Britisches Start-up entwickelt Akku, der in fünf Minuten fast voll ist

  • Ich habe jetzt extra nicht nachgegoogelt, aber meine es noch aus längst vergangenen

    Tagen zu wissen, dass Wolfram ja auch nicht in rauen Mengen verfügbar ist. Daher frage

    ich micht, ob das wirklich zukunftsträchtig sein kann, vor allem in Hinblick auf Massen-

    mobilität. Aber ich habe da wirklich keinen Plan von und weiß nicht einmal was Niob-

    wolframoxid ist.

  • ... dann braucht es aber auch Ladesäulen die den hohen Ladestrom liefern können - da hab ich aber noch meine Zweifel das solche

    Ladestationen bald in der Fläche verfügbar sein werden.



    nur um sich mal die benötigte Leistung vorstellen zu können, hier z.B. wird ein 350-kW-Säule gebraucht um in 18 Minuten von 10 auf 80 Prozent aufladen lassen
    Hyundai Ioniq 5: Ladekurve bestätigt fixes Reichweite-Nachladen (insideevs.de)

    Du kannst die Zukunft verändern mit dem was du heute tust. :huh:
    - aus Oberfranken in DE -

  • Ich habe jetzt extra nicht nachgegoogelt, aber meine es noch aus längst vergangenen

    Tagen zu wissen, dass Wolfram ja auch nicht in rauen Mengen verfügbar ist.

    Im Artikel steht das zum Thema Verfügbarkeit:

    Ein Problem könnte Niobwolframoxid allerdings hinsichtlich der Beschaffung darstellen. Sowohl Niob als auch Wolfram sind zwar recht häufig vorkommende Elemente. Wolfram und manche Nioberze gelten allerdings als "Konfliktrohstoffe", deren Abbau in verschiedenen Ländern mit Menschenrechtsverletzungen, problematischen Arbeitsbedingungen und Korruption in Verbindung gebracht wird.

  • Die ganze Schnellladerei ist doch nur der Versuch, das Tankerlebnis, das man bei flüssigen Krafsttoffen wie Benzin oder Diesel hat, 1:1 nachzuempfinden. Weil man glaubt, dadurch Kunden zum Umstieg auf E-Autos bewegen zu können. Das ist ist wie eine vegane Schnitzelattrappe, die täuschend echt aussieht. Wozu das Ganze? Ein Veganer hat sich bewusst für "tierfreie" Ernährung entschieden und braucht doch dann keine Tier-Attrappen auf dem Teller. Genauso sehe ich das bei den E-Autos: warum in aller Welt muss ich jetzt das look&feel eines Dieselautos nachbilden? Fehlt nur noch das Soundplugin mit Dieselnageln aus dem Lautsprecher und ein Wunderbaum mit einer Mischung aus künstlichem Abgas- und Dieselgeruch am Innenspiegel...


    Im Ernst: batterieelektrische Autos, als Ersatz für Verbrennerautos, die privat genutzt werden, brauchen doch in den allermeisten Fällen weder einen riesen Akku noch eine Schnellladesäule. In D fährt ein PKW (über den gesamten Bestand, also auch Dienst- und Firmenfahrzeuge gerechnet), gerade mal 34km pro Tag, das entspricht elektrisch etwa 5kWh nachzuladender Energie pro Tag. An einer 230V/16A-Steckdose dauert das weniger als 1,5h. An diesem einen 16A-Stromkreis können rechnerisch in 24h also 16 Autos ihre 5kWh nachfassen.


    Selbst wenn der eine oder andere Pendler pro Tag 15kWh (100km) Nachladebedarf hat: ist in 4h an der 16A-Steckdose erledigt, in 24h können 6 solcher Pendler-Autos an einem einfachen 16A-Stromkreis bedient werden. Man könnte sogar Parkplätze am Straßenrand damit ausstatten: pro Stellplatz ein Poller mit wettergeschützter 16A-Steckdose, für bis zu 16 Stellplätze ein kompakter Schaltkasten mit einer Steuerung, die die angeschlossenen Ladekabel erkennt und die Anschlüsse der Reihe nach für den zeitlich begrenzten Ladevorgang freischaltet (Lastmanagement) und die Abrechnung z.B. per App ermöglicht. Meinetwegen auch mit einen "Priority Charging"-Tarif, wenn es einer eilig hat und die Ladung sofort will, während der Standardtarif irgendwann innerhalb der nächsten 8-10h die Ladung garantiert.


    Ich halte diese ganze Super-Schnell-Ladetechnik sowohl akkuseitig als auch bei Ladesäulen für Ressourcenverschwendung. Man muss nur dafür extrem hochstromfähige Komponenten einbauen, braucht wassergekühlte Ladekabel und anderen Blödsinn. Von wenigen Ausnahmefällen abgesehen, ist extremes Schnellladen nicht nötig. Vielleicht bei Fahrzeugen von Feuerwehr/Rettungsdienst/Polizei, damit die nach einem Einsatz schnell wieder nutzbar sind. Aber da kann ich - wie beim Militär auch - vorerst weiter Diesel/Benzin verwenden und langfristig synthetische Kraftstoffe.


    Grüsse

    Tom

  • Wir haben kein Ladeproblem mit Lithiumakkus sondern wir haben ein Lithiumproblem mit Lithiumakkus.

    NWO ersetzt nicht das problematische Lithium sondern das bisherige Anodematerial Graphit. Die Kathode besteht auch da aus Lithiumverbindungen.

  • Ich habe noch ein anderes ohne nachzugoogeln offensichtliches Schwierigkeitchen:

    Wolfram und Niob sind jetzt nicht die leichtesten Metalle (Im Gegensatz zu Lithium)

    Die Energiedichte dürfte in der Größenordnung von Bleiakkus liegen :-)


    Aber Vorsicht: Reine Spekulation meinerseits, vielleicht haben die ja einen mir unbekannten Trick auf Lager.

    Quidquid agis prudenter agas et respice finem

  • Das ist ist wie eine vegane Schnitzelattrappe, die täuschend echt aussieht. Wozu das Ganze?

    Das ist wohl tatsächlich der selbe psychologische Effekt, der hier genutzt werden soll.


    Einen neuen Veganer holst du halt eher ab, wenn er ein ähnliches Gefühl beim Essen hat wie beim Fleischkonsum. Ich hab mal testweise 6 Wochen vegan gegessen und komplett versagt, weil ich auch auf all die Convenience-Produkte verzichtet habe und bald keine Ahnung mehr hatte was ich essen soll.


    Dass diese Convenience-Produkte überhaupt nicht gesund, geschweige denn nachhaltig sind muss einem klar sein. Ähnlich ist es wohl bei den Schnellladeakkus.


    Autofahren mit Elektroautos ist anders als mit Verbrennern und bedingt auch eine Umstellung der persönlichen Reise- und Routenplanung. Das wollen aber wohl die wenigsten und deshalb muss man den Umstieg so einfach wie möglich machen.

  • Die Toshina SCiB als LTO-LFP Akku kann das seit vielen Jahren. Und zwar ganz real in der Praxis. In Japan wurde z.B. mal eine Serie iMieV damit ausgerüstet.


    Ist halt teuer und hat eine eher geringe gravimetrische Energiedichte.

    Einmal editiert, zuletzt von Cephalotus ()

  • Wir haben kein Ladeproblem mit Lithiumakkus sondern wir haben ein Lithiumproblem mit Lithiumakkus.

    NWO ersetzt nicht das problematische Lithium sondern das bisherige Anodematerial Graphit. Die Kathode besteht auch da aus Lithiumverbindungen.

    Wir haben kein Lithiumproblem.


    für 2 Mrd PKW ist genug da, die 2. Generation muss man dann halt recyceln.


    Es gibt mir Lithium-Ressourecn als Blei-Ressourcen und in einem ePKW Akku steckt wneiger Lithium als Blei in der Startebatterie eines Verbrenners.


    Mehr Informationen zum Ressourcenbedarf: https://www.transportenvironme…s-fossil-fuel-cars-study/

  • Das Problem ist wie es gefördert wird und wem es gehört und die verlinkte Seite scheint mir doch recht optimistisch was die genannten Zahlen angeht. Da habe ich aus vertrauenswürdigen Quellen andere Einschätzungen zum Thema. Auch ein Artikel aus dem Spektrum der Wissenschaft kommt zu dem Ergebnis, dass die Abkehr von fossilen Brennstoffen notwendig ist aber Elektromobilität auf Basis bestehender Akkutechnologien aus mehreren Gründen ein Irrweg ist.

  • Die Welt wäre eine bessere, wenn wir bei allen anderen Ressourcen auch so pingelig wären bezüglich ihrer Gewinnung, wie beim Lithium für e-Auto-Akkus....

    Zum Beispiel das Lithium für die Akkus in Smartphones, Tablets, Laptops etc. Die meisten "Lithium-Kritiker" nutzen ohne jeden Skrupel ganz selbstverständlich Lithium in ihren Geräten, haben aber Bedenken bei der Verwendung von LIthium für Autos... Das ist ein bisschen, wie die Bürgerinitiativen gegen Mobilfunk-Masten, die sich in WhatsApp-Gruppen organisieren.


    Die Recyclingquote bei Lithium-Akkus in Handys und anderen Consumer-Produkten ist derzeit gleich null. Unser Elektroschrott wird in Westafrika am Straßenrand auf offenem Feuer verschwelt und Menschen kratzen das, was sie für wertvoll halten, mit dem Messer und bloßen Händen von den Platinenresten und ruinieren dabei ihre Gesundheit im toxischen Rauch. Hält uns aber nicht davon ab, alle zwei Jahre ein neues Smartphone/Tablet, Playstation oder Flachbildschirm zu kaufen.


    Bei Lithium-Akkus für E-Autos lohnt sich das Recycling, da hier ausreichend viel recyclebare Masse pro Einheit anfällt und riesige Mengen an Akkus um Umlauf sein werden. Deshalb entstehen hier gerade recht große Recyclingsysteme. Bei Bleiakkus ist die Recyclingquote 99% bezogen auf die Akkus, die im Umlauf sind und 95% bezogen auf das Blei, das wieder verwendet werden kann.

  • Auch als noch nicht E-Auto-Fahrer brauche ich kein Schnellladen mit 5 Minuten. Aber ein akzeptables Laden innerhalb von ca. 15 MInuten sollte es schon sein, Noch dazu nicht nur auf einem windigen Parkplatz ohne Infrastruktur, sondern da, wo man auch auf Toilette kann und einen Kaffee bekommt. Und dass man dabei nicht abgezockt wird, mit intransparenten Preisen und zB Minuten- statt KwH-Abrechnung.
    Also warte ich lieber noch ein bisschen, bis sich das alles in normale Regionen entwickelt.

    Zum Hintergrund: ich fahre regelmäßig Strecken bis 600 km, gemütlich mit 120 bis 130 auf der Autobahn. Das geht im komfortablen Kombi mit 5 Liter Diesel pro 100 km, und wenn ich es drauf anlegen würde, wäre es ohne Tankstopp hin und zurück möglich. In aller Regel tanke ich aber an meinem Zielort, an dem ich mich eh meist zwei oder drei Tage aufhalte. Und natürlich tanke ich NIE an der Autobahn. Einen längeren Ladestop über eine Kaffeepause hinaus oder gar zwei Ladestops fände ich schon störend. Aber ich bin geduldig, das passende E-Auto für mich kommt schon noch.

  • Ich finde den Supercharger bei Tesla schon ganz gut. 30 Minuten aufladen für eine Ladung auf etwa 80%.


    Das reicht um sich einen Kaffee zu holen und sich mal die Beine zu vertreten. Gerade bei langen Strecken nach München und retour habe ich das sehr zu schätzen gewusst.


    Ich habe es anderswo schon mal geschrieben. Ein Elektroauto entschleunigt und macht mehr Spaß beim Reisen, finde ich.


    Mit der aktuellen Akkutechnologie und der noch überschaubaren Möglichkeit an Superchargern aufzuladen, machst du zwangsläufig die eine oder andere Pause, die du vielleicht bei einem Diesel nicht machen würdest, obwohl du sie nach 3 oder 4 Stunden definitiv nötig hättest.


    Wenn eine neue Akkutechnologie aus den 30 Minuten 15 macht, klar, warum nicht? Aber nötig wäre es meiner Meinung nach nicht.

  • Das Problem ist wie es gefördert wird und wem es gehört und die verlinkte Seite scheint mir doch recht optimistisch was die genannten Zahlen angeht. Da habe ich aus vertrauenswürdigen Quellen andere Einschätzungen zum Thema. Auch ein Artikel aus dem Spektrum der Wissenschaft kommt zu dem Ergebnis, dass die Abkehr von fossilen Brennstoffen notwendig ist aber Elektromobilität auf Basis bestehender Akkutechnologien aus mehreren Gründen ein Irrweg ist.


    Bei Lithium kommt idR immer der Wasserverbrauch, mal zum Vergleich:


    Globale zusätzliche Wasserverdunstung durch Bewässerung in der Landwirtschaft: 32.500m³/s
    Globale zusätzliche Verdunstung durch Kühlung in thermischen Kraftwerken: 450m³/s
    Wasserverdunstung Braunkohle Kraftwerk Jänschwalde: 0,8m³/s (und ja, in der Lausitz entsteht eine Wassermangelsituation)


    Pumpwasser im Salar da Atacama für Lithium Abbau (aus kritischer ZDF Doku): 0,24m³/s (wieviel davon dann verdunstet ist mir unbekannt)


    ----


    Die Gewinnung von Lithiumcarbonat aus Salzlake ist noch eine der am wenisgtens Umweltbelastenden Metallgewinnungen überhaupt. (mal zum Vergleich eine Platinmine in Südafrika angeschaut?)


    Wenn sich die Kritiker auf Kupfer und Aluminium eingeschossen hätten (das sind die beiden Metalle mit dem größten ökol. Fußabdruck eines modernen Li-ionen Traktionsakkus) könnte man das fachlich noch in Ansätzen nachvollziehen, aber das geht nicht so einfach, weil dann müsste man sich die Frage gefallen, lassen, warum man den weitaus größeren Kupfer- und Aluminimbedarf an anderer Stelle nicht kritisiert.


    Dasselbe gilt übrigens für Kobalt. Es gibt meines Wissens keine einzige reine Kobaltmine in Afrika, das ist immer ein Beiprodukt. Und während der Kobaltbedarf für die ganzen elektronischen Gadgets auch heute noch 2x so hoch ist wie für die ePKW, kritisiert man nur die ePKW, obwohl dort (und nur dort) glaubwürdige Bestrebungen existieren kein Kobalt aus Artisinalbergbau zu verwenden, während des im Apple iPhone & Co wiederum keine Sau interessiert.


    Das vermeintliche Ressourcenproblem von ePKW basiert auf Desinformationskampagnen von Leuten, die (aus welchen Gründen auch immer), einen Wandel in der Mobilität verhindern wollen. Man sollte sowas nicht weiter verbreiten.


    Die sache ist ganz einfach. Wenn es weiterhin wirtscahftlich gut läuft wird es im Jahr 2050 2 Milliarden PKW auauf der Welt geben.


    Wenn das 2 Milliarden ePKW sind ist das mit überwiegend EE Strom und Recycling machbar. Wenn es 2 Milliarden Verbrenner PKW sind haben wir einen ökologischen Kollaps. Auch mit eFuals geht das nicht sinnvoll, der Ressourcenbedarf dieses Technologiepfades ist weitaus höher als beim BEV und meiner Meinung nach auf 2 Mrd PKW schlichtweg nicht skalierbar.


    Ob man Ultraschnellladung bei ePKW braucht oder nicht vermag ich nicht abzuschätzen. Derzeit möchte ich es haben. Wir müssen unseren PKW ca. alle 300-350km mit Gas nachtanken und für uns ist das ziemlich unproblematisch (gewöhnt man sich schnell dran), aber es ist schon sehr gut, dass das nachtanken dann auch in wenigen Minuten passiert.

    Länger als 15 Minuten möchte ich zum Laden eines ePKW nicht häufiger rumstehen, 10 Minuten wären noch besser, Das ist einmal Toilette und etwas die Beine vertreten. Mit 300kW Dauerleistung bekäme man in 10 Minuten dann 50kWh ins Fahrzeug.


    Hätte ich eine eigene Steckdoee daheim könnte man evtl. auch anders rechnen.


    MfG

    6 Mal editiert, zuletzt von Cephalotus ()

  • Dasselbe gilt übrigens für Kobalt.

    nur so am Rande: Kobalt wir ja auch indirekt für Autos ohne Akkus gebraucht, viele Werkzeuge in der Metallverarbeitung sind ja Hartmetallwerkzeuge - die ja meist aus WC / Co bestehen.

    Du kannst die Zukunft verändern mit dem was du heute tust. :huh:
    - aus Oberfranken in DE -

  • Cephalotus


    Die Probleme als Desinformationskampagne abzutun ist meiner Meinung nach zu kurz gegriffen. Ich glaube nicht, dass man Umweltorganisationen als Sprachrohre der Ölindustrie bezeichnen kann, die Desinformationskampagnen betreiben. Das Wasserthema ist ja auch nur ein Aspekt des Themas.


    Die Lithiumgewinnung im Salar de Atacama wirkt sich direkt auf die Wasserreserven aus. Denn die Atacama-Wüste zählt zu den trockensten Gebieten der Erde, mit einer Niederschlagsmenge von 1mm alle 5 bis 20 Jahre in vereinzelten Gebieten.

    Die Förderung der Lake aus dem Grundwasser führt dazu, dass der Grundwasserspiegel sinkt, da das Wasser ja aus anderen Gebieten nachfließen muss und somit nicht nur die Flussläufe, sondern auch entferntere Wiesen und Feuchtgebiete austrocknen. Von den ökologischen Folgen ganz abgesehen, die ansässige, zum Großteil indigene Bevölkerung leidet unter Wassermangel. Grund dafür ist natürlich das gezielte Verdampfen des Wassers zur Erhöhung der Lithium-Konzentration in den Becken, ohne eine Vorkehrung, es aufzufangen oder wieder dem Grundwasser zuzuführen. Ein weiterer Aspekt sind die Staubwolken, die bei der Lithium-Förderung entstehen. Dieser Staub beinhaltet hohe Mengen an Mineralien, insbesondere Lithiumcarbonat, welche in die Ortschaften (z.B. die Dörfer Socaire und Peine), auf Weideflächen und Schutzgebiete gelangen. Der Staub bringt Gesundheitsprobleme mit sich und verschmutzt Böden und Gewässer.

    Ein weiterer komplexer Aspekt in sozialer Hinsicht ist die Nutzung des Landes und die Eigentumsrechte. Ursprünglich gehörte das Atacama-Gebiet den Menschen aus der Gegend.

    Aufgrund der sehr niedrigen Sammelquoten und der lückenhaften Abfallgesetzgebung in Europa landet Lithium großteils in Müllverbrennungsanlagen oder auf Deponien. Ursachen hierfür sind geringe und sehr unbeständige Marktpreise und die in Relation zur Primärproduktion hohen Recyclingkosten. Zudem ist Lithium giftig, hochreaktiv und leicht entflammbar, dadurch treten Schwierigkeiten beim Recycling auf. Die EU-Bestimmungen hinsichtlich Sammlung, Recycling, Verarbeitung und Entsorgung von Batterien verlangen zwar eine Gesamtsammelquote von mindestens 45 Prozent, auf die Sammlung von Lithium-Batterien wird jedoch nicht speziell eingegangen.


    Da haben wir noch gar nicht von den anderen Problematiken bezüglich Erzeugung und vor allem Transport und Verteilung des benötigten Stromes gesprochen. Ist aber wahrscheinlich der falsche Thread um dieses Thema in epischer Breite zu diskutieren.


    LG. Nudnik