Dürre in Italien 2022

  • Solche Nachrichten sollten mehr Aufmerksamkeit erhalten. Wir haben erst Mitte Juni.

    Wegen der akuten Dürre in Italien, die den längsten Fluss Italiens Po schwer belastet, droht 125 Gemeinden eine nächtliche Wasserrationierung. Der Pegel des Flusses ist drei Meter unter den Durchschnitt der vergangenen Jahren gesunken. Die Betreibergesellschaften der Aquädukte der am Fluss gelegenen Gemeinden in den Regionen Piemont und Lombardei beantragten Einschränkungen der Wasserlieferung.

  • Solche Nachrichten sollten mehr Aufmerksamkeit erhalten. Wir haben erst Mitte Juni.

    Definitiv! Sowas wird uns ebenfalls in diesem Sommer hier und dort mindestens tageweise mal treffen. Vielleicht nicht in diesem extremen Ausmaß, aber ohne Regen werden die Flüsse auch in Deutschland weniger Wasser führen. Und auch das Grundwasser wird niedriger ausfallen.


    Die Binnenschifffahrt in Deutschland, und sicherlich auch in anderen europäischen Staaten, könnte es dann natürlich mindestens ebenso schwer treffen. Und das trifft dann vor allem Tabk- und Schüttgüter.

    aus DE gesendet...

  • Wir freuen uns zur Zeit auch über jeden Regen. Der Grundwasserpegel hat den niedrigsten Stand seit 100 Jahren, also seit Beginn der lokalen Aufzeichnungen des Wasserwerks. Das sind etwas 6 m weniger als im Durchschnitt der letzten 15 Jahre. Das Trinkwasser wird dabei zum Glück nicht so schnell ausgehen, die Pumpen liegen noch etwa 20m tiefert und die gesamte Grundwasserschicht ist ca. 90m dick. Aber in den diversen Schotterteichen und Badeseen der Gegend ist das stark bemerkbar.


    https://www.meinbezirk.at/wien…n-am-austrocknen_a5245015


    Da haben die Leute vor paar Jahren sehr viel Geld ausgegeben für ein Haus mit Seezugang.

  • Nun scheinen erste Rationierungen zu beginnen wegen dem Wassermangel in Norditalien:


    https://www.n-tv.de/ticker/Weg…sser-article23403360.html


    Zitat: "Die für den Fluss Po zuständige Behörde berichtete von der schlimmsten Dürre und dem niedrigsten Pegelstand seit 70 Jahren. Vielerorts ist von dem normalerweise mächtigen Strom nur noch ein Rinnsal übrig. "Die Situation wird immer schlimmer", sagte Meuccio Berselli der Nachrichtenagentur Ansa. "In manchen Gebieten hat es seit 110 Tagen nicht mehr geregnet." Dutzende Gemeinden hätten bereits Tanklaster zur Wasserbeförderung im Einsatz, weil die Wasserspeicher leer seien."

    Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd

  • Kenn ich von Höfen aus der näheren Umgebung, die höher gelegen sind. Dort fallen seit zwei Jahren im Sommer die eigenen Brunnen trocken. Einen Anschluss an die Wasserversorgung gibt es in vielen Fällen nicht. Die Versorgung läuft aktuell über Tankwagen. Ob das aber auf Dauer funktioniert, wenn immer mehr Höfe betroffen sein werden, bin ich gespannt. Wahrscheinlicher ist, dass sie sich auch an die Wasserversorgung anschließen lassen müssen (-> Kosten).

  • Der Klimawandel wird dazu führen, dass weite Bereiche des Mittelmeerraums austrocknen werden. Das ist nur ein kleiner Vorgeschmack auf einer bereits nicht mehr vermeidbare Zukunft.

    Die Frage ist daher eher, WIE schlimm es in Zukunft werden wird.


    Wenn man das Agieren der Leute so betrachtet ist es ihnen offenbar weitgehend egal.

    Aus gegebenem Anlass: ich distanziere mich hiermit ausdrücklich gegen jeden Form von Gewaltphantasien gegen andere, den Staat oder staatliche Organe. Ich betreibe prepping als Krisenvorsorge und als Hobby und tausche mich hier mit Gleichgesinnten aus.

  • Der Klimawandel wird dazu führen, dass weite Bereiche des Mittelmeerraums austrocknen werden.

    In welchem Zeitraum werden "weite Bereiche" (bedeutet das mehr als 50%?) des Mittelmeerraums ausgetrocknet sein?

    In 2 Jahren, in 20, in 100?

    Klar, kann man schwer voraussagen. Solche "reisserischen" Aussagen sind immer leicht falsch zu interpretieren, wenn man diese nicht konkret macht und auch keine Zeitspanne erwähnt.


    Genauso die Erhöhung des Meeresspiegels wird dramatische Folgen haben, aber häufig kommt es so rüber, als ob es nur noch Tage wären, bis eine riesige Flutwelle alles überschwemmen wird was am Meer liegt.


    In Wirklichkeit steigt der Meeresspiegel 3 mm / Jahr. Also in 100 Jahren 30cm. Nicht so die unmittelbare "Katastrophe". (Quelle kommt gleich unten)

    Aber es spielt da noch viel mehr mit rein, z.B. die Absenkung der Städte in Küstennähe: Küstenstädte weltweit sinken - Vor allem in Asien gefährdet die Bodenabsenkung küstennahe Ballungsräume - scinexx.de

  • Weil ich's grad zum Meeresspiegel gelesen hab:


    "...Bis 2050 wird mit einem Anstieg des Meeresspiegels um 35 Zentimeter gerechnet. Den Bewohnern an Englands Küste droht deshalb die Umsiedlung. Bis zu 200.000 Gebäude könnten vom Meer geschluckt werden. Schon heute stehen Eigentümer nach dem Abrutschen oft vor dem Nichts..."


    Briten fürchten Meeresspiegel-Albtraum: 200.000 Häuser kaum zu retten - WELT (Bezahlinhalt)


    Zur Mittelmeerregion


    Dürre: Warum gerade der Mittelmeerraum vom Klimawandel bedroht ist - FOCUS Online


    Die wissenschaftliche Quelle müsste bezahlt werden:

    Climate change and interconnected risks to sustainable development in the Mediterranean | Nature Climate Change


    Im IPCC Workgroup II Bericht 2022 gibt es wohl ein ganzes Kapitel nur zur Mittelmeerregion, ich hab's selber nicht gelesen:

    Working Group II — IPCC


    Kurzversion:


    IPCC report shows Mediterranean is a climate-risk 'hotspot' - English - ANSA.it


    Es gibt auch noch andere Risiken, manche Quelle gehen davon aus, dass die Häufigkeit von Medicanes durch den Klimawandel zwar abnimmt, die starken aber noch stärker werden: Medicanes – Klimawandel (bildungsserver.de)


    Es bestehen darüber hinaus meiner Meinung nach auch weitere "unübliche" Risiken wie z.b. die Kombination aus Eutrophierung und Erwärmung, ein anschauliches aktuelles Beispiel ist das hier:

    Schleimplage am Marmarameer: das Meer ist tot - [GEO]


    ---


    Warum das auch für Prepper interessant sein sollte: In dieser Region leben Abermillionen potenzieller Flüchtlinge, mit denen aus Nordafrika haben wir ja schon reichlich Erfahrung gesammelt.


    Außerdem können wir aus Sommerdürren, Verwüstung und großen Waldbränden dort auch für unsere Zukunft lernen. Für manche mag 30 Jahre die ferne Zukunft sein, für den, der heute einen Baum pflanzt ist es das nicht.

    Aus gegebenem Anlass: ich distanziere mich hiermit ausdrücklich gegen jeden Form von Gewaltphantasien gegen andere, den Staat oder staatliche Organe. Ich betreibe prepping als Krisenvorsorge und als Hobby und tausche mich hier mit Gleichgesinnten aus.

    3 Mal editiert, zuletzt von Cephalotus ()

  • Die "Trockenheitsproblematik" sehe ich nicht nur der Erderwärmung/Wetterveränderung allein geschuldet.


    In ganz großem Umfang jedoch bei den Verbrauchern:

    hier wird teilweise mehrmals die Woche das Auto gewaschen (Saharastaub),

    der Garten/Rasen stundenlang bewässert, als sollte dort Reis wachsen.

    Langes Duschen, Wasser laufen lassen beim Hände-/Zähneputzen etc. tun hier ihr Übriges um die Situation zu verschärfen.


    Warum man nicht generell zB das Autowaschen "von O bis O" (Ostern bis Oktober) verbietet erschließt sich mir nicht. Auch das Rasen sprengen ist in den Sommermonaten eigentlich nicht tragbar, ob der klassische "Rasen" überhaupt noch zeitgemäß ist, sei mal dahin gestellt.


    Gerne kann man das Gemüse oder die Blumen/Rosen giessen, der Rasen oder die Hecke sollten aber tabu sein, genauso wie Steinwüsten als Gärten.


    Ich würde hier die Grundstückseigentümer in die Pflicht nehmen das Grundstück naturnah zu gestalten.

    Wer das nicht will, soll sich ne Wohnung mit Balkon kaufen, aber kein Haus mit Garten, nur um hier dann einen "modernen" Garten anzulegen, mit Mähroboter und so Zeugs, in dem sich keinerlei Tiere mehr wohlfühlen können.


    Hier wünschte ich mir mehr Durchsetzungskraft seitens der Verantwortlichen.

    "Die Toleranz wird ein solches Niveau erreichen, dass intelligenten Menschen das Denken verboten wird, um Idioten nicht zu beleidigen." Dostojewski, 1821-1881


    DE/Südhessen

  • 20 Minuten-Auch die Schweiz muss Wasser sparen


    Uhoh...es droht Ungemach in den heimischen Bünzliquartieren! Akuter Wohlstandsverlust und Wirtschaftsschwund sind zu befürchten!

    Bitte betet für die Börse! Mögen die Kurse nicht abschmieren sondern weiter steigen!!


    Es wird heiss; und ich weiss jetzt schon das meine Nachbarn ihre Rasen wässern werden, als gäb's kein Morgen. Apropos Morgen. Da ist Samstag da wird dann auch das vierräderige Statussymbol liebevoll gewaschen und nachher noch die Einfahrt abgespült....

    Aber eben, dürfte man nicht, wäre das eine nicht hinzunehmende Einbusse an Image und Lebensqualität .


    Wer hier Spuren von Sarkasmus findet, darf sie behalten!


    PS: Previ ,dein obiger Post,hätt's nicht besser schreiben können :gut:

    Die Party ist vorbei!

  • Hier mal eine globale Perspektive, denn Dürren gibt es derzeit nicht nur in Italien:


    Landwirtschaft: Hier trocknet die Nahrungsmittelversorgung Seen aus (wiwo.de)


    In einem Brandenburger Landkreis wurde wegen der aktuellen Waldbrände derzeit der Katastrophenfall ausgerufen. Im Juni!


    Brandenburg: Landrat ruft Katastrophenfall wegen Waldbrand-Lage in Treuenbrietzen aus - DER SPIEGEL


    MfG

    Aus gegebenem Anlass: ich distanziere mich hiermit ausdrücklich gegen jeden Form von Gewaltphantasien gegen andere, den Staat oder staatliche Organe. Ich betreibe prepping als Krisenvorsorge und als Hobby und tausche mich hier mit Gleichgesinnten aus.

  • ….und noch mal zu Italien: Folgen der Trockenheit sind auch die Versalzung des Po-Deltas und eine Gefährdung der Stromversorgung in Norditalien.


    https://www.focus.de/wissen/kl…net-aus_id_107974263.html


    Der Stress in der Landwirtschaft wird die globale Nahrungsmittelsituation nicht verbessern.


    Hat jemand von euch (ich hab den Link versemmelt und finde ihn nicht wieder) die aktuellen Bestandsaufnahme(n) der zur Zeit bestehenden weltweiten, gelagerten Weizenvorräte. Das Letzte was ich gelesen hatte waren glaube ich 10 oder 12 Wochen.

    Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd

  • hier zulande beginnt jetzt dann ja langsam die Getreideernte. Da mindert eher Regen die Ernte.

    Wer global denkt, muss sich eben auch global Sorgen machen . Da ist mir der reginonale Mähdrescherstaub dann doch lieber.

  • Hat jemand von euch (ich hab den Link versemmelt und finde ihn nicht wieder) die aktuellen Bestandsaufnahme(n) der zur Zeit bestehenden weltweiten, gelagerten Weizenvorräte. Das Letzte was ich gelesen hatte waren glaube ich 10 oder 12 Wochen.


    Normal waren mal für ca. ein 1/2 Jahr.

  • Weiter keine Besserung in Italien in Sicht.

    Italien kämpft angesichts drückender Hitze gegen die schlimmste Dürre seit Jahren. Die italienische Bewässerungsbehörde ANBI schlug heute Alarm und warnte, das Land bewege sich angesichts der für Ende Juni erwarteten Spitzentemperaturen von 40 Grad Celsius und der schlimmsten Trockenperiode der vergangenen Jahre auf eine „dramatische“ Lage von Umwelt und Wirtschaft zu.

  • "...

    In Norditalien spitzt sich die Lage wegen der anhaltenden Trockenheit zu. Mailand dreht die ersten Brunnen ab. Die Stromerzeugung ging um 40 Prozent zurück, da viele Kraftwerke ohne Wasser nicht mehr richtig arbeiten können...."


    und


    "...

    Es erinnert an eine der Plagen in der Bibel. Mitten auf der italienischen Insel Sardinien wird ein Ort und seine Umgebung plötzlich von Milliarden Heuschrecken heimgesucht. Der Grund ist auch die aktuelle Hitzewelle..."

    https://www.welt.de/vermischte…g-Strom-wegen-Duerre.html

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  • Ben

    Hat den Titel des Themas von „Dürre: 125 Gemeinden am Fluss Po vor Wasserrationierung“ zu „Dürre in Italien 2022“ geändert.
  • Italien könnten bald landesweite Wasserrationierungen bevorstehen.

    Auch für den Minister für Landwirtschafts-, Ernährungs- und Forstpolitik, Stefano Patuanelli, „besteht leider die Gefahr einer Rationierung des Wassers, weil die Wasserressourcen knapp sind und eine bewusste und differenzierte Nutzung des Wassers erforderlich ist“, wie etwa „La Stampa“ berichtete.

  • Verona rationiert Trinkwasser

    Verona in der Region Venetien rationiert wegen der anhaltenden Trockenheit in Italien den Trinkwasserverbrauch. Der Bürgermeister der Stadt habe aufgrund der Wetterlage und deren Folgen für die Wasserversorgung eine Verordnung unterzeichnet, „die den Trinkwasserverbrauch für private Zwecke beschränkt“, hieß es am Samstag auf der Website der Stadt.

  • Trinkwasserverbrauch an slowenischer Küste rationiert

    Wegen anhaltender Trockenheit wird auch an der slowenischen Küste der Trinkwasserverbrauch rationiert. Die Küstenstädte Koper, Izola, Piran und Ankaran haben Maßnahmen zur Beschränkung des Wasserverbrauchs ergriffen, jegliche nicht essenzielle Nutzung wurde verboten, berichteten slowenische Medien.

  • Die Temperaturen des Mittelmeers sind aktuell auch bemerkenswert.

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