Beiträge von Vollzeitvater

    In der Ahr befinden sich die Überreste von zahllosen Häusern, Hotels, Lagerschuppen, Restaurants, Pommes-Buden, Wohnwagen, Hallen, Brücken, Autos und Müll.

    Sieht teilweise aus wie eine Mülldeponie.

    Aus den Autos ist Benzin, Diesel, Öl in die Ahr gelaufen.


    Bin mir nicht sicher, ob die diversen Filter das schaffen.


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    Ja, so habe ich bisher auch gedacht.

    Als ich dann das Katastrophengebiet Ahr besucht habe, konnte ich die Wasserversorgung durch die BF beobachten.

    Die holen mit Spezial-Feuerwehr-LKW (12.000 Liter) Wasser vom Hydranten in Kalenborn und verteilen dieses dann entsprechend.

    Vor vielen Häusern wurden 1.000 Liter Tanks (wie in der Landwirtschaft) aufgestellt.

    Das geht im regionalen Katastrophengebiet sicher irgendwie gerade so ausreichend.

    Reparatur der Infrastruktur in Kreuzberg und Dernau wird länger dauern, da diese absolut total zerstört ist.

    Eigentlich sind beide Ortschaften nicht mehr existent im üblichen Sinn.

    Aber deren Ressourcen werden niemals reichen, um auf diesem Weg bundesweit Wasserversorgung herzustellen.

    Und sind die angeblich so tollen Notbrunnen in unseren Städten besser als unser Warnsystem ?

    Ich habe daran Zweifel.

    Beides (Stealth + Defender/G) schließt sich IMHO aus.

    Ja, das ist richtig.

    Im Katastrophengebiet an der Ahr gibt es mindestens einen mobilen Reifenservice.

    Auf Grund der Trümmer gibt es dort immer wieder kaputte Reifen.

    Im bundesweiten Katastrophenfall wäre dieser mobile Reifenservice nicht verfügbar.

    Dann wäre Fussmarsch mit Rucksack angesagt...

    Im Katastrophengebiet Ahr haben einige Helfer sich verletzt, da ihre Arbeitshandschuhe nicht gut genug waren.

    Bewährt haben sich starke schnittfeste Arbeitshandschuhe, manche Helfer haben darunter noch zusätzlich Einweghandschuhe als Wasserschutz.

    Im Katastrophengebiet Ahr gab es mehrfach die Situation "Handynetz geht/ keine Stromversorgung".

    Da gab es eine Oma, die während des Telefonats mit der Helferhotline von Angst sprach und plötzlich "Handy leer" hatte.

    Zum Glück konnte ihr durch "Hausbesuch" geholfen werden.


    Auch werden die Handys - ganz wichtig - als Taschenlampen oder Signallampen (Signal an Helikopter oder Boot in Dunkelheit) genutzt !


    Gute Powerbanks von namhaften Herstellern können in solchen Fällen überlebenswichtig sein.

    Nicht der billige Schrott der sich Werbegeschenk nennt.

    Im Katastrophengebiet an der Ahr sind viele Arztpraxen ausgefallen wegen Hochwasser.

    Mindestens eine Klinik ebenso.


    Gleichzeitig sind mehr Menschen erkrankt.

    - Verletzungen durch die Flutwelle

    - Verletzungen durch Treppensturz auf unbeleuchteten verschlammten Kellertreppen

    - Blutvergiftungen u.ä. durch nicht richtig passendes Schuhwerk beim Einsatz im verdreckten Wasser

    - "Rücken" durch Aufräumarbeiten

    - Wurmerkrankungen und Lungenerkrankungen durch Aufräumarbeiten im verdreckten Wasser im Keller

    - sonstige typische Verletzungen durch Aufräumarbeiten

    - Handverletzungen durch zu schwache Arbeitshandschuhe

    - vermutlich auch kein Mindestabstand ...


    Das Wasser in der Ahr und in den Kellern ist verdreckt durch Kacke, Autos im Fluss, Müll, Schrott, Chemikalien aller Art, vermutlich auch durch Leichen.

    Das DRK hat improvisierte Sanitätsstellen eingerichtet.


    Sollte eine solche Katastrophe bundesweit eintreten, ist proaktive "Impfung gegen alles" sinnvoll.

    Denn bundesweit kann das DRK sicherlich keine provisorischen Sanitätsstellen einrichten.

    Und gleichzeitig gäbe es sehr lange Warteschlangen bei den verbliebenen Medizinern.

    Habe mir dazu an der Ahr Gedanken gemacht.

    Die Katastrophe an der Ahr war örtlich begrenzt auf das Gebiet Eifel.

    Wenn eine solche Katastrophe bundesweit auftreten würde, wären die Ressourcen sofort erschöpft.

    Alle würden gleichzeitig zum Supermarkt düsen und Flaschenwasser kaufen.

    Die Feuerwehr wäre auch nicht in der Lage , bundesweit Trinkwasser mit LKW zu verteilen.

    Das BBK empfiehlt Wasserbevorratung für 14 Tage.

    Reicht das im Ernstfall wirklich aus ?

    Oder gibt es am 15. Tag grossen Durst ?

    Habe mir an der Ahr dazu mal Gedanken gemacht.

    Dort ist die Infrastruktur zerstört, wie nach einem Krieg.

    Das optimale Auto wäre imho ein Stealth (wegen Strassenkontrollen) , starke Bereifung (Gefahr von Reifenschäden durch Trümmer) , Allrad (für Waldwege und zerstörte Strassen) , Benziner (Diesel ist an der Ahr knapp), nicht zu gross, nicht zu klein.

    Defender oder G -Klasse !

    Übernachten im Auto muss möglich sein (Hotels und Campingplätze sind zerstört).

    Und möglichst NULL Gepäck (falls die Autofahrt durch Wanderung ohne Auto fort gesetzt werden muss, weil die Brücken fehlen)

    Kannst du für einige Tage zu Hause bleiben ?

    Das schützt am besten vor Plünderern.

    Mein Arbeitgeber bietet dieses ausdrücklich an.

    Vermutlich waren das weder Prepper noch Querdenker, sondern ganz normale Betroffene.

    In der Einsatzschulung lernt man eigentlich, als Uniformierter Helfer mit gestressten Opfern etc. deeskalierend umzugehen.

    Vermutlich waren sowohl Helfer als auch Opfer emotional am Limit.

    Und die Helfer hätten einen älteren Kollegen hin zu ziehen können zwecks Deeskalation.