Wasser möglichst effizient abkochen

  • Dann könnte man das Wasser ja immer noch in Gläser füllen und normal "Einkochen". Dann hat man auch gleich was für den Vorrat.

    aus D - TH

  • Wasser wird bei Kontamination mit Bakterien doch mehrere Minuten lang abgekocht. Mein Wasserkocher schaltet sich sofort ab, sobald das Wasser kocht.

    Das reicht bei klarem Wasser für so ziemlich alle Bazillen. Ab 70 Grad geht vieles zügig ein. Wenn es noch bissl herum steht, ists ja nicht gleich kalt. Ich glaube kaum, dass es nötig wird 10 Minuten sprudend kochend Wasser abzukochen. Aber man braucht schon einiges an Energie. Daher habe ich einiges an Micropur Fluids eingelagert. Das reicht für eine ganze Menge Wasser.

    -<[ Nunquam-Non-Paratus ]>-

  • Der ist aus Aluminium, nicht jedermanns Sache

    Solange man keine Suppe mit ordentlich Salz drin länger köchelt passiert da nix.

    Und selbst wenn sind die Mengen so gering, dass auch nix passiert. Manche Länder kochen Jahre mit Alutöpfen und Pfannen. Da passiert auch wenig. Ich denke das Aluthema kann man im Krisenfall komplett vernachlässigen. Da ist jeder Schluck kontaminiertes Wasser (z.B. Chemikalien, Öl, Benzin, etc.) viel problematischer.

    -<[ Nunquam-Non-Paratus ]>-

  • Gute Idee. Für mich alleine ist das etwas zu groß. Ihr seit ja eine Familie.

    https://berkeyfilter.de/produk…er-aus-edelstahl-8-liter/


    Warum zu groß? Ich habe als Singel so ein Teil.


    Wenn man wenig Wasser benötigt, kann man den auch nur mit einer oder zwei (zwei Stopfen sind ja schon montiert) Filterkerzen betreiben.

    Und wenn ich oben nur 5 Liter am Tag reinkippe, kommen unten auch nur 5 Liter raus.


    Und bei Bedarf montieren ich eben mehr Filterkerzen und fülle öfters Wasser nach. Gut, das es dann so einfach geht.

  • Der gute alte Tauchsieder in einer Thermoskanne.

    Effizienter dürfte es nicht möglich sein.

    Man kann ja noch einen Deckel mit Loch aus Styropor basteln.


    Wenns aber über längere Zeit möglichst günstig (=kosteneffizient) sein soll, würde ich mir einen Solardestilator basteln.



    Nick

    Quidquid agis prudenter agas et respice finem

  • Wasser wird bei Kontamination mit Bakterien doch mehrere Minuten lang abgekocht. Mein Wasserkocher schaltet sich sofort ab, sobald das Wasser kocht.

    Man müsste da daneben stehen und 10 Minuten lang dauernd neu einschalten- ich würde da den Druckkochtopf oder die Herdplatte vorziehen.

    Das ist ein guter Hinweis. Bei meinem Wasserkocher kann ich den Deckel leicht öffnen, dann kocht er blubbernd weiter.

  • Wenn Strom da ist, wird es kaum zu einer Kontamination des Trinkwassers kommen.

    Sollte das dennoch der Fall sein, fahre ich in den Supermarkt, kaufe mir Bier und Wasser und schaue weiter Netflix.


    Ich finde die sogenannten "Szenarien" hier in letzter Zeit immer unwirklicher ;-)


    Auch wenn ich so etwas höre, das man Wasser einkocht, dann ist das natürlich eine Möglichkeit, so wie es auch eine Möglichkeit ist, sich den Hut mit dem Bagger aufzusetzen. ;-)


    (Also 4 Glas á 1 Ltr am Tag pro Person, oder 28 Gläser pro Woche. Da kann ich mir nur sinnvollere Methoden ausdenken. Zum Beispiel einfach Wasser einen sauberen Kanister ohne Micropur etc. einfüllen und für Jahre stehen lassen. So mache ich das z.B. und hatte noch nie verdorbenes Wasser. )


    Wenn man also Wasser im Falle eines Falles, warum auch immer Abkochen muss, weil man eben kein Chlor oder so an der Hand hat, wenn man also irgendwie sehr wertvolle Energie dafür aufwenden muss, dann sollte man es so tun, das der Aufwand dort sehr gering ist.


    Opa:

    Thermoskanne und Tauchsieder wird energetisch kaum einen Unterschied machen, außer, das die Menge sehr begrenzt ist und der Energieeintrag annähernd der gleiche bleibt.


    Gruß


    TID

  • Das mit dem Dauerkochen ist nicht notwendig, wie mir schon meine Oma erklärt hat :-)


    Viel später habe ich gelernt, warum: Viele Keime halten 100 Grad Celsius locker aus, erst wenn sie "aufgehen", dann sind sie hitzeempfindlich.


    Also zweimal aufkochen im Abstand von 30-60 Minuten ist für die meisten Keime schlimmer als einmal zehn Minuten lang kochen.


    Die Einwirkzeit ist aber nicht ganz vernachlässigbar: Wenn man eine Vollkonserve will, dann muss man für eine halbe Stunde kochen, dann ein paar Stunden warten, und dann nochmal mindestens eine halbe Stunde kochen. Aber das wollten wir ja nicht, es ging nur um möglich effizient möglichst viele Keime töten.



    Nick


    Edit: Fällt mir grad noch was interessantes ein... es ist fast unmöglich mit Hausmitteln, wirklich alle Keime abzutöten. Sucht mal in Google nach ubiquitären Bakterien, insbesondere das Gonococcus Radiodurans (oder so ähnlich). Die leben und gedeihen fröhlich mitten zwischen den Brennstäben im Kernreaktor...

    Quidquid agis prudenter agas et respice finem

  • Wenn Strom da ist, wird es kaum zu einer Kontamination des Trinkwassers kommen.

    Sollte das dennoch der Fall sein, fahre ich in den Supermarkt, kaufe mir Bier und Wasser und schaue weiter Netflix.

    Das Szenario Wasserabkochen ist schon ohne Krisenlage keine Seltenheit in D. und teilweise wirklich wochenlang.
    Und nach einer Krise, also zB nach Blackout, halte ich das für gar nicht unwahrscheinlich. Nicht weil tatsächlich viele Keime im Wasser sind, sondern weil die Behörden auf Nummer sicher gehen wollen und erst der Reihe nach überall alles durchtesten.

  • ... und wenn mal wieder "Blackout" ist kann man auch einen Kelly Kettle verwenden - kocht schnell und braucht wenig Brennmaterial (kleine Zweige reichen schon)

    leider hat größte (Base Camp) nur 1,6L Fassungsvermögen, aber so scchnell wie das Wasser kocht sollte es kein Problem sein mehrere Kessel hintereinander zu kochen.

    https://www.amazon.de/s?k=kelly+kettle&tag=httpswwwaustr-21

    Du kannst die Zukunft verändern mit dem was du heute tust. :huh:
    - aus Oberfranken in DE -

  • Wir hatten das ja erst.


    In den Medien und der Pressemitteilung vom Wasserverband hieß es dazu:

    Zitat von Pressemitteilung Wasserverband/Landratsamt | Trinkwasser-Abkochverfügung

    Die Abnehmer werden aufgefordert, Wasser nur abgekocht zu verwenden, wenn es als Trinkwasser, zur Zubereitung von Getränken und Nahrung, insbesondere für Säuglinge sowie alte und kranke Menschen, zum Abwaschen von Salaten, Obst und Gemüse, zum Spülen von Gefäßen, in denen Lebensmittel zubereitet oder aufbewahrt werden oder zum Zähneputzen und zur Mundhygiene gebraucht wird.

    Das Wasser muss sprudelnd aufgekocht und anschließend eine Abkühlzeit von mindestens zehn Minuten eingehalten werden, um eventuell vorhandene Keime wirksam abzutöten. Diese Aufforderung gilt bis auf Widerruf. Außerdem sind alle Zapfstellen, die mit dem Wasser aus der Anlage gespeist werden, mit der Aufschrift „Kein Trinkwasser“ kenntlich und für Kinder unzugänglich zu machen.

    [...]

    Bitte informieren Sie auch ihre Nachbarn!

    In der Praxis sah das so aus, dass wir den Wasserkocher vollgemacht haben, aufgekocht (der schaltet nicht sofort ab sondern sprudelt fröhlich noch etwas vor sich hin) und das Wasser je nach Anwendung abkühlen lassen oder direkt heiß für die Kaffeezubereitung in der Bialetti genutzt haben.

    War das Wasser abgekühlt, haben wir es in leere 1 Liter Mineralwasserflaschen gefüllt, davon haben wir je Tag immer 2 Stück vollgemacht.

    Zum Zähneputzen bzw. zum Abspülen von Salat etc. standen lange vorab befüllte und mit Micropur Classic behandelte 5 Liter Wasserkanister an Waschbecken und Spüle, davon habe ich auch einen nebst Zapfhahn meinem Vater und seiner Lebensgefährtin hingestellt (und hätte den bei Bedarf gegen einen vollen getauscht*).


    Die tägliche Routine bzw. Gewohnheit muss man allerdings durchbrechen - wir haben dazu rotes Klebeband auf die Hähne geklebt, das erinnert bei jedem Griff zum Hahn dann an "da war ja was".


    Als "braver Bürger" habe ich den letzten Satz der Pressemitteilung berücksichtigt und meine Nachbarn via Aushang im Hausgang informiert. Die von ganz oben sind dann nach der Arbeit nach Hause gekommen und gleich wieder los zum Getränkemarkt... wo es zu dem Zeitpunkt dann allerdings nur noch einige Sorten "Premium"-Wasser zum Premiumpreis gab.


    * die Lebensgefährtin meines Vaters ist recht eigen, die dachte, sie kommt mit den 1½ Wasserkästen im Keller gut hin:person_facepalming: aber immerhin haben die mitsamt dem Kanister über den Rest der Woche gereicht, so dass der Getränkemarkt dann auch wieder Mineralwasser zum Normalpreis bzw. ihre bevorzugte Marke/Gebinde im Sortiment hatte.


    Ohne Strom hätten wir das Wasser mittels uraltem Wasserkessel (noch von meiner Oma und nie "entsorgt") wahlweise auf Gas-, Spiritus- oder dem Holzherd abgekocht, letzterer hat ausserdem auch ein "Wasserschiff".

    BY/DE

    Si vis pacem, para bellum.

  • Wasser wird bei Kontamination mit Bakterien doch mehrere Minuten lang abgekocht. Mein Wasserkocher schaltet sich sofort ab, sobald das Wasser kocht.


    Das ist ein guter Hinweis. Bei meinem Wasserkocher kann ich den Deckel leicht öffnen, dann kocht er blubbernd weiter.

    Jongleur & Makoto , genau so ist es. Der Temperaturfühler der mit dem aufsteigenden Dampf aktiviert wird, schaltet bei offenem Deckel das Heizelement nicht ab.

    Hab's grad ausprobiert.

    Dafür muss man sich in Acht nehmen, dass man sich nicht verbrüht. Da sprudelts dann gehörig.

    Der Wasserkocher wird aber bei solchem Betrieb schnell alle Viere von sich strecken, weil das Heizelement nicht für "Dauerbetrieb" ausgelegt ist.

  • Der Wasserkocher wird aber bei solchem Betrieb schnell alle Viere von sich strecken, weil das Heizelement nicht für "Dauerbetrieb" ausgelegt ist.

    Nein, das hält der locker aus. Das Heizelement heizt ja auch schon die 5 Minuten davor mit voller Pulle.

  • Nee, ich habe es mir gerade überlegt und mache es wie @T I D, das macht den meisten Sinn:


    Sollte das dennoch der Fall sein, fahre ich in den Supermarkt, kaufe mir Bier und Wasser und schaue weiter Netflix.


    Auch wenn ich so etwas höre, das man Wasser einkocht, dann ist das natürlich eine Möglichkeit, so wie es auch eine Möglichkeit ist, sich den Hut mit dem Bagger aufzusetzen. ;-)

    Mir fehlt in meiner Ausrüstung nur noch das richtige Anschlagmittel für den Hut, um ihn regelkonform am Bagger einzuhängen. Und damit bin ich raus aus diesem Thread.

    aus D - TH

  • PreppiPeppi

    Kochst Du Wasser ein???

    Ich hatte mein Statement explizit nicht auf Dich bezogen. Wenn es Dich ärgern sollte, sorry von mir.

    Bez. Der Anschlagmittel gerne per PN ;-)


    Gruß


    Tid

  • Also ich glaube das Szenario Wasserabkochen ist um den Faktor 1.000 wahrscheinlicher als eines, bei dem ich im Wald verbuddelte Konserven suchen muss ...