Szenario Pandemie: Woche 3

  • So, wir starten in die 3. Woche einer eskalierenden Pandemielage mit der Omega-Variante.

    • Große Supermärkte haben einen Notbetrieb mit Soldaten und einigen freiwilligen Mitarbeitern in Hazmat Suits begonnen. In 3 Stunden Intervallen können notwendige Lebensmittel mit den Lebensmittelmarken und strengen Rationierungen eingekauft werden.
    • Die Suppenküchen stellen weiter eine warme Mahlzeit pro Tag und Person zur Verfügung. Obwohl davon abgeraten wird diese Ausgabestellen aufzusuchen, außer es ist unbedingt erforderlich, ist der Zulauf mittlerweile enorm, da die Menschen kaum noch Vorräte zu Hause haben. Besonders in ländlichen Gebieten wird diese Ausgabe als Treffpunkt fürs Dorfleben und den persönlichen Austausch genutzt. Trotz Schutzmaßnahmen wie Masken, Abstandhalten und der Anweisung keinesfalls andere Personen zu berühren, oder Gegenstände, die andere Personen angefasst haben und nicht desinfiziert wurden, führen diese Zusammenkünfte zu weiteren Ansteckungen. Der strenge Lockdown kann eine weitere Ausbreitung von Omega nur bedingt verhindern.
    • Besonders Gerüchte und Falschnachrichten, die Omega weniger Gefahr zuschreiben, führen zu leichtsinnigem Verhalten von Personen, die sich dann rasch infizieren.
    • Durch fehlerhafte Nutzung von alternativen Heizmöglichkeiten und dem Einsatz von Kerzen, kommt es zu vielen Unfällen mit Todesfolge. Beinahe täglich heult die Feuerwehrsirene, aufgrund eines neuen Brandes.
    • Schmierinfektionen scheinen mittlerweile die häufigste Art der Ansteckung zu sein. Desinfektionsmittel werden knapp, auch weil viele Betriebe ihre Produktionen drosseln oder einstellen mussten, ob des massiven Mitarbeitermangels. Auch hier wird versucht mit Soldaten auszuhelfen.
    • In den Krankenhäusern gibt es gute und schlechte Nachrichten. Das Kombipräparat wird nun in großer Zahl in Deutschland gefertigt. Durch entsprechende Notstandsgesetzgebung sind alle Pharmafirmen, denen es technisch möglich ist, dazu verpflichtet das Omega-Präparat herzustellen. Dadurch können die Todesfälle massiv gesenkt werden. Aber leider blockieren nun die Patienten aufgrund der längeren Behandlungsdauer bis zur Entlassung die Betten und die Auslastung ist weiter kritisch. Dazu kommen viele Infektionen auch unter dem Krankenhauspersonal.
    • An einem angepassten Impfstoff wird gearbeitet, er wird aber erst in einigen Monaten zur Verfügung stehen.
    • Im Moment wird versucht das Kombipräparat präventiv bei ersten Krankheitszeichen nach positivem Test zu geben. Dies scheint auch effektiv schwere Verläufe zu verhindern. Untersuchungen dazu laufen noch.
    • Immerhin wurde die Stromversorgung wiederhergestellt, es wird aber wieder empfohlen das Wasser abzukochen, da es zu einer Kontamination des Wassers mit E. coli Bakterien in eurem Wasserwerk gekommen ist.
    • Die Regierung geht davon aus, dass noch bis mindestens Anfang Januar ein strenger Lockdown beibehalten werden muss, bis das Kombipräparat breit ausgerollt werden kann und auch effektiv schwere Verläufe und Krankenhauseinweisungen verhindern kann. Aufgrund der momentan begrenzten Stückzahl und der weltweiten Nachfrage, werden diese Medikamente aber streng bewacht und nur an die vulnerabelsten Gruppen ausgegeben.
    • Die internationalen Nachrichten zeigen katastrophale Bilder und Zustände wegen Omega. Besonders in Afrika und Asien sterben viele Menschen an einer Infektion, mangels medizinischer Versorgungsmöglichkeiten. Aber auch in den USA sterben mittlerweile 20.000 Menschen täglich an Omega. In Japan, China und anderen Ländern, die entweder beim Omega-Ausbruch bereits im Lockdown waren, oder rascher reagiert haben, halten sich die Zustände in Grenzen. China beginnt mit Hilfslieferungen von Desinfektionsmitteln und Schutzanzügen nach Europa.


    Wie geht ihr in die Woche 3 ohne nennenswerte Versorgungsmöglichkeit? Macht ihr Gebrauch von der Essensausgabe? Wie adaptiert ihr eure Gegebenheiten vor Ort, aufgrund der ständigen Gefahr einer Schmierinfektion?

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  • Und plötzlich brannte das Licht im Flur wieder, es gibt wieder Strom. Ich probierte gleich mal ob das Telefon auch schon funktioniert und rief bei meiner Mutter mit Erfolg an. Zum Glück ist sie recht fit und bemäkelt das sie seit 2 Tagen nur noch Zwieback und Suppenwürfel hat. Mir fällt ein Stein vom Herzen.
    Mit meinem Sohn mache ich mich auf den Weg um sie abzuholen. Die normalerweise 20 minütige Fahrt dauerte dann fast 2 Stunden, da noch viel Schnee vorhanden ist und ein paar Straßen durch verwaiste Autos blokiert waren.

    Da sie sich an "Ihre Quarantäne" gehalten hat zeigte sie auch keine Symptome wie Fieber / Schnupfen / Störungen des Geschmackssinns, das Pulsoximeter zeigte eine Sauerstoffsättigung von 95 an. Nun konnte ich auch meinen Sohn in die Wohnung lassen um beim packen zu helfen.

    Nach etwas kürzerer Zeit, wir kannten ja nun die Strecke, waren wir wieder daheim. Unterwegs sahen wir einige Menschen an dampfenden Gulaschkanonen anstehen. Sie erkannte ein paar Bekannte und bat mich mal kurz anzuhalten, was ich aber nicht tat. Meine Mutter konnte es nicht fassen wie sich alles in so kurzer Zeit verändert hatte.

    In der Zwischenzeit hatte meine BEVA eine "Gefriergemüse-Mix" Suppe mit Würstchen aus dem Glas auf dem Elektroherd gezaubert die sehr lecker war. Nun konnten wir uns über die letzten 2 Wochen austauschen. Zum Glück ist meine Mutter auf die Idee gekommen mit ihren Fondue Topf Tee zu kochen und Eintopf warm zu machen. Brenngel hatte sie ja genug :). Die Kälte machte Ihr schon zu schaffen, aber mit mehreren Woll- und Daunendecken war es schon auszuhalten, Sie erzählte das früher auf dem Land auch ned alles geheizt war und manchmal früh der Reif auf der Daunendecke gefroren war.

    Am Nachmittag haben wir unsere die Vorräte gesichtet, wir gehen mal so von 2-3 Monaten aus da wir ja nun zu fünft sind.
    Bin ich froh das ich wieder im Elektrobackofen Brot backen kann, im Dutch Oven ist die Kruste immer "etwas" dunkler geworden :face_with_open_mouth:

    Abends versuchen wir Nachrichten zu schauen, geht aber nicht da der TV-Kabel empfang noch gestört ist. Das I-NETZ geht, aber der Seitenaufbau geht recht langsam, aber es geht, auch wenn das Layout wegen wohl ausgefallener CDN-Server oft zerschossen ist. Da wünscht man sich glatt die alten Zeiten vor dem Browserkrieg zurück wo HTML 2.0 das non plus ultra war :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Die schlechten Nachrichten lassen eine bedrückende Stimmung aufkommen. Wir beschliesen uns für die nächsten Tage 100% einzuigeln.



    Du kannst die Zukunft verändern mit dem was du heute tust. :face_with_open_mouth:
    - aus Oberfranken in DE -

  • Nach dem der Schnee wieder die Straßen freigegeben hat habe ich eigentlich wieder ein "hörbares" Verkehrsaufkommen erwartet. Ich hatte mich etwa eine Std. ( dann wurde es mir zu kalt ) in den Garten gestellt zum lauschen jedoch war weder das "Grundrauschen" das normalerweise von der nahen Autobahn zu hören ist festzustellen noch vorbeifahrende Fahrzeuge auf der Landstraße in unmittelbarer Nähe.


    Da der Strom immer noch nicht wieder hergestellt ist ( die Freileitungen liegen immer noch teilweise auf dem Boden ) wuchte ich 2 x 120AH Akkus ins Auto und beschliesse die während meiner "Kontrollfahrt" unterwegs aufzuladen,dann ist der Sprit nicht ganz umsonst verjuckelt...die Solaranlage gibt bei dem bedeckten Wetter kaum was her.

    Mir bietet sich dann nach ein paar km folgendes Bild :


    - ein Landwirt hat auf einem Feld mit Radlader eine große Grube ausgehoben darin sehe ich die Schwarz-Weissen Körper vieler Kühe liegen

    - selbst nach etwa 15 Min Fahrzeit sehe ich kein anderes Auto

    - auf der Arbeit liegen die beiden Wachhunde erschossen auf dem Hof und bei allen LKW fehlt der Diesel, etwa 3 to Buntmetalle geklaut

    - Im Ort selber ist der Kaufland von der Bundeswehr umstellt,es werden Pakete vom LKW herunter an anstehende Menschen ausgegeben

    - andere Geschäfte entlang der Hauptstraße ( B3 ) sind teilweise geplündert


    Nach der Ortsausfahrt auf der B3 in Richtung Hamburg sehe ich von einer Anhöhe aus das die Straße durch 2 auf der Seite liegende Fahrzeuge blockiert ist. Durch das Fernglas besehen komme ich zu dem Schluss das so keine Unfallstelle aussieht - ich drehe um und fahre wieder zurück. Werde in den Nachbarort fahren, dort wohnt ein Freund der dort die Tankstelle betreibt. Vielleicht gibt es da ja noch ein paar Informationen. Ich hupe 2 x bei ihm vor dem Haus, als er erkennt das ich es bin öffnet er die Tür und wir können uns mit Sicherheitsabstand unterhalten.


    - Die Tankstelle wurde schon ab "Tag2" nicht mehr beliefert, ab "Tag 3" war alles leer.

    - Mittlerweile ist der Verkaufsraum aufgebrochen und alles geplündert

    - Strom sowie Mobiltelefon geht auch hier nicht, der OV vom Roten Kreuz hat mit den Ehrenamtlichen eine Suppenküche aufgebaut

    - Die Leute gehen kaum noch raus, gelegentlich seien Schüsse zu hören

    - Der steigende Pegel des Flusses Aller macht ihm Sorgen


    Für den Weg nach Hause beschliesse ich die Straße am Aller - Deich zu nehmen, nachdem ich meine 2. Batterie umgeklemmt habe fahre ich zu dem nahen Wohnmobil-Stellplatz von dem man eine gute Aussicht auf die Wiesen im Aller-Leinetal hat. Vermutlich der plötzlichen Schneeschmelze zuzuschreiben stelle ich erschreckt fest das der Flussverlauf nichtmehr erkennbar ist,es gleicht eher einem Ausblick aufs Meer.Der Pegel an der Schleuse ist auf etwa 3m über Normalwasserstand.

    So muss man sich das vorstellen :

    https://moewenblick.de/luftbil…esen-bei-ueberschwemmung/


    Nun gut,mein Haus steht auf einer Warft, da gab es noch nie nasse Füsse. Ich werde aber vorsichtshalber mal den tieferliegenden Nachbarn bescheidsagen das die schonmal anfangen können vom Erdgeschoss ihre Plünnen nach oben zu räumen.

    Ich fahre den gleichen Weg wieder zurück nach Hause, begegne unterwegs nur 2 Bundeswehr Fahrzeugen in denen jeweils Fahrer und Beifahrer Schutzanzüge tragen.

    Als ich dann versuche im Autoradio Nachrichten zu hören stelle ich fest das immer noch kein Sender zu empfangen ist,dieser Nachrichten-Blackout gibt mir zu denken.

    Wieder zu Hause gönne ich mir eine Dose Leberwurst aus dem Vorrat,aber so richtig schmecken tut mir das im Gedenken an die toten Kühe und dem was da noch so alles kommen wird nicht wirklich....

    Aus dem Norden von DE bzw. dem Süden von ES gesendet

  • Die dritte Woche fängt an wie die zweite aufgehört hat, außer dass man vorsichtiger geworden ist. Nachbarn besuchen sich auch auf der Straße nur noch selten. Sicher man hilft sich so gut es geht, aber nur auf Rufweite. Dinge des täglichen Lebens werden an der Grundstücksgrenze abgelegt.

    Irgendwie ist die gute Stimmung der vergangenen Tage umgeschlagen. Man wird misstrauischer. Auch macht sich der Mangel an Lebensmittel bemerkbar. Nicht das nichts mehr da ist, sondern der Speiseplan wird eintöniger. Trotzdem traut sich keiner in die Lebensmittelausgabe, die zur Zeit von der BW verteilt wird. Zumal das was dort ausgegeben wird, Reis, Mehl, Salz, Zucker, Öl und Hülsenfrüchte, bei uns in der Siedlung noch reichlich vorhanden. Gerade frisches Gemüse und Obst fehlt. Es existiert nur noch ein Apfelbaum der Früchte trägt. Der wurde nun geplündert, um wenigstens etwas zu Weihnachten zu haben.

    Letzte Nacht hat man versucht meine Schafe zu stehlen. Wir haben es gemerkt als mitten in der Nacht die Kamera über Handy ansprang. Wir haben die Hunde herausgejagt, die mit einem riesigen Gebell die Diebe vertrieben, allerdings war der Schaden schon passiert, ein Schaf war die Kehle durchgeschnitten und man hatte angefangen große Stücke Fleisch aus dem Tier zu schneiden. Auch hat jemand versucht den letzten Kohl einzusacken. Zum Glück kamen die Diebe aber nicht zum Zuge. Wir verfolgen die Spuren noch eine Zeit, bis sie auf der mittlerweile freien Zufahrtsstraße, sich verloren. Ich denke wir müssen langsam Wachen aufstellen.

    Morgen werde ich das getötete Tier ausweiden und das Fleisch mit den Nachbarn teilen.

    Zudem schmilzt der Schnee langsam in sich zusammen. Eine kurze Warmfront ist dafür verantwortlich, was uns aber auch wahrscheinlich mehr ungebetenen Besuch beschert. Bei einem Bauern in der Nachbarschaft wurde versucht ein Kalb zu stehlen. Anscheinend muss man sich auf unruhige Zeiten einrichten.

    Da wir weiter abgeschieden vom Rest der Welt leben, haben wir auch kein Problem der sich in den Städten und Dörfern anbahnt. Wir haben eine Aufstellung gemacht von allem, was wir an essbaren in der Siedlung haben und sind zum Ergebnis gekommen, ohne etwas zu strecken oder zu verzichten, dass wir gut drei Monate hinkommen. Hauptsache der Strom fällt nicht wieder aus und die TK Ware verdirbt. Sollte es ganz eng werden stehen mehrere Tiere, Rinder, Schafe und Hühner zur Verfügung. Ein Großstall mit über 20 tausend Masthähnchen ganz in unserer Nähe kann leider dazu nicht mehr beitragen. Alle Tiere sind während des Stromausfalles verendet.

    Obwohl der Strom wieder läuft und uns das Leben etwas leichter macht, sind wir weiter vorsichtig. Seit heute laufen zwei Wachen ständig durch die Siedlung. Gegen eine Bewaffnung hat sich die Mehrheit entschieden. Lediglich Hunde begleiten nun die Wachen.

  • Der Strom ist auch bei uns wieder da.

    Der Radio sendet ein Notprogramm. Immerhin gibt es für bestimmte Regionen zu bestimmten Tageszeiten regionale Bekanntmachungen und Infos, so daß man nicht den ganzen Tag am Radio hängen und aufpassen muß, wann etwas kommt, was einen betreffe könnte.

    Nachdem noch von gelegentlichen Stromausfällen berichtet wird, bin ich vorsichtig und werde die Heizung nicht wieder gleich hochfahren, wozu ich die Heizkörper und Leitungen erstmal mit Wasser auffüllen müsste.


    Aufenthalts- und Arbeitsraum ist die derzeit tagsüber die Wohnküche mit dem Holzherd von Omma .

    Fürs Wasser abkochen genehmigen uns wir jetzt am Vormittag im Herd 2 kg Anthrazit-Stein Kohle.

    Da stehen dann mehrere Wassertöpfe und Kannen auf der Platte. Die "Warmgetränke" okmmen dann in Thermoskannen . Das Mittagessen wird warm gekocht.


    Frische Sache sind bis auf ein paar Äpfel aufgebraucht. Der Boden im Topinamburbeet ist noch gefroren. Da wäre das Ausbuddeln zu mühsam. Die Vorräte sind noch ausreichend . Es besteht noch lange keine Veranlassung, zu irgendwelchen öffentlichen Ausgabestellen zu fahren .


    Punkte "fahren": ich laß zwischendurch mal die Motore laufen und häng die Traktorbatterie ans Ladegerät.


    Von unserem Anwesen aus, sehen wir in drei von vier benachbarten Häusern abends Licht brennen. Das vierte ist dunkel . ist der Bwohner nicht mehr da, hat er verdunkelt ?


    Am den nächsten Tagen gibts vor Einbruch der Dämmerung durch den Hinterausgang einen Spaziergang mit Feldstecher in den Wald auf ein paar höher gelegene Punkte, um mal zu schauen , wie es auf den etwas weiter entfernten Höfen mit der Beleuchtung ausschaut. Leider

    das smarthphone vergessen, um zu trsten, ob es ein Netz gibt. Das Haus ist nämlich im Funkloch. Es ist nicht auf allen Höfen Licht zu sehen.


    Festnetztelefon geht noch nicht. Wir überlegen, ob wir telefonisch erreichbar sind . Bisher sind wir mit unserer No-Kontakt /Toter-Mann Methode gut gefahren und sind vor ärgerlichen Kontakten verschont geblieben . Wir überlegen uns, welche Anrufe wir eventuell entgegennehmen werden , wenn wir die Nummern erkennen.


    Ab und an kommen wir ins Internet , e-mails funktionieren aber noch nicht .


    Weiter so wie bisher.

  • Zuerst mal einen dicken Dank an alle die sich überhaupt noch raus trauen und den Dienst an der Lebensmittelverteilung , Stromversorgung und ähnlichem leisten.

    Der örtlichen Versorgertruppe stelle ich einen Kanister Iosprop und nen Pumpsprüher als kleines Danke zur Verfügung.


    In unserer Region nehme ich mal am dass die Versorgung über die zwei grossen Märkte und deren Lager stattfinden würde.

    Es bleibt die kleine Hoffnung dass die Stadtväter so klever sind und Grundversorgungspakete zusammenstellen, die sie kontaktlos den jeweiligen Bewohnern vor die Häuser Stellen, analog bzw reziprok zur Müllabfuhr. Denn es gäbe in einer echten Pandemie wohl kaum etwas gefährlicheres als "Schlangestehen" an der Spendenausgabe.


    Allein die Gefahr einen Autounfall auf dem Weg zum einkaufen /hamstern zu haben und dann im Gesundheitssystem zu landen... das würde ich nicht riskieren. Ebenso würde ich keine Bastelprojekte mit der Kreis oder Kettensäge machen.

    Wasser bekomme ich via Brunnen, Filter ist trotzdem im Einsatz und zum Trinken wird nochmal abgekocht. Ausserdem ist noch genug Wein , Bier und Limo im Hause.


    Die psychologische Komponente ist keinesfalls zu unterschätzen.Ich kann mich noch sehr gut an den Februar / März 2020 erinnern.

    Das gute Gefühl "vorgesorgt zu haben" war zwar schon da und irgendwie beruhigend, doch damals wusste man auch nicht ob nicht doch vielleicht noch der grosse Hammer kommt und ich hätte viel gegeben wenn sich Covid wirklich als die"Erkältung" rausgestellt hätte die man uns damals noch kommuniziert hatte. :confused_face:

    Es läuft das SAT TV 24/7 und nebenbei auch immer noch diverse Funkkempfänger,man muss ja informiert bleiben auch wenn es an den Nerven zerrt.

    Fernglas, Überwachungskamera und Drohne sind mein liebster Zeitvertreib geworden.


    Bezüglich der neuen Medikamente bleibe ich skeptisch , Nichtansteckung ist die beste Therapie, deshalb wird strikt daheim geblieben.

  • Ich bin ehrlich gesagt überrascht, dass es entgegen der Studien des Büros zur Technikfolgenabschätzung nach zwei Wochen immer noch keine Bürgerkriegsähnlichen Zustände gibt.


    Ich freue mich drüber, dass wir im Wesentlichen "nur" etwas mehr Freizeit haben.


    Seit der Strom wieder da ist, habe ich mal wegen Homeoffice nachgeschaut, aber auf der Statusseite unseres Unternehmens gibt es den Hinweis, dass die Produktion heruntergefahren ist, und dass zur Zeit kein Betrieb stattfindet.


    Die Beschäftigung auf dem eigenen Grundstück, die letzte Woche schon ab und zu den Charakter offensichtlicher ABMs hatte, wird zur Routine. Wenn man mal angefangen hat, dann findet man sehr schnell weitere Arbeit. Die Schleuse haben wir zur Hütte erweitert und dort "fließendes" Wasser aus der Zisterne installiert.


    Wir machen regelmäßig kleine Rundflüge mit der Drohne, und trotz des erhöhten Risikos, die Drohne kaputt zu machen, dürfen auch die Kinder mal ran. Es gibt noch zwei weitere Drohnen in der Nachbarschaft, die auch rumfliegen. Ist wie Drachen steigen.


    Wachen werden auch bei uns organisiert. Das sind meistens Zweierteams bei denen auch meistens ein Hundebesitzer dabei ist.


    Der Strom hat die Stimmung sehr gehoben, wobei ich mich überhaupt nicht darauf verlassen will, dass das auf Dauer so bleibt, weil gerade jetzt sehr viele alle verfügbaren Heizlüfter anwerfen...



    Nick

    Quidquid agis prudenter agas et respice finem

  • So, wir starten in die 3. Woche einer eskalierenden Pandemielage mit der Omega-Variante.


    In De leben in Gemeinden mit weniger als 2000 Einwohner nur ca. 5% der Bevölkerung.

    Sind schon alle aus den Forum in die Pampa gezogen?

  • In De leben in Gemeinden mit weniger als 2000 Einwohner nur ca. 5% der Bevölkerung.

    Sind schon alle aus den Forum in die Pampa gezogen?

    Genau das habe ich auch eben gedacht - beim Lesen der ganzen Szenarien überwiegen doch Worte wie " Haus,Zaun,Holzofen,Garten,Brunnen"


    Hat denn hier keiner ein Appartement in Hamburg Wilhelmsburg oder Bremen Neue Fahr ? *


    https://www.flickr.com/photos/7234114@N04/2208960595

    https://de.wikipedia.org/wiki/…atei:Bremen-Neue_Vahr.jpg


    Andere Gegenden : setzt bitte hier was aus Eurer nahen Großstadt ein :winking_face:

    Aus dem Norden von DE bzw. dem Süden von ES gesendet

  • Stimmt, Henning, in der Tat ein löblicher Wandel der hier vollzogen wurde.

    Vor zehn, zwanzig Jahren ist die gesamte Prepperbewegung kollektiv "in den Wald gegangen", alle hatten einen tollen Platz den sonst "nie jemand finden wird".

    Alle hätten Brennesselspinat gekocht und , mit der Armbrust erlegtes, Wildbrett gegrillt und so monatelang der Krise getrotzt.

    Wirklich schön dass etwas mehr Realismus Einzug gehalten hat.


    Man möge mir die satirische Nostalgie verzeihen :grinning_squinting_face: Aber manche Leute hatten schon arg krude Vorstellungen.


    PS: Wobei eine "Gemeinde" durchaus aus vier fünf Dörfern bestehen kann und so kann man durchaus auch ausserhalb dieses Parameters in einer kleinteiligen Besiedlung wohnen, das mach ich nämlich auch.

  • Auch wenn wir uns das so vorstellen wie viele, auch ich, es geschrieben habe, so denke ich das wir eines vergessen haben. Wir haben 30 % Bevölkerungsverlust laut unserem Szenario in 10 Tagen. Wenn ich nicht falsch gerechnet habe dann würden Anfang der 3 Woche nur noch bei einer Bevölkerung von einem 2000 Seelen Dorf 1000 überlebt haben. Das wäre die Hälfte der Bevölkerung. Das ist schlimmer als der schlimmste Blackout, selbst wenn der Blackout weltweit wäre, würde er nicht so viele Todesopfer bringen wie dieses Szenario.

    Ich denke, das wird massive Auswirkungen auf das Leben jedes einzelnen haben. Auch, dass es so etwas wie Suppenküchen und eine Notversorgung nicht mehr geben wird. THW, Feuerwehr, BW und Polizei haben aufgehört zu existieren. Wenn man den Schnee noch dazuzählt, dann ist das Chaos perfekt.

    Sicher mag es keine Krankheit oder Todesfälle in kleinen Siedlungen mehr geben, dafür wird der Tod in großen und kleinen Städten genug zu tun haben.

    Wenn man das weiterspinnt, dann sollte spätestens Ende der vierten Woche das Leben wie wir es kannten vorbei sein.

    Oder seh ich das falsch?

  • Vielleicht hat ja mancher auch die Möglichkeit, sich aus einer städtischen Umgebung an seinen "sicheren Ort" auf dem Land zurückzuziehen . SO haben zugegebener Maßen auch nur wenige.

  • Ich habe ja fast zehn Jahre in einer Großstadt gelebt (leben müssen), und wenn ich mir in Gedanken jetzt vorstelle das Szenario dort zu erleben...


    Zweiter Stock eines Hochhauses, Zweizimmerwohnung, kleiner Einmann-Gefrierschank, Ölheizung (elektrisch betrieben, aber noch so alt, dass man alternativ mit Ölkännchen das Öl hat vom Keller holen können),...


    1. Heizung wär erst mal kein Problem gewesen.

    2. Vorräte ähnlich wie heute, jedoch nur für eine Person gedacht. Ein Paar Wochen wär ich schon über die Runden gekommen, allerdings viel einseitiger als heute.

    3. Werkzeug war deutlich eingeschränkter bzw. noch nicht so weit aufgestockt. Das stärkste wäre vermutlich ein Klappspaten oder ein kleines Klauenbeil gewesen. Wobei man hier natürlich mit Panzertape und Staubsaugerrohr improvisieren könnte.


    Was mir eher sorgen gemacht hätte, wären die Nachbarn gewesen. Obwohl ich da sehr lange gewohnt habe, habe ich die Nachbarn ab und zu gesehen, geredet nur mit einem regelmäßig, und auch sonst hätte ich von denen keinen wirklich einschätzen können. Am gemeinsam nutzbaren Keller, durch Gitter getrennte Abschnitte hätte man abschätzen können, dass da vielleicht einer ein bisschen Vorräte hat, aber den meisten wäre sicher innerhalb drei Tagen, in denen sie in den ca 100 Meter entfernten Supermarkt nicht mehr können, das Essen ausgegangen.


    Könnte mir sehr gut vorstellen, dass ich da nicht drei Wochen friedlich Pornos geguckt und mir nebenher auf dem Ölofen ein Käsefondue warmgehalten hätte.


    Taktisch wäre die Wohnung ein Alptraum. Wenn einer zu Dir rein will, muss er durch eine stabile Holztür. Von außen mit Zeit gar kein Problem. Der der Arbeitet kann aus dem Treppenhaus von mir uneinsehbar gedeckt werden. Will dich einer wirklich fertig machen, kannst Du nichts dagegen machen, wenn er die Wohung unter Dir anzündet, falls die kleine unter mir das nicht ganz von alleine geschafft hätte :frowning_face:


    Wenn nur einer im Hochhaus ein Feuer verurusacht trifft es alle. D.h. das Risiko multipliziert sich mit der Anzahl der Wohneinheiten.


    Das einzige, was mir in der Stadt von großem Vorteil erscheint, ist der riesengroße Vorrat an Zeug, mit dem man improvisieren kann. Liegengebliebene Autos, Schrott, Abfalleimer, Unterschlupf, Dächer, Kanalisation, ... Ein kompletter Nichtsurvivler dürfte aus Abfalltonnen länger überleben als im Wald.



    Nick

    Quidquid agis prudenter agas et respice finem

  • In De leben in Gemeinden mit weniger als 2000 Einwohner nur ca. 5% der Bevölkerung.

    Sind schon alle aus den Forum in die Pampa gezogen?

    Ich wohne zu dicht bei Hamburg, um es Pampa zu nennen. Auch wenn die Heide gleich nebenan liegt.


    Bürgerkriegsähnliche Zustände würde ich bei uns nicht in dem Ausmaß vermuten, wie ich sie nur ein paar Kilometer weiter für Hamburg annehmen würde. Dafür ist der Süderelbebereich zu sehr der "abgehängte" Teil Hamburgs. Das Stiefkind, das niemand haben will. Man kümmert sich dann lieber um die Bedürftigen in den Stadtteilen auf der Norderelbeseite. Sofern man nicht gerade irgendwelche "nachrichtendienstliche Mittel" anwendet, wird man südlich der Elbe nicht viel mitbekommen von dem, was nördlich der Elbe passiert. Zwischen "uns" und dem nördlich der Elbe gelegenen Teil Hamburgs liegen rund 20 bis 25 km. Das sind in einem SHTF-Szenario weitestgehend tödliche 20 bis 25 km: Fischbek, Neugraben, Hausbruch, Harburg, Veddel, Wilhelmsburg... Alles Stadtteile, die zwar auch ihre "noblen" Ecken haben, aber auch von einer Betonburg nach der nächsten geprägt ist. Einschließlich der Klientel, die darauf angewiesen ist, günstigen, teils deswegen auch abgeranzten Wohnraum beziehen zu können. Diese werden bei einem solchen Szenario für bürgerkriegsähnliche Szenarien schon sorgen. Da mache ich mir keine Illusion.


    Bei uns im Ort sind die Betonburgen mit sozial-prekären Bewohnern, die aus purer Verzweiflung schon mit dem Plündern anfangen würden, auch vorhanden, nur nicht so dominant wie im Süderelbebereich Hamburgs.


    Zurück zum Szenario:

    Man merkt, dass so langsam die Luft raus ist. Bei den Helfern der HiOrgs (DRK, DLRG, Johanniter, Feuerwehr etc.) kommt es immer mal wieder zu Ausfällen. Das Betreiben der Suppenküchen im Landkreis wird immer mehr eine logistische Herausforderung. Personal, Material... Es fehlt mittlerweile an allem oder ist nur in unzureichender Menge vorrätig.


    Jetzt, wo der Strom wieder da ist, können zumindest die Großküchen in den Seniorenheimen und Krankenhäusern ohne Einschränkungen betrieben werden. Vorher hatte man mit Netzersatzgeräten zumindest einen rudimentären Betrieb der Krankenhausküchen ermöglichen können. Bei den Seniorenheimen war dies nicht möglich.


    Als man nun wieder die verschiedenen Seniorenpflegeheime aufsuchen kann, kommt man auf 10%, teilweise 40% Todesrate. Ohne Schutzausrüstung betritt niemand die Heime. Corona ist hier das geringste Problem und in den wenigsten Fällen Ursache für den Tod. Eher dann die fehlende Versorgung mit Medikamenten, die fehlende Versorgung (Umbetten etc., glücklich, wer von den Bewohnern "nur" einen Dekubitus in den vergangenen zwei Wochen zusätzlich bekam), unzureichende Hydration, unzureichende Versorgung mit Nahrung, unzureichende Versorgung nach allfälligen Stürzen. Mit wenigen Worten: Es stinkt selbst in den besten Pflegeheimen des Landkreises erbärmlich nach Kot, Urin und Verwesung... Auf den Demenz-Stationen ist der "death toll" besonders hoch.


    Einer der jüngeren Helfer meint nur trocken etwas von wegen "sozialverträglichem Ableben". Sofort hat er eine Watschen hängen. "Niemand (!), aber auch wirklich niemand hat einen derartig elendigen und unwürdigen Tod in Einsamkeit verdient. Erst recht nicht jene Menschen, die Deutschland nach dem Krieg in der einen oder anderen Form mit aufgebaut haben und uns jungen Menschen ein eigentlich sorgenfreies Leben ohne Krieg, Elend und wirkliche Bedrohung durch andere Menschen ermöglichten." Der junge Helfer wischt sich die Tränen aus dem Gesicht und schaut mir nachdenklich ins Gesicht. "Wie sollen wir da jetzt noch was geraderücken können?" fragt er. "Indem wir jedem einzelnen mit Respekt begegnen!"


    Zu Hause schaffen meine Frau und ich sowas ähnliches wie Ordnung, indem wir die Uhren ohne Funkanbindung wieder richtig einstellen und auch sonst das Stromlos-Chaos beseitigen, wo es auftrat.

    aus DE gesendet...

  • In De leben in Gemeinden mit weniger als 2000 Einwohner nur ca. 5% der Bevölkerung.

    Sind schon alle aus den Forum in die Pampa gezogen?

    scheinbar sind wir in der Welt der Glückseeligkeit. Echte Pampa. Schon immer.

    Klar, unsere Gemeinde hat einen "Markt" als Hauptort und da wohnen mit 3700 Menschen die Mehrheit der Bewohner.

    Einzige Einkaufsmöglichkeit mit 2 Metzger(keiner schlachtet selber), 2 Bäcker, 2 Apotheken, 2 Supermärkte 1 Tankstelle,

    (+ kleinkram wie Friseur, Dekoladen, Schreibwaren, 2 Gärtnereien) 3 Hausärzte, 3 Zahnärzte und ein Tierarzt. (soweit ich es richtig im Kopf habe)

    Aber seit neusten mit eigener Rotkreuzstation incl. Rettungswagen. Dafür bin ich z.B. Mitglied geworden und

    Regionale Betrieben haben da viel gesponsert. Früher hatte der schon 30km Anfahrt zu uns.

    Der Rest von 3000 Personen aber, kann sich die Gemeindefläche von 10.883ha in 160 kleinere/größere Dörfer, Weilern und Einöden teilen.

    (abzüglich bisschen was für den Hauptort) Macht pro Person etwas über 3ha.

    Wobei von den 10883ha nur 2% Gebäude mit Freiflächen, 2% Verkehr sind das meiste 22% Wald und 73% Landwirtschaft (1% sonstiges ?)

    Nahe Großstadt, ok, nach München sind es 100km..... nach Passau über 100km.... Regensburg 200km.....

    Alles dazwischen ist WESENTLICH kleiner und im 30km Umkreis ist nix größer wie ca. 12.000 Einwohner.

    Eine einzige Stadt mit ca 75.000 Einwohner kommt dann.

    Darum ist unser zuhause auch bereits unsere BOL.

    Sag ja, Pampa und aus dem Grund kannst du die Luken besser dicht machen, Außerdem, bis da jemand genau bei uns ankommt mit plündern ?

    Ich sehe da BISHER kein großes Risiko.


    Viele sind doch deshalb schon Prepper, weil es immer schon so war das man auf dem Land mal eingeschneit ist,

    Stromausfälle hat und nicht täglich zum einkaufen rennt, wenn man jedesmal mind. 10km fahren darf.

    Die meisten haben auch Gärten und allein dadurch wird oft auch eingekocht oder haltbar gemacht.


    Tote ?

    Wir haben 30 % Bevölkerungsverlust laut unserem Szenario in 10 Tagen. Wenn ich nicht falsch gerechnet habe dann würden Anfang der 3 Woche nur noch bei einer Bevölkerung von einem 2000 Seelen Dorf 1000 überlebt haben. Das wäre die Hälfte der Bevölkerung. Das ist schlimmer als der schlimmste Blackout, selbst wenn der Blackout weltweit wäre, würde er nicht so viele Todesopfer bringen wie dieses Szenario.

    Ich denke, das wird massive Auswirkungen auf das Leben jedes einzelnen haben. Auch, dass es so etwas wie Suppenküchen und eine Notversorgung nicht mehr geben wird. THW, Feuerwehr, BW und Polizei haben aufgehört zu existieren. Wenn man den Schnee noch dazuzählt, dann ist das Chaos perfekt.

    Sicher mag es keine Krankheit oder Todesfälle in kleinen Siedlungen mehr geben, dafür wird der Tod in großen und kleinen Städten genug zu tun haben.

    Wenn man das weiterspinnt, dann sollte spätestens Ende der vierten Woche das Leben wie wir es kannten vorbei sein.

    Oder seh ich das falsch?

    ja, es klingt paradox, aber da kann ich mich nicht reindenken, weil es mir schwerfällt, wem ich in meinen Umfeld "sterben lasse".

    30% wären hier im Weiler 15 Personen.

    Als Beispiel, wir mußten noch nie in Quarantäne, Mann und 2 Söhne arbeiten, 1 Sohn Ausbildung mit Kampus, Tochter in der Schule.

    Nur ich bin mehr oder weniger NUR zuhause. Trotzdem, sind wir bisher verschont geblieben. Alle einfach sehr vorsichtig.

    15 Haushalte im Dorf, 3 waren schon 2x im Quarantäne, 3 nur 1x in Q. 6 noch nie und von 3 weiß ich es nicht. (de 3 zugereisten)

    Einige, hatten hier zwar corona, von 40% weiß ich es, aber zum Glück war keiner schwer krank oder wäre gar einer verstorben.

    Auch von den "alten" niemand. Auch keiner in den Nachbarortschaften, nix.

    Tja, alternativ könnte ich alle die schon Corona hatten - auswählen. Wäre ein Punkt den ich nicht beeinflussen hätte können, oder beeinflussen kann.

    Somit wären mit Sofort 4 Haushalte komplett verschwunden, ausgelöscht.

  • Trotzdem............. Ja der Strom ist da. Eine Erleichterung per Excellence.


    Überall rattert und pipst es. Hoffe nur ich kann den Frieden trauen und der bleibt auch, nicht das es bing macht und alles steht wieder.

    Alles mal an die Ladegeräte, incl. Auto. Spülmaschinie leer mit Maschinen Reiniger laufen lassen. 3 Wamas mit Kochwäsche anwerfen.

    Zum Glück habe ich schon immer vorsortiert beim zwischenlagern und kann gleich loslegen. Überall gut Pulver rein und Hygienespüler.

    Wer weiß ob da nicht irgendwo Keime drunter sind. Vorsichtshalber desinfiziere ich mir wieder die Hände nach dem Wäsche einladen.

    Die Heizung will noch nicht, durch die Stehzeit ist wohl eine Umwälzpumpe festgegangen. Nur gut das wir Ersatzteile haben.

    Meine Männer haben sich gleich an die Arbeit gemacht.

    Das dauert dann sicher noch so einige Stunden bis alles wieder richtig durchgewärmt ist.


    Die Gefriersachen räume ich nicht wieder ein. Die letzten Sachen sind heute angetaut, Das wird alles verarbeitet und ich hab schon mal 2 große Pott Eintopf aufgesetzt. Mit fertigen Tiefkühlgemüse geht das ja fix.


    Nebenbei kommt mir in den Sinn mal den TV einzuschalten und zu sehen was die Nachrichten so sagen. Endlich finde ich einen Sender

    der geht und es gefällt mir trotzdem nicht was ich sehe.

    Erschreckende Bilder und immer wieder die Warnung das Falschinformationen verbreitet werden, wonach der Virus harmlos sei.

    Schmierinfektionen......Verbreitung über Schmierinfektionen...... ich geh im Kopf durch was ich noch an Desinfektionsmittel habe.

    6 Liter müßten noch da sein. Dazu einige Pakete Tücher, Pasten und Handfläschchen.

    Gab ja bisher nicht viel an Bedarf - wenn alles zuhause hockt.


    Manche Stadteile im TV schauen wie nach Krieg aus. Brennende Häuser, abgebrannte Häuser,

    Eingeschlagene Scheiben, abgefackelte Autos, der Pöbel hat wohl auch sein Unwesen getrieben. Überall Müll und sogar Leichen kann man erahnen.

    Solche Bilder aus EU sind unfassbar. Danach Schwenk zu überrannten Krankenhäusern, Überlastung, viele Kranke auch beim Personal, zu Essenausgabestellen wo es auch immer wieder zu Handgreiflichkeiten kommen soll.

    Die Soldaten sind scheinbar mehr mit bewachen beschäftigt als mit Helfen. Also in der Stadt muß man sich ja wirklich fast wie im Krieg fühlen.


    Es kommen Hinweise wie man die Lebensmittelgutscheine bekommt, mit der Bitte um Rücksichtnahme und Abstand, je mehr Abstand umso besser,

    mind. FFP2 Maske, und wenn möglich Handschuhe nehmen. Nix anfassen,

    Hygiene, Hygiene, Hygiene....... ja sagt es nur oft genug, das es auch der letzte mitbekommt.

    Lebensmittelgutscheine gibt es in der Gemeindeverwaltung. Die sollen Abgabestellen aufbauen und die Leute an die Ausgabestellen für die Lebensmittel weiterschicken. Frag mich grad wie die das wohl in den Städten bewerkstelligen wollen - ohne Menschenauflauf.

    Es juckt mich in den Fingern, mir das anzusehen, zu erfahren was es gibt, ob ich das brauchen könnte. ABER nein.

    Hier gibt es noch keinen Hunger der uns aus dem Haus treibt. Weder für Lebensmittel und erst recht nicht zu einer Essensausgabe.


    Sicherlich haben die es im Markt groß aufgebaut, das viel Platz im Freien ist. oder bei der neuen Rotkreuzstation - da wohl eher das Essen.

    Aber das es da zu geht wie auf dem Volksfest kann ich mir sehr gut vorstellen. Das stell ich mir grad vor wie in einen Kessel voller Keime äh Viren

    zu springen und das brauch ich keines falls. Lieber gibts Nudeln mit Tomatensosse 6x die Woche einmal zur Abwechslung Tomatensosse mit Nudeln.


    ok, Luken dicht bis Januar, ja bitte, hoffentlich das hier keiner irgendwie zur Arbeit oder sonst wo hin muß.

    Ja hätte ich mir gewünscht, kaum geht scheinbar das Telefon, geht es schon los mit dem Gebimmel.

    Ausgefallene Sicherungen, FI und was weiß ich, was bei den Leuten alles so kaputt gegangen ist.

    Tja das ist der Nachteil wenn fast die ganze Kundschaft auch die Privatnummer kennt oder leicht rausbekommt.

    jeder bittet und bettelt das mein Mann doch komme möchte weil irgendwas nicht geht.

    Klar, er fährt raus, aber nur zu ein paar ihn sehr gut bekannten Leuten. Ihm werden die Ohren singen was ich ihn alles mit auf dem Weg gebe.

    Davon abgesehen, soll er einen Maleranzug über den Klamotten tragen - FFP3 Maske, Handschuhe und eine Flasche Desinfektionsmittel gebe ich ihn mit.

    Er kann sich schon denken, das er nur wieder mit Unterhose ins Haus kommt.


    Dadurch das nun wohl wieder mehr Bewegung in den Ort kommt, gehe ich noch mehr auf Abstand. (hygiene usw.)

    Meine Tochter lasse ich nicht mehr aus dem Haus. Auch nicht nebenan zu den Großeltern.

    Sie ist Distanzlos, so ein Nebeneffekt ihrer Behinderung. Die rennt mir sonst zu jeden hin und begrüßt den mit einer Umarmung.

    Ja ok, 2 Jahre Corona haben sie schon etwas eingebremst, aber vorsicht ist besser und die Großeltern (auch als Schwie bezeichnet)

    sind noch distanzloser.

    "ich war JA NUR bei der Nachbarin - was soll da schon passieren ?" - ja ne ist klar.

    Da vertrau ich ja fast meiner Tochter schon mehr.


    Versorgung, ich müßte eine Liste machen, was ich im Planspiel auf ca 14 Tage wirklich verbraucht hätte.

    Da ich aber für gut 200 Tage Vorrat habe, dürfte das noch kein Problem sein. Es wird halt evtl. nur einseitiger und es werden

    Vitamintabletten fest in den Speiseplan aufgenommen. Frisches Gemüse, Obst knapp und einseitiger.

    Frisches Fleisch wäre nun wohl ziemlich Ende, Tiefkühler leer oder aufgetaut und zwangsläufig verbraucht.

    Außer natürlich ich würde bei den Bauern Hähnchen holen - aber das ist auch rausgehen, Na - lieber nicht.


    Wie gesagt, 6x Tomatensosse mit Nudeln und einmal Nudeln mit Tomatensosse plus Vitamintabletten bevor mich eine Essensausgabe sieht.

    Never Ever - solange es auch nur irgendwie vermeidbar ist. Da ginge ich EHER ein Hähnchen holen.


    Ansteckung, die Haustüre bleibt verschlossen, ganz einfach, so kann man sie nicht aus "Gewohnheit" aufmachen wenn wer "käme".

    Die Garderobe wurde eh schon mehr oder weniger zur Schmutzschleuse umfunktioniert.

    Das würde beibehalten werden und wohl noch mehr auf Desinfizieren achten.

  • Tja, alternativ könnte ich alle die schon Corona hatten - auswählen. Wäre ein Punkt den ich nicht beeinflussen hätte können, oder beeinflussen kann.

    Somit wären mit Sofort 4 Haushalte komplett verschwunden, ausgelöscht.

    Genau das meine ich. Wir können, da kann man sich auch noch so gut anstrengen, gar nicht erahnen, was das heißt, wenn die Hälfte der Bevölkerung, da sind auch Bekannte, Freunde, Familie darunter, verschwunden sind. Diese Menschen einfach nicht mehr da sind. Sie irgendwo in ihren Wohnungen liegen und keiner mehr sich traut, die Leichen aus den Wohnungen zu holen. Keiner will sich ja auch noch anstecken, denn es sterben ja zu diesem Zeitpunkt immer noch Menschen. Es würde auch nicht genügend Menschen geben, die diese aus den Wohnungen holen.

    Wenn wir das mal auf die Bevölkerung umsetzen, dann sind das in 3–4 Wochen die Hälfte der Bundesrepublik, die ausgelöscht sind. Da ist kein normales Leben mehr möglich. Das heiß ja auch nicht, dass die Pandemie dann zu Ende ist, auch wenn die Sterbezahlen zurückgehen würden. Das Sterben geht, auch wenn vermindert, weiter.

    Ich mag und kann mir dieses Szenario gar nicht so vorstellen, das geht über meinen Horizont.

    Das meine kleine Geschichte so läuft wie sie läuft ist dem Umfeld geschuldet. Ich wüsste auch nicht was ich noch schreiben sollte, zumindest kann ich mir noch einiges vorstellen, das würde aber in den Bereich des Science fiction abgleiten, und damit ist uns auch nicht geholfen.

    Wahrscheinlich werden/müssen wir mit der Zeit abgebrühter werden um das ganze Chaos zu überstehen, aber was dann.

  • Hm, wir sind in der dritten Wochen einer ziemlich blöden Eskalation. Jetzt verglichen mit den stark steigenden Zahlen der vierten Welle und noch etwas Pfeffer dazu - zur Entvölkerung reicht das noch lange nicht, auch wenn man die Zahlen verzigfacht. Es wird in so einem Szenario sehr viele hungrige Mäuler geben. 30% tot heißt auch 70% die Überleben und sich je nach dem ohne Angst vor der Seuche frei bewegen können.

    Richtig ungemütlich wird es wohl bei allen größeren Ansiedlungen (über 50 Personen?), ob dann die offene Gewalt der Großstadt zuschlägt oder die Schwarmintelligenz eines 7000 Einwohner Kaffs ist letztlich egal.

    Ich schreibe mal ganz provokativ: will ich den Durchschnittsprepper dann als Nachbarn? Abseits aller Forenregeln sehe ich in dem Szenario einiges an Doomsday Potential. Je nach Auslegung wird das was hier nicht diskutiert wird an Bedeutung gewinnen. Sad but true.

    Zu was wäre ich bereit wenn es ans Eingemachte geht? Natürlich erst mal das Eingemachte verspeisen :-), aber dann, stellt euch mal die Frage, wenn es um die letzte Konserve, um einen Sack Vogelfutter geht - gibt es da noch Gut und Böse? Vielleicht stellt sich raus: wir Alten haben verschissen und zum fortbestehen der Menschheit müssen alle Reserven für die bis 25 geöffnet werden, würde einer dann die Tore aufmachen?

    Nur mal in den Raum geworfen.

  • Vielleicht stellt sich raus: wir Alten haben verschissen und zum fortbestehen der Menschheit müssen alle Reserven für die bis 25 geöffnet werden, würde einer dann die Tore aufmachen?

    Aber mal ernsthaft: Die Jugend von heute hat nix drauf. Die können zu 70% wirklich nix. Da war vor 40-50 Jahren noch anders als mit 20 die meisten schon eine Ausbildung in der Tasche hatten und nen eigenen Haushalt führten, aber heute sind die allermeisten zu verwöhnt.

    Wie sollen denn die heute ne neue Gesellschaft oder gar leistungsfähige Industrie aufbauen?


    will ich den Durchschnittsprepper dann als Nachbarn?

    Wollte ich schon vorher nicht. Der wird dann noch schneller zum Plünderer als der verzweifelte Papa der Nahrung für sein Baby sucht.

    • Hilfreichste Antwort

    Wir haben 30 % Bevölkerungsverlust laut unserem Szenario in 10 Tagen.

    Nein, das ist nicht so. Wie schon an anderer Stelle erwähnt haben wir eine 30% Sterblichkeit nur nach einer Infektion mit schwerem Verlauf. Da die meisten Länder bei Ausbruch von Omega aber bereits Maßnahmen und Kontaktbeschränkungen bis hin zu Lockdowns hatten, haben sich also gar nicht so viele Menschen infiziert.


    Deshalb kann daraus kein Bevölkerungsverlust von 30% abgeleitet werden.


    Dennoch ist er höher als alles was wir bisher gesehen haben und hat besonders Auswirkungen auf das Verhalten und die Ängste der Menschen, weil sie mit einer ständigen Angst vor einer Schmierinfektion leben müssen.