Beiträge von PreppiPeppi

    Ich beschäftige mich bereits seit meiner Kindheit mit Vorratshaltung und Vorsorge, der Begriff "preppen" ist mir zu negativ besetzt und auch von früher her nicht bekannt.


    Früher hatten wir zuhause Kohlenfeuerung, Badeofen mit Festbrennstoff und Küchenherd mit Propangas. Das Trinkwasser wurde in unserer Gemeinde selbst bewirtschaftet und kam mittels Gefälle in die Häuser. Fast jeder hatte einen Gemüsegarten und Tierhaltung, von Rindviechern über Schweine, Schafe, Hasen, Hühner bis zu Tauben usw.


    Heute ist alles weg. Kaum jemand kann noch irgend etwas ohne Strom anfangen, Tierhaltung ist den meisten Leuten zu arbeitsintensiv.


    Deshalb habe ich vor ca. 5 Jahren begonnen, uns weitestgehend autark zu machen, damit wir aus eigener Kraft lange Zeit überstehen können. Was ich in dieser Zeit angeschafft habe, hat alles seinen Sinn und ich würde heute nichts anders machen.


    Ach doch. Seinerzeit hatte ich Kondensmilch eingelagert, die wurde mangels Bedarf leider schlecht. So etwas kommt nicht mehr in meinen Vorrat.


    P.S. Die Petromax kam mir nie ins Haus, da ich schon lange auf gute LED-Taschenlampen setze.

    Noch ein kleines Update zur Rezension des Sangean MMR88 DAB+: Das Radio hat 5 Stunden und 10 Minuten bei 75% Lautstärke mit DAB-Empfang coole Musik (sunshine live) gespielt, bis die rote "low batt."-LED zu leuchten begann. Nach genau 6 Stunden und 45 Minuten ging das Radio aus. Danach hatte der Akku eine Restspannung von 3,02 Volt, was meines Erachtens schon an Tiefentladung grenzt.


    Bei UKW-Empfang dauerte es genau 6 Stunden, bis sich die rote LED meldete, nach 8 Stunden und 20 Minuten war das Radio dann stumm.


    Diesen Zustand habe ich genutzt, um die Kurbelfunktion zu testen. Eine Minute kurbeln (also 120 Umdrehungen) lassen das Radio im DAB-Modus drei Minuten, im UKW-Betrieb vier Minuten weiterspielen. Bei längerem Kurbeln addieren sich die Laufzeiten entsprechend.

    Nachdem ich schon lange die Anschaffung eines Kurbelradios geplant hatte, habe ich mich nunmehr für das von Trontir vorgestellte Sangean Survivor DAB+ entschieden. Nicht zuletzt wegen dieser hervorragenden Rezension.


    Das Radio macht einen total wertigen Eindruck und hat einen guten Empfang, sowohl im UKW-Band als auch mit DAB.


    Einige Kritikpunkte von Trontir möchte ich etwas relativieren. Ich habe mehrere Akkus 18350 mit Flattop (also ohne hervorstehenden Pluspol) im Bestand. Diese kann man im Radio ganz einfach nutzen, indem man einen kleinen Neodym-Magneten daraufsetzt. Und schon funktionieren diese im Sangean.


    Weiterhin funktioniert das Radio sogar ganz ohne Akku, indem man es mittels USB-Kabel an eine Spannungsquelle anschließt. Hier kommen z.B. jegliche Powerbanks, Solar-Klapp-Paneele, Yetis usw. in Betracht.


    Ich finde das Teil genial. Besonders der Klang an einem angeschlossenen Verstärker oder Kopfhörer ist trotz fehlender Klangregelung richtig gut.

    Gestern war bei mir "Prepper-Schreibtischarbeit" angesagt.

    Ich hab mal versucht mir einen Überblick zu verschaffen wo ich in bezug auf meine Vorbereitungen eigentlich stehe.

    In gewissem Sinn eine allgemeine Bestandsaufnahme wie weit ich verschiedene Bereiche wie z.B. Wasser, Nahrung, Wärme, Licht usw. abdecken kann und wo es noch Defizite gibt.

    Ich würde mir wünschen, dass es mal ein anderer kritischer Prepper für mich macht. Selbst hat man meist eine Brille auf, ein mit der Materie vertrauter Außenstehender könnte den Stand der Vorbereitungen sicherlich unvoreingenommener beurteilen.


    Aber wem soll man diese Sisyphusarbeit zumuten?

    Um noch mal auf die Notwendigkeit der sogenannten Energiewende in Deutschland zu kommen: Deutschland betreibt momentan 7 von insgesamt ca. 450 Atommeilern weltweit. Inwiefern das für das Überleben der Menschheit relevant ist, sei dahingestellt.


    Fakt ist, dass ich durch dieses wahltaktische Manöver einer einzigen Frau gezwungen werde, unter das dünne Drahtseil des derzeitigen Wohlstandes, der Digitalisierung, der just-in-time -Verfügbarkeit aller lebensnotwendigen Resourcen ein komplettes Sicherheitsnetz zu installieren. Diese Redundanz hat mich einen mittleren fünfstelligen Betrag gekostet.


    Wir alle kennen die Säulen der Vorsorge: Wasser, Abwasser, Strom, Licht, Heizung, Nahrung, Kommunikation, Medizin. All das ist bei einem Blackout gefährdet, der unter anderem auch durch die desolaten französischen AKWs (um den Bezug zum Thema wieder herzustellen) ausgelöst werden kann. Deshalb kann ich mir vorstellen, dass die heutigen Befürworter dieser deutschen Energiepolitik bei einem entsprechenden Ereignis unsanft aufwachen werden.

    Na mir ist das Wurscht. Wenn der Blackout kommt, ist er halt da. Und alle, die mir bekannt für diese voreilige Energiewende sind, müssen dann eben die Konsequenzen tragen. Da braucht keiner vor meiner Tür auftauchen.


    Wir werden für lange Zeit unser Leben aufrecht erhalten können. Unser Energiekonzept umfasst mehrere Ebenen der Stromversorgung und Lichterzeugung:


    Level 1: Stromerzeuger 2x 2kW mit Treibstoff für lange Zeit

    Level 2: 3 Solar-Inselanlagen mit gesamt 590 Wp Modulen und 4,7 kWh Speicher

    Level 3: 14 Makita-Akkus 18V mit 945 Wh Speicher und USB-Adapter

    Level 4: 4 Powerbanks mit ca. 350 Wh und Solarmodul 21 Wp zum aufladen

    Level 5: 30 18650, 72 Eneloop AA, 40 Eneloop AAA Akkus 470 Wh

    Level 6: ca. 270 Batterien aller Art

    Level 7: ca. 1200 Teelichter und ca. 300 Feuerzeuge


    Also mir ist es mittlerweile relativ egal, wie diese Gesellschaft mit ihren lebenswichtigen Ressourcen umgeht. Aber uns hat das ganze bereits viele tausend Teuro gekostet, um einigermaßen unabhängig von dieser aus meiner Sicht suizidalen Entwicklung zu werden.

    Öhm, ich hab mal den Preis für nen Ersatzakku deiner Olight gegoogelt - der Kurs für einen Nachbau liegt bei 55 Euro, der für das Original deutlich über 100 Euro...


    Meine 4D hat damals 39 Deutsche Mark gekostet, und der Kurs für einen aktuellen Dittmann-Einsatz beträgt 30 Euro.

    Ich weiß ja nicht, was oder wer da jetzt sparsamer ist :P;)

    Naja, gegen die Maglite-Fans hier komme ich nicht an. Kein Problem.


    Der Akku der Olight lässt sich mit etwas Geschick auch selbst neu bestücken. Mir ist letzthin ein Makita-18V-Akku mit Platinenschaden abgeraucht. Da sind 10 noch sehr gute Zellen 18650-er drin. Damit könnte ich bei Bedarf den Akku der Lampe zum Nulltarif wechseln. Aber schon gut, ich gebe mich geschlagen.

    wie herzlos.... alte Liebe rostet nicht ;)


    Einen schönen alten Wagen gibt man doch so auch nicht weg wenn man Liebhaberei betreibt, nur weil der kein Maskenfernlicht, Sitzklimaanlage etc. hat ;)

    Wenn man ein Gerät jedoch zum angegebenen Zweck nutzen muss, überlege ich mir schon, ob ich das alte Teil weggebe und mir z.B. einen Wagen mit stärkerem Motor, niedrigerem Verbrauch und weniger Schadstoffausstoß zulege.


    Ich bin da sehr pragmatisch eingestellt. Dinge, für die es bessere und sparsamere Alternativen gibt, werden gnadenlos aussortiert. Und zu Taschenlampen habe ich insoweit keine Beziehung, die müssen zuverlässig und bei geringem Gewicht möglichst hell leuchten und da disqualifiziert sich bei mir die Maglite.:evil:


    Wer Liebhaberei betreibt - bitte schön.:)

    Ich persönlich würde die Maglites verkaufen oder stilllegen. Hier ein LED-Plugin einzubauen erscheint mir, wie einer Mumie einen Herzschrittmacher zu verpassen. ^^


    Ich habe mich bereits vor mehr als zehn Jahren von dieser veralteten Technik verabschiedet. Meine damals erste "Erleuchtung" war die Olight SR91. 1500 Lumen bei super Ausleuchtung und Reichweite, befeuert mit sechs eingebauten LiIon-Akkus 18650 und mit 1,2 kg Kampfgewicht auch als "Meinungsverstärker" einsetzbar. Zwischen dieser Lampe und einer Maglite liegen technologisch Welten, vielleicht vergleichbar mit Nokiahandys und iPhones.


    Hier kann nichts auslaufen, die Akkus lassen sich auswechseln, etc. pp. <3


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    Bei der letzten Waffengesetzverschärfung waren plötzlich doppelt so teure Waffenschränke Pflicht. (OK, Bestandsschutz, etc... ) Hatte von uns erst mal keiner auf dem Radar. Nur so als Beispiel.


    Nick

    Obwohl mich das noch nicht betroffen hätte, habe ich mir freiwillig einen Schrank der Klasse 0 geleistet, um nicht diese bescheuerte Überkreuzlagerung der Waffen und Munition machen zu müssen. Bei den Nuller-Schränken kannst du die Waffen zusammen mit der Munition aufbewahren. Und sicherer sind die Schränke auch. Ich finde das (aber auch nur das mit den Schränken!) gut.

    Kannst du mal Beispiele für solche Laderegler posten? Ich kenne nur welche, die dann mit 48 V-Akkus betrieben werden müssen und dann auch gleich gut vierstellig zu Buche schlagen.


    Ich glaube, die meisten hier wollen für stromlose Zeiten eine Notversorgung ohne viel Aufwand etablieren, quasi aus den Modulen einen Doppelnutzen ziehen. Es war ja sogar von teilweiser Demontage der Module die Rede, da sind etwas Planung im Vorfeld und ein paar Strippen mehr sicherlich der bessere Weg (Unfallgefahr).

    Die elegantere Lösung wäre, die Kabel von soviel wie möglich Modulen direkt ins Haus zu führen und erst dort zu verschalten. Im Normalfall können die Module in Reihe geschaltet werden, um die Verluste durch hohe Ströme zu begrenzen.


    Sollte der Blackout eintreten, werden dann Module nach Bedarf von der Hausanlage abgesteckt und an den Laderegler der Inselanlage angeschlossen. Sollte im Winter keine gescheite Ausbeute möglich sein, werden einfach noch ein paar Module zusätzlich aktiviert.


    Wichtig ist der Kauf des passenden Ladereglers, sowohl was die Speicherbatterie betrifft, als auch die zu erwartende Modulleistung.

    Ohne Eingriff in die Software der PV-Wechselrichter ist eine Notstromfunktion illusorisch. Der eingebaute NA-Schutz im WR misst nicht nur die Netzfrequenz, sondern auch die Spannung. Liegt diese +10%/-15% außerhalb der Normspannung von 230V, gehen die Wechselrichter vom Netz, genau wie bei >51,5/<47,5 Hz. Die Wechselrichter müssten eine konstante Ausgangsspannung und konstante Frequenz ausgeben, um sie im Rahmen der installierten Leistung und momentanen Sonneneinstrahlung nutzen zu können.


    Gedankenspiel Inverter-Stromerzeuger und PV-Wechselrichter parallel:


    Der Generator gibt eine saubere Sinusspannung mit genau 50 Hz und 230V vor. Der Wechselrichter wird parallel angeschlossen. Nach der Netzberuhigungszeit synchronisiert der WR auf die vorgegebene Netzspannung. Ab jetzt wird der Wechselrichter durch Anhebung der Spannung versuchen, seine maximale Leistung in das Netz einzuspeisen. Logischerweise wird, da keine Last angeschlossen ist, die Spannung zu hoch, der WR schaltet ab.


    Ob jetzt das Aggregat noch funktioniert und der Inverter nicht abgeschossen wurde, weiß ich nicht.


    Anders sieht folgendes Szenario aus: Der Generator wird gestartet und mit einer Last nahe der Leistungsgrenze des Stromerzeugers beaufschlagt. Nun erst wird der Wechselrichter angeschlossen. Wenn jetzt die vom WR erzeugte Leistung unter der angeschlossenen Last liegt, wird der Generator um diese Leistung entlastet, hat aber immer noch etwas Last, um die Regelung aufrecht zu erhalten. Das sollte funktionieren, testen werde ich es aber mit meinem Equipment eher nicht.

    Glaube nie einer Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.


    Und die "vereinigten Staaten der unbegrenzten Dummheit" sind immerhin jederzeit in der Lage, der Welt in jeder Beziehung den Stecker zu ziehen. Sei es mittels Cyberwar, Handelskrieg, Finanzchaos oder echtem Krieg. Man sollte auch nie vergessen, dass die USA nach wie vor die Besatzungsmacht des ehemaligen deutschen Territoriums sind.