Gasmangel: Auswirkungen & Vorsorge

  • Aber es ging doch um das Energiesparen.


    Verbrauchen die Leute in der Freizeit wirklich so viel weniger Energie, dass es (auch in Masse) ins Gewicht fällt?

    Hmmmm... Kommt darauf an. Und wie man das rechnet.


    Ich sitze gerne am PC, zocke ein Game oder recherchiere im Internet oder lese hier im Forum. Nebenbei in einem anderen Fenster bzw. Monitor vielleicht noch eine Serie gestreamt. Da macht es realistisch betrachtet keinen Unterschied, ob ich im Büro sitze mit zwei Monitoren und dem Dienstnotebook oder zu Hause. Halt doch: privat nutze ich einen leidlich hochgezüchteten Tower. Wobei der große Lüfter eher selten anspringt.

    Wenn mich mit meinem e-Bike unterwegs bin, hobbymäßig, ist am Ende der Tour der Akku leer. Egal ob mit oder ohne Unterstützung. Ohne Unterstützung ist die Strecke dann einfach doppelt so lang.


    Meine Frau ist passionierte Reiterin und nutzt ihre Freizeit hauptsächlich dafür, bei ihren Pferden zu sein. Das ist für sie akut ohne Strom möglich (wen man mal die Beaufschlagung der Weidezäune mit Strom mal außen vorläßt), aber sie fährt mit dem Auto in den Stall (Fahrzeit etwa eine halbe Stunde). Sie ist halt nicht so krank drauf wie ich, der die Strecke zum Stall in etwas unter einer Stunde abreißt. Aber da haue ich schon ordentlich in die Pedale. Auch beim e-Bike und auch mit der Motorunterstützung.

    aus DE gesendet...

  • "Reduktion der Arbeitszeit" finde ich interessant :/

    Klar kann man dadurch den Energieverbrauch reduzieren.
    Das kann man durch Aufgabe des Unternehmens auch nochmal deutlich verbessern...

    /s

    Bei uns könnte man z.B. überlegen, die Leute in den kalten Wochen z.B. am Montag und Freitag ins Homeoffice zu schicken, dann kann man 4 Tage am Stück die Temperatur im Büro meinetwegen auch auf 10°C absenken. Wer doch unbedingt kommen muss heizt halt sein Zimmer auf 15°C und zieht sich ne Jacke an.


    Ich selber hab festgestellt, dass ich auch mit 10-15l Wasser passabel duschen kann. Versuch mich mal dran zu gewöhnen.

    Aus gegebenem Anlass: ich distanziere mich hiermit ausdrücklich gegen jeden Form von Gewaltphantasien gegen andere, den Staat oder staatliche Organe. Ich betreibe prepping als Krisenvorsorge und als Hobby und tausche mich hier mit Gleichgesinnten aus.

    2 Mal editiert, zuletzt von Cephalotus ()

  • In der aktuellen Daten der BNetzA steht, dass im Juli 2022 der Gasverbrauch kaum niedriger war als im Juli 2021.


    Bundesnetzagentur - Aktuelle Lage Gasversorgung - Situationsbericht Lage der Gasversorgung in Deutschland (Stand 05.08.22; 13 Uhr)


    Das ist etwas überraschend und verwunderlich und derzeit auch nicht recht erklärbar. vor allem passt es auch nicht zu den vorläufigen Zahlen bis 19. Juli die neulich von der BNetzA veröffentlicht waren:


    Energiekrise: Bundesnetzagentur meldet höheren Gasverbrauch im Juli – kann das sein? | ZEIT ONLINE


    Mal schauen, ob die noch korrigiert werden.


    Speicherstand bei über 70%, täglich kommen so 0,4-0,5TWh dazu. Ganz ohne das Gas aus Russland würde sich die Speicher nur noch mit ca. 0,1TWh/Tag minimal füllen.


    Die 90% Füllstand bis November 2022 scheinen stand heute noch machbar (hängt auch davon ab, wie kalt September und Oktober werden), die 95% kann ich mir derzeit noch nicht vorstellen.

    Aus gegebenem Anlass: ich distanziere mich hiermit ausdrücklich gegen jeden Form von Gewaltphantasien gegen andere, den Staat oder staatliche Organe. Ich betreibe prepping als Krisenvorsorge und als Hobby und tausche mich hier mit Gleichgesinnten aus.

  • Ich könnte mir vorstellen, dass die Industrie so gut es geht vorproduziert. Einmal für den Fall, dass Gas noch teurer wird oder und falls eben die eigene Firma betroffen ist bei einer Rationierung. Oder es ist im Juli einfach wenig Einsparpotential da, weil eben Sommerurlaubszeit ist und ohnehin so wenig verbraucht wird, dass es da kaum Spielraum gibt?


    Aus der Lokalpolitik fand ich noch ganz interessant, dass die Kommunen bisher gar nicht anordnen können die Bürotemperatur zu senken. Das dürfte dann im Grunde auch die Privatwirtschaft betreffen? Das Arbeitsschutzgesetz wird vom Bund geregelt und schreibt eine Mindesttemperatur von 20 Grad bei Bürojobs vor. Ordnet man also derzeit die Senkung der Temperatur an, verstößt man gegen den Arbeitsschutz, weil der Bund noch keine Ausnahmemöglichkeit geschaffen hat. Der Bundestag tritt das nächste mal am 05.09. zusammen. Bis das dort diskutiert und dann auch in den Kommunen entschieden werden kann dauert wahrscheinlich.

  • Wenn mich mit meinem e-Bike unterwegs bin, hobbymäßig, ist am Ende der Tour der Akku leer. Egal ob mit oder ohne Unterstützung. Ohne Unterstützung ist die Strecke dann einfach doppelt so lang.

    Warum ist der Akku ohne unterstützung leer? Wofür wird der Strom verbraucht?

    aus DE gesendet....

  • Bei uns könnte man z.B. überlegen, die Leute in den kalten Wochen z.B. am Montag und Freitag ins Homeoffice zu schicken, dann kann man 4 Tage am Stück die Temperatur im Büro meinetwegen auch auf 10°C absenken. Wer doch unbedingt kommen muss heizt halt sein Zimmer auf 15°C und zieht sich ne Jacke an.

    Dann sollte man aber überlegen, ob manche Leute dafür nen Ausgleich benötigen. Für mich persönlich lohnt sich das bereits aufgrund gesparter Pendelzeiten und -kosten. Das ist aber nicht bei jedem so. Einige Leute haben nur kurze Wege und dadurch Zuhause durch diese Maßnahme ausschließlich Zusatzkosten.

  • Einige Leute haben nur kurze Wege und dadurch Zuhause durch diese Maßnahme ausschließlich Zusatzkosten.


    Ich hatte nur 10 Minuten mit den Fahrrad.

    Aber trozdem spare ich weil ich dann die Paket selber annehmen kann, mal in der Pause die Waschmaschine ausräumen kann,

    selber kochen kann, flexibler in der Zeiteinteilung bin usw.

  • Dann sollte man aber überlegen, ob manche Leute dafür nen Ausgleich benötigen. Für mich persönlich lohnt sich das bereits aufgrund gesparter Pendelzeiten und -kosten. Das ist aber nicht bei jedem so. Einige Leute haben nur kurze Wege und dadurch Zuhause durch diese Maßnahme ausschließlich Zusatzkosten.

    Unser Haus ist gut isoliert und hat Fußbodenheizung, da macht eine Absenkung der Heizung keinen Sinn. Einziger Mehrverbrauch bei uns ist daher Strom und Wasser, aber die entfallenden Spritkosten machen das mehr als wett. Und die gesparte Fahrzeit ist gewonnene Lebenszeit.

  • Dann sollte man aber überlegen, ob manche Leute dafür nen Ausgleich benötigen. Für mich persönlich lohnt sich das bereits aufgrund gesparter Pendelzeiten und -kosten. Das ist aber nicht bei jedem so. Einige Leute haben nur kurze Wege und dadurch Zuhause durch diese Maßnahme ausschließlich Zusatzkosten.

    Dann ist es halt so. Ich fahr auch mit dem Rad zur Arbeit, dennoch mache ich bisweilen Homeoffice. Ich muss nicht alles auf den allerletzten Cent aufrechnen und die Wohnung daheim heizt man eh irgendwie, die 8h auf Arbeit sparen mir außer Strom nichts ein.

    Aus gegebenem Anlass: ich distanziere mich hiermit ausdrücklich gegen jeden Form von Gewaltphantasien gegen andere, den Staat oder staatliche Organe. Ich betreibe prepping als Krisenvorsorge und als Hobby und tausche mich hier mit Gleichgesinnten aus.

  • Dann ist es halt so. Ich fahr auch mit dem Rad zur Arbeit, dennoch mache ich bisweilen Homeoffice. Ich muss nicht alles auf den allerletzten Cent aufrechnen und die Wohnung daheim heizt man eh irgendwie, die 8h auf Arbeit sparen mir außer Strom nichts ein.

    Ja wie gesagt... mir selbst würde das auch nichts ausmachen. Aber ich nehme an es gibt sicherlich den einen oder anderen, bei dem so eine Anordnung dann für... Verstimmungungen sorgen könnte. Muss man sich halt gut überlegen, wie man das ggfls. ausgleicht, damit das Arbeitsklima nicht darunter leidet.


    EDIT: Falls ihr natürlich nur 5 Leute seid und es für alle ok ist, dann spricht da sowieso nichts dagegen.

    Einmal editiert, zuletzt von KidCrazy ()

  • Wo bitte soll man noch Energie sparen?


    Ich schalte meinen Computer spät ein und mittlerweile sogar für 20 Minuten gassi gehen aus. Geduscht wird kalt, dann einseifen und mit zwischenzeitlich warmen Wasser abduschen. Alternativ könnte ich noch auf der Arbeit duschen...

    Die Duschzeit ist auch schon deutlich reduziert.

    Licht in der Wohnung bleibt auch möglichst lange aus.


    Beim Strom liegen wir schon unter dem vom Stromversorger veranschlagten Verbrauch.

    Mein Drucker ist auch ständig aus und nur bei Bedarf ein.


    Bis sich der Anschaffungspreis von neuen Elektrogeräten rentiert hat vergeht auch wieder Zeit. Anschaffungskosten von mehreren hundert Euros sind nicht innerhalb eines Jahres durch verringerten Strom-/ Wasserverbrauch wieder drinnen

  • Ich frage mich auch wo ich noch sparen soll.


    Den Standby, den ich habe, brauche ich oder er ist sinnvoll. Was nützt es mir zB den Drucker auszuschalten, wenn er beim Anschalten fleißig mit Tinte die Düsen spült.


    Natürlich kann ich noch jeden Abend den Router vom Netz nehmen. Dann wäre aber die gesamte Kommunikation weg. Das möchte ich auch nicht.


    Also spartechnisch bin ich am Ende.

  • Ich habe einen Farblaser, aber drucke vielleicht einmal wöchentlich und oft sammle ich dann auch Unterlagen zum Ausdrucken.


    Bei einem Router wird sich der Stromverbrauch wohl in Grenzen halten.

    Beim Computer verwende ich die Onboard Sound- und Grafikkarte. Das sollte auch etwas Strom sparen im Vergleich zu extra Karten.


    Computer von mir und meiner Frau hängen jeweils an einem extra Mehrfachstecker welcher einen extra Schalter damit wirklich alles aus ist.


    Die einzige Möglichkeit die ich wirklich noch sehen würde wäre alle älteren Geräte zu erneuern. Wobei das nicht besonders umweltbewusst wäre und andererseits richtig viel Geld kosten würde.

  • Mit 1,5MWh/a für bis zu 5 Personen liegen wir weit unter dem Durchschnitt.


    Es gibt sicher sparsamere Geräte als unseren Kühlschrank (104 kwh/a norm) oder Gefriertruhe (glaube 140 kwh/a , aber all zu viel spart das nicht.


    Bei der Waschmaschine habe ich lange Zeit im sparsamsten 4,5h Programm gewaschen, was 50% unter a+++ liegt, aber irgendwie roch die Wäsche immer minimal muffig durch die lange Zeit im Wasser.

    Wir benutzen kein parfürmiertes Waschmittel oder Weichspüler. Daher nehme ich das 3h Programm.


    TV läuft zu wenig Stunden pro Woche, um nennenswert Einsparungen zu bringen.


    Router würde etwas sparen, aber kann ei en vorzeitigen defekt provozieren und aktuell sind die passenden Fritzboxen bei über 200 eur d.h. über 600 kwh Strom könnte man dafür kaufen. Einsparung aber max. 50 kwh pro Jahr

    aus DE gesendet....

    Einmal editiert, zuletzt von Traumgarten ()

  • Also spartechnisch bin ich am Ende

    Hi,


    so geht es mir auch.


    Ich finde die "Spartipps" von Heback, Borbeack und Co völlig daneben, die können nur von Leuten kommen, die noch nie sparen mussten. Kürzere Duschzeiten, Licht aus wenn keiner im Zimmer ist ..., das macht man doch schon immer.


    Vielleicht sollte ich den Radiowecker nachts mit einer Schalter-Steckdosenleiste ausschalten und erst kurz vor dem Aufstehen wieder einschalten. Oder Kaffee mit 45 Grad aufbrühen, viel heißer trinke ich ihn ja sonst auch nicht. Aber wenn ich jetzt noch beide Socken gemeinsam in einer Waschladung wasche, bekomme ich ganz sicher nur noch eine ganz kleine Rechnung vom Versorger.

  • gul Mein Beileid für diese unchristlichen Arbeitszeiten!

    Es sind weniger die Zeiten, als die Wachwerd- und Warmlaufzeit sowie die Fahrzeit. Ablösen muss ich zum Frühdienst eigentlich erst um 05:30 Uhr. Ich bin um die Uhrzeit halt ein Zombie, und die sind bekanntlich in allem sehr lahm... :sleeping: :)

  • Ich finde die "Spartipps" von Heback, Borbeack und Co völlig daneben, die können nur von Leuten kommen, die noch nie sparen mussten. Kürzere Duschzeiten, Licht aus wenn keiner im Zimmer ist ..., das macht man doch schon immer.

    Aus eigener Erfahrung im Familien- und Bekanntenkreis: nein. Es gibt da durchaus einige, bei denen es knapp ist, die aber dennoch zu faul, zu bequem oder zu ignorant sind zum Sparen. Teilweise wird da sogar der Nutzen der Maßnahmen geleugnet, bis ich das mal detailliert vorrechne. Und bei einem Kollegen auf der Etage wohnt eine Familie, die die Heizkosten vom Amt bekommt - O-Ton: „Warum sparen, wenn wir davon nichts haben?“ :cursing: Beim Strom sparen sie aber, das scheint unterschiedlich behandelt zu werden.

  • 2 Personen Mietwohnung in einem Block. (ca. 100m2)

    wir verbrauchen

    im Sommer ca. 95 kWh pro Monat. Das kostet uns aktuell ca. 40.- CHF / Monat.

    im Winter ca. 115 kWh pro Monat. (mehr Licht, mehr zu Hause, mehr TV)


    (ggf. kann man dieses Thema "Spartipps und Verbrauchsvergleiche Elektro" ausklammern aus diesem Thread?)

  • Beim Strom sparen sie aber, das scheint unterschiedlich behandelt zu werden.

    Bei ALG II ist es so, zumindest war es bei mir so in der zweiten Hälfte der Nuller Jahre, wo ich dieses Konstrukt mal 1,5 Jahre bezog, dass die Heizkosten als Bestandteil der Miete grundsätzlich in voller Höhe übernommen werden.

    Strom hingegen gibt es "lediglich" einen Pauschalbetrag von damals waren es glaube ich 40 € oder so. Für mich als alleinstehende Person. Bei einer Familie ist diese Pauschale natürlich höher und wird danach bemessen, was ein durchschnittlicher Haushalt mit x Personen verbrauchen wird.


    Warum man das nicht auch bei der Heizung macht? Keine Ahnung. Vermutlich, weil sich der Gesetzgeber der Tatsache bewusst ist, dass viele der Leistungsempfänger in energetischen Dreckslöchern wohnen, es aber auch kein günstigere Wohnraum zur Verfügung steht.

    aus DE gesendet...