Pro & Contra: Verpflichtende Krisenvorsorgeausstattung für zu Hause

  • Dass die Vorsorge eher ein Nischendasein fristet, ist wohl hinlänglich bekannt.


    Eine Idee um das abzustellen wäre es daher alle Haushalte dazu zu verpflichten ein Krisenvorsorgepaket zu Hause zu haben. So wie es verpflichtend ist Pannendreieck, Warnweste und Verbandskasten im Auto mitzuhaben.


    Was sollte so ein Paket eurer Meinung nach unbedingt enthalten, aber gleichzeitig so idiotensicher sein, dass die Handhabung einfach und selbsterklärend ist, aber mit geringem Verletzungsrisiko einhergeht?


    Wasser ist denke ich klar. 1,5 Liter pro Person und Tag für eine Woche ist klar definiert und auch gut zu kontrollieren.


    Nahrung ist etwas schwieriger, weil es hier viele Aspekte zu beachten gilt. Hier sollte man wohl auf Kalorien pro Person und Tag setzen. Aber zusätzlich auch die Zubereitung beachten. Ein Sack Getreide im Keller ist als Notnahrung eher ungeeignet. Das heißt idealerweise sollten es Kalorien sein, die ohne irgendwelche Zubereitungsschritte verzehrfertig sind.


    Offenes Feuer gilt es zu vermeiden, aufgrund der Verletzungsgefahr und der Kohlenmonoxidproblematik. Sollte eine Erhitzung nötig sein, würde ich flamless heater Systeme empfehlen.


    Ein Verbandskasten sollte auch in jedem Haushalt verpflichtend an der Wand hängen, so wie es in Betrieben erforderlich ist, damit man zumindest Erste Hilfe leisten kann.


    Deto Brandschutzausrüstung wie Rauchmelder, Feuerlöscher, Fettbrandlöscher und Löschdecke. Aber auch Fluchtfiltermasken halte ich für sinnvoll. Kohlenmonoxid und Wasser-Melder sind ebenfalls sehr empfehlenswert.


    Für radioaktive Unfälle sollten die Kalium-Jodid-Tabletten auch in jedem Haushalt verpflichtend vorrätig sein.


    Gleiches gilt für FFP2 Schutzmasken, denn nach der Pandemie ist vor der Pandemie. Außerdem machen solche Schutzmasken in vielen Szenarien Sinn und sollten daher in keinem Haushalt fehlen.


    Außerdem sind gut sichtbar platzierte diverse Handlungsanweisungen sehr sinnvoll. So wie in Hotels Evakuierungspläne an der Wand hängen, sollte eine Broschüre mit den wichtigsten Abläufen für diverse Notfälle an der Wand hängen. Idealerweise in jedem Haushalt am gleichen Ort beim Verbandskasten, zum Beispiel neben der Eingangstür oder in der Küche. So könnte zum Beispiel selbst eine haushaltsfremde Person Erste Hilfe leisten oder die Handlungsempfehlungen nachlesen.


    Was fällt euch sonst noch ein, was jeder Haushalt verpflichtend zu Hause haben sollte?


    EDIT: "Paket" trifft es nicht ganz, da es doch eine Reihe von Gegenständen sind, deshalb umbenannt in "Ausstattung".

  • Bevor wir hier in weiteren Ausführungen gehen, möchte ich doch zu bedenken geben, das solch ein Vorschlag, ist er auch noch gut gemeint und vernünftig, in der Praxis scheitern wird, da die Duchführung wie bei allem das angeordnet wird an jeglicher Art der Kontrolle scheitert.

    Denn das würde bedeuten das die Wohnung unangemeldet betreten und die Dinge kontrolliert werden könnten. Und was ist wenn die Dinge nicht vorhanden sind. Gibt es dann eine Verwarnung oder ein Busgeld? Dann wäre die Wohnung keine Wohnung in egerem Sinn mehr, sondern ein mehr oder weniger öffendlicher Raum den fast jeder betreten kann, sofern er sich als Kontrolleur ausweisen kann.

    Ich denke hier ein verpflichten Krisenvorsorgepaket einzuführen würde zu weit gehen. Das ist nicht umsetzbar. Aber trotzdem sollte man sich über solch ein Krisenvorsorgepaket Gedanken machen.

  • Eine Taschenlampe oder sonst eine stromunabhängige Beleuchtung

    Zusätzlich Batterien für diese.


    Ich ergänze um ein batteriebetriebenes oder anderweitig netzstromunabhängiges Radio.

    - Wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage -

    Bertold Brecht

  • Ben

    Hat den Titel des Themas von „Idiotensicheres Krisenvorsorgepaket“ zu „Krisenvorsorgeausstattung für zu Hause“ geändert.
  • Ich denke hier ein verpflichten Krisenvorsorgepaket einzuführen würde zu weit gehen. Das ist nicht umsetzbar.

    In vielen Ländern sind diverse Schutzvorkehrungen und -ausrüstungen bereits vorgeschrieben, auch wenn niemand kommt, um sie zu kontrollieren. Das ist also keine Hürde.

  • Man könnte ja den Lebensmitteleinzelhandel einbeziehen, wenn man diesen dazu bringen könnte, fertig zusammengestellte Notfallpaketen anzubieten, wäre schon viel gewonnen. Die Leute sind halt bequem, wenn es dagegen ein 14-Tage-Rundumsorglos-Paket für 39,99 geben würde, das 5 Jahre haltbar ist, sähe das anders aus. Aber das ist in unserer Schönwetter-Gesellschaft unsexy und einschlägige Onlineshops, die solche Sets anbieten, verlangen unverschämte Preise dafür.


    Für meine Eltern und Schwiegereltern hab ich vor Jahren schon mal Stromausfallkoffer zusammengestellt: Kartuschenkocher, LED-Campinglaterne, Radio, Ersatzbatterien, Ersatzkartuschen. Kocher und Laterne werden insbesondere von der altmärkischen Verwandtschaft regelmäßig bei Stromausfällen eingesetzt, erst letzte Ostern, als wir zu Besuch waren, war der Strom just zum nachmittäglichen Kaffeeklatsch weg und kam erst gegen Abend wieder. Also Campinglaterne übern Tisch gehängt, Kaffeewasser auf dem Kocher heiss gemacht und weiter gings.


    Die Bedienung des Kochers kriegen die Leute auch noch hin, auch das Einschalten der Laterne und des Radios. Aber schon der Wechsel der Batterien bei den LiteXpress-Laternen treibt einem ungeübten die Zornesröte auf die Stirn... Das übernehme ich dann alle 1-2 Jahre, wenn wir zu Besuch sind.


    Ich würde daher ein "idiotensicheres" Krisenvorsorgepaket so simpel wie möglich halten. Schon der jährliche Wechsel der Batterien in einem CO-Warner dürfte bei den meisten Leuten schlicht vergessen werden und dann hängt das Teil irgendwann verstummt an der Wand. Bei Rauchwarnmeldern gibt es ja immerhin Geräte mit 10-Jahres-Batterie.


    Ich würde schauen, was schon in den meisten Haushalten drin ist. In den USA ist bei Stromausfällen oder Naturkatastrophen, Extremwetter etc. oft das eigene Auto die "Rettungskapsel". Erst kürzlich las ich von Leuten, die bei einer Hitzwelle und Stromausfall die Nacht im Auto (mit laufendem Motor und Klimaanlage an) verbracht hatten, weil es im Haus unerträglich heiss war. Dito als im Winter in Texas ein Schneesturm für weitflächige Stromausfälle und damti auch kalte Wohnungen sorgte: man hockte sich stundenweise ins Auto vor dem Haus, um sich bei laufendem Motor etwas aufzuwärmen. Gleichzeitig bietet das Auto Strom, um z.B. sein Handy/Tablet aufladen zu können und mit dem Radio kommt man an Information und Unterhaltung.

    Das ist zwar kein besonders klimafreundlicher Ansatz (im Gegenteil er beschleunigt die Effekte, vor denen sich die Menschen in ihre Autos flüchten), aber ein sehr pragmatischer.


    In D plant das Bundesverkehrsministerium mit der nächsten Novellierung der Straßenverkehrsordnung, dass zwei Masken Bestandteil des Kfz-Verbandkastens werden. D.h. die sind künftig in jedem Auto schonmal drin. So als eiserne Reserve.


    Von daher würde ich bei Haushalten, die ein Auto haben, die Themen "Notheizung, Notkühlung, Notstrom, Notunterkunft, Verbandkasten" im Vorsorgepaket für den Haushalt ausklammern und eher ein "Krisen-Ergänzungsset" vorschlagen: Konservendosen mit Sachen, die man notfalls auch kalt essen kann, etwas Hygienematerial (Klopapier, Binden, Desinfektion, Masken), Taschenlampe, USB-Powerbank und nen 12V-Adapter für die Steckdose im Auto.


    Grüsse

    Tom

  • Die Leute sind halt bequem, wenn es dagegen ein 14-Tage-Rundumsorglos-Paket für 39,99 geben würde, das 5 Jahre haltbar ist, sähe das anders aus.

    In unserer Gesellschaft, die immer mehr von Vereinzelung und Singlehaushalten oder Paarhaushalten ohne Kinder dominiert wird, insbesondere im großstädtischen Umfeld würdest du sogar mit abwechslungsreichen Wochenpaketen mit den Hauptmahlzeiten viel Zulauf bekommen können. Die müssen dann nicht einmal ewig lange haltbar sein, weil man dich dann immer drei, vier von diesen Wochenpaketen in den Schrank stellen kann, dazu etwas Müsli, Milch und Wasser und fertig ist der Lack...


    Oftmals ist gerade im städtischen Umfeld der Lagerplatz ein großes Problem. Hier im Forum gibt es zwar viele Tipps, wie man es trotzdem hinbekommen kann, aber nicht jeder hat das Interesse daran, sich in so etwas einzuarbeiten. Also: keep it easy and simple! Selbst die Info-Broschüre des BBK scheint für viele schon zu viel Lesestoff und zu komplex zu sein. 🤷‍♂️


    Und mit einem "du musst" ist in Deutschland (ich weiß nicht wie es in Österreich und der Schweiz aussieht) spätestens nach den Erfahrungen mit der Pandemie ohnehin nicht mehr viel zu gewinnen. 🙄 Viele Punkte sind sicherlich hilfreich, aber wie bei so vielem ist es oftmals einfacher, wenn Menschen wie wir als Multiplikatoren dienen und es anderen Menschen zeigen, wie man durch Stromausfall oder was auch immer, mit weniger rumpeln durchkommt.


    Wie Asdrubal schon richtig schreibt, ist die Kontrolle von dezidierten Vorsorgevorschriften nicht so ohne weiteres möglich. Bei Betrieben sieht das anders aus. Da haben wir in Deutschland die Berufsgenossenschaften und die wachen mit Argusaugen darauf, dass gesetzliche Bestimmungen zur Unfallverhütung eingehalten werden. Beziehungsweise, sie holen sich von wem auch immer das Geld wieder, wenn es durch Missachtung von Vorschriften zu einem Unfall oder einer Erkrankung kommt...


    Bei Privathaushalten sehe ich da eher schwarz. Und wo keine Kontrolle, da keine Leistung. Zumindest in diesem Fall, wenn der Sinn nicht einsichtig ist. Und jene, die einsichtig sind, organisieren sich schon selbst...

  • Bei Privathaushalten sehe ich da eher schwarz. Und wo keine Kontrolle, da keine Leistung.

    Es gibt jetzt schon so einige Gegebenheiten, wo ich jemandem Zugang zu den Wohnräumen gewähren muss, um Sicherheitseinrichtungen warten und überprüfen zu können. Zum Beispiel die feuerpolizeiliche Beschau, oder bei Kontrollen an den Gasleitungen, oder bei Besitzern von Schusswaffen die ordnungsgemäße Verwahrung, etc.


    Ich vermute in Deutschland ist das ähnlich wie in Österreich und absolut kein Novum.


    Ziel einer verpflichtenden Vorsorgeaustattung ist es meiner Meinung nach erstmal dieses Thema in den Blickpunkt der Menschen zu rücken. Es geht nicht darum, dass 2 Monate nach Einführung jemand kommt und kontrolliert, ob du eh die richtige Anzahl an Wasserflaschen zu Hause hast.


    Hast du das über 5 oder 10 Jahre etabliert wird es für die Menschen zur Selbstverständlichkeit geworden sein. Und viele, die in eine Krisensituation zu Hause kommen, werden es zu schätzen wissen, dass sie Ausrüstung und Handlungsanweisungen griffbereit haben.


    Deshalb möchte ich hier im Thread eine Liste mit dieser Mindestausstattung erarbeiten, die Menschen auch ganz ohne Verpflichtung nutzen können, um sich ohne viel Aufwand vorzubereiten.


    Besonders eine Sammlung an Handlungsanweisungen für Brand, Stromausfall, Wiederbelebung, Evakuierung, Chemieunfall, Reaktorunfall, etc. fände ich gut. Kennt sowas jemand? Gibt es das schon als fertiges Produkt zu kaufen?

  • Besonders eine Sammlung an Handlungsanweisungen für Brand, Stromausfall, Wiederbelebung, Evakuierung, Chemieunfall, Reaktorunfall, etc. fände ich gut.

    Die BBK-Broschüre "Für den Notfall vorgesorgt" deckt Deine Fälle (abgesehen von Erster-Hilfe/Wiederbelebung) eigentlich ganz gut und verständlich ab. Man kann sie beim BBK auch in gedruckter Form kostenlos bestellen. Darin gibt es neben den bekannten Listen für Notvorräte und Fluchtgepäck auch Handlungsempfehlungen zur Vorsorge, aber auch wenn ein Krisenfall eingetreten ist. Die Themen gliedern sich in

    • Vorsorge und Eigenhilfe (u.a. Lebensmittel, Energie, Hygiene, Notgepäck, Dokumentensicherung)
    • Hochwasser
    • Unwettergefahren inkl. Hilfe zur Selbsthilfe
    • Brandsschutz (u.a. "bevor es brennt", "wenn es brennt", "Löschgeräte")
    • CBRN-Gefahren (u.a. Verhalten bei Gefahrstofffreisetzung und Eigenschaften von CBRN-Gefahrstoffen)

    Dabei werden unter "CBRN" die Themen chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren verstanden.


    Man merkt der optisch modernen Broschüre allerdings hier und da auch noch die "Kriegsvergangenheit" aus Luftschutz-Zeiten an. So wird in den Checklisten für den Brandschutz eine Kübelspritze und für das Notgepäck eine Schutzmaske/Atemschutz empfohlen. Die aktuelle Broschüre stammt von 2007, da war Corona noch kein Thema, da verstand man unter Atemschutz eher noch die "Volksgasmaske", wie sie in der Zivilschutzfibel aus den 1960er noch als Bestandteil der Schutzraumausstattung vorgesehen war. Die alte Zivilschutzfibel ist interessanterweise beim BBK bzw. kritis.bund.de als PDF-Download verfügbar. Beeindruckend finde ich darin nach wie vor die schlichte grafische Darstellung der Schutzraumausstattung als Icons auf Seite 38. Das sagt ohne Worte eigentlich, was man im Haushhalt verfügbar haben sollte.

  • Danke, die diversen Ratgeber habe ich bereits studiert und finde ich nicht schlecht, aber für meinen Geschmack teils zu viel unnütze Detailinformationen für eine Handlungsanweisung im Notfall, die man in einer Stresssituation liest.


    Ich habe nur eine kommerzielle Lösung gefunden und mal bestellt: https://www.amazon.de/gp/aw/d/…5773?tag=httpswwwaustr-21


    Die Beschreibung klingt vielversprechend

    Die wichtigsten Handlungsanleitungen für Erste-Hilfe- und Notfallsituationen Laut DGUV Vorschrift 1 und Arbeitsschutzgesetz gilt, dass bei Unfällen unverzüglich Erste Hilfe geleistet werden muss. Doch 80 % der Menschen wissen im Notfall nicht, was zu tun ist. Das ergab eine Untersuchung im Auftrag des DRK. Damit Ersthelfer und Beschäftigte im Ernstfall auf einen praktischen Helfer zurückgreifen können, der ihnen die notwendige Handlungssicherheit gibt, gibt es das "Notfall-Handbuch zum Aushängen". Bild für Bild und Schritt für Schritt werden alle wichtigen Maßnahmen dargestellt - ohne unnötige langatmige Erläuterungen oder langes Suchen alle Informationen auf einen Blick!


    Aber vermutlich ist eine Eigenkreation mit den gesammelten Infos die bessere Lösung.


    Vielleicht werde ich aber noch fündig.


    Anforderungen solcher Notfallhandlungsanweisungen für mich wären:


    1. Handlungsanweisungen je Szenario möglichst auf einer A4 Seite dargestellt, falls nötig die Rückseite für zusätzlich Platz 
    2. Große Schrift, möglichst mit Bebilderung, damit auch multilingual verständlich 
    3. Inhaltsverzeichnis auf der ersten Seite mit farblicher Unterteilung der Szenarien zum leichteren Auffinden 
    4. Inklusive Notruf Nummern und freie Felder mit persönlichen Notfallnummern und Kontakten 
    5. Die wichtigsten Krisenszenarien sollten abgedeckt sein
    6. Erste Hilfe Anweisungen sollten sich auf lebensbedrohliche Verletzungen und Situationen beschränken
    7. Am besten laminiert oder anderweitig vor Umwelteinflüssen geschützt 
    8. Optional auch freie Felder, Bereiche oder Seiten wo man persönliche Notfallpläne hinterlegen kann, oder Evakuierungspunkte, oder sonstige Informationen die nützlich sein können 
    9. Diese Notfallbroschüre sollte an einem zentralen Punkt im Haus gut sichtbar hängen. Bevorzugt beim Verbandskasten. 


    Wenn ich so darüber nachdenke, wäre es auch nicht schlecht bei Verbandskasten und Notfallbroschüre ein Telefon zu platzieren. Entweder Festnetz, das wird aber immer seltener, sonst ein einfaches Prepaid Handy, welches permanent geladen in einer Wandhalterung hängt.

    1. Diese Notfallbroschüre sollte an einem zentralen Punkt im Haus gut sichtbar hängen. Bevorzugt beim Verbandskasten. 

    So eine Notfallbroschüre als Taschenkarte auf "Unkaputtbarpapier" wie die Bundeswehrtaschenkarten wäre doch auch eine Idee, oder? Kann man dieses Papier eigentlich irgendwo einigermaßen günstig kaufen?

  • Kann man dieses Papier eigentlich irgendwo einigermaßen günstig kaufen?

    Du hast die Wahl zwischen weißer Polyesterfolie für Laserdrucker und Tyvek-"Papier" (unzerreissbar) für Tintendrucker (angeblich durch die Dupont-Beschichtung wasserfest, Tyvek ist nicht laserdruckerfest).


    bedruckbare Polyesterfolie gibts auch als selbstklebende Etiketten in transparent, weiss und silber. Z.B. bei Avery/Zweckform und div. anderen Etikettenanbietern.

  • Es gibt jetzt schon so einige Gegebenheiten, wo ich jemandem Zugang zu den Wohnräumen gewähren muss, um Sicherheitseinrichtungen warten und überprüfen zu können. Zum Beispiel die feuerpolizeiliche Beschau, oder bei Kontrollen an den Gasleitungen, oder bei Besitzern von Schusswaffen die ordnungsgemäße Verwahrung, etc.

    Ich warte seit mehr auf 10 Jahren auf die verpflichtende Beschau des Dachbodens durch die Feuerwehr. Die Florianis haben es bis jetzt nur bis max. ins Wohnzimmer geschafft - und das auch nur, wenn sie zum Spenden sammeln bei uns waren.😁

    Think positive, stay negative! :)

  • Ich warte seit mehr auf 10 Jahren auf die verpflichtende Beschau des Dachbodens durch die Feuerwehr.

    Wozu? Als die top five der häufigsten Brandursachen in privaten Haushalten hat das Kieler Institut für Schadenverhütung und Sachdenforschung diese Geräte ermittelt (in dieser Rangfolge):

    1. Wäschetrockner

    2. Kühl-/Gefriergeräte

    3. Spülmaschine

    4. Waschmaschine

    5. Überlastete Mehrfachsteckdose


    Ein vollgemüllter Dachboden sieht zwar brandgefährlich aus, taucht aber in der Statistik sehr weit hinten auf.

  • Ich warte seit mehr auf 10 Jahren auf die verpflichtende Beschau des Dachbodens durch die Feuerwehr.

    Nach meiner Kenntnis wurde in D diese sog. behördliche Brandschau vor einigen Jahren abgeschafft. Das war ja in den Bauordnungen für bestimme Gebäudetypen, z.B. Mehrfamilienwohnhäuser, inkl. zeitlicher Abstand vorgeschrieben. Das hätten die Bauämter, die ja früher auch mal Baupolizei hießen, machen sollen. Wurde aber von den Kommunen meist an die Feuerwehren, und/oder an die Schornsteinfeger delegiert.

  • Ich gehe mit Ben mit bezüglich der Kontrollierbarkeit. Wenn man guckt, welche hirnrissigen und täglich wechselnden wirklich nicht überwachbaren Koronaregeln von der großen Mehrheit eingehalten werden, dann gehe ich davon aus, dass auch eine weit sinnvollere Notfallausrüstungspflicht von einem großen Teil der Bevölkerung eingehalten würde, wenn sie denn vorgeschrieben würde.


    Ein gewisser Überwachungsdruck müsste vielleicht schon her, und vielleicht könnte man es mit einem Wettbewerb positiv unterstützen. (Wer hat den kleinsten Pack, wer den leichtesten, etc..)


    Bezüglich was man braucht: Die japanischen Home Desaster Kits find ich cool.


    Ich persönlich würde folgendes vorschreiben:

    1. Wasser und Nahrung für eine Woche.

    2. Werkzeug zum Räumen. (Schaufel, Säge, Brechstange,...)

    3. Feuerbekämpfung

    4. Das obligatorische Batterieradio

    5. Shelter. Wenn das Haus weg ist, soll man eine Woche Schutz vor Wind und Wetter haben. (von Wurfzelt bis Wohnmobil ist alles erlaubt)


    Für Deutschland muss das aber anders aussehen als die japanischen Piktogramme. Da schwebt mir eher so ein Formular wie für die Steuererklärung vor. Mit Kästchen zum anhaken. Unterschrift und Datum. Glaube, da hätten die meisten was zum aufregen, würden es aber trotzdem tun.

    Quidquid agis prudenter agas et respice finem