Gehirn welche gebildet

    Gruß

    Kcco

    Gsund bleiben

    Keep clam and chive on

  • Das Lungenvolumen einer Freundin, die in der Seniorenpflege arbeitet und die positiv war mit leichten Symptomen, ist von Normalwert auf 46% abgesunken. Nach nunmehr einigen Wochen mit medikamentöser Behandlung (Cortison) ist es derzeit wieder auf 78% angestiegen.


    Mal sehen, wie es weitergeht.


    Gestern erfahren:

    Bei einem Freund in der Firma ist ein Kollege verstorben, der positiv war und daraufhin ins Krankenhaus gekommen ist (Intensiv).

    Er war übergewichtig und 60 Jahre alt.

    Sie hatten vor 4 Wochen noch telefoniert, als er im Krankenhaus war. Er hat wohl geweint und gesagt, dass er der Meinung ist, dass das nicht gut ausgeht da er sich so schlecht fühlt. Zwei Tage darauf kam er auf die Intensivstation. Knapp drei Wochen später war er verstorben.

  • Experten zu Post-Covid
    So können Patienten die fatalen Folgen von Corona bekämpfen


    Viele Corona-Infizierte leiden oft noch Monate nach der eigentlichen Erkrankung an den Folgen. Zwei Experten erklären, was das Besondere an den "Post-Covid-Patienten" ist und wie ihnen geholfen werden kann.

    Auch mehr als ein Jahr nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie ist es für die Forschung ein Rätsel, wer warum wie stark an Covid-19 erkrankt. Mittlerweile können die Covid-Patienten der Lungenfachärztin Dr. Jördis Frommhold zufolge allerdings in drei Gruppen untergliedert werden:


    • Jene, die einen milden Akutverlauf erleiden und danach vollständig gesunden – sozusagen die "echten Genesenen".
    • Covid-Patienten, die einen schweren Akutverlauf hatten, auf der Intensivstation lagen, künstlich beatmet werden mussten.
    • Und schließlich gibt es die sogenannten "Post-Covid"- oder "Long-Covid"-Patienten

    Die dritte Gruppe hatte einen leichten bis mittelschweren Akutverlauf und leidet danach noch lange Zeit an Folgeerscheinungen der Krankheit. Welche Beschwerden das sind, wie Covid-Patienten geholfen werden kann und warum vor allem die Entwicklung bei jungen Menschen besorgniserregend ist, erklären Dr. Jördis Frommhold, Chefärztin an der Median Klinik Heiligendamm, und Dr. Konrad Schultz, Chefarzt der Klinik Bad Reichenhall der Deutschen Rentenversicherung, im Interview mit t-online HIER

    Normatilät tsi legidilch enie statsiticshe Häunufg mögilhcer Wahcsrheinlicheikten!

    Meine wichtigsten Ressourcen sind Zuversicht, mein Wissen, Ideen, handwerkliches Geschick und die verknüpfte Improvisation davon!
    Gruß derSchü

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  • Irgendwie ist die bisherige Datenlage zu Long Covid auffällig dünn.

    Zufall oder Absicht ?

    Habe dazu gerade folgenden aktuellen Artikel gefunden :

    https://www.quarks.de/gesundhe…wir-wissen-und-was-nicht/


    Und hier: https://www.bbc.com/news/health-56601911


    Zusammenfassung: Infektion vermeiden ist der beste Schutz vor Long Covid.


    Von 1.000 infizierten Schülern werden demnach 130 Schüler    Long Covid Probleme bekommen !


    Die armen Schüler, nach 1 Jahr Schulausfall auch noch Long Covid...

    aus D / NRW

  • Wieso ein Jahr Schulausfall? Wäre mir bei meinen Kindern glaub aufgefallen.

    Das Online Scooling hat mir sogar deutlich besser gefallen als regulärer Unterricht. Das war deutlich moderner und die Schüler konnten im individuellen Tempo lernen. Neben dem Grundstoff gab es für interessierte Schüler immer noch weiterführendes Material zum Lernen.

    Die Noten bestätigen den subjektiven Eindruck. Hier gab es deutliche Verbesserungen zur PreCovid Zeit. Einzig der soziale Kontakt der Schüler untereinander hat stark gelitten.

    -= NUNQUAM NON PARATUS =-

  • Ich habe eben diesen Artikel gelesen:
    https://www.n-tv.de/wissen/For…kung-article22529342.html


    Zusammenfassend steht da drin, dass die Erkrankung hauptsächlich durch ein Spike-Protein auf der Oberfläche des Virus ausgelöst wird.


    Jetzt meine Frage an die medizinkundigen hier:
    Alle Impfstoffe versuchen ja, soweit ich verstanden habe, durch Nachbildung der Spike-Proteine des tatsächlichen Virus den Körper dazu zu verleiten Antikörper zu erzeugen. Wenn die da die falschen Spike-Proteine erwischen, wirkt der Impfstoff dann auf den geimpften nicht ähnlich wie das Virus selbst? Sind solche Mechanismen von anderen Viren bereits bekannt und wird auf solche Mechanismen geachtet oder ist das eine komplett neue Erkenntnis und man muss sich jetzt jeden Impfstoff nochmal genau anschauen?

  • Wieso ein Jahr Schulausfall? Wäre mir bei meinen Kindern glaub aufgefallen.

    Das Online Scooling hat mir sogar deutlich besser gefallen als regulärer Unterricht. Das war deutlich moderner und die Schüler konnten im individuellen Tempo lernen. Neben dem Grundstoff gab es für interessierte Schüler immer noch weiterführendes Material zum Lernen.

    Die Noten bestätigen den subjektiven Eindruck. Hier gab es deutliche Verbesserungen zur PreCovid Zeit. Einzig der soziale Kontakt der Schüler untereinander hat stark gelitten.

    Das kommt aber auch sehr stark auf die Eltern an! Im Umfeld meiner BEVA (Schulbetreuungseinrichtung) gibt es durchaus Schüler, die deutlich an Leistung, Mitarbeit und Motivation zugelegt haben. Entweder waren es schon Prä-Covid gute und/oder motivierte Schüler oder aber die Eltern hatten ein wachsames und auch forderndes Auge auf Ihre Zöglinge zuhause.

    Es gibt in derselben Größenordnung aber auch Schüler, die man als Totalausfall betrachten kann: Keine Teilnahme am Onlineunterricht, keine Erarbeitung der Materialien, nichts. In diesen Fällen war schon Prä-Covid zuhause kein Interesse vorhanden und durch den Wegfall des Präsenzunterrichts (und der Kontrolle / Motivation durch die Lehrer) ist es jetzt nur noch ein Trauerspiel. Dabei kann man die Notbetreuung ebenso als solches bezeichnen, denn dabei handelt es sich nur um "setz Dich hierher und lauf nicht weg".


    Meines Erachtens kann man bei den leistungsschwächeren und unmotivierteren Schülern durchaus von einem verlorenen Jahr sprechen. Das wird sich spätestens nächstes Jahr dank "es werden alle Schüler versetzt" bitterlich rächen - und dann nicht nur an den Schwächeren einer Klasse sondern an der Klasse in Gänze.


    Unsere Tochter fällt dabei eher in die Kategorie, die wolpertinger beschreibt. Trotzdem habe ich Bedenken wie sich das nächstes Jahr darstellen wird, wenn die Lehrer eine Klasse zu unterrichten haben, die nur noch aus HUI oder eben PFUI besteht.

    - Wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage -

    Bertold Brecht