Wieviele Kilometer schafft ihr wirklich mit eurem Fluchtrucksack?

  • Einen Rucksack kann man tragen, muss man aber nicht. Schon mein Lehrmeister sagte: "Wenn es Räder hat muss man es nicht tragen und schont den Rücken". Darum macht ein Handwagen oder sowas wie ein Benpacker Sinn. Und wenn es in unwegsames Gebiet geht kommt auch der besttrainierte Supersportler nicht auf die gleichen Distanzen wie in der Ebene.

    Die grösste Verwundbarkeit ist die Unwissenheit - Sun Tsu

  • Es kommt immer auf das Gelände an und auf das Tragesystem des Rucksacks. Außerdem ist es im bergigen Gelände von Vorteil, wenn man/frau Trekkingestöcke dabei hat :).

  • Nudnik hat den wirklich limitierende Faktor nach meinem Dafürhalten gut beschrieben.

    Was nützen die tollsten Rucksäcke, wenn die Kinder noch zu klein sind. Wenn die Kinder dann zu Jugendlichen werden, erzählen sie einem, daß man einen an der Waffel hat 8).



    Gruß


    Tid

  • Hallo


    Die längste Strecke die ich mit Fluchtgepäck geschafft habe war eine Strecke von ca. 40km verteilt über zwei Tage. Der Fluchtrucksack hatte dabei ein Gewicht von ca. 16kg und ich kam mit dem Gewicht Recht gut klar.


    Das wichtigste sind für mich ganz klar gute Wanderschuhe und ein guter Rucksack mit gutem Tragesystem. Die sind vielleicht etwas teurer, aber Rucksäcke findet man auch gut gebraucht und ohne gutes Schuhwerk braucht man eigentlich auch gar nicht losgehen.


    Ich finde man sollte das Gewicht des Fluchtrucksacks immer unter 20kg halten. Mit so viel Gewicht ist man einfach zu langsam und jeder, der nicht perfekt durchtrainiert ist schafft es eigentlich nicht damit auf lange Zeit zu laufen.


    LG

    Michel

  • Auch wenn ich den Titel dieses Thread nicht ganz getroffen habe, so denke ich sollte man sich auch mal gedanken machen, wie es anders gehen könnte.

    Ich will hier nicht kritisieren, das steht mir nicht zu, aber wo wollt ihr den hin, wenn es mal an allen Ecken brennt. Finde diese Diskussion ziemlich unüberlegt. Sicher kann man sich 14 Tage oder drei Wochen über Wasser halten, aber was dann. Wenn ich keinen Fluchtpunkt habe oder ein SO dann werdet ihr einer unter hunderten, wenn nicht tausenden sein die so versuchen dem Szenario aus dem Wege zu gehen. Und wenn nur ein kleines regionales Ereignis stattfindet dann bracht man nicht eine Riesen Ausrüstung. Es sei denn man zieht den Wald einer Sammelunterkunft vor. Aber selbst dann würde ich in meiner Wohnung ausharren. Es sei denn sie steht unter Wasser oder brennt.

    Und was ist dann wenn die 14 Tage oder drei Wochen vorüber sind. Habt ihr euch dann durchgeschlagen? Dabei müsst ihr auch einkalkulieren das es kein gemütlicher Wanderstrecke wird, sondern man ständig mit Überraschungen rechnen muss. Ich glaube das verdrängen viele. Sehen es als Hobby an, und versuchen einen Sport daraus zu machen.

    Das man sich fit hält brauche ich nicht weiter zu erwähnen, das sollte jeder tun soweit seine Möglichkeiten reichen.

    Hat man aber ein Ziel, egal welcher Art, dann braucht man nicht Kiloweise mit sich rumschleppen. Das sollte schon am Zielort vorhanden sein. Da reicht ein kleiner Rucksack mit dem nötigsten. Was nötig ist muss jeder selber entscheiden um dort hinzukommen, es sollte aber nicht über 5-7 kg gehen. Das schafft auch ein ungeübter. Wir sind nicht alle 30 und Sportler die 15 kg und mehr schleppen können, oder mal so mir nichts, dir nichts einen Dauerlauf von 15 km und mehr hinlegen.

    Ehrlich gesagt, ich wüsste auch gar nicht wohin ich fliehen sollte. Habe hier alles und wenn eben die Zeit kommt kann ich auch nichts dagegen machen. Deshalb fange ich hier auch nicht mit Selbstversorgung und dergleichen an. Wäre aber eine Überlegung wert zum weggehen.

    Natürlich sieht es bei jemandem anders aus, der nur eine Mietwohnung in der Stadt hat und weg will/muss.

    Um aber wieder auf den Fluchtrucksack zurückzukommen. Ich glaube dem wird zu viel beigemessen.

    Wer kein So oder Zielpunkt hat der sollte lieber in seinem Umfeld bleiben wo er sich auskennt. Gerade in Situationen, die hat Corona gezeigt, sind selbst Menschen aus dem Nachbarkreis unerwünscht und werden bedroht. Da nutzt es wenig wenn man ein paar Kilometer von seinem Wohnung ein SO oder sonstiges sein Eigen nennt. Das wird ihm wenig helfen. Noch schlimmer je weiter der So entfernt liegt. Unter Umständen könnte da ein großer Rucksack mit viel Volumen eher auffallen und für Unmut sorgen bei der dortiger Bevölkerung.

    Trotz allem habe auch ich einen kleinen Rucksack mit dem Nötigsten gepackt stehen, aber ehrlich ich glaube den würde ich eher verschenken an jemand der ihn nötiger braucht als ihn selber zu benutzen.

    Vielleicht liege ich mit diesen Zeilen auch völlig falsch und die Leute mit den großen Rucksäcken haben nur Vorteile. Es ist natürlich schön alles zu haben was man denkt haben zu müssen. Aber meistens braucht man selbst davon nur ein Bruchteil.

    Das sind so meine Gedanken zu Fluchtrucksäcken und ihre Anwendung. Hoffe ich habe nicht zu viele vor den Kopf gestoßen, aber ich denke man sollte auch mal einer Allgemeinen Meinung widersprechen können.