Mindesthaltbarkeiten die man ignorieren kann

  • Hallo Cassandra,

    "eigentlich" wollte ich hier ja garnicht mehr Schreiben, aber auf Deinen Beitrag muss ich nun einfach Antworten!

    Nichts liegt mir ferner als anmassend und unverschämt zu sein - sollte es so rüberkommen, dann sorry.

    Mich für "Bedenken" als "Störenfried" zu bezeichnen ist nicht gerade fein, zumal ich mit guten Absichten geschrieben habe!

    Ich sehe mich schon in irgendeinem anderen Forum zukünftig Lesen, dass man Nutella bedenkenlos 3 Jahre nach dem Ablauf des MHD verzehren kann. Genau so entstehen Gerüchte.

    Egal, wir haben Gegenteilige Meinungen und jetzt wieder back to topic.

    Mfg
    Zeltengehen

    PS: Bitte geh hier nicht mehr drauf ein, ich habe keine Lust mehr.

  • :grouphug:



    Zeltengehen hat da mit seiner Liste schon recht. Das sind alles Punkte die man sich überlegen sollte, und ich empfinde das eigentlich als seine Meinung zum Thema, ja ein nicht unwichtiger Beitrag.

    Bei der zusammenstellung meines Notvorates habe ich mir zu diesen einzelnen Punkten auch meine Überlegungen angestellt.

    Einige Punkte sind recht einfach zu beantworten (z.B. was mag ich / kann ich essen), andere (zumindest für mich) eher schwierig (z.B. Für wieviele Personen -> auch Eltern, Bruder, Tante...?).

    Jetzt zum Thema: Ich lebe alleine und esse unter der Woche, (manchmal auch am Wochenende) Mittags auswärts richtig. Abendessen ist bei mir meist kalt (Brot, Wurst, Salat, Früchte usw.).

    Gekocht wird dementsprechend bei mir selten.

    Ein Notvorrat auf Rotationsbasis würde bei mir wahrscheinlich knapp für 2 Wochen reichen.

    Aus diesem Grunde habe ich einen Vorrat (1 Person / 8-10 Monate) nach dem Motto "Buy and forget" angelegt.

    Liste mit MHD's (plus Kalorien/Kohlenhydrate/Eiweiss/Fett) ist auch vorhanden.

    Aus ökologischen (was hinüber ist kriegen zwar die Hühner und die Schweine, aber trotzdem) und Kostengründen interessiert mich die mögliche Überschreitung der MHD 's sehr!

    In dem Sinne hoffe ich auf weitere, natürlich möglichst fundierte, Hinweise und Erfahrungen.

    Liebe Grüsse, Gresli

  • Zitat von Gresli;78691

    Zeltengehen hat da mit seiner Liste schon recht. Das sind alles Punkte die man sich überlegen sollte, [...]


    Joar, sicher, aber dann im entsprechenden Thread. Hier ging es aber zwei Seiten lang um Mindesthaltbarkeiten die man ignorieren kann.


    So, meine Damen und Herren, wie verbleiben wir denn jetzt?
    Am liebsten gar nicht, oder? :tease:


    Am Rande: Ein Störenfried ist Zeltengehen nicht, das war eine recht überschäumende und wohl vermutlich etwas unüberlegte Wortwahl.

  • Zitat von tecneeq;78716


    So, meine Damen und Herren, wie verbleiben wir denn jetzt?



    Abhaken und weiter im Text! :lächeln:



    Gestern hab ich zum ersten Mal Brot mit einer Brotbackmischung gebacken und bin positiv überrascht, wie gut das geglückt ist und wie gut mir das Brot schmeckt.


    Nun möchte ich gerne ein paar dieser Mischungen einlagern, aber mit Mehlprodukten ist es ja so eine Sache. Drauf steht bis April 2012.
    Hat jemand schon mal so ein MHD von diesen Mischungen überreizt? Welche Beeinträchtigungen drohen ab wann etwa?


    Ich wollte meine Brotmehltüten dann einzeln noch mal in Gefrierbeuteln luftdicht verpacken u dann ggf. noch in einem Lebensmitteleimer verschlossen lagern um äussere Einflüsse und Motten abzuhalten.
    Ist das ein guter Plan?


    Was gibt es bei der Auswahl der Brotsorten zu beachten? Irgendwo las ich hier, dass sich beim Dosenbrot jenes ohne ganze Sonnenblumenkörner besser hält als das ohne. Gilt das auch für die Brotmischungen? Lieber im Hinblick auf möglichst verlängerte Haltbarkeit die Vollkornlastigen meiden?


    VG


    Cass

  • Hallo,

    es ist bei Lebensmitteln die aus mehreren Bestandteilen bestehen wie mit einer Kette, die nur so stark ist wie das schwächste Glied.
    Die Haltbarkeit von Backmischungen hängt neben dem Mehl auch von den anderen Bestandteilen ab. Vor allem die Trockenhefe kann mal Probleme machen (Brot geht nicht auf).

    Ich vakuumiere Backmischungen und Mehl (hauptsächlich wegen Motten, aber auch zur Steigerung des MHD´s).
    Beim Rotieren habe ich mal was "übersehen" und 2 Backmischungen und 1 kg Mehl um ca. 9 Monate überzogen.

    Beide Backmischungen funktionierten (Brot ging auf). Eine schmeckte normal und eine leider "muffig" (aber essbar).
    Das Mehl war voll o.k.

    So long
    Zeltengehen

  • Zitat von Zeltengehen;78773

    Das Mehl war voll o.k.


    Wobei noch zu bedenken ist, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum vieler Vitalstoffe wenige Stunden nach dem Mahlen des Getreides abläuft. Ich ziehe es daher vor, das Getreide ganz zu lagern, dafür mit einer Mühle.


    Herzliche Grüsse
    linthler

  • Linthler, das ist was für die Fortgeschrittenen, vielleicht später mal... :rolleys:
    Klar..Vitalstoffe, die hoffe ich dann im Ernstfall aus dem Garten anreichern zu können, aber mit den Krisenvorräten sehe ich das pragmatisch. Im Zweifel bzw. Ernstfall muss es satt machen und gut.


    ZG, konnte man das "gute" und das "muffige" Brot irgendwie an der Sorte festmachen oder war es dieselbe Sorte?


    VG


    Cass



  • Aus dem Kopf heraus beides "Bauernbrot" oder "Landbrot" (nicht Vollkorn, keine Kerne oder so.), allerdings zwei verschiedene Hersteller.
    Ohne Gewähr und nicht als Schleichwerbung gedacht war das "Gute" glaube ich von Aurora und das "Muffige" eine Discounter-Marke (? wie gesagt, ich habe es nicht festgehalten).

    VG
    Zeltengehen

  • Zitat von Cassandra;78778

    Linthler, das ist was für die Fortgeschrittenen, vielleicht später mal... :rolleys:



    Ich schrieb es, weil ich den Vorratsaufbau als Anlass nahm, mich ein bisschen mit unserer Ernährung auseinanderzusetzen. Beim Mehl hab ich das mit den Vitalstoffen und frisch zuhause gemahlenes Mehl schätzen gelernt. :lächeln: Und da wir unseren Vorrat rotieren hab ich gleich den ganz normalen Alltag optimiert. Quasi das notwenige mit dem nützlichen verbunden... Darum der Hinweis für jene, die gleich fortschreiten wollen zu den Fortgeschrittenen. :rolleys:


    Aber nun zurück zu den MHDs...


    Herzliche Grüsse
    linthler

  • Zitat von linthler;78775

    Ich ziehe es daher vor, das Getreide ganz zu lagern, dafür mit einer Mühle.



    Davon bin ich wieder ab gekommen. Irgendwann ging mir die ganze Vorratshalterei zu weit. Aber du hast natürlich recht, Weizen hält viel länger als Weizenmehl.


    Ich habe Mehle nur zwei, drei Monate über MHD gehabt, war immer ohne Besonderheiten.


    In Plastik verpacken kann auf jeden Fall nicht schaden, ich habe da immer simple Mülltüten genommen, jeweils 2 in einer Tüte.


    Wenn du es Vakuumverpackst kannst du sogar feststellen ob Schädlinge reingekommen sind. Ist die Packung noch im Vakuum ist kein Schädling drin. Schädlinge sind aber bei Weizenmehl nur ein psychologisches Problem, physiologisch sind sie eine weitere Proteinquelle. :grosses Lachen:


    Das gilt natürlich nicht für Schimmel oder Pilze.

  • Hallo tecneeq,

    ich denke, die Aussage von linthler bezog sich in diesem Fall nicht in erster Linie auf die reine Haltbarkeit sondern wohl eher auf die gesundheitlichen Aspekte?

    Ich habe auch keine Mühle im Einsatz aber ein gewisses Umdenken (Unbehagen), wenn man sich mit der Qualität der Mehle und dem raschen Verlust der Vitamine nach dem Ausmahlen beschäftigt kann schon stattfinden.
    Ich finde da Linthler´s Einstellung gut :Gut: bin da aber selber noch (zu Lasten der Gesundheit) zu Bequem.

    Der Aspekt um den es ja hier in erster Linie geht ist aber natürlich, dass sich richtig gelagertes Getreide Jahre (Jahrzehnte) halten kann - da haben Mehl und Backmischungen keine Chance gegen.

    Ich kann Dich aber auch (aus eigener Erfahrung) gut verstehen, man kommt irgendwann an Grenzen bei der Vorratshaltung.

    Sonnige Grüsse
    Zeltengehen

  • Zitat von Zeltengehen;78956

    linthler bezog sich in diesem Fall nicht in erster Linie auf die reine Haltbarkeit sondern wohl eher auf die gesundheitlichen Aspekte?



    Genau (resp. die Haltbarkeit der Vitalstoffe). Ich hab dadurch, dass ich mich mit Mehl beschäftigt habe, gelernt, dass frisch gemahlenes Mehl viel wertvoller ist. Gleiches beim Müesli. Die relativ lange haltbaren Haferflocken sind dampferhitzt (eben für die Haltbarkeit), dabei gehen viele Inhaltsstoffe drauf. So lagern wir nun Getreide, auch für den täglichen Verbrauch (sobald wir durch die ursprünglich gehorteten Haferflocken durch sind... :grosses Lachen:): Frisch gemahlenes Mehl (i.R. aber kaufen wir Brot), frische Müesliflocken (6-Korn-Mischung, Hirse, Hafer) und ausserdem noch die Möglichkeit von Keimlingen. Für den normalen Alltag eine elektrische Mühle inkl. Flocker, für die stromlose Krise eine Handmühle (Müesli gibt's dann geschrotet).


    Es ist auch ein Beispiel für die vielen Fragen von Zeltengehen, die beim Lagern zusätzlich zum MHD entstehen. Und wie man dabei auch den alltäglichen Verzehr ändern kann. Den Kindern macht es auch Spass (v.a. die Funktionstests der Handmühle)...


    Herzliche Grüsse
    linthler

  • Hi,


    ich fürchte, die Schädlinge in Bio-Getreide kommen nicht von aussen ins Getreide...
    sondern sind schon beim Kauf in der Packung als Beigabe enthalten!


    Zumindestens bei mir sind in originalverpacktem Roggen Frassspuren zu sehen.


    Da hilft vakuumieren vermutlich auch nicht mehr.


    Nun bekam ich vor ein paar Tagen den Tipp, das Getreide zu darren, also für einige Zeit im Backofen zu erwärmen - das soll eventuell vorhandene unerwünschte Gäste sicher abtöten.
    Hat jemand hier Erfahrung damit?


    Lieben Gruss, Itchy

  • Ja, richtig. Auch eine Frage der Lagerung, ob sich die Schädlinge entwickeln können (Luftfeuchtigkeit, Temperatur).


    Zur Getreidelagerung und Schädlingsbekämpfung findest Du einiges in anderen Threads.


    Herzliche Grüsse
    linthler

  • Zu meinem vorhergehenden Beitrag zum Thema Senf (MHD 2005 / Post Nr.11) muss ich einen Nachtrag machen:


    Ich habe letzthin eine Tube geöffnet, in welcher der Senf leicht geschieden war.


    Geschmacklich ist dieser (scharfer Senf) aber immer noch in Ordnung und Bauchweh habe ich auch noch nicht!


    Grüsse, Gresli


    P.S. Ich denke Anfang nächstes Jahr wird mein Senf alle sein.

  • http://www.suedkurier.de/spezi…ut-sind;art438476,5065298


    Die Geschichte mit dem auskeimenden Getreide aus dem Altertum gibt es in mehreren Dutzend Fassungen, nicht nur aus Ägypten, ich habe jedoch bis jetzt keinen wissenschaftlichen Bericht gelesen, der einen solchen Vorgang empirisch beweist.
    Vorstellen kann ich es mir jedoch gut. Ungemahlenes Getreide ist ziemlich zähes Zeug, das man nur mit größerem Aufwand weich kriegt (hab schon häufiger Dinkelsuppe GEKAUT, lange, weil zu kurz gekocht...).
    Wenn also 2500 Jahre altes Getreide noch Keimfähig ist, ist es wahrscheinlich auch essbar.
    Aber wer will sein Lager schon so weit planen...

  • Hi!


    Ich habe in den vergangenen Wochen einige abgelaufene Artikel aus meinem ersten Großeinkauf (quasi der Grundstein meines Prepper-Daseins) aufgebraucht. Vieles war leider schon abgelaufen - aber das ist nicht wirklich ein Problem. Wozu hat man schließlich ein umfassendes Sensorium zur Beurteilung des Zustandes der Nahrungsmittel.


    Hier die Erfahrungen der letzen Wochen:

    • Haferflocken: Mehr als ein Jahr abgelaufen. Doch da sie im Keller kühl (ca. 14-18°, je nach Jahreszeit) und ziemlich trocken (ca. 40-50% relH) gelagert wurden sind sie nachwievor uneingeschränkt genießbar. Verarbeite sie derzeit in Müsli, Broten, Bratlingen und Co.
    • Passierte Tomaten: Ca. 10 1/2-Liter-Packungen passierte Tomaten habe ich ebenfalls. Ablaufdatum: 11.2011, also ziemlich genau ein halbes Jahr abgelaufen. Hier bemerke ich mittlerweile am Geschmack, dass sie muffig und leicht schimmelig schmecken:brech:. Bis vor kurzem jedoch waren sie noch halbwegs geniessbar...
      Werde jedenfalls den Rest entsorgen!
    • Salsa (Dip für Tacos) im Schraubglas. Abgelaufen im Jänner 2011, also schon mehr als ein Jahr alt. Kein Verfall feststellbar.


    LG,


    Maresi

    Arbeite, als wenn du ewig leben würdest. Liebe, als wenn du heute sterben müßtest.

  • Zitat von Maresi;102259
    • Passierte Tomaten: Ca. 10 1/2-Liter-Packungen passierte Tomaten habe ich ebenfalls. Ablaufdatum: 11.2011, also ziemlich genau ein halbes Jahr abgelaufen. Hier bemerke ich mittlerweile am Geschmack, dass sie muffig und leicht schimmelig schmecken:brech:. Bis vor kurzem jedoch waren sie noch halbwegs geniessbar...
      Werde jedenfalls den Rest entsorgen!




    Wenn du von 1/2-Liter-Packungen schreibst, meinst du Tetrapack?
    Bei Vollkonserven kann ich mir ein solches Ergebnis kaum vorstellen.


    Gruß

    „Manche Menschen drücken nur deshalb ein Auge zu, damit sie besser zielen können.“
    Billy Wilder