Gasmangel: Auswirkungen & Vorsorge

  • Hast du eigentlich irgendwelche Updates zu den französichen AKW`s. Nach meinem Kenntnisstand sind immer noch 50% offline, was ich nicht finden kann sind Angaben wann welches AKW (geplant) wieder an das Netz gehen soll.

    Quelle:

    https://app.electricitymaps.com/zone/FR


    Frankreich importiert zur Stunde ~15% seines Strombedarfs aus dem Ausland.

    40% der nuklear installierten Leistung wird abgerufen.

    In der Spitze waren es heute tagsüber knapp über 50% der nuklear installierten Leistung.


    Mehr wird aktuell nicht benötigt.


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    Status der Kraftwerke:


    Quelle 1:

    https://www.aa.com.tr/en/europ…ed-by-ukraine-war/2623144

    (26.06.2022)

    "Currently, the nuclear production capacity is at 76%"


    Quelle 2:

    https://www.edf.fr/en/the-edf-…-messages/list-of-outages

    ... wenn man viel Zeit hat kann man sich da mal durch alle Meldungen klicken bzw. mit den Filtern spielen ...

    Ich habe leider keine einfache Möglichkeit der Aufbereitung gefunden.

  • Tueftler : ... Für die Biogasanlagen sieht es demnach nicht gut aus, zumindest die vier Anlagen in unserer Gemeinde sind nicht inselfähig, weil sie Synchrongeneratoren haben, die vom Netz geführt werden. Bei Stromausfall müssen die Rührwerke und Belüfter der Gärtanks mit Notstrom weiterbetrieben werden und das entstehende Gas muss abgefackelt werden, da die Generatoren ja nicht einspeisen können.

    sowas ist doch ein Konstruktionsfehker.

    Das Ding könbte sich autark versorgen, wenn man es gut kinstruiert hätte.

    aus DE gesendet....

  • Gasprom stellt Weiterbetrieb von „Nord Stream 1“ infrage

    Wer hätte das gedacht? :clown_face:

    Da muss man die Russen schon verstehen. Wenn Gazprom die Papiere für die eine Turbine nicht mehr findet muss man halt die Pipeline stilllegen, da kann man nix machen.

    Genauso wie das kasachische Öl leider, leider beim Export Umweltschäden verursacht und bei Umweltschäden sind die Russen nun mal knallhart.


    Ich find's ja eher niedlich, dass sie sich überhaupt die Mühe machen, sich solche kleinen Geschichten auszudenken.


    Wenn der Gashahn zu ist kann man je endlich mit dem Appeasement aufhören und die Ukraine richtig ausstatten, denn außer der Gasdrohung hat er ja nur noch die Drohung mit dem Atomkrieg und der kann man schon aus Prinzip nicht nachgeben.

    Aus gegebenem Anlass: ich distanziere mich hiermit ausdrücklich gegen jeden Form von Gewaltphantasien gegen andere, den Staat oder staatliche Organe. Ich betreibe prepping als Krisenvorsorge und als Hobby und tausche mich hier mit Gleichgesinnten aus.

  • sowas ist doch ein Konstruktionsfehker.

    Das Ding könbte sich autark versorgen, wenn man es gut kinstruiert hätte.

    Die Dinger werden aber nun mal kostenoptimiert gebaut, da steckt idR kein Cent mehr drin als gesetzlich vorgeschrieben.

    Aus gegebenem Anlass: ich distanziere mich hiermit ausdrücklich gegen jeden Form von Gewaltphantasien gegen andere, den Staat oder staatliche Organe. Ich betreibe prepping als Krisenvorsorge und als Hobby und tausche mich hier mit Gleichgesinnten aus.

  • Wenn der Gashahn zu ist kann man je endlich mit dem Appeasement aufhören und die Ukraine richtig ausstatten, denn außer der Gasdrohung hat er ja nur noch die Drohung mit dem Atomkrieg und der kann man schon aus Prinzip nicht nachgeben.

    Ich geh davon aus, es wird alle 2-3 tage eine neue Meldung mit man kann doch liefern, man probierts, irgendwas ist wieder kaputt, es ist repariert, es wird gedroht zu drosseln, man zeigt goodwill und will mehr liefern, man sagt man liefert mehr obwohls weniger wird, es gibt einen unangekündigten ausfall, es wird wieder angefahren, es stockt, mehr gas, drohung, weniger gas, mehr gas, stopp, ... Das Drama hoch halten.


    Das thema immer wieder am köcheln halten und per PsyOp Druck ausüben und den Shock and Awe Moment ausweiden.


    Das könnte wohl eine bessere Strategie sein als Hardball zu spielen und komplett abzudrehen.

  • Ich geh davon aus, es wird alle 2-3 tage eine neue Meldung mit man kann doch liefern, man probierts, irgendwas ist wieder kaputt, es ist repariert, es wird gedroht zu drosseln, man zeigt goodwill und will mehr liefern, man sagt man liefert mehr obwohls weniger wird, es gibt einen unangekündigten ausfall, es wird wieder angefahren, es stockt, mehr gas, drohung, weniger gas, mehr gas, stopp, ... Das Drama hoch halten.

    na so kann man doch die Politiker hier gut beschäftigen...........

  • Wenn der Gashahn zu ist kann man je endlich mit dem Appeasement aufhören und die Ukraine richtig ausstatten, denn außer der Gasdrohung hat er ja nur noch die Drohung mit dem Atomkrieg und der kann man schon aus Prinzip nicht nachgeben.

    Würde zwar teilweise hart werden ( wobei das "hart" auch sehr dehnbar ist), aber dann schießen sie sich richtig ins Aus. Einen Atomkrieg wird keiner starten, da bliebe von uns allen nicht viel übrig. Also bleibt nur das Gas, und ohne das Druckmittel bleibt Russland dann nicht mehr viel, um andere zu erpressen - so ganz einstellen werden sie die Lieferung also nicht.

    NUNQUAM NON PARATUS

  • na so kann man doch die Politiker hier gut beschäftigen...........

    hat auch den anderen zweck, die mit den Flatternerven werden aufgewiegelt und machen Druck auf die eigene Regierung. Weitere offene Briefe an den Kanzler und die Ukraine endlich einen Friedensvertrag (lies Kapitulation der Ukraine) mit Russland zu schließen.

    Oder den Westen davon abzuhalten weitere Waffen zu liefern. Die Strategie klappt ja aktuell recht gut.


    Und wenn Russland jetzt den Gashahn auf 0 stellt, dann würde das den gegenteiligen Effekt auslösen, und Russland würde das als feindlicher Akt ausgelegt werden. => "Putin ist schul, mir ist kalt weil Putin"

    Dann bekommen die Ukrainer, "jetzt erst recht", alle Leo1 und Marder und weitere SMArt Munition.


    Großes Szenario aufzubauen, täglich in die Hauptabendnachrichten mit dem Thema zu gelangen, täglich neue sich stetig verschärfende Szenarien und Warnungen,...

    Das wirkt sicher besser auf die hiesige Bevölkerung als wenns jetzt schon eskalieren würde mit einem Total-Stopp.

  • … oder die Lieferungen werden mehr oder weniger normal wieder aufgenommen um sich ganz cool als seriöser Geschäftspartner darzustellen.

    Planung ersetzt den Zufall durch den Irrtum!

  • Das ist momntan auch mein Gedanke.

    Erst einmal wieder liefern, nach dem Motto "wir sind seriös" und dann nach ein paar Tagen/Wochen sagen, "ups, die M10 Flanschschraube #FS-0815 ist kaputt und nicht lieferbar. Wir müssen die Leitung vorrübergehend absperren um die Umwelt nicht zu gefährden".

    Viele Grüße aus Schleswig-Holstein, Leo

  • … oder die Lieferungen werden mehr oder weniger normal wieder aufgenommen um sich ganz cool als seriöser Geschäftspartner darzustellen.

    Russland als seriös? Nach dem was mindestens im letzten halben Jahr geschah? 🙄

    aus DE gesendet...

  • Erste Details zu EU-Gasnotfallplan

    Auf Wirtschaft, Verbraucherinnen und Verbraucher in der EU könnten angesichts der drohenden Gaskrise erhebliche Energiesparmaßnahmen zukommen. Ein Entwurf für einen Notfallplan der Europäischen Kommission sieht etwa vor, dass öffentliche Gebäude, Büros und kommerzielle Gebäude ab Herbst bis maximal 19 Grad beheizt werden sollen.

  • Wie ist eigentlich die Preisentwicklung bei Daunenbetten, Wintermänteln und Pullis? Sollte man Strickgarn einlagern?


    Die 19-Grad-Philosphie ("ist warm genug") verfolgt der Leiter des technischen Betriebs bei meinem Arbeitgeber schon länger, es stellen sich aber regelmäßig die Damen der Verwaltung ("Kalte-Füße-Fraktion") quer.


    Interessant hierzu eine Studie aus Kanada, aus der heise .de heute zitiert:

    Demnach schaden smarte Heizkörperthermostaten in der Praxis mehr als sie nützen - weil die allermeisten Anwender die Standardeinstellungen nicht ändern, so schalten zigtausende Thermostate schön synchron z.B. um 6:30 die Heizung ein und treiben so die Spitzenlast um 40% nach oben. Dabei soll ein Grad Temperaturabsenkung 5-10% Energie-Einsparung erbringen. Aber nicht, wenn man durch hohe Gleichzeitigkeit bei Schaltvorgängen die Energielieferanten zur Bereitstellung von hoher Spitzenleistung zwingt.

  • Wer soll das wie kontrollieren? Bei den staatlichen Gebäuden vielleicht der lokale Hausmeister, im privaten und privatwirtschaftlichen Bereich wird da wieder die Funktion eines Heiz-Blockwartes eingeführt? Am Ende bleibt immer die Frage nach der Umsetzbarkeit der Ideen, denn viele werden sich einfach nicht dran halten. Und wem dann im Büro doch zu kalt sein sollte der geht ins Home Office und dann steigt da der Heizbedarf was den Erfolg verwässert....

    Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd

  • denn viele werden sich einfach nicht dran halten

    Wie muss ich mir das vorstellen? Die Wohnungsgenossenschaft fordert die Mieter auf, ihre Wohnungen auf max 19 Grad zu beheizen. Die Mieter scheren sich nicht drum. Die Heizkosten laufen ins Uferlose, der Vermieter erhöht unterjährig die Abschlagszahlungen auf das Vierfache, die Mieter verweigern die erhöhte Abschlagszahlung und behaupten "Der Vermieter muss mir 23°C Wohnraumtemperatur ermöglichen, andernfalls mindere ich halt die Miete".


    Wenn das so wäre, bekäme mein Mieter die Kündigung. Könnte mir aber vorstellen, dass der Gesetzgeber analog den 19°-Plänen aus Brüssel die Gesetze entsprechend anpasst, so dass der Raumwärmeanspruch auf 19 Grad gesenkt wird.


    Und im schlimmsten Fall: warme Heizkörper nur gegen Vorkasse oder monatliche Heizkostenabrechnung, bei Nichtzahlung wird abgeschaltet. Wie beim Strom. Und nicht wie gewohnt die Heizkosten in einer Nebenkostenabrechnung versteckt, die einmal im Jahr gerade gezogen wird und die der Mieter dann im Folgejahr als große Überraschung präsentiert bekommt. Dann ist es nämlich zu spät für Energieeinsparungen, die müssen jetzt bzw. während der Heizperiode angegangen werden.

  • denke mal, dass es bei einer kritischen Mangelware keinen Rechtsanspruch gibt. Gut wäre natürlich, wenn man vorher sparsam ist, um die gasspeicjer füllen zu können

    aus DE gesendet....

  • Und im schlimmsten Fall: warme Heizkörper nur gegen Vorkasse oder monatliche Heizkostenabrechnung, bei Nichtzahlung wird abgeschaltet.

    Nehmen wir an, Du hast ein Mehrfamilienhaus mit z. B. 10 Parteien, und ein einziger Mieter hält sich nicht an die 19° C. Willst Du dann allen vernünftigen die Heizung abdrehen?


    Die restlichen 9 würden Dir gewaltig "aufs Dach steigen". Ein Gerichtsverfahren gegen 9 gegnerische Parteien? Viel Spaß!


    Gruß Peter

    An sich ist nichts gut oder böse. Erst das Denken der Menschen macht es dazu.

  • Es sollte an jeder Wohnung einen Absperrhahn in den Heizungsleitungen haben, schon zu Wartungszwecken, weil man sonst bei Arbeiten am Heizsystem in einer Wohnung allen Bewohnern die Heizung abstellen müsste. So kenne ich das jedenfalls. Kleiner Kugelhahn in Vor- und Rücklauf hinter einer Wartungsklappe im Treppenhaus oder direkt im Heizungskeller am Verteiler für die Heizkreisläufe. Schlimmstenfalls müsste man nen Absperrhahn nachrüsten, das wäre jetzt nicht das Ding.


    Wenn einer von 10 Mietern seine Stromrechnung nicht zahlt, dreht man ja auch nicht allen anderen den Strom ab.

  • Wenn einer von 10 Mietern seine Stromrechnung nicht zahlt, dreht man ja auch nicht allen anderen den Strom ab.

    Ja, ich hatte mal einen Nachbarn der seine Stromrechnung nicht mehr bezahlt hat, da kam jemand vom Energieunternehmen und entfernte die Sicherung am Gang nur für dessen Wohnung und hat diese verplombt. Mehr ist da nicht dahinter. Absolut low-tech.

  • Die Heizkosten laufen ins Uferlose, der Vermieter erhöht unterjährig die Abschlagszahlungen auf das Vierfache, die Mieter verweigern die erhöhte Abschlagszahlung und behaupten "Der Vermieter muss mir 23°C Wohnraumtemperatur ermöglichen, andernfalls mindere ich halt die Miete".

    Der Vermieter darf die Abschlagszahlungen "unterjährig" gar nicht erhöhen, sondern nur nach einer Abrechnung (§ 560 BGB). Der Vermieter ermöglicht diese - richterlich und nicht gesetzlich geregelte - Behaglichkeitstemperatur von 20-22°C (im Bad auch 23°C), wenn er betriebsbereite Anlagen vorhält und nicht eigenmächtig abregelt. Letztlich bezahlt der Mieter die Show und nicht der Vermieter, das darf man nicht vergessen. Hier versuchen die Vermieter nur das Risiko ihrer unternehmerischen Tätigkeit (steigende Nebenkosten durch steigende Gaspreise) im Voraus auf die Mieter abzuwälzen. Aber das kennen wir ja schon.


    Wenn das so wäre, bekäme mein Mieter die Kündigung. Könnte mir aber vorstellen, dass der Gesetzgeber analog den 19°-Plänen aus Brüssel die Gesetze entsprechend anpasst, so dass der Raumwärmeanspruch auf 19 Grad gesenkt wird.

    Und dann klagt dein Mieter und bekommt Recht, denn die Regeln sind seit Jahrzehnten klar. Dazu kommt, dass wenn im großen Maßstab solche Aktionen laufen, auch eine Zwangsräumung schnell sittenwidrig werden kann, selbst wenn du es schaffst, legal zu kündigen. Denn wenn das Leben / die Gesundheit bedroht sind, gehen Zwangsräumungen nicht.


    Und im schlimmsten Fall: warme Heizkörper nur gegen Vorkasse oder monatliche Heizkostenabrechnung, bei Nichtzahlung wird abgeschaltet.

    Genau, denn nachträgliche, einseitige Änderungen des Mietvertrags sind ja allgemein bekannt problemlos möglich.


    denke mal, dass es bei einer kritischen Mangelware keinen Rechtsanspruch gibt.

    Es gibt kein Gesetz, dass sowas vorsieht. Weder das Grundgesetz (mit den Notstandsgesetzen), noch das Bundesleistungsgesetz.


    Und wenn man mal einen gewagten Rückblick auf 2020/2021 wirft: Ich würde hier, weder als Mieter noch als Vermieter, irgendwas sinnvolles von der Legislative erwarten. Geliefert werden eher ziemlich nervtötende Propaganda, Durchhalteparolen und anders hohles Geschwätz. Sowas wie "patriotische Frierpflicht" oder so, lol. Oder nein, noch besser: Klatschen auf dem Balkon für die braven Bürger der Ukraine hält warm und spendet wichtiges Moralin. Vielleicht gibt es ja noch irgendwo Vorlagen vom Winterhilfswerk, die man wieder benutzen kann.