Beiträge von TejuJagua

    Ach ja, ich bekomme hier seit Frühjahr kein einfaches Rapsöl mehr und habe nun die Nase voll.

    Vor ca. 3 Wochen schrieb meine finnische Freundin, bei ihnen in den Läden gäbe es deutsches Sonnenblumen- und Rapsöl im Sonderangebot. Palettenweise.

    Sie war ganz verwundert, weil ihre Tochter, die in Deutschland lebt, ebenfalls seit Monaten weder das eine noch das andere ohne Weiteres bekommen kann.

    Ich fand das ebenfalls sehr seltsam.

    Gestern 3 Einlitergläser Paprikagulasch eingekocht.


    Heute war wieder der monatliche Großeinkauf fällig.

    Den Kaffeevorrat mit 6 Gläsern á 200 g aufgestockt.

    Endlich wieder Faden-Suppennudeln bekommen. ( die bekommt man bei uns seltsamerweise nicht oft, obwohl die anderen Nudelsorten in rauen Mengen in den Regalen liegen )

    Einvakumierte Wurst und Salami in größerer Menge eingekauft.

    Schweineschmalz, Kochkäse, Kekse, 50 kg Hundetrockenfutter, 8 Liter billigen Essig zum Putzen und Gemüse baden und verschiedene Gewürze gekauft.

    Gemüse und Fleisch mitgenommen. Morgen wird dann nochmal Gulasch oder Geschnetzeltes mit Gemüse ( ein ) gekocht.

    Den hatte ich ganz vergessen.

    Wir sind ja auch noch stolze Eigentümer eines dunkelblau emaillierten Einkochtopfes, den man auf den Gasherd stellen kann.

    Samt Einkochthermometer, das dick eingepackt ganz hinten im Schrank liegt, damit es nicht aus Versehen zerbrochen werden kann.

    Das ist ein Geschenk eines Rückwanderers.

    Grüne Bohnen koche ich gar nicht mehr ein.

    Die gehen so gut wie immer auf, egal was man macht.

    Die bleiben noch nicht mal zu, wenn man sie 2 x einkocht.

    Die werden bei uns blanchiert und eingefroren oder blanchiert und milchsauer eingelegt, bezw. süßsauer einekocht.

    Ich habe 2 Einkochtöpfe WAT 25 von Weck, beide Edelstahl.

    Einen mit und einen ohne Ablaßhahnen.

    Die kosteten 2013 um die 159 € und ich bin sehr zufrieden damit.

    Gerade heute ist wieder einer davon im Einsatz. Ich koche Gulasch ein.

    Was die Risikoakzeptanz angeht, fürchte ich, dass die meisten Menschen nicht mehr offen sind für Lebensrisiken.

    Ich glaube, ich habs schon mal in einem anderen Thread erwähnt.

    Bei uns wandern ja viele Europäer ein - und die allermeisten noch schneller wieder zurück.

    Sie kommen hier an und erklären voller Überzeugung, sie hätten die "Enge" in ihren Ländern nicht mehr ausgehalten.

    Ebensowenig die Bevormundung seitens der Behörden, die Gängelung, die vielen Ge- und Verbote und die unzähligen Gesetze für alles und nichts.

    Die Freude über die "Freiheit" hier hält genau so lange an, bis sie erkennen, daß es hier keinen Staat gibt, der sich um jedes noch so kleine Detail kümmert. Daß wir zwar fast genau die gleichen Gesetze, Ver- und Gebote haben wie z.B. in Deutschland, daß die Menschen hier aber SEHR kreativ bei der Auslegung derselben sind.

    Wie oft höre ich den Spruch: DAS geht doch aber GAR NICHT! Da müsste doch ein Gesetz dagegen her!

    Hier gibt es aber keine Rechtschutzversicherung die mir auch den noch so absurden Nachbarschaftsstreit finanziert.

    Hier würde mir ein Richter ein Bussgeld auferlegen, wenn ich ihn damit belästigen würde, daß er meinen Nachbarn dazu verdonnern soll, seine Hecke oder seinen Baum zu schneiden.

    Hier gibt es auch keine Rundumsorgloskrankenversicherung.

    Diejenigen, die es gibt sind teuer und bezahlen nicht viel, wenn was passiert.

    Und sie sind nicht solidarisch, sondern privat. Wer kein Geld hat, geht in die staatlichen Hospitäler und hofft, daß er dort behandelt wird.

    Aber auch dort muss man die Medikamente selber bezahlen. Die bezahlen die Krankenversicherungen ebenfalls nicht.

    Spätestens in dem Moment, wenn die Europäer dann erfahren, daß sie eben voll und ganz auf sich selber gestellt sind, keine soziale Hängematte sie im Notfall auffängt, daß sie ihr Leben und das ihrer Familie selber in die Hand nehmen, die ganze Verantwortung selber tragen und sich um wirklich alles selber kümmern müssen, gefällt ihnen die Freiheit hier gar nicht mehr.

    Sie sind es gewohnt, von der Wiege bis zur Bahre an die Hand genommen und geführt zu werden.

    Mit wirklicher Freiheit können sie gar nichts anfangen.

    Und sie haben eine ganz andere Definition, was Freiheit, ist als ich.

    Wirklich frei ist nur, wer nichts zu verlieren hat.

    Und wer ist schon in dieser glücklichen Lage?


    Wir haben keine Krankenversicherung, haben aber Geld für eventuelle Probleme auf der Seite.

    Die einzige Versicherung, die wir haben, ist die Autoversicherung.

    Auch die ist hier nicht Pflicht. Aber sehr sinnvoll.


    Wir haben schon vor vielen Jahren unsere Grabstätten gekauft, Testamente geschrieben und alles geregelt, was mit unserem Tod zu tun hat.

    Und wir sind vorbereitet.

    Natürlich könnte man noch dies und das..............

    Muss aber nicht.

    Deutsche Polizisten würden bei uns wohl einen Herzkasper bekommen.

    Denn da laufen schon Dreikäsehoch mit Macheten herum, die länger sind als sie selber - ok, ich übertreibe, aber nicht arg.

    Keiner würde es verstehen, wenn der Gesetzgeber ihm sein Taschenmesser verbieten würde. Oder das Arbeitsmesser am Gürtel.

    Ich darf eine Schusswaffe nur mit Genehmigung transportieren, Waffe und Munition natürlich getrennt.

    Offiziell.

    Aber eine Machete oder ein Messer im Auto, egal wo, das interessiert hier keinen.

    Wir haben in jedem Auto eine Machete unterm Beifahrersitz und im Handschuhfach ein größeres Taschenmesser, in den Seitenablagen der Türen Cutter als Notfallmesser.

    Die Polizisten hat das noch nie gestört.

    Ich habe bei uns jedenfalls noch nie was über ein Macheten- oder Messermassaker gehört oder gelesen.

    Auch nichts über Amokläufe mit Schusswaffen, obwohl jeder Erwachsene mit einem sauberen Führungszeugnis eine erwerben und anmelden darf.

    Heute absolutes Luxusprepping betrieben.

    Wir mussten bei Dimabel die WBK meiner Standesamtlichen Zuteilung abholen und nutzten die Gelegenheit, im Super Casa Rica einzukaufen.

    Dort bekommt man u.a. Waren aus Deutschland. Meist die Marke "Gut und günstig" von Edeka.

    Frucht- und Schokomüsli - das seltsamerweise trotz Import nur halb so viel kostet wie das einheimische, Waffelmischung, Mozartstäbchen, Haribo, Waffelröllchen, Pfefferminztaler und Balsenkekse mit Schokoauflage.

    Dann verschiedene Heringsfiletdosen, deutschen Senf, deutschen Essig und Brezeln.

    In einem Großmarkt Zucker, Kaffee, verschiedene KS-Behälter mit Deckel u.a. eingekauft.

    Alles wird immer teurer, das Geld immer weniger wert.

    Also geben wir etwas davon aus.

    Geld kann man nicht essen und zum Heizen nehmen wir lieber Holz und Kohle 8)

    Ich sehe es wie @Urban Trapper


    Irgendwann ist außerdem die Lagerkapazität ausgereizt.

    Wir stocken zwar ab und zu immer mal wieder das eine oder andere noch etwas auf, aber nachdem wir Vorräte für gut 1 Jahr haben - wenn der Strom bleibt auch länger - aber im Grunde genommen, sind wir "fertig".

    Wir haben nie irgendwelche Nahrungsmittel eingelagert, die wir normalerweise nicht essen.

    Also auch keine MRE oder EPA ( davon musste ich in meinem Leben so viel essen, daß ich das nie wieder machen will ).

    Auch bei den Nicht-Lebensmitteln haben wir alles, was wir zu brauchen glauben.

    Bei uns ist also inzwischen "nur" noch Rotieren und Austausch gegen hochwertigere Artikel angesagt.

    Was ist denn die beste Möglichkeit Nudeln oder Reis aufzubewahren?

    Ich nehme dafür 2-Liter-PET- Wasserflaschen.

    Auch 4-Liter- und 5-Liter-PET-Behälter.

    Darin fülle ich alles ein, was durch die Öffnung passt.

    Reis, Nudeln, Bohnen, Linsen, Erbsen, Grieß, Haferflocken, usw.

    Die haben den Vorteil, daß sie nichts kosten ( jedenfalls bei uns, und das Pfand bei euch ist ja als Kostenfaktor auch zu vernachlässigen )

    Die 2-Liter-Wasserflaschen haben den Vorteil, daß keine Schädlinge eindringen können. Wo kein Wasser auslaufen kann, kommen auch die kleinen Maden der Mehlmotten nicht durch ( was bei Twist-Off-Gläsern leider der Fall ist )

    Bei den größeren Behältern ziehe ich vor dem Zuschrauben ein Stück Frischhaltefolie über die Öffnung. Dann kommen die Maden auch nicht ins Innere - oder bei beim Kauf oder der Ernte bereits kontaminierten Lebensmitteln können sie nicht entkommen und die restlichen Vorräte befallen.

    Mehl ist auch einvakumiert nicht sehr lange haltbar. Das lagere ich nicht über längere Zeit ein. Es wird muffig und/oder bitter.

    Da empfiehlt es sich, das Getreide einzulagern und bei Bedarf zu mahlen.


    Bei Twist-Off-Gläsern ziehe ich auch Frischhaltfolie über die Öffnung, bevor ich den Deckel aufschraube. Dann ist der Inhalt auch vor Schädlingen sicher.


    Wobei der Zucker in kurzer Zeit durchrotiert wird.

    Warum?

    Zucker hält gut verpackt "ewig".

    Den fülle ich in PET-Flaschen um. Darin wird er auch nicht feucht.

    Ebenso das Salz.

    Heute wurde die Kameraüberwachung installiert.

    4 Kameras am Haus, 2 bei der Werkstatt.

    Ich hätte nie gedacht, daß wir mal sowas einbauen lassen würden.

    Aber wir sind öfter mal den ganzen Tag über weg, da ist es schon praktisch, wenn man von unterwegs mal nachschauen kann, ob zuhause alles in Ordnung ist.

    Oder wenns klingelt, erstmal schnell nachschauen kann, wer am Tor steht.

    Es ist immer gut, sich einige Szenarien im Kopf auszumalen.

    Damit kann man vermeiden, daß einen Situationen völlig überraschen und man nicht weiss, wie man reagieren soll.


    Solltet ihr - ich wünsche es euch nicht - tatsächlich in die Situation geraten, daß ihr abwägen müsst, ob ihr hungernde Menschen, u.U. auch Kinder abweisen sollt oder nicht, werdet ihr erstaunt sein, was ihr alles könnt, wenn ihr wählen müsst zwischen "denen" und "uns".

    Ihr werdet euch zu 99% für "uns" entscheiden.

    Ich könnte da einige Beispiele aus den Krisengebieten, in denen ich war, erzählen, belasse es aber beim Allgemeinen.

    Wenn es hart auf hart kommt handeln - mit wenigen Ausnahmen - die Menschen so:

    Sie schauen zuerst nach sich selber.

    Dann schauen sie nach ihren Partnern und Kindern.

    Ist dann noch was übrig, dann beziehen sie die weitere Familie mit ein.

    Manchmal hält ein Viertel oder ein Dorf zusammen.

    Das war es dann aber auch schon.

    Sie schicken Fremde ohne Mitleid weg - oft nachdem sie denen auch noch das Allerletzte genommen haben, was sie noch hatten, wenn sie sie nicht gleich umbringen.

    Sie haben keinerlei Empathie für Menschen, die nicht zum eigenen Clan gehören.

    Wer Fremden hilft, ist in ihren Augen ein Dummkopf.

    Deshalb achten sie auch diejenigen nicht, die ihnen Spenden bringen und ihnen ohne Gegenleistung helfen.

    Solche - in ihren Augen - Dummköpfe werden deshalb auch "gerne" überfallen und ausgeraubt.

    Was glaubt ihr wohl, warum Convois mit Hilfgütern von Bewaffneten begleitet werden müssen?

    Heute den monatlichen Großeinkauf getätigt.

    Milchpulver, Kakao, Kaffe, Schokopulver aufgefüllt und aufgestockt.

    Einvakumierte Wurst in größerer Menge eingekauft - wird auch immer teurer.

    Den Vorrat an Chips, Keksen und anderen Süßigkeiten aufgefüllt.

    Huhn- und Schweinefleisch gekauft. Mal schauen, ob und was ich damit einkoche.

    Obst und Gemüse gekauft.

    Alles für die neue Beleuchtung der Werkstatt eingkauft. Wir rüsten um von Leuchtstoffröhren auf LED-Birnen.

    Beide Autos bis zum Überlaufen betankt.


    Gestern:

    die abgesägten dürren Äste - die sind dicker als so mancher Baumstamm - unseres Hausbaums kleinsägen und unter der Veranda aufstapeln lassen.

    Die dünneren Äste mit der Machete kleinmachen lassen.

    DAS tun wir uns nicht mehr an, es selber zu machen.

    Das darf der Sohn unserer Perle machen, der sich über einen Zusatzverdienst sehr freut.

    Der darf zukünftig auch mähen und andere Arbeiten bei uns machen.