Sat1 Akte vom 21.07.22 Thema Blackout

  • Gestern abend hab ich die letzten 2 min von der Doku gesehen.

    Darauf hab ich mit heute die Komplette Sendung angeschaut.


    Jetzt nichts besonderes aber wieder ein Puzzleteil mehr, welches das Thema Blackout behandelt.


    In der Sendung wurden 2 Familien der Strom abgestellt, die einen haben vorher einen Notvorrat zusätzlich erhalten, die anderen waren unvorbereitet.


    War ganz unterhaltsam.


    https://www.sat1.de/tv/akte/vi…5&variationId=19730148366

  • In der Sendung wurden 2 Familien der Strom abgestellt, die einen haben vorher einen Notvorrat zusätzlich erhalten, die anderen waren unvorbereitet.


    War ganz unterhaltsam.

    Keine Ahnung, was eine "Blackout-Expertin" als Expertise haben muss, um als solche wahrgenommen werden zu können. Aber Frau Sandra Kreitner hat viele unaufgeregte und sinnvolle Erklärungen abgegeben, warum zum Beispiel die Versorgung nach einem Blackout erst nach 14 Tagen langsam wieder anläuft (auch wenn ich das für sehr optimistisch halte. Auch hat sie, meiner Meinung nach, für einen Laien sehr schön den Unterschied erklärt zwischen einem Blackout und einem regionalen, "normalen" Stromausfall.


    Die dritte Eskalationsstufe "einbunkern im Keller" halte ich für Bullshit. Aber das hat auch Marc Elsberg, Autor des Buchs "Blackout", sehr richtig bemerkt, dass es für einen Blackout eigentlich eine Blackout-Lage eigentlich völlig unnötig ist und nur im Fall eine Chemie- oder AKW-Havarie eine Option sein könnte. Und auch Frau Kreitner zieht in hier am selben Strang und führt auch an, dass selbst im Kalten Krieg in Deutschland nur für 3% der Bevölkerung Plätze in Schutzräumen vorgesehen waren, heute nicht ein einziger Bunker aktiv vorgehalten wird und mit entsprechendem Vorlauf und finanziellem Aufwand auf 1% der Bevölkerung als Kapazität angehoben werden könnte.


    Was man in dieser Sendung recht gut gesehen hat ist, dass wir hier bei zwei "normalen", eigentlich völlig durchschnittlichen Familien im Grunde genommen bereits an Tag 2, spätestens an Tag 3, bei der "unvorbereiteten" Familie die Nerven blank liegen. Und man muss sich darüber im Klaren sein, dass wir hier eine "unvorbereitete Familie" (dreiköpfige Familie, die "aus dem Bestand" leben musste) und eine "vorbereitete Familie" (dreiköpfige Familie, die von Filmteam mit Vorräten anhand der BBK-Liste versorgt wurde) hatten. Zwei im Grunde genommen völlig durchschnittliche Familien. Wobei die "vorbereitete Familie" meiner Meinung nach auch vom Mindset generell besser aufgestellt war und mit der Situation besser klar kam. Aber beide Familien wussten, an Tag 4 wird das "Experiment" beendet sein und das "normale" Leben wieder seinen Lauf nehmen.

    In der harten Realität wird es einige Zeit in Anspruch nehmen, bis wir wissen, ob es sich um einen regionalen Stromausfall handelt oder gar um einen überregionalen Blackout. Und eines ist sicher: Dass der Strom an Tag 4 wieder da ist, wird dann nicht sicher sein.

    aus DE gesendet...

  • Kann man das eigentlich auch irgendwie anschauen, ohne sich bei sevenpass mit vollen Daten zu registrieren?

    BY/DE

    Si vis pacem, para bellum.

  • Kann man das eigentlich auch irgendwie anschauen, ohne sich bei sevenpass mit vollen Daten zu registrieren?

    Eventuell in ein paar Tagen auf dem Youtube-Kanal von Akte. Eine andere Möglichkeit habe ich nicht gefunden. Ist jetzt aber auch nicht so bahnbrechend gemacht, dass man nicht darauf warten könnte. 😏

    there's no harm in hoping for the best as long as you're prepared for the worst.

    -stephen king-

  • Als sie ihre letzten Trinkwasservorräte in die Klospülung gekippt haben und die "Experten" im Studio das als "geniale Idee" bezeichnet haben, habe ich leider ausschalten müssen... :grinning_squinting_face:

  • Für die die auch nicht die Sat1 sich registrieren wollen, hier der Link zu YT :

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    Ich kann sie nicht alle retten, will ich auch nicht mehr.

    Andere wissen es "Besser"? Dann Popcorn raus und kein Applaus:popcorn:

  • Nettes Fazit:

    ...und wenn sich jeder einzelne vorbereitet, dann schaffen wir gemeinsam so eine Situation...

    Ja, eh... :winking_face:

    War übrigens interessant, dass die "unvorbereitete" Familie gar nicht so wenig im Vorratskasten hatte....

  • Der Drang, den vorherigen Status Quo möglichst lange zu erhalten wird schon recht deutlich. Ist auch verständlich und letztlich auch ein Bestandteil der Vorbereitung. Der Versuch ohne Vorbereitung wird schnell chaotisch. Auf der anderen Seite, die Versuchung aus den Vorräten den normalen Ablauf zu decken, also das mit der Klospülung ist da jetzt drastisch gezeigt. Aber Hand aufs Herz, wer schaltet schnell genug um? Oder kann es. Wenn beide arbeiten könnte je nach Kommune das Zeitfenster für Trinkwasser vorbei sein, nur als Beispiel.

    Zur Auswahl der gezeigten, beide Familien haben ebenerdigen Gartenzugang und Keller, quasi optimale aber wenig repräsentative Voraussetzungen. Die Kommentare der Experten eher zurückhaltend, so dass es halt gerade in Richtung BBK Empfehlungen hinausläuft. Die Hinweise Richtung Kühlgeräte allgemein vielleicht tauglich. Aber auch da, wenn im Kühlschrank vor allem Hackfleisch oder Hühnchen für den morgigen Geburtstag liegen bringt es wenig das Zeug ein paar Stunden länger kühlen zu können, das Zeug muss bald braten.


    Naja, es gibt dem Thema zwar Reichweite aber meiner Meinung wenig Handreichung was der einzelne tun kann.

  • Als sie ihre letzten Trinkwasservorräte in die Klospülung gekippt haben und die "Experten" im Studio das als "geniale Idee" bezeichnet haben, habe ich leider ausschalten müssen... :grinning_squinting_face:

    Das war da allerdings auch nicht der Kontext, sondern "wie beurteilen sie denn die Klospültechnik vom Papa", also dass das Wasser aus dem Spülkasten die Schüssel effizienter und wassersparender spült, als z.B. Wasser aus einer Flasche oder einem Eimer direkt in die Toilettenschüssel. Dass man dafür idealerweise Regen- oder Grauwasser nimmt, kam ja vorher schon.


    Ich fand da auch die Diskussion im der Familie bezüglich dem Einweggeschirr spannend. Den darauf folgenden Hinweis aus dem Studio, man könne die Teller ja auch mit einem Küchentuch abwischen, berücksichtigen wir z.B. auch am Festival. Krank wurde (bisher jedenfalls) noch keiner, wenn die Teller nur alle zwei Tage mit Spülmittel und Wasser abgespült wurden.


    "Praktische Hilfe" für den absoluten Neuanfänger wars keine, je nach Einschaltquote(n) könnte es aber den ein oder anderen zum Nachdenken anregen. Frei nach dem Motto "steter Tropfen höhlt den Stein".

    BY/DE

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