Europaweit steigende Energiepreise: Sorge vor sozialen Unruhen

  • Sehr interessanter Artikel, der die Situation in einigen Ländern Europas beleuchtet.


    Spanien:

    Der Winter dürfte teuer werden: Derzeit treibt ein Rekordlauf die Energiepreise auf dem Weltmarkt auf Höchststände. In Spanien etwa stiegen die Strompreise laut der Zeitung „El Pais“ im Vergleich zum Vorjahr um fast 35 Prozent. Erste Proteste gab es bereits, beim Treffen der EU-Finanzminister am Wochenende wurde auch schon vor sozialen Unruhen gewarnt. Spaniens linker Regierungschef Pedro Sanchez geriet unter Druck und veranlasste ein Maßnahmenbündel gegen die steigenden Preise.

    Griechenland:

    Auch Griechenland reagiert auf die hohen Preise und bietet der Mehrheit der griechischen Haushalte bis Ende des Jahres Subventionen an, um sie zu entlasten. Der griechische Energieminister Kostas Skrekas sprach von einer „internationalen Energiekrise“

    Italien:

    In Italien rechnet man damit, dass die Stromrechnungen ab Oktober gar um 40 Prozent steigen werden. Auch hier versucht die Regierung nun, schnell abzufedern.

    Die politische Seite lassen wir, wie immer, außen vor.


    Wie treffen euch persönlich steigende Energiepreise? Und habt ihr die Möglichkeit gegenzusteuern, z. B. mit Solaranlagen und Co?

  • .... Palletto-fix kostet immer noch das gleiche....

    Kostet immer noch nur die Arbeit die Paletten klein zu schneiden und in den Holzvergaser zu packen...


    Das ist der Vorteil, wenn man mit "Müll" heizt.....


    Aber das machen die ja beim Dualen System nicht anders....


    Gruß EZS

  • Natürlich machen sich die exorbitant gestiegenen Energiepreise auch hier bei Geringverdienern und Rentnern bemerkbar. Wir heizen hier einige Räume mit Strom. Die oberen zwei Räume unserer Kate habe ich deshalb schon in Lagerfläche umgewandelt und das Büro befindet sich jetzt im Wohnzimmer. Außerdem nehme ich jedes Stück Holz mit das ich finde, damit der Kaminofen im Wohnzimmer stehts Futter hat. Die Tür zum Flur bleibt im Winter offen, so das die Wärme bis in die Küche ziehen kann. Da auch der Heißwasserbereiter 22 Kw Strom zieht, versuche ich länger andauernde Duschorgien der Familie durch gelegentliche Ansprachen zu minimieren. Vor zwei drei Jahren lag die monatliche Belastung der Haushaltskasse durch die Stromrechnung noch bei ca.145 €. Mittlerweile ist sie auf über 190 € gestiegen.

    Auch der wöchentliche Warenkorb ist nun etwa 20 % teurer geworden. Dem versuchen wir durch kluges Einkaufen zu begegnen, was aber auch irgendwo seine Grenze hat.

    Der irrsinnigen Spritpreiserhöhung habe ich den Microcar entgegen gesetzt. Es macht einen deutlichen Unterschied ob man auf 100 Kilometer 3,5 Liter Diesel oder 11 Liter Normalbenzin durch den Auspuff jagt. Natürlich geht diese Rechnung vorerst durch den Anschaffungspreis des Moppedautos nicht wirklich auf. Aber was nutzt mir das durch die Zinspolitik der EZB weniger werdende Geld auf der Bank? Also besser versuchen es sinnvoll zu verbraten.

    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom..........;-)

  • Wir haben im Mai diesen Jahres unsere Holzpellets (Firestixx Premium) für 189€/t (inkl. Maut und MwSt.) geordert und zu diesem Tarif im Juni geliefert bekommen. So günstig wie seit Jahren nicht mehr. Sasionbedingt liegt der durchschnittliche Pelletpreis in D derzeit bei 209€/t. Damit zwar 6% über dem Vorjahrespreis, aber auch 4% unter dem Preis von vor drei Jahren.


    Beim Heizölpreis liegt der aktuelle Preis bei ca. 69 Cent/l, das ist gegenüber dem Preis Ende Oktober 2020 (37 Cent/l) zwar ein Anstieg um 86%, aber immer noch 10-20 Cent günstiger, als in der Periode 2010-2014, als Heizöl bei 80-93 Cent/l lag.


    Dummerweise gewöhnt sich der Mensch sehr schnell an niedrige Preise und stöhnt dann sofort über Preisanstiege und verdrängt dabei, dass er jahrelang ohne zu Murren schon mal nen höheren Preis bezahlt hat.


    Der Strompreis in D hat sich zwar innerhalb der letzten 20 Jahre verdoppelt, bewegt sich aber seit 7-8 Jahren eher langsam nach oben: 2014 lag er bei 29,14 Cent/kWh und aktuell bei 31,9 Cent - das entspricht einen Anstieg von 9,6% über sieben Jahre verteilt.


    Demgegenüber steht in den EU-27-Ländern eine durchschnittliche Steigerung der Nominallöhne um 18,4% in den letzten 10 Jahren. Preist man die Inflation (die massgeblich durch die Energiekosten getrieben wird) mit ein, lag die Steigerung der Reallöhne über diese 10 Jahre immerhin noch bei 4,9% - d.h. trotz gestiegener Energiekosten hatten die Leute sogar etwas mehr Geld zur Verfügung. (Lohnentwicklung in Europa & Deutschland).


    Warum man da nun soziale Unruhen herbeischreiben muss?


    Nichtsdestotrotz würde ich speziell den Gasmarkt im Auge behalten, Russland bzw. Gazprom treibt mit den nach wie vor leeren Gasspeichern in Europa ein gefährliches Spiel. Entweder ist es der Hebel, um die Pipeline Nordstream 2 in Betrieb nehmen zu können (die wäre dann zur Winterversorgung von Europa mit russischem Erdgas bitter nötig, wenn die europäischen - vor einiger Zeit an Gazprom verkauften - Gasspeicher nicht vor der Heizperiode wieder gefüllt werden). Oder Russland hat momentan Probleme, genügend Gas zu liefern (bzw. zu fördern). Über beide Möglichkeiten wird derzeit in Fachkreisen spekuliert. Ein Lieferengpass bzw. -ausfall bei gleichzeitig leeren Gasspeichern und strengem/langem Winter wäre verheerend.

    Es würde den Energiesektor kurzfristig vor eine neue Herausforderung stellen, da Gaskraftwerke eine zentrale Rolle im Umbau der Energiewirtschaft spielen. Ohne Gaskraftwerke stünde die deutsche "Energiewende", d.h. Abschaltung von Kohle- und Gaskraftwerken vor einem Problem.


    Grüsse

    Tom

  • Wie treffen euch persönlich steigende Energiepreise? Und habt ihr die Möglichkeit gegenzusteuern, z. B. mit Solaranlagen und Co?

    Das werden wir eventuell in der Jahresabrechnung des Energieversorgers sehen. In den letzten Jahren haben wir immer kleinere Beträge zurück bekommen. Mal schauen, wie das im nächsten Jahr wird.


    Was ich bemerke, sind die Veränderungen auf dem Haushaltskonto, das von allen Beteiligten immer mit festen Beträgen gefüttert wird. Vor zehn Jahren oder so mussten wir alle paar Monate einige hundert Euro außer der Reihe zuschießen, um es auszugleichen. Dann war es lange immer in etwa im Lot. In den letzten Jahren gab es da sogar alle paar Monate einen Überschuss, aus dem wir kleinere Anschaffungen getätigt haben. Momentan geht es eher wieder Null auf Null auf.


    Beunruhigt bin ich vorerst nicht, da wir keine Miete zahlen müssen und die Lebenshaltungskosten insgesamt doch nur einen sehr kleinen Anteil des Haushaltseinkommens verbrauchen. Da müssten sich die Preise schon deutlich vervielfachen, bis es problematisch würde. Für Haushalte mit geringem Einkommen ist das natürlich verständlicherweise problematisch.

  • Warum man da nun soziale Unruhen herbeischreiben muss?

    Ich habe erst unlängst einen Artikel dazu gelesen, weiß aber leider nicht mehr wo. Fazit war: Weil besonders Geringverdiener überproportional von Preissteigerungen in essentiellen Bereichen wie Grundnahrungsmitteln, Energie und Sprit betroffen sind. und deshalb die subjektive Preissteigerung weit höher gewichten als sie objektiv betrachtet ist.


    Bei Menschen die mit Existenzängsten zu kämpfen haben (Wohnungsverlust, keine Heizung im Winter, etc.), kann es da sehr rasch zu Demonstrationen bis hin zu sozialen Unruhen kommen. Deshalb auch die Initiativen in den entsprechenden Ländern, um die Menschen zu entlasten.


    Besonders im Mittelmeerraum, wo viele Menschen mit Strom heizen, könnte ein wirklich strenger Winter in einer Katastrophe enden.

  • Ohne Gaskraftwerke stünde die deutsche "Energiewende", d.h. Abschaltung von Kohle- und Gaskraftwerken vor einem Problem.

    Schön auch das Gaskraftwerke den mehrfach schädlicheren "Klimakiller" Methan produzieren. Zusammengenommen mit dem was da aus dem auftauenden Permafrost und vom Meeresboden aufsteigt können wir uns alsbald über sinkende Heizkosten freuen.


    https://www.sueddeutsche.de/wi…-heizung-methan-1.4655930

    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom..........;-)

  • ...aber ist das nicht auch ein Stück weit eine selbsterfüllende Prophezeihung, wenn spanische oder griechische Minister sich sinngemäß öffentlich so äussern: "Wir rechnen mit sozialen Unruhen, wenn..."?

    Das ist doch fast schon eine Aufforderung an die Leute, auf die Straße zu gehen.

  • Das ist doch fast schon eine Aufforderung an die Leute, auf die Straße zu gehen.

    Genau! Deshalb hat man auch die Leute in den Hochwassergebieten nicht vorgewarnt das sie alsbald absaufen. Die Wohnen jetzt auf der Straße und das sehr minimalistisch. Wenn die Kacke voll am dampfen ist hat man eben keine Zeit mehr zu demonstrieren.

    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom..........;-)

  • Wie treffen euch persönlich steigende Energiepreise? Und habt ihr die Möglichkeit gegenzusteuern, z. B. mit Solaranlagen und Co?

    Als Mieter einer normalen Wohnung und Pendler (mit Auto da ÖPNV nicht möglich) haben wir leider keinerlei Möglichkeit den steigenden Energiepreisen auszuweichen.

  • Schön auch das Gaskraftwerke den mehrfach schädlicheren "Klimakiller" Methan produzieren.

    Nicht ganz, die Gaskraftwerke verwandeln Methan durch Verbrennung in CO2 und Wasser und das CO2 ist weit weniger klimaschädlich als Methan. Klingt jetzt seltsam, aber es wäre tatsächlich besser, Methan aufzufangen und durch Verbrennung in CO2 zu verwandeln, als es direkt in die Atmosphäre zu lassen.

  • leider keinerlei Möglichkeit den steigenden Energiepreisen auszuweichen.

    Genau das ist der Plan. Je weniger Menschen Alternativen finden, um so mehr wird Geld generiert. Ob dieser Segen sinnvoll eingesetzt wird steht auf einem anderen Blatt und ich werde mich hüten dieses Thema hier anzureißen.

    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom..........;-)

  • Als Mieter einer normalen Wohnung und Pendler (mit Auto da ÖPNV nicht möglich) haben wir leider keinerlei Möglichkeit den steigenden Energiepreisen auszuweichen.

    Nicht in jedem Fall.

    Manchmal funktioniert ein "Balkonkraftwerk"

    (Ein Balkonkraftwerk ist eine Mini-Solaranlage, die mit einem Stecker an das Stromnetz von Haus oder Wohnung angeschlossen wird.
    Der produzierte Strom kann unmittelbar für den eigenen Bedarf genutzt werden. So wird die Stromrechnung reduziert.)


  • Wie treffen euch persönlich steigende Energiepreise? Und habt ihr die Möglichkeit gegenzusteuern, z. B. mit Solaranlagen und Co?

    Bei gleicher Kaufkraft des Euro kann ich bis zu den vierfachen Energiekosten problemlos weg stecken. Im Extremfall auch mehr. Auch die vierfachen Spritkosten. Solar keine Chance, wo ich bin außer etwas Notstrom für einfache Sachen. Im Prinzip gehen erstmal alle baden, die es ohnehin nicht so leicht haben. Energiekosten sind sehr schwer vorherzusagen. Im Prinzip wird es nicht besser, eher gefährlicher. Die Netze sind überaltert, die Energiegewinnung ist überaltert. Das macht alles nicht einfacher. Wir haben zuviel auf den zukünftigen Baustellenlisten und müssen das alles bezahlen. Wir haben aber auf Verschleiß gelebt und dafür keinen Cent zurückgelegt. Die Idee das alles zu privatisieren, hat viele Leute recht reich gemacht, aber die Gesellschaft schon ärmer. Weil sie wird am Ende die Zeche zahlen.


    Bei Menschen die mit Existenzängsten zu kämpfen haben (Wohnungsverlust, keine Heizung im Winter, etc.), kann es da sehr rasch zu Demonstrationen bis hin zu sozialen Unruhen kommen.

    Das sehe ich so auch kommen. Dauert aber. Das kommt erst, wenn die Umverteilung kippt. Nicht umsonst gibt es in D so eine extreme Umverteilung, weil Umverteilen billiger ist, als eine Unruhe. z.B. Und wenn alle arm und von der Hand in den Mund leben, keiner sich Spielzeuge für eine äh Demostration leisten kann. Nicht umsonst hat man die Sicherheitskräfte mit mehr Werkzeugen und Panzerfahrzeugen ausgestattet und mehr oder weniger politisch auch dafür gesorgt, dass die Gesamtbevölkerung durchschnittlich sich eigentlich auch gar nicht mehr zu wehren weiß oder überhaupt irgendwas. Den Rest macht das TV Programm. :-)


    Und das alles droht mittelfristig zu kippen und dann wirds eng. Aber bis in D jemand vom beschweren auf Twitter oder vom Sofa aus seinen Ärger auf die Straße bringt, muss schon sein Sofa dem Kuckuck zum Opfer gefallen sein und herausgetragen werden. Also da wird erstmal gar nix passieren. Wie gesagt, um den Druck rauszunehmen, können die Leute sich elektronisch lange lange gegenseitig alles in den sozialen Medien vortragen, dann haben sie auch abgearbeitet und alles geht weiter seinen Gang. Dafür sind sie da und gleichzeitig haben die anderen ihre Messwerte und ihre Parameter zur Kompensation. Open Source Intelligence ist da ja ein schon gar nicht mehr so neuer Markt.


    Gruß

    SBB

    -<[ Nunquam-Non-Paratus ]>-

  • Als Mieter einer normalen Wohnung und Pendler (mit Auto da ÖPNV nicht möglich) haben wir leider keinerlei Möglichkeit den steigenden Energiepreisen auszuweichen.

    Wenn es ein Mehrparteienhaus ist: schlagt doch mal eine Mieterstrom-Solaranlage vor. Die wird (zumindest in D) staatlich finanziell gefördert und ermöglicht es dem Betreiber der MS-Anlage, den Mietern günstigen Strom vom eigenen Dach zu verkaufen und gleichzeitig eine Vergütung vom Staat zu erhalten. Effekt: der Mieter zahlt deutlich weniger für den Strom, als bei einem reinen Bezug übers öffentliche Netz und der Anlagenbetreiber (Vermieter/Eigentümergemeinschaft etc.) bekommt unterm Strich deutlich mehr für den produzierten PV-Strom, als wenn er diesen nur einspeisen würde.


    Da ich seit Jahrzehnten auch selber Auto-Pendler bin (zumindest teilweise, wg. gestiegenem Homeoffice-Anteil), meine Erfahrung hierzu: es gibt durchaus Möglichkeiten, die Energiekosten fürs Pendeln zu senken.

    - Am effektivsten ist die Fahrgemeinschaft: drei Leute wechseln sich mit dem Fahrdienst ab, was die Spritkosten effektiv drittelt, zumindest für die gemeinsam zurückgelegte Strecke. Ist halt etwas unbequemer und nicht jeder Morgenmuffel steht auf munter plappernde Kollegen im Auto.


    - Sparsame Fahrweise: kostet nur Selbstdisziplin. Wenn ich mit konstant 120 auf der Autobahn fahre, halte ich meinen Passat bei 4,5l/100km, wenn ich es eilig habe, also jeden freien Abschnitt schnell fahre, dann aber auch wieder häufig runterbremsen muss, wegen Spurwechslern oder langsameren Autos, dann pendelt sich der Verbrauch bei 6,5l ein - über lange Strecken gemittelt ist die Durchschnittsgeschwindigkeit beim hektischen Fahren um die 132km/h und beim konstant 120km/h gleiten, nähert sie sich den 120km/h. Das macht z.B. bei 400km auf der A7 einen Mehrverbrauch von 8 Litern aus, bei einer Zeitersparnis von gerade mal 20 Minuten (Reisezeit 3h statt 3h 20min). Pendelt man zur Arbeit mit hohem Autobahnanteil, dann wirkt sich der Fahrstil entsprechend massiv aus. Bei 10.000km Autobahn pro Jahr sind das 200l Spritverbrauch weniger, bei gemäßigter Fahrweise. Beim aktuellen Dieselpreis fast 280 Euro, die man pro Jahr spart, wenn man etwas langsamer und konstanter fährt.


    - Das Fahrzeug leichter machen: auch wenn es aus Previval-Gesichtspunkten schmerzt, schmalere Bereifung, Tirefit-Kit statt Ersatzrad, nur eine schlanke BOB, kein umfangreiches Bordwerkzeug, nicht kiloweise Essen&Getränke. Ein Kilo weniger Ballast spart 0,1l auf 1.000km ist die Faustregel. Kann ich das Auto um 50kg leichter machen, sind das auf 10.000km rund 50l weniger Spritbedarf. Oder knapp 70 Euro weniger für Diesel.


    - Ein sparsames Auto ist eine weitere Möglichkeit, scheitert in der Praxis aber oft an den Gegebenheiten (man hat halt gerade dieses Auto und kein sparsameres). Ein Umstieg auf ein sparsameres Modell rechnet sich rein aus den Spritkosten bei den meisten Pendlern eher nicht, dafür fährt man dann doch zuwenig. Diesel statt Benziner rechnet sich in der Regel erst bei einer jährlichen Kilometerleistung von 15.000-18.000km, das sind bei 220 Arbeitstagen im Jahr mindestens 80km Pendelstrecke pro Tag.



    Die Entwicklung des ÖPNV beobachten, hilft auch manchmal weiter. Manchmal gehts dann doch ohne bzw. mit weniger Auto. Da tut sich über die Jahre doch hin und wieder was. Unser Landkreis plant eine weitverzweigte Regionalstadtbahn in die Fläche des ländlichen Raums hinein. Wir leben 17km von einem künftigen Schnellzug-Bahnhalt entfernt, der gerade gebaut wird. Von dort komme ich mit dem Zug in 30min zur Arbeit. Die 17km kann ich mit dem 25km/h-E-Bike in einer halben Stunde zurücklegen, mit einem S-Pedelec in 20min. Damit habe ich dann die gleiche Reisedauer auf dem Weg zur Arbeit, wie jetzt mit dem Auto.


    Grüsse

    Tom

  • Deine Vorschläge sind technisch alle korrekt und absolut zutreffend.

    ABER sie sind für uns und für die Mehrheit der Menschen die wir kennen nicht geeignet.

    Unsere Wohnung z.B. gehört einem grossen bayerischen Konzern, der will Mieterhöhungen und nix mit MS-Anlage.

    Und neues Elektro-Auto kann sich der Normalbürger nicht leisten, übrigens gibt es hier auch keine Steckdosen dafür. Es wird auch keine zukünftig geben, denn der Vermieter will Mieterhöhungen...

  • Unsere Wohnung z.B. gehört einem grossen bayerischen Konzern, der will Mieterhöhungen und nix mit MS-Anlage.

    Dann hat der Konzern das Prinzip nicht verstanden. Den Strom bezahlen die Mieter bisher direkt an den Stromlieferanten, da hat der Vermieter nichts mit zu tun. Beim Mieterstrom verkauft der Vermieter Solarstrom an die Mieter, hat also eine zusätzliche Einnahme zur Miete hinzu. Und der Mieter spart Stromkosten, weil ihn der Mieterstrom günstiger kommt, als der Strom von externen Anbietern.


    Wo Vermieter üblicherweise bremsen, ist bei der Wärmedämmung von Mietwohnungen, weil hier die Kosten beim Hauseigentümer anfallen und die Einsparung (Heizkosten) nur dem Mieter zugutekommt. Beim Strombezug ist das fundamental anders.

  • Wie sieht es eigentlich mit der Preisentwicklung bei Photovoltaikanlagen aus?


    Eigentlich müsste die Nachfrage ja aktuell sehr hoch sein und zusammen mit der weltweiten Lieferproblematik von Elektronikkomponenten spricht eigentlich alles für höhere Preise.

  • Die Module haben sich laut dieser Quelle binnen Jahresfrist um 10 bis 20 Prozent verteuert: https://www.pvxchange.com/Preisindex


    Aber der Bruttopreis einer Anlage setzt sich natürlich aus viele Faktoren zusammen. Dazu gibt es auch Berechnungen, allerdings habe ich da keine Monatsgenaue Aufschlüsselung aus der letzten Zeit gefunden.

  • Besonders im Mittelmeerraum, wo viele Menschen mit Strom heizen, könnte ein wirklich strenger Winter in einer Katastrophe enden.

    Auch bei uns hier in DACH sind wir auf dem besten Weg dahin. Aktuell werden bei uns ja die Öl- und Gasheizungen herausgerissen, und durch staatlich hoch subventionierte elektrische Wärmepumpen ersetzt. Die kaufmännischen Kalkulationen beruhen auf dem derzeitigen Strompreis. Vom Prinzip her sind das ja quasi Elektroheizungen, wo ohne Strom nix geht.