Beiträge von Gode_RE

    Ich würde genau auf das Gegenteil setzen: Nicht sich separieren aus Angst vor "Plünderungskolonnen", sondern gezielt Ballungsgebiete wählen (vielleicht am Rande), weil dort als erstes die Infrastruktur wieder hergestellt wird. Wenn alles zusammenbricht, wird die Menge der betroffenen Menschen dafür sorgen, das wieder was hergestellt wird. Geht gar nicht anders! Die ländlichen und abgelegenen Gebiete sind als letztes dran, hingegen die Großstädte und Ballungszentren als erstes. Es reicht also, ne Zeit wie "paar Wochen" zu überbrücken.


    Auf ne post-atomare Apokalypse oder Globalverwüstung nach Meteroiteneinschlag a la Dinosauriersterben werde ich meine Prepperbemühungen nicht konzentrieren. Diese Art der Vorbereitung wäre sooo riesig, wie sie extrem unwahrscheinlich ist - und daher in meinem Leben im Hier & Jetzt alle Ressourcen bis zu Lähmungserscheinungen beanspruchen würde. Was nütze mir meine Vorbereitung auf ein Leben in der Apokalypse, wenn ich dafür mein Leben im Hier & Jetzt so überbeanspruchen würde, dass ich die "Katastrophe" schon jetzt hätte...

    Ich hoffe sehr, dass die Corona-Pandemie die ganze Welt so erschüttert und aufrüttelt, dass sie aus dem Rausch der Globalisierung und Digitalisierung wieder aufwacht und zur Besinnung kommt! Sich besinnen auf die Jedermannnspflicht, Daseinsvorsorge zu schaffen ... ob im Kleinen für sich und seinen Haushalt, oder im Großen auf gesellschaftlicher Ebene. Komisch, alle beklagen das und sehen dass, aber dennoch steuern die wirtschaftlichen und politischen Entscheider in einem gigantischen Rausch von Unbegrenztheitswahn immer weiter die Welt in die totale Verwundbarkeit. So ein kleiner Virus hat diese Verwundbarkeit (Vulnerabilität) unseres gesamtglobalen Weltgefüges auf einen Schlag sichtbar gemacht. Ich hoffe, dass überall auf der Welt wichtige und fähige Leute wach geworden sind...

    Was mich bestürzt: WIR HATTEN DAS ALLES MAL !!! Es ist völlig unnötig und absolut unsinnig alles abgebaut worden, was zwei Generationen sorgfältig aufgebaut hatten - ein redundant stromversorgtes Telefonnetz, was notbedien- und ausfallsicher war, ein flächendeckendes Sirenennetz über 4m BOS ansteuerbar, ein strukturiertes und extrem leistungsfähiges Relaisfunkstellennetz der BOS und im Amateurfunk, eine in jedem LKW vorhandene CB-Funkwelt, Bunker und Sammelpunkte, Telefonzellen, Notrufsäulen, Hörbereitschaft auf Kanal 16 auf allen Schiffen, jederzeit auf 4m ansprechbare Leitstellen von Polizei und Feuerwehren ... ein für Kriegs- und Krisenfälle stabil aufgestelltes Land mit einheitlichen und nachvollziehbaren Strukturen und Zuständigkeiten, intuitiv orientierbare Orts- und Stadtarchitekturen, überall verlässliche Mindeststandards und Normen, geregelte Prozeduren, Notbevorratungen, medizinische Flächenversorgung. Doch dann kamen die kurzsichtigen und bornierten Sparschweine und haben alles, aber wirklich alles in kurzer Zeit kaputtgeschlagen, was sie jetzt nicht wieder aufbauen können. Selbst wenn sie´s wollten.... Das kriegt die Menschheit erst wieder nach nem Krieg oder ner (weitaus schrecklichern) Weltbedrohungslage hin, als Corona vermag. Erst wenn wir uns das "Sparen" (was ja nix anderes ist als "Gewinnmaximierung um JEDEN Preis") nicht mehr leisten können, weil´s um Leben oder Tod geht.

    Da hilft auch mal bei Herbert Saurugg reinzuschauen: https://www.saurugg.net/blackout/leitfaeden-zur-selbsthilfe


    Also ich "übe" mit meinem Fernreisemobil ja schon seit Jahren aus purer Lust am Üben die Total-Autarkie. 1-2 Wochen komplett abgenabelt irgendwo überleben ist ja jetzt schon erreicht. Im Winterhalbjahr stehen aber auch immer ein paar Campinggasflaschen und Dieselkanister extra im Stahlcontainer. Und das Haus hat schon vor 20 Jahren nen 5 KVA-Diesel mit Hauseinspeisung gekriegt. Wenn jetzt in den kommenden Monaten der Markt mit billigen Solarmodulen überschwemmt wird (wegen dem Auslaufen des ersten 20-Jahre-Förderzeitraums) werde ich auch noch mal über ne inselfähige Solaranlage 4-5 kVA nachdenken.


    Ansonsten wie immer - die Lebensmittelvorräte sind sowieso immer aufgestockt (rollierend), Wasser, Hygienartikel, Batterien und was man sonst so braucht, ist für mindestens 4 Wochen bevorratet, Trinkwasseraufbereitung (Ebolafest) im Mobil, Rettungsrucksack mit Verbandszeug, Defibrillator, OP-Besteck und Lokalanästhetikum eingelagert.


    Meine Philosophie: Gehe dorthin, wo die meisten Menschen leben, also in die Ballungszentren. Dort wird die Versorgung als erstes wieder hergestellt, dort sind auch die meisten Ressourcen. Klar, auch die meisten Aggressionen. Aber auch die meiste Möglichkeit betreffend Hilfe. Halt von allem das Meiste...

    Ich möchte die Romantik etwas beleuchten, der Notwehrparagraph erlaubt zwar jedermann einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff abzuwehren. Mit der Wahl der Mittel bist Du aber sehr beschränkt. Ein am Bett liegendener (z.B. waffenähnlicher) Gegenstand erfüllt in diesem Zusammenhang den Vorsatz. Das pikante ist "gegenwärtig" und "Angriff". Trägt der Verursacher (z.B. Eindringling) Spuren davon, wirst Du nachweisen müssen, daß Du den Kollegen nicht vorsätzlich angegriffen hast. Das ist auch das Problem einer SV Situation gegen eine Kleingruppe in Partylaune.


    Tritt diese Situation in einer eher "rechtsfreien" Situation auf, wird wohl eher der Verursacher Dich mundtot machen, und zwar mit allen Mitteln.

    Nicht wirklich. Der Notwehrparagraph sieht als Kriterium, ob die Gegenwehrmaßnahme "geeignet" war, den gegenwärtigen Angriff zu beenden und nicht grob unverhältnismäßig war. Eine Rechtsgüterabwägung wird dem Angegriffenen nicht auferlegt. Selbst bei grober Überziehung (Notwehrexzess) greift die Strafbefreiung, wenn die Überziehung aus Angst, Schrecken oder Verwirrung entstanden war, und nicht aus Wut oder Bestrafungswillen. Also wenn ich einen Einbrecher, der plötzlich in meinem Schlafzimmer steht und mich jäh aus dem Schlaf reisst, in Panik töte, greift der Exzessparagraf. Aber nicht, wenn ich hinter ihm herlaufe und ihm in den Rücken schieße. Und dass ich ne legale Waffe zu hause habe, selbst wenn sie neben dem Bett liegt, beweist keineswegs meinen Vorsatz, sondern höchstens mein Angsthase sein. Und das ist meine Sache.

    China bzw. die Chinesen denken anders. Da werden Pläne über Generationen geschmiedet und umgesetzt - nicht auf die nächste Quartalsbilanz oder die eigene Rente wie im westlichen Wirtschaftsdenken.

    Wenn unsere Gesellschaft sich wenigstens das von den Chinesen abgucken würde ... also die Fähigkeit, systemisch zu denken und nachhaltig zu planen, statt nur auf momentanen maximalen Gewinn zu setzen - zu Lasten späterer Kosten - ja, dann wäre das ja wenigstens etwas, wovon wir profitieren könnten.


    Wir waren ja schon mal weiter in der Entwicklung, waren schon mal "grün" (partizipative Gesellschaft) und teils sogar schon "gelb" (systemische Denkweise). Jetzt sind wir wieder auf "orangene" (Kapitalistische) oder sogar noch darunter liegende Entwicklungsstufen (blaue "bürokratische/scheindemokratische" oder sogar rote "Faustrecht-Häuptlings-Machtebene") zurückgefallen, was für viele, die schon weiter waren, wie ein Kulturschock ist.


    Die Chinesen muten zwar an, als hätten sie systemische oder sogar integrative Entwicklungsebenen erreicht, aber sie tun' s unter Verletzung darunter liegender Ebenen (Menschenrechte, Freiheit). Das ist kein "gesundes Erreicht haben" von echten Entwicklungsstufen, sondern ungesundes "Überspringen notwendiger Entwicklungen". Der Preis dafür ist gewaltig.


    PS: Die "Farben" sind nicht "politisch" entlehnt, sondern basieren auf dem Modell der sog. "Graves-Spirale", was persönliche und gesamtgesellschaftliche Entwicklungsstufen beschreibt. Wen's interessiert, der kann ja mal googlen ... und in dem Lichte aktuelle globale Akteure wie einzelne Staatsmänner oder ganze Volkssysteme darin vergleichen. Das schafft so einiges an Aha-Verständnis (und zeigt auch potentielle Wege daraus).


    https://www.landsiedel-seminar…ok-stephan-landsiedel.pdf

    Wie kommt es hier in diesem Thread zu so Aussagen wie "das Qualitätsproblem ist längst überwunden" oder so Milchmädchenrechnungen, die billige China-Technik eins zu seins funktionierender Technik gegenüberstellen? Wieviel persönliche (!) Erfahrungen haben diese Verfasser mit China-Einkäufen? Ich meine ganz reale Erfahrungen und mit eigenem Geld bezahlt, tatsächlich bezahlt!


    Offenbar reden wir von zwei völlig verschiedenenen Chinas. Nämlich dem, was ich gerade beim Neubau meiner Fahrzeugbauprojekte in den letzten 5-6 Jahren erlebt habe, und mich über 60.000 Euro an Mehrkosten für die Umgehung nicht funktionierender Chinaprodukte gekostet hat. Und dem, was diese Verfasser als "längst überwundenen Qualitätsproblemen" im Zusammenhang mit Chinaprodukten , meinen. Ich kann das nicht nachvollziehen und es irritiert mich, weil ich ganz konkret entgegenlautende Erfahrungen mache, und das seit Jahren.


    Kann mir mal einer von diesen Verfassern verlässliche (!) Bezugsquellen nennen, wo ich diese billigen Chinaprodukte kaufen kann, die garantiert die Qualitätsprobleme überwunden haben und genauso gut und langhaltbar sind, wie die teureren Produkte?


    Gode_RE

    Da kann ich nur sagen selber schuld.

    Ich bin selber mal Funkelektroniker gewesen, habe 1991 meine Ausbildung abgeschlossen. Da zeichnete sich doch schon ab, wo der Hase hinläuft. Plötzlich waren wartungsfreie Geräte verfügbar, die ohne jegliche fachliche Kompetenz in 70 Prozent der Fälle über den Rechner wieder zum Laufen gebracht werden konnten.

    Da war mir klar, das das was wir hier als eingefleischte Elektroniker machten in Zukunft belächelter Bastelkram sein wird.

    Das was Du als Qualitätsmängel bezeichnest und was seinerzeit nicht denkbar war, ist heute akzeptiert und keiner macht ein Aufheben drum, wobei ich heute execellente Qualität aus China erhalte.

    Wer oder was ist "schuld"...? Und woran "schuld"...? Wenn Du meinst, "selber schuld, dass die Deutschen sich von der Billig-Philosophie einwickeln lassen und so' n Schrott lieber kaufen, als hochwertigere und daher teurere Qualitätsprodukte" - ja, das war am Anfang tatsächlich noch so. Mittlerweile ist das nicht mehr so, denn es gibt kaum bis keine bessere Qualität mehr zu kaufen. Auch nicht für teures Geld.


    Wenn Du schreibst "keiner" mache ein Aufheben darum, dann frage ich mich, woher Du diese Absolutheit hast. Wen alles hast Du gefragt? Und selbst wenn es so wäre, dass es ausser mir und Dir keinen Menschen auf dieser Welt gäbe, der diese Entwicklung ebenfalls bereits bemerkt hat - belegt dies keinesfalls, dass sie nicht trotzdem stattfindet. Und was würde Deine Feststellung beitragen? Zu was ausser "dann stecken wir den Kopf in den Sand und ergeben uns in unser Schicksal"...? Aber wie Du schon aus den Reaktionen in diesem Forum mitgekriegt hast, stimmt Dein "keiner" nicht. Daher habe ich die Hoffnung, daß Deine Einschätzung auch sonst nicht stimmt und "alle anderen" (Umkehrung von "keiner") keineswegs bereit sind, dieser Entwicklung tatenlos zuzusehen und sich durch billige Technik aus China weiterhin blenden zu lassen.


    Man kann den Chinesen keinen Vorwurf machen, dass sie's versuchen. Aber man muss den "Angefütterten" sagen, was passiert, wenn sie sich weiterhin ködern lassen. Denn die dicke Rechnung kommt garantiert. Anfüttern ist nicht Caritas! Das machen Anfütterer nicht aus altruistischen Gründen. Irgendwann wird dafür bezahlt. Im Bereich der o.g. Sparten bezahlen wir die "Breite" unserer Marktmöglichkeiten längst durch drastisch angenommene (Qualitäts)-"Tiefe". Und nirgends wird das deutlich sichtbarer als bei chinesischen Technikprodukten.

    Ich kann nur von meiner persönlichen Wahrnehmung sprechen - und da erlebe ich eine unheilvolle Einflussnahme auf meine persönliche Leistungsfähigkeit durch chinesische Handelspolitik seit Jahrzehnten:


    Filmanfang: Ich war mal ein recht kreativer, leistungsfähiger Technik- und Elektronikentwickler - es gab eigentlich kaum was, für das ich nicht ne Lösung gefunden hätte.


    Sprung zum Filmende: Es lohnt sich nicht mehr - und eigentlich geht es auch gar nicht mehr - heutzutage etwas in handwerklicher Arbeit zu bauen. Weil nichts mehr nominal funktioniert, also so wie es nach seiner Beschreibung, Bestimmung und normativen Festlegung eigentlich sollte. Mittlerweile zweifle ich an meinen Fähigkeiten und habe meinen Beruf gewechselt, bin aus der Technik in die Psychologie gegangen - vielleicht der bislang einzige Berufszweig, wo die chinesische Handelsweltherrschaft noch keine Fata-Morgana-Konkurrenz geschaffen hat. Blick nach links und rechts: Es gibt kein Handwerk mehr, es gibt kaum mehr Individualprodukte, es gibt überhaupt ausser chinesischen Fata-Morgana-Produkten kaum mehr Technikprodukte oder Medizinprodukte zu kaufen, die wirklich "made in Germany" sind. Und vor allem eines - auf die unsere DIN oder EN Normen oder das europäische (!) CE-Zeichen anwendbar wäre.


    Zwischen Filmanfang und Ende liegen 30 Jahre unglaublicher Summen, die in Sand gesetzt wurden, weil zugekauftes Material, Bauteile, Produkte und Technologien made in China sich als unglaublich geschickt getarnter Schrott entpuppt haben, die letztlich zu 40-50 % Ausschuss (!) bei Fahrzeugprojekten, IT-Anlagen, allen Technikgewerken im Hausbau, Verkehrssicherheit und was immer ich in den letzten 30 Jahren angefasst habe, geführt haben. Immer war es das "Nichteinhalten von erwartbaren normativen Mindestanforderungen", wie z.B. Unterschreiten von normativ geforderten Kabelquerschnitten oder Kontaktverbindungen, Fehlen von normativ geforderten Schutz- oder EMV-Vorrichtungen, Nichtbeinhalten von normativ geforderten Materialmindestinhalten (z.B. billiges Aluminium statt gefordertem Kupferanteil), so gerade eben nicht passenden Gewindesteilheiten oder Durchmessern ... und und und ... Ich könnte hier seitenlange Aufzähllisten anführen, wie chinesische Produkte zwar so getan haben, als würde sie den erwartbaren normativen Eigenschaften entsprechen, aber nichts anderes waren als Pfusch, Pfusch, Pfusch. Mit am laufenden Band gefälschten Zertifikaten, z.B. Konformitätszeichen, EN-Normenbezügen, Prüfsiegel. ..


    Die Folgen sind dramatisch: Nicht nur, dass das Geld für den Kauf in den Sand gesetzt ist, sondern vermutlich fährt in Zügen, Autos, Schiffen und Flugzeugen jede Menge Technik durch die Welt, die nicht die normativen Mindesteigenschaften erfüllen, die für die Verkehrssicherheit erwartbar wären. Und genauso in den Intensivstationen, OPs, Nahrungsmittelindustrie, Arzneimiteln, Medizinprodukten, Implantaten, Sicherheitstechnologien, Fernmeldetechniken ... usw.


    Was aber das Schlimmste ist: Da nichts und gar nichts mehr "erwartbar funktioniert", so wie in den Lehrbüchern beschrieben und durch jahrzehntelangen gemeinsamen Technologiefortschritt in Normen und Entwicklungsstandards fortgeschrieben, ist Engineering und Handwerk nicht mehr möglich. Und daher auch verschwunden. Freie Hand für chinesische Massenproduktion von Fata-Morgana-Technologie. Die blinkt und piepst, ist bunt und billig, und beschäftigt unsere Weltbevölkerung als faszinierendes Spielzeug, während die chinesische Industrie den Weltmarkt für sich als Monopol ausbaut. Wir haben unseren fundierten, über die Ländergrenzen hinweg jahrzehntelang fortgeschriebenen Technologiefortschritt einem riesigen Rückschritt in Fake-Technologien geopfert, die uns im Hinblick auf Produktsicherheit, Langlebigkeit und Nachhaltigkeit sowie vor allem Ressourcen- und Klimaverträglichkeit um Jahrzehnte zurückgeworfen haben. Für blinkende, piepsende, bunte und billige Lockvogelangebote, die zudem in gigantischen Bergen unsere seltenen Ressourcen z.B. für Halbleiter- und Akkuherstellung vergeuden und damit die Umwelt belasten. Mit Speck fängt man Mäuse...


    Das könnte man schon als "kalten Krieg" empfinden. Jeder, der zukünftig weiterhin diese chinesischen Köder kauft, hilft letztlich dabei mit.

    Das weniger mit der "Fleisch"Industrie zu tun, sondern mit den gerade dort besonders sichtbar gewordenen menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen, die sich dann bei Pandemie-Lage besonders auswirken.


    Entstanden sind solche ausbeutenden Strukturen durch die Philosophie der "Gewinnmaximierung um JEDEN Preis". Natürlich ist das auch in anderen Branchen zu finden, aber in der Nahrungsmittelbranche zeigt es sich in Pandemie-Lagen schmerzvoller. Wenn mehr Autobahnbrücken zusammenbrechen, werden diese Strukturen auch im Baugewerbe sichtbar und ruchbar. Und im Kranken- und Altenpflegebereich. Oder in der Basisherstellung. Nahezu überall hat diese Gewinnmaximierung massive Spätkosten hinterlassen, und ein erster Teil davon wird jetzt vorzeitig sichtbar.


    Der "drohende" Wegzug solch ausbeuterischer Strukturen klänge für mich nicht bedrohlich, sondern nach Erlösung. Ich hoffe für unsere Gesellschaft, dass ganz viele "gewinnmaximierter" (= "auf später verschobene Kosten") Unternehmen zusammenbrechen und von mir aus auswandern. Weil wir es nicht stemmen können, dass gewinnoptimierte Unternehmens"kulturen" uns immer mehr Rechnungen für später aufmachen. Die müssen bezahlt werden, für die Unternehmen aber erst nach der Sintflut. Eine davon erleben wir gerade.

    Es ist auch ein Qualitätsmerkmal unserer besonnen handelnder Politiker, TROTZ der erschreckend vielen laut schreienden Dummschwätzer unbeirrt ihren Kurs der verantwortlichen Volksfürsorge fortzusetzen. Manchmal muss man sich vielleicht einfach entscheiden, für die Auseinandersetzung mit "gefühlten Argumenten" schlichtweg keine Zeit zu haben, weil man gerade alle Energie braucht, um in dieser Krise unsere Gesellschaft zu retten. Auch wenn es dabei an der einen oder anderen Stelle Kollateralschäden gibt.


    Es ist jeder gerufen, mit allen Kräften das Seinige dazu beizutragen, dass man diese hoffentlich nur kurze Zeit irgendwie übersteht. Damit wir danach noch als Gesellschaft fortbestehen und wieder miteinander Handel und Geschäfte betreiben können. Deshalb müssen wir auch über unserern nationalen Tellerrand hinweg schauen und die zerfallende EU wieder einen. Ich hoffe, dass wir bei allen Schmerzen, die das Überbrücken mit sich bringt, hinterher sogar gestärkt und besser aufgestellt aus der Krise hervorgehen!!!


    Deshalb kann ich ermahnende und beschuldigende Bremser in dieser Zeit überhaupt nicht ertragen. Denen sage ich, dass die ihren Job nicht machen. Jetzt ist keine Zeit für maulige Oberbedenkenträger, die nur stoppen und bremsen. Jetzt kommt es auf jeden an, sich aus der Krise weiterzuentwickeln. Und wer das nicht vermag (da mag es ja nachvollziehbare Gründe für geben), dann wenigstens nicht noch dem gesellschaftlichen verzweifelten Kampf ums Bestehen der Krise zur Last zu fallen, indem man durch krude Verschwörungstheorien Sand ins Getriebe streut. Das wäre für mich Sabotage.

    ich habe zwischenzeitlich einen Ausbildungslehrgang für PSU/PSNV für Einsatzkräfte nach der C.I.S.M.- Methode (Mitchell) und eine Ausbildung für laienorganisierte Notfallseelsorge nach bundesweiten Mindeststandard für Notfallseelsorgeausbildungen erstellt (jeweils 4 Wochenenden). Die habe ich als Honorardozent auf meiner Website beworben. Mal schauen, ob es angesichts der sich zuspitzenden psychisch-seelischen Belastung aller Beteiligten (Betroffene UND Einsatzkräfte) zukünftig zu mehr Bedarf nach peer-orientierten PSU-Ausbildungen gibt. Im Moment machen das die Hilfsorganisationen noch alles selber mit eigenen Kräften, aber die werden angesichts der sich ausbreitenden Pandemielage zusehends überlastet. Vielleicht kriege ich da ja mal nen Lehrauftrag...

    Die Corona-Krise hat mir ziemlich deutlich vor Augen geführt, dass ich zuhause wohl am allerbesten aufgehoben bin. Die allgemeine Versorgungslage, das weltweit beste Gesundheitssystem und die wirtschaftliche Unterstützung haben doch für uns in Deutschland die Corona-Krise zur vergleichsweise komfortablen Zone gemacht. Ich glaube, in jedem anderen Land der Welt wäre es mir dabei nicht so gut gegangen, wie hier zuhause.


    Was folgere ich für mich daraus:


    Früher hätte ich gedacht, dass ich mich bei einer existenziellen Bedrohungslage am liebsten ganz allein auf mich selbst verlasse und ich in eine einsame Gegend flüchte. Jetzt glaube ich, dass es in solchen Situationen dort am besten ist, wo so viele Menschen leben, dass man dort nach dem Abwägungsprinzip als erstes beginnen wird, die Infrastruktur und Versorgung wieder herzustellen. Also am Rand von Ballungszentren zum Beispiel. Und meine Zeilen oben deuten für mich darauf hin, dass es in Deutschland am besten ist. Also kann das Ergebnis dieser neuen Erkenntnisse sein, dass ich weniger in Fluchtmöglichkeiten investiere, sondern stattdessen in das Zuhause. Das passt aber eventuell nur für mich, ich will damit keinesfalls einen Allgemeinanspruch formulieren.


    LG Gode

    Wo wollt Ihr eigentlich in der Diskussion hin?


    Irgendwie benennt jeder hier ein paar (real existierende!) Dinge, die tatsächlich ziemlich schlecht laufen. Auf der einen Seite problematische Umweltentwicklungen - auf der anderen Seite problematische Mediendarstellungen. Stimmt, beides existiert real. Und beides ist problematisch.


    Aber was "beweist" das? Wer liegt deswegen hier "richtig" und wer liegt hier "falsch"? Was möge bitte wer hier endlich einsehen?


    Beide Seiten, also die realen Umweltprobleme als auch die mediale Umweltverschmutzung sind ein echtes Problem für diese Welt. Ist das wirklich wichtig, an welchem der beiden sie mehr untergeht? Für mich ist eher wichtig, welches ToDo sich für mich daraus ableitet, aber nicht wie "recht" wer mit was hat.


    LG Gode