COVID-19: Langzeitfolgen (Long Covid)

  • Eine Auswertung von 81 Studien zum Thema long Covid hat ergeben, dass 32% der Patienten 12 Wochen später immer noch an Erschöpfung leiden, 31% auch noch mehr als 6 Monate später.


    Außerdem haben 22% 12 Wochen später an kognitiven Beeinträchtigungen gelitten, nach 6 Monaten noch 21% der Patienten.


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  • Auch solche Langzeitfolgen würde ich mir nicht wünschen.

    Und dann gibt es Impfverweigerer, die sich absichtlich mit Corona anstecken wollen, nur damit sie ein Zertifikat erhalten. :face_with_rolling_eyes:

    Heute ein guter Plan ist besser als morgen ein perfekter Plan.

    -George S. Patton-

  • Eine weitere Studie aus Deutschland zeigt Organschäden nach einem milden Verlauf.

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    https://www.ndr.de/nachrichten…mptomen,ukestudie100.html

  • Lesenswerter Artikel zum aktuellen Stand der Long Covid Forschung.

    Die Zahl der von „Long Covid“ Betroffenen steigt stark – dennoch geht die Erforschung der Problematik nur langsam voran. Gerade diese könnte aber auch den Durchbruch bei Therapieansätzen für eine weitere schwere neurologische Erkrankung bedeuten: das lange kaum beachtete chronische Erschöpfungssyndrom (ME/CFS).

    Besonders bedenklich:

    Fest steht jedenfalls: Viele Patientinnen und Patienten, die langandauernde neurologische Komplikationen zeigen, sind jünger als 50 und waren vor der Coronavirus-Infektion gesund und aktiv. Viele von ihnen hatten zudem einen sehr milden Covid-19-Verlauf.

  • Tochter von Freundin (ca. 22) hat 1 3/4 Jahr nach Corona immer noch Atemnot beim Rennen und ist müder als zuvor.

    Die 2 Geschwister waren gleich nach der Infektion wieder topfit.

    Prioritäten setzen heißt auswählen, was liegen bleiben soll.

  • Eine große Studie aus Dänemark zum Thema Long Covid bei Kindern ist erschienen und scheint zu zeigen, dass nur 0,8% der Kinder nach einer Infektion an Long Covid leiden würden. Das wäre eine überraschend niedrige Zahl. Eine derart niedrige, dass sie nicht stimmen kann. Wie sich zeigt, tut sie das auch nicht.


    Lesenswert ist die Analyse dieser Studie

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  • Das wären in Deutschland bei einer Infektionsquote von (fiktiv) 25%

    unter den 0 bis 13 Jährigen (ca. 13,25% der Bevölkerung) eine Longcovidzahl

    von knapp 22.000. Gönne ich keinem.

    Ich bin auch ein Freund von prozentualen Zahlen, gerade was Statistiken

    angeht. Aber manchmal wird die Misere auch durch "richtige" Zahlen

    anschaulich und deutlich.

    Die 25% habe ich einfach vom Infektionsgeschehen in den Schulklassen unserer

    Kinder "abgeleitet".

  • Ein umfangreicher Artikel zum Thema „Long COVID“ und wie vielfältig die Probleme für Betroffene und Ärzte sind…


    Hintergrund
    21.08.2022
    Lesedauer ca. 11 Minuten
    CORONAVIRUS:

    Long-Covid-Therapien dringend gesucht

    Wer mit anhaltenden Covid-Symptomen kämpft, findet oft nur schwer Hilfe. Wie heilt man ein Syndrom, das bislang kaum verstanden ist? Ärzte testen inzwischen verschiedene Ansätze.

    https://www.spektrum.de/news/c…-dringend-gesucht/2049585

  • Moin

    Hier noch etwas zu dem Thema. Der Beitrag von Hirschhausen ist im TV wegen der Beerdigung der Queen ja ausgefallen. In der Mediathek soll er schon zu finden sein. Der Link findet sich hier, wo es auch schon einige Infos zur Sendung gibt.


    Hirschhausen zu Long-Covid: „Mich schockiert die Ignoranz von manchen Medizinern“
    Laut einer WDR-Reportage ist jede:r zehnte Infizierte von Long-Covid betroffen. Moderator Dr. Eckart von Hirschhausen klärt über die verzweifelte Lage von…
    utopia.de


    Gruß

    Witness

  • Long Covid ist kein Lärcherlschas wie man bei uns sagt. Dennoch vermisse ich in diesen Diskussionen auch den Part der Eigenverschuldung. Wie viele davon schreien jetzt nach Hilfe und haben durch ihre völlige Ignoranz ihren Zustand selbst verschulet? In meinem Bekanntenkreis sind die Meisten innerhalb der Familie angesteckt worden, zumeist vermutlich von ihren Kindern. Aber es gibt auch einige darunter, die die Maßnahmen nicht mittragen wollten, sich und andere dann infizierten und "leider" ganz gut durch die Krankheit gekommen sind und sich in ihrer Meinung bestärkt fühlen. Eine Handvoll allerdings hat es übel erwischt, aber sie leugnen sich selbst Lügen in die Hose. Sie wollen nun die volle Aufmerksamkeit des Gesundheitssysems und pochen auf Rechte wie Rehabilitation, Krankenstände, medizinische Versorgung und predigen jetzt wie schlecht es ihnen geht und erfinden eine Ausrede nach der Anderen wie sie sich Corona eingefangen haben. Keiner von ihnen gibt offen zu selbst Schuld daran zu sein, dabei würden sie - ohne es zu merken - zur Wahl von "Austrian next top Trottel" anstehen.

  • Dennoch vermisse ich in diesen Diskussionen auch den Part der Eigenverschuldung.

    Und wie soll der festgestellt werden?


    Es ist natürlich übel, wenn wie du beschreibst (dir?)bekannte und (ich nenne die jetzt mal so)vehemente Partylöwen und Maskenverweigerer es jetzt erwischt hat und diese nun laut schreien. Wenn man das mitbekommt, liegt natürlich der Gedanke der Mitschuld nahe.

    Nur Gegenteiliges ist mir bekannt. LC hat nur welche von den sehr vorsichtigen Leuten erwischt.

    Eine Diskussion über Mitschuld würde wieder ALLE Betroffenen in eine Ecke stellen, in die sie nicht gehören. Das hilft weder der Akzeptanz den Betroffenen noch der Krankheit an sich gegenüber. Betroffene haben genug Probleme, überhaupt erstmal gehört zu werden. Eine Diskussion a la‘ „die sind doch eh alle selber schuld“ ist genau so unangebracht, wie alles auf die psychosomatische Schiene zu schieben etc , daher möchte ich meine Frage von oben auch nicht beantwortet haben :frowning_face:


    Gruß

    Witness

  • Dennoch vermisse ich in diesen Diskussionen auch den Part der Eigenverschuldung.


    Ist ein schwieriges Thema. Aktuell trägt die Politik eine große Mitschuld, weil sie den Leuten suggeriert, Corona sei vorbei etc. Hör Dir einfach mal an, was senile Typen wie Kubicki da absondern, das erklärt schon einiges.

  • Witness so weit wie von Dir dargestellt möchte ich es nicht treiben. Dennoch verlangt eine gewisse Ignoranz auch, das man diese anprangert, und diene es nur an das schlechte Gewissen zu appellieren. Die Gesellschaft wird zu oft als Rundum-Kaskoversicherung gesehen, und dieser Missbrauch sollte zumindest im Bewusstsein sein. Es ist wie mit den skrupellosen Skifahrern die die Piste auf Teufel komm raus runterpirschen und sich dann alles mögliche brechen. Dieser "Spaß" kostet unserem Versicherungssystem ein Vermögen. Aber auch da lässt sich eine Schuldigkeit nicht festnageln.


    Die Betriebe und Politik von Ischgl werden verklagt weil man ihnen Versäumnisse bei der Informationsweitergabe vorwirft. Hier will man also sogar juristisch eine Schuldigkeit feststellen was aus meiner Sicht völliger Unsinn ist wenn man nicht von der Gegenseite selbiges abverlangen kann.


    Mit einer Diskussion stellt man nicht ALLE in eine Ecke. Das ist unpassende Rhetorik. Mit einer Diskussion wird unausgesprochenes eben thematisiert, es liegt mir fern jemanden auszuzählen. Meine Gesundheit ist mir einiges Wert, auch die Reduzierung der zwischenmenschlichen Kontakte und öffentlichen Schaustellens. Hier höre ich zunehmend, dass ich ja selber Schuld sei wenn ich mich "reduziere". Daraus folgt natürlich eine gewisse Gegenreaktion meinerseits. Und die Erlebnisse der letzten Tage und Wochen lassen mich echt daran zweifeln, ob aus diesem Egoismus noch irgend etwas positives (in dem Fall negatives) entstehen kann.

  • hoteisen

    Ich werde in dieser Diskussion leider nicht mit dir mithalten können (nicht wollen) da sie mir zu umfangreich ist und zu viel Grundsätzliches infrage stellt. Die Motivation deines Beitrages kann ich jedoch verstehen!!!


    Meine unpassende Rhetorik bezüglich „alle in eine Ecke stellen“ war keine Absicht, sondern beruht auf Erfahrungen aus dem eigenen Umfeld. Darüber hinaus fällt mir aber auch keine öffentliche Diskussion zu einem Thema ein, die „unverschuldet Betroffene“ herausgenommen hätte, denn die gibt es in der allgemeine Wahrnehmung danach nicht. Oder? Es gibt dann nur DIE Raser (wer war noch nie zu schnell?) DER Lungenkranke (ist bestimmt ein Raucher?Nein? Dann hat der bestimmt früher mal geraucht) usw.


    Was das Thema eigene Reduzierung usw. angeht, finde ich den Beitrag von Thomas35 einfach echt sehr treffend.


    Gruß

    Witness


  • Zitat von Witness

    Im Thread „Langzeitfolgen“ poste ich mal einen aktuelle Bericht, da wird u.a. auf eine Studie aus 06/2022 verwiesen, laut der nach einer Omikron-Infektion wohl weniger an LC leiden…

    Hier der Link:


    Long Covid und Post Covid: Was ist über die Langzeitfolgen einer Coronainfektion bekannt? | Das Erste
    Die nächste Coronawelle rollt an. Dabei haben viele Menschen noch immer mit den Langzeitfolgen zurückliegender Coronaerkrankungen zu kämpfen. Long und Post…
    www.mdr.de


    Gruß

    Witness

  • Ich dachte ja zuerst "Ja, mei, Menschen sterben halt. Besonders, wenn sie alt sind."


    Aber in dem Artikel wird beschrieben, dass die Leute aufgrund von Komplikationen mit Long-COVID (respiratorisch, kardial...) sterben. 😳 Das ist also längst nicht so trivial, wie man anfangs vielleicht glauben mag.


    Und für mich ein Grund mehr, um diese Erkrankung einen großen Bogen zu machen. 🤷 Impfen hilft. Hoffe ich.

    aus DE gesendet...

  • Hier geht’s um eine Studie zu dem Thema. Für Interessierte lesenswert! Es geht nicht nur um Jugendliche, was die Vorschau e.v. vermittelt?

    Auch wird dort auf den 1.Long Covid Kongress hingewiesen. Warum die so etwas nicht direkt verlinken, ist mir unverständlich. Ich poste den Link mal mit.



    Post Covid: Studie ermittelt Risiko für Langzeit-Symptome in Deutschland - WELT
    Die Infektion ist überstanden – doch das Leiden geht weiter: Viele Menschen haben auch Monate nach einer Covid-19-Erkrankung noch gesundheitliche Probleme.…
    www.welt.de


    Hier der Link zum 1. Long Covid Kongress. 18.11.2022-19.11.2022. Der Gesundheitsminister etc. sind dabei. Es wird also wohl KEIN YouTube—Hinterzimmer-Format.

    Das Programm kann man sich am Besten als PDF ansehen, der Übersichtlichkeit halber. Bestimmte Bereiche sind da wohl kostenpflichtig. Gleichzeitig gibts die Info, dass Betroffene und Angehörige Angebote kostenfrei nutzen können.

    LCV 2022: Organisatorisches


    Gruß

    Witness