Mülltonnen: Sinnvolle Weiterverwendung ?

  • Moin Forum,
    hier im Ammerland herrscht der Mülltonnenwahnsinn, hier einmal eine kleine Übersicht, was in meinem 1-Personen-Haushalt so an genutzten und ungenutzten Tonnen neben und hinter dem Haus herumsteht.


    Aktuell in Gebrauch:
    1 Tonne 240 Liter, blau, Altpapier
    1 Tonne 060 Liter, braun, Biomüll
    1 Tonne 060 Liter, grau, Restmüll
    Zusätzlich alle 4 Wochen Abfuhr des "Gelben Sackes", der auch noch irgendwo ein Plätzchen finden muss...


    Nicht mehr in Gebrauch: (Diese Tonnen dürfen hier nicht mehr verwendet werden.)
    1 Tonne 120 Liter, grau, Restmüll
    2 Tonnen, 050 Liter, grau, Restmüll
    1 Tonne, 050 Liter, braun, Biomüll


    So nun zu meiner eigentlichen Frage, gibt es eine sinnvolle Möglichkeit, die überzähligen Tonnen zu verwenden, ausser z.B. für die Lagerung von Regenwasser, oder z.B. Brennholz, das ich aber leider nicht verwerten kann? Ich könnte die überzähligen Tonnen bei der hiesigen Mülldeponie entsorgen, aber diese ist 15 KM von hier entfernt, und mit dem Radel kann ich die Tonnen nicht transportieren..? :peinlich:


    Bin sehr gespannt auf eure Tips und Hinweise, vielen Dank!



    Gruss Michel

  • Grabe die Tonnen ein, nutze sie als Erdtonne für Lagergegenstände, Treibstoffkanister, Hohlraum für spätere Einlagerung usw. Wichtig wäre den Verschluß dicht zu bekommen, insbesondere bei Druck von aussen (man läuft darüber weg, stellt zur Kaschierung etwas darauf usw.).


    Denkbar im Garten als Kühlschrankersatz im Winter, dazu (bei nach oben breiter werdender Formen) mittig durchsägen, beide Hälften ineinander stellen und auf diese Weise eine Isolierung herstellen, diese ggf. mit Füllung verbessern, danach das Ganze eingraben und im Herbst mit Kartoffeln, Rüben usw. füllen, ggf. Gemüse mit Polsterware unterfüttern. Sollte vor Wühlmäusen sicher sein (engmaschiger Drahtzaun zur Sicherheit oder Kontrolle nächstes Frühjahr).


    Oder du nutzt eine leere Tonne (evtl. gemeinsam mit Nachbarn) für das Vor-Sammeln der gelben Säcke, denkbar mit einem Zahlenschloß, zu dem alle Beteiligten die Kombination wissen.


    Überzählige Tonnen werden bei uns, von der Stadtverwaltung organisiert, man muss nur Bescheid geben, abgeholt. Zettel drauf und weg damit.

  • Moin Crusoe,
    danke für deine Antwort, zu allem Übel werden wir wohl in diesem Jahr auch noch eine "Gelbe Tonne" zusätzlich zu den drei bereits vorhandenen Tonnen erhalten, da hier der "Gelbe Sack" abgeschafft werden soll... :staunen:


    Als Single bekomme ich all diese Tonnen gar nicht mehr voll, muss aber zahlen, zahlen, und nochmal zahlen, obwohl ich immer weniger Müll produziere.


    Für ein Erdlager ist der Garten hier zu klein, das nachbarschaftliche Nutzen der Tonnen ist nicht gestattet. Was für ein Irrsinn ist das überhaupt, der eigene Müll wird immer weniger, und wir bezahlen immer mehr, von Jahr zu Jahr, da fasst man sich an den Kopf! :verärgert:


    Abgesehen davon, dass hier früher 3 Müllmänner am Wagen ihr Auskommen und Brot hatten, fährt heute ein einsamer Trucker in seinem LKW anonym durch unser Dorf, und leert die Tonnen automatisch.


    "Automation", so nennt man das wohl, wenn alles immer teurer wird, und Mitmenschen ihren Arbeitsplatz verlieren, angesichts dessen könnte ich kotzen! :Schlecht:


    Gruss Michel

  • Hallo Michel


    Es liegt halt auch daran, dass immer weniger Müll gemacht wird,
    dass der Müll immer teurer wird


    Die Städte und Gemanden haben sich doch alle Ihre Denkmäler in
    Form von Müllverbrennungsanlagen gebaut, die jetzt nicht mehr
    ausgelastet sind, die Kosten aber weiterlaufen.


    Also wird die Tonne Müll eben immer teurer, und um das zu kompensieren
    wird immer erst mal am Personal gespart, also an den Müllmännern,
    mal ungeachtet dessen, dass dafür so gut wie kein Personal mehr zu
    finden ist, das den Job machen will.


    Bei uns ist es schon soweit gekommen, das mit der Bahn Müll aus Neapel
    angefahren wird, der dann in Krefeld verbrannt wird ->


    Meiner Meinung nach Schwachsinn in höchster Potenz


    So sorry für das O.T.


    Eugen j.keusen

  • Hallo Michel,


    ich würde sie als Sammelbehälter für Regenwasser verwenden....zum Gießen und in Verbindung mit einem Wasserfilter, auch als Trinkwasserspeicher.


    LG
    Günter


  • Und was ist Deiner Meinung nach klug?


    Wieder mehr Müll zu produzieren?


    Ein gewisses Maß an Mülltrennung ist übrigens sehr sinnvoll. Glas, Papier, Biomüll sollte man aus technischen Gründen möglichst getrennt erfassen (ob jeder Haushalt da ne eigene Tonne braucht kann man natürlich hinterfragen) und dann gibt es eben noch den Restmüll und künftig die Werkstofftonne, die dann professionell sortiert wird. Ich halte das für ein sehr kluges System.


    Ich selbst verwerte übrigens den meisten Biomüll im Wurmkomposter, Papier und Glas bringe ich zu zentralen Containern, Elektroschrott und Sondermüll bringe ich seltener als 1x im Jahr zu den Werkstoffhöfen und den Rest trenne ich dann wenn es mal die Wertstofftonne gibt.


    mfg

  • Zitat von Cephalotus;95950

    Und was ist Deiner Meinung nach klug?


    Wieder mehr Müll zu produzieren?


    Klug wäre es die Menschen dafür zu belohnen weniger Müll zu produzieren anstatt sie dafür zu bestrafen.
    Gilt auch für das Thema Benzin.



    Ich würde sie mir als potentiellen Trinkwasserspeicher in den Keller stellen. Im Krisenfall ab damit in die Wohnung und mit Wasser füllen. Dann hat man schon mal über 200Liter Wasser. Kann nicht verkehrt sein.


    Genau für diesen Zweck hab ich 6 120L Tonnen im Keller stehen. mit 700 Liter Wasser + Katadyn Camp Wasserfilter kommt man ne weile über die Runden.
    Gerade baue ich mir ein Konstrukt mit dem bei Regen das Wasser aus der Dachrinne abgreifen kann und direkt in die Wohnung in die Tonnen leiten kann.


    So muss man z.B. bei einer Pandemie noch weniger aus dem Haus.


    Die Idee mit dem Erdlager finde ich übrigens spitze. Ich muss jetzt los...die Schaufel holen :lachen:

  • Also wir haben derzeit folgende Tonnen rumstehen (Oberösterreich):
    - Papiertonne
    - Biotonne
    - Mülltonne


    - Gelber Sack wird abgeholt
    - Glas muss ich wegbringen (30m)
    - Für Grünschnitt bekommt man Öko-Säcke


    Dann hab ich noch eine aus Blech (für Asche) stehen...


    Im Prinzip hat jeder ein eigenes Sammelzentrum zu Hause.

  • Moin im Thema,
    ich habe gar nicht erwartet, dass solch eine Frage sich so sehr ausweitet... :lächeln:


    Von den alten Kunststofftonnen würde sich nur die braune 50-Liter-Tonne nach einer gründlichen Reinigung vielleicht für ein kleines Trinkwasserlager eignen, die anderen Tonnen sind innen völlig zerkratzt, und für Trinkwasser ganz sicher nicht mehr geeignet, oder doch..?


    Man könnte vielleicht einen grossen Plastikmüllsack in die anderen Tonnen einlegen, und diese dann mit Trinkwasser füllen, für einen Notvorrat ganz sicher für einige Wochen ausreichend...


    Die Möglichkeiten sind doch sehr vielfältig, für den "Fall der Fälle", und entsorgen kann man die Tonnen immer noch.


    Danke für alle Anregungen! :gratuliere:


    Ammerlandgruss von Michel

  • Zitat von Maggi56;96163

    Man könnte vielleicht einen grossen Plastikmüllsack in die anderen Tonnen einlegen, und diese dann mit Trinkwasser füllen, für einen Notvorrat ganz sicher für einige Wochen ausreichend...


    Als Hygiene-Maßnahme ? Ich fürchte, du unterschätzt die Kräfte die da wirken, wenn du eine Tonne mit Wasser füllst. Wenn schon dann geeignete Teichfolien, die für solche Belastungen ausgelegt sind.

  • Zitat von Crusoe;96167

    Ich fürchte, du unterschätzt die Kräfte die da wirken, wenn du eine Tonne mit Wasser füllst. Wenn schon dann geeignete Teichfolien, die für solche Belastungen ausgelegt sind.


    die Kräfte werden von der Tonne aufgenommen. Da ist eine dünne Folie ehe besser, da sie siche besser anschmiegt (Ecken).

  • Ich würde das Holz einlagern bzw kann man hier kreativ sein und eine "Prepper" Maßnahme gegen Plünderer vornehmen und Lebensmittel oder ähnliches unten in der Tonne lagern und dann das Holz drauf stapeln


    Wäre eine Idee von mir

  • @ Michel: Wenn du Platz hast, dann kannst du ja Kartoffeln drin züchten.
    Wenn du deine Tonnen loswerden willst, dann steck sie doch einfach in einen gelben Sack.

  • Zitat

    @ Michel: Wenn du Platz hast, dann kannst du ja Kartoffeln drin züchten.


    Moin Drudenfuss (Interessanter Nickname...!)


    Das ist ein sehr guter Hinweis, danke dafür! Ich habe hier im kleinen Garten nur sehr wenig Mutterboden zur Verfügung, sammle diesen aber gerne kostenlos aus den vielen Maulwurfshaufen, die es hier massenweise auf den Viehweiden gibt...


    Dafür habe ich im Radelrucksack immer eine Plastiktüte dabei, in der der eine oder andere Maulwurfshaufen dann landet. :rolleys:


    Die schmutzigen Finger kümmern mich nicht, ich freue mich eher über leckere Frühkartoffeln aus eigener Zucht.



    Nichts ist besser wie Frühkartoffeln mit einem Stück Butter..., Himmel auf Erden ! :lächeln:



    Gruss Michel

  • Warum nicht als zusätzliches Lager verwenden.


    Ich hatte bei einer Folge von Doomsday Preppers tatsächlich einmal etwas richtig cooles gesehen gehabt.


    Und zwar Folgendes: Papier wird gesammelt, dann wird es geschreddert und nun über Nacht in Wasser eingelegt. Am nächsten Tag wird es dann zu Pellets gepresst, mit einem Loch in der Mitte, dann getrocknet und so hält es am Ende schön zusammen und man kann es zum heizen nehmen.


    Gleichzeitig lässt es sich in dieser Form gut und komprimiert lagern und besser nutzen.

  • Ich benutze alte Kunststofftonnen als"Blumentöpfe",z.B.für Erdbeeren.In die Tonne mehere Einschnitte machen diese mit einer Heißluftpistole erwärmen bis sich der Kunststoff formen läßt.Dann formt man diese Balkonförmig aus(vorsicht heiß)Erde einfüllen,Erdbeerpflanzen setzen, regelmäßig gießen.Mehr Ernte auf kleiner Fläche ist nur noch zu steigern wenn man 200er Kanalrohr und mehr Höhe nimmt.Im Herbst werden die Tonnen dann in die Scheune gerollt,Stroh und Hasenmist obendrauf,fertig.Im nächsten Frühjahr kommen dann z.B.Tomaten in die Tonne,Kirschtomaten in die Balkone und obendrauf halt eine andere Sorte. so habe ich Fruchtwechsel und muß nicht jährlich die Erde erneuern

  • Die IDee mit Erde zu füllen ist schon prima!
    Falls Du darfst (ich hab' nicht mitgeschnitten ob die Tonne Dir gehört) aus dem Deckel ein Quadrat ausschneiden (Vorsicht Stabilität) und durch 1mm Acryl ersetzen.



    Grüße
    Tom

    Das Problem am Sozialismus: irgendwann geht einem immer das Geld anderer Leute aus

  • Ja klar,mach ich nur mit meinen eigenen Tonnen.Den Deckel laß ich dran aber offen,so kann ich obenauf zusätzlich pflanzen.

  • Wenn es Tonnen mit Rollensind kann so eine auch als Werkzeugständer für die Gartengeräte umfunktioniert werden.


    Ein Rohr für die langwerkzeuge und unten zwei Schubläden für Kleinwerkzeuge und Krimskrams. Über die beiden Schubladen einen Boden einziehen und einen Sack für Gartenabfälle. Dann hast du alles was duregulär brauchst immer auf einen Griff dabei.



    Beste Grüße

    Brot ist nicht hart. Kein Brot ist hart!