Der große "was habe ich heute für mein Wohlbefinden getan" - Thread

  • Ich habe in letzter Zeit immer öfter selbst gemerkt, dass eine positive Einstellung (Mindset auf neudeutsch) in chaotischen oder stressigen Situationen sehr wichtig ist.


    Deshalb lege ich seit einiger Zeit sehr viel Wert darauf Dinge zu tun oder Verhaltensweisen in meinem Leben zu ändern, damit ich mich wohler fühle und positiver denke.


    Diese Schritte möchte ich hier gerne dokumentieren und vielleicht möchte ja jemand seine eigenen Erfahrungen teilen und was ihm geholfen hat positive Veränderungen in seinem Leben zu erreichen.


    Zum Beispiel habe ich vor einigen Wochen damit begonnen der Reihe nach Apps zu deinstallieren, die mir zu viel Zeit geraubt haben. Besonders Social Media.


    So setze ich mich bewusst vor den PC wenn ich dort reinschauen möchte, was aber kaum vorkommt.


    Weiteres habe ich sogut wie alle Benachrichtigungen aller Apps deaktiviert. So bekomme ich nur mit ob ich zB eine Email bekommen habe, wenn ich das aktiv prüfe.


    Alleine diese beiden Schritte haben dazu geführt, dass sich meine Bildschirmzeit lt. Smartphone Statistik um zwei Drittel reduziert hat.


    Ich schlafe besser und fühle mich insgesamt ausgeglichener.

  • Was ist denn das für subversives Gedankengut?!

    Das Internet nutzen wollen, aber selbst entscheiden wann und wie?

    So geht es ja nun wirklich nicht ^^:thumbup:

  • Ich versuche seit gut einem Jahr in jeder Situation die Zuversicht zu suchen, dass etwas positiv enden wird, auch wenn es zwischendrin hässlich werden könnte.


    Das habe ich mir von meinem (noch-)Chef abgeschaut und versuche es zu adaptieren, wo es nur geht.


    Bisher hatte er Recht, und da waren neben Alltagskram auch Schicksalsschläge wie Todesfälle, Arbeitsplatzverlust und Krankheit dabei.


    Für die kleinen Dinge des Alltags, über die man sich gerne auch mal mehr aufregt als nötig, sollte man sich fragen:

    - tangiert mich das Ereignis in drei Tagen noch?

    - tangiert es mich in drei Wochen noch?

    - habe ich in drei Jahren noch Nachteile davon?


    Wenn die ersten zwei Fragen mit NEIN beantwortet werden können, mach nen Haken dran. Man kann auch modifizieren und sagen EIN TAG, EINE WOCHE, EIN JAHR....

    Wenn das Thema langfristig reinhaut, musst du sofort zurückschlagen....

  • Ich kann mich Ben und seinen Ansätzen mehr als nur anschliessen - das Gleiche habe ich vor etwa 2 Jahren auch gemacht.


    Die ganze Aufmerksamkeit die einem dieser kleine Handy Bildschirm abverlangt hat war schon langsam bedenklich - der Zeitverbrauch und die Ablenkung dadurch waren für mich nicht mehr hinnehmbar.


    Seit ich auf " 2 x am Tag" umgestellt habe ist mein Kopf wieder für wesentliches frei. Ich komme gut damit klar das ich mir Nachrichten und Mails nur jeweils morgens und abends ansehe und ggf beantworte.


    Soziale Netzwerke hab ich mir erst gar nicht angetan.


    Whatsapp habe ich gelöscht - da etwa 3000+ Leute meine Handy-Nummer haben kann man sich vorstellen was da an Nachrichten ankam. Durch die ganzen verteilten Visitenkarten im laufe der Jahre habe ich auch keinen Überblick darüber wer die Nummer tatsächlich im Handy / Whatsapp gespeichert hatte. Viele Leute haben die Angewohnheit jeden Mist zu teilen der reinkommt und zwar an den " ganzen Verteiler" der im Handy gespeichert ist.


    Und obendrauf bin ich noch so frech das ich das Handy auf lautlos schalte wenn ich schlafe - entgangene Anrufe kann ich ja schliesslich sehen und ggf zurückrufen ;)


    Ich selbst fühle mich dadurch besser, und mit den paar dummen Bemerkungen deswegen kann ich leben...

  • Seit ich ein Smartphone habe ist es eigentlich immer auf lautlos oder zumindest im "do not disturb"-Modus. Hat den Hintergrund, dass ich anfangs in einem Bereich mit Kundenkontakt arbeitete und da kommt es nicht gut, wenn das Telefon überaus mitteilsam ist. Und seit über acht Jahren habe ich einen reinen Bürojob ohne Kundenkontakt, aber da wäre es meinen Kollegen im Büro gegenüber nicht fair, wenn das Telefon sich alle Nase lang mitteilt.


    Auf WhatsApp habe ich sämtliche Gruppen auf stumm geschaltet. Ich darf mir dann gelegentlich anhören, warum ich nicht sofort reagiert habe. Ist mir aber auch egal.


    Weitere gesunde Gewohnheiten: ich habe den "Luxus" im Job eine absolut geregelte Arbeitszeit zu haben. Das war schon mal für mein Schlaf-Wach-Rhythmus sehr förderlich. Seit einer Woche habe ich fixe Schlafzeiten von 23:00 - 05:30 eingeführt. Hatte ich im Grunde genommen auch vorher schon. Nur dass ich da dann auch schon mal deutlich länger aufblieb als mir gut tat oder deutlich länger schlief als mir gut tat.


    Ich sage seit ein paar Monaten deutlich konsequent "Nein", wenn mir etwas nicht in mein Zeitkonzept passt oder ich darauf keine Lust habe.

  • An sozialen Netzwerken nutze ich gelegentlich nur Instagram. Davon kann ich aber mittlerweile gut die Finger lassen und alles, bzw jeder der mir dort auf den Sack geht, wird konsequent blockiert.

    Außerdem habe ich wieder angefangen zu meditieren und morgens um 6, wenn alle noch schlafen (besonders die Kinder..), raus ins Feld zu gehen, um Spazieren zu gehen und mir Zeit für mich zu gönnen.

  • Heute morgen habe ich den Tag mit einem Spaziergang begonnen. Das versuche ich beizubehalten.


    Die frische Morgenluft und Ruhe hier im Ort um 6:30 Uhr erinnern mich wieder daran wie toll es ist am Land zu wohnen.

  • Heute morgen habe ich den Tag mit einem Spaziergang begonnen. Das versuche ich beizubehalten.


    Die frische Morgenluft und Ruhe hier im Ort um 6:30 Uhr erinnern mich wieder daran wie toll es ist am Land zu wohnen.

    Das kann ich absolut verstehen. In der Stadt hast du Sonntagmorgen um die Zeit höchstens noch die letzten Alkoholleichen rumliegen, aufm Dorf muhen dich schon freundlich die Kühe an.

  • Wenn ich mein "Mindset" in einen Satz zusammenfassen müsste, so wäre das folgendes Zitat, das ich mal irgendwo gelesen habe und das mich extrem beeindruckt hat:


    "Ärgere dich nicht über Dinge, die du sowieso nicht ändern kannst. Ägere dich über Dinge, die du nicht geändert hast."


    Noch einige konkrete Punkte, um mich nicht so schwammig auszudrücken:

    - (a)social media habe ich keine.

    - Das Natel ist bis zu 80% des Tages auf lautlos. So bestimme ich, wann mich die Nachrichten erreichen und wann ich sie beantworten will. So bin nicht im "Antwortstress".

    - Über Nacht ist das Natel komplett ausgeschaltet.

    - Mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren wirkt sich extrem positiv auf mein Wohlbefinden aus.


    - Und das allerwichtigste: konsequente Trennung zwischen Arbeitszeit und Freizeit!

    Es tönt jetzt blöde da man ja das Gefühl hat, ein Lehrer habe immer frei und dazu noch 13 Wochen Ferien. Aber leider ist das nicht so. Da die Hälfte der Arbeit ausserhalb der Unterrichtszeit stattfindet, verschwimmen diese Grenzen sehr schnell, wenn man da nicht gut aufpasst. Ich war deswegen schon mal kurz vor einem Burnout und musste Hilfe in Anspruch nehmen.

    Dann kommen noch die Eltern, welche meinen, man stehe ihnen 24/7 zur Verfügung.

    Heute ein guter Plan ist besser als morgen ein perfekter Plan.

    -George S. Patton-

  • - Und das allerwichtigste: konsequente Trennung zwischen Arbeitszeit und Freizeit!


    Da kann ich nur zustimmen!

    Ich nutze eine ToDo App die unterschiedliche Areas hat. Also eine jeweils "Sicht" Privat und Arbeit. Wenn mir dann in der privaten Zeit eine Idee für die Arbeit kommt: Handy raus, Eintrag erstellen => als Arbeit markieren und weg. ich muss die anderen Tasks im Bereich Arbeit nicht sehen und kann einfach per Fire and Forget mein Hirn säubern...

    (https://everdo.net/, auch kostenfrei zu nutzen, inkl. kostenfreier Sync zwischen Desktop und Mobile im lokalen Netzwerk ohne das Daten rausgehen sollen aber auch Lifetime Lizenz und Sync über einen externen Server möglich/ich bekomme nichts für Werbung und habe alles selber bezahlt und stecke nicht hinter der App)


    Der Tod des Hirns ist bei mir Multitasking: Sich dazu zwingen immer nur einen Task zur Zeit zu bearbeiten hilft da sehr. Bei der Abeit führe ich ein Logbuch (https://www.giuspen.com/cherrytree/ ein Eintrag pro Tag und zusätzlich als Wissensbasis) Was habe ich zu tun, und was hat mir früher geholfen... sämtliche Notizen in app (win desktop) und dann hat man eine zentrale Stelle.

    Ansonsten: keine Verbindung zwischen Arbeit und Privat: Arbeit im Homeoffice: Laptop ist Arbeit, nebenbei läuft das Private Tablet als Player für youtube und für die Tasksverwaltung (so geht auch kein privater Traffic über das Firmen VPN des Arbeitgebers :-) Sämtliche Kommunikationswege sind komplett getrennt. Wenn der Arbeitgeber möchte das ich 24/7 erreichbar bin: Gerne! dann bitte einen neuen Vertrag inkl. 168 Wochenstunden und ein Firmenhandy und ich bin immer für ihn da :-) Oh das gibts nicht? Na dann schade :-)


    cu Riff

  • Ich mache das seit einigen Jahren so:


    1. Sobald ich den Zündschlüssel herausziehe, ist auch daraufhin das MobTel = AUS.

    (Enge Freunde/Familie haben Festnetznummer...sonst niemand)


    2. Umgebe ich (wir) uns nur mit Menschen, die mir (uns) gut tun.


    3. Ausreichend Schlaf + Sport + Natur.


    4. Bin zufrieden, mit dem was ich habe.


    5. Genieße den Moment und freue mich auch über die kleinen Dinge.


    6. Denke positiv (Negativmagneten meide ich..siehe 2.)


    7. Ich freue mich jeden Tag, wenn ich nach Hause komme!

  • Ich habe gerade eine freiberuflich-nebenberufliche Tätigkeit "gekündigt". Eigentlich hat die mir in den vergangenen knapp fünf Jahren Spaß gemacht, aber inzwischen bin ich im Hauptjob enger mit festen Dienstzeiten eingebunden, so dass ich da nur noch schlecht Stunden freischaufeln kann. Außerdem merke ich, dass es mit Mitte 40 nicht mehr so leicht wie mit Ende 30 ist, abends noch mal ein, zwei Stunden am Rechner dranzuhängen. Nicht zuletzt war der Nebenjob mit zunehmendem Organisationsaufwand neben der eigentlich interessanten Tätigkeit verbunden. Vor allem aber hat dieses ständige Gefühl genervt, dass da noch was zu erledigen war.


    Noch weiß ich nicht, ob der Wegfall dieser Verpflichtung wesentlich zum Wohlbefinden beiträgt, ich hoffe es aber. Die paar hundert Euro, die ich im Jahr verlieren werde, dürften aber zu verkraften sein.

  • Herrlich, ein wunderbares Sommergewitter gerade. Duschzeit für den ÖPi und mich - genau jetzt!:)

    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom..........;-)

  • Everdo klingt interessant. KAnn man das auch in der Familie gemeinsam nutzen und such Aufgaben schicken?

    Moin Moin


    Interesante Fragestellung :-)


    Wenn Dir Datenschutz gegenüber Deinen anderen Nutzern nicht wichtig ist :-) dürfte das gehen. Dann erstellst du für jeden Nutzer eine Area (oder N Areas pro Nutzer User1_arbeit, User_2_privat usw. ) und dann kann jeder Nutzer Aufgaben erstellen und einer Area zuweisen. Aber es kan halt jeder Nutzer in jede Area schauen.. und dort alles machen... keine Ahnung ob das so bei euch funktioniert (Hier nur die Benutzer deiner Familie gesehen, andere Benutzer von Everdo sind natürlich nicht in der Lage was zu sehen/tun!)


    Das coolste Feature von Everdo ist der lokale Sync über einen "Desktop Server" im lokalen Netz.... oder man bezahlt ~20€ pro Jahr für den Sync über die Server des Herstellers.. und in Deinem Fall dürfte das alles mit einer Lifetime Lizenze für die App laufen.. (also einmal Lifetime und ~20€ pro Jahr....


    Achtung: Das Feature Wiederholung von Aufgaben (also alle zwei Tage Blümengießen) geht nur wenn ein Desktop Rechner aktiv ist. Die Smarthphone apps können das nicht.


    Die Free Version ist auf 2 Areas beschränkt... sollte reichen zum testen


    Traumgarten wenn Du noch Fragen hast immer her damit


    Riff